Der Euro hat seine Gewinne zum Dollar am Dienstagnachmittag ausgebaut. Gegen 17.15 Uhr MEZ kostet ein Euro 1,4032 USD nach 1,3967 USD am Mittag. Die Gemeinschaftswährung profitierte dabei von den überraschend gut ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der Eurozone. Der Dollar wiederum wurde von den Leitzinserhöhungen der australischen und der indischen Notenbank geschwächt. Vor allem zum australischen Dollar gab der Greenback kräftig nach.
Zentrales Thema, wichtiger noch als die US-Kongresswahlen am Berichtstag, ist die zweitägige Zinssitzung der US-Notenbank, die am Dienstag begonnen hat. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve am Mittwoch im Anschluss an ihre Sitzung eine nochmalige quantitative Lockerung ankündigt. Vor diesem Hintergrund seien risikoreichere Vermögenswerte gesucht, erklärten Händler den Druck auf den Dollar.
Sollte die Fed im Rahmen ihres "Quantitative Easing" umfangreiche Käufe von Staatsanleihen beschließen, dürfte dies die US-Währung stärker belasten und die Zinsen auf Hypotheken- und andere Papiere drücken. Profitieren würden dagegen Aktien, Rohstoffe und Rohstoff-Währungen.
Nach Ansicht der Citigroup ist die weithin erwartete quantitative Lockerung im Dollar noch nicht vollständig eingepreist. Sehr wahrscheinlich würden Devisenverwalter, die mit ihren Dollar-Beständen ohnehin nicht glücklich waren, versuchen, noch stärker zu diversifizieren. Fraglich sei nur, auf welchem Niveau sie verkaufen und inwieweit sie die Märkte mit ihren Verkäufen bewegen wollten.
Das zweite Problem sei, dass die USA zunehmend Schwierigkeiten hätten, ihre externen Schulden zu finanzieren. Es sei nicht einfach, große Mengen an Anleihen am Markt zu niedrigen Zinsen unterzubringen, wenn es attraktivere Anlagemöglichkeiten gebe. Die Devisenexperten von Sal. Oppenheim sehen den Euro zum Dollar nun bei 1,3864 USD und 1,3807 unterstützt.
Die Feinunze Gold wurde beim Londoner Nachmittagsfixing mit 1.351 USD festgestellt, nachdem sie am Vormittag mit 1.358 USD notiert hatte. Sollte die Fed wie erwartet am Mittwoch ein neues Anleihe-Rückkaufprogramm beschließen, könnte dies laut Analysten den Dollar weiter schwächen Page 1 of 2 und
beschließen, könnte dies laut Analysten den Dollar weiter schwächen und den Goldpreis im Gegenzug weiter in die Höhe treiben.