1. Griechenland kommt dank Goldman-Versteckspiel bei den gr. Staatsschulden in den Euro
2. Griechenland emittiert daraufhin massig frische Staatsanleihen in Euro, die (nord-)europ. Banken und Versicherungen als "Wertanlage" kaufen, weil sie 0,5 % mehr Zinsen bringen als Bunds. Das "Tolle" ist, dass Griechenanleihen ja nun sicher sein sollen, weil sie in Euro ausgestellt sind.
3. Die frischen Milliarden wecken vielerorts Sehnsüchte und Begehrlichkeiten. Lobbyisten und Politiker (Außen- und Wirtschaftsministerium) nordeuropäischer Staaten fliegen regelmäßig mit prall gefüllten Geldköfferchen nach Athen, um dortige Spitzenbeamte, die für Rüstungseinkäufe zuständig sind, zu Großbestellungen zu bewegen (SPON-Artikel unten). Diesen Beamten ist es egal, ob Griechenland diese Rüstungs-Artikel wirklich benötigt. Sie interessieren nur für die Schwarzgeld-Millionen. Denn so kann man sehr schnell sehr reich werden.
4. Die Beamten können außerdem argumentieren, dass die "Deals" dem griech. Volk letztlich nicht schaden. Denn die Rüstüngskäufe erfolgen ja auf Pump (Finanzierung per Staatsanleihen-Neuemission). Und in der Tat gab es auf viele griech. Staatsanleihen später einen "Haircut", weil Griechenland bei der Emission "leider" ein zu großes Rad gedreht hatte. D.h. die Rüstungsartikel wurden letztlich mit heißer Luft bezahlt.
5. Deutsche Rüstungsfirmen hätten die U-Boote, Panzer und Kampfjets ebensogut verschenken können, könnte man meinen. Dann wären die Deals freilich nie zustandegekommen. Denn für die dt. Rüstungsfirmen waren die Deals deshalb attraktiv, weil sie zeitnah nach der Lieferung mit echten, (noch) harten Euros bezahlt worden sind. Wen interessiert da schon groß, dass die griech. Staatsverschuldung infolgedessen maßlos ausufert und am Ende Haircuts erzwingt. Das passiert ja erst einige Jahre später, wenn die Käufe längst beglichen sind. Im Endeffekt gehen die Deals somit zu Lasten der europäischen Steuerzahler. Künftig dürften auch nordeurop. Sparer belangt werden, wenn Griechenland wegen maßloser Rüstungsausgaben (GR hat bezogen auf die Einwohnerzahl die größte Armee Europas!) der Bankrott droht und dortige Banken in Schieflagen geraten (Bankenunion).
6. Die Griechen wussten, dass ihre Staatsanleihen zu erheblichen Teilen von Nord-Banken und -Versicherungen gekauft wurden. Sie haben sich mit deren massiver Emission daher "schlitzohrig" system-relevant gemacht. Man konnte sie wegen der extremen Rüstungsbestellungen nicht mehr geißeln, weil dieser Unmäßigkeit ja eine ebensogroße "Kauf-Unmäßigkeit" bei den Banken und Versicherungen gegenüberstand. Dier resultierende "Gegen-Not" der Geldanleger ist zugleich die Wurzel von Merkels "Alternativlosigkeit" bei der Eurorettung (Schmarren: "Stirbt der Euro, dann stirbt auch Europa".) Es ist schon ein Kreuz, wenn D. als Exportwunderland laufend Überschüsse erzeugt, die irgendwo "angelegt" werden wollen (z. B. in Subprime-Schrott, ist gibt viele Varianten der Geldvernichtung).
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Diese "Erzählung" hab ich in unterschiedlicher Formulierung schon mehrmals gepostet - heute allerdings pointierter als sonst. Man konnte sie glauben oder nicht. Der Spiegel liefert heute die harten Fakten nach, die die "Erzahlung" zur Tatsache machen:
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...spitzenbeamten-a-941112.html
Rüstungsdeals mit Griechenland: Die Schmiergeldliste des Antonios K.
Von David Böcking und Giorgos Christides
Griechenland war lange Top-Kunde internationaler Rüstungskonzerne. An deren Aufträgen hat ein ehemaliger Spitzenbeamter nach eigener Aussage Millionen mitverdient. Jetzt packt Antonios K. aus - und belastet auch deutsche Unternehmen.
Hamburg/Thessaloniki - Seine Jahre im griechischen Verteidigungsministerium hat Antonios K. offenbar gut genutzt - allerdings mit viel krimineller Energie. Der ehemalige Spitzenbeamte wurde Mitte Dezember festgenommen, mittlerweile hat er laut Medienberichten ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Allein für die Lieferung von 170 Panzern vom Typ "Leopard 2" räumte K. laut der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) den angeblichen Erhalt von insgesamt 1,7 Millionen Euro von einem griechischen Vertreter des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) ein.
Doch das war offenbar nicht der einzige Fall, in dem sich K. persönlich bereicherte. Die staatliche Nachrichtenagentur ANA veröffentlichte eine Liste, die sämtliche Schmiergeldzahlungen umfassen soll. Ihr zufolge war der Ex-Beamte zu seiner aktiven Zeit an nahezu jedem größeren Rüstungsdeal beteiligt:
(folgt: Auflistung von Beispielen)....
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