Als am Mittwoch aus Anlass der 13. Euro Finance Week in Frankfurt eine illustre Runde von Bankern mit Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin über die Schuldenkrise diskutierte, kam die Sprache natürlich auch auf das heiße Thema Irland. Da warf der auffallend aufgeräumte scheidende HSH Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher zwei Begriffe in die Debatte: „too complex to fail“ und „too connected to fail“. Nun hat man sich gerade an „too big to fail“ und „too big to save“ gewöhnt, was sollen dann schon wieder neue Anglizismen?
Im Fall Irland eine ganze Menge. Zielt „too big to fail“ darauf ab, dass Großbanken um jeden Preis vor der Pleite bewahrt werden müssen, weil sonst ein Finanzkollaps droht, steckt in „too big to save“ schon die Kapitulation vor der zu großen Rettungsaufgabe. Also lässt die EU es um keinen Preis der Welt so weit kommen. Dies vor allem auch deshalb, weil die Rettung von Banken und ganzen Staaten bedeutet, in finanzielle Gebilde (zum Beispiel Derivate oder staatliche Garantien) vorzudringen, die „too complex“ sind, und dabei feststellen zu müssen, dass man in der EU schon „too connected“ ist.
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Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,dann richtet das Volk und dann gnade Euch Gott.

