... dann wird sich die Nachhaltigkeit der Rallye beweisen müssen.
Es spricht ja fast jeder davon, dass fundamentale Daten keine Rolle spielen; erinnert mich an die Neue-Markt-Blase. Die Spekulanten können aber nur solange hochkaufen, wie sie sich billig refinanzieren können. Ich gehe davon aus, dass man dann sehr bald genau wie jetzt schon beim Öl die ersten Bremsspuren bei den Aktien sehen wird.
www.boerse-online.de/konjunktur/aktuell/...-Wirtschaftspolitik Geithner arbeitet am Exit
[08:59, 11.09.09]
Laut US-Finanzminister ist die Wirtschaftspolitik reif für den Kurswechsel. Statt mit Milliardenhilfen soll die Wirtschaft wieder allein wachsen - erste Anzeichen für den Aufschwung sieht auch die Fed.
Die US-Konjunktur habe soviel an Kraft gewonnen, dass es möglich ist, von einem Rettungs- auf einen Wachstumskurs umzuschwenken. Das sagte US-Finanzminister Timothy Geithner am Donnerstag (Ortszeit). Es sei an der Zeit, Teile der außergewöhnlichen Hilfen für den Finanzsektor wieder zurückzufahren, da Fortschritte erkennbar seien. So erachte es die Regierung mittlerweite nicht mehr als notwendig, im Haushalt 750 Mrd. $ an Stabilisierungsgeldern für den Notfall einzuplanen.
Geithner sagte, gestützte Banken hätten mittlerweile mehr als 70 Mrd. $ Staatshilfen zurückgezahlt. In den kommenden 12 bis 18 Monaten rechnet der Finanzminister mit der Rückzahlung weiterer 50 Mrd. $.
Insgesamt werde die Wirtschaftserholung aber langsam vonstattengehen, sagte Geithner. Auch Christiana Romer, die oberste Wirtschaftsberaterin von Präsident Barack Obama , warnte erneut vor einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA. Vermutlich werde erst Ende 2009 oder Anfang 2010 bei rund zehn Prozent Arbeitslosigkeit der Höchststand erreicht, sagte sie.
Fed will Ankauf von Wertpapiere drosseln
Wegen der wirtschaftlichen Erholung erwägt die US-Notenbank Federal Reserve einem Ratsmitglied zufolge, den Ankauf von hypothekenbesicherten Papieren zu drosseln. Die Programme zum Ankauf der Kredite seien so flexibel ausgelegt worden, dass die Menge der Gelder im Bedarfsfall auch geringer ausfallen könnte, sagte der Fed-Chef von Atlanta, Dennis Lockhart. Um die Wirtschaft des Landes zu stützen, hatte die Fed 836 Mrd. $ an hypothekenbesicherten Papieren gekauft.
Lockhart fügte hinzu, der Aufschwung habe zwar eingesetzt, sein Verlauf werde aber wohl holprig ausfallen. Fed-Vizechef Donald Kohn stellte wegen der Konjunkturerholung ein Ende der Politik des lockeren Geldes in Aussicht. Entsprechende Maßnahmen seien entwickelt worden. Bis zum Ausstieg werde es aber noch eine Weile dauern, ergänzte Kohn. Die Fed hatte im Kampf gegen die schwerste Rezession seit den 30er Jahren die Zinsen auf nahe Null gesenkt und massiv Wertpapiere gekauft, um Liquidität in das angeschlagene Finanzsystem zu pumpen.