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Der USA Bären-Thread


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Kicky:

Unterwegs nach Nirgendwo

 
20.06.15 07:53
www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/...wo-13656988.html

„Der Zentralbankgouverneur bestätigt die Stabilität des Bankensystems, das durch die gemeinsamen Handlungen der griechischen Nationalbank und der Europäischen Zentralbank vollkommen abgesichert ist“, hieß es in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung der Notenbank. Der ehemalige Finanzminister Stournaras versuchte damit, die sich seit Donnerstag verstärkenden Gerüchte und Befürchtungen zu zerstreuen, Griechenland werde als zweites Mitglied der Eurozone nach Zypern Kapitalverkehrskontrollen einführen müssen, weshalb schon am kommenden Montag die griechischen Banken nicht mehr öffnen würden. Zuvor war berichtet worden, allein in dieser Woche hätten verunsicherte Sparer drei Milliarden Euro aus dem ohnehin blutleeren griechischen Bankensystem abgezogen....
Wenn ein Zentralbankchef wie er verkündet, das Bankensystem eines Landes sei stabil, machen sich dessen Bürger unweigerlich Gedanken darüber, ob es das vielleicht nicht sei. Die Frage des Tages lautete am Freitag also: Was käme auf Griechenland zu, wenn tatsächlich Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden müssten?

........
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Kicky:

Kapitalkontrollen am Montag?

 
20.06.15 07:55
Wenn der Sprecher das nicht nur gesagt habe, um einen Ansturm auf die Banken zu vermeiden, bedeute seine Aussage entweder, dass die griechische Regierung sich dafür entschieden habe, am Montag auf jeden Fall die Vorschläge der Gläubiger zu akzeptieren, oder, dass sie eine Verstaatlichung der Banken anstrebe. Doch auch ein verstaatlichtes Bankensystem werde Kontrollen nicht vermeiden können, wenn verunsicherte Kunden ihr Geld abziehen. „Meine Vermutung ist: Ganz egal, was gesagt wird, wenn es (am Montag) keine Vereinbarung gibt, werden die Kontrollen verfügt werden.“ FAZ s.o.
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Kicky:

Weißes Haus ruft Greece u.Gläubiger zu Kompromiss

 
20.06.15 07:58
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/...-auf-13657759.html

sic AL
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Kicky:

Rasanter Mittelabfluss

2
20.06.15 08:00
www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/...abfluss-1.18565891

Wurden im April täglich 100 Mio. bis 200 Mio. € abgehoben, waren es in den vergangenen zwei Wochen 300 Mio. bis 400 Mio. €. Am Donnerstag stieg der Mittelabfluss laut übereinstimmenden Schätzungen von Bankern auf rund 1 Mrd. € an. Am Freitag waren im Zentrum Athens indes keine Schlangen vor den Geldautomaten von Alpha Bank, Piräus Bank, National Bank of Greece oder Eurobank auszumachen....
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Kicky:

Tsipras entgleitet die Kontrolle

 
20.06.15 08:04
www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/...ntrolle-1.18565554
...
Dennoch reiste Tsipras aber noch nach Russland und provozierte damit seine europäischen Partner, zusätzlich gab er damit Spekulationen Nahrung, die Griechen könnten russische Kredite anstreben. ....

man muss sich wirklich fragen,ob es Neuwahlen geben wird ,wenn am Montag keine Einigung erzielt wird.70% der Bevölkerung will den Euro behalten nur 15% für den Grexit
Antworten
Kicky:

Defizit runter, aber wir liegen auf Nitroglycerin

 
20.06.15 08:12
Grossbritannien steuert gerade erstmalig wieder auf ein Plus zu ,aber Alister Heath sagt keiner weiss ,was passiert, wenn die Zinsen wieder steigen
...
It is quite possible, if these trends continue, that Osborne could meet or even improve on his deficit reduction forecasts for this year. The deficit was £89.2bn in 2014-15, £9.3bn lower than 2013-14; the Treasury hopes that it will fall to £75.3bn this year and finally go into surplus in 2018-19. ....

The real worry is what happens to growth and the deficit when interest rates start to go up. With real wages improving so markedly, this moment is moving closer, though the Bank’s monetary policy committee will probably keep its powder dry until the Federal Reserve begins to raise its own interest rates. ..
www.telegraph.co.uk/finance/economics/...of-nitroglycerin.html
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Anti Lemming:

Amis drängen auf Griechen-Rettung

 
20.06.15 11:49
Contrade 121:

Bank run? Nicht doch...

7
20.06.15 11:53
das ist doch kein bank run was in Griechenland passiert ;-)

Also es ist schon grotesk, wie auch die Presse auf die Politikersprache reinfällt und einfach ohne großartige Recherche die "bloss keine Panik"-Rhetorik unterstützt.
Fakt ist, dass das Land nur noch über die Notfallmittel (ELA) der EZB über die griechische Zentralbank aufrechterhält.

Aus eigenem Umfeld weiß ich, wenn nur ein Teil der Bankkunden Bargeld haben wollen würde, dass die Banken nicht in der Lage wären physiches Geld bereitzustellen. Und in GR können die Banken das - sogar in Milliardenhöhe auf Wochenbasis machen? Ha - Ha... selten so gelacht.

An diesem Vorgehen sieht man eigentlich auch welche Vorgehensweise unserer Politiker: Die eigene Bevölkerung wird für dumm verkauft. Tja, so was haben wir tatsächlich gewählt.
Die mittlerweile agressive Rhetorik von Juncker, Lagarde, Schäuble etc. soll nur über eigene Fehlentscheidungen aus den Jahren 2010/2011 hinwegtäuschen. Ja, damals ging es um die Bundestagswahlen.

Aus meiner Sicht ist die Strategie der griechischen Politiker aktuell richtig: Keine Kürzungen mehr, keine Unterwerfung vor dem Brüsseler Wasserkopf. Das Ziel ist, das Land aus dem Euro rauszubringen und dann einen Neustart zu machen - denn, das weiß mittlerweile jeder Hobby-Ökonom: GR wird nie in der Lage sein, die aktuellen Schulden zurückzubezahlen, wie im Übrigen auch die meisten EU-Länder.
Das Ziel der Griechen ist den Schaden möglichst gering zu halten - denn, die Euro-Partner werden auch nach dem Grexit nicht aufhören zu helfen - Merkel betont stets, EUR-Austritt ist gleich EU-Austritt. Von daher... entspannt zurücklehnen, man kann ja eh nichts beitragen.  
Antworten
Anti Lemming:

Griechen sollten eine Volksabstimmung machen

2
20.06.15 11:58
Aus dem von Kicky in # 153 verlinkten FAZ-Artikel:

Flambouraris dämpfte aber die Aussicht auf einen Erfolg des Griechenland-Sondergipfels am Montagabend in Brüssel. Die Gläubiger seien nicht bereit, Athen wie gefordert eine Reduzierung des Schuldenberges zuzusichern. „Hoffentlich akzeptieren sie es, aber sie werden es nicht machen, das ist meine persönliche Ansicht“, sagte Flambouraris. Er gilt als einer der engsten Berater des linken griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras.

Sollten die Gläubiger Tsipras ultimativ auffordern, ihren Plan zu akzeptieren oder sein Land pleite gehen zu lassen, schloss Flambouraris eine Volksabstimmung über das Sparprogramm nicht aus. „Das würde ich machen“, sagte der griechische Staatsminister...
Antworten
Anti Lemming:

# 158

 
20.06.15 12:34
Ich glaube ebenfalls, dass die Strategie von Tsipras und Varoufakis darauf ausgerichtet ist, den Grexit gezielt herbeizuführen. Wenn sie einlenken wollten, hätten sie dies schon längst getan. Höchstwahrscheinlich werden sie die im Juni fälligen IWF-Schulden nicht bezahlen und den Grexit dadurch auslösen.

Von diesem Masterplan würden sie nur abrücken, wenn ihre Verhandlungspartner in den Institutionen die überzogenen und teils provokativen griechischen Forderungen mehr oder minder komplett erfüllten.

Gerade weil der Grexit das Ziel ist - auch "um es Europa zu zeigen" - sind die Forderungen so überzogen. Und genau deshalb gibt es von griech. Seite bei den Verhandlungen auch kaum Entgegenkommen. Innenpolitisch äußert sich die massive Renitenz in Sprüchen, die Schulden seien "illegal" und "verabscheuungswürdig (siehe # 110). Strebten die Griechen auf Verhandlungswege tatsächlich einen Kompromiss an, dann würde sich das griech. Parlament nicht mit solch aggressiven Sprüchen aus dem Fenster lehnen.

Das innenpolitische Klima zeigt daher bereits im Vorfeld, wie es um den Verhandlungserfolg am Montag bestellt sein dürfte. Im griech. Parlament sitzen viele heulende Hunde, die auf eine "konzertierte", gegen Europa gerichtete Kakophonie eingeschworen sind. Eine solche Negativ- Dynamik kann Tsipras - selbst wenn er wollte - kaum mehr umkehren.

Man kann das Ganze mMn nur so deuten: Syriza will raus aus dem Euro - AUSSER die bisherige Rettungspraxis via Kredite wird abgeschafft und auf "dauerhafte Transferzahlungen" umgestellt, am liebsten mit vollständigem Erlass der Altschulden. Im Gegenzug würde der gesamte entlassene Beamtenapparat wieder eingestellt. Natürlich ist das für Rest-Europa, das die Zeche zahlen soll, eine Zumutung.

Vom Paradies kann man träumen. Für die Wirklichkeit gilt:
"There is no free lunch for everybody."
Antworten
Contrade 121:

@AL -

 
20.06.15 12:41

Volksabstimmung ist eine gute Sache für die Griechen: Dann entscheidet das Volk über die Zukunft. Und es bringt Zeit! Währenddessen buttert die EZB weiterhin Kohle über das ELA-Programm ins griechische Banksystem. Die Aktion kann sich bis Jahresende 2015 ziehen.


Natürlich ist das für Rest-Europa, das die Zeche zahlen soll, eine Zumutung.

Ich empfinde die Brüsseler Politik eine Zumutung für gesamtes Europa. So wird die europäische Gemeinschaft nicht erhalten bleiben. Da braucht es nur einen Rechts-/Linksruck der Regierungen der Mitgliedsländer und schon wird es passieren. Die aktuellen Politikos sind dann eh in Rente und erfreuen sich prächtiger Rentenzahlungen. So einfach ist das.

Antworten
Anti Lemming:

Kicky - FAZ-Artikel in # 151

 
20.06.15 12:51
In dem Artikel steht:

Ob die Intervention des [griechischen] Zentralbankchefs maßgeblich zur Beruhigung beitrug, ist noch kaum zu beurteilen, doch eines muss dem erfahrenen Ökonomen klar gewesen sein: Wenn ein Zentralbankchef wie er verkündet, das Bankensystem eines Landes sei stabil, machen sich dessen Bürger unweigerlich Gedanken darüber, ob es das vielleicht nicht sei. Die Frage des Tages lautete am Freitag also: Was käme auf Griechenland zu, wenn tatsächlich Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden müssten?

Warren Buffett schrieb 1988 in einem Brief an seine Aktionäre:

""Er lügte wie ein Finanzminister am Vorabend des Staatsbankrotts*."

(*wörtlich: "Abwertung" - die freilich mit einem Grexit einher ginge)

“He lied like a finance minister on the eve of devaluation.”

Quelle: www.berkshirehathaway.com/letters/1988.html
Antworten
Anti Lemming:

# 161 "Zumutung" oder nicht?

2
20.06.15 13:17
Jedes Land, das der Eurozone beitritt und damit den Euro als Landeswährung einführt, akzeptiert die damit verbundenen Rechte und Pflichten. Die Eurozone wird NUR durch diese Verträge zusammengehalten.

Zu den Vertragspflichten zählt die Einhaltung der Maastricht-Bedingungen. Wenn ein Land innenpolitisch fortgesetzt gegen diese Bedingungen verstößt (massive Neuverschuldung, Vetternwirtschaft, defizitärer Beamtenstaat, mangelnde Steuereintreibung), dann handelt dieses Land wider die Interessen der anderen Mitglieder, weil es sich damit zum Transferzahlungsempfänger degradiert. Ein solches Land verstößt damit gegen die EMU-Rechtsgrundlagen und hat folglich in der Eurozone nichts mehr zu suchen.

Das ist mMn eine ganz objektive Aussage auf Basis des EMU-Vertrags.

Ich gebe Dir, Contrade, andererseits Recht, dass Brüssels Politik eine Zumutung ist. Aber eben NICHT wegen ihres Beharrens auf die EMU-Rechtsgrundlagen. Im Gegenteil betreiben die EU-Bürokraten und deren Seilschaft bei der EZB, allen voran Draghi, selber eine Politik, die auf Aufweichung des Euros abzielt. Das tun diese Leute nicht, um Europa zu helfen oder zu retten, sondern weil sie korrumpiert sind und die US-Agenda umsetzen, die Eurozone in dauerhafter Instabilität zu halten (zum Wohle des angeschlagenen US-Dollars). Das ist eine Volksferne, die man nur noch als abstoßend und "wider den Geist des Euro" bezeichnen kann.
Antworten
elgreco:

AL Dein Zitat

4
20.06.15 13:28
Ich glaube ebenfalls, dass die Strategie von Tsipras und Varoufakis darauf ausgerichtet ist, den Grexit gezielt herbeizuführen. Wenn sie einlenken wollten, hätten sie dies schon längst getan. Höchstwahrscheinlich werden sie die im Juni fälligen IWF-Schulden nicht bezahlen und den Grexit dadurch auslösen.

Du hast in vielem Recht, doch den tieferen Sinn hast Du nicht verstanden --

Was die EU mit der Troika fuer einen Schaden in GR angerichtet hat, das glaube ich hat eben Europa und so auch Du gar nicht wahrgenommen. Das muss man leben, im 21. Jahrhundert in der Mitte Europas. So darf man ein Land nicht leiden lassen und zerstoeren. Das ist schlimmer als Krieg, weil das im Zeichen der Freundschaft geschieht.

Dieser Zustand ist absichtlich von irgendwelchen Maechten herbeigefuehrt worden. Viele koennen sich es denken, doch sagen wird es keiner.

Der Tsipras schlaegt jetzt zurueck, er kann es machen, weil er eine ganz breite Deckung vom Volk hat und falls diese Maechte glauben, dass, wenn sie Tsipras beseitigen, das Problem geloest ist, taeuschen sich diese, denn die Erkenntnis haben sehr viele und teilen die untereinander.

Aus eine derartige Voelkerfreundschaft und wirtschaftliche Vereinigung, wie die EU ist kann man wirklich sehr gerne verzichten.  
Antworten
elgreco:

Das dreckige Spiel mit GR

2
20.06.15 13:30

erkennt man an einem Satz des Nachrichtensprechers gestern im ARD:

Die Griechen brauchen das Geld von der EU um die Renten und Gehaelter der Beamten zu zahlen naechstes Monat.

Dieser Satz wurde so in der Art einem ganzen Volk vorgesetzt - er ist nicht nur falsch, sonder aeusserst hintervotzig und das ist Deutschland!

Antworten
wawidu:

zu # 150

 
20.06.15 13:44
Vor noch nicht allzu langer Zeit hat sich ein führender Goldmann sogar zu der Bemerkung verstiegen "We do God´s work":

www.dailymail.co.uk/news/article-1226114/...umper-profits.html

Auch interessant:

de.wikipedia.org/wiki/Goldman_Sachs

Antworten
wawidu:

Staatsbeteiligung an den griechischen Großbanken

 
20.06.15 13:59
In # 116 hatte ich u.a. dazu einen Link eingestellt. Hier der diesbezügliche Auszug:

"Greek government exposure as a percentage of the banks’ capital is estimated to be around 90% for NBG, 45% for Eurobank and 40% for Alpha. A sovereign default would therefore wipe out much of the capital of these banks."

Dies ist ein zentrales "Damokles-Schwert".
Antworten
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#117168

Anti Lemming:

elgreco

 
20.06.15 14:04
Den Griechen, insbesondere den Ärmeren, geht es zurzeit zweifellos ziemlich schlecht. Es ist jedoch verfehlt, die Ursachen dafür allein im Ausland zu suchen. Ohne den Euro, der für die griechische Wirtschaft zu stark ist, wären die Griechen heute nicht in dieser unangenehme Zwangslage. Es gab zur Zeit der Euro-Kandidatur Kräfte in Griechenland, die aggressiv (und sogar mit Goldman-Betrug) auf den Eurozonen-Beitritt hinarbeiteten.

Das waren sicherlich nicht die Armen im Lande, die jetzt so leiden. Es war vielmehr die griechische Elite.

Hatte die griechische Elite das Wohl der Bevölkerung im Auge - oder das eigene? Ich fürchte, allein letzteres. Noch heute kungelt Syriza mit dieser Elite (Reeder, reiche Familien-Clans etc.), die in Griechenland sämtliche Fäden in ihrer Hand hält und ohne deren Begünstigung keine Partei, nicht mal Syriza, hochkommen könnte. Daher ist Syriza auch nicht wirklich links. Ihre ultrarechten Koalitionspartner beweisen dies einmal mehr. Für wirkliche Linke wären die als Partner völlig indiskutabel.

Ich halte es daher für grob daneben, den aktuellen Konflikt als einen Kampf "Griechenland (links) gegen Europa (rechts)" zu stilisieren, wie Du es versuchst. Die Armut in Griechenland ist vielmehr das Ergebnis der Unterdrückung des eigenen Volkes (links) durch die griechische Eliten (rechts). Das ist im Wesentlichen ein innergriechischer Konflikt!

Die Euro-Sause ist - absehbar - gründlich in die Hose gegangen. Und nun wird - letztlich ebenfalls im Interesse der griechischen Elite (die ihre Euro-Beute längst in die Schweiz und nach London transferiert hat) pauschal das Ausland dämonisiert. Tsipras ist nur das ausführendes (Schall-)Organ.
Antworten
elgreco:

Logisch ist das gar nicht

 
20.06.15 14:06
Wenn der Staat daran beteiligt ist und er geht pleite, dann beruehrt das die Banken doch nicht - die Beteiligung besagt doch lediglich, dass der Staat Besitzrechte daran hat. Die existieren weiter und fertig.

Sollen dann die Banken fuer die Schulden des Staates eintreten?

Ich glaube, da ist viel zu wenig geregelt und bekannt.  
Antworten
elgreco:

AL Du sprichtst sehr weise

 
20.06.15 14:19
Aber, zaehlt doch mal die Mrd. der Eliten zusammen, was bringen wir denn da fuer Summen auf den Tisch. So viele Milliardaere gibt es da nicht und es sind alles einstellige Betraege.

Klar es gibt eine Elite, der das Spiel sehr gefallen hat, erkennst Du richtig, das sind Rechtsanwaelte, Aerzte, Unternehmer, hoehere Beamte... es sind viele im Millionenbereich der Euros, aber ganz wenige im Milliardenbereich, an diese Schicht kommt kein Finanzamt der Welt ran, weil die Offshore sind und bleiben.
Denen kleineren Fischen geht er schon noch an den Sack, der Tsipras. Denn die Outen sich jetzt alle mit den Abhebungen und da wird das Finanzamt einhaken und nach dem Zustandekommen des Geldes fragen. Diese Geldbewegungen werden alle verfolgt.

Das ist kein rein griechisches Problem, das ist ueberall gleich auf der Welt, es mag nur in GR etwas extremer sein.

Nochwas zu den Reformen: Es ist ja schon viel geschehen, noch unter der Regierung der ND an den ganz wichtigen Dingen, wie Gesundheitswesen, da wurden Massnahmen ergriffen und einen Missbrauch mit Medikamenten auszuschliessen --- man hat die Kosten halbiert. Auch in vielen anderen Bereichen.

Was jetzt das wirkliche Problem ist, sind die Schulden, Zinsen und Tilgung. Wenn der Schaeuble sagt, es waere bis 2020 nichts zu zahlen, dann luegt der ganz einfach und offensichtlich. Die sind nicht zu bedienen und fertig. Sonst hat GR keinen Bedarf an Geld --- wenn noch die Steuereintreibung verbessert wird und auch da ist viel geschehen, sehr viel, das geht alles vollautomatisch - jeder Steuerpflichtige hat ein eigenes Konto, da geht er selber online rein und druckt sich das Formular aus und geht dann zur Bank und bezahlt die Schulden, da ist kein Beamter mehr dazwischen, keine Kosten gar nichts, sogar die Tinte und das Papier muss der Buerger selber zahlen.

Wie die KfZ Steuer - da gibst Deine Steuernummer und Kennzeichen ein und druckst den Bescheid aus und bezahlst.
Antworten
Anti Lemming:

Was wird die griech. Elite nach dem Grexit machen?

8
20.06.15 14:39
Die griechische Elite wird abwarten, bis die "Neue Drachme" (ND) wieder eingeführt wird. Deren Kaufkraft wird - verglichen mit dem Euro - nach meiner Schätzung um über 70 % fallen. Ein Euro hat dann die Kaufkraft von mehr als 3 ND.

Sodann wird sie ihre im Ausland gebunkerten Euros nach Griechenland zurückführen und in ND umtauschen (Kurs 1 zu 3). Damit kann die griech. Elite dem in der Abwertungskrise um Kopf und Kragen gebrachten griech. Mittelstand "für einen Appel und ein Ei" die brachliegenden Unternehmen (kleine Elektrofirmen etc.) abkaufen.

In der Folge wird die ökonomische Macht in Griechenland noch viel stärker als zuvor auf die Elite konzentiert. Das ist neoliberale Umverteilungs-Politik, wie sie Soros nicht besser hinbekäme.

Wenn die Deals durch sind, erhalten Tsipras und Varoufakis für ihre förderliche Mitarbeit die üblichen Millionenköfferchen (natürlich in Euro, nicht ND) und haben ausgesorgt. Tsipras geht dann mit 42 in den wohlverdienten Ruhestand (nach Florida, wo ihn keiner kennt und steinigt).
Antworten
Anti Lemming:

elgreco # 171

3
20.06.15 14:45
"Aber, zaehl och mal die Mrd. der Eliten zusammen, was bringen wir denn da fuer Summen auf den Tisch. So viele Milliardaere gibt es da nicht und es sind alles einstellige Betraege."

Das Zählen hat H. W. Sinn schon für mich erledigt.

www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/...engst-bankrott-1.18562917

Sinn hat ausgerechnet, dass ein Drittel der Hilfskredite, die seit 2010 nach Griechenland geflossen sind, von der griech. Elite in die Schweiz, GB und sonstige Steuerparadies transferiert worden sind.

Da seit 2010 über 200 Mrd. an Hilfskrediten geflossen sind, handelt es sich um die stattliche Summe von (mindestens) 66 Mrd. - oder gut 41 Mal so viel wie die 1,6 Mrd, die den Griechen in diesem Juni zur Auszahlung des IWF fehlen.
Antworten
elgreco:

Das tut Tsipras ganz sicher nicht.

 
20.06.15 15:16
Und ich kann mir nicht helfen, der Sinn ist ein fuer meine Begriffe leicht senil und meint, er koennte noch irgendjemand mit seinen Floskeln beeindrucken, klar kann er das, weil es das deutsche Volk so will.

Ich habe ihm eine email geschrieben, bezueglich des TTIP - zurueckgekommen ist genau das, was die Lobbyisten sagen, naemlich dummes Gewaesch.

Wenn diese 200 Hilfsmilliarden in die Schweiz geflossen sind, wundert mich, dass auf der Liste, wo diese Kontoinhaber verzeichnet sind nur einfache Buerger drauf sind.

Wie man sowas ueberhaupt behaupten kann, obwohl das Gegenteil bekannt ist. Bezahlte Gehirne....
Antworten
wawidu:

National Bank of Greece - Kennzahlen

 
20.06.15 15:50
aktuelle Marktkapitalisierung: 3,300 Mrd. EUR

Bilanzdaten 2014 (Auszug)

KGV 73,5
Operatives Ergebnis: minus 1,322 Mrd.
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr: minus 4030
Eigenkapital: 10,5 Mrd.
Gesamtverbindlichkeiten: 105 Mrd.
Schulden/Eigenkapital: 1000 %
Gewinn: 0,00 EUR (?)

Quelle: finanzen.net

wawidu-"Testat": "Zombie-Bank" - Rating C/D - Pleitekandidatin par excellence

Bei einer Staatsbeteiligung von 90 % am Eigenkapital dieser "Privatbank" kann man wohl kaum noch von "privat" sprechen.

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