(Reuters) .....
Da die neue Regierung Rechnungen begleichen und Kredite - insgesamt gut vier Milliarden Euro bis Ende März - zurückzahlen muss, steckt sie in der Bredouille. Schäuble sagte, rein formal stehe Griechenland noch unter einem dem Programm. Und mit Blick auf die schmerzhaften Auflagen forderte er, was auch viele andere in Europa fordern: dass Zusagen eingehalten werden. Dann erhalte die Regierung in Athen auch Geld. Schon früher hatte er gewarnt, einseitig könne man Absprachen in Europa nicht aufkündigen.
"Keiner weiss, ob wir uns einigen können"
Wenn Griechenland das laufende Programm, das Varoufakis für völlig falsch hält, nicht völlig aufgibt und zugleich etwas Neues will, müssen sich alle Beteiligten bewegen: Die Regierung, die Euro-Partner, der Internationale Währungsfonds und auch die Europäische Zentralbank. Denn als Ausweg bleibt nur, das alte Programm als Basis zu nehmen und gemeinsam so zu verändern, dass sich darin die neue Regierung ebenso wie die Euro-Partner wiederfinden.
Der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der ebenfalls mit Varoufakis sprach, machte das nach seinem Treffen mit dem Finanzminister deutlich. Varoufakis wurde ihm gegenüber offenbar klarer als in öffentlichen Äußerungen. Varoufakis habe erklärt, dass es natürlich nicht darum gehe, überhaupt kein Programm mehr zu haben. Stattdessen müsse man ein neues vereinbaren. "Ob das dann kurz- oder mittelfristig ist, wird man sehen", sagte Gabriel. "Keiner weiß, ob wir uns einigen können". Aber eines stehe fest: "Ein Programm muss es geben."
Varoufakis gab schon – bewusst oder unbewusst – in Berlin einen Hinweis gegeben, wo eine Kompromisslinie liegen könnte. Zwei Drittel der Reformen aus dem alten Programm könne seine Regierung akzeptieren, sagte er eher nebenbei. Im Umkehrschluss könnte das bedeuten, wenn für das restliche Drittel Ersatzmassnahmen gefunden werden, die die Euro-Partner als zielführend betrachten, könnte eine Einigung möglich werden. Dabei könnten dann beide Seiten das Gesicht wahren: Viele alte Reformen würden erfüllt und der Rest durch gleichwertige neue ersetzt.
www.fuw.ch/article/ein-klein-wenig-zeit-fur-griechenland/
auch die FAz inzwischen:
....Dijsselbloem sei sich darüber im Klaren, dass mögliche Verhandlungen mit Griechenland Zeit benötigten.
„Es wird keine Vereinbarung ohne Bedingungen geben“, sagte die Sprecherin des Eurogruppenchefs. „Und eine Vereinbarung wird Zeit brauchen.“ Die Finanzminister der 18 Partnerländer Griechenlands im Euro-Verbund hofften, bereits bei einer Sondersitzung am kommenden Mittwoch mehr über das von der neuen Regierung in Athen geplante Vorgehen zu erfahren. Sofern die griechische Regierung eine Verlängerung der Hilfen mit einer Veränderung der Rahmenbedingungen verbinde, müsse darüber verhandelt werden. Dies benötige Zeit.
Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis stellt unterdessen seinen EU-Kollegen einen weitreichenden Reform- und Finanzplan in Aussicht. „Wir werden einen umfassenden Vorschlag vorlegen“, sagte Varoufakis am Samstag mit Blick auf das Treffen der Eurogruppe am Mittwoch. ........
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/...land-13415242.html
es ist ja wohl mehr als naiv anzunehmen ,dass nun endlich die Eurozone auseinander fliegt ,wie es AL so gerne in seinen Wirtschaftsnachrichten verkünden möchte.Natürlich gibt es einen Kompromiss,da sind sich inzwischen fast alle einig