Wenn du signifikante Bewertungsdetails in dieser Richtung haben möchtest, sprich eine möglichst zeitnahe und exakte CAPE zu den weltweit sagen wir mal 20-30 relevanten Indizes, so musst du derlei Informationen schon zahlungskräftig einkaufen. Meines Wissens notierten die Indizes Brasiliens, Russlands, Polens, Griechenland, der Tschechei und Portugal im Januar/Februar d.J. noch allesamt mit einer CAPE unter 10. Im Zuge seit Februar andauernden Rally dürften sich allerdings auch bezüglich der günstig ausschauenden Bewertungen der genannten Länder-Indizes so einige Veränderungen und Verschiebungen aufgetan haben. So ist allein nur der brasilianische Bovespa-Index seitdem wieder auf über 50000 Punkte hochgeschossen, kommend von einer 38000 Punkte-Basis im Januar/Februar diesen Jahres. Auch der russische Index zeigt seit Januar/Februar stärker ansteigende Erholungstendenzen.
Als exzeptionell wäre zu der Shiller-P/E anzumerken, dass sie sich als Indikator definitiv recht gut bewährt hat. Sie ist hier sicherlich nicht als ein ultimatives Timing-Tool zu verstehen, aber für einen Anleger, der einen mehrjährigen Horizont mitbringt, sicherlich ein unverzichtbares Wekzeug um zu erkennen, wie teuer oder günstig beispielsweise gerade ein Index notiert. Es gibt im Netz tiefergehende Analysen zur Shiller-P/E, die jedoch allesamt in der simplen Erkenntnis ausgereift sind, dass die sogenannte CAPE-Ratio (Cyclically Adjusted Price-Earnings, denn nichts anders ist die Shiller-P/E) schon relativ eindeutige Rückschlüsse darauf zulässt, welche Renditen künftig als Anleger zu erwarten sind. Und da ist es klarerweise so, dass Indizes mit einer CAPE von z.B. 26, so wie sie z.Z. der S&P500 abliefert, kein Markt für Anleger darstellt, da die Risiken auf der Abwärtsseite mehr als deutlich überwiegen. Sich in einen Markt teuer eingekauft zu haben, garantiert erfahrungsgemäß unweigerlich, dass es somit in Folge sehr wahrscheinlich zu größeren Verlusten kommen kann bzw. auch wird.
Auf der anderen Seite haben die Analysen gezeigt, dass es sehr oft lukrativ ist, bei heruntergeprügelten Indizes, welche eine Shiller-P/E von unter 10 aufweisen, mit einem Anlagehorizont von zumindest fünf Jahren einzusteigen. Die hier beigefügte Graphik der Pimco-Jungs verdeutlicht recht gut, dass die Returns da dann schon einigermaßen und weitgehend ordentlich ausfallen können. Man muss allerdings auch "die Nüsse" haben, in einem Umfeld einzusteigen, dass noch eine gewisse Zeit mit einem grottigen Newsflow, Abwärts- bzw. Bodenbildungstendenzen, etc., behaftet ist, bevor der Markt dann beginnt, allmählich wieder zu drehen und anzusteigen.
(Verkleinert auf 93%)


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