Artikel aus dem Jahr 2009
Die Kaufkraft von Silber ist trotz seiner guten Entwicklung seit 2003 immer noch sehr tief. Dies beweisen die nachfolgenden, vereinfachten und gerundeten Kaufkraftvergleiche:
14 Jahrhundert: Kölner Pfennig ca.1,0 - 1,1 g Silber; 30 Silberpfennige ca. 1 Unze
Preis für 1 Gans: 6 Pfennig = 1/5 Unze, heute ca. 2 Unzen ; Kaufkraftverlust um den Faktor 8
500g Roggenbrot 1 Pfennig = 1 /30 Unze , heute ca. 1 / 5 Unze ; Kaufkraftverlust um Faktor 6
17. Jahrhundert 1 Taler (30 g Silber) ca. 1 Silberunze
Monatssold für einen Feldwebel 10 Taler = 10 Unzen ; heute ca.150 Unzen; Verlust um Faktor 15 1
antikes Griechenland
Ein stattliches Athener Bürgerhaus kostete etwa drei bis vier Talente, also ca. 80 kg Silber. Heute müssen Sie für ein stattliches Haus in Athen etwa zehn mal mehr Silber auf den Tisch legen
500 vor Christus
Die Kosten für Ausrüstung, Verpflegung und Versorgung eines 100.000 Mann starken Heeres betrugen 1.000 Unzen Silber pro Tag . Ein Soldat konnte also 100 Tage lang mit dem Wert einer Unze Silber leben. Heute braucht ein Soldat dafür mind. 50 Silberunzen. Kaufkraftverlust um Faktor 50
2. Jahrhundert vor Christus : 1 Sekel Silber = 8,4 Gramm ; 4 Sekel etwa eine Unze
Für 1 Sekel musste ein Tagelöhner einen Monat arbeiten, dazu bekam er noch 50 l Gerste (ca. 1,5 g Silber) als Kost, der Monatslohn betrug also ca. 1/3 Silberunze Unze Heute bekommen Sie für 1/3 Unze nur noch eine Hilfsarbeiterstunde. 12 l Sesamöl kosteten 1 Sekel also 1 /4 Silberunze heute bekommen Sie für eine viertel Unze noch nicht mal einen Liter gutes Sesamöl; Faktor > 10
Römisches Reich ( bis 31 vor Christus) 1 Denar = 4,55,g Silber 7 Denar ca. 1 Silberunze
Eine feine Tunika: 50 Dinare , ca. 7 Unzen , heute: guter Anzug ca. 60 Silberunzen: Faktor = 8 Kaufpreis für eine hübsche Sklavin 2000 Denare , also ca. 300 Silberunzen, Heute kann eine käufliche „Sexarbeiterin“ leicht 300 Silberunzen pro Tag kosten
Die Kaufkraft von Silber war also von der Antike bis ins Mittelalter wesentlich höher als heute.
Für Lebensmittel und Kleidung z.B. um den Faktor 5 bis 12 Für menschliche Arbeitskraft z.B. um den Faktor 15 (Feldwebel) bis über 100 ( Hilfsarbeiter) Für Gold z.B. um den Faktor 20 ( Das Gold/Silber Ratio war 1477 = 3 : 1 heute = 60 : 1 ) (2009)
Im 15. Jahrhundert kosteten 100 Kg Roggen 20 – 25 g Silber ; im 20 Jahrhundert war Roggen im Verhältnis zu Silber bereits 8mal teurer, man musste 160g Silber dafür geben., heute sind es etwa 250 g Silber. Die Silberkaufkraft ist gegenüber Getreide seit 1500 ca. um den Faktor 12 gefallen
Im Mittelalter betrug die Weltbevölkerung etwa 300 - 500 Millionen Menschen. Heute sind es ca. 6,8 Milliarden. Die Nachfrage nach Getreide steigt zusammen mit dem Pro Kopf Einkommen der Entwicklungsländer an. Aber auch Silber wird alleine wegen seines wachsenden Pro Kopf Verbauches immer knapper werden. Dazu kommen die rückläufigen unterirdischen Reserven. Warum sollten wir das historische Gold/Silber Ratio von 3 : 1 also nie mehr wiedersehen ?
Silber könnte sich ähnlich entwickeln wie die Agrarrohstoffe, denn es gibt in beiden Märkten die gleichen Trends. Beide Rohstoffe werden knapper. Die weltweite Nachfrage steigt, das Angebot sinkt. Der Pro Kopf Verbrauch an Silber müsste z.B. in China um den Faktor70 steigen, um das amerikanische Niveau zu erreichen .
www.godmode-trader.de/nachricht/...ft-von-Silber,a2010111.html