Brüssel/Frankfurt/Main (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) ist angeblich von der immensen Verschuldung Italiens höchst alarmiert. Nach einem Bericht von «Welt Online» halten es die Währungshüter für nötig, den Euro-Rettungsschirm gegebenenfalls auf bis zu 1,5 Billionen Euro zu verdoppeln.
«Welt Online» berief sich auf hohe EZB-Kreise. Der bestehende Schirm reiche nicht, eine Schutzmauer um Italien zu bauen, hieß es weiter. Die Euro-Staaten müssten ihr Krisenmanagement grundlegend überdenken.
Gläubiger verlieren offensichtlich das Vertrauen in die Finanzstärke Italiens. Am vergangenen Freitag waren die Risikoaufschläge für langfristige Staatsanleihen der drittgrößten Euro-Volkswirtschaft auf ein Rekordhoch gestiegen. Der Trend setzte sich zu Wochenbeginn fort. Der Goldpreis sprang angesichts der Sorgen auf einen Höchstpreis (in Euro berechnet). Die Aktienmärkte litten.
Deutsche Banken sind stark in Italien engagiert. Ende März hatten deutsche Institute - einschließlich der Auslandstöchter - Forderungen an Italien in Höhe von insgesamt rund 116,1 Milliarden Euro. Das geht aus einer Übersicht der Deutschen Bundesbank hervor.