...dass "charly503" nicht unbedingt mein Freund ist, konnte man in diesem Forum bereits feststellen.
...aber das Posting
#28516 unseres "charly503" zeigte wieder einmal ganz deutlich, wie ohnmächtig – wenn nicht sprachlos – jemand aus der ehemaligen DDR den Stand der Dinge heute beurteilt und den nachfolgenden Postings zu urteilen, gehörte er NICHT zur priviligierten Klasse dieses Regimes. Aber ich bin mir sicher, dass er seinerzeit – genau wie alle anderen – sofort den Weg Richtung Westen einschlug, um dort "freie" Luft zu schnappen. .
Beeindruckt aber hat mich sein ergänzender Link:
www.net-news-express.de/index.php?page=player&v=YZ3oooEoA3k Damit dokumentiert er eigentlich, seine vergebliche Mühe, die Welt verbessern zu wollen...
...aber es gelingt ihm nicht, weil ihm - als einer von vielen – einfach niemand zuhört.
Lieber "charly 503":
Lass es gut sein. Niemand von uns wird je in die Lage kommen etwas Bedeutendes zu verändern. Wir stehen am Straßenrand und sehen nur zu, wie sich die Welt dreht.
Das veranlassste mich aber einmal zu Papier zu bringen, was tatsächlich IMO in jedem von uns steckt; was wir denken, fühlren und auch kritisieren ...aber schließlich einsehen müssen: "...der eben neben mir steht, er denkt anders, fühlt anders und kritisiert auch anders."
US_Bürger die unbequem wurden, bereits Geschichte schrieben oder noch schreiben:
John F. Kennedy
Kennedy warnte uns schon vor 50 Jahren auf das was jetzt langsam zum Vorschein kommt (Begleitender Eintrag, der währen des gesamten Videos zu lesen ist!)
...und für seine Gesinnung musste er sterben!
Irgend jemandem war er ein Dorn im Auge!
IMO waren es nicht die Russen, auch nicht die Cubaner...
...es waren die Verbrecher im eigenen Land, die dafür sorgten.
IMO war Harvey Lee Oswald ein Bauernopfer und Jack Ruby ein Mitverschwörer zur Verschleierung der wahren Hintermänner dieses Mordes.
Einge Auszüge aus seinen Reden zu diversen Themen:
Frieden:
"Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende." (Am 25. September 1961 vor den Vereinten Nationen.)
Demokratie:
"Diejenigen, die friedliche Revolution unmöglich machen, machen gewaltsame Revolution unausweichlich." (Am 13. März 1962 in einer Rede vor lateinamerikanischen Diplomaten.)
Wiedervereinigung:
"In einer Situation des Wandels und der Herausforderung (...) hat jeder Bewohner West-Berlins die Pflicht, seinen Standpunkt zu überdenken und zu überlegen, welches Ziel die Stadt ansteuert und wie sie am besten dorthin gelangt (...) Wenn wir für die Zukunft dieser Stadt arbeiten wollen, dann lassen Sie uns mit den Gegebenheiten fertig werden, so wie sie wirklich sind, nicht so, wie sie hätten sein können und wir sie uns gewünscht hätten (...) Die friedliche Wiedervereinigung Berlins und Deutschlands wird daher weder rasch erfolgen noch leicht sein."
(Am 26. Juni 1963 vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin.)
"Ich bin ein Berliner":
"Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz, den ein Mensch sagen konnte, der: "Ich bin ein Bürger Roms!" Heute ist der stolzeste Satz, den jemand in der freien Welt sagen kann: "Ich bin ein Berliner!" (...) Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger dieser Stadt West-Berlin, und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf, sagen zu können: "Ich bin ein Berliner!""
(Ebenfalls am 26. Juni 1963 am Schöneberger Rathaus.)
Edward Snowden ...und das aktuelle Thema NSA:
In der NSA-Affäre fand der Whistleblower Edward Snowden – der Staatsfeind Nr. 1 in den USA - am Ende nur noch bei Wikileaks Menschen, die bereit waren ihm zu helfen. Vier Monate lebte die Britin Sarah Harrison, Wikileaks-Aktivistin und enge Vertraute von Julian Assange, an Snowdens Seite In einem Statement auf Wikileaks erklärte sie, dass sie nun nach Berlin gereist ist. In ihre Heimat wagt sie sich auf Anraten ihrer Anwälte derzeit nicht, denn ihr droht eine Festnahme. Dennoch zeigt sie sich kämpferisch: "Der Kampf geht weiter", erklärt sie in ihrem Manifest und ruft die Menschen auf couragiert zu sein:
"When whistleblowers come forward
We need to fight for them
So others will be encouraged
When they are gagged, we must be their voice
When they are hunted, we must be their shield.
When they are locked away, we must free them
Giving us truth is not a crime
This is our data, our information, our history
We must fight to win it
Courage is contagious"
Berlin, Nov 6/2013
Sarah Harrison
Seltsamerweise ist man als EINZELNER machtlos und egal wohin man sich wendet, ohne Hilfe anderer steht man auf verlorenem Posten.
Der gemeinsame Ruf "...wir sind das Volk" machte es deutlich: ...hier stand nicht ein Einzelner oder eine missliebige Gruppe und begehrte auf, sondern ein Volk solidarisch aneinander gereiht! ...und vermutlich hatte jeder das Gefühl; ...der neben mir steht, denkt ganauso!
Kürzlich wurde im ZDF in der Sendung "XY ungelöst" eine junge Dame geehrt, die durch ihr couragiertes Verhalten einem Menschen das Leben rettete.
Das schlimme an dem von ihr geschilderten Sachverhalt war: Sie war Zeugin eines Raufhandels, bei dem ein bereits am Boden liegender, bewußtloser junger Mann andauernd von seinen Peinigern an den Kopf getreten wurde.
...und obwohl zur gleichen Zeit etwa HUNDERT PASSANTEN diese Tat mitverfolgten, war sie die EINZIGE die in diesem Moment dem jungen Mann helfend zur Seite stand, indem sie ihren Körper als Schutzschild verwendete.
...und erst als man auf das Mädchen losging zeigte der Rest der gaffenden Menge ZIVILCOURAGE.
Die Täter konnten von der Polizei gefasst werden und wurden einer gerechten Strafe zugeführt. Sie lebt ab dem Zeitpunkt in Angst, sobald die Täter aus dem Gefängnis entlassen werden.
Es wäre sicherlich nicht verwunderlich, wenn eines Tages die Meldung verbreitet würde:
"Edgar Snowden ist tot. Er hat durch Selbstmord seinem Leben ein Ende gesetzt."
...und die junge Dame ist sich selbst ihres Lebens und ihrer Gesundheit auch nicht mehr sicher..
Das zuletzt Geschriebene ist Teil des aktuellen Zeitgeschehens und zeigt, wie behutsam und vorsichtig sowohl die große Politik, wie auch eine junge, uns unbekannte Dame aus Angst vor der Zukunft agiert/agieren muss, weil von keiner Seite weitere Hilfe zugesagt und/oder zu erwarten sein wird!
...aber es gibt noch offene, uns derzeit nicht bekannte Zusammenhänge, die auf Erpressung, Nötigung oder sogar Morddrohung, aber auch als Dankbarkeit für ein bestimmtes Verhalten zurückgeführt werden könnten.
Fall 1: ...ein (für viele Geschäftsbanken) ungeliebtes Gesetz:
Das Gesetz mit dem Namen Glass-Steagall Act (Banking Act of 1933), wurde dem Repräsentantenhaus als H.R. 5661 durch Henry B. Steagall vorgelegt, vom U.S. House Committee on Banking and Currency gebilligt und am 16. Juni 1933 von Präsident Franklin D. Roosevelt als Gesetz unterschrieben. Dieses Gesetz schrieb die Einführung eines Trennbankensystems, also eine institutionelle Trennung zwischen dem Einlagen- und Kreditgeschäft und dem Wertpapiergeschäft, vor. Banken mussten sich insofern entscheiden entweder als Geschäftsbank für das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft sowie damit verbundene Dienstleistungen wie Kontoführung und Zahlungsverkehr (commercial banking) oder als Investmentbank für das Wertpapiergeschäft (investment banking) tätig zu sein. Damit sollte eine Finanzkriese, wie sie 1929 entstand zukünftig vermieden werden.
Das Glass-Steagall-Gesetz wurde mehrfach modifiziert und 1999 unter Präsident Bill Clinton mit dem Gramm-Leach-Bliley Act schließlich komplett aufgehoben. Auf diese Weise sollte der Globalisierung Rechnung getragen, sowie die Wettbewerbsfähigkeit US-amerikanischer Geschäftsbanken gestärkt werden. Viele Kritiker sehen in der Abschaffung des Glass-Steagall-Gesetzes jedoch die Ursache für die Fehlentwicklung in der Finanzbranche, die letztlich zum Desaster im Herbst 2008 d. h. zum Untergang der Investmentbank Lehman Brothers führte.
Nach einem überstandenen Amtenthebungsverfahren (Impeachment Proceedings) sah sich IMO Präsident B. Clinton 1999 seinen Helfershelfern gegenüber in der Pflicht. Seine Verteidiger in diesem Verfahren mussten vom ihm persönlich bezahlt werden und schließlich war Clinton beinahe pleite, hätten da ihm nicht einige Geschäftsbanken großzügig und vollkommen "uneigennützig" zur Seite gestanden.
Bis zum Jahre 1999 wurde die durch das Gesetz erzwungene Trennung von Geschäfts- und Investitionsbanken dadurch umgangen, dass man als Bank selbstverständlich kooperierte. Es bestand kein Bedarf zur Aufhebung des Glass-Steagall-Gesetzes. So bestand damals eine enge Geschäftsverbindung zwischen Washington Mutual (als Geschäftsbank) mit Goldman Sachs als Investitionsbank, woraus jeder für sich gewaltigen Nutzen in Form hoher Gewinne ziehen konnte, die schließlich Washington Mutual ermöglichten eine progressive Geschäftspolitik in die Wege zu leiten.
Nach einer Reihe von Bankenfusionen in den 1980er und 1990er Jahren (mit insgesamt 29 Bankinstituten) wurde die Washington Mutual die einzig verbliebene, größte West-Bank mit Sitz in Seattle. Washington Mutual hatte zwar als einfache Sparkasse begonnen, richtete aber mit dem Immobilienboom ihre Aktivitäten besonders auf dem Subprime-Markt (Hypothekenmarkt) in den USA aus.
(Die Bank hatte schließlich zur Jahresmitte 2008 ca. 43.000 Mitarbeiter in über 2200 Zweigstellen verteilt auf 15 amerikanische Bundesstaaten)
Durch das von Präsident Bill Clinton mit dem Gramm-Leach-Bliley Act aufgehobene Gesetz aus 1933 schränkte sich auch die so erfolgreiche Zusammenarbeit mit Goldman Sachs ein, nachdem Washington Mutual fortan in der Lage war diese Geschäfte im eigenen Namen durchzuführen.
Just Henry M. Paulson Jr. – später unter George.W. Bush amtierender Finanzminister - war von 1999 bis 2006 Vorsitzender und CEO der Investmentbank Goldman Sachs. Er verkraftete den Alleingang der Washington Mutual einfach nicht. Schließlich ging es ja auch um seine Provisionen. IMO war er der Drahtzieher jener Ereignisse, die schließlich zum Untergang der Washington Mutual führten.
Ich möchte betonen, dass diese beschriebenen Zusammenhänge durch nichts bewiesen sind und nur meine Sicht der Dinge wiedergeben. Selbstverständlich habe ich diese Meinung nicht selbst frei erfunden, sondern ich wurde erst in zahllosen Gesprächen mit amerikanischen Branchenkennern darauf gebracht.
Fall 2 ...die Zulassung von Hedgefonds in D:
In Deutschland waren bis zum Jahr 2004 Hedgefonds (Zitat Müntefering: "Heuschrecken") generell nicht zum öffentlichen Handel zugelassen. Eine Lockerung erfolgte mit dem Investment-Modernisierungsgesetz, das am 1. Januar 2004 in Kraft trat und fortan den Vertrieb von "Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken" unter bestimmten Auflagen zuließ. Diese haben zwar nicht viel mit den großen internationalen Hedgefonds gemeinsam; sie gehören zur Gruppe der Investmentfonds und sind Anlageinstrumente. Allerdings dürfem sie die Instrumente des Leerverkaufes (Short Selling) und des Einsatzes von Fremdkapital (Leverage-Effekt) nutzen. Anteile an solchen Fonds dürfen in Deutschland nicht öffentlich vertrieben werden, sondern nur im Rahmen von sogenanntem Private Placement, etwa für Einlagen durch institutionelle Anleger.
Dagegen ist die Einlage in Dachhedgefonds für Privatanleger seit 2004 (auch aufgrund dieses Gesetzes) erlaubt. Der Anbieter eines Dachhedgefonds muss auf seinen Verkaufsprospekten Warnhinweise ähnlich denen auf Zigarettenschachteln anbringen: "Der Bundesminister der Finanzen warnt: Bei diesem Investmentfonds müssen Anleger bereit und in der Lage sein, Verluste des eingesetzten Kapitals bis hin zum Totalverlust hinzunehmen!"
Die Investmentbranche hat bisher nur in sehr geringem Umfang von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, in Deutschland Hedgefonds aufzulegen. Allerdings ist der Markt für Zertifikate AUSLÄNDISCHER HEDGEFONDS stark gewachsen. Eine aggressive Geschäftspolitik führte schließlich dazu, dass sich innerhalb eines Jahres (2005) die in Deutschland angebotenen ausländischen Zertifikate verfünffachten und somit die am europäischen Markt, hauptsächlich in England, registrierten Hedgefonds ein Standbein in Deutschland erhielten.
Angelsächsische Hedgefonds sind Unternehmen die in mancher Hinsicht eher einem geschlossenen Fonds gleichen. Investoren erwerben Anteile an diesen Unternehmen. Hier entspricht die Rechtsform meist der einer deutschen KG Oft ist der offizielle Sitz eines solchen Hedgefonds eine Steueroase (75 % auf den Kaimaninseln), und der Manager sitzt in einem ausländischen Finanzzentrum (etwa London, New York).
Warum gerade ein Bundeskanzler G. Schröder (SPD) ein derartiges Gesetz – zum Nachteil der deutschen Wirtschaft und vieler privater, wie auch öffentlicher Investoren (wie es jetzt immer deutlicher wird) – gegen die Meinung von Experten seiner Partei auf den Weg brachte, sollte auch mal näher beleuchtet werden. IMO handelte es sich dabei um Interessen anderer, die ihre Absichten ganz deutlich vortrugen. Aber kurz darauf verabschiedete sich Herr G. Schröder in Richtung Russland und lenkte fortan als Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG (Ostsee-Pipeline) eine Gesellschaft, die unter Mithilfe seiner Regierung erst gegründet werden konnte. Ich hoffe nur, er ist und bleibt der Liebling Putins ...ansonsten darf er sich womöglich an Chodorkowsky ein Beispiel nehmen.
IMO ist ein Prozess wegen Vorteilsnahme im Amt in einer Größenordnung von ca. EURO 800,- mit anberaumten 22 Verhandlungstagen und hunderten Zeugen gegen einen ehemaligen deutschen Bundespräsidenten eine Farce der ersten Güte.
Solche Zustände finden wir in ähnlicher Form in Hülle und Fülle überall auf dieser Erde. ...aber ringsherum ist es still. Keiner traut sich auf den Tisch zu hauen; im Gegenteil, viele werden aus falsch verstandenem Ego derart angefeindet, dass sie nicht mehr der Sache dienen, sondern in einem Nebenschauplatz vollkommen fern jeder Vernunft unpassende Statements von sich geben.
...das war's. Ich hoffe ich überlebe es! (auch wenn eben die NSA mitliest)
LG ID_pb