Ich weiß nicht ob du das Geschäftsmodell von Solar Millennium überhaupt kennst. Bei SM handelt es sich um einen reinrassigen Großprojektierer und da kann man nicht einfach Umsätze und Gewinne aus einem Jahr heranziehen und dann die Aatie fundamaental betrachten. So einfach ist dann Börse nun nicht.
Zumal ja das Geschäftsjahr 2009/2010 bei SM kein großes Projekt beinhaltete. Kommt Ibersol und kommt Blythe, ich bin davon überzeugt dass diese Projekte kommen, dann dürfte der Umsatz und auch der Gewinn, der in 2009/2010 nicht generiert werden konnte, zusätzlich in das laufende Geschäftsjahr kommen. Somit könnte SM in 2010/2011 einen Umsatz von über 400 Mio. €, ein EBIT über 60 Mio. € und ein Nettogewinn von über 40 Mio. € bzw. ein EPS von 3,50 bis 4 € ereichen. Genau deshalb bin ich der Meinung, dass der aktuelle Kurs eindeutig zu niedrig ist.
Außerdem spielt derzeit doch SM alles in die Hände für ihre US-Projekte:
- sehr niedrige Zinsen
- die politische Instabilität im Nahen und Mittleren Osten
- das hohe Außenhandelsdefizit und die riesigen Auslandsschulden der USA
- der sehr hohe Ölpreis
- Verlängerung des Cash Grants-Subventionen
Nicht zu vergessen, dass es spätestens im nächsten Jahr wohl zu einer recht hohen Inflation kommen wird und jeder der ein Haus gebaut hat, der weiß wie hilfreich beim Schuldenabbau eine hohe Inflation ist, da die Schulden dann schön weg inflationiert werden. Gibt es für einen Kreditnehmer was besseres wie Kreditzinsen von 4,5% druch die Loan Guarantee und zwei Jahre später eine Inflationsrate von über 3% ?? Wohl nicht. Dass die Strompreise in den nächsten Jahren ganz sicher weiter steigen werden, brauch ich wohl nicht extra zu betonen.
Insgesamt sieht doch wirklich alles prächtig aus für Blythe und gegebenfalls Palen und vielleicht sogar auch noch für Amargosa. Jedenfalls hat sich die Ausgangslage für SM in den letzten Monaten ganz sicher nicht verschlechtert, sondern eher der Gegenteil ist der Fall.
Man sieht ja am Beispiel von BrightSource 390 MW CSP-Ivanpah-Projekt doch richtig gut wie es geht bei der Finanzierung eines sehr großen CSP-Projektes geht. Insgesamt hat BrightSource rd. 400 Mio. € für das benötigte Ivanpah-Eigenkapital durch 10 Investoren eingesammelt. Da gibt es Investoren wie der US-Energieriese NRG, der US-Pensionsfonds Draper Fisher Jurvetson, die Venture Capital Fonds DBL Investors und Vantage Point und die Finanzsparten bzw. die Erneubaren Energiebableger der Olmultis BP, Chevron und Statoil. Ganz ähnlich könnte dann auch die Eigenkapitalstruktur bei Blythe aussehen.
Du siehst moncada653 ich kann deine Einschätzung "wie von einigen hier behauptet, dass die aktie momentan höher stehen müsste" absolut nicht teilen. Wenn du willst gehe ich noch gerne mit dir eine Diskussion über die Bilanz von SM ein, denn die ist nach wie vor sehr ordentlich und von einer hohen Verschuldung kann man da ganz sicher nicht reden, denn durch die drei US-Projekte und durch Ibersol musste SM in erhebliche Vorleistung gehen und wenn ich das dann noch miteinbeziehe, dann sieht die SM-Bilanz sehr gut aus.
Schöner Satz "wenn die aussagen die zukunft betreffend alle positiv bestätigt werden, dann muss man die zahlen neu betrachten" moncada653. Das Problem dabei ist nur, dass der Kurs dann schon weit nach oben gelaufen sein wird. Die Börse schaut halt mal in die Zukunft und nicht in den Rückspiegel.
Sollte jedoch SM kein US-Projekt umsetzen können, dann steht die Aktie sicher um einiges zu hoch, aber wenn in den nächsten 3 bis 4 Monate Ibersol und Blythe kommen, dann steht die Aatie fundamental gesehen derzeit eindeutg zu niedrig. Wie oben jedoch schon oben erwähnt sind die Voraussetzungen für die US-Projekte jedoch besser denn je.
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Zeitpunkt: 05.03.11 17:22
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