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Anti Lemming:

EZB finanziert PIIGS-Staaten durch die Hintertür

3
08.04.14 14:41
Fill # 874: Die Finanzierung der Staatsanleihen-Carrytrades erfolgte über LTRO, das 2011/2012 ein Volumen von einer Billion (= 1000 Milliarden) Euro hatte.

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/...h-die-hintertuere/

Billiges Geld: EZB finanziert Schulden-Staaten durch die Hintertür

Die Schulden-Staaten in Europa finden keine Abnehmer für ihre Staatsanleihen. Daher müssen die nationalen Banken einspringen. Damit wurde der Bond-Markt zerstört. Der Preis, den die Staaten zahlen: Sie geraten in immer größere Abhängigkeit von den Banken und laden dem Steuerzahler damit unabsehbare Risiken auf.


Banken in der Eurozone haben weitaus mehr Staatsanleihen in ihren Bilanzen als noch vor der Finanzkrise. Sie stützen damit vor allem die angeschlagenen Krisenländer und vertiefen weiterhin die Abhängigkeit zwischen Banken und Regierungen. Insgesamt belaufen sich die von Banken gehaltenen Staatsschulden auf 1,75 Billionen Euro. Dies ist die höchste relative Belastung seit 2006.

Europäische Regierungen brauchen die Banken, um ihre wachsenden Staatsausgaben zu finanzieren. Viele Staaten finden einfach keine Alternativen für die Käufer ihrer Anleihen, nachdem außereuropäische Investoren abgewandert sind.

Obwohl die EZB daran interessiert ist, die Abhängigkeit der Staaten von den Banken zu brechen, warnen Analysten davor, dass ihr die Hände gebunden sind, berichtet die International Financing Review.

Quelle: www.ifre.com/...uo;-sovereign-exposure-hits-new-high/21134975.article

"Die Abhängigkeit der Staaten von ihren Banken wächst kontinuierlich. Das ist beunruhigend“, sagt Nikolaos Panigirtzoglou von JP Morgan. „Die EZB und die Regulierungsbehörden möchten dieses Risiko verringern, doch sie wissen, dass sie das jetzt nicht können, da die Region gerade erst nach und nach aus der Schuldenkrise herauskommt. Aber wenn die Frage der Nachhaltigkeit der Schuldenproblematik künftig wieder auftaucht, wird es vor allem ein Problem für Banken werden, die ungeschützt hoch bei Staatsanleihen aufgestellt sind.“

Seit den 1980er Jahren haben die Bankenregulierer für die Banken Anreize geschaffen, dass Staatsanleihen mit Null-Risikogewichtung gekauft und gehalten werden können. Das war ein politischer Beschluss. Auch der Baseler Ausschuss entschied 2010 beim letzten „Update“, die Regeln nicht zu ändern. Die Ratingagentur Fitch merkt an, dies führe nachgerade dazu, das Ganze richtig „auf Touren zu bringen“.

Der EZB wird vorgeworfen, so heißt es im Artikel der International Financing Review weiter, eine Vermittlerrolle bei Staatsanleihenkäufen zu spielen, mit vormals günstigen Kreditaufnahmen der Banken bei der EZB mit 1 Prozent des Leitzinssatzes, der zuletzt auf 0,25 Prozent fiel. Damit wurde billiges Geld in Staatsanleihen gepumpt, das in den letzten Jahren Gewinne von 7 Prozent und mehr hergeben habe – was im Endeffekt einem bequemen Profit entspräche.

Der Carry-Trade (Spekulationsstrategie) hierbei wird auf einen Wert zwischen fünf und 20 Milliarden Euro pro Jahr für spanische und italienische Banken geschätzt. Viele Banken verwenden den Handel nicht nur, um gravierende Verluste zu verstecken, sondern auch als eine Möglichkeit zum Aufbau der Kapitalpuffer. So werden die Kapitalflüsse der EZB auch dazu benutzt werden, um Halter von Staatsanleihen zu schützen.

Die von den Banken gehaltenen Staatsanleihen stiegen seit der LTRO der EZB (rund eine Billion Euro an die Euro-Banken, veranlasst Ende 2011 und Anfang 2012) um 355 Milliarden Euro oder insgesamt um 25 Prozent.

Die Banken in den Krisenstaaten legten am meisten zu. Italienische Banken erhöhten die Bestände ihrer Staatsanleihen um 62 Prozent, portugiesischen Banken um 52 Prozent und spanischen Institute um 45 Prozent.

„Durch die Zuteilung der LTRO durften sich Banken riesige Geldmengen von der EZB zu niedrigen Zinsen leihen und einige haben das Geld verwendet, um deutlich mehr Staatsschulden zu kaufen und damit Erlöse zu erwirtschaften. Die Regierungen haben ihnen dabei nicht widersprochen”, sagt Stefan Best, Bankanalyst bei Standard & Poor’s.

Es ist nicht das erste Mal, dass Banken bei Carry-Trades bei Staatspapieren leicht verdientes Geld anhäuften. In den vergangenen zehn Jahren kauften viele Banken, darunter BNP Paribas, Societe Generale, Deutsche Bank und Commerzbank, griechische Schulden in Milliardenhöhe, um auf zusätzlichen Rendite zu kommen. Auch ihnen war der Kauf von de Politik nahegelegt und mit hohen Renditen versüßt worden.

Als Griechenland seine Schulden restrukturieren musste, verzeichneten diese vier Banken Milliardenverluste. Die Commerzbank musste sogar teilverstaatlicht werden.

Auch die Hypo-Real Estate (HRE) verzeichnete beim Geschäft mit griechischen Staatsanleihen ein Minus von rund acht Milliarden Euro, die nach der Verstaatlichung der Bank (bereits im Jahr 2009) zu Lasten der deutschen Steuerzahler ging.

Nun scheint es einen neuen Deal zwischen den Schulden-Regierungen und ihren Banken zu geben: Die nationalen Banken kaufen die Bonds ihrer Länder, um im Gegenzug die von der EZB als risikolos eingestuften Staatsanleihen bei der EZB als Sicherheiten zu hinterlegen – und neues Geld von der EZB abzurufen.

Das ist nichts anderes als eine Staatsfinanzierung durch die Zentralbank auf Umwegen. Eine direkte Staatsfinanzierung ist verboten, wie auch das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat.

Doch wo kein Kläger, da wird es auch keinen Richter geben – schließlich machen es alle Euro-Staaten offenbar mittlerweile so...

...„Die EZB ist zwar bemüht, die gefährliche Verbindung zwischen Banken und Staaten zu reduzieren. Sie kann aber nicht der Tatsache entkommen, dass viele Regierungen ihre Banken auch weiterhin brauchen, die ihre Staatsanleihen kaufen“, sagte Alberto Gallo, Kreditstratege bei der RBS. „Im Grunde ist es nicht das vorrangige Ziel der Banken, ihre nationalen Regierungen zu finanzieren, aber sie werden aufgefordert, genau das zu tun.“
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Fillorkill:

LTRO

2
08.04.14 15:47
beschrieb als Offenmarktgeschäft mit aussergewöhnlich langer Laufzeit das Angebot an Geschäftsbanken, gegen symbolischen Zins und unter Vorlage von Collaterals - primär Bonds - Zentralbankgeld zu ziehen und entsprechend lange zu halten. Dies vor dem Hintergrund eines recessiv bedingten Mangels an Zentralbankliquidität insbesondere der Peripheriebanken, aber auch zB der deutschen Coba. Um an diesem Programm teilnehmen zu können, musste eine Bank Bonds entweder aus dem eigenen Bestand oder frisch erworben bei der ECB hinterlegen...

Der Druck auf den Zins der Government Bonds ergab sich dadurch,  dass deren Werthaltigkeit durch die Abnahmeverpflichtung der ECB tendenziell garantiert wurde. Gleichzeitig ermunterte die verbesserte Ausstattung der Geschäftsbanken mit Zentralbankliquidität diese tendenziell, risikofreudiger mit Eigenkapital wie Kreditvergabe aufzutreten. Dies ist der Mechanismus, der bezüglich Bonds halbwegs wie erhofft funktonierte. Und nicht für 0.25 leihen, aber für 9.0 anlegen. Wäre letzteres, hätten wir in gr Bonds bereits Mondpreise...
'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'
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Zanoni1:

Ein Großteil dieser Liquidität wurde zudem

3
08.04.14 16:26
bekannter Maßen auf Zentralbankkonten geparkt und eben nicht Assets investiert.

Die LTRO-Maßnahmen wurden im übrigen im Vorfelde des Griechenland Haircuts eingeleitet, und dienten neben der von Fill beschriebenen Funktion massgeblich als eine Art Risikopuffer unter dem Hintegrund dieses Haircuts.

Kein Mensch wußte, inwieweit über komplizierte CDS-Konstrukte unter Umständen bestimmte Kettenreaktionen hätten einsetzen können - ausser eben den einzelnen Banken selbst.

Das Angebot an die Banken, sich im Vorwege dieses Haircuts, zu einem symbolischen Zins soviel Liquidität zu ziehen wie sie brauchen, war ein kluger und ich meine sogar notwendiger Zug - faktisch, da die Banken auf diese Weise Vorsorge für bestimmte Szenarien treffen konnten aber auch psychologisch! Die Angst vor möglichen Kettenreaktionen konnte auf diese Weise deutlich minimiert werden, was gerade eine der wesentlichen Vorraussetzungen dafür war, dass diese tatsächlich ausblieben.

Um Carrytrades ging es dabei nicht, auch wenn solche im weiteren Verlauf, sicher in einem gewissen Umpfang stattgefunden haben.

@ Fill

Dies ist der Mechanismus, der bezüglich Bonds halbwegs wie erhofft funktonierte. Und nicht für 0.25 leihen, aber für 9.0 anlegen. Wäre letzteres, hätten wir in gr Bonds bereits Mondpreise...

Mondpreise im Sinne eines erstaunlich niedrigen Zinsniveaus, da die zusätzliche Nachfrage nach Bonds auf den Zins drückt.
Zudem wäre die Verschuldung angesichts der fortdauernden Depression exorbitant weiter nach oben geschossen.

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Kicky:

Citigroups Levkovich.dies ist nicht der Beginn

 
08.04.14 16:38
eines Bärenmarkts ...vielmehr hanen High-Growth-Momentum Stocks die Richtung gewechselt und die Anleger bewegen sich von small to large-cap stocks, from growth to value and toward quality. Levkovich says what we are seeing is "discreet parts of the market" like biotech, social media and cloud computing "start to lose what had been a small little bubble forming."
finance.yahoo.com/blogs/daily-ticker/...ategist-113515028.html
Antworten
Kicky:

Kümmerliche Volksversammlung in Donezk

3
08.04.14 19:40
....Am Dienstag, als wieder einmal prorussische Demonstranten mit Fahnen, Helmen und Knüppeln das Gebäude umlagerten, hat die Größe des Gouverneurspalasts vor allem die Behauptung Lügen gestraft, hier stehe „das Volk“, das heißt die russisch sprechende Einwohnerschaft der Industrieregion Donbass, wie ein Mann auf, um sich der russischen Mutternation anzuschließen.  

Die Realität am Fuße des Betongebirges „Gouverneurspalast“ war dann viel kümmerlicher: Es waren höchstens ein paar hundert Demonstranten gekommen, sie reichten nicht einmal aus, die gesamte Breite der Fassade einzufassen. Die Menge am verbarrikadierten Haupteingang war nur ein paar Schritte tief, und wer sie durchmessen hatte, fand sich schnell wieder in einer ganz normalen Großstadt, die ruhig ihrem Alltag nachging, deren Studenten in der Sonne vor der Universität plauderten, und deren Hausfrauen mit ihren Hunden spazieren gingen....

In Donezk ist der Palast am Dienstag Nachmittag weiter in der Hand der Demonstranten gewesen, die am Montag – ähnlich wie in Charkiw – eine von der Ukraine getrennte „Volksrepublik Donezk“ ausgerufen haben. In seinem von der Erstürmung am Sonntag immer noch heftig lädierten Inneren tagte eine Art „konstituierende Versammlung“, um nach der „Proklamation der Unabhängigkeit“ eine „Regierung“ zu bestimmen – und auch hier hat der Augenschein einige gängige Theorien über den Charakter der gegenwärtigen Unruhen zumindest relativiert.

Zunächst hat der erstürmte Gouverneurssitz zwar so ausgesehen, wie erstürmte Gebäude gemeinhin aussehen: Türen und Scheiben waren eingeschlagen, in vielen Büros – auch in dem des Gouverneurs – zeugten auf dem Boden verstreute Akten, Tassen und Nippesfiguren von Zerstörungslust. Der Strom im Gebäude war am Dienstag zeitweise war abgeschaltet, so dass die Aufzüge stillstanden und Menschentrauben sich im Treppenhaus drängten. Überall saßen, lagerten und lehnten maskierte knüppelbewehrte Männer und missachteten das Rauchverbot.

---Die Anwesenden teilten mit, dass hier die konstituierende Volksversammlung der „Volksrepublik Donezk“ tage. Die Realität war dagegen, dass mehrere Dutzend Männer und einige Frauen, die einander meist nicht einmal dem Namen nach kannten, heiser durcheinanderschrieen. ....Das Chaos dieser Versammlung und die Dürftigkeit der Unterstützung draußen auf der Straße kann als Kommentar zu der Theorie gelesen werden, hier im Donbass finde gerade ein ebenso machtvoll wie minutiös vom Kreml geplanter Umsturz statt, der mit Hilfe gesteuerter Separatisten die Ukraine auflösen solle. Falls hier tatsächlich ein Generalplan durchexerziert wird, dann ist dies am Dienstag in Donezk ebenso chaotisch wie schmalbrüstig vonstatten gegangen.

Wie am Dienstag bekannt geworden ist, hat der Emissär der Kiewer Regierung, der stellvertretende Ministerpräsident Vitali Jarema sich in der Montagnacht mit einigen Vertretern der Demonstranten getroffen. Vertreter der Separatisten sagten, zu dem Gespräch habe der Milliardär Rinat Achmetow eingeladen, der bei weitem mächtigste „Oligarch“ des Donbass, der bei der Unterredung dann auch anwesend war. Die genauen Inhalte des Gesprächs sind nicht bekannt geworden, doch einige der Separatisten berichteten am Dienstag im besetzten Gouverneurspalast, der stellvertretende Ministerpräsident, ein ehemaliger Polizeigeneral, habe eigentlich die gewaltsame Räumung anordnen wollen.

Mit Achmetows Hilfe sei er dann aber von diesem Plan abgebracht worden.....
www.faz.net/aktuell/politik/ausland/...ustand-12886318-p2.html
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Fillorkill:

# 78 Zan,

 
08.04.14 21:05
in unserem Geldsystem ist es nicht möglich, mit Reserves irgendetwas zu kaufen - auch nicht Governmentbonds. Nur von der NB gehaltene Papiere können GB gegen eigene Reserves swappen und dies passiert im Rahmen der Offenmarktpolitik ja auch ständig. Im Fall des LTRO-Programmes mussten teilnehmende Banken Bonds erwerben und diese dann gegen Reserves hinterlegen. Weil dem gegenüber die Abnahmeverpflichtung der ECB stand, war dies ohne Risiko möglich...

Diese Käufe stützten dann tendenziell den Bondmarkt. Weil damit kein Profit zu machen war - der Zinsgewinn blieb ja bei der ECB - erfolgte die Teilnahme an diesem Programm nur aus blanker Liquiditätsnot. Wann immer es ging, wurde der LTRO Swap deshalb rückabgewickelt. Tatsächlich wurde das von Draghi angebotene Volumen gar nicht aufgebraucht...
'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'
Antworten
Zanoni1:

#81 Fill

 
08.04.14 22:21
"Im Fall des LTRO-Programmes mussten teilnehmende Banken Bonds erwerben und diese dann gegen Reserves hinterlegen. Weil dem gegenüber die Abnahmeverpflichtung der ECB stand, war dies ohne Risiko möglich..."

Völlig richtig.

"in unserem Geldsystem ist es nicht möglich, mit Reserves irgendetwas zu kaufen - auch nicht Governmentbonds."

Reserves kann sich jede Bank jeder Zeit in Basisgeld auszahlen lassen.
Deswegen schwanken die Einlagen der Gb bei der EZB ja auch ständig. Sie können Gelder von diesem  Konto abheben, und einzahlen, zu welchen Zweck auch immer - sie sind da völlig frei.

Dies wäre mit dem Vorgang vergleichbar, wenn Du zu Deiner Bank gingest und Dir Giralgeld in Basemoney (Münzen und Scheine) auzahlen ließest.

Mit diesem Geld könntest Du erwerben was Du möchtest, Brötchen, Hosenköpfe, oder auch (über Umwege) Aktien oder Bonds..Du bräuchtest für diese Assetkäufe nur ein Transaktionskonto, auf dem Du dieses Basemoney einzahlen und somit wieder zum Giralgeld verwandeln würdest.

Die GB verfügen über die gleichen Möglichkeiten, wenn sie sich Reserves von den ZB auszahlen lassen.
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Anti Lemming:

Weidmann zu QE und unkonventionellen Maßnahmen

2
09.04.14 08:00
Auch Weidmann sieht "Preisstabilität" bei einer Inflation von nahe 2 % - eine gedankliche Verrenkung, zu der wohl nur Ökonomen fähig sind. Preisstabilität ist für mich, wenn ich für einen Euro in einem Jahr noch das Gleiche kaufen kann wie heute, und nicht für denselben Artikel 1,10 hinlegen muss. Das Deflationsgesülze der Zentralbanker, in das nun ärgerlicherweise auch Ex-Falke Weidmann einstimmt, ist für mich Pseudo-Rechtfertigung einer falschen, den Geldwert zersetzenden Geldpolitik, die den Staat sukzessive entschulden soll, "Wirtschaftswachstum" über Inflationierung vorgaukeln will und im Endeffekt Klientel-Politik für die oberen 1 % der Gesellschaft betreibt (= Umverteilung von unten nach oben). Weidmann weist allerings (zum Glück) auch darauf hin, dass das Gelddrucken ein Spiel mit dem Feuer ist, bei dem die Zentralbanken ihr Vertrauen (und das Geld der Steuerzahler) verlieren können.

Hier ein Auszug aus Weidmanns gestrigem Vortrag beim 20. Deutschen Bankentag:
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/...geld-druckens-vor/


..."Derzeit sind die Inflationsraten im Euro-Raum sehr niedrig und deutlich unterhalb unserer Definition von Preisstabilität von nahe, aber unter 2 % [Kritik: s.o.]. Unseren Prognosen zufolge wird die Phase niedriger Inflationsraten auch noch eine Weile andauern, bis die Teuerungsraten allmählich wieder Richtung 2 % steigen werden.

Vor dem Hintergrund des geringen Inflationsdrucks ist die expansive Ausrichtung der Geldpolitik angemessen.

Gleichzeitig möchte ich betonen, dass das von manchen heraufbeschworene Risiko einer sich selbst verstärkenden deflatorischen Abwärtsspirale aus sinkenden Löhnen und Preisen ebenfalls gering ist, trotz derzeit sehr niedriger Inflationsraten im Euro-Raum. Diese sind vor allem Folge sinkender Energiepreise und der Anpassungsprozesse in den Krisenländern. Mit der zunehmenden wirtschaftlichen Erholung der Krisenländer dürfte dort auch der Preisauftrieb wieder an Schwung gewinnen.

In der Erwartung allmählich steigender Inflationsraten hat der EZB-Rat auf seiner vergangenen Sitzung die geldpolitischen Zügel nicht weiter gelockert. Wir verfolgen die Entwicklung aber sehr genau und sind gegebenenfalls zu weiteren Maßnahmen bereit, um einer zu lange anhaltenden Periode niedriger Inflationsraten effektiv zu begegnen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir mit allen derzeit im Raum stehenden geldpolitischen Maßnahmen Neuland betreten würden. Daher stellen sich Fragen nach der Effektivität solcher Maßnahmen und nach den mit ihnen verbundenen Risiken und Nebenwirkungen. Außerdem müssen wir als EZB-Rat die Grenzen unseres geldpolitischen Mandats und die Vorgaben der Europäischen Verträge beachten.

Klar ist für mich auch, dass die Risiken mit der Dauer der Niedrigzinspolitik zunehmen, während die positiven, stimulierenden Wirkungen nachlassen. Darauf hat kürzlich auch der Bankenverband zu Recht hingewiesen.

An der Niedrigzinspolitik für einen längeren Zeitraum festzuhalten, als es für die Sicherung der Preisstabilität notwendig wäre, wie es zum Beispiel das DIW kürzlich gefordert hat, um die Staatsschulden im Euro-Raum tragbarer zu machen, darf für uns keine Option sein. Damit würden wir uns in ein Regime fiskalischer Dominanz begeben und gegen unser Mandat verstoßen.

Vor allem würden wir das Vertrauen der Bürger in die Notenbanken aufs Spiel setzen; sie vertrauen darauf, dass die Geldpolitik unverrückbar am Ziel der Geldwertstabilität ausgerichtet ist. Letztlich würden wir unser wichtigstes Kapital verspielen, denn Geld ist nun mal nichts anderes als geronnenes Vertrauen."....
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Anti Lemming:

Schädigt Monsantos Unkrautgift menschl. Gehirne?

 
09.04.14 09:30
Studie: Monsantos Unkrautgift schädigt menschliches Gehirn

Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass das Unkrautgift Roundup ein möglicher Auslöser für Alzheimer und Parkinson ist. Regelmäßiger Kontakt mit dem Gift führte zum Zelltod im Gehirn von Ratten. Roundup wird häufig zusammen mit Gen-technisch veränderten Pflanzen eingesetzt.

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/...nschliches-gehirn/
Antworten
Ischariot MD:

Tja, Roundup gibt's leider

5
09.04.14 11:10
auch in jedem Baumarkt und wird seit Jahren von Tausenden Hobbygärtnern in Massen im Garten und Vorgarten versprüht  :o(
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß
Antworten
Anti Lemming:

Lemminge balgen sich um PIIGS-Anleihen

3
09.04.14 13:49
www.wsj.de/article/SB10001424052702303603904579491041619884758.html

Der Hunger nach Rendite im allgemeinen Niedrigzinsumfeld macht es möglich: Anleger am Rentenmarkt unterscheiden in immer geringerem Maße zwischen vermeintlichem Risiko bzw. vermeintlicher Sicherheit. Der Zinsabstand zwischen den einstigen europäischen Krisenstaaten Italien und Spanien einerseits und den als sicherer Anlegerhafen geltenden Staaten Deutschland und USA andererseits schmelzen dahin. Die steigende Nachfrage nach Staatsanleihen aus Spanien und Italien drückt die Renditen dieser Emittenten immer weiter nach unten. In der Folge sinkt der Zinsabstand zwischen Spanien bzw. Italien und US-Staatsanleihen auf das niedrigste Niveau seit vier Jahren.

Aktuell werfen zehnjährige Staatsanleihen aus Spanien und Italien rund 3,2 Prozent Rendite pro Jahr ab. Bei US-Anleihen erhalten Investoren derzeit 2,7 Prozent. Die im Ruf absoluter Sicherheit stehenden deutschen Bundesanleihen mit entsprechender Laufzeit rentieren mit 1,57 Prozent. Marktbeobachter sprechen von einer bemerkenswerten Entwicklung, warnen aber vor der vorschnellen Schlussfolgerung, die Eurokrise könnte ausgestanden sein. Die Konjunktur der Eurozone verlaufe eher holprig und auch das Wachstum falle mau aus. Daher seien die Renditen zu schnell gepurzelt....
Antworten
Anti Lemming:

Gauck hätschelt die Banker

 
09.04.14 14:01
auf seiner Rede auf dem 20. Bankentag. Wulff war 2011 weitaus barscher.


Mehr Regeln für den Finanzmarkt?

WULFF 2011:

"Es war ein Fehler, den Kapitalverkehr und die Kapitalmärkte global zu deregulieren und zu liberalisieren, ohne zuvor einen funktionierenden globalen Ordnungsrahmen geschaffen zu haben. Ein Ordnungsrahmen, der erlaubt, was ökonomisch und finanzpolitisch gewollt ist und der drastisch ahndet, was unerwünscht und schädlich ist. Ein globaler Finanzmarkt braucht eine feste Ordnung mit klaren Regeln und fairen Wettbewerbsbedingungen. Damit stünde man in einer guten ordnungspolitischen Tradition."


GAUCK 2014:

"Geht manche Regel gerade für kleine Banken, die nicht "systemrelevant" und kaum mit anderen Banken verflochten sind, vielleicht schon zu weit? Dazu kann es unterschiedliche Antworten geben. Eine, die mir persönlich sehr sympathisch ist, stammt von Karl Popper, dem Begründer des Kritischen Rationalismus. Er hat einmal gefordert, den freien Markt nicht als "ideologisches Prinzip" zu betrachten, sondern als eine Ordnung, die davon lebt, dass die Freiheit nur dort zu beschränken ist, wo es aus wichtigen Gründen notwendig ist. Er war sich bewusst, dass oftmals umstritten sein wird, wo genau die Grenze des Notwendigen verläuft. Diese Grenze in kluger und verantwortungsvoller Weise zu ziehen, das ist Aufgabe der Politik."

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...ont-die-banken-a-963442.html

A.L. Wenn jemand Popper zitiert, weiß man schon, in wessen Hintern er gekrochen ist.
Antworten
Galearis:

Gaukerl will wohlnicht den Wulf machen..hat Schiß

 
09.04.14 14:09
man wird schliesslich  nicht noch mal in so ein eitles Amt gehievt.
und das sogar ohne neuen Trauschein. Was heutzuitage alles durchgeht ....?
Bsucht er noch sei Hansi ?
Antworten
Sufdl:

Mal was zum schmunzeln ;c)

 
09.04.14 17:14
Alcoa hat gestern die US-Quartalsberichtssaison eröffnet. Und das wenig überzeugend. 90 Prozent des US-Aktienkapitals hängen derweil allerdings am seidenen Faden. Gut geht’s nur der EU. Und bald wird es ihr noch viel besser gehen.




www.boerse-online.de/nachrichten/...r-Aufwaertsruck-1000071742
Antworten
Kicky:

Gauck, der Banker-Versteher

6
09.04.14 17:18
..Der Bundespräsident war so zahm, dass er in Sachen Kritik von den Bankern selbst überholt wurde.Jürgen Fitschen konnte sein Glück kaum fassen, als er nach Joachim Gauck die Bühne betrat. Der Applaus der 800 Banker hallte noch nach. Einige Funktionsträger in den ersten Reihen waren sogar aufgestanden, um den Bundespräsidenten mit Standing Ovations zu feiern. Und auch Fitschen rang sichtlich nach Worten, um Gaucks Rede gebührend zu würdigen. Der Bundespräsident habe "uns aus dem Herzen gesprochen", jubelte der Co-Chef der Deutschen Bank und Präsident des Deutschen Bankenverbands schließlich. Er spüre "viel Unterstützung und Vertrautheit mit Ihrem Umgang mit unserem Thema"......

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...-banken-a-963442.html
na da muss man sich doch eher fragen,was für eine Lussche hier zum Bundespräsidenten gemacht wurde,da muss Merkel natürlich kaum fürchten,dass er ihr in die Kandare fährt oder wie Wulf sich durch kleine Nettigkeiten umgarnen lässt
Allein wie er sich in der  Ukrainekrise äusserte zur Übernahme von mehr Verantwortung sollte ihn disqualifizieren für dieses Amt
Antworten
Kicky:

Gauck zur Ukraine im Video

 
09.04.14 17:20
www.sueddeutsche.de/politik/gauck-kritisiert-russland-1.1910044
Antworten
Keno77:

Griechenland - Anleihe

2
09.04.14 17:20
www.handelsblatt.com/finanzen/...dat-kommt-wieder/9737318.html


"Der Hunger nach Rendite im allgemeinen Niedrigzinsumfeld macht es möglich: ...... (#886)


.....  dass wohl auch Griechenland morgen seine erste Anleihe seit 4 Jahren problemlos unterbringen wird.  2,5 Mrd. Euro soll das Emissionsvolumen betragen. Verzinsung 5% - 5,5%.

Die wirtschaftliche Situation des Landes ist immer noch schlecht. Das Land bewegt sich immer noch am Rande der Pleite. Im Mai müssen Schulden in Höhe von 12,5 Milliarden Euro bedient werden. Um einen Zahlungsausfall zu verhindern, braucht Griechenland bis dahin dringend neues Geld, wahrscheinlich auch noch ein drittes Hilfspaket.

Von S&P wird Griechenland mit B- bewertet. Damit liegt die Kreditwürdigkeit s i e b e n  
S t uf e n  unter dem sogenannten Investment Grade, der einer relativ sicheren Geldanlage entspricht.

Aber die Verzweiflung der Investoren auf der Suche nach Rendite dürfte derart groß sei, dass auch solche Anleihen willkommen sind.
Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
Antworten
Kicky:

Schäuble zur Ukraine im Video

 
09.04.14 17:23
www.sueddeutsche.de/politik/...n-weckruf-fuer-europa-1.1932260
Antworten
Anti Lemming:

US-Hedgefonds - leverage (Hebel)

 
09.04.14 21:01
(Verkleinert auf 61%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 712890
Antworten
Berix:

Vertauensvolle Gespräche bei freundlicher Stimmung

 
09.04.14 23:47
(Verkleinert auf 92%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 712944
Antworten
Kicky:

Die Krim und das Völkerrecht-kühle Ironie

2
10.04.14 07:42
Hat Russland die Krim annektiert? Nein. Waren das Referendum auf der Krim und deren Abspaltung von der Ukraine völkerrechtswidrig? Nein. Waren sie also rechtens? Nein; sie verstießen gegen die ukrainische Verfassung (aber das ist keine Frage des Völkerrechts). Hätte aber Russland wegen dieser Verfassungswidrigkeit den Beitritt der Krim nicht ablehnen müssen? Nein; die ukrainische Verfassung bindet Russland nicht. War dessen Handeln also völkerrechtsgemäß? Nein; jedenfalls seine militärische Präsenz auf der Krim außerhalb seiner Pachtgebiete dort war völkerrechtswidrig. Folgt daraus nicht, dass die von dieser Militärpräsenz erst möglich gemachte Abspaltung der Krim null und nichtig war und somit deren nachfolgender Beitritt zu Russland doch nichts anderes als eine maskierte Annexion? Nein.

Die offiziellen Bekundungen westlicher Regierungen lauten anders. Glaubt man ihnen, dann hat Russland auf der Krim völkerrechtlich das Gleiche getan wie Saddam Hussein 1991 in Kuweit: fremdes Staatsgebiet militärisch konfisziert und dem eigenen zugeschlagen. Die Annexion damals, man erinnert sich, hat ihrem Urheber einen massiven Militärschlag zugezogen. Wäre ein solcher Schlag, von seiner politischen Unmöglichkeit abgesehen, heute auch gegen Russland gerechtfertigt? Gewiss nicht. Aber das ist nicht der einzige Grund, den regierungsamtlichen Vokativen von Berlin bis Washington zu misstrauen.......

www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/...chte-12884464.html?

Reinhard Merkel lehrt Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg.
Antworten
Keno77:

Griechenland bleibt sich treu

4
10.04.14 07:47
Kredite aus dem Euro - Krisenfonds muss Griechenland mit nur 1,5% verzinsen.
Jüngstens hat Griechenland hier um eine weitere Aussetzung der Rückzahlung sowie um eine Zinssenkung gebeten.

Dazu passt es, dass die neue Anleihe mit sagenhaften 5% (oder 5,5%) verzinst werden soll.

Klamme Kassen, aber protzen! - wie schon immer. Solides Wirtschaften fällt dort schwer.

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/...geld-12888122.html


Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
Antworten
Anti Lemming:

Inflationierungs-Gehirnwäsche im WSJ/Ami-Stil

11
10.04.14 08:04

www.wsj.de/article/SB10001424052702303603904579492370699169430.html

Wieder ein Artikel, in der (ausbleibende) Inflation in gewohnt penetranter Weise mit (ausbleibendem) Wirtschaftswachstum gleichgesetzt werden. Motto: Wenn es keine Inflation gibt, dann gibt es auch kein Wachstum. Also muss die Notenbank Inflation "erzeugen".

Ich hab schon zig mal darauf hingewiesen, dass inflationäres "Wachstum" aus Gelddrucken kein organisches Wachstum ist, weil es inflationsbereinigt auf ein Nullsummenspiel hinausläuft.

Tatsache ist:

Starkes reales Wachstum erzeugt Inflation
.

Daraus folgt aber NICHT im Umkehrschluss:

Hohe Inflation erzeugt Wachstum.

Das wissen natürlich auch die US-Notenbanker und -Politiker sehr genau. Das Ganze ist reine Propaganda. Genauso, wie sich die Amerikaner im Ukrainekonflikt die Argumente so zurechtbiegen, dass sie den größtmöglichen geostrategischen (Ukraine in die Nato) und wirtschaftlichen (Ukraine kauft US-Schiefergas) Nutzen daraus ziehen, so stellen sie bei ihren Wirtschafts- und Geldpolitik-"Empfehlungen" verlogen und zum eigenen Vorteil ökonomisches Standardwissen auf den Kopf.

Nach dem Prinzip: Man muss Stuss nur oft genug wiederholen, dann wird er schon von Allen geglaubt. Genau wie 2008, als der US-Dollar angeblich wertlos wurde, "weil" Rohstoffe weltweit zur Neige gehen.

Im oben verlinkten Artikel weist das WSJ mit der üblichen Penetranz - und mit hanebüchener "Logik" -  darauf hin, dass die "anhaltend niedrigen Inflationsrate in den USA....ein weiteres Signal dafür" seien, dass sich "Zentralbanken weltweit vor einer globalen Wirtschaftsschwäche fürchten".

Hier wird ein Kausalzusammenhang konstruiert, der de facto nicht besteht.

Wahr ist:

Weil das (reale) Postkrisen-Wirtschaftswachstum niedrig ist, ist auch die Inflation entsprechend niedrig.


Gelogen ist:

WEIL die Inflationsrate so niedrig ist, ist das Postkrisen-Wachstum so niedrig.

Hier wird ganz klar das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt, um die Welt vor den US-Inflationierungskarren zu spannen. Im globalen Abwertungs-Wettbewerb, den die Amis damit anzetteln wollen - und in dem es angeblich keine Gewinner gibt -, geht USA dennoch sehr wohl als "Sieger" hervor. Und zwar ganz einfach deshalb, weil der US-Dollar (noch) die Weltleitwährung ist. Diesen Status nutzen die Amis und ihre Notenbanker schamlos aus. Dazu gehören ihre unablässigen globalen "Inflationierungs-Empfehlungen" samit Medien-Gehirnwäsche, vor der nun sogar die Bastion Weidmann kapituliert.

Antworten
Anti Lemming:

Logik-Defizite der US-Inflationierungsempfehlungen

 
10.04.14 08:11

Man kann deren Unsinnigkeit an einem einfachen Gegenbeispiel belegen:

Wahr ist:

Verbrennung von Öl erzeugt Hitze.

Gelogen ist:

Erzeugen von Hitze erzeugt Öl.


Die gleiche Unlogik findet sich in den grünen und roten Aussagesätzen im letzten Posting.

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Anti Lemming:

In China ging die Blähung in die Hose

8
10.04.14 09:08

Als Chinas Politiker Ende 2008 ihr gigantisches Konjunkturprogramm auflegten (insgesamt 15 Billionen Dollar, das damals 2,5-fache des chin. BIP), war sich Wall Street sicher, dass China fortan als "Ersatzkonjunktur-Lokomotive" die Welt aus dem Post-Lehman-Sumpf ziehen würde.

Fünf Jahre später hat sich Chinas Aktien-Index SSE halbiert, und das aufgeblähte Schattenbankensystem steht vor dem Kollaps.

Das aus China unverdrossen gemeldete 7,5-%-Wachstum gilt Kritikern inzwischen als planwirtschaftlicher Artefakt, real liege es bei höchstens 5 %.

Mit dem fehlgeschlagenen chinesischen Großexperiment ist im Prinzip der Beweis erbracht, dass staatliches Gepumpe, selbst in gigantischem Umfang, immer nur eine Scheinblüte erzeugt, die früher oder später - u. a. wegen Kapital-Fehlallokationen und faulen Bankschulden - in sich zusammenfällt. Dennoch predigt Amerika nach wie vor den Segen von Inflationierung und Defizitwirtschaft (# 898) - so als wäre Chinas Großexperiment gelungen.

Dabei fällt auf:

- Solange die Kurse steigen, stellt Wall Street das Experiment als geglückt und vorbildlich hin.

- Nachdem die Kurse stark gefallen sind, wird Chinas Niedergang von Wall Street bzw. den Finanzmärkten ignoriert, obwohl Chinas BIP halb so groß ist wie das der Amis.

Eine ähnlich "selektive Wahrnehmung" sieht man übrigens bei den - anfangs gefeierten - militärischen "Befreiungen" ehemaliger Despoten-Diktaturen (Irak, Libyen). Wenn diese nach dem heldenhaften Eingreifen des Westens in noch größerem Schlamassel versinken und statt Demokratie Bürger- und Bandenkrieg herrscht, wird davon ebenfalls keine Notiz genommen.

(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 713029
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