19:03 Uhr. Los geht der Spass. Rosen. Er kündigt an, dass man mit Goulding beginnt. Dieser wartet draussen, und wird reingerufen.
Goulding wird vereidigt, und debtors Anwalt beginnt, wie üblich, mit dem Lebenslauf und der derzeitigen Position von Goulding bei A&M.
Die Declaration von Goulding ( www.kccllc.net/documents/0812229/08122291107080000000… ) wird dem Beweismaterial hinzugefügt.
Die Diskussion beginnt mit den PIERS bzw. deren Stellung als debt vs. equity.
Goulding bestätigt dass der trust der PIERS heute noch existiert, von WMI verschieden ist, und nie mit WMI gemergt hat. Das war die offene Frage, die Walrath in der letzten Opinion aufgeworfen hatte.
Sie besprechen jetzt das bekannte Diagramm, das die Konstruktion der PIERS zeigt. Goulding erklärt, was Tier-1 capital ist. Er erklärt dass Equity jedenfalls Teil des Tier-1 Capital ist, die Umkehrung aber nicht stimmt.
Goulding erläutert die Stellung der PIERS bzw. der zugrundeliegenden junior debentures im Waterfall. Sie seien junior zu allem anderen debt, und dementsprechend würden sie auch im Plan behandelt. Sie wären auch immer schon als debt behandelt worden. Goulding erklärt dass aus dem bankruptcy code die Priorität von Debt gegenüber Equity folgt, daher stünden die PIERS vor preferred equity.
Goulding und der Anwalt gehen diverse Exhibits durch, aus denen jedesmal folgt, dass PIERS debt sind. Langwierige und uninteressante Sache.
Goulding erklärt den Unterschied zwischen der Liquidationspräferenz und der tatsächlichen Forderung aus den PIERS (preferred) bzw. die value accretion.
Goulding erklärt, dass wenn die common PIERS, die WMI gehören, überhaupt etwas bekommen, es zurück in den Waterfall fließt.
Der PIERS Themenkomplex wird endlich abgeschlossen, und kommen zu den allgemeinen Aspekten des POR. Goulding erklärt, dass der Plan die feasibility requirements erfüllt.
Rosen entschuldigt sich dafür, dass er gezwungen wird, sehr viele Dokumente mit Goulding durchzugehen, wobei er ihn jedesmal fragen muss ob er das Dokument kennt und was es ist.
Wir sind bei den projections zur reorgWMI, Goulding erklärt diese und die verwendeten Grundlagen, wie die versicherungsmathematischen Berechnungen.
Goulding erklärt, dass man angenommen habe, dass reorgWMI im run-off Modus weiterläuft, weil man nicht wisse, wem die reorgWMI gehöre. So wie es ist, würde die Geschäftstätigkeit von reorgWMI in 2019 enden, weil dann die letzte Polizze ausläuft.
Wir kommen zu den Wahlen. Goulding erklärt, dass er aus den Rohdaten von kccllc ein Modell erstellt habe. Die senior noteholders würden 15 %, die senior subordinated noteholders 8 %, die general unsecured holders weniger als 1 %, die DIMEQ weniger als 1 % (wenn sie gewinnen), und die PIERS etwa 77 % der reorgWMI bekommen.
Goulding erklärt, dass Leute die Aktien statt Cash wählen, offensichtlich glauben, dass die Aktienbewertung von Blackstone einer Unterbewertung gleichkommt.
Goulding erklärt, dass die PIERS deswegen einen so großen Anteil erhalten, weil sie eben die letzte Klasse sind, die etwas bekommt. Die Klassen davor dürften zuerst Aktien bestellen. Was übrigbleibe, lande automatisch bei den PIERS.
Goulding wird gefragt, was passieren würde, wenn das Gericht erkennen würde, dass die Aktien mehr wert sind, z.B. so viel wie Solomon annimmt. Goulding erklärt, dass dann weiteres Cash an diejenigen fließen würde, die Cash gewählt haben.
Wir kommen zur liquidation analysis. Goulding erklärt den Unterschied zwischen der liquidation analysis von May und der von Juli. Goulding sagt dass der einzige Unterschied darin besteht dass in letztere der effective date 2 Monate später, also am 31.8. angenommen wird. Dies hätte Auswirkungen auf den post-petition interest.
Goulding erklärt den Unterschied zwischen den contract rate und FJR liquidation analysises, und sagt dass diese getrennte Darstellung auf Wunsch des Gerichts erfolgte.
Goulding sagt, dass ein etwaiger Wechsel in Chapter 7 eine fünfmonatige Verzögerung hervorrufen würde. Goulding erläutert seine Annahme, dass es in Chapter 7 zu einem "fire-sale" von reorgWMI kommen würde, bei der nur 50 Millionen Dollar dafür erlöst werden könnten. Dies hänge damit zusammen, dass Bieter wissen würden, dass verkauft werden muss, und die NOLs weg wären.
Goulding sagt, dass ihm Investmentbanker gesagt hätten, es wäre sehr schwer, reorgWMI zur Zeit zu verkaufen.
Goulding sagt dass es zwei Gebote für reorgWMI gegeben hätte, eines über 100 Millionen plus/minus 15 % und eines über 41 Millionen. Letzterer Bieter hätte signifikante due diligence betrieben.
Goulding stellt fest, dass der best interest test erfüllt ist. Goulding stellt fest dass aus der liquidation analysis folgt, dass subordinated claims und equity nichts bekommen.
Die PIERS hingegen würden unter chapter 11 etwas bekommen, unter chapter 7 aber nichts, weil sie eben die letzte Klasse ist die noch im Geld ist, und somit die ganze Last der Mehrkosten tragen müssten.
Goulding erklärt seine Sicht der Problematik der indenture subordination provisions der PIERS. Goulding glaubt, dass die PIERS bei der FJR die senior bonds bis zur contract rate auffüllen müssen.
Goulding sagt, dass bezüglich einiger Bonds die contract rate geringer sei als die FJR. Das hätte aber keine Auswirkungen, weil die senior bonds sowieso die contract rate erhalten würden.
Alle behandelten Dokumente werden in die evidence list aufgenommen. Rosen ist fertig.
Nun kommt Sargent fürs EC.
Sargent zeigt Goulding einige Emails und deren Attachments. Goulding erkennt sie. Sie werden in die Evidenzliste aufgenommen.
Goulding sagt, dass die Emails sich auf verschiedene Waterfallmodelle beziehen die er einem Anwalt der settlement noteholder geschickt hat. Goulding sagt dass das im Rahmen des confidentiality agreement geschehen sei.
Sargent fragt Goulding warum einer der Waterfalls nur Mittel von 5,2 Milliarden zeigt, während die anderen über 7 Milliarden zeigen. Goulding sagt, dass das ein Szenario gewesen sei. Es wäre nur eine Illustration gewesen, was geschehen würde, wenn halt 5,2 Milliarden da wären.
Sargent wendet sich der liquidation analysis zu.
Er bezieht sich auf die FJR liquidation analysis. Dort gäbe es ja zwei Waterfalls, sagt Sargent, wobei einer die contractual subordination aufzeigt und der andere die debtors payouts. Sargent fragt sich wie einige dieser Zahlen zustandegekommen sind. Sargent stellt fest dass der post-petition interest der senior bonds in der payouts Tabelle nur 241 Millionen ist, in der contractual subordination Tabelle aber 452 Millionen. Überhaupt sei es so, dass die Senior notes genau dasselbe bekämen egal ob FJR oder contract rate entschieden wird.
Goulding erklärt, dass das eben an der contractual subordination liegt. Sargent sagt dass es bis zu den PIERS überhaupt keine Unterschiede gäbe. Goulding bestätigt das. Sargent stellt fest, dass eine FJR Entscheidung überhaupt nur zwei Klassen beträfe. Goulding bestätigt das. Sargent sagt, dass unter FJR fast Geld an Equity gehen würde. Goulding sagt, dass etwa 9 Millionen fehlen würden, sowie die subordinated claims, von denen er aber nicht wisse wie viele es würden.
Sargent geht mit Goulding die Beiträge von JPM zu den estate assets durch. Sargent stellt fest, dass diese Beiträge durch das GSA bestimmt würden, Goulding sagt dazu, dass aus dem GSA aber noch nicht der Wert der verschiedenen assets folgen würde.
Sargent fragt, was man unter restricted cash verstehen müsse. Goulding bringt einige Beispiele, aus Transaktionen zwischen WMI und WMB, aus Rabbi trust Transaktionen usw. Sargent fragt wieviel Cash restricted ist. Goulding weiss es nicht genau, schätzt aber 100 Millionen, jedenfalls weniger als 200 Millionen.
Sargent fragt, welche Teile des Cashs nicht vom GSA abhängen würde. Goulding sagt dass das aus vielen Einzelteilen bestünde und er es nicht genau wisse. Es wären aber nicht mehr als 200 Millionen. Sargent fragt, seit wann man weiß, wieviel das ist. Goulding sagt, dass man das jeden Monat updaten würde. Das würde nicht in den MORs publiziert. Sargent fragt, wie sich dieser nicht-GSA-Cashbestand im Laufe der Zeit verändert hat. Goulding sagt, dass sich das dauernd ändere, wenn man z.B. subsidiaries geschlossen hätte, oder Überweisungen von diesen vorgenommen hätte.
Sargent geht weiter die Proceeds in der liquidation analysis durch (zum mitlesen: www.kccllc.net/documents/0812229/0812229110708000000000006.pdf , Gesamtseite 36).
Sargent fragt, wie Goulding vor der Einstellung von Blackstone den reorgWMI Wert selbst eingeschätzt hätte. Goulding sagt, dass man am Anfang noch nicht genug Informationen gehabt hätte, als man aber einen Kapitalzuschuss machen musste, war es notwendig das zu untersuchen. Goulding sagt, dass seine Valuation "in derselben Gegend" war wie die von Blackstone.
Goulding erklärt kurz die weiteren Proceeds und die Bank Expenditure, Priority Claims & Convenience Class Positionen. In letzterer seien 700.000 Dollars priority tax claims enthalten. Die Convenience claims wären solche die jeweils unter 50.000 Dollars liegen, und daher nicht wichtig seien.
Sargent fragt nach der 375 Millionen general unsecured claims Schätzung. Wäre diese Position jemals größer als 500 Millionen gewesen? Goulding erinnert sich nicht. Sargent kritisiert, dass man diese Information aber für die Erstellung eines Waterfalls benötige. Goulding bestätigt das, er hätte aber Szenarios erstellt. Sargent fragt ob die Schätzungen der debtors dieser general unsecured claims jemals öffentlich gemacht worden wären. Goulding weiß es nicht. Sargent fragt, ob sie den settlement noteholdern bekanntgegeben wurden. Goulding erinnert sich nicht an eine solche Weitergabe durch ihn.
Sargent kommt zur stock election. Er fragt, ob Goulding wisse, wer Aktien gewählt hat. Goulding sagt, dass ihm diese Information nicht zugänglich ist. Sargent fragt ihn ob er weiß ob die settlement noteholders Aktien gewählt haben. Goulding weiss es nicht. Sargent fragt ihn wieviele überhaupt Aktien gewählt haben, und wieviele Eigentümer reorgWMI haben würde. Goulding sagt dass es etwa 75 Personen sein würden, jedenfalls weniger als 100.
Sargent ist fertig. Jetzt Steinberg.
Steinberg stellt fest, dass es passieren könnte, dass für die PIERS eine contract rate Entscheidung besser wäre als eine FJR Entscheidung. Goulding bestätigt das. Es handle sich aber um einen sehr kleinen Unterschied. Steinberg fragt, ob Goulding sich mit Vertretern der PIERS getroffen hätte, um ihnen das zu erklären. Goulding sagt, dass es möglicherweise irgendwann erwähnt wurde.
Steinberg fragt, ob die liquidation analysis die Recoverys aus möglicher zukünftiger litigation einfließt. Goulding sagt dass das nicht der Fall ist. Das sei auch nicht sein Gebiet. Man hätte ihm gesagt, dass man das hier nicht machen brauche.
Steinberg möchte über litigations sprechen, die durch den liquidating trust durchgeführt werden könnten. Goulding weiß es nicht, es sei nicht sein Gebiet. Steinberg fragt, warum eine Bewertung der litigations nicht einmal während 2 1/2 Jahren durchgeführt worden würde. Goulding weiß es nicht. Das sei Sache der Anwälte. Steinberg fragt ihn, ob er weiß dass es schon class actions gegen die ehemaligen directors von Wamu gegeben hätte. Goulding sagt dass er nur weiß, dass es ein settlement gegeben hätte. Goulding sagt, dass die FDIC "bestimmte Individuen" aus dem GSA rausnehmen wollte. Er wüsste aber nicht, was danach in dieser Sache passiert sei. Steinberg fragt ihn, warum nur erwägt würde das frühere Board zu verklagen, nicht aber das jetzige. Goulding weiß es nicht. Steinberg fragt ob Kosturos das wissen könne. Goulding weiß nicht ob es Kosturos weiß.
Steinberg fragt, ob es ernsthafte Versuche gegeben hätte, reorgWMI zu verkaufen. Goulding verneint das. Steinberg fragt, wie hoch die Bewertung von reorgWMI zum Zeitpunkt des Chapter 11 Antrages war. Goulding sagt dass es über 300 Millionen gewesen sei. Man hätte damals aber viele Dinge noch nicht verstanden. Steinberg stellt fest, dass die Valuation heute viel tiefer sei. Goulding sagt, dass er für die Valuation nicht mehr zuständig ist, das macht Blackstone.
Steinberg kommt zur stock election. Goulding erklärt, dass nur wenige PIERS Inhaber überhaupt eine Wahl getroffen hätten. Aber weil soviele Aktien übrig waren, hätten sie diese nehmen müssen. Jeder müsse zumindest zum Teil Aktien nehmen, egal ob er so gewählt hätte oder nicht.
Steinberg erkundigt sich zu den PIERS Bedingungen. Goulding erklärt dass der Kaufpreis in 2001 50 Dollar gewesen sei, was aber eine Option auf den Bezug von Washington Mutual common stock beinhaltet hat. Wer einen PIERS gekauft hat, hätte effektiv zwei Wertpapiere gekauft. Die preferred security würde über die Zeit wertvoller, während der Wert der Optionskomponente fällt.
Steinberg stellt fest, dass die den PIERS zugrundeliegenden debentures nur 5,x % Zinsen bezahlt hätten, während die PIERS daneben auch noch die Wertsteigerung durch die Annäherung an das Laufzeitende bekommen hätten. Goulding stellt fest, dass sich die Zinsen auf die debentures aber auf die volle Nominale beziehen.
Steinberg lässt sich den Unterschied zwischen den preferred PIERS (WAHUQ) und den common PIERS erklären.
Steinberg fragt nach dem gescheiterten POR7. Dort sei ein 25 Millionen litigation trust vorgesehen gewesen. Er fragt wer da geklagt worden wäre? Goulding weiß es nicht, er sei nicht der richtige Ansprechpartner.
Steinberg stellt fest, dass der liquidating trust eine Wertfeststellung vornehmen müsse. Goulding bestätigt das, das sei aus Steuergründen nötig. Steinberg interessiert sich vor allem für die Bewertung der litigation. Goulding sagt, dass man eine Beratungsfirma angestellt hätte, um diese Valuation vorzunehmen. Sie sei noch nicht fertig. Steinberg sagt, dass es doch wohl relevant sei, denn unter chapter 7 gäbe es so einen liquidating trust nicht, und die Steuerpflicht der creditors wäre anders.
Steinberg fragt nach Bestandteilen des liquidating trust die nicht aus Cash bestehen. Goulding nennt zukünftige Steuerforderungen, übrige Töchter, BOLI/COLI Polizzen. Steinberg fragt nach den litigation claims. Goulding kann dazu nichts sagen. Er sagt wer dafür verantwortlich ist, habe den Namen nicht verstanden. Goulding sagt dass die zukünftigen Steuerforderungen etwa 75 Millionen, die Töchter etwa 72 Millionen und BOLI/COLI etwa 15 Millionen ausmachen würde. Goulding nennt WMI Citation und WMI Rainier als Beispiele für verbleibende Töchter.
Steinberg fragt, wer im board des liquidation trusts sitzt. Er nennt selbst die Namen. Steinberg fragt wieviel diese Leute bezahlt bekommen. Goulding weiß es nicht. Steinberg fragt ob das irgendwo veröffentlicht wurde. Goulding weiß es nicht. Steinberg stellt fest dass Kosturos der liquidating trustee sein würde. Er fragt wieviel Kosturos bekäme. Goulding sagt, dass er dasselbe bekäme wie heute. Steinberg fragt wie hoch das Budget des liquidating trusts sein würde. Goulding sagt es wären etwa 50-75 Millionen. Steinberg stellt fest dass A&M dieses Budget bestimmen würde. Goulding sagt, dass sie das nicht allein bestimmen könnten.
Steinberg stellt fest dass noch 55 Milliarden unresolved claims bestehen. Steinberg fragt wieviel davon mit dem GSA weg sein würden. Goulding sagt dass danach nur mehr 850 Millionen übrig bleiben würden. Steinberg stellt fest dass diese Zahl seinen Claim (von DIMEQ) enthält, was Goulding bestätigt. Steinberg fragt wieviele davon heute schon allowed seien. Goulding sagt dass es weniger als 50 Millionen seien.
Steinberg geht kurz auf die late filed claims ein, und kommt nun zur contract rate vs FJR Diskussion. Steinberg fragt was passieren würde, wenn der court die FJR festlegen würde. Goulding sagt dass er nicht genau weiß wie das dann ablaufen soll. Man müsste einen Anwalt fragen.
Steinberg fragt, ob Goulding wisse wer unter dem alten Plan die rights der PIERS ausgenutzt hätte. Goulding glaubt sich zu erinnern dass es die settlement note holder waren.
Steinberg fragt ob A&M jemals einen Wert der NOLs bestimmt hätte. Goulding glaubt dass darüber diskutiert wurde. Er sagt dass die Vorgangsweise ähnlich wie bei Carreon gewesen sei. Er kann sich aber nicht an die genaue Zahl erinnern.
Steinberg fragt, warum man sich Ende 2010 so bemüht hätte, noch in 2010 fertig zu werden, wo doch der verwertbare NOL doch viel kleiner gewesen wäre. Goulding sagt, dass eine künstliche Verzögerung die Aufmerksamkeit der IRS hätte erregen könne, und zu einem Verfall der NOLs hätte führen können.
Steinberg bringt eine Verschwörungstheorie, er glaubt, dass die creditors unbedingt versucht hätten, in 2010 fertig zu werden, weil sie eine Steuererhöhung durch die Obamaregierung erwartet hätten. Als diese verworfen wurde, hätte man keine Probleme gehabt, es erst in 2011 abzuschliessen. Goulding nimmt dazu natürlich keine Stellung.
21:16 Uhr. Kurze Pause.
21:29 Uhr. Es geht weiter. Steinberg immer noch.
Er hat noch einige Fragen zum liquidating trust. Goulding weiß bei den meisten Fragen die Antwort nicht.
Steinberg kommt wieder zur liquidation analysis. Der Unterschied der Bank Exp, Priority Claims & Convenience Class von Chapter 11 und Chapter 7 interessiert ihn. Goulding geht auf die Anfangskosten eines Chapter 7 Verfahren ein. Es ergäben sich zusätzliche Kosten für Spezialisten, die Goulding aus der momentan laufenden Kostenrate abgeleitet hat. Steinberg sagt dass das auch die committee Kosten beinhaltet. Goulding sagt, dass es ja auch in Chapter 7 ein creditors und ein equity committee geben könnte. Steinberg sagt, dass er schon 30 Millionen pro Monat und 40 Millionen pro Monat gehört hätte. Welche hätte er verwendet? Goulding sagt dass dieser Unterschied vermutlich auf die post-petition-interest Behandlungsweise zurückzuführen sei und nicht auf die eigentlich laufenden Kosten. Steinberg fragt auch nach dem Kostenansatz für den chapter 7 trustee, 37 Millionen Dollar. Goulding sagt, dass man da wohl eher am unteren Rand der möglichen Kosten geblieben sei.
Goulding erklärt noch den Umstand dass bei den PIERS keine OID accretion stattfinden würde, wenn das Gericht auf FJR entscheide und nicht auf contract rate. Steinberg fragt wieviel das ausmachen würde. Goulding erinnert sich nicht.
Steinberg sagt dass A&M bisher 60 Millionen Dollar bekommen hätte. Goulding weiß es nicht. Steinberg sagt dass Weil Gotshal bisher 50 Millionen Dollar bekommen hätte. Er fragt ob A&M jemals dem widersprochen hat. Goulding verneint. Steinberg sagt dass Akin Gump bisher 20 Millionen Dollar bekommen hätte. Wer bei A&M würde das kontrollieren? Goulding weiß nicht wer da zuständig ist.
Steinberg ist fertig. Jetzt einer der TPS Anwälte.
Der Anwalt stellt fest dass ein chapter 7 trustee einem GSA nicht beitreten würde. Goulding gibt das zu, man hätte das aber angenommen, weil seiner Meinung nach das GSA ohnedies die beste Möglichkeit für das Estate wäre. Ein Chapter 7 trustee würde daher versuchen, dem GSA so nahe wie möglich zu kommen. Der Anwalt stellt fest dass es unter Chapter 7 zum Beispiel kein Voting gibt. Goulding sagt dass er sich mit chapter 7 nicht auskennt. Der Anwalt stellt fest dass Goulding sich mit chapter 7 nicht auskennt, aber eine chapter 7 liquidation Analysis gemacht hat.
Der Anwalt sagt dass unter chapter 7, wenn das GSA nicht käme, es auch keine releases gäbe, und die creditors daher Forderungen geltend machen könnten, sodass diese vielleicht besser gestellt wären. Goulding antwortet, dass ohne GSA alles noch schlimmer werden würde.
Der Anwalt stellt fest dass Goulding eine chapter 7 contract rate Analyse gemacht hat. Er fragt ob Goulding wisse dass es unter chapter 7 keine contract rate gäbe. Goulding sagt dass man das eben zu Vergleichszwecken gemacht hätte.
Der Anwalt fragt wieviel der 55 Milliarden unresolved claims auf die FDIC entfällt. Goulding kann es nicht sagen, das sei sehr schwierig aufzugliedern, es wären auch zahlreiche claims unliquidated. Dieselbe Antwort gibt Goulding auf dieselbe Frage bei JPM. Das würde sich aber etwa 50:50 verteilen. Der Anwalt fragt ob Goulding die ANICO Entscheidung kenne. Goulding bejaht. Der Anwalt fragt inwieweit Goulding etwas getan hätte, jetzt wo man wegen der ANICO Entscheidung claims gegen JPM stellen könne. Goulding sagt dass er nichts gemacht hat, das ginge ihn nichts an. Ausserdem sei er sich nicht sicher, ob man da überhaupt etwas machen könne.
Der Anwalt fragt, ob die claims von JPM gegen offsetting claims von WMI aufgerechnet wurden. Goulding sagt, dass man nur das GSA berücksichtigt habe.
Der Anwalt kommt zum Wert der reorgWMI. Goulding bestätigt, dass man sich dabei an die Blackstone Analyse gehalten hätte. Der Anwalt fragt nun nach der WMMRC (reorgWMI) Wertannahme unter chapter 7. Der Anwalt sagt dass WMMRC eine shell sei. Da gäbe es keine Angestellten, kein Management, keinen business plan. Goulding bestätigt das, bestreitet aber dass es eine shell sei, da wären ja die ablaufenden Polizzen. Der Anwalt stellt zur Diskussion ob ein chapter 7 trustee nicht einfach auch WMMRC im run-off Modus betreiben könne. Goulding sagt dass das vielleicht möglich sei, er aber annehmen würde, dass ein Chapter 7 trustee das verkaufen würde.
Der Anwalt fragt, wie groß der Abstand von equity zum Geld im chapter 7 Fall sei. Goulding bestreitet dass es nur 90-100 Millionen wären. Es wären mindestens 100 Millionen mehr.
(Musste kurz weg, es fehlen ca. 4 Minuten).
Goulding wird gefragt ob das Budget des liquidating trusts auch für die Verfolgung von claims gedacht sei. Er bejaht das.
Der Anwalt fragt warum die Annahme der FJR 1,95 % sei. Goulding sagt dass das die FJR zum petition date sei. Der Anwalt fragt ob Goulding weiß dass sie heute nur mehr 0,2 % sei. Goulding hat davon gehört. Er glaube aber, dass man die FJR zum petition date nehmen müsse.
Goulding bestätigt dass der Plan keine andere FJR als 1,95 % annimmt. Goulding sagt dass er ein Szenario mit 0,5 % sicherheitshalber durchgerechnet hat. Goulding sagt, dass eine solche Rate zu einer recovery für Equity führen könne, es sei aber nicht sicher wieviele subordinated claims es geben würde.
Der Anwalt fragt Goulding ob ein chapter 7 trustee auch die Spesen der settlement noteholder übernehmen würde. Goulding sagt dass er keine Ahnung hat, was ein chapter 7 trustee machen würde. Der Anwalt fragt nochmal ob Goulding oder Kosturos wüsse wieviel die litigation claims wert sein können. Goulding antwortet (erneut) dass er es nicht weiß, und nicht weiß ob Kosturos es weiß.
Der Anwalt ist fertig. Es kommt jetzt ein pro-se Aktionär.
Der Aktionär fragt, wann die PIERS ausgegeben wurde, Goulding antwortet in 2001. Der Aktionär fragt wie das mit den Zinsen von JPM auf das deposit sei. Goulding sagt dass man darüber verhandelt hätte. Goulding sagt, dass der niedrige Zinssatz marktüblich sei. Goulding sagt dass sie mit ihrem eigenen T-bill Portfolio noch geringere Zinsen erwirtschaften als JPM ihnen zahlt.
Der Aktionär fragt, warum ausgerechnet WMMRC zur reorgWMI geworden ist. Goulding sagt, dass ansonsten nur mehr Töchter mit Cash übrig sein, ohne Business. Das treffe auch auf die 10xx-exchange zu.
Der Aktionär fragt wie groß die Assets von reorgWMI seien. Goulding sagt dass sie über 300 Millionen liegen. Diese Zahl würde ständig fallen, wenn Versicherungsfälle bezahlt werden.
Der Aktionär stellt noch einige Fragen zu den Steuern von WMMRC und einigen Töchtern. Goulding bestätigt unter anderem dass WMI citation eine non-debtors subsidiary sei. Der Aktionär fragt, ob WMI an WMI Citation Gelder gezahlt hätte. Goulding sagt dass es umgekehrt gewesen sei.
Der Aktionär fragt ob es A&Ms Entscheidung war, das GSA zu verlängern. Goulding sagt dass es wahrscheinlich eine Entscheidung des boards war, er war sich aber nicht sicher.
Der Aktionär erzählt von einigen Fällen wo die FDIC angeblich verloren hätte und fragt ob das zu irgendwelchen Erwägungen geführt hätte das GSA nicht zu verlängern. Goulding sagt, dass er immer daran festgehalten hätte, dass das GSA für das estate das günstigste sei.
Er ist fertig. Jetzt James Berg, Aktionär.
Berg stellt Fragen zur reorgWMI Bewertung. Berg stellt fest dass der WACC von Blackstone 13-15 % war und schlägt vor stattdessen einen Durchschnitt der von WMI selbst bezahlten Bondzinsen zu verwenden. Goulding sagt dass man das wohl tun könne, er glaube aber nicht dass das die richtige Methode sei.
Berg ist fertig. Jetzt ein Anwalt von Wells Fargo, als PIERS indenture trustee. Er stellt eine frühere Behauptung von Steinberg richtig, die sie betroffen hat. Er fragt Goulding auch bezüglich der indenture trustee fees und ob er wisse, dass Steinberg dem nie widersprochen habe. Goulding weiß es nicht, war eh nur ein Plädoyer...
Nun der Anwalt des creditors committee. Auch er bezieht sich auf Steinbergs Einlassungen. Er stellt eine Kleinigkeit richtig, die in der Diskussion der liquidation analysis entstand. Er verdeutlicht, dass es, falls die FJR angesetzt würde, und daher der Plan scheitern würde, es eine Verzögerung geben würde. Goulding sagt dass es dann wohl 3-4 Monate länger dauern würde, mit der entprechenden Verringerung der PIERS recovery.
Der Anwalt versucht zu zeigen, dass durch eine Festsetzung der FJR auf 0,2 % diverse creditors schlechtergestellt wären. Goulding bestätigt das.
Der Anwalt fragt nochmals wieviel preferred equity aus dem Geld ist. Goulding wiederholt dass es 90-100 Millionen unter FJR wäre, und sonst erheblich mehr. Goulding wiederholt dass dazu noch die subordinated claims kämen. Hinzu kämen noch eventuell zusätzlich entstehende Claims die noch nicht allowed seien.
Sie gehen jetzt nochmal die liquidating trust board members durch, weil Goulding das vorher nicht wusste, das creditors committee es aber offenbar im record haben will. Uninteressant...
Nach diversen klärenden Kunstfragen geht der creditors committee Anwalt ab.
22:44 Uhr. Man einigt sich auf eine "zweiminütige" Pause.
22:49 Uhr. Es geht weiter. Rosen mit Anschlussfragen. Rosen geht darauf ein, dass Goulding nicht weiß, wieviele claims subordinated sind. Rosen fragt, ob Goulding den MARTA claim kennt. Goulding kennt ihn. Rosen fragt ihn, ob er weiß dass der MARTA claim refiled würde, wenn es Geld für subordinated gäbe. Goulding erinnert sich.
Rosen führt Goulding zu diversen Dingen hin. Z.B. würde, wenn die PIERS 100 % bekommen, das Geld weiter den Wasserfall runterfließen. Wenn man dann auch noch den wieder erscheinenden MARTA claim erledigen würden, DANN würde Geld an preferred equity gehen.
22:52 Uhr. Tonausfall.
22:56 Uhr. Ton wieder da. Es gibt nochmal ein cross. Sargent ist da.
Sargent sagt wir sollen annehmen dass reorgWMI 500 Millionen wert sei. Er möchte nun ermitteln ob dann Geld an Equity fließen könnte. Damit kommen wir wieder auf die subordinated 510(b) claims. Goulding gibt wieder zu erkennen, dass man derzeit nicht sagen könnte, wieviel da drin sei. Das könne sich erst mit der Abwicklung der claims ergeben.
Sargent verlangt nun, darüber Informationen zu bekommen. Er fragt ob er Kosturos fragen könne. Wenn nicht, würde er einen weiteren Zeugen verlangen.
Strochak von den debtors tritt auf, und sagt dass er gar nicht wüsste, was Sargent wolle? Wolle er mehr discovery? Walrath sagt schließlich, dass wir in der Pause darüber reden sollten (aka Hinterzimmer ).
Coffey von den TPS möchte Goulding morgen nach der Kosturos Vernehmung nochmal sprechen. Rosen protestiert dagegen. Es gäbe agreements und Coffey hätte selbst keinen einzigen Zeugen gebracht. Walrath sagt aber dass Coffey das Recht dazu hat.
Coffey dreht jetzt den Spieß wieder um, und stellt Goulding die Fragen so, dass herauskommt, dass preferred equity noch etwas bekommen könne.
Es wird jetzt sehr gereizt, und Walrath adjourned daher. Morgen um 9:30 Uhr geht es weiter.
23:05 Uhr. ENDE.
Vielen Dank@Pfandbrief