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Der USA Bären-Thread


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Für Deutschland könnte es noch teurer werden

6
04.09.11 15:39
Rettungsschirm: Für Deutschland könnte es noch teurer werden
 

Böse Überraschung: Für den erweiterten Euro-Rettungsschirm EFSF muss Deutschland bei Bedarf möglicherweise weit mehr Garantien bereitstellen als die bisher bekannten 211 Milliarden Euro.

BerlinVon der Öffentlichkeit bisher unbemerkt soll nach Angaben aus der SPD-Fraktion ein Passus aus dem bisherigen EFSF-Regelwerk übernommen werden. Danach würde weiterhin ein Risikopuffer von bis zu 20 Prozent gelten, wenn klamme Staaten bei Hilfen nicht mitziehen können und stärkere für sie einspringen müssen. Auf Deutschland kämen dann im Notfall Garantien von bis zu 253 Milliarden Euro zu.

Das ergibt sich aus der bisher vorliegenden Formulierungshilfe der Bundesregierung für eine Gesetzesänderung zur Umsetzung der EFSF-Reform in nationales Recht. Darüber hatte am Wochenende zunächst das Magazin „Der Spiegel“ berichtet.

Die Ausleihkapazität des EFSF soll auf tatsächlich 440 Milliarden Euro erhöht werden. Dazu muss der Garantierahmen der Euro-Länder auf 780 Milliarden Euro angehoben werden. Nach dem bisherigen EFSF-Vertrag bürgt Deutschland für Notkredite von bis zu 123 Milliarden Euro. Diese Summe kann aber durch den Risikopuffer bereits heute auf 148 Milliarden Euro steigen, wenn Länder ausscheren, die selbst Hilfen gegen eine drohende Staatspleite benötigen.

Im Zuge der EFSF-Reform soll nicht nur der Garantierahmen ausgeweitet werden. Der Rettungsfonds erhält auch neue Instrumente. Die Reform muss vom Bundestag bis Ende September gebilligt werden. Das Kabinett hatte am vergangenen Mittwoch dazu eine entsprechende Formulierungshilfe für eine Änderung des bestehenden Stabilisierungs-Gesetzes („StabMech-Gesetz“) gebilligt.

In der Formulierungshilfe des Kabinetts wurden nicht nur die Beteiligungsrechte des Bundestages vorerst ausgeklammert. Dort ist zudem nicht - wie eigentlich üblich - ausdrücklich festgehalten, dass der entsprechende Absatz des bisherigen StabMech-Gesetzes zum Risikopuffer künftig entfallen soll. Nach Angaben aus Parlamentskreisen muss daher davon ausgegangen, dass die Risikopuffer-Regel von 20 Prozent weiter gelten soll. „Wir glauben nicht, dass das ein Versehen des Finanzministeriums ist“, hieß es.

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fkuebler:

Mittlerweile finde ich die Eurokrise eher spannend

18
04.09.11 16:27

...als frustrierend. Während ich mir vor 1..2 Monaten noch vorstellen konnte, dass es irgendwann nicht allzu langfristig eine Lösung gibt (egal wie schlecht, zum Beispiel mit Eurobonds), die die Märkte zur Tagesordnung übergehen lässt, glaube ich das heute nicht mehr. Auch andere Marktteilnehmer sagen ja zunehmend, dass sie die Tiefe des Problems unterschätzt hätten. Mir geht es jedenfalls definitiv so.

Es scheint wirklich keine andere Lösung als ein mühsames Deleveraging zu geben, und keinerlei Abkürzungen. Ich kann mir auch zunehmend weniger vorstellen, dass Europa auf japanische Verhältnisse zuläuft. Dafür müsste es einen Konsens geben, die Sache durch Schuldenmachen auszusitzen. Wofür es in Japan einen Konsens gab, dafür kann es mMn in Europa keinen geben, weil die Schulden des einen (z.B. Griechenland, Italien, etc.) nach allen heutigen Mechanismen die Haftung des anderen (z.B. Deutschland, Finnland, etc.) nach sich zieht. Die andernorts zitierte zunehmende "Keckheit" der Griechen, in schwächerem Masse auch der Italiener, dürfte einen solchen Konsens noch weiter unwahrscheinlich machen.

Und alle anderen Mechanismen, die man schlussendlich finden wird (aber heute noch nicht im Einzelnen kennt) brauchen erst mal noch mehr Leidensdruck und Zeit.

Insofern glaube ich, dass es jetzt bei der aktuellen Griechen-Runde eher noch einen mühsamen Formel-Kompromiss geben wird, aber dass wie in Kickys Zitat (#87395) prognostiziert spätestens bis zum Frühjahr die ganze Sache zu einem knirschenden Halt kommen wird. 

Und keiner (ich auf jeden Fall nicht) weiss heute, wie eine "Lösung" (oder sagen wir besser: ein Endergebnis) schlussendlich irgendwann in 2012 (oder 2013?) aussehen wird. 

Natürlich wird es eine "Lösung" geben, denn das heutige Problem wird - sagen wir mal - in 2020 sicher nicht mehr bestehen. 

Am Rande: Dass die S&P die angedachten Eurobonds als "Ramsch" klassifiziert haben, das hat mich für einen Moment regelrecht begeistert...

Und wenn ich zwischenzeitlich angesichts meiner eigenen angedüsterten Erwartungen eine Art staatsbürgerlichen Kater kriege, dann gucke ich mir in Gedanken meine Shorts an und bin wieder im seelischen Gleichgewicht...  

 
 
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fkuebler:

Ein exzellentes Beispiel für "paradox"... ;-)

8
04.09.11 16:32
Der USA Bären-Thread 11499163
So groß wie derzeit war das Chaos an den Märkten noch nie, meint Börsen-Altmeister Jens Erhardt. Mit BÖRSE ONLINE sprach er über den Einfluss ...

Jens Ehrhardt: Aktuell heißt die Devise: weniger Aktien, mehr Kasse. In den defensiven Fonds unseres Hauses haben wir darum die Aktienquote auf 25 Prozent gesenkt, in den anderen in der Regel auf 50 Prozent. Die frei gewordenen Gelder halten wir derzeit vor allem in Cash, so bleiben wir flexibel – was sehr wichtig ist angesichts der aktuell hohen Schwankungen an den Märkten. Einen Teil investieren wir auch in Gold.

Für Bundesanleihen oder US-Staatsanleihen interessieren Sie sich gar nicht? Die Anleger reißen sich zurzeit darum, die Kurse notieren auf Höchstständen.
Jens Ehrhardt: Ich kann diesen Hype beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ein Investment in solch vermeintlich sichere Staatsanleihen ist in meinen Augen paradox.
 
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daiphong:

GR wird den Staatsbankrott zielsicher schaffen.

7
04.09.11 17:37
Es ist längst im Eskalationsmodus, sonst müsste man solche Scherze wie Territorialverpfändungen und griechische Verhandlungsvorteile gar nicht erst andenken.

Inzwischen wird man sich überall ausführlich darauf vorbereiten, die Schäden irgendwie einzudämmen. Genug Zeit hat man doch offenbar. Ansteckungsfahren gibts derzeit wohl eher nicht, im Gegenteil reagieren Portugal, Spanien, selbst Italien.
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Kicky:

Ein Slowdown in Deutschland ist gut für Europa

4
04.09.11 18:14
Alberto Alesina   Francesco Giavazzi
1 September 2011
One major problem with the Eurozone as a currency area is that its economies are not in sync. With growth in Germany now slowing, this column argues that this could be the blessing the ECB has been praying for.
Until a few weeks ago, the Eurozone economies seemed to be moving in different directions.

   Germany was growing at a swift rate with a solid fiscal stance.
   The southern economies (Greece, Italy, Spain, and Portugal) were – and still are – not growing and in a fiscal mess.

This situation created headaches for the ECB.

   Monetary policy appropriate for the German economic cycle would mean slowly-rising interest rates and an end to adding extra liquidity to the system by buying the Treasury bills of various Eurozone countries.
   Monetary policy appropriate for the weaker economies, by contrast, would mean buying more governments’ bonds – a move that would anger Germans who do not see this as the ECB’s proper role.

Now, with Germany slowing down, a more “relaxed” monetary policy may become more acceptable, even for the Germans.....

....We should stop thinking that the euro can be saved with some financial trick. Every day we hear some economist or policymaker proposing a new, ever-more clever financial scheme to overcome the crisis.

All these schemes share the idea that a solution can be found without hard and immediate choices in the problem countries, and without costs (except, perhaps, for Germany). The most commonly-advocated financial scheme is Eurobonds. But let’s start calling them by their real name – a German guarantee on Italian and Spanish debt. Once their real nature is clear, should we be surprised if the Germans are not enthusiastic about them?1  So let’s stop kidding each other with dreams of Eurobonds. Let’s start talking about fiscal rigour and growth in the weak economies.
Tackling fiscal problems

Fiscal rigour and growth are domestic problems. There is very little that the EU or the ECB can do to make, say, Italy grow with lower debt. Fiscal discipline might be helped by introducing fiscal rules into national constitutions. A balanced budget rule has pros and cons.....

One possibility is to have constitutional rules that focus on cyclically-adjusting budget balances. But then how could we avoid ingenious ways of correcting the deficit for the cycle? Soon, higher deficits would be defined as cyclical even when they have nothing to do with the cycle. The creativity of fiscal account is well known.

One possibility would be to empower an EU institution – say Eurostat or the ECB – to make the cyclical adjustment. But can we really expect national parliaments to delegate such powers? This is the problem of fiscal rules:

   Either they are very rigid, or
   they are not fully enforceable.

Nevertheless, some domestic rule is probably a necessity which, although imperfect, may help.
The growth priority

The other priority is growth. The litany of pro-growth market-friendly reforms for European countries is so well known that it hardly bears more than a quick list here. The litany differs somewhat across countries, but it usually involves labour-market reforms, privatisations, cuts in wasteful government spending, decreased regulations, and so on. What the list should not include is more physical infrastructure – a useless European obsession.

Citizens of the problem countries – and the Eurozone more generally – need to decide whether they want to grow or not. They don’t have to grow, they could just survive. A slow decline that eats away Europe’s wealth is possible. This banquet would bequeath a mess to their children but, as Keynes said, in the long run we are all dead. www.voxeu.org/index.php?q=node/6920
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Keno77:

@AntiLemming: Haftung der Griechen.

12
04.09.11 18:27
„Eine Haftung der Griechen durch Abtretung werthaltiger Substanz (Firmen, Staatseigentum, Inseln, Territorien) im Verzugsfalle wäre ein sehr viel wirkungsvolleres Disziplinierungs-Konzept als bloße Ermahnungen, sich an vage Neuverschuldungskriterien (die D und F selber brachen) zu halten…. „

--------

Wie leicht bei Dir allgemein anerkannte völkerrechtliche Grundsätze wie z. B. das Selbstbestimmungsrecht der Völker über Bord geworfen werden, erstaunt mich speziell bei Dir schon.

Zumal solche Konzepte der Sozialdisziplinierung wie Du sie hier vorschlägst historisch eigentlich dem finsteren Mittelalter zuzurechnen sind. Da soll nun eine ganze Bevölkerung  in Sippenhaft genommen werden für den aufgeblähten Staatsapparat den sich die griechischen Regierung leistete (ca. 24% aller griechischen Arbeitnehmer sind im öffentlichen Dienst beschäftigt), für die hohen Rüstungsausgaben, für die Schummeleien und Intransparenz der Staatsausgaben usw.

Besonders ärgerlich finde ich, dass Du damit von dem Anteil unserer (EU) – Politiker an dem ganzen Fiasko ablenkst. Der ist nicht unbeträchtlich.  Griechenland hatte die Konvergenz – Kriterien zu einem Zeitpunkt erfüllt, hätte also zur Währungsunion nie zugelassen werden dürfen. Die Aufnahme Griechenlands in die Währungsunion durch die Politik ist auch im Nachhinein noch als klarer Rechtsverstoß zu werten. Warum willst Du Dein Disziplinierungskonzept nicht mal an dieser Stelle ansetzen? Wie wäre es mal mit der Einführung einer persönlichen Haftung in der Politik bei absichtsvollen Rechtsverstößen?

Die EU – Politik in jenen Jahren würde ich als leicht imperial bezeichnen. Staaten wie etwa Irland, die dem Euro in einem ersten Anlauf (2008) nicht beitreten wollten, wurden quasi da „hinein geprügelt“ (2009).
Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
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wawidu:

daiphong # 87391 (1)

 
04.09.11 19:31
Es macht keinen großen Unterschied, ob man Fibo-Projektionen in einen nominalen oder einen inflationsbereinigten Chart einträgt. Elliott-Wellen sind immer im zeitlichen Kontext zu sehen. Wellen ... 3, (3), III; 4, (4), IV; 5, (5), V; A, B und C traten und treten in allen großen Zyklen auf, und für große A-B-C-Korrekturen wie 1929 bis 1932 im DOW ist Elliotts These, eine C-Welle sei nie kürzer als A ist bislang nicht widerlegt. Eine weitere These von Elliott ist folgende: b/B-Wellen im Down-Modus, die a/A-Wellen stärker als 62,8 % korrigierten, folgten stets c/C-Wellen, die länger als c=a/C=A seien, i.d.R. 1,38 oder gar 1,62 x a/A. Nachfolgend der nominale log-Chart des DOW seit 1800, der leider nur bis 2002 reicht.
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 436036
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wawidu:

daiphong # 87391 (2)

 
04.09.11 19:41
Hier der DOW-Chart seit 1920 mit nominaler und auf Basis von 1920 inflationsbereinigter Kurve:
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Der USA Bären-Thread 436040
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wawidu:

daiphong # 87391 (3)

 
04.09.11 20:11
Zum Schluss noch der DOW-Chart nominal und auf Basis von Januar 2011 inflationsbereinigt. Beim Studium speziell dieses Charts wünsche ich dir eine
"Schlüsselerkenntnis".
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 436053
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daiphong:

wawidu,

2
04.09.11 20:52
du hast an den DAX die Proportionen der Welle B des Dow-1929ff direkt angetragen.

Die Welle A hat es im Dax aber die letzten Jahre zuvor nicht gegeben!! Diese Übetrtragung ist ...... ich weiß nicht, wie ich sowas höflich bezeichnen soll....mMn Käse.
An eine direkte Vergleichbarkeit der Krisen USA 1929 und Dt. 2011 glaube ich ohnehin nicht.

Natürlich könnten sich die Kurse trotzdem ähnlich bewegen - sie tun es aber bisher nicht. Warum sollten sie es künftig tun?  Ich vergleiche die Kursentwicklung heute eher mit 1960 - 1983. Schlimm genug, aber wahrscheinlich kommts irgendwie doch anders. Ob man das aus den alten Kursen vorhersehen kann? So wie oben jedenfalls nicht.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 436061
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Garion:

@Keno 87406

9
04.09.11 21:29

Ich bin weit davon entfernt, für Deutschland im Ausgleich für Kredite eine griechische Insel zu verlangen, allerdings sehe ich auch einige schwache Punkte in Kenos Argumentation contra AntiLemming:

 

"Wie leicht bei Dir allgemein anerkannte völkerrechtliche Grundsätze wie  z. B. das Selbstbestimmungsrecht der Völker über Bord geworfen werden,  erstaunt mich speziell bei Dir schon." Impliziert ein Selbstbestimmungrecht eines Volkes nicht auch untrennbar eine Selbstbezahlungpflicht der eigenen Schulden? Falls ja: Kann das eigene Selbstbestimmungsrecht noch vehement eingefordert werden, wenn die eigenen Schulden keck anderen Völkern aufzwungen werden? Und wie sieht es mit den Selbstbestimmungrechten der europäischen "Zahlervölker" aus? Befinden sich diese im Moment im Idealzustand? Ich weiß darauf auch keine befriedigende Antwort, aber die Fragen drängen sich mir geradezu auf ...

 

"Da soll nun eine ganze  Bevölkerung  in Sippenhaft genommen werden für den aufgeblähten  Staatsapparat den sich die griechischen Regierung leistete (ca. 24%  aller griechischen Arbeitnehmer sind im öffentlichen Dienst  beschäftigt), für die hohen Rüstungsausgaben, für die Schummeleien und  Intransparenz der Staatsausgaben usw." Das ist für mich ein Widerspruch in sich: Wenn 24% der griechischen Arbeitnehmer für den Staat arbeiten und man diese Quote mit Fug und Recht als viel zu aufgebläht bezeichnen muss, dann kann von "Sippenhaft" doch keine Rede sein. Sippenhaft impliziert, dass jemand für etwas bestraft wird, was ein anderer getan hat. Du weist aber noch selbst darauf hin, dass ein guter Teil derjenigen, die du in Sippenhaft wähnst, von den aufgeblähten Zuständen profitiert(e). Das ist für mich dann keine lupenreine Sippenhaft mehr. Denn demgegenüber wäre die Sippenhaft der europäischen Zahlervölker für die europäischen Schuldenvölker nach meinem subjektiven Empfinden viel ausgeprägter.

 

"Besonders ärgerlich finde  ich, dass Du damit von dem Anteil unserer (EU) – Politiker an dem ganzen  Fiasko ablenkst. Der ist nicht unbeträchtlich.  Griechenland hatte die  Konvergenz – Kriterien zu einem Zeitpunkt erfüllt, hätte also zur  Währungsunion nie zugelassen werden dürfen. Die Aufnahme Griechenlands  in die Währungsunion durch die Politik ist auch im Nachhinein noch als  klarer Rechtsverstoß zu werten. Warum willst Du Dein  Disziplinierungskonzept nicht mal an dieser Stelle ansetzen? Wie wäre es  mal mit der Einführung einer persönlichen Haftung in der Politik bei  absichtsvollen Rechtsverstößen?" Dann müsten 2 von 3 deutschen Altkanzlern direkt für den Rest ihres Lebens in die Zelle, weil sie beide beträchtlichen Anteil an der Währungsunion und ihrer Zusammensetzung haben. Kann man machen. Löst aber nicht unsere aktuellen Probleme.


 

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Anti Lemming:

Keno - die Grenzen der Selbstbestimmung

20
04.09.11 21:42
Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist in dem Maße eingeschränkt, wie es zu Lasten des Selbstbestimmungsrechts anderer Völker geht.

Man kann in einer Mietwohnung auch nicht nachts um drei lautstark auf dem Saxophon üben - mit der Begründung, man brauche dies für seine Selbstverwirklichung.

Die Griechen können sich von mir aus OHNE Euro nach Gutdünken "selbst verwirklichen". Wenn dies aber nur geht, wenn sie dazu ungefragt und unbegrenzt aus der deutschen Staatskasse abbuchen (ohne ernsthafte Bemühungen, die Missstände im eigenen Land zu beseitigen), dann verstößt dies gegen das deutsche Völker- und Selbstbestimmungsrecht.

Nirgendwo stand in den Eurozonen-Statuten, dass Länder und Regierungen wechselseitig - d.h. grenzüberschreitend - für ihre Staatsschulden haften. Das gilt auch heute noch.

Man kann aus den aktuellen Problemen nicht rückwirkend eine "endlose" deutsche Zahlungsverpflichtung für die maß- und haltlosen PIIGS rekonstruieren, so gern die dies hätten. Verträge solcher Tragweite wie die Eurozonen-MItgliedschaft MÜSSEN hinsichtlich Rechten und PFLICHTEN bindend sein und dürfen nicht nach Belieben aufgeweicht werden, wobei ich bei den Griechen und Italienern sogar bösen "Missbrauchs-Vorsatz" unterstelle. Wie sonst soll je wieder Vertrauen aufkommen? Vertrauen beginnt mit Rechtssicherheit - sonst sind wir in Europa bald eine kollektive Bananenrepublik.

Sehr wohl aber haftet jedes Volk für die Fehler seiner eigenen Regierung. Die Regierung ist schließlich vom Volk gewählt und handelt daher im Interesse und stellvertretend für dieses Volk.

Die Deutschen mussten nach dem 2. WK auch kollektiv 750 Mio. Goldmark Reparationen an die Allierten zahlen. Keiner konnte sich damit rausreden, dass ja der Kaiser den Krieg vom Zaun gebrochen hätte. D.h. die Deutschen wurden damit, wie Du schreibt, "in Sippenhaft" genommen - und dies völlig zu Recht.

Nicht aber haften die Bevölkerungen der Länder für Privatschulden ihrer Banken - und schon gar nicht grenzüberschreitend - , denn diese handeln unternehmerisch und eigenverantwortlich. Bank-Bosse werden NICHT vom Volk gewählt.
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Garion:

Feldstein sieht Euro als gescheitert

6
04.09.11 22:16

Eine nachvollziehbare Analyse nebst Prognose zur zukünftigen Entwicklung des Euro durch einen Harvard-Professor:

(www.foonds.com/article/15394/)

 

Der Euro ist nach Meinung von Martin Feldstein, Ökonomie-Professor an der Harvard University, gescheitert. Er sehe nicht, wie die Regierungen in Europa zu einer dauerhaften Lösung der Schuldenkrise kommen, sagte Feldstein. “Das Euro-Experiment hat sich als Fehlschlag erwiesen”, sagte Feldstein. “Wir erleben nicht nur die wirtschaftlichen Probleme, die von den meisten Ökonomen prognostiziert und von den meisten Politikern ignoriert wurden, sondern auch ein Versagen der Politik, denn es entstehen ernsthafte Konflikte zwischen den Regierungen.” Europa versucht, die Ausbreitung der Schuldenkrise auf Spanien und Italien zu verhindern, nachdem es bereits Griechenland, Portugal und Irland mit Rettungspaketen unter die Arme greifen musste. “Sobald die Auflösung einsetzt, wird es vielleicht sogar unmöglich, einen Kern zusammen zu halten”, äusserte sich Feldstein zum 17 Länder umfassenden Euroraum.

Die Regierungen “werden weiterhin versuchen,” die Eurozone zusammenzuhalten, “aber jedes Mal, wenn sie es versuchen, erscheint es schwieriger, erläutert der Harvard-Professor. “Das lässt sich nicht überkleistern.”

Feldstein, früher Präsident des National Bureau of Economic Research in den USA, sieht zudem “eine Menge ernsthafter Abwärtsrisiken für die Wirtschaft des Euroraums. Zwar könne Deutschland ein “Kraftzentrum” sein, aber “das reicht nicht aus, um Arbeitslosigkeit und Produktion in den anderen eurpäischen Ländern auf dem derzeitigen Niveau zu retten.” Die Mitglieder des so genannten Schattenrates der Europäischen Zentralbank forderten am Donnerstag, die EZB solle die diesjährigen Zinserhöhungen zurücknehmen, um ein erneutes Abrutschen der Wirtschaft in die Rezession zu vermeiden. Der Rat besteht aus einer Gruppe von 15 Ökonomen und Fondsmanagern, die die Konjunkturentwicklung und die Geldpolitik verfolgen und Empfehlungen abgeben.

Zwar könnte die EZB die Leitzinsen auf das gleiche Niveau wie die Federal Reserve senken, aber “es gibt keinen Grund zur Annahme, dass sich dadurch wirklich etwas ändert”, erklärte Feldstein. “Die Tatsache, dass die US-Zinsen nahe Null liegen, hat nicht verhindern können, dass unsere Industrie, unsere Bauwirtschaft und unsere Konsumausgaben schrumpfen.” Während die Verantwortlichen in den USA und in anderen Ländern debattieren, ob ihre Volkswirtschaften weitere Stützungsmassnahmen benötigen, rechnet Nouriel Roubini, der Vorsitzende von Roubini Global Economics LLC, damit, dass die Industrienationen erneut in die Rezession abrutschen werden, da die Regierungen die Sparmassnahmen verschärfen. “Ich sehe keine weltweite Rezession in dem Sinne, da die Schwellenländer weiterhin robust wachsen werden”, sagte Roubini in einem separaten Interview in Cernobbio. “Sicherlich besteht in den Industrieländern die Gefahr eines erneuten Abrutschens in die Rezession. Anders als in der Vergangenenheit geht uns allmählich die Munition aus.”

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KuK Hofmarsc.:

wawidu

2
04.09.11 22:35
In zB einem Flat reicht für die C bereits 0,618 x A.
Dieses Muster ist angesichts der weit laufenden B und der interne Struktur der A (2007-2009) - sie kann auch 3-wellig gezählt werden - eine gangbare Variante.
Dann wäre für die C bei ca. 4800 das "Muss" erfüllt.
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Garion:

Madame Lagarde hat sich disqualifiziert ...

13
04.09.11 23:02

... in meinen Augen. Und Ex-Kanzler Schröder ebenso. Aber lest selbst:

(www.tagesspiegel.de/wirtschaft/angst-vor-dem-boesen-ende/4573730.html)

 

Noch vor wenigen Wochen war überall eitel Sonnenschein. Die Politik schien die Krise einigermaßen im Griff zu haben, die Wirtschaft war auf dem Weg der Erholung – vor allem in Deutschland. Doch nun sorgen sich immer mehr Wirtschaftsexperten um eine nahende Rezession. Selbst in Deutschland sei mit Problemen zu rechnen, befürchtet der Internationale Währungsfonds (IWF). (Garion: Ja, guten Morgen! Auch schon wach?)

Dessen neue Chefin Christine Lagarde plädiert daher für Konjunkturprogramme. „Mit Blick auf Europa empfehlen wir, dass die Länder ihren Sparkurs an die veränderte Lage anpassen und wachstumsfördernde Maßnahmen ins Auge fassen“, sagte sie dem „Spiegel“. (Garion: Madame Lagarde, können Sie uns in diesem Zusammenhang auch folgende 3 Fragen beantworten: 1.) Womit sollen die europäischen Staaten wachstumsfördernde Maßnahmen finanzieren? 2.) Was ist die Ursache der gegenwärtigen Wirtschaftsprobleme und Unsicherheiten links und rechts des Atlantiks? 3.) Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen der Antwort auf 1. und der Antwort auf 2.?)

In Deutschland seien unter Umständen ebenfalls Konjunkturhilfen denkbar. „Wenn der Export, auf dem das deutsche Wirtschaftsmodell beruht, einbricht, dann könnte die Bundesregierung gegensteuern“, sagte die Französin. (Garion: Machen wir gern, wenn Frankreich dafür einen höheren Anteil am ESM übernimmt.)

Der IWF habe festgestellt, dass sich eine neue Vertrauenskrise entwickele, die die wirtschaftliche Lage weltweit verschlechtere, sagte Lagarde. (Garion: Um sowas festzustellen braucht der IWF offenbar genau so lange, wie das Vorhandensein einer Rezession zu diagnostieren - Es wird immer erst bemerkt, wenn es sich bereits voll entfaltet.) Diese Vertrauenskrise habe einen Höhepunkt erreicht, als die USA ihre Top-Bonitätsnote verloren hätten. „Deshalb müssen Maßnahmen ergriffen werden, um eine drohende Abwärtsspirale abzuwenden.“ (Garion: Drohend? Ich sehe alle Industrieländer bereits mitten drin.) Dazu gehöre, dass die europäischen Banken ihr Eigenkapital aufstockten. Dies sei nötig, damit die Banken gegen die Risiken der Schuldenkrise und des schwachen Wachstums gewappnet seien. Vergangene Woche war sie mit diesem Vorstoß bei Banken und Politikern noch auf Kritik gestoßen.

Allerdings sind die Möglichkeiten der Staaten und Notenbanken für einen Eingriff übersichtlich. Die Zinsen sind in Europa und den USA schon sehr niedrig, die Staaten haben hohe Schulden aufgetürmt. In Deutschland laufe die Gesundung der Finanzen aber bestens, sagte Lagarde. (Garion: Warum haben wir keinen vor lachen auf dem Boden rollenden Smily hier???) Wenn Deutschland seine Binnennachfrage belebe, sei das gut für die deutsche Wirtschaft und für die der Nachbarländer.

Im zweiten Quartal war der deutsche Aufschwung gestoppt worden, die Wirtschaft wuchs nur noch um 0,1 Prozent. Für das gesamte Jahr erwarten Ökonomen aber eine um drei Prozent gestiegene Wirtschaftsleistung, 2012 sollen es zwei Prozent sein. Allerdings hat gerade die Weltbank gewarnt, die Weltwirtschaft stehe vor einer „gefährlichen Phase“.

Führende Ökonomen sehen anders als der IWF nicht die Staaten, sondern die Europäische Zentralbank (EZB) am Zug – sie soll die Zinsen senken. „Der Sparkurs der Regierungen ist dringend nötig, aber wenn die EZB zulässt, dass er zu einer Rezession führt, dann gefährdet das die Einhaltung der Sparziele“, sagte Julian Callow, Europa-Chefvolkswirt von Barclays Capital, dem „Handelsblatt“. „Die Rezessionsgefahr ist real, und nur die EZB hat derzeit die Möglichkeit, dagegen anzugehen“, urteilte auch Gustav Horn, Chef des gewerkschaftsnahen Wirtschaftsinstituts IMK. Die EZB berät am Donnerstag über ihre Zinspolitik.

Die Gefahr für die Wirtschaft und den Euro sieht auch deren Präsident Jean-Claude Trichet. Er ermahnte Italien daher, an seinen Sparzusagen festzuhalten. (Garion: Diese Aussage impliziert, dass italienische Sparzusagen offenbar das Papier nicht Wert sind, auf dem sie geschrieben stehen. Nur um das mal GANZ DEUTLICH zu sagen.) Der von Ministerpräsident Silvio Berlusconi angekündigte Ausgleich des Haushalts bis 2013 sei äußerst wichtig, um Italiens Kreditwürdigkeit und Glaubwürdigkeit an den Finanzmärkten zu stärken, sagte er am Wochenende. Vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass bereits Griechenland seine Sparziele in diesem Jahr nicht erreichen wird.

Um derartige Probleme in Zukunft zu verhindern, fordert Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) eine umfassende Reform der EU. „Man wird national Souveränitätsverzicht üben müssen“, sagte er dem „Spiegel“. Kompetenzen, die der Bundestag abgebe, müsse dann das Europaparlament bekommen. Merkels Krisenmanagement lobte ihr Vorgänger im Kanzleramt ausdrücklich. Man dürfe nun nicht länger fackeln, sondern müsse Ernst machen mit Kern-Europa. Andernfalls drohe Europa zwischen Asien und einem wiedererstarkten Amerika die Bedeutungslosigkeit. (Garion: Was hat der einfache europäische Bürger zwischen Nordkap und Sizilien eigentlich davon, in einem "bedeutenden" Staatsgebilde namens Europa zu leben? Ihm geht es um Nahrung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit, seine Familie, seine Rente, Frieden, rechtsstaatliche Sicherheit und vielleicht sogar ein klitzekleines bisschen Wohlstand, für das die Mehrheit der Europäer sicherlich gerne und kräftig in die Hände spucken würde. Darauf sollte sich die EU konzentrieren und nicht auf geopolitische Großmachtsphantasien, für welche die eigene Bevölkerung bluten muss!)

„Das Europa, das ich mir vorstelle, ist ein stärker integriertes, ergänzt um die Mitgliedschaft der Türkei und eine Assoziierung Russlands“, erklärte er. (Garion: Europa ergänzt um zwei "lupenreine" Demokratien! Ich bekomme gleich Kammerflimmern! Können wir den Schröder bitte nach Elba schicken?) Kritisch äußerte sich Schröder indes zur Rolle Großbritanniens, das nicht der Euro-Zone angehört. Das Land mache „die größten Probleme“. Obwohl es den Euro nicht eingeführt habe, wolle es trotzdem bei der Gestaltung des Wirtschaftsraums immer mitreden. (Garion: Geht's noch, Herr Schröder? UK macht größte Probleme? Warum? Weil sie so schlau waren, dem Euro nicht beizutreten? Und ich dachte immer, die PIIGS machen uns die größten Probleme derzeit. Außerdem gab es den europäischen Wirtschaftsraum bereits VOR Einführung des Euro, undzwar unter Beteiligung Großbritanniens. Warum soll UK nun nicht mehr an der Gestaltung des über Euroland hinausgehenden europäischen Wirtschaftsraums mitwirken dürfen? Nur weil es den Euro nicht eingeführt hat? Dürfen Dänemark und Schweden dann auch nicht mehr mitwirken? Für die gilt nämlich das gleiche. Über diese beiden europaideologischen, demokratiefeindlichen und anmaßenden Äußerungen unseres Ex-Kanzlers bin ich regelrecht entsetzt!)

 

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Garion:

Goldman Sachs empfiehlt Wetten gegen Europa

8
04.09.11 23:33

Jetzt bekommt Antilemming sicher gleich Schaum vorm Mund.

(www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/09/24129/)

 

Das Szenario ist mittlerweile vertraut: Goldman Sachs sitzt immer auf beiden Seiten des Tisches. Wie schon bei der Immobilienkrise in den USA, machen sich die Amerikaner nun ihr umfassendes Wissen zunutze, welches sie aus verschiedenen Beratungsmandaten mit Regierungen und Finanzinstitutionen in Europa gewonnen haben – um ihren eigenen Kunden zu raten, sie mögen gegen die europäischen Banken und den Euro wetten.

Der vertrauliche 54seitige Bericht von Alan Brazil, einem 57jährigen Strategen bei Goldman, der aus der Trading-Abteilung kommt, zeichnet ein verheerendes Bild der Banken in Europa: Brazil schätzt, die Banken werden 1 Billion US-Dollar an zusätzlichem Kapital benötigen, um die Schuldenkrise und die Verstrickungen der Banken ins Geschäft mit faulen Staatsanleihen zu bewältigen. Er schreibt: „Da stehen wir wieder: Ein Schuldenproblem mit noch mehr Schulden zu lösen hat noch nie das zugrundeliegende Problem gelöst.“ In seinem Papier erläutert Brazil im Detail, wie 77 europäischen Finanzinstitutionen in die Krise verstrickt sind, und beschreibt ihre Schulden und die damit zusammenhängenden hohen Risiken.

Das Papier ist im Wesentlichen ein Sales-Pitch: Goldman schlägt verschiedene Produkte vor, wie man effizient gegen europäische Banken und Versicherungen spekulieren könne. Unter anderem schlägt er einen fünfjährigen Credit Default Swap vor, der sich auf die Kredite von europäischen Unternehmen bezieht. 20% der Unternehmen, die auf dem „iTraxx Europe series 9“ genannten Index stehen, sind Banken und Versicherungen mit hohen Kreditausfalls-Risiken.
Darüber hinaus rät der Goldman-Stratege, gegen den Euro zu spekulieren: Dieser werde deutlich geschwächt, wenn es zu weiteren Rettungspaketen komme.

Pikant an dem Papier: Goldman berät auch viele europäischen Regierungen und gibt Tipps, wie die Schuldenkrise gemeistert werden könne. So hatte es Medienberichten zufolge erst vergangene Woche ein Treffen von Goldman und anderen Banken mit dem spanischen Wirtschaftsminister Jose Manuel Campa in London gegeben. Bei dem Treffen hatte Goldman Vorschläge zu weiteren Sparmaßnahmen in Spanien unterbreitet.

Weil aber der Verkauf von Finanzprodukten an Hedge Fonds das weitaus lukrativere Geschäft für Goldman ist, kann man davon ausgehen: Je mehr die Investmentbanker über die Lage in Europa erfahren, desto weniger glauben sie an die Rettung aus dem Schulden-Dilemma. Und je weniger sie daran glauben, desto überzeugter können sie Produkte verkaufen, die aus einem Euro-Crash satte Profite ziehen würden.

 

Antworten
fkuebler:

Garion #415: Dass jemand Regierungs-Chef in D war,

4
05.09.11 00:17

"...Über diese beiden europaideologischen,demokratiefeindlichen und anmaßenden Äußerungen unseres Ex-Kanzlers bin ich regelrecht entsetzt!)"

..., das belegt weder seine Klugheit noch seine Ehrbarkeit.

Dafür könnte ich alleine schon aus den letzten 100 Jahren Beispiele anführen...

 
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Anti Lemming:

# 415 aus Tagesspiegel

3
05.09.11 08:04
Gerhard Schröder wird darin zitiert mit: "Man dürfe nun nicht länger fackeln, sondern müsse Ernst machen mit Kern-Europa. Andernfalls drohe Europa zwischen Asien und einem wiedererstarkten Amerika die Bedeutungslosigkeit."

Wenn Europa als Wirtschaftsunion wirklich stark werden soll, darf diese nicht aus Schwäche - d.h. aus Vertragsaufweichung und geduldeten Regelverstößen - geboren werden.

Würde - als positives Gegenbeispiel - die europäische Wirtschaftsregierung gebildet, weil sich eine Konvergenz im Euroraum ergeben hätte, also ein Erstarken der Peripherie, dann wäre das ein ganz anderes Kaliber als eine hastig zusammengeschusterte Notgeburt aus Angst vor ungeordneten Staatspleiten ("Untergang") oder weltpolitischer Bedeutungslosigkeit.

Asien ist übrigens ganz ohne eine solche Wirtschaftsunion kollektiv stark. Schröders Verweis, dass Europa ohne Union ins Hintertreffen geriete, ist billige Politiker-Rhetorik. Die aus Hilfslosigkeit geborenen Reaktionen auf Sachzwänge - herbeigeführt von Märkten, die "mit den Füßen abstimmen" - sollen als weltpolitisch-strategisches Vorgehen verkauft werden.
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Anti Lemming:

Garion # 416

11
05.09.11 08:08
Wer, wie die Griechen, dem Teufel seine Seele verkauft und ihn sozusagen an den Spieltisch einlädt (Goldman hat "professionell" griechische Schulden versteckt, um die EU zu betrügen), muss sich nicht wundern, wenn der Teufel anschließend das erlangte Wissen dazu verwendet, die Griechen zur Hölle fahren zu lassen.
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Kicky:

ist Europa nur eine Chimäre?

9
05.09.11 08:57
lohnt es sich nicht dafür zu kämpfen statt hier Empfehlungen von Goldman zu posten,wie man Europa am besten schnell vom Tisch fegt?trete. Ihr alle einfach dem Krieg gegen Europa bei statt Euch zu überlegen welche Interessen die USA mal wieder in diesem Krieg verfolgen?
Natürlich haben die Politiker,die für ein einiges Europa eintraten,in ihrem idealistischen Wahn versäumt zu erkennen ,welche Schwierigkeiten sich aus den unterschiedlichen Staaten ergeben würden,Und natürlich wäre der sinnvolle Schritt,diese Fehler jetzt nachträglich zu korrigieren.Und vielleicht gehört dazu auch,dass man vorübergehend Staaten,die durch ihre Schulden fast handlungsunfähig geworden sind,aus der EU ausscheiden zu lassen.

Aber verdammt nochmal,war es nicht richtig.diesem kriegslüsternen USA ,das ständig darauf aus,seine Macht zu vergrössern,ein Kontra entgegen zu setzen,statt an der Misere Europas auch noch dick Geld zu verdienen?
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fkuebler:

AL #418: Solche widerlichen Testosteron-Bomben...

7
05.09.11 08:59

...wie z.B. Schröder oder Sarkozy (meine Frau sagt: die stinken sicher ganz fürchterlich) können garnicht in anderen Kategorien denken als in "Bedeutung", "Macht", und "Machtgewinn". Sonst könnten solche Leute auch sicher nicht die brutale Arbeit machen, die hinter dem staatsmännisch-debilen Grinsen vor den Kameras im Urwald-Alltag abzuleisten ist...

Eigentlich müssten Leute mit soviel Testosteron ja eher in die Klapsmühle, aber so funktioniert weder der nominelle noch der reale Urwald. Auch Angela (Tina) Merkel hat sich in den Jahren der Kanzlerschaft nicht zu ihrem Vorteil verändert...

Wenn jemand wie der gute G. aus Hannover beim Zünden von Allmachtsbeweis-Testosteronbomben sozusagen aus Versehen auch mal etwas Gutes verursacht hat (Hartz IV), dann gilt das auch für seinen Ex-Kanzler-Kollegen A. aus Felix Austria, der die Dinger verursacht hat, die man seit den Grünen nur noch "Schnellverkehrswege" nennen darf...

Wenn jetzt jemand glaubt, dass mein Post ein Rant ist, dann würde ich das wohl kaum glaubwürdig abstreiten können...  

"Man dürfe nun nicht länger fackeln, sondern müsse Ernst machen mit Kern-Europa. Andernfalls drohe Europa zwischen Asien und einem wiedererstarkten Amerika die Bedeutungslosigkeit."

Dann vielleicht doch lieber die Bedeutungslosigkeit eines Singapur oder einer Schweiz, oder auch eines Skandinavien.

 
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Anti Lemming:

Kübi, wolltest Du damit andeuten

8
05.09.11 09:03
dass die Merkel eine Östrogen-Machtbombe ist?
Der USA Bären-Thread 436122
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daiphong:

#415 Hofmarschall,

4
05.09.11 09:10
du hast dich in #87385 sehr bitter über meine kurze Bemerkung "Blödsinn" zur Art der Herleitung eines DAX-Kursziels von 1.570 geäußert. Jetzt hast du nach einigem Nachdenken 4.800 errechnet, eine irre Diskrepanz.
mMn taugt diese Art der Errechnung von  mittel- und lkangfristigen Kurszielen überhaupt nichts, weil man mit einer neuartigen, globalen Krise und anderen Krisenreaktion z.B. in der Geldpolitik zu tun hat.
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Anti Lemming:

Vielleicht sollte wir den ganzen Chart-Mist

3
05.09.11 09:16
nach Quo Vadis auslagern?
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Kicky:

Ende des Euro liesse 1930 wie eine Bagatelle

6
05.09.11 09:17
erscheinen sagte Zaim gestern im holländischen Fernsehen:

From Bloomberg:
    .........    Zalm was Dutch finance minister from 1994 to 2002, during which time he helped oversee the implementation of the euro currency and the associated “stability pact” aimed at ensuring member states adhered to specific budgetary criteria. Germany and France both exceeded those criteria during his later term as finance minister from 2003 to 2006.

   

   He said today the euro region needs an independent authority to ensure budget discipline among national governments. Only when budgetary discipline has been achieved should the region as a whole consider issuing bonds, he said.

And an additional bonus is the realization that the end of the Euro, which now everyone is openly talking about, would destroy the Dutch economy:

   A demise of the euro would have “catastrophic” consequences for the Dutch economy, which sends about three- fourths of its exports to other euro-zone states, and “would cause a recession that would make the 1930s a trifle by comparison,” Zalm said.
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