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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.807,06 -0,33% Perf. seit Threadbeginn:   +366,56%
 
Sufdl:

nachdem

2
11.01.15 15:57
der Milchpreis abgeckackt ist, überlegt so mancher Farmer seine Herde zu reduzieren...

(Verkleinert auf 66%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 788535
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Kicky:

Schuldenschnitt in Griechenland ist unausweichlich

3
12.01.15 11:08
Ein Schuldenerlass für Griechenland wird wahrscheinlicher. Nicht nur das Linksbündnis Syriza fordert einen teilweisen Verzicht der Gläubiger - auch in der EU-Kommission wächst offenbar die Überzeugung, dass dem Land anders nicht zu helfen ist.
"Ein Schuldenschnitt in Griechenland ist unausweichlich, weil das Land sonst mit seiner Schuldenlast nicht fertig wird", zitierte die Zeitung "Die Welt" hochrangige EU-Kreise.

Die Meinungen über den Zeitpunkt des Schuldenschnitts gingen allerdings auseinander. Von einigen in Brüssel werde ein Schuldenschnitt schon in diesem Jahr als notwendig erachtet, andere seien der Auffassung, dieser komme "erst in ein paar Jahren"....
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...echenland-a-1012304.html
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Kicky:

legale Steuervermeidung für den Mittelstand

 
12.01.15 11:12
ganz legal wie der als Ausländer ein Wertpapierkonto bei einer Bank anlegen,um die Wertpapiersteuer zu umgehen
oder ohne festen Wohnsitz in einem fahrbaren Wohnwagen leben
ganz besonders schön:ein Bild auf einer Auktion kaufen und nach einem Jahr mit Gewinn verkaufen...

keine Ahnung ob das funktioniert

www.heise.de/tp/artikel/43/43773/1.html
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Stöffen:

Unisono glauben fast alle daran

8
12.01.15 18:00
dass es an den Aktienmärkten in diesem Jahr wieder deutlich nach oben gehen wird.

Folglich wird in den Mainstream-Medien und seitens vieler Analysten gerne und oft der Zusammenhang vermittelt, dass hohe Kurse großartig und sinkende Kurse grottenschlecht sind. Alleinstehend erscheinen solche Aussagen allerdings merkwürdig sinnfrei, daher muss man hier selbstverständlich solche Aussagen auch in einen dementsprechenden Kontext setzen.

Hohe Kurse sind nämlich nur dann großartig, wenn der betreffende Anleger die zu günstigen Kursen eingekauften Papiere gewinnbringend in den Markt platzieren kann. Das Risiko bei einem Rückschlag an den Börsen ist mit dem Sicherheitspuffer eines niedrigen Einkaufkurses eben erheblich geringer. Wer dagegen teuer eingekauft hat und dies möglicherweise noch mit einem Kredithebel, der wird umso rascher aus dem Markt gekegelt oder muss evtl. sogar im Falle eines größeren Abschwungs heftigere Verluste aussitzen.

So sind niedrige Kurse folglich eben gerade nicht grottenschlecht, denn sich zu niedrigen Kursen in den Aktienmarkt einzukaufen, das bedeutet erheblich weniger Risiko nach unten, jedoch ein mehr an Chancen nach oben. Sich 2009 beispielsweise in den S&P500 oder DAX eingekauft zu haben, das war ein Geschenk. Das könnte man von einem aktuellen Einstieg nahe des Allzeithochs wohl nicht unbedingt behaupten. Da jedoch mittlerweile der überwiegende Teil der Akteure in einer Welt der momentumgetriebenen Spekulation lebt, gelingt es ihnen daher meistens nicht, Wendepunkte zu antizipieren. Stattdessen laufen sie oftmals einem Trend hinterher, der bereits schon längst der Vergangenheit angehört.

So scheint sich in Deutschland der Bullenmarkt möglicherweise seinem Ende zu nähern, gut auch daran zu erkennen, dass der DAX mittlerweile seit einem Jahr auf der Stelle tritt bzw. sich in einer Konsolidierungsformation befindet, wie es im Börsensprech so schön heißt. Ohne einer deutlichen Generierung von mehr Umsatzwachstum, welches in steigende Gewinne mündet, wären hier weitere signifikante Kursgewinne der DAX-Konzerne jedoch nur dann möglich, wenn das Kurs-Gewinn-Verhältnis deutlicher aufgeblasen würden. Dass im Zuge einer daraus resultierenden Überbewertung das Chance-Risiko-Verhältnis recht schlechte Konturen annehmen wird, das ist nur allzu logisch. Was die Gewinnphantasien der Analysten für den S&P500 anbelangt, so scheint hier das Enttäuschungspotential ebenfalls hoch. Sollten die US-Börsen in den Sinkflug übergehen, so wird es den DAX noch ein gutes Stück weit härter treffen.

Und wo ist die Bewertung des DAX momentan anzusiedeln?

Dazu schreibt die WiWo aktuell:

"Der Grund für die hohe Bewertung ist simpel: Der Dax hat inklusive Dividenden seit 2010 um rund 60 Prozent zugelegt, die Gewinne der 30 Dax-Unternehmen dagegen stagnieren seither, unter leichten Schwankungen. Die 2014 bisher erzielte Gewinnmarge der 30 Dax-Konzerne liegt mit 4,7 Prozent sogar ein gutes Stück unter derjenigen des Jahres 2010, als 5,4 Prozent Ertrag vom Umsatz hängenblieben. Wenn Kursanstiege nicht fundamental untermauert sind, wächst die Gefahr von Rückschlägen. Helfen könnte da nur der Glaube an die Schätzungen der Analysten, deren Excel-Tabellen für die Dax-Unternehmen 25 Prozent (sic!) mehr Gewinn im kommenden Jahr voraussagen als in den vergangenen vier Quartalen.

Wo der Zuwachs herkommen soll, ist allerdings ein Geheimnis. Konjunkturell dürfte es im kommenden Jahr ähnlich laufen wie im abgelaufenen – es geht leicht nach oben. Das dürfte für sich betrachtet die Märkte stützen, aber keine großen Gewinnfantasien zulassen. Zwar hilft der niedrige Ölpreis dem Konsum, er belastet aber Exportländer, allen voran Russland, und auch Teile der Wirtschaft in den USA. Das billige Öl bedroht zudem den wichtigen Markt für Hochzinsanleihen, von denen jede sechste aus der US-Ölbranche stammt. Das niedrige Zinsniveau in der Euro-Zone aber stützt die dank höherer Dividenden regelmäßig höher rentierenden Euro-Aktien. In den USA dagegen sind Unternehmensanleihen schon rentierlicher als Aktien."

www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/...uer-ihr-depot/11141834.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Kicky:

Sinn warnt vor Verfassungskrise durch EuGH Urteil

 
12.01.15 18:18
www.welt.de/newsticker/bloomberg/...uGH-Anleihe-Entscheid.html
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Sufdl:

was führt der nun wieder

 
12.01.15 18:21
im Schilde?? Squeeze-Ansage, auf die Woche genau?

www.cnbc.com/id/102328757
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Der USA Bären-Thread 788882
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Sufdl:

diese Typen

4
12.01.15 18:24
sehen alle irgendwie dämonisch aus. Vielleicht ist ne Frauenquote doch nicht so schlecht.  
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Kicky:

Der letzte große Tabubruch

3
12.01.15 18:47
.....Um mindestens eine halbe Billion Euro geht es, womöglich sogar um das Doppelte. Geld, gut ein Drittel der jährlichen deutschen Wirtschaftsleistung, das mal eben zusätzlich gedruckt werden soll.

Es wäre ein historischer Schritt. Und der vielleicht letzte große Tabubruch für eine Notenbank, die einst mit dem Versprechen angetreten war, nie, wirklich nie Staaten mit der Notenpresse finanzieren zu wollen. Nun tut sie es wohl doch, wenn auch indirekt. Das ist nach gängiger Notenbanker-Lesart legal. Ist es aber auch legitim? Wirkungsvoll? Unschädlich? Die Zweifel sind beträchtlich.
Die Bilanzsumme der EZB wird wieder größer

Die Notenbank jedenfalls ist mit ihrem Zinslatein am Ende.Die Sätze befinden sich nahe null, der für die Bankeinlagen ist sogar schon negativ. Und trotzdem will die Wirtschaft der Euro-Zone nicht durchstarten. "Man kann die Pferde zur Tränke führen, saufen müssen sie selber", pflegte schon der frühere Superminister Karl Schiller über die Grenzen der herkömmlichen Geldpolitik zu sagen. Nun will die EZB den Pferden Flüssigkeit gleichsam intravenös zuführen. "Quantitative Easing" oder kurz QE heißt dieses Instrument im Fachjargon, auf Deutsch: "quantitative Lockerung". Gemeint ist: Die EZB druckt Geld, mit dem sie in großem Stil am Kapitalmarkt Staatsanleihen aufkauft.

Die Deutschen stellen sich quer

QE ist umstritten. Es ist die letzte große Waffe, die die EZB noch einsetzen kann, sagen die Befürworter. Es ist der panikartige Abschied vom Prinzip einer soliden Geldpolitik, sagen die Kritiker. Unstrittig ist: Die Maßnahme ist das letzte Mittel, das zum Einsatz kommt, wenn eine Notenbank ihre Geldpolitik weiter lockern will, die traditionellen Möglichkeiten aber bereits ausgereizt sind.
www.welt.de/wirtschaft/article136278342/...rt-sich-selbst.html
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wawidu:

Es wird nichts so heiß gegessen,

 
12.01.15 20:09
wie´s gekocht wird.

Dieses Sprichwort trifft auf die Story der ungeheuerlichen nominalen Werte von OTC Derivaten zu, die sich laut BIS per 1.Hj. 2014 auf 691 Bio. USD beliefen.

Der Brutto-Marktwert dieser Derivate betrug laut BIS zum gleichen Zeitpunkt jedoch lediglich 17 Bio. USD.

www.bis.org/publ/otc_hy1411.htm
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Der USA Bären-Thread 788925
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Stöffen:

Das Ende des US-Öl-Booms

7
12.01.15 21:04
wird mittlerweile bereits von einigen Protagonisten lauthals ausgerufen, sollte die aktuelle Preislage am Ölmarkt weiterhin in den vor uns liegenden Monaten Bestand haben oder sollten die Preise gar noch weiter absinken.

In Folge dessen werden sich auch die Probleme für die US-Drilling-Companies dementsprechend künftig wohl massiver ausweiten. Der durchschlagende Effekt auf die Förderquoten dürfte dann ab dem 2. Halbjahr 2015, spätestens aber zu Beginn des Jahres 2016 sichtbarer werden. Der OPEC-Verbund als der weltgrößte Ölförderer lehnt auch weiterhin konsequent eine Drosselung der Förderquoten ab, was den Druck auf den Ölpreis aufrecht erhält. Wie heftig der stark abgestürzte Ölpreis auf die Solvenzseite US-Fracking-Unternehmen wirkt und zu welch weiteren kritischen Folgen dies im Kreditbereich führen könnte, Stichwort hier die im Thread bereits auch thematisierten High-Yield-Anleihen bzw. Junk-Bonds der Förderunternehmen, wird die nähere Zukunft aufzeigen. Der Anteil der Fracking-Energieanleihen des auf 1,3 Billionen US-Dollar geschätzt großen US-Marktes für Junk-Bonds liegt mittlerweile bei ca. 16-18 Prozent. Möglicherweise reicht ein eher nichtiger Anlass, um den ersten Dominostein zu Fall zu bringen und damit eine Kettenreaktion auszulösen.

Auch gibt es bei den Neuinvestitionen bereits Streichungen im Milliardenbereich. So schnell wie der US-Ölboom gekommen ist, so schnell könnte er wieder verschwinden, eben weil die Fracking-Industrie sich selbst über eine rapide ansteigende Ölförderung und den mit dem Überangebot einhergehenden Niedrigpreisen ihr eigenes Loch geschaufelt hat. Für den US-Arbeitsmarkt wäre diese Entwicklung ein Tiefschlag, denn über 15 Prozent des Stellenwachstums seit 2008 ist auf den Energiesektor zurückzuführen.

Ein Auszug aus dem Bloomberg-Artikel "Oil Drillers Bail on U.S. Boom, Idle Most Rigs Since 1991"

“Unless oil prices recover, absolutely, this is the end of the drilling boom,” James Williams, president of energy consulting company WTRG Economics in London, Arkansas, said by telephone yesterday. “The total rig count should hit 1,000 by March or April, and oil production growth should be flat or declining by mid-year.”

“You won’t start seeing a slowdown in growth until the second half of 2015, and it takes until 2016 before you really start seeing the effect,” he said.

Barclays Plc (BARC) said in a report yesterday that North America’s energy producers will cut capital spending by as much as 30 percent this year if oil remains near $50 a barrel.

The Organization of Petroleum Exporting Countries, responsible for 40 percent of the world’s oil supply, has meanwhile resisted calls to cut output since deciding in November to maintain a collective target. United Arab Emirates won’t curb production, no matter how low prices fall, Yousef Al Otaiba, the nation’s ambassador to the U.S., said at a Bloomberg Government lunch in Washington Jan. 8.

www.bloomberg.com/news/2015-01-09/...in-a-week-since-1991.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Kicky:

85% der Vorkommen sollten im Boden bleiben

3
13.01.15 10:56
Klimaschutz Die meisten Öl-, Gas- und Kohlereserven dürfen nicht verbrannt werden, wenn das Zwei-Grad-Ziel erreicht werden soll. Forscher zeigen nun, welche Länder verzichten müssen

....Forscher des University College London haben in einer im Fachmagazin Nature erschienenen Studie konkrete Zahlen auf den Tisch gelegt.....Will die Welt günstigen Klimaschutz, dürfte Kanada zum Beispiel nur 15 Prozent seiner Ölvorkommen fördern, 85 Prozent dagegen müssten im Boden bleiben. Ab 2020, in fünf Jahren schon, müsste die Förderung bis auf "vernachlässigbare" Mengen zurückgefahren werden. In den Worten der Studie: Jegliche Ausweitung der unkonventionellen Ölproduktion ist mit dem Zwei-Grad-Ziel unvereinbar. Auch dass die Ressourcen in der Arktis unangetastet bleiben müssen, für die die Anrainerstaaten zurzeit schon die Claims abstecken, stellen die Wissenschaftler klar heraus.

.....Christophe McGlade vom Institute for Sustainable Resources des University College London. "Die politischen Entscheider müssen einsehen, dass ihr Wunsch, die fossilen Ressourcen in ihren Ländern vollständig zu fördern, überhaupt nicht mit ihrem Bekenntnis zum Zwei-Grad-Ziel übereingeht."
www.bartlett.ucl.ac.uk/sustainable/...news/nature_fossil_fuels via klimaretter.info
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Kicky:

Bank of America und Goldman warnen

3
13.01.15 11:10
www.zerohedge.com/news/2015-01-12/...egative-impact-gdp-earnin

....and then there is BofA recalling that Investment is a very distinct component of GDP:
With the oil price falling, capital budgets in the energy sector have come under renewed pressure. According to Census Bureau’s Annual Capital Expenditure Survey, roughly 90% of energy capex is allocated to structures investment – namely outlays for exploration and  wells. Spending there tracked an annualized rate of $140bn in the first three quarters of 2014, a sum that accounts for a whopping 30% of total non-residential private fixed investment in structures (Chart 2), or about a 1% of GDP.

     In our view, there are important downside risks to the outlook for capital spending. Already, a number of energy firms have announced cuts to capital budgets recently, expressing caution in an environment of falling energy price... we think that if the oil price in 2015 averages $50/bbl (marking a 50% decline relative to 2014), energy sector capex could fall by 40%. That’s about 1% of downside risk to non-residential structures, all else equal, or a hit of 0.3%-0.4% of GDP.

und Goldman:
Reduced energy capex will also hurt profits in other industries. In contrast, lower oil is a positive for the US consumer, but likely not enough to offset the Energy sector drag on overall market earnings.

   The direct negative effect of lower oil prices on Energy earnings is clear. Energy firms account for 8% of S&P 500 market cap and 11% of earnings, and EPS have a strong historical relationship with the commodity. Given this historical relationship and oil futures prices, Energy earnings are likely to drop by more than 50% year/year in 2015. This fall would result in an S&P 500 earnings drag of roughly $65 billion, or more than $7 of EPS vs. 2014.

But it gets worse, because according to Goldman the biggest driver of stock upside in 2014 and also in 2015 - stock buybacks - is about to be punched in the face.

   Buybacks are also at risk. Energy accounts for 9% of S&P 500 buybacks, in line with their market cap weight. In the past decade, Energy firms have increased the share volume of repurchases during periods of falling crude prices and stock valuations, but buybacks have nonetheless declined in dollar terms. A decrease in Energy buybacks proportional to the fall in oil would represent a $35 billion headwind to the aggregate $107 billion (+18%) growth we forecast for S&P 500 buybacks in 2015.


und hier ist Bloomberg zum Thema:Oil Whacks S&P 500 Earnings Growth www.bloomberg.com/news/2015-01-12/...atens-s-p-500-growth.html
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Kicky:

$40 für Öl sagt Goldman

2
13.01.15 11:15
www.bloomberg.com/news/2015-01-12/...r-opec-cut-abandoned.html
Antworten
Kicky:

America's Going to Lose the Oil Price War

2
13.01.15 11:16
www.bloombergview.com/articles/2015-01-12/...the-oil-price-war
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Anti Lemming:

Birgt Öl unter 45 Dollar "Lawinengefahr"?

4
13.01.15 13:29
Der US-Ölpreis fiel heute unter 45 Dollar - und steigende US-Lagerbestände könnten ihn noch weiter drücken. Es drohen unerwartete (und unerwünschte) "Zweitrundeneffekte"...(s.u .)

finance.yahoo.com/news/oil-drops-below-45-u-075954825.html

Oil Drops Below $45; U.S. Stockpiles May Speed Collapse
Bloomberg

Oil extended losses to trade below $45 a barrel amid speculation that U.S. crude stockpiles will increase, exacerbating a global supply glut that's driven prices to the lowest in more than 5 1/2 years.

Futures fell as much as 4 percent in New York, declining for a third day. Crude inventories probably gained by 1.75 million barrels last week, a Bloomberg News survey showed before government data tomorrow. The United Arab Emirates, a member of the Organization of Petroleum Exporting Countries, will continue to expand output capacity, while shale drillers will probably be the first to curb production as prices fall, according to Energy Minister Suhail Al Mazrouei. .....





Unten ein Chart, der den starken Anstieg der US-Ölproduktion in den letzten Jahren zeigt.

www.zerohedge.com/news/2015-01-12/...esponsibility-us-oil-over-supply

Es fällt auf, dass die US-Schieferöl-Förderung zeitgleich mit QE3 in großem Stil begann - nicht zufällig, meint Zerohedge: Die Fed hat mit ihrer nun schon sechs Jahren währenden Nullzinspolitik (ZIRP) und mit QE 1 bis 3 die gewaltige US-Junkbond-Blase aufgepumpt. Diese Blase schuf die windige "Grundlage" dafür, dass sich die vielen im Boom der letzten Jahre neu gegründete Schiefer-Öl/Gas-Förderfirmen billig via Junkbond-Emissionen refinanzieren konnten. Viele dieser auch finanziell mit heißer Nadel gestrickten Firmen dürften nun durch den tödlichen Doppelschlag aus sinkendem Ölpreis (unter Gestehungskosten) und wegbrechender Junkbond-Refinanzierung über den Jordan gehen.

Junkbonds waren "dank" ZIRP (und QE) das scheinbar perfekte Schneeballsystem. Ihr Kurse stiegen seit 2009 wie an der Schnur gezogen.
Doch wenn das Aufwärtspreis-Momentum (wie jetzt) wegbricht und die Preise/Kurse zu sacken beginnen, werden Ponzi-Systeme GRUNDSÄTZLICH schwierig - siehe geplatzte Hauspreisblase in USA, Spanien, Irland und anderswo. Mitte 2007 haben die Amis schon einmal erlebt, wie vormalige Hyperliquidität unerwartet in finanzielle Trockenstarre umschlagen kann: PE-Deals kamen Mitte 2007 wegen mangelnder Refinanzierbarkeit und Risikoaversion praktisch über Nacht zum Erliegen.

Man kann nur raten, ob vor allem die Amis, vor allem die Saudis oder beide gemeinsam hinter dem forcierten Ölpreisverfall stecken. Die OPEC weigert sich weiterhin standhaft, ihre Ölproduktion zurückzufahren - angeblich, um die US-Fracking-Konkurrenz in die Pleite zu treiben. Doch auch die Amis haben ein geostrategisches Interesse an billigem Öl: Russland, Iran und Venezuela soll die finanzielle Grundlage entzogen werden.

Mit Pech geht dieser Schuss nun nach hinten los. Wenn am Markt erst mal Risikoaversion aufkommt (Öl, Gas, Rohstoffe und Junkbondkurse fallen aktuell im Tandem, und das negative Marktmomentum scheint aktuell auch auf den Aktienmarkt überzugreifen), kann der Ölpreiskrieg auch ungeahnte Sekundäreffekte haben - gerade, wenn allein schon die fünf größten US-Zockerbanken offene Derivatepositionen im Nominalwert vom Mehrfachen des Welt-BIP haben.

@Wawidu, # 659: Der Wert des "Underlyings" dieser Posis bestimmt den Hebel, nicht deren sehr viel niedrigerer Marktwert. Wer z. B. mit Hebel 10 long Ölfutures ist, der hat schon bei 10 % Ölpreisrückgang seinen gesamten Einsatz verloren.
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Der USA Bären-Thread 789144
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venividivici_th.:

Biotech Bubble

 
13.01.15 16:35
Biotech Bubble Record Means Yellen Capital Gets A Margin Call

www.zerohedge.com/news/2015-01-13/...-capital-gets-margin-call
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Stöffen:

Klimawandel oder Bleibt diesmal alles anders?

6
13.01.15 17:57
Kurz ein paar Gedanken zu Kickys Post #114661:

Die Historie zeigt eigentlich überdeutlich auf, dass sich die menschlichen Verhaltensmuster was Ausbeutung der Natur und den oftmals damit verbundenen Untergang von Kulturen anbelangt, nur unwesentlich geändert haben. In einer Gesellschaft wie der heutigen, die im wesentlichen auf einem ALLES-IMMER-MEHR-SOFORT-Konsumismus beruht, erscheint eine Umkehr da eher zweifelhaft. Die emotionale Sexyness der Aufforderung "Lasst uns von allem weniger haben" ist halt nun mal arg begrenzt in einer Kultur, die in jeder Faser auf Expansion geeicht ist.

Beispielhaft dazu:

>>> Jared Diamond hat in seinem Buch "Kollaps" gezeigt, woran Gesellschaften wie die der Mayas, der grönländischen Wikinger oder der Osterinsulaner historisch gescheitert sind. Ein gemeinsames Merkmal solchen Scheiterns lag darin, dass man in dem Augenblick, wo sich die Einsicht durchsetzte, dass die Überlebensbedingungen prekär wurden, alle Strategien zu intensivieren begann, mit denen man bislang erfolgreich gewesen war.

Wenn die Böden schlechter wurden, baute man intensiver an und beschleunigte so die Erosion. Man schlug mehr Holz, als nachwachsen konnte, um Boote für den Fischfang zu bauen. Man operierte im Modus der Erfahrung, die aber nicht hilft, wenn die Überlebensbedingungen sich verändert haben. Erfahrung wird dann zur Falle. Neue Überlebensbedingungen erforden schlichtweg neue Überlebensstrategien.

Dasselbe geschieht in unserer Kultur die seit 200 Jahren expansiven Strategien folgt und deshab besonders verletzlich ist. Heute fängt man in der Fischindustrie auch die noch nicht geschlechtsreifen Tiere, wenn die Bestände schon überfischt sind und beschleunigt das Verschwinden einer Nahrungsressource, von der mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung abhängig ist. Wenn Peak Oil überschritten ist, so bohrt man unter größeren Umweltrisiken tiefer, wenn die Verschuldungen katastrophaler werden, flutet man umso heftiger den Geldmarkt.

DIE UNFÄHIGKEIT sich kulturell, also in den Modi des Wahrnehmens und Handelns unter Stress auf die veränderten Bedingungen anders einzustellen als mit intensiviertem Erfahrungshandeln, führt regelmäßig zu so etwas wie einem gesellschaftlichen Tunnelblick und damit dazu, dass andere Möglichkeiten gar nicht mehr wahrgenommen werden können. Alternativlosigkeit empfanden auch die grönländischen Wikinger, als ihnen die Nahrung ausging. Sie hätten nur Fisch essen brauchen, aber der galt in ihrer Kultur als nicht essbar. So sinnlos stirbt man aus.<<<

(Die eingegrenzte Passage ist dem Buch "Selbst Denken" von Harald Welzer entnommen)
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Kicky:

Kauft russische Energieaktien sagt Societe General

2
13.01.15 19:59
blogs.barrons.com/emergingmarketsdaily/...ciete-generale-says/

While lower oil prices sanctions are strangling Russia’s credit outlook, Russia’s oil companies can see benefits from lower operating costs.

with a normalization of oil prices in 2015, Solovyov maintains a Buy rating on seven Russian energy names. Solovyov expects “reconciliation” between Russia, Europe and the United States. Solovyov writes:

   “… the strengthening of the oil price, especially if coupled with an unreserved lifting of sanctions on Russian oil producers and a general reconciliation with the West, would ‘lift all boats’, and in particular benefit those companies hardest hit by the sanctions (Rosneft (ROSN.Russia), Novatek) as well as “Russia proxies” (Gazprom (OGZPY) ). However, if the geopolitical situation remains tense and oil prices stay low, we believe the most resilient stories would centre on strong balance sheets (Surgutneftegaz (SGTZY) ) and relative independence from the Kremlin (Lukoil (LUKOY) ). Eurasia Drilling (EDCL.London) would likely outperform the sector in the event of a stronger-than-expected turnaround in oil price trends. …


Ja wenn die Sanktionen fallen .....das ist so klar,dass man gar nicht darüber nachdenken muss
Antworten
Kicky:

Gorbachow warnt im Interview mit dem Spiegel

 
13.01.15 20:04
www.spiegel.de/politik/ausland/...ieg-in-europa-a-1012201.html
Antworten
Anti Lemming:

..."macht der Meister plumps"

2
13.01.15 20:59
Der USA Bären-Thread 789336
Antworten
Anti Lemming:

SP-500 sieht angeschlagen aus

2
13.01.15 22:53
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Der USA Bären-Thread 789375
Antworten
Anti Lemming:

Euro-QE: Profiteure sind USA und GB

6
14.01.15 10:58

Diese These vertrete ich hier schon seit langem.

Daher ist es interessant, dass sie nun auch von einem CBS-Marketwatch-Autoren in einer Meinungs-Kolumne vertreten wird. Der Autor ist der Londoner Finanzjournalist Matthew Lynn, der u. a. das Buch "Bust: Greece, the Euro and the Sovereign Debt Crisis" geschrieben hat.

Kurzfassung: Wenn Draghi Geld druckt, geht es an Europas Banken, deren Hedgefonds es NICHT in den wenig lukrativen PIIGS anlegen werden, sondern dort, wo es die meiste Rendite bringt, und das sind z. Z. USA und m.E. Großbritannien. Folglich ist Draghis Behauptung, Euro-QE solle "einen Aufschwung in Europas schwachen Südstaaten finanzieren", eine dreiste, wenn nicht gar dreckige (Wall-Street-)Lüge.


Opinion: The winners from Draghi’s QE? America and Britain

LONDON (MarketWatch) — Waiting for Godot seems like just a few minutes by comparison. The markets have been expecting the European Central Bank to launch its own version of quantitative easing ... at least since 2011, when it became clear the eurozone was going to need something to lift its struggling economies off the rocks.

But now it appears it is about to finally happen. At its meeting next week, the ECB is widely expected to lay out its plans to follow the U.S., U.K. and Japanese in printing money.If it doesn’t, there will be chaos. QE is already built into bond market. If it doesn’t happen, there will be a huge selloff.

But who will be the real winner when the printing presses in Frankfurt, metaphorically at least, finally start to roll? The plan is for it to help the struggling economies of Europe’s periphery.

The reality is that the two markets that will benefit most are the U.K. and the U.S. Why? Because when central banks print money, it inevitably sloshes outside of its own borders, and Britain and America are far more attractive homes for that cash right now than Greece or Italy.

Indeed, even if the ECB pulls back from QE the U.K. and U.S. will still come out ahead — because both are safe havens when Europe is in trouble.

Nobody knows for certain whether the ECB President Mario Draghi will finally persuade his colleagues to launch QE when they meet on Jan. 22. True, the case for the central bank to print money is compelling. The eurozone is already in deflation. Prices dropped by 0.2% in December, the lowest reading for five years (and remember, that was in the middle of a global slump). In countries such as Spain and Greece prices are falling far more rapidly than that.

Growth has weakened, and is still declining. The German engine has stopped running [wegen der Russen-Sanktionen, die mMn eigens für die Durchsetzung von Draghis Euro-QE aus USA "verordnet" wurden], and its mighty export machine is stalling. France is sliding ever deeper into a depression. Growth across the continent is evaporating.

The trouble is, the Germans are not convinced that QE is right in any circumstances. It looks to them as if it will mean they are bailing out feckless Southern European governments by the back door — and that is not something they want to do. So whether Draghi can push through QE, or whether it will be hedged with so many restrictions that it is ineffective, is still not clear. Even so, the betting must be that something will be done.

When it is launched, it will be aimed at lifting the whole of the eurozone, and especially the struggling periphery. In an ideal world, the newly created euros would find their way to Greek entrepreneurs building new holiday resorts, Italian manufacturers planning to expand their factories, and to German and French consumers planning to buy that Italian stuff and go on a holiday to Greece. The trouble is, few of us live in an ideal world, and the ECB certainly doesn’t.Everything we have learned about QEfrom the way it has been applied in Japan, the U.S., and the U.K., is that although you can decide how much money to print, and in what form, you can’t control where it ends up..

When the Japanese printed money, much of it spilled out into Europe and the U.S. When the U.S. and the U.K. launched QE, much of it spilled into the emerging markets and commodity prices. [A.L.: Das ist kein unerwünschter Nebeneffekt, sondern das "Hauptanliegen" von QE, es soll Preise hochtreiben.] The reason is not hard to understand. The money starts out in the banks, and in a borderless world with no capital controls, they are happy to take the cheap funding, or pass it onto a hedge fund, which then invests it wherever they think it will earn them the highest yield.When the ECB launches its QE, much of it won’t end up in Europe. There are not many investment opportunities in Italy or Greece or Portugal right now. [A.L.: eben, eben. Deshalb investieren Unternehmer mit eigenem Geld dort ja auch nicht. Es wäre zu verlustbehaftet.] Even Germany, with a flattening economy and sluggish retail sales, is not an attractive place to put your funds. So where will it go? The most obvious answer is the U.S. and the U.K.

The U.S. has the best prospects of any of the developed nations right now. The economy is expanding at a healthy rate and jobs are being created. Sure, it has its problems, but they pale in comparison with everyone else’s. The yield on 10-year Treasury bonds is 1.89%, and the dollar is strengthening all the time. Why would you want to keep your money in Italian bonds that yield only 1.77%, with its shrinking economy and rising debt-to-GDP ratio, when you could buy American instead?The U.K. is not in such good shape as the U.S. It is sliding towards deflation, the budget and trade deficits remain huge, and the general election in May could lead to a long period of political instability if no single party emerges as the winner. But it still looks much more attractive than its neighbors across the English Channel.

Growth is robust, and jobs are being created. On top of that, Britain has emerged as a safe haven for investors nervous about keeping their money in Greece or Italy.[GB ist ein bevorzugtes "Kapitalfluchtziel" der PIIGS-Millionäre.] It is the largest economy close to the eurozone. If money is going to spill out anywhere, then it will be into Britain — and into London’s already over-heated property market in particular.

Money might go elsewhere as well.

...A fair bit might be safely stored in gold - one reason why the price has started to finally stabilize and even edge upwards again in the last month.

What it [the money] won’t do is go, at least in any significant way, into the struggling peripheral economies of the eurozone.[Deshalb sind Draghis Sprüche ja auch dreiste Lügen, A.L.] That may be where it is needed — but if the ECB wants to find a way of boosting those countries, it will have to find a better way than printing money and feeding it into the financial system.

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Anti Lemming:

Fazit:

 
14.01.15 11:06
Die größte Bärenhoffnung ist zurzeit Weidmann. Wer hätte gedacht, dass es mal so weit kommen würde? ;-)
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Anti Lemming:

Der Europäische Gerichtshof wird die Klage gegen

2
14.01.15 11:46
Euro-QE höchstwahrscheinlich abweisen und Euro-QE für zulässig erklären. Es werden zwar bestimmte Bedingungen daran geknüpft, die nicht widerspruchsfrei eingehalten werden können (siehe unten). Doch um solche Feinheiten dürfte sich Draghi am 21. Januar vermutlich nicht kümmern. Mit dem heute verkündeten (Vor-)Entscheid hat Draghi quasi grünes Licht für Euro-QE erhalten. Seine Bundesbank-Kritiker werden damit zu Provinz-Buhmännern degradiert.

Zahlmeister Deutschland hat nichts mehr zu melden im großen Wall-Street-Ränkespiel.

www.zerohedge.com/news/2015-01-14/...ay-be-legal-must-meet-conditions

Almost a year ago, the German top court [Bundesgerichtshof, A.L.] found that ECB's OMT is "illegal", then promptly washed its hands of the final decision, kicking the ball in the court of the European Court of Justice. Moments ago, the Advocate General Pedro Cruz Villalon of the EU Court of Justice in Luxembourg delivered the non-binding opinion on issue of Mario Draghi's "unconditional" OMT.

The full opinion can be found here:
curia.europa.eu/juris/document/document_print.jsf?doclang=EN&text=&pageIndex=0&part=1&mode=req&docid=161370&occ=first&dir=&cid=205625

Below are the details from Reuters and Bloomberg:

EU COURT ADVISER SAYS OMT PROGRAMME IN LINE WITH EU LAW SO LONG AS CERTAIN CONDITIONS MET

The conditions:

EU COURT ADVISER SAYS OMT LEGITIMATE SO LONG AS THERE IS NO DIRECT INVOLVEMENT IN FINANCIAL ASSISTANCE PROGRAMME THAT APPLIES TO STATE IN QUESTION

EU COURT ADVISER SAYS ECB MUST OUTLINE REASONS FOR ADOPTING UNCONVENTIONAL MEASURES SUCH AS OMT PROGRAMME

Basically, the court has allowed the ECB to drive down borrowing costs using the OMT but it can't fund bailouts. How the two will be "separated" in a world of fungible money is unclear and will likely be the basis for another court appeal.

------------------------

So bleibt nur das Fazit, dass auch der Europäische Gerichtshof Wall Street in die Hände arbeitet. Wir sehen auf der finanzpolitischen Ebene (Zentralbanken, Gerichte) eine ähnliche US-Hörigkeit der (korrumpierten?) Top-EU-Institutionen wie auf der Wirtschaftskriegs-Ebene, auf der US-Interessen entweder "soft" via Russland-Sanktionen oder "hart" via Stellvertreterkrieg in der Ukraine abgenickt werden.

------------------------

Auch die Londoner Financial Times hat gerade geschrieben, dass Euro-QE wohl nicht als rechtswidrig eingestuft wird:

www.ft.com/intl/fastft/261362

ECB's OMT programme "in principle" adheres to EU law

The European Central Bank's crisis-fighting plan was "necessary" and "in principle" in line with EU law, a senior European Court of Justice adviser has ruled.

The German Constitutional Court has asked the ECJ to rule on whether the ECB's "Outright Monetary Transactions" - the programme unveiled at the peak of the eurozone crisis to beat down government bond yields - is in line with the EU treaty.

One of the ECJ's advocates-general, Pedro Crus Villalón, has now issued an interim ruling [reicht das für Draghi am 21. Januar? A.L.]  that it "in principle" adheres to European law, and the ECJ's view rarely differs from its advocates-general.

The OMT programme succeeded in turning the tide on the eurozone crisis. While it has never been deployed, some observers have fretted that if the ECJ expressed doubts over the legality of some of its aspects it would constrict the ECB's freedom to start a full quantitative easing programme - which is expected to be unveiled later this month.

Mr Villalón said in a statement that the ECB' should have "broad discretion" in framing and implementing the eurozone's monetary policy", and argued that legal courts therefore "must exercise a considerable degree of caution when reviewing the ECB's activity, since they lack the expertise and experience which the ECB has in this area". [Man könnte auch treffender sagen: Dem EU-Gericht fehlt die kriminelle Energie der Wall-Street-Mafia um Draghi, A.L.]

Therefore, in Advocate General Cruz Villalón's view, the OMT programme decided upon by the ECB, as it results from the technical features described in the press release, does not infringe the principle of proportionality and may be considered lawful...
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Anti Lemming:

NZZ: "Rückdeckung für Draghi"

3
14.01.15 11:59
www.nzz.ch/wirtschaft/...ndsaetzlich-staatsanleihen-kaufen-1.18460898

Reuters) Die Europäische Zentralbank (EZB) darf nach Ansicht des Generalanwalts am Gerichtshof der Europäischen Union unter bestimmten Voraussetzungen massenhaft Staatsanleihen von Euro-Krisenländern kaufen. Das 2012 in Aussicht gestellte OMT-Programm sei erforderlich und verhältnismässig im engeren Sinne, da die EZB kein Risiko eingehe, das sie notwendigerweise einem Szenario der Insolvenz aussetze [A.L. und was ist mit der gemäß Maastricht-Kriterien verbotenen Staatsfinanzierung??} , erklärte Generalanwalt Pedro Cruz Villalon am Mittwoch in Luxemburg. Voraussetzung sei aber, dass sich die EZB aus den für einen betroffenen Staat geltenden Reformprogrammen heraushalte.

Die EZB ist in Ländern wie Griechenland Teil der sogenannten Troika aus EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds, die für die Überwachung der Reformauflagen zuständig ist. Über eine mögliche Begrenzung von Anleihenkaufprogrammen der EZB sagte Cruz Villalon bei der Verlesung seiner Schlussanträge nichts. Seine Einschätzung ist für die Richter am EuGH nicht bindend, in vielen Fällen folgen sie aber der Argumentation.

Im vorliegenden Fall ging es um die Klage gegen die EZB-Ankündigung vom Sommer 2012, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern zu kaufen (AZ: C-62/14). Das Bundesverfassungsgericht hatte die Entscheidung darüber nach Luxemburg übertragen und damit juristisches Neuland betreten.

Die Schlussanträge des Generalanwalts dürften nach Einschätzung von Experten über das von der EZB nie angewandte sogenannte OMT-Programm hinaus auch Einfluss auf die Ausgestaltung der massiven Anleihenkäufe haben, die von der Notenbank im Kampf gegen Wirtschaftsflaute und Preisverfall im Euroraum in Aussicht gestellt wurden. Die Frankfurter Währungshüter könnten schon am 22. Januar über die im Fachjargon geldpolitische Lockerung (Quantitative Easing) genannte Massnahme entscheiden.

(oben hatte ich fälschlicherweise 21. Jan. geschrieben, A.L.)
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