@plz26000: Ich glaub in dem Punkt hast du einen gedanklichen Fehler gemacht.
"Jeder euro der in EM fließt vermindert die einlagen. Wie soll ich sagen: man tauscht geld gegen gold/silber. Dieses geld steht dann für banken/lv/bsk usw. nicht mehr zur verfügung."
Klar, auf der einen Seite zieht der Kunde seine Einlagen bei der Bank ab und kauft davon beim Edelmetallhändler Gold und Silber. Aber beim Händler löst sich ja danach das Geld nicht in Luft auf, sondern wird auf das Konto der Bank des Händlers eingezahlt. Also verbleibt das Geld im Bankensystem, nur halt jetzt auf einem anderen Konto.
Es ist im (viel weiter gedachten) Extremfall einfach nur ein Spiel mit dem Feuer: Alle wollen so schnell wie möglich ihr Geld in Waren tauschen, nur irgendeiner hat nunmal danach das Geld. Und wenn in DEM Moment eine Währungsreform passiert, ist halt der Geldbesitzer der angeschmierte.
Meine bisher recherchierte Theorie: Die Gesamtgeldmenge kann nur und ausschließlich erhöht werden durch einen neuen Kredit, NICHT durch einen normalen Tausch Ware gegen Geld!
Ein interessanter Aspekt ist folgender: Wenn ein Kredit vollständig zurückgezahlt wird, wird die Gesamtgeldmenge kleiner. Wenn nun (fiktiv) ALLE ihre Kredite zurückzahlen würden, geht die Geldmenge auf 0 ! Das wäre brutalstmögliche Deflation.
Für mich sind deflationäre Schocks nur eins: Ganz schnell von ganz vielen zurückgezahlte Kredite!