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Der USA Bären-Thread


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Zwei Charts

4
24.10.13 22:12
welche Cullen Roche / Orcam bzw. Pragmatic Capitalist recht nachdenklich machen. Roche bemerkt dazu auch am Ende seines Comments, dass wenn er z.Z. voll im Aktienmarkt investiert wäre, er sich nicht so sonderlich wohl fühlen würde.

Der erste Chart bildet die Ratio der Marktkapitalisierung des US-Aktienmarkts vs. des Gross National Products (in etwa identisch mit dem Gross Domestic Product) ab. Es wird allgemein behauptet, dass dieser Chart Warren Buffetts "best single measure" sei, auch Cullen Roche beruft sich darauf. In dem hier publizierten Chart befindet sich die Ratio Total Market Cap vs. GNP bei 110%, aktuell wird bei Gurufocus die Ratio sogar mit 112,5% beziffert. Ab einer Ratio von 115% wird der Aktienmarkt als "Significantly Overvalued" bezeichnet. Diese signifikante Überbewertung gab es in den vergangenen 70 Jahren nur ein einziges Mal, und zwar auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase.

Der zweite Chart verdeutlicht recht gut, dass in den USA momentan wieder mit Rekordsummen an gepumptem Geld an den Börsen agiert wird. Müssig zu erwähnen, wie die Kameraden, die in ihrem Optimismus bzgl. stetig steigender Kurse ihre Aktienkäufe massiv auf Kredit getätigt haben, einen aufkommenden Abwärtsdruck durch dann entstehende zwangsläufige Liquidationen durchaus entsprechend verstärken können.

Daher: Die Musik spielt, und wer will, der soll tanzen. Aufmerksame Anleger bleiben während der Party aber nüchtern und behalten stets den Ausgang im Auge.

pragcap.com/...that-make-me-feel-uneasy-about-the-stock-market
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Der USA Bären-Thread 657326
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Third Stage?

7
24.10.13 22:29
Interessante Analyse von Lance Roberts/STA.

"Are We Entering The 3rd Stage Of The Bull Market?"

It is necessary to remember what was being said during the third phase of the previous two bull market cycles.

   Low inflation supports higher valuations
   Valuation based on forward estimates shows stocks are cheap.
   Low interest rates suggests that stocks can go higher.
   Nothing can stop this market from going higher.
   There is no risk of a recession on the horizon.
   Markets always climb a wall of worry.
   "This time is different than last time."
   This market is not anything like (name your previous correction year.)

Well, you get the idea.

stawealth.com/daily-x-change/...-stage-of-the-bull-market.html
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Der USA Bären-Thread 657337
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Euro-Rallye ohne Substanz

 
25.10.13 09:01
www.wsj.de/article/SB10001424052702304799404579155832919443664.html
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Anti Lemming:

Noch fehlt der "Auslöser"

8
25.10.13 09:31

Vieles deutet in der Tat darauf hin, dass wir in der "dritten Phase" des Bullenmarktes sind. Allein schon das ich ihn als solchen bezeichne (statt: Bear-Market-Rallye) ;-)

Die "Wende nach unten" bedarf aber eines Auslösers. Und es muss einer sein, der im Markt jetzt nicht schon bekannt und eingepreist ist.

Lance Robert schreibt am Ende des Links in # 277:

While these are only two data points; they suggest that the risk of a more meaningful reversion is rising.  However, it is necessary to note that "reversions" do not occur without a catalyst.  What will that catalyst be?  I have no idea and nor does anyone else.  Things that we are already aware of, like the upcoming debt ceiling debate, are already factored into the market.

It is unknown, unexpected and unanticipated events that strike the crucial blow that begins the market rout.  Unfortunately, due to the increased impact of high frequency and program trading, reversions are likely to occur faster than most can adequately respond to.  This is the danger that exists today.

Es gehört also "zur Natur der Sache", dass niemand den Auslöser kennen kann. Solange er auf sich warten lässt, bleiben die Rinderwahn-Bullen am Zuge. Erst wenn der "Big Bad Event" kommt, fällt der Stallboden raus, wobei sich die Bewegung nach unten durch Margin-Calls beschleunigt.

Am effektivsten ist, nicht aggressiv gegen die noch laufende Rallye anzushorten ("low risk"-Alternativen wären z. B. inverse Indexzertifkate wie ShortDax). Man sollte in Ruhe den "Auslöser" bzw. Short-Trigger abwarten, ehe man auf der Shortseite aggressiver wird. Und dazu bedarf es mehr als der alle Naslang kommenden technischen Rücksetzer , die lediglich "überkaufte Lagen" abbauen und an wichtigen Unterstützungen die Instis einladen, den Markt schnell wieder hochzukaufen.

Nein, es muss wirklich ein unvorhersehbarer "Big Bad Event" her - etwas, das zurzeit noch NIEMAND auf dem Zettel hat. Je überraschender und schwerwiegender, desto größer der bearishe Knalleffekt. Natürlich hat man als Bär - wenn das Down-Momentum erst mal an Schwung gewonnen hat - auch die Goldmänner auf seiner Seite. Die sind nur bullish, solange es steigt.


Antworten
Gegenpol:

Alles beim alten

3
25.10.13 09:59
Keine Lust große Reden zu halten, da unnötig. Um den Grund des uns vorliegenden jahrzehntelangenden Bullenmarktes zu verstehen, bedarf es des Studiums meiner vergangenen Beiträge.

Die Rohstoffe, im speziellen Rohöl und Kupfer legen den Rückwärtsgang ein, welches erheblichen negativen Druck auf die Inflationsrate ausübt. Da organisches Wachstum aufgrund der massiven Überschuldung nicht möglich ist, bedarf es der Induzierung von künstlicher Rohstoffinflation um Deflation zu verhindern. In der Eurozone wirkt der starke Euro als zusätzlicher Katalysator. Daher wird die EZB in den kommenden Monaten intervenieren (Zinssenkung, LTRO #2), um die Inflationsraten zu stabilisieren.

STAY LONG, STAY STRONG!
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Wenn man aktuell so querliest

10
25.10.13 10:17
dann sind durch die Bank fast alle sogenannten Finanzmarktexperten optimistisch für die zukünftigen Börsenverläufe, Skeptiker finden da kaum Gehör.

Die herumgereichten Argumente für weitere Kursanstiege sind sattsam bekannt. Sie reichen über weitere Geldflutungen der Zentralbanken, Firmengewinne, welche nur noch steigen können, Mickerzinsen, welche alternative Anlagen unattraktiv machen, die "günstige" Bewertung des Aktienmarkts gegenüber dem Bondmarkt, usw., usf.

Das Problem ist jedoch, und jeder halbwegs erfahrene Anleger weiss darum, dass die Kursverläufe an den Börsen nun mal keine Einbahnstrassen sind. Auch dieses Mal wird es nicht anders sein und man sollte als Anleger gegenüber den Sirenengesängen vieler Protagonisten, welche z.B einen DAX-Stand von 10.000 Punkten im Jahr 2014 bereits für eine ausgemachte Sache halten, doch schon vorsichtig sein.

Ein Boom ist immer dann, wenn alles besser ausschaut als es tatsächlich ist. Das schürt auch den Optimismus bei der Herde der Anleger. Die Finanzindustrie baut auf dieser Erwartungshaltung auf und kommuniziert gebetsmühlenartig, dass wir uns inmitten eines Bullenmarkts befinden, für Sorgen um eine Korrektur es keinen Grund gebe, Aktien günstig bewertet sind, vor allem wegen der Gewinnprognosen vieler Unternehmen.

Es mag durchaus ein Überschiessen der Kurse möglich sein, und wie bereits hier im Thread ausgeführt, ist der US-Aktienmarkt bereits zum jetzigen Zeitpunkt alles andere als günstig bewertet. Aus historischer Sicht wird eine entstandene krasse Divergenz zu den Fundamentaldaten allerdings stets in bekannter Weise aufgelöst. 34 Boom-and-Bust-Phasen in den vergangenen 100 Jahren sprechen eine deutliche Sprache.

This time is different?
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Alles beim alten - (polemische) Replik auf # 280

7
25.10.13 10:54
Keine Lust große Reden zu halten, da unnötig. Um den Grund des vor uns liegenden Jahrzehnte langen Bärenmarktes zu verstehen, bedarf es des Studiums meiner vorangegangen Beiträge seit Threaderöffnung im Feb. 2007.

Die Rohstoffe, speziell Rohöl und Kupfer, haben bereits den Rückwärtsgang eingelegt. Rohstoffschwäche war auch in der Zeit kurz vor der Lehman-Pleite in 2008 ein aufschlussreicher Vorlaufindikator, der auf die bevorstehende extreme "Risk-off"-Periode in allen Assetklassen hindeutete. Dies kann man in meinem "Anti-Rohstoff-Thread" für den Zeitraum von 2008 bis 2010 hautnah am Geschehen nachverfolgen:

www.ariva.de/forum/Lemmings-Anti-Rohstoff-Thread-340852

Rohstoffschwäche übt mittelfristig Druck auf sämtliche "Risk on"-Trades (inkl. Aktien, Junkbonds, EM-Währungen usw.) aus. Das dürfte auch in 2013/2014 nicht anders sein.

Rohstoffblasen platzen u. a. deshalb als erste, weil die Realwirtschaft (z. B. in China) eng an Rohstoffen hängt. Momentumrittertum wie im Aktienmarkt greift dort nur in Grenzen. Wenn der Rohstoffverbrauch wegen Deflationstendenzen (sinkene Reallöhne, rückläufige Investitionen, Flaute in China usw.) sinkt, können Goldman, JPM und MS den Preis schwerlich weiter nach oben treiben. Am schlechtesten gelingt dies beim Baltic Dry Index, der nicht weit vom 2008/2009-Tief notiert.

Da organisches Wachstum in USA nach wie vor nicht vorhanden ist, bedarf es weiteren QEs, um die Neuverschuldung und daraus finanzierte Stimulusprogramme zu refinanzieren. Allerdings lässt die Wirkung von QE immer stärker nach, so dass Yellen entweder weiter erhöhen müsste (was die Glaubwürdigkeit der Fed mMn stark beeinträchtigt nach dem seit Mai währenden Tapering-Geschwätz) oder aber den weiteren graduellen Rückgang des US-BIP-Wachstums, das nur noch knapp über 1 % liegt, wohl oder übel in Kauf nehmen müsste.

Die Induzierung einer künstlichen Rohstoffinflation, um Deflation zu verhindern, ist bereits 2008 kläglich gescheitert. Wenn wie bei Rohstoffen die Realwirtschaft stark involviert ist, halten sich die Manipulationsmöglichkeiten in engen Grenzen.

Auch das aktuelle "Hochjubeln" des Euro (analog zu 2008, als er bis 1,60 stieg) mit der lächerlichen Behauptung, die Eurozone würde sich erholen, wird diesmal keinen Erfolg mehr haben. Der Markt zweifelt an der Euro-Rallye bereits jetzt (Volumen wird im Anstieg immer dünner, siehe # 278).

Seit in 2010 die PIIGS-Krise aufgeflammt ist, gibt es keine nennenswerte Korrelation mehr zwischen EUR/USD und "risk on" (Rohstoff- und Aktien-Haussen). Der seitdem ersatzweise genommene "Risk-on"-Indikator USD/JPY (Abenomics-Carrytrade) zeigt ebenfalls deutliche Chart-Schwächen (siehe Chart unten), was wie die Rohstoff-Schwäche nicht Gutes verheißt.

In der Eurozone bremst der starke Euro die Konjunktur zusätzlich. Ein starker Euro ist das Letzte, was die PIIGS jetzt noch brauchen können. Interventionen der EZB
(Zinssenkung, LTRO #2) können fundamentale Strukturschwächen in den PIIGS nicht beseitigen, weil Geldpolitik dafür schlicht und einfach das falsche Werkzeug ist. Dies gilt auch für USA und Japan.

STAY SHORT, LONG IST MORD!

--------------------------

Der "Risk on"-Indikator USD/JPY sieht ähnlich angeschlagen aus wie Rohstoffe. Hier der USD/JPY-Chart seit Beginn von Abenomics. Die steile Aufstiegsphase (grün) ist ausgetoppt und zeigt bereits Umkehrtendenzen. Ich rechne im Falle einer länger anhaltenden "risk-off"-Periode mit einer Fortsetzung entlang der orangen Linie. Japan hat zwar eine riesige Staatsverschuldung (245 %), jedoch sehr reiche Bürger, die zugleich größte Gläubiger der Amis sind.

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Anti Lemming:

Chart dazu (Nachtrag)

2
25.10.13 10:55
Der "Risk on"-Indikator USD/JPY sieht ähnlich angeschlagen aus wie Rohstoffe. Hier der USD/JPY-Chart seit Beginn von Abenomics. Die steile Aufstiegsphase (grün) ist ausgetoppt und zeigt bereits Umkehrtendenzen. Ich rechne im Falle einer länger anhaltenden "risk-off"-Periode mit einer Fortsetzung entlang der orangen Linie. Japan hat zwar eine riesige Staatsverschuldung (245 %), jedoch sehr reiche Bürger, die zugleich größte Gläubiger der Amis sind.
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Der USA Bären-Thread 657466
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Anti Lemming:

Chart des Goldman-Rohstoff-Index (Spotpreise)

5
25.10.13 11:10
GNX ist der Goldman-Commodity-Index auf Spotpreis-Basis. Spotpreise spiegeln die wirtschaftliche Realität sehr viel besser wider als die im Contango hochgejubelten "Forward"-Preise.

Der Chart unten reicht zurück bis Herbst 2011. Er macht zurzeit Anstalten, aus dem großen Dreieck (grüne Linien) nach unten auszubrechen. Bereits zwei Mal hat die 200-Tagelinie als Unterstützung gehalten. Beim dritten Test bricht der Support oft. Ich halte eine Trendfortsetzung entlang der orangenen Linie für wahrscheinlich.

Was Rohstoffschwäche für andere "risk-on"-Trades (z. B. long Aktien) bedeutet, habe ich in # 282 detailliert beschrieben.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 657471
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Anti Lemming:

Im Baltic Dry Index wird ein Dead-Cat-Bounce

6
25.10.13 11:25
wieder abverkauft. Der Bounce ähnelt dem vom Herbst letzten Jahres (grüne Kreise). Auch damals stieg der BDI kurz über 2000, um danach auf noch tiefere Tiefs um 700 zu sinken (entsprechend dem 2009-Krisentief).

Allein seit gestern gingen die Frachtpreise um saftige -4,37 % (= -78 Punkte) in den Keller.
(Verkleinert auf 69%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 657482
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Anti Lemming:

Korrektur

 
25.10.13 11:26
...ähnelt dem aus Herbst 2011...
Antworten
Gegenpol:

EZB muss pumpen

2
25.10.13 11:29
Eurozone: Kredite an den privaten Sektor im September -1,9%. Erwartet wurden -1,9% nach -2,0% im Vormonat (y/y).


Griechenland und Italien befinden sich bereits in einem deflationären Stadium. Portugal und Spanien werden folgen
Antworten
Anti Lemming:

Merkel steht auf der Bremse

2
25.10.13 11:34
weil Europa nicht - wie USA - ein "einig Fluterland" ist.

Draghi kann die Bazooka frühestens dann in Stellung bringen, wenn in den PIIGS lichterloh die Heide brennt. Die Propaganda-Abteilung aus USA behauptet hingegen zurzeit steif und fest (vermutlich wider besseres Wissen), Europa würde sich erholen.

Fazit: Draghi kommt nicht gleichzeitig gegen das Spar-Merkel und die (hauseigene) GS-Erholungs-Progaganda gegenan.
Antworten
musicus1:

AL, 288 USA ist in europa

6
25.10.13 11:42
in aktien,  südeuropa  irland   etc....investiert..... hier  sind  die aktien  im vergleich zum us  markt  billig,   capital   wird  aus  em  markets  abgezogen.....  und  ein  schwacher  usd  stärkt  und  unterstützt  das   invest   in usa,  ich  erwarte  im  nä  jahr 2014  usd stärke  und ein  interessanter trade im währungsbereich  wird  sicherlich  nicht der  YEN  sein sondern der CHF m.m.
Antworten
Anti Lemming:

Kreditvergabe in den PIIGS

2
25.10.13 11:42
richtet sich im Übrigen nicht danach, wieviel Kohle Draghi spuckt, sondern

1. nach Kreditnachfrage, die in den PIIGS deflationsbedingt schwach ist, und

2. nach Kreditvergabe, die in den PIIGS wegen mangelnder Risikobereitschaft und Kapitalmangel der Banken sowie hoher Gefahr von Zahlungsausfällen ebenfalls schwach ist.

EZB-Geldpolitik ist kein geeignetes Vehikel, um die strukturellen Schwächen in den PIIGS zu beheben. "Mehr Kredite" bedeuten - im Gegensatz zur USA- bzw. IWF-Doktrin - auch keinesfalls "mehr Wachstum". Investiert und geliehen wird nur, wenn sich strukturelle Besserungen zeigen. Aldi hat sich bereits vor Jahren komplett aus GR zurückgezogen. Eine weise Entscheidung.

Solange die EZB nur bei Brandgefahr den Cyber-Geldeimer auskippt, ändert sich strukturell in den PIIGS leider überhaupt nichts.

Die Schwächen in den PIIGS sind im Wesentlichen eine Folge des Euro, der nach anfänglicher Sause nun wie in Fluch auf den PIIGS lastet.
Antworten
Anti Lemming:

musicus - # 289

5
25.10.13 11:51
Das was Du schreibst ist die Trading-"Story", die aber in Europa nicht der Realität entspricht. GS hat vermutlich gerochen, dass man hier mit Shortsqueeze noch einen schnellen Dollar oder Euro machen kann. Mehr ist aber an der behauptetenr Europa-Erholung mMn nicht dran.

Die Ami-Zockerbanken sind unablässig dabei, ihr Kapital von einer Region in die nächste umzuschichten. Allein die Bewegung dieser zig Milliarden löst schon Anstiege hier (Europa) und Niedergänge dort (EM) aus.

Die Progaganda-Abteilungen (eigene Analysten + Wirtschaftspresse) liefern dann die passenden Pseudo-Argumente, um die mit dem Geldfluss losgetretene Hausse weiter zu treiben. Sobald der Trade ausgelutscht ist (wie jetzt z. B. der Abenomics-Carrytrade, siehe # 282, 283), erfindet Goldman die nächste Erholungs- oder Niedergangs-Story. Hauptsache Bewegung, Bewegung. Ohne Panik/Gier gibt es für die Goldmänner nix zu verdienen.
Antworten
musicus1:

sag mal AL, ich finde es wenig respektvoll

 
25.10.13 13:00
schon  fast  arrogant,  eine argumentation, die einem nicht passt in dieser wenig sachlichen art und weise  einzuordnen...... deine intelligenz  und  manchmal auch brillanz  in der denke  sollte  dich   zu  etwas  mehr  bescheidenheit  veranlassen,  m.m.
Antworten
Dreiklang:

Der € steigt, und Draghi kann nichts machen

2
25.10.13 13:18
...da die Südstaaten mit dem "Sparkurs", d.h. der Einschränkung konsumptiver Leistungen, zugleich ihre Importe heruntergefahren haben / herunterfahren mussten. Damit sorgen die wenigen Überschussländer (übrigens gehört Irland dazu) , von diesen Deutschland mit weitem Abstand am bedeutsamsten, für einen Handelsbilanzüberschuss.

Daran können weitere Zinssenkungen Draghis nichts ändern. Bei Zerohedge war einmal eine Studie zu finden, dass die "Schmerzgrenze" für das Exportland D. bei ca. EURUSD 1,94 liegt.  Hinzu kommt, dass der steigende € die letztlich die Pleitestaaten entlastet. Denn durch einen fallenden € kommt deren Exportwirtschaft kaum zum Zug (da strukturell/wettbewerbsmäßig weit abgeschlagen) , doch die Importe würden sich verteuern.

Der relativ geringe Einfluss eines steigenden € auf die dt. Exportwirtschaft  mag auch daran liegen, dass die dt. Firmen auf die "osteuropäische Werkbank" jederzeit zurückgreifen können.
Antworten
Anti Lemming:

Mein Posting # 291

3
25.10.13 13:19
geht inhaltlich auf die Argumente in # 289 ein und hat mit Dir als Person nichts zu tun. Wohl dem, der beides voneinander trennen kann.

Hier prallen zwei unterschiedliche Meinungen aufeinander. Was ist daran arrogant oder "wenig sachlich"? Genausogut könnte ich Dir in # 289 eine "unsachliche" Darstellung vorhalten, weil ich sie nicht teile. Tue ich aber nicht.

Dass die Euro-Rallye (Teil Deiner Argumentation) kein Fundament hat, schreibt ja sogar das WSJ.de (# 278), wenn auch (da in Zeitungsform) etwas sachlicher.

Mir ist schon öfter aufgefallen, dass Du das, was Dir Deine Informanten mitteilen, häufig als unanfechtbare "Tatsache" darstellst. Es mag ja sein, dass diese Leute so positioniert sind, aber vermutlich nicht aus den genannten Gründen, sondern - mMn - eher aus denen, dich ich in # 291 nannte.

Das wird man in einem Forum ja wohl noch schreiben dürfen. Und man muss in einem Forum auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Antworten
Anti Lemming:

DAX 9000 waren

 
25.10.13 13:24
sekundenlang keine Utopie mehr.

(Verkleinert auf 82%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 657530
Antworten
Anti Lemming:

# 293

 
25.10.13 13:31
"...dass der steigende € letztlich die Pleitestaaten entlastet. Denn durch einen fallenden € kommt deren Exportwirtschaft kaum zum Zug (da strukturell/wettbewerbsmäßig weit abgeschlagen), doch die Importe würden sich verteuern."

Für die PIIGS wäre ein billigerer Euro um 1,20 mMn weitaus vorteilhafter. Sie könnten dann ihre Produkte auch gewinnbringend ins außereuropäische Ausland exportieren. Durch den relativen teuren Euro (z. Z. über 1,38) werden Importe übrigens nicht teurer, sondern billiger - zumindest wenn sie aus dem Dollarraum (China) kommen. D.h. auch Rohstoffe werden billiger. Nützt bloß nichts, wenn die PIIGS Fertigwaren wegen des teuren Euros nicht exportieren können.

Antworten
Dreiklang:

Die Geldpumpe der FED ist entscheidend für EURUSD

5
25.10.13 13:39
würde die FED versuchen, ihre Geldblase zurückzufahren (d.h. Zinsanstieg zu bewirken), wäre direkt eine Flucht der US-Währung aus den Auslandsmärkten die Folge, und der € würde rein mit diesem Panik-Effekt kollabieren, auf wahrscheinlich unter Pari.

Im Umkehrschluss folgt daraus: "Die Märkte" "freuen" sich auf die neue FED-Vorsitzende Yellen und mit ihr auf einen unbegrenzten Dollar-Regen. Die Party wird u.U. solange weitergehen, bis die US-am. Mittelschicht ihre letzte Kaufkraft verloren hat und sogar noch darüber hinaus, bis die Bürger - bildlich gesprochen - anfangen werden, die Fensterscheiben der FED einzuwerfen.

Antworten
Stöffen:

Sinnige Schlagzeilen

4
25.10.13 13:40
bei SPON.
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 657543
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Dreiklang:

Ein "I"' muss bei den PIIGS weg #296

4
25.10.13 13:50
... denn Irland hat eine deutlich positive Leistungsbilanz.


Für die PIIGS wäre ein billigerer Euro um 1,20 mMn weitaus vorteilhafter. Sie könnten dann ihre Produkte auch gewinnbringend ins außereuropäische Ausland exportieren. Durch den relativen teuren Euro (z. Z. über 1,38) werden Importe übrigens nicht teurer, sondern billiger - zumindest wenn sie aus dem Dollarraum (China) kommen. D.h. auch Rohstoffe werden billiger. Nützt bloß nichts, wenn die PIIGS Fertigwaren wegen des teuren Euros nicht exportieren können.

Wenn es denn so  einfach wäre! Dann wären die Südstaaten längst aus dem € ausgetreten. Doch GR z.B. käme auch bei EURUSD 0,5 nicht (wieder) auf die Beine, doch die Sozialsysteme der Pleitestaaten würden zusammenbrechen, denn deren Funktionieren hängt an der Kaufkraft des € zusammen mit dem Versprechen der EZB, "im Ernstfall" die benötigte Währung jederzeit drucken zu können.

Das ist übrigens auch ein Punkt, den AFD-Lucke nicht sieht: Die Pleitestaaten können aus dem € gar nicht mehr austreten  - selbst wenn sie woll(t)en. Dazu müsste ihnen Schäuble einen adäquaten Sozialtransfer garantieren - in 3stell. Milliardenhöhe pro Jahr.


Antworten
Anti Lemming:

Dreiklang # 297

3
25.10.13 13:56
Insofern ist die vermeintliche Euro- und Europa-Erholung, "abzulesen" aus der EUR/USD-Rallye, in Wahrheit eine übergreifende Risk-On-Rallye, die aus der Nominierung der Fed-Taube Yellen und dem daraus zu erwartenden noch stärkerem Dollar-Gedrucke resultiert.

Tatsächlich versuchen die Amis mMn, die Gunst der Stunde zu nutzen, um den Dollar-Carrytrade gegen den Euro voranzutreiben. Dies geht übrigens zu Lasten des Yen-Carrytrades (Abenomics), siehe Chart in # 283.

EUR/USD neigt in den Wintermonaten auch saisonal zu Höhenflügen. Mich würde nicht wundern, wenn dieser "Fakt" dem einen oder anderen Algo-Trading-System einprogrammiert wurde.
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