Hallo Faster,
danke für deine Antwort. Deine Frage beantworte ich zunächst gerne wie folgt: Selbstverständlich glaube ich, dass die WMIH fusioniert oder zukauft (oder gründet). Alles andere zu Glauben wäre auch töricht. Sie hat keinen aktiven Geschäftsbetrieb, der Umsätze erzielt. Und ohne aktive Geschäftstätigkeiten würde der verbliebene Rest von den 75 Mio. im Laufe der Zeit ans Management, die Beratungsunternehmen und Rechtsanwälte verplempert. Dann könnte ich ja auch jetzt verkaufen bevor meine Shares tatsächlich nichts mehr Wert sind. Deine Frage erübrigt sich also.
Ich, "als Anfänger", würde hier ganz gerne mal die Zahlen auseinander nehmen.
Du schreibst, dass die NOLs bis 2030 verwertet werden müssen - somit stehen uns also noch 17 Jahre zur Verfügung. Außerdem gehst Du in deinem Post 14896 von 20 Mrd. an max. realistischen Verlustvorträgen aus.
Das würde bei linearer Verlustvortragsnutzung einen jährlichen linearen Gewinn von 1,176 Mrd. erfordern.
Wenn wir mal davon ausgehen, dass der steuerliche Gewinn eines Unternehmens 1,176 Mrd. beträgt und der Gewinn 10% vom Umsatz (viel mehr dürfte wohl nicht drin sein - eher weniger) ausmacht, würde das bedeuten, dass wir mit der WMIH ein Unternehmen gründen, übernehmen etc. müssten, dass einen jährlichen Umsatz von sage und schreibe 11,76 Mrd. Umsatz macht. Wer gibt uns dieses benötigte Unternehmen bzw. beteiligt uns daran für 200 Mio + Vorzugsaktien (im Wert von?) ? Und das ist der Punkt, wo mir der Glaube fehlt. Wenn es durch irgend einen (eher unwahrscheinlichen) Weg wirklich dazu kommen sollte, dass es eine solche Übernahme oder Beteiligung kommt. Dann wird man doch wohl alles daran setzen, dass wir nur im geringen Maße die Nutznießer sein werden. Ich denke wir sollten uns von dem Glauben verabschieden, dass die Profis uns was schenken, nur weil wir "ein paar" Stammaktien in Händen halten.
Und noch etwas - ich bin einer der Letzten die Blackstone etc. unterschätzen. Und gerade weil ich sie nicht unterschätze, erwarte ich von ihnen, dass sie in erster Linie etwas für ihren eigenen Profit unternehmen, und nur sekundär (als Nebeneffekt) etwas für mich als Aktionär.
Ist es mit all diesen Zahlen nicht realistischer zu sagen: O.K. - wir haben etwas unter 200 Mio. zur Verfügung, können noch ein paar Vorzüge zu Geld machen. Haben ein Unternehmen / Beteiligung mit (was weiß ich - aber ich gehe mal höher ran) z.B. 1 Mrd. Umsatz und erzielen (bleiben wir mal bei den 10%) einen jährlichen steuerlichen Gewinn von 100 Mio.
Das macht in 17 Jahren eine NOL-Nutzung von 1,7 Mrd. Nicht alles genutzt - aber immerhin eine Menge. Die Enttäuschung ist für die Aktionäre geringer ausgefallen, da die Erwartungen im Vorhinein nicht zu hoch angesetzt wurden. Und alle erfreuen sich einer jährlichen Dividende von sagen wir mal 50% des Gewinns ;-)
Gegenvorschläge (und Korrekturen) von allen Seiten gerne gehört und erbeten.
Grüße
MaSchKi