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Der USA Bären-Thread


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wawidu:

@TurboLuke - # 22588

6
01.06.08 21:02
Ich will mal versuchen, die Sache mit dem BXD Index einigermaßen verständlich zu erläutern:

$BXD (INDU), $BXM (SPX) und $BXN (NDX) sind Indizes der CBOE. Dies deutet schon an, dass sie für Big Boys geschaffen wurden, und zwar für solche mit großen Aktienbeständen, die diese durch das Schreiben von Call Optionen (Stillhaltergeschäfte) optimieren möchten. Diese Indizes basieren auf hypothetischen Körben von Aktien des INDU, des SPX bzw. des NDX unter Einschluss der Dividenden und der Prämien für die Call Options. Die "BuyWrite"-Strategie ist für Seitwärts- und fallende Märkten geeignet. Auf alle drei Indizes existieren auch ETFs. Z.Z. bietet diese Strategie in Bezug auf den INDU und den SPX eine bessere Performance als der Kauf von DIAs bzw. Spyders, nicht jedoch in Bezug auf die QQQQs.

Der langfristige Ratiochart $BXD:$INDU lässt in den Phasen Anfang 2000 bis Anfang 2003 und seit Oktober 2007 den Vorzug dieser Strategie erkennen.

   
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metropolis:

smartinvestor wird endlich "Smart"

8
01.06.08 21:29
Smart Investor Weekly27.05.2008, 17:19  
Wird die Lage gesund geredet? - Lassen wir uns überrraschen

Man sollte sich nicht täuschen lassen. Vermutlich steht den Börsen mehr als nur ein reinigendes Sommergewitter bevor.

Der Markt ist angeschlagen
Was vor einigen Wochen nur eine Vermutung war, die sich auf einige chart- wie sentiment-technische Anhaltspunkte stützte, scheint sich nun peu à peu zu bewahrheiten. Die Indizes gehen in den Abwärtsmodus über, nachdem die Argumente der Bullen nach dem Auslaufen der Berichtssaison allmählich in den Kursen eingepreist zu sein scheinen. Klar, die gemeldeten Zahlen und die formulierten Planungen für 2008 lagen größtenteils über den recht niedrigen Erwartungen der Analysten, doch diesen positiven Trend haben die Kurse bereits in den vergangenen Wochen nachvollzogen. Nun wird die Nachrichtenlage zusehends dünner, während wir uns den in dieser Hinsicht eher ereignisarmen Sommermonaten nähern. Dafür treten andere Belastungsfaktoren wieder in den Vordergrund. Allen voran muss der unaufhaltsam steigende Ölpreis, der das Sentiment zuletzt merklich belastete, erneut als Argument für allerlei Schreckensszenarien herhalten (diesem Thema haben wir erst vor wenigen Wochen einen Weekly gewidmet). Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass über die Subprime-Krise, die bis in den März die Börsen in Atem hielt, weit weniger berichtet wird. Doch auch das sollte sich bald wieder ändern. Dabei zeigen die Aktienmärkte bereits wieder alle Ingredienzien eines neuerlichen großen Abwärtsschubes, nämlich „False Break-out“ nach oben und anschließend Trendbruch nach unten (siehe Abb. 1). Brrrrr, schlimmer geht’s nimmer!

Der USA Bären-Thread 4353046

Lage wird gesund geredet
Mit den zuletzt gemeldeten neuen milliardenschweren Abschreibungen hofft manch einer, dass die Subprime-Krise alsbald ganz vom Tisch ist. Sogar Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann äußerte sich zuversichtlich, dass die Branche das Schlimmste bereits überstanden hat: "Wir sind mittlerweile eher am Beginn des Endes als am Ende des Anfangs der Krise", sagte er. Nun mag man sich über Formulierungen trefflich streiten, dass den Märkten aber ausgerechnet aus dieser Ecke weiteres Ungemach droht, halten wir für eine ausgemachte Sache. Es muss einfach eine Korrektur der über die vergangenen Jahre gewachsenen Risikoblindheit einsetzen, die den gesamten Finanzsektor nachhaltig zu einer Verhaltensänderung zwingt. Um abzuschätzen, was für ein großes Rad viele Banken mittlerweile drehen, braucht man sich nur einmal die Bilanz der Deutschen Bank näher ansehen. Dort steht einer Bilanzsumme von über 2 Billionen EUR ein Eigenkapital von gerade einmal 37 Mrd. EUR gegenüber. Der daraus resultierende Hebel von 55 ermöglicht einerseits zwar eine hohe Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital – an dieser Maßgabe will sich Ackermann bekanntlich messen lassen –, andererseits zeigt es, mit welch hohem Risikoeinsatz die Bank operiert. Verwerfungen wie wir sie zu Beginn des Jahres erlebt haben, können da schnell zu einer ernsten Schieflage führen. Mehr zum Thema „Wie die Krise gesund geredet wird“ wird es in der am kommenden Samstag erscheinenden Jubiläums-Ausgabe (5 Jahre Smart Investor) nachzulesen geben.

Insiderverkäufe nehmen zu
Auch etwas anderes macht uns in diesen Tagen zunehmend stutzig. Langten die Firmenchefs und Vorstände Anfang des Jahres beim Kauf eigener Aktien noch kräftig zu, nahm diese Bereitschaft in den zurückliegenden Wochen merklich ab. Auf dem erreichten Kursniveau lässt die Attraktivität für ein Investment offenkundig bereits so sehr nach, dass es sich auszahlt, im größeren Stil Kasse zu machen. So trennte sich Daimler-Aufsichtsratschef Manfred Bischoff von Anteilen im Wert von über 4,6 Mio. EUR, Adidas-Aufsichtsrat Christian Tourres erlöste mit seinem Verkauf 4,4 Mio. und Q-Cells-Finanzchef Hartmut Schüning knapp 2 Mio. EUR. Um Peanuts handelt es sich dabei jedenfalls nicht. Das Verhalten der Insider ist ein weiterer Mosaikstein, der anzeigen könnte, wo die Reise in den nächsten Wochen hingeht. Auf dem aktuellen Kursniveau überwiegen unseres Erachtens eindeutig die Risiken.

Musterdepot
Die Aufnahme unseres DAX-Short-Zertifikats, welches das Depot vorrangig gegen größere Kursverluste unserer verbliebenen Aktienpositionen absichern soll, zahlte sich bereits in den letzten Tagen aus. Während der DAX wieder unter die 7.000 Punkte-Marke rutschte, legte unser Depot sogar leicht zu. Rechnet man zu dem Short noch unsere stattliche Cash-Quote von 44% hinzu, so können wir sehr gelassen die weitere Entwicklung an den Märkten abwarten. Neuengagements stellen wir dabei bis auf weiteres zurück.

Eher denken wir darüber nach, unsere Aktien-Quote nochmals leicht zu reduzieren. Gerade die BayWa-Aktie lieferte zuletzt ein klares Verkaufssignal (s. Abb. 2). Hier drohen sehr wahrscheinlich weitere Abgaben. Ohnehin ist der gesamte Agrarsektor derzeit äußerst anfällig für eine Korrektur, nachdem dort viel spekulatives Geld hinein geflossen ist. Wir verkaufen unsere 300 Stück zur morgigen Eröffnung, betonen aber zugleich, dass dies nichts mit dem Unternehmen zu tun hat. BayWa bleibt auf unserer Watchlist ganz oben und wird schon bald wieder zurückgekauft werden.

Der USA Bären-Thread 4353046


Hinweis auf NKK-Konferenz
Am 2. Juni 2008 findet die 2. Norddeutsche Kapitalmarktkonferenz in Bremen statt: Thema: Mittelstand goes public – Eigenkapitalfinanzierung zu Zeiten von Finanzmarktturbulenzen; ab 16:00 Uhr im Congress Centrum Bremen; Infos unter: www.kapitalmarktkonferenz.de. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei.

Fazit
Es braut sich etwas zusammen, bei dem man am besten von der Seitenlinie aus zuschauen oder sein Depot über eine entsprechende Absicherung wetterfest machen sollte. Wir gehen sogar davon aus, dass in den nächsten Monaten im europäischen Finanzsektor eine „Bombe platzen“ wird. Dazu aber dann mehr im neuen Heft (Rubrik „Das große Bild“), welches in Kürze erscheint.

Ralf Flierl, Marcus Wessel

Quelle: smartinvestor.de

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wawidu:

@AL - # 22591

7
01.06.08 21:47
Diese "unmoralischen" T-Aktionen (TAF u.ä.) der FED ("Tausche Schund gegen Treasuries") scheinen etlichen ausländischen T-Bonds-Haltern bzw. "traditionellen" Nettokäufern wohl ziemlich auf den Senkel zu gehen - siehe Charts von $USB (# 22585), $UST und TLT seit März! Sollte die Entwicklung so weiter laufen, dürften die USA bald ein weiteres ernsthaftes Problem haben: Vertrauensschwund bzgl. Treasuries und daraus resultierend erhebliche Haushaltsschwierigkeiten.

Als langjähriger Investor in US-Treasuries würde ich mir auch die Frage stellen: Wie schlimm muss es um diesen Schuldner bestellt sein, wenn er vermeintliches "Gold" gegen "Blei" eintauscht?  
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metropolis:

Da wird nix eingetauscht

7
01.06.08 22:08
Bei TAF handelt es sich um einen Kredit, für den als Sicherheit "Blei" hinterlegt wird. Ihr vergesst, dass die Krise irgendwann überstanden sein wird und dann das "Blei" wieder "Gold" ist. Die FED überbrückt also nur den Liquiditätsengpass der Banken wobei weder Stuer-Werte vernichtet noch geschaffen werden. Schließlich bleibt der FED nichts anderes übrig, will sie den Bankenkollaps verhindern.

Aber eine Unsicherheit gibt es: den Zeitfaktor. Die Immos werden irgendwann wieder ihren alten Wert besitzen, aber das kann sehr lange dauern. Bis dahin oder zumindest bis sich die Banken bilanztechnisch wieder erholen haben muss die FED stillhalten.

Und da liegt der Hase im Pfeffer: Nehmen wir an, die Immos bleiben SEHR lange unten. Welche Bank möchte dann die hinterlegten Verbriefungen zurückbekommen (und im Gegenzug dafür einen billigen FED-Kredit zurückzahlen müssen)? Das Problem wird also in die Zukunft verschoben. In der Hoffnung, dass es dann weniger Schaden anrichtet. Aber die Banken werden noch sehr sehr lange (weit in die nächste Dekade hinein) leiden müssen.
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metropolis:

Übrigens

5
01.06.08 22:21
Bei der letzten Immo-Depression hat es 10 Jahre gedauert, bis die alten Tops wieder erreicht wurden. Der Immo-Zyklus ist extrem langwellig:

www.weissgarnix.de/?p=85

Das Tief ist damit mitnichten erreicht und die FED muss noch sehr sehr lange Blei gegen Papier annehmen.
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Dreistein:

Interview von Roubini

11
01.06.08 22:31
VDI nachrichten, Düsseldorf, 23. 5. 08, ps

Die amerikanische Wirtschaft, lange Jahre Lokomotive der Weltkonjunktur, schwächelt. Die Immobilienpreise sind eingebrochen, Millionen von Hausbesitzern können ihre Hypothekendarlehen nicht mehr bedienen. Nouriel Roubini, einer der renommiertesten US-Ökonomen, fürchtet eine langdauernde Rezession.

VDI nachrichten: Die Kurse an der Wall Street haben Anfang Mai Jahreshöchststände markiert, die Anleger gehen davon aus, dass in der Kreditkrise das Schlimmste vorbei ist. Zu recht?

Roubini: Nach meinem Eindruck nicht. Ich denke, dass dies eine Zocker-Rally ist, die in einem Bärenmarkt stattfindet. Nach meinem Eindruck wird sich die Konjunktur signifikant verschlechtern. Das bedeutet weniger Jobs, weniger private Nachfrage, weniger Produktion, weniger Einkommen und weniger Firmengewinne. Und das wird an der Börse erneut zu fallenden Kursen führen.

VDI nachrichten: Im ersten Quartal 2008 wuchs das Bruttoinlandsprodukt der USA immerhin um 0,6 %. Ist das keine gute Nachricht?

Roubini: Der einzige Grund, warum die Zahl positiv war, sind unverkaufte Lagerbestände, die 0,8 % zum Wachstum beitrugen. Wenn sie aber die unverkauften Produkte aus der Statistik rausnehmen und nur auf die tatsächlichen Verkäufe schauen, dann sehen Sie, die gingen 0,2 % zurück. Das heißt, es gab bei der Nachfrage einen scharfen Rückgang, wir sind also schon in einer Rezession.

Mehr noch: Fünf Monate in Folge hatten wir Jobverluste im privaten Sektor, und seit vier Monaten beobachten wir Stellenstreichungen bei öffentlichen Arbeitgebern.

VDI nachrichten: Wie lange wird diese Rezession anhalten?

Roubini: Die Wall Street geht von sechs Monaten aus, gefolgt von einer scharfen - V-förmigen - Erholung. Ich bin da pessimistischer, ich glaube, diese Rezession wird zwölf bis 18 Monate dauern, bis ins Jahr 2009 hinein.

VDI nachrichten: Warum sind Sie pessimistischer als die meisten Ihrer Kollegen?

Roubini: Die beiden letzten Rezessionen dauerten jeweils nur acht Monate. Wenn Sie sich aber aktuell den Finanzsektor und die makro-ökonomischen Zahlen anschauen, dann sehen die viel schlechter aus als 1991 oder 2001.

VDI nachrichten: Was meinen Sie damit konkret?

Roubini: Die Immobilien-Rezession verschärft sich derzeit, da ist kein Boden in Sicht. Zweitens hängen die US-Verbraucher in den Seilen, die sind vom vielen Shopping total erschöpft. Sie sparen immer weniger und werden erdrückt von wachsenden Schulden, sinkenden Reallöhnen, Jobverlusten und eskalierenden Ölpreisen.

... weiter unter ...

www.vdi-nachrichten.com/vdi_nachrichten/...text&cat=1&id=38671
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wawidu:

Es ist schon seltsam

7
01.06.08 23:02
Trotz eines Anstiegs um 400 Punkte beim $COMPQ seit März konnte der Index der Nasdaq New Highs-New Lows die Null-Linie im Chart seit Oktober 2007 bislang nicht überwinden. Den Hintergrund dafür sehe ich darin, dass die aktuelle Rallye nur von relativ wenigen Werten (NDX) getragen wird, während die überwiegende Zahl von Werten sukzessiv verfällt.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 166577
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Platschquatsc.:

wawidu die A/D_Linie betätigt deine Vermutung

5
01.06.08 23:44
A/D-Linie sieht ähnlich schwach aus wie im Herbst 2007.
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Der USA Bären-Thread 166578
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Platschquatsc.:

S&P Ausblick

10
02.06.08 00:14
Zu letzter Woche hat sich eigentlich wenig geändert und deshalb nur schnell die Charts.
Erholung kam diese Woche bis zum mittleren BB und kurzfristige Indikatoren ebenfalls wieder gut erholt und Abwärts steht somit nichts im Wege für diese Woche.
Sehr kurzfristig ist vielleicht noch etwas Luft oben bis ca.1410/15 mit guten News und ansonsten oben auf die 200SMA achten und unten als Ziele die Gaps bei 1365 bzw. 1335.
Stimmung/Sentiment hat sich diese Woche teilweise deutlich eingetrübt je nach Quelle aber die Kurserholung in der abgelaufenen Woche sollte einiges von der bärischen Stimmung bereits wieder "neutralisiert" haben.
Das PCR ist weiterhin sehr bullisch.
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 166579
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wawidu:

@metro - # 22605

5
02.06.08 00:29
"Die Immos werden irgendwann wieder ihren alten Wert besitzen."

Auf welcher Ebene siehst du wohl den "alten Wert"? Derzeitig oder in früheren Phasen?
Bzgl. der US-Home-Preise existieren zwei unterschiedliche Berechnungen: a) Average Price und b) Median Price. Beim Average Price, der deutlich höher liegt als der Median Price, fallen die hochpreisigen Häuser erheblich stärker ins Gewicht als die niedrigpreisigen. Doch diese lassen sich z.Z. am schlechtesten verkaufen. Der Median Price, der auch dem CASE/SHILLER INDEX zugrunde gelegt wird, bietet wohl ein realistischeres Bild der Lage.
Im Anhang zeige ich den logarithmischen Chart des Median Home Price seit den 1970ern.

In einem Folgeposting werde ich noch einen kurzfristigeren Chart liefern.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 166580
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wawidu:

US-Hauspreise kurz- bis langfristig

 
02.06.08 00:48
Ein signifkantes Unterschreiten der Unterstützungslinie im angehängten Chart dürfte auf ein "großes Top" hin deuten. Ich werde diesbezüglich die Augen offen halten.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 166584
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louisaner:

Aktuelles - der letzten 24 Stunden

4
02.06.08 08:30

Fed bietet Wall Street Dauerhilfe www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...%20Dauerhilfe/362211.html

 

Spaniens Wirtschaft bricht zusammen

www.welt.de/wirtschaft/article2055845/..._bricht_zusammen.html

 

www.net-news-global.de/

diesistkeineaufforderungzuirgendetwas
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TurboLuke:

Finanzmärkte

7
02.06.08 09:44

Wochenend-Wellenreiter vom 31. Mai 2008
Finanzmärkte: Aus welcher Ecke droht die Gefahr?


Licht am Ende des Tunnels, das Schlimmste ist vorbei, die Erholung steht bevor: Solche Aussagen bezüglich der Finanzkrise waren Anfang Mai von Joseph Ackermann (Deutsche Bank), Klaus-Peter Müller (Commerzbank), Hank Paulson (US-Finanzminister), Jamie Dimon (JP Morgan Chase) sowie von der Bank of England zu hören. Auf dem nächsten Chart synchronisieren wir diese Aussagen mit dem Marktgeschehen. Auf dem Chart ist die relative Performance der US-Banken zum S&P 500 dargestellt. Der USA Bären-Thread 4353722Der schwarze Pfeil deutet auf den Zeitpunkt, an diesem die oben zitierten Aussagen publiziert wurden. Mittlerweile hat die Ratio der Banken zum S&P 500 ein neues Verlaufstief erreicht. Muss man nicht annehmen, dass die Banken gegenüber dem Rest des Marktes relative Stärke zeigen, sobald die Finanzkrise überwunden wird? Die Märkte sprechen eine deutliche Sprache: Die Finanzkrise ist noch nicht vorbei; es droht weitere Gefahr.Aber warum? Die Bonitätsrisiken für Unternehmenskredite haben sich doch in jüngster Zeit verringert. Und die durch Libor und Euribor vorgegebenen Zinskonditionen für das Verleihgeschäft der Banken untereinander haben sich stabilisiert. [Anm.: Naja, der Euribor ist seit einigen Wochen fast unverändert, aber er steht bei 4,8%. Wie man sowas positiv werten kann ist mir ein Rätsel] Man könnte tatsächlich argumentieren, dass das Schlimmste vorbei sei.Doch nicht alle Probleme der Finanzinstitute gären an der Oberfläche. Trotz der Erholung an den Märken seit März hängt das Damoklesschwert eines Zusammenbruchs von so genannten „Anleihenversicherern“ weiter über den Märkten. Anleihenversicherer wie die US-Unternehmen MBIA oder Ambac sind eine Art Rückversicherer für die Finanzbranche. Bekommen sie selbst Probleme, schlägt dies auf den gesamten Finanzmarkt durch. Insgesamt versichert die Branche laut Schätzungen Anleihen im Wert von etwa 2,4 Billionen Dollar. Allein Branchenführer MBIA steht für 670 Milliarden Dollar kommunaler Anleihen und von „Asset Backed Securities“ (ABS) gerade. Die Branche hatte sich lange auf die relativ risikoarme Garantie für Anleihen von Kommunen und Ländern konzentriert, stieg in den letzten Jahren aber massiv in das Geschäft mit riskanten Anleihen ein. Ein Blick auf den Chart von Branchenführer MBIA zeigt, dass das Panik-Niveau vom Januar bereits wieder getestet wird.Der USA Bären-Thread 4353722Am Freitag hatte die Rating-Agentur Fitch einen Anleiheversicherer französischen Ursprungs, der auf dem US-Markt aktiv ist (CIFG), auf „Junk“ herabgestuft und das Insolvenzrisiko besonders betont. CIFG versichert laut Bloomberg Anleihen im Wert von 95 Mrd. US-Dollar.Fazit: Die Schwäche der Finanzbranche im Vergleich zum breiten Markt ist auffällig. Die Ecke, aus der Gefahr droht, ist diejenige der Anleihenversicherer. Die US-Zentralbank ist in die Aktivitäten zur Rettung der Anleihenversicherer involviert. Genauso wie eine Insolvenz des US-Brokers Bear Stearns aufgrund der Verquickung der Finanzbranche untereinander ein systematisches Risiko aufgeworfen hätte und deshalb unbedingt zu vermeiden war, würde die Insolvenz eines großen Anleihenversicherers die Finanzbranche in ihren Grundfesten erzittern lassen. Auch in diesem Fall wird die Fed viel Kreativität an den Tag legen müssen.Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest
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Anti Lemming:

# 22601 - Details zur "Buy-Write Strategie"

7
02.06.08 10:24
Was Wawidu in # 22601 schreibt, ist richtig, aber wohl noch nicht ganz allgemein-verständlich. Hier mal eine längere Zusatzerklärung:

Leute aus dem Forum kennen meist nur Aktien, Optionsscheine, Knock-outs und evtl. noch Discount-Zertifikate - viel mehr wird von den meisten dt. Online-Brokern dem Allgemeinpublikum auch gar nicht angeboten.

Bei der Buy-Write-Strategie geht es nicht um Optionsscheine, sondern um "richtige" Optionen. Solche Optionen werden (im Gegensatz zu den darauf basierenden Optionsscheinen, die Emissionsbanken rausgeben - zu teils recht willkürlichen Kursen und Konditionen) nur an den großen Terminbörsen wie Eurex oder CBOE gehandelt. Gehandelt werden Optionen in Kontrakten, wobei 1 Kontrakt = 100 Aktien entspricht.

Optionen haben im Gegensatz zu Optionsscheinen recht klare Konditionen. Es gibt sie als Longs (dann heißen sie Calls) oder als Shorts (dann heißen sie Puts).


1. Beispiel: Kauf eines Microsoft-Calls mit Basis 30 Dollar und Fälligkeit im Oktober:

Wenn ich z. B. annehme, dass die Microsoft-Aktie am Verfallstag im Oktober 2008 deutlich über 30 Dollar stehen wird (aktuell: 28,30), könnte ich jetzt 1 Kontrakt Calls mit Fälligkeit im Oktober 2008 und einem Basispreis von 30 Dollar kaufen.

Dieser Kontrakt kostet zurzeit 1,17 Dollar

bigcharts.marketwatch.com/quickchart/...0&time=8&bars=1&bars=3

wobei dies mit 100 multipliziert werden muss. Sprich: Ich kaufe diesen Kontrakt für 117 Dollar. Dieser Kontrakt gibt mir das Recht (aber nicht die Pflicht), die 100 MSFT-Aktien am Verfallstag zu 30 Dollar zu erwerben. Würde MSFT am Stichtag bei 35 Dollar stehen, wäre dieser Kontrakt 500 Dollar wert (Differenz von 35 Dollar tatsächlicher Kurs und Basispreis von 30 Dollar = 5 Dollar x 100 Stücke). Die CBOE würde die Option, da sie "im Geld" aus, automatisch ausüben (je nach Broker) und die 500 Dollar dem Konto gutschreiben. Der Einsatz von 117 Dollar hätte sich dann mehr als vervierfacht.

400+ % in ein paar Monaten sind ein Traumgewinn. "Die Sache" hat freilich auch einen Haken: Falls MSFT am Stichtag unter 30 Dollar (dem Basispreis) notiert, wird die Option wertlos, und die 117 Dollar sind verloren. Das Recht, MSFT für 30 Dollar zu kaufen, bleibt einem natürlich erhalten, aber es bringt einem nichts, wenn MSFT z. B. bei 28 Dollar steht. Der Einsatz ist daher futsch, der Verlust beträgt 100 % (eben diese 117 Dollar).

100 % Verlust ist zwar herbe, aber "überschaubar". Mehr als diese 117 Dollar kann man nicht verlieren. Hätte man stattdessen 100 MSFT-Aktien direkt gekauft, was aktuell 2830 Dollar kostet, und würde MSFT im Oktober bei 25 Dollar stehen, hätte man 330 Dollar Buchverlust - mehr als das Doppelte der obigen 117 Dollar. Vorteil: Man kann das aussitzen, evtl. erholt sich MSFT wieder. Nachteil: Dafür gibt es keine Garantie. Manche Klitschen (z. B. Evotec, GPC Biotech usw.) fallen "ohne Ende", und bei 90 % Kursrückgang (bei MSFT sehr unwahrscheinlich) hätte man von den 2830 Dollar bereits rund 2550 "in den Sand gesetzt". Dies zeigt, dass Optionen auch Risiken begrenzen können. Richtig eingesetzt sind sie daher eine konservative Anlage.


2. Beispiel: Kauf eines Microsoft-Puts mit Basis 28 Dollar und Fälligkeit im Oktober

Wenn ich in obigen Beispiel davon ausgehe, dass MSFT im Oktober deutlich unter dem jetzigen Kurs von 28,30 Dollar steht, dann kann ich davon mit Kauf eines Puts profitieren.
Kaufe ich z. B. den Put mit Basis 28,00 Dollar und Fälligkeit im Oktober (Preis für 1 Kontrakt aktuell: 174 Dollar) und stünde MSFT dann bei 25 Dollar, erhielte ich 300 Dollar ausgezahlt, was immerhin knapp einer Verdoppelung entspricht. Auch bei Puts gibt es natürlich das Risiko des wertlosen Verfalls, der sich ergibt, falls MSFT im Okt. über dem Basispreis (hier: 28 Dollar) notiert.

In beiden Fällen ist ein "Beschiss" seitens des Emmis (bei Optionsscheinen ja sehr verbreitet) ausgeschlossen, da die Konditionen mit dem jeweiligen Basispreis klar definiert sind und der MSFT-Kurs am Stichtag ebenfalls eindeutig einsehbar ist.


3. Beispiel: Call-Write-Strategie = Leerverkauf (Shorten, "Schreiben") eines Micosoft-Calls mit Basis 30 Dollar und Fälligkeit im Oktober

An den großen Terminbörsen wie Eurex/CBOE - und nur da) - kann man bei den Optionen auch "die andere Seite" einnehmen (bei Optionsscheinen geht das nicht). Wenn ich mir z. B. sicher wäre, dass MSFT im Oktober unter 30 Dollar steht, könnte ich den Call aus dem 1. Beispiel "leerverkaufen" bzw. "shorten" (auch "schreiben" bzw. "write" genannt). Ich würde dann beim heutigen Verkauf dieses Calls die 117 Dollar für diesen 1 Kontrakt auf meinem Konto gutgeschrieben bekommen. Damit übernehme ich die Verpflichtung, "der anderen Seite" (dem Käufer des Calls) das Geld zu geben, falls MSFT steigt. Würde MSFT im Extremfall im Oktober bei 40 Dollar stehen, müsste ich als Stillhalter (= Shorter) dieses Calls "der anderen Seite" 1000 Dollar auszahlen. De facto kostet mich dies dann 1000 Dollar (Auszahlung) minus 117 Dollar (Prämieneinnahme) = 883 Dollar, da der Zeitwertverlust bis zur Fälligkeit in meine Tasche arbeitet und ich die 117 Dollar beim aktuellen Verkauf ja auch tatsächlich im Voraus erhalte. Nichtsdestotrotz läge der Verluste beim rund sechsfachen meines Einsatz - ein schlechter Deal. Calls zu shorten ist daher ziemlich riskant. Relativ kleinen Prämieneinnahmen stehen theoretisch unendlich hohe Verluste bei Anstiegen der Aktie entgegen.

Anders sieht die Sache aus, wenn MSFT am Stichtag im Oktober unter 30 Dollar steht. Dann gehören die beim Shorten des Calls vereinnahmten 117 Dollar Prämie mir, die Gegenseite geht leer aus. Der Zeitwertverfall bis Oktober kommt also voll dem Stillhalter (mir) zugute.

(Auch Put-Kontrakte lassen sich leerverkaufen, was bei Anstieg der Aktien zu obiger Prämieneinnahme führt - freilich ebenfalls bei vollem Abwärtsrisiko: Würde die Aktie stark fallen, sieht der Stillhalter eines Puts buchstäblich alt aus. Einen Put zu shorten ist allerdings nicht riskanter, als im Underlying long zu sein!)


4. Mittelding: Covered-Call-Strategie (auch Buy-Write-Strategie genannt)

Um das Risiko im 3. Beispiel bei Anstieg von MSFT über 30 Dollar komplett rauszunehmen, bietet sich die Buy-Write-Strategie an. Ich kaufe dazu heute zu 2830 Dollar 100 MSFT-Aktien und verkaufe gleichzeitig leer 1 Kontrakt der 30 Dollar-Calls für Oktober 2008 dagegen.

Steht MSFT im Oktober unter 30 Dollar, habe ich die 117 Dollar aus dem Shorten des Calls definitiv verdient, der Call-Käufer (meine Gegenseite) geht leer aus. Steht MSFT hingegen bei 35 Dollar, muss ich dem Call-Käufer meine 100 Aktien zu 30 Dollar geben. Da ich sie zu 28,30 (aktuell) gekauft habe, verdiene ich an den 100 Aktien dann lediglich 170 Dollar Kursgewinn (3000 minus 2830 EK) plus die 117 Dollar aus dem Leerverkauf der Calls, also zusammen 287 Dollar. Stiege MSFT auf 40 Dollar, würde dasselbe gelten, die 287 Dollar sind daher der maximale Gewinn aus dieser Position. Damit ist das "Aufwärtsrisiko" beim Shorten des Calls zu 100 % abgefangen.

Freilich schützt der Leerverkauf des Calls nicht vor Kursverlusten mit der Aktien selbst. Fiele MSFT bis Oktober auf 25 Dollar, so hätte ich zwar die 117 Dollar aus dem Shorten des Calls "verdient", gleichzeitig aber mit der Aktie selbst 330 Dollar Buchverlust erlitten. Die tatsächlichen Verluste sind nun nur etwas niedriger (330 - 117 = 213 Dollar). Vorteil: Dieses Spielchen kann ich beliebig häufig wiederholen. Ich kann also im Oktober die Januar-2009-Calls gegen die Aktien leerverkaufen und würde bei Seitwärtsbewegung wiederum profitieren.

Dies macht auch die von Wawidu genannte Index BXM. Er zeigt die Performance, die sich mit Buy-Write-Strategien auf den SP-500 ergibt. Im Chart unten sieht man deutlich, dass der BXM den SP-500 im letzten Jahr deutlich ausperformt hat (das galt auch im letzten großen Bärenmarkt von Frühjahr 2000 bis Frühjahr 2003).

Nachdem ich dies hier nun alles detailliert beschrieben habe, frage ich mich, ob das WIRKLICH besser verständlich ist als das, was Wawidu schrieb... ;-))

Wie auch immer, vielleicht wird der Eine oder Andere daraus schlau.



Es gibt auch viele Langzeit-Long-Aktionäre, die ihre Depot-Erträge in Seitwärtsmärkten mit Hilfe der Covered-Call-Strategie (bzw. "Call-Writing") aufpeppen. Das hat teils auch steuerliche Vorteile, weil man ja die Aktien selber (weiter) hält und nur auf die vereinnahmten Prämien Steuern (Veräußerungsgewinn) zahlen muss.



CHART: BXM zeigt relativ zum SP-500 im letzten Jahr eine klare Outperformance:
(Verkleinert auf 85%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 166619
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obgicou:

Aus einem Artikel zu SUV-Walk Aways

7
02.06.08 11:26

lachen oder weinen?

wallstreetexaminer.com/blogs/mantle/

While most underwater SUV owners don’t opt to burn up their vehicles, or trash them and turn in the keys, virtually everyone agrees the government should do something to stem the rising tide of repo’d SUV’s.  “Nobody wins when car prices decline,” explained auto industry analcyst Red Buttler.  “Spending billions of taxpayer dollars to prop up SUV prices just makes good sense; it’s clearly the right thing to do.”  

Already some local governments are taking action.  In Stipend City, Pennsylvania, public school teachers are being given $15,000 tax-free grants to help with the purchase of their first luxury SUV.  And Californica public union employees can now apply for subsidies of up to 50% off the price of their own spiffy new show cruisers.  Of course any private sector workers who apply are told to go straight to hell.  National Association of SUV Owners spokesman Willy Lieman is confident that as long as government assistance continues, the SUV market will soon turn around.  “Owning their own luxury SUV is still the single biggest and smartest investment most Americans will ever make in their lifetime.  The good news is we think by the end of this year prices will resume their normal trajectory of 12% to 15% annual increases.”

Antworten
Anti Lemming:

Warum kauft die Fed

7
02.06.08 11:36
den Amis keine SUVs (Sport Utility Vehicles), um den Konsum anzukurbeln? Man könnte ja Lose ziehen lassen ("Lose for losers").

Dann käme wenigstens mal Leben auf die Straße und nicht nur immer mehr Altpapier in den Fed-Keller.
Antworten
Anti Lemming:

Britische Bausparkasse schockt Aktionäre

7
02.06.08 11:45
Britische Bausparkasse schockt Aktionäre

Die Bausparkasse Bradford & Bingley schlittert immer tiefer in die Krise. Das Institut senkte den Emissionspreis für seine Kapitalerhöhung von 82 auf 55 Pence je Aktie. Die Papiere brachen ein - ebenso wie Anteile anderer britischer Bankaktien.



Bradford & Bingley ist der größte britische Baufinanzierer für Miethäuser und hat wie kaum eine andere Bank unter der Krise auf dem englischen Immobilienmarkt zu leiden. Am Sonntagabend hatte das Institut den Einstieg des Finanzinvestors Texas Pacific Group (TPG) vermeldet. Die Amerikaner zahlen allerdings nur 179 Mio. Pfund (227. Mio Euro) für ihren 23-Prozent-Anteil - deutlich weniger als ursprünglich erwartet.

Der Kaufpreis für TPG entspricht 55 Pence je Aktie. Noch vor wenigen Wochen hatte Bradford & Bingley (B&B) angekündigt, bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien für 82 Cent je Anteilsschein auszugeben. Die Londoner Börse reagierte am Montag geschockt auf die Meldung - zumal B&B zugleich noch eine Gewinnwarnung aussandte: Nachdem die Papiere zunächst vom Handel ausgesetzt waren, verloren sie bis zu einem Drittel an Wert. Am späten Vormittag notierte das Papier gut 20 Prozent im Minus bei 70 Pence. Vor einem halben Jahr war die Aktie noch mehr als 300 Pence wert.....

mehr hier:
www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...E4re/363227.html
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obgicou:

was mir erst jetzt aufgefallen ist

2
02.06.08 11:51

explained auto industry analcyst Red Buttler.

demnächstim Kino: SUV-Prices, gone with the wind ;-)
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astrid isenberg:

metro,. AL ist zu intelliegent für die börse......

8
02.06.08 12:00
also, intelligenz ist sicher eine gute voraussetzung für alle lebenslagen , auch für die börse...wie ihr wisst,  unter scheiden wir ja  zwischen therotischer intelligenz und pragmatischer, die mischung aus beiden macht es...die kopflastigkeit kann zum problem werden, kenne ich von mir selbst...also am besten beides  und AL ist ja lernfährig wie wir sehen....kopf hoch und einfach weitermachen, mit vorsicht.....in diesen beschwerlichen zeiten...flexibilität ist angesagt...
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Ischariot MD:

soll ja kein Rohstoff-Thread werden,

6
02.06.08 13:37
aber als möglicher "Rezessionsindikator" mitteilenswert:

Kupferpreis bricht weiter ein

Rohstoffe-Go - London 02.06.08 (www.rohstoffe-go.de)
Der Kupferpreis rutscht heute in London weiter ab. Der preis wird vor allem vom langsameren Wachstum der Nachfrage in China unter Druck gesetzt. Die Nachfrage dort wuchs nur um 1,2 Prozent in den ersten vier Monaten, verglichen mit 39 Prozent Wachstum im Vorjahreszeitraum.

Ein Analyst der australischen Macquarie Bank sagte gegenüber Bloomberg, dass die chinesischen derzeit ihre Lager leeren. China kaufe immer bei Preisschwäche und verkaufe bei hohen Preisen. (???????? Isc.)

In London verliert die Tonne Kupfer derzeit 1,2 Prozent auf 7.837 USD
www.finanzen.net/nachricht/Kupferpreis_bricht_weiter_ein_734618
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wawidu:

AMBAC

9
02.06.08 13:48
- going to hell - aktuell bei 3,13 $.
Der USA Bären-Thread 166636
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Ischariot MD:

Inflation ahead ? (cont'd)

6
02.06.08 14:03

ftd - Das Kapital - erwartet zunehmende Inflation, falls die Rezession oder Wachstumsverlangsamung nur kurz ausfallen sollte. 
(Isc.: Im anderen Fall, hier mehrfach andiskutiert, würden wohl eher desinflationäre Tendenzen überwiegen)

Destabilisiert ist das System so oder so

Die Zentralbanken sollen sich bloß nicht gegen die importierte Inflation stemmen, sagen jene Volkswirte, die immer eine Ausrede für billiges Geld parat haben. Dabei ist klar, dass der Spielraum für Lohnerhöhungen im Westen größer werden wird.

Ganz klar: Niedrige Inflation bedeutet weniger Unsicherheit über die Zukunft, und sinkende Risikoprämien haben höhere Aktienpreise zur Folge, so Alan Greenspan in seinen Ausführungen zum irrationalen Überschwang 1996. Das könne man schön an der umgekehrten Relation zwischen KGV und Inflationsrate in der Vergangenheit ablesen.

Richtig. Und insofern ist wiederum klar, dass an den Aktienmärkten keine Angst vor Inflation herrscht. In Europa kosten die nichtfinanziellen Firmen den 15-fachen Gewinn von 2007 - was angesichts der Spitzenmargen einem "normalisierten" KGV von mehr als 20 entspricht. Die Überlegung kann daher nur wie folgt lauten: dass der derzeitige Inflationsdruck nach ein paar Quartalen schwachen Wachstums in den Industrieländern passé ist, während sich die Konjunktur spätestens 2009 stabilisiert. Denn selbst die Aktienanleger wissen ja, dass ein Wachstum unterhalb des Potenzials kein stabiles Gleichgewicht darstellt, weil es Arbeitslosigkeit und Pleiten bewirkt - und einen Einbruch der Gewinne natürlich.

Tatsächlich wird der Preisanstieg für Lebensmittel, Energie, Agrarrohstoffe, Eisenerz, NE-Metalle oder Transport jedoch erst der Anfang sein, falls (!) sich die Wirtschaft in den Industrieländern wie erhofft berappelt. Denn die Globalisierung wirkt längst nicht mehr disinflationär. Da, wo die größten Vorteile winken, ist die Auslagerung von Produktion in Schwellenländer nämlich längst erfolgt. Selbst ohne Öl steigen die deutschen Importpreise seit drei Jahren. Im April lagen die "Kernimportpreise" um 1,5 Prozent über dem Vorjahr - bei einer Euro-Aufwertung von acht Prozent.

Inflation - kein Hirngespinst

Mit der ausufernden Inflation ziehen derweil die Löhne in den Schwellenländern empfindlich an, womit die Importpreise im Westen noch stärker zunehmen werden - und mit ihnen letztlich die Löhne (Zweitrunde). Dass für Öl, das vor zehn Jahren für 10 $ je Fass zu kaufen war, inzwischen Grenzkostenschätzungen von 75 $ kursieren, hat nicht zuletzt auch mit den Löhnen von Technikern/Geologen und den Wareneinsatzkosten zu tun.

Und zur Erinnerung: An dem für eine Inflation notwendigen Geldüberhang soll es nicht scheitern. Von der Geldbasis bis hin zu M3 sind die Geldmengen im Euro-Raum, in den USA, in Japan und in China über die vergangenen zehn Jahre um 56 bis 90 Prozentpunkte schneller gewachsen als das nominale BIP. Bis auf den Euro-Raum, der einen realen Leitzins von läppischen 0,4 Prozent aufweist, liegen die Leitzinsen unter der Inflation - von den Exzessen in den Rohstoffländern gar nicht zu reden.

Dass der Vorleistungslieferant Dow Chemical mit einem Umsatz von 54 Mrd. $ die Preise um bis zu 20 Prozent anheben will, spricht Bände. Jene Volkswirte, die ständig eine lockere Geldpolitik im Westen gepredigt haben und den Zentralbanken nun raten, sich bloß nicht gegen importierte Inflation zu stemmen, kann man da kaum noch ernst nehmen. Denn hätte sich die Leistungsbilanz der Schwellenländer auch dann binnen zehn Jahren um rund 700 Mrd. $ verbessert, wenn die westlichen Zentralbanken nicht massiv auf die Tube gedrückt hätten? Und würden die Schwellenländer auch dann derart brummen, wenn sie keinen Leistungsbilanzüberschuss von 4,2 Prozent des BIP aufweisen würden? Und haben die Notenbanken nur auf die Preise von Klamotten oder Elektrowaren zu achten, nicht aber auf das für deren Fertigung erforderliche Öl oder die zur Ernährung der fleißigen asiatischen Arbeiter benötigten Nahrungsmittel?

Im Widerstreit

Wenn überhaupt, wird die hässliche Fratze der Inflation nur deshalb so schnell nicht sichtbar, weil die monetäre Überflutung wie immer auch Kapitalfehlallokation und Überschuldung heraufbeschworen hat, die mit dem Platzen der diversen Vermögenspreisblasen nun mit voller Wucht zurückschlagen. So stagniert der mitunter als Frühindikator für die US-Inflation angeführte Wertschöpfungsdeflator der nichtfinanziellen US-Kapitalgesellschaften wegen der schwachen Inlandsnachfrage seit vier Quartalen. Im Euro-Raum haben die Lohnstückkosten etwas angezogen und lagen im vierten Quartal um zwei Prozent über dem Vorjahr. Indes sind sie seit Beginn der EWU um fast neun Prozentpunkte langsamer gestiegen als die Verbraucherpreise, und schon 2007 hat der Zuwachs der Beschäftigung - ein nachlaufender Indikator - zwischen dem ersten und vierten Quartal kontinuierlich von 0,6 auf 0,2 Prozent abgenommen. Denn es stimmt eben auch, dass steigende Lebensmittel- und Energiepreise Kaufkraft abschöpfen, sodass Nachfrage und Preisdruck auf anderen Gütermärkten nachlassen.

Doch destabilisiert ist das System so oder so. Es wird den Zentralbanken daher künftig schwerfallen, Wachstum und Inflation in der gewohnten Weise auszubalancieren. Von wegen niedrige Risikoprämien und hohe KGV.

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...iert%20System/363020.html

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Ischariot MD:

weissgarnix zu posting #22548

5
02.06.08 14:21

weissgarnix äußert sich kritisch zum ftd-Artikel, den ich hier kürzlich gepostet hatte. Will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Durchaus interessant auch die Kommentare dazu auf seiner HP 

Wir basteln uns … eine Konjunktur-Kristallkugel

Die FTD-Kolumne “Das Kapital” brachte am Freitag “2 kleine Beobachtungen” zu den Geldmengenaggregaten M1 und M3 und schloß daraus, dass in Europa ideale Bedingungen für “Stagflation” vorlägen. Grosso modo ist das auch meine Ansicht, soweit also Einigkeit. Aber jetzt: ihre Argumentation untermauerten die Redakteure des Kapitals mit folgendem Chart:

 

Der USA Bären-Thread 4354942

Und da komme ich dann doch ins Grübeln. M1 ein Vorlaufindikator für das BIP? Wie wäre das denn zu erklären? Mit “Geldmengen” habe ich es bekanntlich ohnehin nicht so dolle, Zweifel waren daher angebracht …

Zunächst mal: wie das Kapital fairerweise in seiner Grafik erwähnt, haben sie die M1-Kurve gegenüber der des BIP um 4 Quartale vorwärts verschoben, sprich beide Kurven wurden “übereinandergelegt”. Wodurch es in dieser Grafik danach aussieht, als ob ein gemeinsames Top anfang des Jahres 2000 erreicht wurde, während es sich in der Realität so verhielt, dass M1 bereits im Januar 1999 toppte und das BIP-Wachstum erst in Q2 2000. Auch das folgende Low erreichte M1 bereits im April 2001, das BIP aber erst in Q1 2002.

Na gut, würde man jetzt sagen, dann läuft M1 eben tatsächlich dem BIP um 12 Monate voraus, was ja sogar noch besser ist, denn damit hätte man praktisch zu jedem Zeitpunkt das perfekte Prognosetool für den Verlauf des BIPs 12 Monate später.

Mag sein, nur der kleine Schönheitsfehler, den auch die Kapitalgrafik bereits offenbart, besteht nun darin, dass die letzten Tops von M1- und BIP-Wachstum schon extrem weit auseinanderliegen. M1 bildete seines nämlich bereits im August 2003, das BIP aber erst in Q4 2006. Zwischen diesen beiden Wendepunkten liegen also mehr als 3 Jahre! Jedoch: wenn man das zweite, “kleinere” Top von M1 hernimmt, welches sich im August 2005 bildete, dann besteht wieder der alte Abstand von etwa einem Jahr, mit dem die Entwicklung von M1 der des BIPs vorausgeht.

M1 enthält bekanntlich nichts anderes als das in der Zirkulation befindliche Bargeld und die täglich fälligen Sichteinlagen. Frage erneut, welche Begründung ist denkbar, dass sich aus der Entwicklung dieser beiden Positionen die Entwicklung des BIP rund 12 Monate später prognostizieren läßt? Ich will nicht verhehlen, dass die Beantwortung dieser Frage mich das aktuelle Wochenende gekostet hat. Laut Lehrbuchmeinung gibt es das nämlich schlicht nicht. Was aber andererseits stark dafür spricht, dass es das in Wahrheit doch geben könnte, nicht wahr? Und weil ich bekanntlich ein simples Gemüt bin und intuitiv das glaube, was ich sehe, wollte ich diesen Kapital-Artikel nicht mit einem oberflächlichen “Gibt’s nicht!” ad acta legen, sondern habe stattdessen mal ein wenig gegoogelt, gelesen und gegrübelt.

Die Literatur ist dazu eher unergiebig. Untersuchungen gab es sowohl zu den USA als auch zur Eurozone, von durchaus prominenten Leuten sogar, wie etwa den jetzt abtretenden FED-Gouverneur Fred Mishkin. Für die USA kommen die Studien zum Schluß, dass kein Zusammenhang zwischen BIP und Geldmengen besteht, für die Eurozone hingegen weisen ein paar Arbeiten drauf hin, dass sich die Entwicklung von M1 zur Prognose des BIP tatsächlich eignen könnte. Aber eine richtig überzeugende Begründung, wie die zugrundeliegende Logik aussehen könnte, der “Transmissionsmechanismus”, wie es so schön heisst, habe ich keine finden können.

Meine eigene (vorläufige) Erklärung ist die:

  • die “Geldmengen” ändern sich umso schneller, je kurzfristiger die sie erzeugenden Kredite sind. Wird also etwa der Geldumlauf (ex Bargeld) einer VoWi zur Gänze aus Krediten geschaffen, die innerhalb derselben Periode, also zB eines Jahres, wieder fällig sind, dann sinkt M1 am Ende dieser Periode auf Null (bzw. den Bargeldbestand). Stammt sie hingegen vollständig aus längerfristigen Krediten, dann ist M1 am Periodenende noch immer genauso hoch, wie insgesamt während des Jahres an Giralgeld aus besagten Krediten erzeugt wurde.
  • geht man davon aus, dass die Zinsen im Konjunkturzyklus mit dem Aufschwung steigen und dem Abschwung fallen, dann müßten theoretisch die Kreditlaufzeiten im Aufschwung immer kürzer und im Abschwung länger werden. Das entspricht einer gewissen Logik, da man sich in seiner Finanzierung natürlich ungern langfristig an hohe Zinsen bindet und sich andererseits aber niedrige Zinsen so lange wie möglich sichern will. Empirisch habe ich das zwar jetzt nicht für den betrachteten Zeitraum für die Eurozone geprüft, aber die These scheint mir plausibel genug, dass ich sie hier zunächst mal so stehenlasse.
  • Der 2. Satz in Verbindung mit dem ersten bedeutet, dass nahe einem Low im konjunkturellen Zyklus die hinter M1 stehenden Kredite die längsten Fristen aufweisen, sprich jede zusätzliche Transaktion unmittelbar die Geldmenge erhöht. M1 würde also mit zunehmenden wirtschaftlichen Transaktionen schneller wachsen als nahe einem Top, wo Transaktionen zunehmend M1 nicht erhöhen, sondern über die Tilgung von kurzfristigeren Schulden im Gegenteil sogar vernichten. Oder anders gesagt: M1 “dreht” tatsächlich schneller als das BIP.

Ich bin zwar immer extrem skeptisch bei derlei Dingen, und die beobachteten Gesetzmäßigkeiten von heute können erfahrungsgemäß morgen schon wieder ganz andere sein. Aber für den Moment bin ich geneigt, dem “Kapital” rechtzugeben: M1 eignet sich offensichtlich tatsächlich als “Konjunkturkristallkugel”. Auf jeden Fall werde ich dem Thema in den nächsten Tagen und Wochen mal intensiver nachgehen. Vor allem erscheint mir die Frage zu klären: wenn dieser Zusammenhang in der Eurozone beobachtbar ist und obige Erklärung stimmt, warum kommen dann Studien für die USA zu einem anderen Ergebnis? Aber dazu vielleicht mehr in den nächsten Wochen.

Jedenfalls “Bad News” für die Eurozonen-Konjunktur, falls wir richtig liegen.

http://www.weissgarnix.de/?p=202
(mit Kommentaren)

Antworten
Anti Lemming:

Margins auf Rohöl-Futures demnächst verdreifacht?

12
02.06.08 14:28
Steven Smith
Street.com

Oil Margins
6/2/2008 8:01 AM EDT

The New York Merc (NYMEX) and the London Exchange plan an tripling the margin call on oil futures contracts. The move is an attempt to curtial what it calls speculative excess.
Antworten
Ischariot MD:

Propädeutik dazu

3
02.06.08 14:36
mit Grafik zu den GM-Aggregaten (für Nicht-VoWis ;o)

de.wikipedia.org/wiki/Bild:Geldmengen.jpg
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