D.h. die beiden haben in der Tat wenig Ahnung von der Materie, dienen aber als repräsentative Aushängeschilder (= Demokratie-Illusion) für eine Politik, die unserem Land (in seiner Gesamtheit) wenig nützt, wenn nicht gar schadet.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Novo-Nordisk AS-Kurs | 4,96 | 9,92 | 14,89 | |
| Fallender Novo-Nordisk AS-Kurs | 5,00 | 9,58 | 14,90 | |
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Auffallend an Gaucks Rede (Auszüge unten) ist, dass er nicht - wie früher üblich - von "unserem Land" spricht, sondern häufig - und am Ende gleich doppelt betonend - von der deutschen Nation. Die Verwendung von Nation statt Land ist mMn programmatisch. Die Rede soll eine Stimmung schüren, die Nationalismus wieder hoffähig macht. Motto: Seht her, wir sind wieder wer. Den unten rot hervorgehebenen Satz in Gaucks Rede könnte man auch so paraphrasieren: Deutschlands "historische Schuld" ist Vergangenheit. Sie darf nicht mehr missbraucht werden, um dahinter "Weltabgewandtheit oder Bequemlichkeit" zu verstecken. Wir wollen wieder vernehmlich mit dem Säbel rasseln, auch in internationalen Krisengebieten. Freilich an der Seite unserer amerikanischen Freunde. Es lebe die deutsche Nation.
Ich sehe die Rede als Annäherung an die in Rechtaußen- und AfD-Kreisen wieder neu aufkeimende "Deutsch-tümelei", die z. B. hier gut beschrieben wird:
AfD setzt auf neuen Patriotismus unter den Jungen
www.wsj.de/article/SB10001424052702303553204579346662178026126.html
Daher zum Schluss das gegen den (nicht tot zu kriegenden) Nazi-Ungeist gerichtete Brecht-Zitat: "Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem das kroch."
www.spiegel.de/politik/deutschland/...erenz-im-wortlaut-a-950464.html
Manchmal kann auch der Einsatz von Soldaten erforderlich sein. Eines haben wir gerade in Afghanistan gelernt: Der Einsatz der Bundeswehr war notwendig, konnte aber nur ein Element der Gesamtstrategie sein. Deutschland wird nie rein militärische Lösungen unterstützen, wird politisch besonnen vorgehen und alle diplomatischen Möglichkeiten ausschöpfen. Aber wenn schließlich der äußerste Fall diskutiert wird - der Einsatz der Bundeswehr -, dann gilt: Deutschland darf weder aus Prinzip "nein" noch reflexhaft "ja" sagen. Ich muss wohl sehen, dass es bei uns - neben aufrichtigen Pazifisten - jene gibt, die Deutschlands historische Schuld benutzen, um dahinter Weltabgewandtheit oder Bequemlichkeit zu verstecken.
...Wir brauchen das Nato-Bündnis. Und gerade wenn die Vereinigten Staaten nicht ständig mehr leisten können, müssen Deutschland und seine europäischen Partner für ihre Sicherheit zunehmend selbst verantwortlich sein.
...Durch die Zusammenarbeit mit anderen Staaten, besonders in der Europäischen Union, gewinnt die Bundesrepublik Gestaltungskraft hinzu. Deutschland tut sogar noch mehr Zusammenarbeit gut. In Zukunft kann daraus sogar eine gemeinsame europäische Verteidigung wachsen...
...Als Deutsche einst ihr Land "über alles" stellten, entwickelte sich ein Nationalismus, der von forciertem Selbstbewusstsein über Selbstblendung bis zur Hybris alle Stadien eines unaufgeklärten Nationalbewusstseins durchlief. Unser heutiges "ja" zur eigenen Nation gründet in dem, was dieses Land glaubwürdig und vertrauenswürdig macht - einschließlich des Bekenntnisses zur Zusammenarbeit mit unseren europäischen und nordatlantischen Freunden. Nicht weil wir die deutsche Nation sind, dürfen wir vertrauen, sondern weil wir diese deutsche Nation sind."
Normalerweile höre ich mir das Gesülze der deutschen Politprominenz überhaupt nicht mehr an. Dieses an Lobbyisteninteressen und eigenen Macht- und Vorteilsgelüsten orientierte Geschwafel ist unerträglich. Angeregt durch die Beiträge hier habe ich mir die Gauck-Rede mal durchgelesen. Was kommt da für ein degenerierter Intellekt zum Vorschein:
"Dies ist ein gutes Deutschland, das beste, das wir kennen." - Eine Verhöhnung der zahlreichen Menschen welche oftmals trotz größter Lasten und Anstrengungen nichts abbekommen von dem eigentlich so überreichlich zur Verfügung steht, rhetorisch geschickt da ein Verbesserungsbedarf nicht ausgeschlossen wird. "Aber gerade weil dies gute Zeiten sind für Deutschland, müssen wir überlegen, was heute zu verändern wäre, damit bleibt, was uns wesentlich ist" - Was für ein unlogisches Geschwafel, schließlich würde der Satz für schlechte Zustände genauso Gültigkeit haben können. Rhetorisch geschickt: Erstmal Änderungsbedarf vermeintlich plausibel erkennen, und später dann die Katze aus dem Sack lassen was damit gemeint sein könnte. "Sie glauben, die deutsche Außenpolitik..." - Aha, sofort wird die Außenpolitik in den Mittelpunkt möglicher Veränderungen gesetzt." Ihre wichtigste Errungenschaft ist, dass Deutschland mit Hilfe seiner Partner auf eine Vergangenheit aus Krieg und Dominanz eine Gegenwart, geprägt von Frieden und Kooperation, gebaut hat." - Ich will es dem Bundespräser ja nicht unterstellen das er damit mal wieder "unsere transatlantischen Freunde" gemeint hat. Wenn doch oder auch ist muss man "geprägt von Frieden und Kooperation" ja wohl als Realtitätsverlust bezeichnen. "Die regelbasierte Welt der Vereinten Nationen halten wir in hohen Ehren. Aber die Krise des Multilateralismus können wir nicht ignorieren. Die neuen Weltmächte sähen wir gern als Teilhaber der Weltordnung." - Ein entsetzlicher, geradezu perfider Satz. Der Minimalkonsenz in der UN über das Zusammenleben der Völker wird in Frage gestellt zugunsten einer Weltordnung (... und das kann ja nur eine andere sein als die derzeitige) mit besonderer Berücksichtigung "neuer Weltmächte". Wer sind diese? China? Alles was Atombomben oder ähnlich Bedrohliches hat? Oder das gute neue Deutschland mit auszudehndnder "Verantwortung"? "Wir fühlen uns von Freunden umgeben, wissen aber kaum, wie wir umgehen sollen mit diffusen Sicherheitsrisiken wie der Privatisierung von Macht durch Terroristen und Cyberkriminelle." - Das hätte ich mir gewünscht: << ...Terroristen wie die CIA und Cyberkriminelle wie die NSA. >> "Schritt um Schritt wird die Bundesrepublik von einem Nutznießer zu einem Garanten internationaler Sicherheit und Ordnung." - Das kann man nur als Fehleinschätzung, Wunschdenken und und einem Ignorieren des Grundgesetztes bezeichnen. Aber die Rhetorik ist so genial das ich kotzen könnte. Ich glaube ich sollte das erstmal machen. Dann überlege ich mir ob ich die Rede weiter kommentiere, schließlich geht sie in derselben verachtenswerten Weise weiter.
Der Indikator für die Geldumlaufgeschwindigkeit in den USA auf einem Rekordtiefstand seit Ende des 2. Weltkrieges. D.h. die Umlaufgeschwindigkeit wird immer langsamer, da das Geld von den Banken gehortet wird und somit immer weniger Kredite an Unternehmen und Verbraucher vergeben werden. – Kommt es jetzt zum "Golden Schuss" durch die Notenbanken?
Wenn man um den Faktor 1.000 die Geldmenge steigert bringt dies um den Faktor 1.000 mehr Wachstum, so dieTherorie der heutigen Ökonomen und Notenbanker.:-)
Doch auch in der Formel 1 des Geldes, dem Notenbank-Grandprixs gibt es Gravitationsgesetze. Wer zu schnell druckt, d.h. den Hahn überdreht, der wird früher oder später die Hyperinflation ernten, d.h. aus den Kurven fliegen.
Aber noch ists nicht so weit statt dessen gehts weiter mit :
von Frank Meyer
Der "schwarze Kanal" sendet schon wieder bunte Heiterkeit. So heißt es, die Kauflaune der Deutschen wäre wieder angestiegen und so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr
http://www.rottmeyer.de/neues-aus-der-knalltueten-oekonomie/
Navigator.C
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| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 29 | 3.812 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 03.03.26 11:06 | |
| 469 | 156.458 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 02.03.26 18:00 | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |