Nach einem Rücksetzer auf 6.062 Punkte am Vormittag wegen Sorgen um den steigenden Kapitalbedarf der Banken, schafft der Dax dann doch die Wende. Am Ende bleibt sogar ein kräftiges Plus.
Auslöser für die um die Mittagszeit einsetzende Zuversicht ist die Rückendeckung der EU für die Sanierung des angeschlagenen irischen Bankensektors. Gleichzeitig versicherte der irische Finanzminister, dass sich die Banken des Landes selbst refinanzieren können und es folglich keine Lücken zum Monatsende geben werde. Beflügelt wurden die Märkte auch von der erfolgreichen Emission portugiesischer Staatsanleihen. Zuletzt hatten die wieder kräftig gestiegenen Risikoaufschläge für die Anleihen der südeuropäischen Staaten für Molltöne gesorgt.
Auch scheinen die Anleger inzwischen davon überzeugt zu sein, dass die amerikanische Wirtschaft zwar langsamer wachsen wird, aber nicht in die Rezession (Double-Dip) zurückfällt. Beruhigt hat die Anleger offenbar auch die jüngste Zinserhöhung in Kanada.
Bis zum Ende des elektronischen Handels legt der Dax um 0,7 Prozent (46 Punkte) zu und schließt bei 6.164. Auch der Euro kann sich wieder berappeln und steht bei 1,276 Dollar.
Zuversicht auch an der Wall Street
An der Wall Street geht es ebenfalls wieder bergauf. Der Dow Jones-Index steigt bei Börsenschluss in Europa um 74 Punkte auf 10.417. "Ich glaube, wir werden nun einige Anzeichen dafür sehen, dass sich die Wirtschaft auf eine langsame Wachstumsrate einspielen wird", sagte Peter Cardillo, Chef-Marktanalyst von Avalon Partners in New York. "Zusammen mit Zinsen auf dem derzeit niedrigen Niveau ist das positiv für den Aktienmarkt."
Mehr zur Lage der amerikanischen Wirtschaft gibt es am Abend, wenn die Notenbank Fed ihren monatlichen Konjunkturbericht (Beige Book) vorstellt.
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Mal schauen, ob die Zuversicht berechtigt ist und grün bestehen bleibt oder ob es einen Rücksetzter gibt.
Das Geld, das man hat, verhilft uns zu Freiheit – das Geld, dem man nachjagt, macht uns zu Knechten. (Rousseau)