Das ist kein Scherz, dass ist ein Programmpunkt der SPD.
Deutsche Unternehmen sollen angeblich marode sein und eine zu niedrige Eigenkapitalausstattung haben. Letzteres stimmt. Aber wie sieht das ganze denn nun aus, was sich die SPD da an Rettungsanker für die Unternehmen auf Kosten der Angestellten vorstellt, weil sie ja keine Kredite von den Banken bekommen.
1. Angestellte sollen ihrer zugehörigen Firma zustehenden Lohn in eine Beteiligung umwandeln, bis zu einem Betrag von 12.000 im Jahr zunächst steuerlich freigestellt. Dieser Prozess befreit erstmal den Angestellten von seinen ,,Sozialversicherungsbeiträgen".
--- Sozialversicherungsbeiträge bestehen aus gesetzliche Rentenversicherung, gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung und der Arbeitslosenversicherung ----------------------------
2. Die Beteiligung könnte in einem „gesicherten Sondervermögen“ verwaltet werden.
3. Die „Rückumwandlung“ der Beteiligung in Barlohn, etwa nach Rückzahlung an den Arbeitnehmer einschließlich der daraus erzielten Erträge, würde eine Steuer- und Beitragspflicht wieder begründen.
Was bedeutet dies im Klartext?
1. Die Mitarbeiter sollen jährlich bis zu 12.000 Euro steuerlich frei, ob freiwillig oder nicht wird nicht gesagt, ihrem Arbeitgeber Unternehmen Zinsfrei über eine Zweckgesellschaft zur Verfügung geben. Das bedeutet nur das 12.000 Euro einbehaltet werden vom Jahreslohn.
2. Steuern müssen die Angestellten darauf zahlen, nur die oben genannten ,,Sozialversicherungsbeiträge" werden erst nach Kapitalabzug aus der Zweckgesellschaft mit den ,,Sozialversicherungsbeiträgen" belastet. Hier drauf zahlt Allgemeinheit die in die gesetzliche Rentenversicherung, gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung und der Arbeitslosenversicherung einzahlt die Zinskosten, für die Jahre in dem das Geld der Arbeitnehmer in der Zweckgesellschaft sich befindet.
Da kann man dann auch gerne mal von der ,,Neuen Sozialen Marktwirtschaft" sprechen. Was sagten noch immer unsere Politiker zu gerne: ,,Gerecht ist was Arbeit schafft." Ja, dann Mahlzeit.
Gruß Marlboromann
Im Originaltext schrieb die FAZ im Artikel www.faz.net/s/...62A4FAD11AFD8F1CAC~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Barlohn wird umgewandelt und nicht besteuert
Nach den Vorstellungen von Steinbrück und Scholz soll die Umwandlung von Barlohn in eine Form der Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmen zunächst steuerlich freigestellt werden, beispielsweise bis zur Höhe von 12.000 Euro im Jahr. „Die Umwandlung sollte so ausgestaltet werden, dass es zu keiner Belastung in der Bilanz des Unternehmens kommt und die Fremdfinanzierungsmöglichkeiten des sanierungsbedürftigen Unternehmens verbessert werden“, heißt es in dem SPD-Papier. Die Sozialversicherungsbeiträge sollten bis zur „Rückumwandlung“ gestundet werden. Die Beteiligung könnte in einem „gesicherten Sondervermögen“ verwaltet werden. Die Mitarbeiterbeteiligung dürfe nur im Sanierungsfall garantiert werden, um Mitnahmeeffekte auszuschließen. Die Neuregelung soll zum 1. Januar 2010 in Kraft treten, eventuell befristet bis 2013. Steuer- und Beitragsausfälle entstünden nach dem Modell nur vorübergehend. Die „Rückumwandlung“ der Beteiligung in Barlohn, etwa nach Rückzahlung an den Arbeitnehmer einschließlich der daraus erzielten Erträge, würde eine Steuer- und Beitragspflicht wieder begründen.
Die in dieser Wahlperiode schon verbesserte steuerliche Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung reicht nach Einschätzung der SPD in der Krise nicht aus, weil die steuerliche Förderung voraussetzt, dass es sich um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers handelt, die zusätzlich zum Arbeitslohn erbracht wird. Darüber hinaus würden die Förderhöchstbeträge von 360 Euro den Sanierungsbeiträgen nicht gerecht.