Was hier machmal geschrieben wird geht schon echt in Richtung Slapstick. Dieser Thread ist wird immer mehr zu einer reinen Comedy-Veranstaltung.
So z.B. die Anmerkung von diesem meingott mit "Die Förderungen werden immer weniger und die Module sollen steigen ?"
In Europa liegt der Modulkostenanteil der kompletten Solar-Systemkosten derzeit so bei 30 bis 35%. Sollten also die Modulpreise leicht steigen würden damit die Systemkosten auch nicht viel höher werden. Wenn überhaupt, denn die restlichen BoS-Kosten (Balance of Systems) wie z.B. Montagekosten, Wechselrichter oder Gestelle sinken ja weiter und nicht zu vergessen sind die sehr sehr niedrigen Zinsen, die es derzeit gibt um eine Solaranlage günstig zu finanzieren. Dazu kommen ja noch die immer weiter steigende Strompreise.
In den USA haben die Modulkosten bei Aufdachanlagen gerade mal einen Anteil an den Solar-Systemkosten von 20 bis 25%. In den USA sind es viel mehr die Vertriebs-, Marekting-, Montage- und Genehmigungskosten, die die Solar-Systemkosten recht hoch halten. So kostet in Kalifornien oder Arizona eine kleine Aufdachanlage rd. das Doppelte wie in Deutschland, Italien oder Frankreich (Deutschland Systemkosten bei 5 kW-Anlage bei ca. 1,70 €/W und in den USA bei 3,30 €/W).
Wenn man hier schon im Minutentakt postet, dann sollte man sich auch mal mit der ganzen Materie auseinanderstzen und nicht nur mit bla bla bla.
Die Voraussetzung für Solar sind trotz deutlich gesunkener Subventionen sehr gut. Billige Finanzierungsmöglichkeiten und steigende Strompreise sind die Triebfeder für eine sehr gute Solarnachfrage. Die Q1-Zubauzahlen aus Deutschland haben doch gezeigt, dass bei uns das Aufdachanlagengeschäft nach wie vor gut und rund läuft. Im März gab es bei den Aufdachanlagen bis 100 kW einen Zubau von guten 136 MW mit insgesamt 11.235 Anlagen (Marktanteil von 47%) und im Februar von 98 MW mit 8.165 Anlagen (Marktanteil von 46%). Das sind gute Zahlen und wenn man berücksichtigt, dass zum einem das Wetter richtig schlecht war in diesen zwei Monaten und dass die Solarnachfrage in Q1 saisonal bedingt immer schwach war, dann sind die Zubauzahlen sogar sehr gut meiner Meinung nach.
In den USA steht das Aufdachanlagengeschäft wohl vor einem super Wachstum und das trotz höhere Modulpreise von rd. 10% seit Jahresanfang. Dafür sinken dort gerade z.B. die Wechselrichter- und Monategestellpreise im Rekordtempo. Die Deutsche Bank erwartet z.B. in den USA bei den kleinen bis mittlergroßen Aufdachanlagen ein Wachstum von annähernd 100% in diesem Jahr. Das wären dann über 1 GW !! und damit würde die USA Ruck Zuck die Nr. 3 bei den kleinen bis mittelgroßen Aufdachanlagen werden hinter Japan und Deutschland, aber vor Australien.
Laut Reuters sieht es so aus als ob der holländische EU-Handelskommissar Karel de Gucht der EU-Kommission Zölle gegen die China-Solaris von 30% vorschlagen wird, die dann ab dem 6. Juni in Kraft treten sollen. Wobei aber eine Tür offen bleiben soll um in Verhandlungen bis Dezember eine Einigung mit der chinesischen Regierung erzielen zu können, durch welche die Strafzölle verhindert werden könnten. Es wird spannend bleiben bei diesem Thema und alleine die Übergangszeit bis Dezember durch die Androhung von Zöllen sollten die Modulpreise stabil halten so meine ganz bescheidene Meinung.
Hier der Link dazu:
www.format.at/articles/1318/931/357739/...le-solarpanels-china
("Kampf gegen die Solar-Krise: EU für Strafzölle auf Solarpanels aus China")
Damit verabschiede ich mich wieder aus diesem Comedy-Thread. Aber wenn man was zum Lachen will, dann braucht man nur hier reinschauen, denn ein paar richtige Kalauer findet man hier immer.