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"Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt!"

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Passende Knock-Outs auf Merck KGaA

Strategie Hebel
Steigender Merck KGaA-Kurs 5,02 9,75 14,05
Fallender Merck KGaA-Kurs 5,12 9,69 16,20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VY3LPV9 , DE000VY5Y3Q7 , DE000VY5NME3 , DE000VC3EG69 , DE000VC6TM53 , DE000VG4CJ92 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Thema
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Gold 4.222,39 $ +0,32% Perf. seit Threadbeginn:   +439,33%
 
golfern:

@mrtlprnft - geiler Name übrigens ;-)

3
08.05.10 00:24
Das wird wohl Wettbewerbstechnisch momentan nicht anders möglich sein.

Würde Deutschland im Alleingang eine Mehrwertsteuer auf Gold einführen, wer kauft oder verkauft dann noch in Deutschland? Andererseits stellt es für den Staat und die Steuer keinen Verlust dar...nur das wahre Kapital würde abwandern...

Es wird wohl bald eine globale Art von Mehrwertsteuer auf Edelmetalle geben.
Würde jedenfalls mehr Sinn machen als ein Alleingang, weil den kann sich wohl kein Staat leisten.

Das Prädikat "Mehrwert" ist jedenfalls bei Edelmetallen angebrachter denn je.
Antworten
imagine:

#17876 MwSt.: Sonderregelung für Gold

27
08.05.10 00:32

RECHTSAKT

 Richtlinie 98/80/EG des Rates zur Ergänzung des gemeinsamen Mehrwertsteuersystems und zur Änderung der Richtlinie 77/388/EWG - Sonderregelung für Gold [Amtsblatt L 281 vom 17.10.1998]

 

ZUSAMMENFASSUNG

Um die Verwendung von Gold als Finanzinstrument zu fördern, sieht diese Richtlinie eine Steuerbefreiung für Anlagegold vor. Zuvor galt auch für Anlagegold die normale Steuerregelung. Im Rahmen dieser Regelung unterlagen Anlagegoldlieferungen grundsätzlich der MwSt., aber bestimmte Mitgliedstaaten waren nach einer Übergangsregelung ermächtigt, diese Lieferungen von der Steuer zu befreien. Die neue Richtlinie beseitigt diese Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Mitgliedstaaten und stärkt gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Goldmarkts der Gemeinschaft.

Definition von Anlagegold:

  • Gold in Barren- oder Plättchenform mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendstel, unabhängig davon, ob es durch Wertpapiere verbrieft ist oder nicht (Barren oder Plättchen mit einem Gewicht von höchstens 1 g können die Mitgliedstaaten von der Regelung ausnehmen);
  • Goldmünzen, die einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendstel aufweisen, die nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, die in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und die üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigt. Jedes Jahr teilen die Mitgliedstaaten mit, welche Münzen, die diesen Kriterien entsprechen, innerhalb ihres Gebiets vermarktet werden. Diese Listen werden im Amtblatt veröffentlicht.

Die Mitgliedstaaten befreien von der Mehrwertsteuer die Lieferung, den innergemeinschaftlichen Erwerb und die Einfuhr von Anlagegold.

Es gibt jedoch eine Option zur Besteuerung der Lieferung von Anlagegold an andere Steuerpflichtige durch:

  • Hersteller von Anlagegold oder Personen, die Gold in Anlagegold umwandeln (in diesem Fall müssen die Mitgliedstaaten das Optionsrecht vorsehen);
  • Steuerpflichtige, die im Rahmen ihrer Wirtschaftstätigkeit üblicherweise Gold zu gewerblichen Zwecken liefern (in diesem Fall können die Mitgliedstaaten das Optionsrecht gewähren).

Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten der Ausübung dieser Optionen und teilen dies der Kommission mit.

Die Richtlinie enthält Regelungen über das Recht auf Vorsteuerabzug von Steuerpflichtigen, die an der Lieferung oder Herstellung von Anlagegold oder an der Umwandlung von Gold in Anlagegold beteiligt sind, soweit sie sich nicht für die Besteuerung ihrer Lieferungen entschieden haben.

Anlagegoldhändler unterliegen besonderen Verpflichtungen, um insbesondere die Möglichkeit der Steuerhinterziehung durch eine doppelte Verwendung des Golds (Industrie- und Anlagegold) auszuschließen: sie müssen alle Geschäfte größeren Umfangs aufzeichnen und die Unterlagen, die eine Feststellung der Identität ihrer Kunden ermöglichen, mindestens fünf Jahre lang aufbewahren.

In bestimmten Fällen können die Mitgliedstaaten den Käufer und nicht den Verkäufer als Steuerschuldner bestimmen (Verfahren der "Verlagerung der Steuerschuld"), um Steuerhinterziehungen zu verhindern und die Finanzkosten des Geschäfts zu senken.

Bei Geschäften auf einem geregelten Goldmarkt können die Mitgliedstaaten ermächtigt werden, die Sonderregelung nicht anzuwenden und vereinfachende Maßnahmen einzuführen.

Antworten
SteG1:

Griechenland

12
08.05.10 07:48
Vielleicht sollte man mal etwas Ordnung in die Thematik Griechenland bringen...
Zunächst herrscht in Griechenland kein Bürgerkrieg oder bürgerkriegsähnliche Zustände. In Griechenland lehnt sich eine Minderheit der Bevölkerung (insbesondere kommunistische Kräfte) gegen den Staatsapparat auf d.h. wollen eher eine Revolution. Bürger untereinander kämpfen nicht wegen Nahrungsmangel, Rassismus oder Religionszugehörigkeit, dies wäre dann ein Bürgerkrieg. Es gab ja hier im Thread viele die vor einem Jahr immer schrieben, dass Staaten gewollt inflationieren oder sogar eine Staatsinsolvenz in Kauf nehmen. Am Beispiel Griechenland zeigt sich sehr gut, dass dieses wirklicher Unsinn war. Der Hass des Volkes richtet sich genau gegen die Obrigkeiten, die das Desaster ausgelöst haben.
Leider muss auch ich der These zustimmen, dass die Rettung Griechenland unmöglich ist. Griechenland hat exterme struktuelle Schwierigkeiten, insbesondere durch den Euro. Das Sparprogramm kann leider auch nicht wirken, da Griechenland in eine Rezession abgleiten wird. Sparanstrengungen werden sehr wahrscheinlich zur konjunkturelle Steuerausfälle zu nichte gemacht. Das Hauptproblem ist, dass Griechenland nicht über eine Währungsabwertung gleichzeitig Exportüberschüsse erwirtschaften kann, um die Rezession zu vermeiden.
Die einzig dauerhafte und konsequente Lösung wäre ein Gläuberschnitt mit mind. 50% gewesen und auch im Sinne Griechenlands ein (zeitweiser) Euroaustritt. Die dann folgende Währungsabwertung wäre eine Chance für Griechenland gewesen, ebenso hätten die Griechen systemische Teile der Wirtschaft mit Zöllen schützen können etc., etc. Nach einer erfolgreichen und nachhaltigen Sanierung, wäre ein Wiedereintritt in die Eurozone möglich gewesen...
Antworten
maba71:

@SteG1

7
08.05.10 09:41
Ja exakt beschrieben dein Posting!
Wenn es nur Griechenland wäre, dann könnte man das Ding so lösen, wäre dann in aller Sinne gut!
Aber dadurch, das es auch Länder wie Spanien, Portugal und Italien gibt, die in ähnlichen Systemfallen stecken wie die Griechen, gibt es aus Sicht der rettenden Länder ein wirkliches Problem.
Natürlich hängt Spanien "noch" nicht am Tropf, natürlich ist Portugal eine "kleine" Hausnummer, jedoch die immensen Schuldenlasten werden diese Probleme, die Sie im Moment noch durch überrollen von Anleiheschulden in die Zukunft verschleppen, im Falle eines solchen Gläubigerschnitts wie Du im Falle Griechenland beschrieben hast, sofort und ohne Umschweife versuchen, es wie im Falle Griechenlands zu lösen.
Und leider ist das dann auch so ziemlich total unmöglich. Man kann den Spaniern und Italienern nicht die Schulden zu 50% erlassen.
z.B. ein Schuldenerlass der Spanier und Italiener in Höhe von 50%, um den Euro zu retten, wäre genauso exorbitant, als wenn 2 Griechenländer bankrott gehen würden.
Spätestens dann beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz.
Das ist eigentlich das vorrangige Dilemma, daß der Thread seit Wochen umwälzt!
Deswegen stelle ich mir schon die Frage, wie kann das Ganze gelöst werden?
Im Moment ist doch der Status Quo folgender:

Die EU und der IWF stellen Griechenland Kredite in Höhe von rund 100 Mrd. Euro zur Verfügung mit einem Zinssatz von ca. 5%, die die Griechen annehmen werden um Ihre Anleiheschulden bei Fälligkeit zu bezahlen, da Sie im Moment unbezahlbare Zinssätze am Kapitalmarkt aufnehmen müssten (siehe Anleihekurve)! Die Kredite werden von den einzelnen Mitgliedsstaaten in unterschiedlicher Gewichtung und damit unterschiedlicher Beträge in deren Höhe bereitgestellt. Dadurch, das die Zinssätze der PIIGS signifikant ansteigen, müssten Länder wie Portugal oder Spanien, Italien in absehbarer Zeit mehr Zinsen bezahlen für diese Kredite, als Sie von den Griechen bekommen würden. Denn es ist ja jedem hier klar, daß die Spanier oder Italiener ebenfalls Kredite aufnehmen müssen, im den Griechen diese Kredite gewähren zu können. Das wäre doch ein geplanter Selbstmord auf Raten, ist kaufmännisch überhaupt nicht mehr darstellbar!
So nun haben einige Mitgliedsländer erklärt, daß sie den Griechen eben "KEINE" Kredite zur Verfügung stellen werden. D.h. ebenfalls, daß die dann liquiden Staaten eben diese Summe noch zusätzlich finanzieren müssen, zu den bereits nach ursprünglicher Aushandlung festgesetzten Kreditsummen. Was soll das noch geben?

Es dient im Moment einzig und allein dazu, die Bondmärkte beruhigen zu wollen, nicht mehr und nicht weniger!
Jedoch die Märkte und Skalen der Bonds sprechen eine andere Sprache. Man schaue sich die Anleihekurven an und weiß Bescheid! Das Gegenteil ist eingetreten.
Dazu kommt jetzt noch der immense Vertrauensverlust in den Euro. Er wird im Moment aufgeweicht durch den Zustand zu einer Bananenwährung. Auch wenn ein EUR/USD von 1.20 eigentlich eine normale reale Gewichtung und keine Übertreibung darstellen würde. Dieser Kurs wäre schon in Ordnung. 1.50 und 1.60 sind nunmal auch aufgeblasen gewesen. Doch wenn man sieht, wie am Donnerstag der SFR und YEN aufgewertet hatten in einigen Stunden, dann sieht man deutlichst, wohin das Kapital abgewandert ist.
Ich weiß speziell auch keine Lösung, natürlich, wenn die Währungsunion aufgelöst wird, dann hat jeder Mitgliedsstaat wieder die Option "back to basic", jedoch werden wir dann in spätestens 10 Jahren hier wieder im Thread den gleichen Staatsbankrott posten, mit dem Unterschied, das die Deutschen dann unabhängiger sind. Ganz unabhängig wird dieses Deutschland nie mehr werden, dessen muß man sich klar sein.
Dadurch, daß Sie von oben runter ewig diese Verflechtungstheorie und Staatengemeinschaft proklamieren, daudrch müssen sie meiner Meinung nach auch in der Lage sein, "global und gemeinschaftlich" eine Lösung zu finden, evtl. durch einen EU-globalen Konsens mit einem EU-globalen, für alle geltenden Währungswechsel, evtl. wieder zurück zum alten Kerneuro mit dem Ausschluß der Notleidenden Staaten, die dann wieder bei vernünftigen Zahlenmaterial die Möglichkeit haben, einzutreten!
Denn wenn ich mir gestern wieder den Mist angehört habe im Radio, daß Bulgarien und Rumänien ihre Beitrittsbemühungen auf Eis gelegt haben, obwohl Sie Ihrer Meinung nach besser dastehen würden als die Griechen, ja dann lieber Gott, bin ich wohl im falschen Film!
Ich kenne mich ziemlich gut aus was in Bulgarien abgeht......dagegen ist Griechenland in Sachen TRANSPARENZ und LIQUIDITÄT sowie gängige KORRUPTION und VOLKSWIRTSCHAFT ein Musterland der EU!!!!
Nein, es darf nicht mehr sein, daß ein Jeder dahergelaufener Staat mit Problemen unter dem Deckmantel der EU-Währungsunion und den damit verbundenen Nettozahlern seine Bilanzen aufwertet und dann Jahre später durch die existentielle Staatenkrise die anderen Länder in den Dreck zieht! Diese Zeiten sind glaube ich entgültig Geschichte und ich glaube auch fest daran, das unsere Naturwissenschaftlerin Merkel, Ihres Zeichens Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, die Situation exakt erkannt hat, bei aller Kritik an Ihrer Person in den letzten Tagen und Wochen (auch ich hab Sie kritisiert weil mir Ihr wankelmütiger Stil nichtgefallen hat!), aber ich traue der Dame für die Zeit nach Griechenland einen "eisernen" Willen zu, diese Länder mit Ihrem eigenen Schicksal in reinster auch brutaler Form zu konfrontieren!
Das einzige wäre, daß man Sie nicht mehr lässt, doch das wäre jetzt heute zu weit gegriffen und bedarf eines anderen Themas!
"Heute geht es uns schlechter als gestern, aber besser als morgen!"
"In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat!" (George Orwell)
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maba71:

Goldbericht für den 07.05.2010

8
08.05.10 09:52
Gold & Gesellschaft: Fünf (Sekunden) vor Zwölf

Der gestrige Einbruch des New Yorker Aktienindex innerhalb weniger Minuten um fast zehn Prozent wurde nachträglich als ein Fehler eines großen Händlers gerechtfertigt. Allerdings war das eine fadenscheinige Begründung, die den Ernst dieser Situation herunterspielen sollte.

Der wahre Hintergrund: Es fand ein massives Unwinding von sogenannten Dollar-Yen Carry-Trades statt. Wer während des Aktien-Crashes einen Blick auf das Devisen-Paar Yen/Dollar geworfen hat, dem ist der explosionsartige Anstieg des Yen um über vier Prozent gegenüber dem US-Dollar aufgefallen.

Was war passiert: Bei Dollar-Yen Carry-Trades verschulden sich Marktteilnehmer im US-Dollarraum in Yen, um in Dollar-Anlagen wie beispielsweise Aktien zu investieren. Trotz der niedrigen Zinsen im US-Dollarraum kann man sich im Yen-Raum noch günstiger verschulden. Außerdem ist die Liquidität im US-Dollarraum begrenzt, so dass man auch nicht unbegrenzt auf die niedrigen Zinskontingente zugreifen kann – man weicht deshalb auf Japan aus. Teilweise handelt es sich um sehr kurzfristige Geschäfte, die immer wieder verlängert werden müssen. Kommt es nun infolge von Liquiditätsmangel im Yen-Raum zu keiner Verlängerung dieser Geschäfte, dann müssen die Anleger schnellstmöglich ihre Dollar-Anlagen auflösen, um ihre Verpflichtungen in Yen zu erfüllen. Es kommt zu einem plötzlichen Verkauf von US-Dollar-Anlagen wie Aktien und zu einer erhöhten Nachfrage nach Yen, weil die durch den Verkauf erzielten Dollar-Erlöse nun noch in Yen umgetauscht werden müssen.

Die gestrige Situation hatte – anders als das die Finanzmedien uns glauben machen wollen – praktisch überhaupt nichts mit den Problemen im Euro-Raum zu tun. Das Volumen der JPY/USD Carry-Trades kann man anhand des Marktabsturzes nur vermuten. Sehr viel spekulatives Geld stützt derzeit die Aktienmärkte. Treten negative Nachrichten am US-Aktienmarkt zusammen mit Liquiditätsmangel in den finanzierenden Währungsräumen auf, droht eine Kernschmelze im US-Dollarraum.

Diese plötzliche Kernschmelze haben natürlich die in Sekundenbruchteilen reagierenden Trading-Programme der Marktteilnehmer erkannt. Man hat Anlageklassen wie Aktien aber auch Öl fast panikartig abgestoßen und die Liquidität in US-Treasuries umgeschichtet. Auch Öl-Kontrakte werden teilweise mit Yen Carry-Trades finanziert. Der Bond Markt für Treasuries ist superliquide und konnte gestern ein Volumen von $400 Milliarden aufnehmen. In einem Papiergeld-Systeme sind diese Papiere diejenigen, die faktisch kein Ausfallrisiko tragen.

Man hat sicherlich auch einen Teil in Gold verschoben. Aber um diese Zeit war die COMEX bereits geschlossen und Access Market ist bei weitem nicht so aufnahmefähig. Was hilft einem ein Markt, der im Falle des Falles lediglich Geldmengen von einigen Milliarden Dollar aufzunehmen in der Lage wäre.

Wie konnte man diese Situation noch unter Kontrolle halten: Erstens durch den massiven Ankauf von Stock Market Future Kontrakten durch die ausführende Institution des Plunge Protection Teams (Morgan Stanley). Zweitens durch massive Bereitstellung von Yen-Liquidität durch die Bank of Japan (BoJ). Diese hat nach Berichten von Bloomberg Notliquidität in Höhe von zwei Billionen Yen (entsprich $22 Milliarden) in die Märkte gepumpt. Nur zur Erinnerung: Eine Notenbank kann quasi aus dem Nichts und sofort praktisch unendlich viel Liquidität in ihrer eigenen Währung schöpfen.

Diesmal war es nicht fünf Minuten vor Zwölf, sondern es fehlten nur noch wenige Sekunden zum Systemkollaps. Damit hätte sich das US-System in einer deflationären Spirale in kurzer Zeit selbst verdaut. Wer nur die Griechenland-Krise im Fokus hat, der verpasst den großen Film, der derzeit aufgeführt wird.

Es geht gar nicht um den Kollaps des Euros, sondern des Gesamtsystems.

Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten

Wie dumm will man uns verkaufen: Gestern der plötzlich Einbruch der US-Aktienindices um fast zehn Prozent durch eine Falscheingabe eines großen Börsen-Händlers. Und dann die Nachricht, dass Griechenland durch das heutige Votum auch des Deutschen Bundestages gerettet sei.

Die Realität: Der Dow Jones ist um weitere 1,4 Prozent gefallen und die griechischen Staatsanleihen steigen weiter kräftig mit ihren Realzinsen. Der Markt stimmt ab und genau das Gegenteil wird signalisiert, was man uns mit obigen Aussagen weismachen möchte. Ein Narr, wer nicht erkennt, was hier gespielt wird.

Die Tragweite des gestrigen Tages wird nun langsam einigen klar: Das Messer der Guillotine ist gestern plötzlich gefallen und unser Welt-Finanzsystem konnte wenige Zentimeter vorher seinen Kopf herausziehen. Die Gold- und Silberpaniker, die derzeit die Händler in Deutschland leer kaufen, hatten zwar methodisch unrecht. Vom Bauchgefühl lagen sie aber absolut richtig.

Der heutige Tag war deshalb der Systemreparatur gewidmet. Das sieht man insbesondere an den Notierungen des Euro als auch des Yen. Auch Gold musste unter Kontrolle gehalten werden.

Dass der Markt immer noch nicht an die Griechenland-Rettung glaubt, erkennt man an den weiterhin stark steigenden Notierungen der Realrenditen der Staatsanleihen. Die können gar nicht mehr – wie der Markt anhand der Kurse sagt – ohne einen geordneten Konkurs und ohne eine Haircut getilgt werden. Never !

Auch der Euro legte heute ein Berg- und Talfahrt hin. Zuerst mit über einen Prozent im Plus, dann wieder leicht im roten Bereich und zum Schluss wieder bei einem Prozent im Plus. Hier wird von Seiten der anderen Notenbanken massiv im Interesse des Euro interveniert.

Eine super-Performance legte auch Gold hin, das den ganzen Tag unter enormen Druck stand. Aber es konnte zum Londoner P.M. Fix und zum COMEX-Schluss die Marke von $1.200 verteidigen.

Die Überraschung des heutigen Tages war Silber, das im Vergleich zu gestern 70 Cent zulegen konnte. Respekt vor diesem Metall, das die letzten Tage schwer unter die Räder geraten ist.

Was wird uns die nächste Woche bringen? Erst einmal viele vor dem Herzinfarkt stehenden Notenbanker, welche die derzeitige Situation unbedingt bereinigen müssen. Tun sie es nicht oder nur halbherzig, dann wird die Wiederholung der Ereignisse vom Donnerstag um 20:45 Uhr MEZ nicht so glimpflich ausgehen, wie wir es erleben durften. Zweitens wird sich eine Haircut-Lösung für Griechenland & Co als bislang von den Euro-Politikern verworfene Alternative herausbilden. Und drittens muss man sich über eine Stabilisierung des Weltfinanz-Systems, sprich Währungsreform mit der massiven Abwertung von Vermögens- und Schuldtiteln beschäftigen. So wie wir uns derzeit von einem Schock zum nächsten durchwursteln, kann es jedenfalls nicht weitergehen. Wir beschwören dann wirklich eine Situation herauf, die außer Kontrolle geraten wird. Und dann gnade uns Gott.

www.bullionaer.de/shop/showZiemann.php/action/latest
Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt! 318805
"Heute geht es uns schlechter als gestern, aber besser als morgen!"
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maba71:

PIIGS Anleihekurven

4
08.05.10 09:56
Griechenland www.bloomberg.com/apps/cbuilder?ticker1=GGGB10YR:IND

Spanien www.bloomberg.com/apps/cbuilder?ticker1=GSPG10YR:IND

Portugal www.bloomberg.com/apps/cbuilder?ticker1=GSPT10YR:IND

Frankreich www.bloomberg.com/apps/cbuilder?ticker1=GFRN10:IND

Deutschland www.bloomberg.com/apps/cbuilder?ticker1=GDBR10:IND

Irland www.bloomberg.com/apps/cbuilder?ticker1=GIGB10YR:IND
"Heute geht es uns schlechter als gestern, aber besser als morgen!"
"In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat!" (George Orwell)
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#17882

maba71:

@polo10

5
08.05.10 10:18
Komm schon, a bisserl Spaß sollte die "bier-ernste" Lage schon aushalten!
Man muß doch net alles melden, dann könnte man bei Ariva ja jeden 3. Thread leerfegen!
Das ist doch wirklich kleinkariert, der eine Schiedsrichter pfeift den Elfmeter, der andere nicht!
Zudem, so häßlich ist die Merkel ja auch net!!!!!!!!!! Oder?
Ich bin sicher, DU hast hinterm PC auch gelacht!
Also ich fand das Zaitziki noch häßlicher! Vor allem die Dimmensionen!
Wenn der Grieche die Merkel heiratet, hat ers im Winter warm und im Sommer immer Schatten!
Hat doch was!
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Börsensieger:

Es brennt lichterloh

10
08.05.10 11:01

Schon seltsam wie sich die Wortwahl ändert. Must Raed.

Europas Generalmobilmachung

                Griechenland war gestern. Während eines dramatischen  EU-Gipfels sehen die Regierungschefs die Eurozone als Ganzes bedroht und  werfen zur Verteidigung ihrer Währung die geltenden Regeln um. Bis  Sonntagabend soll der Abwehrmechanismus gegen den Euro-Angriff stehen.

Der 8. Mai ist in vielen  EU-Staaten Feiertag, in Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs.  Ausgerechnet in der ersten Stunde dieses Tages greift Frankreichs  Präsident Nicolas Sarkozy zu Vokabeln, die einer Kriegserklärung  gleichkommen. "Wir haben uns für eine absolute Generalmobilmachung  entschieden", sagt Sarkozy. Kurz zuvor haben die 16 Staats- und  Regierungschefs vereinbart, mit allen verfügbaren Mitteln die Stabilität  der Eurozone zu verteidigen. Der Grund: "Maßlose Spekulation" an den  Finanzmärkten, so der Präsident. Von "weltweit organisierten Attacken  gegen den Euro" spricht Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker.

www.ftd.de/politik/...uropas-generalmobilmachung/50111609.html
Wer halbwegs unser Geldsystem versteht, mit Zins und Zinseszins wird Gold kaufen!
Wer es noch nicht versteht. Für den empfehle ich diese Seite.
das-bewegt-die-welt.de
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biomuell:

Griechenland, PIIGS, €uropa

10
08.05.10 11:13
"Leider muss auch ich der These zustimmen, dass die Rettung Griechenland unmöglich ist."
Darüber scheint sich ja ein zunehmender Konsens zu bilden. Wir machen Fortschritte hier. Und genau deshalb , weil die "Rettung Griechenlands" wahrscheinlich nicht gelingen wird, sollte man auch keine VOREILIGEN Schlussfolgerungen ziehen ("Es gab ja hier im Thread viele die vor einem Jahr immer schrieben, dass Staaten gewollt inflationieren oder sogar eine Staatsinsolvenz in Kauf nehmen."). Dieses Drama "Griechenland" ist ja längst nicht beendet, sondern bestenfalls der erste Akt. Daher ist es auch kein Faktum, sondern offensichtlich nur deine Meinung, lieber Steg, dass man zukünftige "Inflationierung oder in Kaufgenommene Staatsinsolvenz" ausschließen kann. Diese Meinung steht dir selbstverständlich zu. Ob es richtig ist, daran habe nicht nur ich meine Zweifel.
Die Frage ist nur welche realistischen Lösungen bleiben dann noch übrig, wenn man so wie Steg meint, man könne die 3 Möglichkeiten ausschließen: "Rettung wird nicht gelingen, keine Staatsinsolvenz und keine langfristige Entschuldung über Inflationierung, keine in Kauf genommene Staatsinsolvenz ?  mmhhh

Träumereien wie die Weiterentwicklung zu einem "föderalen Bundesstaat" mit ständigen Transferzahlungen, einer Wirtschaftsregierung und einer Harmonisierung der Steuersysteme quer durch die EU (?) Das halte ich für nassfeuchte Wunschträume von sehr wenigen wie Juncker, naivsten - aber von mir aus "ehrlichen" Europäern,  und natürlich von manchen Bankkreisen und internationalen Konzernen, und eben ganz wenigen hier. Ein solches Szenario erscheint so realistisch wie Fussball-Weltmeister BELGIEN in Südafrika 2010. Die überwältigende Mehrheit der Menschen in Europa will schlicht keine gemeinsame Steuer- und Sozialpolitik. Warum sollte man in D die Sozialleistungen verringer, damit man sie Griechenland erhalten oder in Portugal erhöhen kann ? Das ist politisch nicht durchzubekommen. Da sind Millionen selbst in D auf den Strassen. Das halte ich für die nächsten 10 Jahre und wahrscheinlich auch darüber hinaus für völlig ausgeschlossen. Geh doch auf die Strasse (oder frag im Bekanntenkreis (halt nicht unbedingt in Bankenkreisen oder in einer Brüsseler Institution) ob sie gemeinsam mit Griechenland, Spanien, Frankreich die Steuer und Sozialpolitik teilen wollen; ob sie einen SOLI-Beitrag nach Portugal und Süditalien leisten wollen unter einem irischen, italienischen oder österreichischen EU-Finanzminister... Ob die Franzosen, Österreicher und Deutschen für Spanien's Immobilienwahn bezahlen sollen ? Wollen ?  mmmhhh
Wohl, - keiner weiss was in 20 oder 40 Jahren sein wird, aber dazu - sofern überhaupt jemals Realität - bedarf es zumindest einer, eher 2 Generationen. Für eine solche "Lösung" bekäme man in Deutschland im Moment keinen nennenswerten Stimmenanteil und das wird wohl überall in Europa so sein. Wie unrealistisch eine solche "europäische Lösung" ist, hat nicht zuletzt die Medienschlacht (geführt von Menschen) gezeigt, zwischen Deutschland und Griechenland. Die Venus von Milos (ein Heiligtum der Griechen) mit Stinkefinger auf dem Titelblatt eines seriösen (?) Deutschen Wochenmagazin - und die prompte griechische Antwort per Nazi-keule, Boykottaufrufe deutscher Waren, und Forderungen nach Reparationszahlungen noch aus WK-2.  Deutschland...
Griechenland, Spanien, Irland, Finnland und Portugal mit einer gemeinsamen Steuerpolitik, stetigen Transferzahlungen von Nord nach Süd, gemeinsamen EU-Finanzminister und ein gemeinsames Budget, welches Steuer, Sozialleistungen etc inkludiert..... Feuchte europäische Juncker(ein) sind das. Das wage ich auszuschließen, das dies die Lösung der immer grösser werdenden Probleme der PIIGS sein wird. In 40 Jahren ? Who knows. Im Übrigen wäre das keine Lösung an sich, die Schulden würden bleiben, wären nur noch stärker - dann auf den sprichwörtlichen €uropäischen Steuerzahler sozialisiert. Man hätte wieder nur Zeit geschunden, aber vielleicht macht es einigen ja mehr Spass, wenn alle gemeinsam untergehen.... Das wäre daher nicht einmal theoretische "Lösung", nur Zeitgewinn und würde die Wahrscheinlichkeit inkludieren, dass die Politiker mit diesem Zeitgewinn das herangehen an tatsächliche - wohl schmerzhafte - Lösungen nur hinauszögern.
Wie absurd solche Träumereien für die nächsten Jahre und als Lösung der aktuellen Probleme sind, zeigt alleine schon die Situation in Deutschland und Italien, wo im Zuge der Einigung D die Solidarität weit getestet wurde in D. Aber die Unterschiede sind enorm zu Europa: die gemeinsame D Geschichte - "Ost und West"deutschlands, dessen Trennung nach WK-2, und vorallem die Tatsache, das es ein Volk mit einer Sprache ist. Diese Trennung galt nur für ein paar Jahrzehnte. Italien gilt die Lega Nord als völlig Partei it völlig legitimen Forderungen (legitim nicht mehr in Rom & südwärts), die über Jahre für die Spaltung des Landes eintrat. Würde man heute vom Brenner bis zur Toskana (oder gar bis Umbrien) abstimmen lassen, die Norditaliener hätten eine gute Chance auf einen eigenen Staat. Und das sind längst keine "Extremen" die die Spaltung Italiens befürworten. Die (reichen, und hart arbeitenden) Leute im Norden Italiens sind es satt, seit Jahrzehnten den Milliarden-Transfer  nach Calabrien und Sizilien an die Mafia und korrupte Politiker zu finanzieren. Und die Deutschen, Österreicher, Finnen etc  würden das gerne tun und für die Norditaliener einspringen - im Rahmen eines EU-Bundesstaates ? Solche Träumereien, die finde ich amüsant!! Und das hat gar nichts mit einer "anti-europäischen Gesinnung" meinerseits zu tun. Der wirkliche Grund, warum sich Italien sich nicht längst selbst gespalten hat, liegt daran, dass die Mehrheit Italiens eben südlich von Perrugia (Rom und südlich) lebt - wo sich natürlich keine Mehrheit findet für eine Trennung des Nordens, wo die Lega Nord grösstenteils nicht einmal auf den Wahllisten zu finden ist (wen wundert's?).
Aber scheint ja zunehmend Konsens geworden zu sein, dass die "Griechenlands wohl unmöglich ist" - anders als noch vor wenigen Monaten, als manche hier eine Insolvenz eines €U-Staates wegen Überschuldung in absehbarer Zeit für "wirklichen Unsinn" hielten....
Als Unsinn halte ich viel mehr, wenn jemand meint er könnte Inflationierung oder eine in Kauf genommene Insolvenz jetzt schon als "wirklichen Unsinn" bezeichnen. Abwarten, mein lieber Steg, abwarten.  Wie gesagt, das griechische Drama und das der PIIGS  ist ja längst noch nicht zu Ende, oder habe ich über Nacht den Schlussakt des Dramas verpasst (?....), wohl kaum.
Natürlich nicht. Gerade erst hat die EZB einen ihrer so hehren, bis vor kurzem noch von wenigen hier gefeierten „Schönwetter“-Grundsatz über Board geworfen und akzeptiert griechische Staatsanlei(c)en als Sicherheiten. Anderenfalls wären die griechischen Banken wohl schon ohnehin  im Reich des Hades. BTW, mein griechischer Kollege, mit seiner Frau mit Beziehungen in höchste griechischen Bankenkreise, hat in den letzten Wochen den Grossteil seines Geldvermögens auf ein US-Konto (Minespec wird hier „bravo“ sagen) und wie viele seiner Landsleute auf eine Bank in Zypern gebracht (Sprache geht vor Ratio…). Ja, das halte ich für naiv- und gutgläubig, was ich ihm auch gesagt habe, denn wenn Griechenland fällt, dann gibt es auch Panik auf Zypern. Und Gold hat er wieder nur per ETF gekauft (manche interessieren sich ja sehr für das wohl meines Kollegen, falls manche hier mitschreiben wollen ;-)    Manche lernen es eben nie….
Und da das alleine (gr. Ramschanleihen als Sicherheit akzeptiert) auch nicht reichen wird, werden schon die nächsten Schritt diskutiert: Eurobonds und der Kauf von griechischen Ramschanleihen vom durch die EZB. Es stimmt wohl, man wird nicht alleine wegen Griechenland den Inflationsweg gehen wird. Aber Griechenland ist ja längst nicht mehr alleine, wie der Bond gerade wieder in dieser Woche sehr eindrucksvoll gezeigt hat. Die Yields der 10-jährigen von Irland, Italien, Spanien und vorallem Portugals sind wieder deutlich gestiegen - und zeigt nicht nur das Temperatur des Schweinefiebers an, sondern treibt zugleich die Schweissperlen auf die Stirn der Politiker, längst nicht nur mehr in Griechenland, Portugal und jener in Brüssel, sondern quer durch die Bank.
Zurück zu Griechenland:  Es passiert ja wieder genau das, was wir Goldbullen seit Anbeginn des Threads schreiben: Es wird mit allen Mitteln versucht die Löcher provisorisch zu stopfen, das System künstlich am Leben zu erhalten wie nur irgendwie möglich. Seit Anbeginn dieser Krise sind die Politiker sind immer mindestens 2 Schritte den Geschehnissen hinterher. Und dann passiert eines immer nach dem gleichen Schema: unter Geiselhaft der Banken, wird Politiker „gezwungen“ die evidente oder drohende Verluste der Banken zu sozialisieren. Das Feuer wird aber immer grösser und immer mehr "Löschwasser" ist notwendig. Muss dazusagen, wer das Löschwasser bezahlt ? Ich denke nicht. Und wer entledigt sich der abbrennendes Hölzer - wie jetzt der Tzatziki bonds - natürlich die Banken, die vielfach wieder neue fröhliche Milliardengewine schreiben.
Wie das Griechen-, das PIIGS und das Verschuldungsdrama tatsächlich enden WIRD, ist daher längst  noch nicht entschieden. Jetzt schon eine zukünftige Inflationierung oder eine in Kauf genommene Staatsinsolvenzen als „wirklichen Unsinn“ bezeichnen, zeugt nicht gerade für Weitblick, Verständnis der Probleme oder historischer Kenntnisse.
Antworten
Minespec:

die Diskussion auf hartgeld

6
08.05.10 11:14
wegen DM Einführung amüsiert mich. Es wurde sogar meine Meinung , dass die DM wie Franc etc eventuell als Parallelwährung wieder hervorkommt, mitgeteilt. Ob die hier mitlesen ?
Tatsache ist, wir wissen nicht was kommt, es ist reine Vermutung, Eichelburg scheint das zu nützen seine Seminare vollzubekommen, nur was will er denn den Leuten erzählen ?
Kauft Gold , Edelmetalle, das weiss doch mittlerweile fast jeder, selbst auf Bayern III wurde dazu geraten in der Sendung "Geld und Leben " ( was für relativ Unbedarfte ) umsonst wurden nicht solche Anstürme auf die EM Händler registriert. Jedenfalls sind  " Geheime Regierungsquellen " kein Beweis für irgendetwas.
Mir kommt das wie Versicherungsverkauf vor, mit der Angst Geld machen, nur dass anstelle der Vers. hier Gold träte.
Nur meine Meinung.
Antworten
Börsensieger:

@Maba, Steg und alle anderen

12
08.05.10 11:15
Es gibz keine Lösung. Zumindest für mich.
Warum. Bei einem Gläubigerschnitt würde was passieren. Die sparer müssten dies bezahlen in dem sie auf ihr Geld verzichten müssten. Da wären viele Bankberater in erklärungsnot. Sie müssten dann ihren Kunden erklären warum ihre Versicherungen, Riesterverträge... plötzlich  xx% weniger Wert wären. Die Kunden werden dies nicht zulassen und ihre Verträge kündigen. Im nu hätten wir die nächste Banken und Versicherungskrise die womöglich in einem Bondcrash enden würde. Das muß man mit allen Mitteln verhindern. Die Gelder die nach Griechenland "gehen" kommen umgehend an die Gläubigerstaaten zurück. Ich geh soweit das die Gelder nicht einmal das Land verlassen. Die KFW kann das Geld direkt an die Versicherungen und Banken überweisen. Griechenland bekommt keinen Cent in die Finger. Hier geht es nur darum die Gläubiger still zu halten nicht mehr aber auch nicht weniger.
Bald kommen andere jetzt noch Geberländer in die Klemme und dann wird die EZB direkt Staatsanleihen aufkaufen. Fertig ist die Hyperinflation. Das ist nicht schön wenn man aber auf Zeit spielt wie unsere Politiker der einzige Weg. Währungsreform wird auch kommen aber weder nächste Woch noch in 2 Jahren. Dafür hat die EZB noch einige möglichkeiten die sie ausschöpfen kann und auch wird. Das Ding ist nun mal Unlösbar also gewöhnt euch lieber dran und macht das beste draus.
Wer halbwegs unser Geldsystem versteht, mit Zins und Zinseszins wird Gold kaufen!
Wer es noch nicht versteht. Für den empfehle ich diese Seite.
das-bewegt-die-welt.de
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flowi:

@maba 17879

8
08.05.10 11:26
Wohin die Reise geht, zeichnete sich in den letzten Wochen im Grunde ab.

Wenn alle Stricke reißen werden, wird die EZB intervenieren,
und zwar mit "ALLEN VERFÜGBAREN MASSNAMEN",
sprich bis hin zum bisher geächteten Ankauf von europ. Staatsanleihen.

Jetzt ist es also auch "offiziell".
Und man kann damit rechnen, dass dieses Instrument zum Einsatz kommen wird.

Zwar hat man damit dann zunächst einmal ein Problem gelöst.
Diese Vorgehensweise wird jedoch mittelfristig die Märkte nicht beruhigen können,
es wird lediglich auf Zeit gespielt. Und es werden damit weitere unkalkulierbare Risiken eingegangen.
Das "Finale" wird umso heftiger ausfallen ...

Es ist erbärmlich,
wie die Politik nun versucht, von eigenen Fehlern und Fehlentwicklungen (Staatsverschuldungen) abzulenken,  um den sich anbahnenden Volkszorn in Richtung Finanzmärkte zu kanalisieren ...

Gruß
Flowi
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Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#17889

flowi:

@boersensieger

8
08.05.10 11:42
"Bald kommen andere jetzt noch Geberländer in die Klemme und dann wird die EZB direkt Staatsanleihen aufkaufen. Fertig ist die Hyperinflation."

Das ist die große Frage (Hyperinflation).
Für USA und GB blieb dieser Weg bisher ja weitgehend ohne Folgen.
Frage ist, wann die Chinesen so weit umgeschichtet haben, dass sie die Amis am Seil runter lassen können.
Dann ist Schacht im Schicht, auch in Europa.
Antworten
pitti.platsch:

Der große Ausverkauf

4
08.05.10 12:11
Interessanter Film. Ist gesplittet in 10 Teile auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=2dSCGMbz454

Außerdem lesenswert: Heute Griechenland, morgen wir: http://hinter-den-schlagzeilen.de/2010/05/03/...echenland-morgen-wir/

Auch den Kommentar von BoKa ist beachtenswert.

Allen ein schönes Wochenende!
"Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!" (Erich Kästner)
Antworten
pitti.platsch:

Eilantrag abgelehnt!

6
08.05.10 12:38
Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider und Joachim Starbatty hatten kein Erfolg. War ja auch leider nicht anders zu erwarten, Karlsruhe ist eben weit weitreichenden Entscheidungen doch nur der ausführende Gehilfe der Regierenden und den dahinterstehenden Interessen des Großkapitals.

Zitat:

" Karlsruhe macht Weg für Griechenland-Hilfe frei

8. Mai 2010, 11:20 Uhr

Der Weg für die umstrittenen deutschen Milliardenkredite für Griechenland ist endgültig frei. Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag für einen Stopp der Nothilfen abgelehnt. Die Bundesrepublik stellt Athen in den kommenden drei Jahren Kredite in Höhe von 22,4 Milliarden Euro zur Verfügung.

Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag für einen Stopp der Griechenland-Hilfe abgelehnt. Das teilte das Gericht nach Angaben des Bundesfinanzministeriums am Samstag mit.

Griechenland-Quiz

Fünf Wissenschaftler hatten nach der Verabschiedung des Gesetzes für die Griechenland-Hilfe am Freitag im Bundestag in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde eingelegt. Sie wollten per Eilantrag erreichen, dass das höchste deutsche Gericht die Ausfertigung und den Vollzug des Gesetzes untersagt.
Weiterführende Links

Dies lehnte das Gericht in seiner Entscheidung vom Samstag ab. „Das Bundesverfassungsgericht hat keine hinreichenden Anhaltspunkte, die zu der Annahme zwingen, dass die währungs- und finanzpolitische Einschätzung der Bundesregierung fehlerhaft ist“, heißt es in der Entscheidung. Sollte jetzt eine Einstweilige Anordnung ergehen, die Übernahme der Gewährleistung des Bundes für die Notkredite von bis zu 22,4 Milliarden Euro sich später aber als verfassungsrechtlich zulässig erweisen, „drohen der Allgemeinheit schwere Nachteile“.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) rechnete schon vor der Entscheidung mit einem Scheitern der Klage: „Der Gang nach Karlsruhe wird keinen Erfolg haben“, sagte sie der „Passauer Neuen Presse“. Die Bundesregierung sei der Auffassung, „dass hier weder Eigentumsrechte der Beschwerdeführer noch Demokratieprinzipien durch das Gesetz zur Hilfe für Griechenland verletzt sind“, sagte die Ministerin. Es gehe auch nicht um Hilfen der Europäischen Union, sondern „um bilaterale Hilfen der Euro-Staaten, deren Parlamente darüber selbstständig entscheiden“.
Themen

Deutschland hatte am Freitag das Gesetz, das in den kommenden drei Jahren Griechenland Kredite in Höhe von 22,4 Milliarden Euro zusichert, auf den Weg gebracht. "

www.welt.de/politik/deutschland/...riechenland-Hilfe-frei.html
"Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!" (Erich Kästner)
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biomuell:

Börsensieger, "Gläubigerschnitt"

10
08.05.10 12:40
hinzukommt, dass bei einem partiellen Gläubigerschnitt in Griechenland (30,40 oder mehr %) - ungezwungen oder weil unvermeidlich  - sofort die Bond Yields der anderen PIIGS, besonders in Portugal steigen würden und Portugal ähnlich wie jetzt Griechenland grosste Probleme bekäme bzw. es unmöglich würde, dass sich Portugal am Bondmarkt noch bedienen kann zu einem Zins, der das Überleben ermöglicht.

Auch Portugal "müsste" dann gerettet werden, sonst kannst du die Trümmer der spanischen Banken in den Ebrodelta aufsammeln.  Und die Bond-Yields, selbst bei einer Rettung Portugals, würden dennoch steigen.

Wie wir hier schon lange sagen: das ist nicht nur ein griechisches Problem, sondern ein generelles europäisches Verschuldungsproblem, Struktur- und Währungsproblem.  Dank des grössten Schulden- und Riskentransfers der Privat-, hptsl. Finanzwirtschaft auf die Staaten aller Zeiten hat dieses Verschuldungsproblem eine enorme und von den meisten unvorhergesehene Beschleunigung und Verschärfung in den letzte 2 Jahren erfahren.

Dieses Problem lässt sich längst nicht nur auf Griechenland reduzieren, schön wär's.  Der Bondmarkt hat dies letzte Woche wieder sehr eindrucksvoll gezeigt - und genau das passt Politikern wie Juncker, Sarkozy und anderen so überhaupt nicht in den Plan, dass der Bondmarkt sich nicht von Euro-Politikergefasel beeindrucken und kontrollieren lässt.

Die armen, ohnmächtigen Politiker können im TV sagen was sie wollen: das PIIGS-Fieberthermometer (und neben auch der Goldpreis) zeigen, wie glaubwürdig die Investoren diese Politiker noch halten.  Da verpuffen Stellungnahmen wie ("Spanien ist nicht gefährdet"; "Portugal ist nicht Griechenland"; "...wir werden gegen die €U-Spekulanten vorgehen und sie in die Schranken weisen") wie nichts. Der Bondmarkt ist eben klüger als das Wahlvolk, welches sich zur SchlachtBANK bringen lässt.

Es ist diese Ohnmächtigkeit, dass solche und ähnliche Worte  von Juncker, Zapatero, Baroso, Sarkozy, Merckel, etc den Bondmarkt einfach nicht mehr beschwichtigen können. Das treibt Schweissperlen auf die Stirne dieser Politiker quer durch Europa, weil hier sofort und unmittelbar der (Miss)erfolg dieser Reden an nackten und beinharten Zahen (PIIGS-bond) Yields abgelesen werden kann. Soetwas sind unsere EU-Politiker nicht gewohnt und bisher nicht konfrontiert gewesen. Und der letzte in diese Bunde ist nun Trichet, der die "strengen" Grundsätze aus der Schönwetterzeit über Board wirft und damit die Glaubwürdigkeit der EZB dezimiert.

Dabei kann einem Trichet fast leid tun, denn dumm ist er ganz sicher nicht. Vermutlich hat er gar keine andere Wahl mehr als nun einen nach den anderen Grundsatz über Board zu werfen. Wie gesagt - unsere EU-Granden hinken den Geschehnissen seit Anbeginn der Krise um  mindest 2 Schritte hinterher, und haben bei jeder Entscheidung nur noch die Wahl:

Pest oder Cholera !
Antworten
pitti.platsch:

Wen interessiert schon die Krise?

6
08.05.10 12:43
Die Aschewolke kommt wieder, nach England sperrt auch Spanien wieder den Luftraum. In GB waren, in NRW sind Wahlen, Deutschland schlägt bei der WM die Amis im Eishockey vor Weltrekordkulisse von 77.803, nächste ist Pokalendspiel in Berlin, bald die Fusi-WM, Schumi gibt endlich wieder Gummi, dann ist doch für den Großteil Deutschlands bald Sommerferien...Krise gibts doch eh nur im TV ;-)

Das wichtigste hätte ich fast vergessen, bei uns ist heute lange Shoppingnacht, einkaufen bis zum umfallen, alle Läden bis 24 Uhr geöffnet, na wenn das nix ist.
"Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!" (Erich Kästner)
Antworten
pitti.platsch:

Handelskette famila stellt Zahlungssystem um

5
08.05.10 12:46
Was es nicht alles schon gab: Kunden, die an der Kasse in Supermärkten per Unterschrift mit EC-Karte zahlen wollen, geben eine Einwilligungen zur Weitergabe der Kontodaten ab! Die meisten haben das sicher noch nicht mal mitbekommen was sie da unterschrieben haben.

"Nach einer Klage gegen den Umgang mit Kundendaten vor dem Kieler Landgericht hat die Handelskette famila ihr Zahlungssystem mit sofortiger Wirkung umgestellt. «Wir haben heute in allen Filialen auf PIN umgestellt», sagte Unternehmenssprecherin Bärbel Hammer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir möchten nicht, dass ein Musterprozess gegen uns geführt wird und wir möchten unsere Kunden nicht verunsichern.» Die Handelskette reagierte damit auf eine Klage, die der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen famila eingereicht hatte. Bei dem kritisierten Zahlungsverfahren geben Kunden, die an der Kasse per Unterschrift mit EC-Karte zahlen wollen, Einwilligungen zur Weitergabe der Kontodaten ab."

www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/...gssystem-um.html
"Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!" (Erich Kästner)
Antworten
Minespec:

richtig, d Bondmarkt hat die Hosn an

10
08.05.10 12:54
es soll meiner  Meinung nach getestet werden, wie weit die EZB gehen kann um mit Aufkauf der € Bonds dagegen zu halten. Staatl. garantien der einzelnen Länder können sie vergessen, das ist polit nicht durchzubringen und v D als Mehrheitszahler nicht aufzubringen. D muss sogar schauen,dass seine  Bonds nicht auch noch abverkauft werden. Noch ist vdas nicht so weit. ( jedoch miese Steuereinnahmenerwartung, Gemeinden shortfalls , Massen Alo, die Zahlen der Arb agentur zweifle ich an ! )
Wenn die Spekulanten erkennen, dass Politpuppen der Euro Länder den EZB Dammbau, den" Biber" Trichet vorhat nicht befürworten, gerhen Sie erst Recht zum Totalangriff auf den € vor. Abverkauf d Anleihen und Kapitalabzug aus Europa. ( Folge: Rückfall in schwere Rezession i D, andere Länder wie ES kommen sowieso erst mal nicht aus der Rezession, hieer geht es erst richtig los. Völkerwanderung in Spanien kommt auch noch nach UK usw., war letztes Jahr dor, viele wollen wegen der "Mindestlöhne nach UK " ( lach ) )
Der Kapitalabzug aus Europa hat begonnen, das Kapital wandert langsam aber sicher nach USA.
Nur meine Meinung, kann mich irren.
Antworten
pitti.platsch:

Euro-Länder nehmen Kampf mit Spekulanten auf

6
08.05.10 12:57
Ha ha ha, selten so gelacht. Die verarschen den Bürger nach Strich und Faden. Wollen die doch tatsächlich im Krisenfall Kapital am Kapitalmarkt aufnehmen, um Spekulaten die Luft aus den Segel zu nehmen. Oh man, wie minderbemittelt muss denn bitte sein, um nicht dahinter zu kommen, dass das alles nur heiße Luft ist. Spekulieren verbieten, Zertifikate nicht zulassen, Banken auf ein Normalmaß zurechtstutzen, Transaktionen besteuern etc. aber doch nicht so.

Zitat:

"Die Euro-Länder haben der Spekulation gegen die Gemeinschaftswährung den Kampf angesagt und einen Rettungsmechanismus zur Abwehr von Schuldenkrisen in ihren Mitgliedsländern beschlossen.

Noch vor Öffnung der Finanzmärkte wollen die EU-Finanzminister am Sonntagabend beschließen, dass die Kommission künftig in Krisenfällen am Kapitalmarkt Kredite für strauchelnde Euro-Länder aufnehmen kann. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone stellten bei ihrem Sondergipfel zu Griechenland am Freitag die Diagnose, dass der Euro durch eine ernste Attacke von Spekulanten bedroht wird. Trotz des gerade beschlossenen Milliarden-Kreditpakets für das hoch verschuldete Griechenland gebe es ein hohes Maß an Spekulation, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Euro-Zone müsse sich mit einem Gemeinschaftsinstrument dagegen wehren.

Zwei Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, die viele Beobachter für das Zögern Deutschlands bei der Rettungsaktion für Griechenland verantwortlich machten, musste Merkel sich damit erneut dem Druck der Krise beugen. Noch vor kurzem galt ein EU-Instrument zur Finanzhilfe für Schuldensünder in der Bundesregierung als Tabu.

Die Euro-Länder segneten die beispiellosen Kredithilfen für Griechenland ab, die das Mittelmeerland vor der Pleite bewahren sollen. Griechenland erhält über drei Jahre Beistandskredite von insgesamt 110 Milliarden Euro. Der Internationale Währungsfonds übernimmt davon 30 Milliarden, die Euro-Länder 80 Milliarden Euro. Auf Deutschland als größtes Mitgliedsland der Währungsunion entfallen 22,4 Milliarden Euro. Der Bundestag und der Bundesrat hatten das dafür notwendige Gesetz in dieser Woche im Eilverfahren beschlossen. Griechenland musste sich im Gegenzug zu einem drastischen Sparprogramm verpflichten.

Trotz der Milliardenspritze beruhigten sich die Finanzmärkte jedoch nicht, was zu hektischen Telefonkonferenzen der G7-Finanzminister sowie der Europäischen Zentralbank mit den Banken führte. Merkel hatte noch am Mittag mit US-Präsident Barack Obama über die Lage in Europa beraten und sich seiner Unterstützung versichert. Unter den Euro-Ländern und an den Finanzmärkten wächst die Furcht, dass auch andere schwächelnde Partner-Länder wie Portugal und Spanien durch rapide steigende Zinsen auf ihre Staatsanleihen in den Schuldenstrudel geraten könnten. Weltweit brachen die Kurse an den Aktienmärkten ein."

de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE64700220100508
"Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!" (Erich Kästner)
Antworten
biomuell:

Zustimmung, Minespec zu 17986

9
08.05.10 13:04
volle Zustimmung zu deiner mittelfristigen Einschätzung. Langfristig aber fürchte, dass auch die Wahl  USD oder EURO eine Wahl zwischen Pest und Cholera ist.

Beide grossen Wirtschafftsräume kranken, es ist meiner Meinung daher nur eine Frage der (Inkubations)zeiten, wann es hier oder eben in den USA einen grossen Bond/Währungscash geben wird. Sieht jetzt echt so aus, als wäre Europa zuerst an der Reihe. Die Währungen und Bonds sahen das jedenfalls zuletzt so.

Weil der Wechselkurs zwischen USD und Euro aber nur das RELATIVE Verhältnis zwischen zwei (Fiat)-Währungen mit wachsenden Problemen darstellt, diversifizieren wir ja auch stark in die "Meta-währung Gold" (Zitat, Wawidu aus dem US-BT)
Antworten
pitti.platsch:

US-Banken zahlen 1,4 Milliarden Dollar an

5
08.05.10 13:32
britischer Bonussteuer

Zitat:

"Die britische Bonussteuer kommt US-Banken teuer zu stehen.

Auf drei der größten US-Institute entfallen bislang 1,4 Milliarden Dollar (rund 950 Millionen Pfund). Damit bestätigt sich, dass die britische Regierung mit der Steuer auf Milliardeneinnahmen hoffen kann und die ursprünglichen Einnahmeschätzungen von 550 Millionen Pfund deutlich übertroffen werden.

Die Bank of America rechnet mit Abgaben von 465 Millionen Dollar, wie aus Unterlagen an die US-Börsenaufsicht zum ersten Quartal am Freitag hervorging. Die Citigroup wies in ihrem Zwischenbericht für das zweite Quartal 400 Millionen Dollar aus. Die Investmentbank Goldman Sachs hat mehr 600 Millionen Dollar vorgesehen. Morgan Stanley und JPMorgan Chase haben ihre Belastungen noch nicht offengelegt.

Als erstes Institut hatte im Februar die Deutsche Bank veröffentlicht, dass sie mit Kosten von 225 Millionen Euro rechnet.

Die Regierung in London will mit der Abgabe exzessive Boni verhindern. Deren Verknüpfung mit kurzfristigen Zielen gelten als eine Ursache für die Finanzkrise. Großbritannien erhebt daher eine 50-prozentige Steuer auf Prämien über 25.000 Pfund."

de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE64701A20100508

Davon wird die Welt zwar auch nicht gerettet, aber das zeigt eigentlich, dass es auch Möglichkeiten gibt den Staatshaushalt nicht nur durch Steuersenkungen kaputt zu sparen. Und ist eine der Banken wegen den paar läppischen Milliönchen aus London abgezogen? Also wer brüllt eigentlich immer, dass nationale Alleingänge keine Sinn machen und sofort tausende hochmobiler Experten an einen anderen Ort der Welt ziehen? Diese Menschen haben auch sowas wie Familie, sich häuslich eingerichtet, so schnell können gar nicht neue Glastüme samt technischer Infrastruktur in Frankfurt oder Madrid hochgezogen werden. Alles immer nur Rauschen im Walde.
"Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!" (Erich Kästner)
Antworten
Geierwilli:

Ich habe mir gedacht ....

2
08.05.10 13:38
wenn man zurzeit kaum noch was Goldiges auf die Schnelle bekommt, wie wär's mit Bilder ansehen:

www.mybullion.net/Goldbarren.html


"Kampf ohne Gnade"
Dramatische Nachtsitzung zur Euro-Rettung

Zitat:
.....Die Euro-Staaten haben sich über Nacht auf eine Notoperation zur Rettung der Gemeinschaftswährung verständigt. Die Staats- und Regierungschefs vereinbarten, noch vor Börsenauftakt am Montag einen Krisenmechanismus in Kraft zu setzen. Spekulanten gegen den Euro sollen "ohne Gnade bekämpft" werden. Die Euro-Zone soll zudem reformiert werden......

aus: www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/...8,693714,00.html

Schönes Wochenende für alle. Wir werden uns heute nicht mehr sehen in Postingform, da einer Einladung folgend, leider mit ein paar hundert Kilometer verbunden, folgender Speiseplan auf der abendlichen Einladungsagenda steht.

Ich will es euch verraten, so stand's in der Einladung von Goldbugs im familären Kreis der Resthanseln im hessischen Raum. Nachdem sie durch ständiges Einwirken meinerseits in der Vergangenheit so preiswert eingekauft haben, wollten die Einladenden sich mal revanchieren. Es gibt eben noch Dankbarkeit (..)

Menue-Karte:

Spargelcremesuppe
Vorspeisen

Rosa gebratenes Rastbeef mit hausgemachter Remouladensauce
Serano-Schinken auf Melonenschiffchen
Geräucherte Flugentenbrust mit Sauce Cumberland

Fischplatte      Räucherlachs

                       Graved Lachs (hausgebeizt)

                       Geräuchertes Forellenfilet

                       Garniert mit Eiern gefüllt mit Ketakaviar

Salate
Frischer Blattsalat mit zwei Dressings
Rohkostplatte
Tomaten-Mozarella mit frischem Basilikum

Hauptgerichte

Medaillons vom Schweinefilet an feiner Rotweinjus
Hähnchenbrustfilet in Champignonrahmsauce
Große Gemüseauswahl mit frischem Stangenspargel und Sauce Hollandaise
Butter-Nuß-Kartoffel
Kartoffelkroketten
Kräuterreis

Dessert
Bayrisch Creme mit frischen Erdbeeren
Exotischer Obstsalat
Mousse au Chocolat

Also denn tschüss bis morgen Abend - vielleicht .....
Wer sich ein ungedecktes Papiergeldsystem leistet, muss mit der Konsequenz dessen Expansion und seines zwangsläufigen Untergangs, durch Zwangs-Entschuldung leben. GOLD IST IMMER EINE WÄHRUNG!
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