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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Vonovia SE

Strategie Hebel
Steigender Vonovia SE-Kurs 4,96 9,86 15,03
Fallender Vonovia SE-Kurs 5,00 10,02 13,19
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VU9URT1 , DE000VM4TA41 , DE000VJ80PY2 , DE000VK7Z9L1 , DE000VJ8A495 , DE000VJ8DY50 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Anti Lemming:

"Die billigen Rohstoffe werden..." = falscher Film

2
16.09.13 11:35
# 598: "Die schwache Preisentwicklung bei den Rohstoffen wird die Inflationsraten weiterhin auf niedrigem Niveau verharren lassen..."
(Verkleinert auf 81%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 644653
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Anti Lemming:

Der Chart zeigt übrigens sehr schön

3
16.09.13 11:37
wie tief "irrationaler Überschwang" fallen kann.

Einen Ölpreisverfall von -80 % in nur sechs Monaten (2008) hatte es zuvor noch nie gegeben.

Wenn (when) China crasht, dürften wie wieder ähnliches sehen.
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Anti Lemming:

Lehna - Obama

2
16.09.13 11:44
war drauf und dran, den Syrienschlag ohne UNO und selbst ohne Billigung des eigenen Kongress "eigenmächtig" durchzuziehen - obwohl es weder für Syrien noch für USA einen erkennbaren Nutzen gibt (für USA allenfalls BIP-Päppelung durch neue Waffenaufträge).

Das nenn ich Vollkrieger.
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Anti Lemming:

Titelblatt Kontraindikator

4
16.09.13 11:46
www.handelsblatt.com

(Verkleinert auf 73%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 644660
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Gegenpol:

Al #601

 
16.09.13 11:46
Eurozone: Verbraucherpreise August (endgültig) +1,3% nach +1,6% im Vormonat. Die Vorabschätzung lag ebenfalls bei 1,3% (y/y).
Antworten
Anti Lemming:

Wahrscheinlichste Entwicklung (zu # 604)

6
16.09.13 11:49
imgl.krone.at/Bilder/2013/07/02/...0x356px_1_oBp8QRc_e_q3Q.jpg
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 644661
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Anti Lemming:

Zirkuläre Argumentation der Fed

8
16.09.13 15:50
Die Fed hatte im Mai ihre Prognose veröffentlicht, dass sich die US-Wirtschaft in der 2. Jahreshälfte erholen werde und dass sie deshalb ab Herbst mit Rückfahren von QE (= Tapering) beginnen werde.

Da die US-Wirtschaft aber, wie von mir zig mal geschrieben, nicht organisch wächst, sondern lediglich infolge viel zu hoher und nicht-nachhaltiger Neuverschuldung [die in der aktuellen Höhe nur mit Hilfe von QE durchgeführt werden kann, weil die Amis sonst auf ihren Unmengen an neuen Staatsanleihen sitzen blieben], führt eine Reduzierung des Stimulus (Tapering) zwangsweise dazu, dass die Wirtschaft weniger stark wächst.

Man kann es auch so formulieren: Die Fed hofft inständig, dass im Zuge ihrer Gepumpes irgendwann die Selbstheilungskräfte des Marktes geweckt werden und er dann seine "Fluchtgeschwindigkeit" (escape velocity) erreicht. Diese Hoffnung versucht sie über allzu hedonistische Prognosen Nachdruck zu verleihen. Die (Bond-)Markt-Reaktionen auf diesen Hedonismus machen die Prognosen dann wieder zunichte.

Denn die Fed hat mit ihrer Tapering-Vorankündigung im Mai - die auf ebendiesem Hedonismus basierte - eine Zinsrallye am langen Ende losgetreten. Der Bondmarkt nahm Tapering vorweg und preiste die QE-Reduzierung im Vorfeld ein. Die Renditen 10jähriger US-Staatsanleihen haben sich seit Mai fast verdoppelt - auf aktuell 3 %.

Diese Renditeanstiege schlugen unmittelbar (und unweigerlich) negativ auf den US-Hausmarkt durch: Die US-Housing-Erholung basierte fast ausschließlich auf rekordtiefen Hypothekenzinsen. Letztere orientieren sich aber an den US.Staatsanleihen-Zinsen am langen Ende. Folglich schossen auch die Hypozinsen seit Mai stark in die Höhe. Entsprechend unattraktiv wurde ein Immobilienkauf - und in den letzten Monaten brach der US-Immobilienmarkt stark ein. Grund: Bei stark gestiegenen Hypozinsen steigen - bei gleichem Kaufpreis - die monatlichen Belastungen (das gilt für Neu- wie für Gebrauchthäuser). Hinzu kommt, dass US-Mittelstands-Normalos unter Reallohnabbau leiden.

Damit wurde die Fed Opfer ihres eigenen Hedonismus. Indem sie iher positive Prognose äußerte (die wiederum Wunschdenken entspricht), "verhinderte" sie gleichsam, dass sie sich erfüllte - eben weil der Bondmarkt prompt reagierte und die Zinsanstiege am langen Ende den ohnehin schwächlichen Aufschwung weiter drosselten.

Unten schreibt Marketwatch, dass die Fed wegen der ausgebliebenen Erholung beim Tapering nur noch - wenn überhaupt - "schwach" (ca. 10 Mrd. QE-Reduzierung pro Monat) liefern könne.

Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Im Grunde könnte ein Aufschwung unter den gegebenen Prämissen nur kommen, wenn die Fed ihn entweder nicht sieht oder sich darüber ausschweigt. Reagiert sie indes ohne Vorankündigung, läuft sie Gefahr, den eh labilen "Pumpmarkt" mit einem Überraschungs-Coup (per SL-Lawine) rapide in den Keller zu schicken. Da auch die Algo-Progamme der vereinigten Zockerbanken stark chartorientiert agieren, würde dann ein Crash aus "Vertrauensmangel" drohen - wie in 2008.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Eine "Wirtschaftserholung", die fast ausschließlich auf QE-Pumpen basiert, ist unnatürlich, planwirtschaftlich - und hat mit einem echten, organischen Erholung wenig zu tun - auch wenn die QE-gepumpten Aktienkurse eine Ähnlichkeit suggerieren.

Bislang haben US-Aktionäre - im Gegensatz zum Bondmarkt - die Tapering-Warnungen in den Wind geschlagen. Damit lagen sie sogar auf perverse Weise richtig (siehe obige Argumentation) - freilich ohne diese komplizierten Zusammenhänge in der weise vorhergesehen zu haben.

Die Auspreisung des Luftschlosses am Aktienmarkt noch bevor.

-----

The Fed’s big decision on whether to scale back bond purchases totaling $85 billion comes Wednesday. Many economists think the Fed will trim its monthly purchases by $10 billion to $15 billion.

The timing of such an announcement, however, is not ideal for the Fed. The bank was expecting job creation and economic growth to strengthen from late summer into early fall, making it easier to justify its pullback.

The opposite has happened.

“The Fed has done itself a disservice with a conversation on tapering at a time when the data does not fit in with their prevailing scenario for the economy,” said Lindsey Piegza, chief economist at Sterne Agee. ...

www.marketwatch.com/story/...economy-complicates-fed-plans-2013-09-15
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Anti Lemming:

New Yorks Empire State Index fällt im Sept auf 6,3

3
16.09.13 16:04
("unerwartet" - passend zu den im letzten Posting genannten Gründen)

Im August lag der Index bei 8,2. Erwartet war ein Anstieg auf 9,4

--------------

www.marketwatch.com/story/...tate-index-edges-down-in-sept-2013-09-16

New York’s Empire State index edges down in Sept.
Index slips to 6.3, below 8.2 in August and expectations of 9.4

WASHINGTON (MarketWatch) — Manufacturing activity in the New York area unexpectedly took a step back in September, the New York Federal Reserve Bank said Monday.

The bank’s Empire State manufacturing index edged down to 6.3 in September from 8.2 in August.

The decline was unexpected. Economists were forecasting the index to rise to 9.4 from the initial August reading of 8.2...

The underlying details of the report were mixed.

The new orders index rose to 2.4 from 0.3 in August.

Shipments jumped to 16.4 in September from 1.5 in August, the highest level in more than a year. [Wie wäre es denn erst OHNE die steigende Lieferungen ausgefallen?]

On the other hand, labor market conditions weakened. The employment index retreated to 7.5 from 10.8, while the work week index slipped to 1.1 from 4.8 in the prior month.

-------------

Die US-Industrieproduktion, gemeldet um 15:15 h, stieg hingegen wie erwartet um 0,4 %.

WASHINGTON (MarketWatch) -- Industrial production rose 0.4% in August... The gain matched a MarketWatch-compiled economic forecast. Manufacturing output rose 0.7%, mining output added 0.3%, while utilities output fell 1.5%. Compared to Aug. 2012, production is up 2.7%. Capacity utilization edged up to 77.8% from 77.6%.

www.marketwatch.com/story/...production-rises-04-in-august-2013-09-16
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Anti Lemming:

WiWo - "Eurorettung hat keine Chance"

4
16.09.13 16:43

Wirtschaftswoche

Zinswende
Euro-Rettung hat keine Chance
von Frank Doll

Die medial aufgeblasenen Konjunkturhoffnungen für Südeuropa sind ein schlechter Scherz mit Blick auf die wieder steigenden Realzinsen in den Krisenländern. Staatsschulden und Schuldenquoten explodieren, aber in Berlin will man davon nichts wissen. Nach der Wahl soll es die EZB richten. Aber auch sie wird die Marktkräfte auf Dauer nicht ausschalten können.

www.wiwo.de/politik/europa/...o-rettung-hat-keine-chance/8789738.html

Antworten
Anti Lemming:

Auszug aus # 609

6
16.09.13 17:02

....Die Lage in Italien

Die öffentlichen Schulden Italiens haben im ersten Halbjahr 2013 stärker zugelegt als im ganzen Jahr 2012. Verantwortlich dafür waren die sich seit April wieder verschärfende Rezession und die von Berlusconi durchgesetzten Steuersenkungen. Aufs Gesamtjahr hochgerechnet wird die öffentliche Verschuldung Italiens in diesem Jahr um knapp 195 Milliarden Euro oder rund zehn Prozent auf etwa 2,16 Billionen Euro zulegen. Auf Italien entfallen damit rund ein Viertel aller Staatsschulden in der Währungsunion. Die Staatschuldenquote des Landes von gegenwärtig 130 Prozent der Wirtschaftsleistung wird in der Euro-Zone nur von Griechenland übertroffen.Die schiere Größe der italienischen Staatsschulden macht im Krisenfall einen Bail-out durch die europäischen Partnerländer politisch unmöglich. Für die Rettung großer Euro-Staaten ist deshalb die EZB zuständig. Im Sommer 2011 verhinderte nur die Intervention der EZB die Staatspleite von Italien. Mit dem Hinweis auf die Bekämpfung einer - nach den Reformversprechen durch die italienische Regierung - angeblich grundlosen Spekulation gegen Italien kaufte die EZB für 100 Milliarden Euro rund fünf Prozent der italienischen Staatsschulden auf. Das war die erste groß angelegte monetäre Staatsfinanzierung in der Geschichte der Währungsunion. Von den italienischen Reformen ist bis heute nicht viel sehen. Und genau deshalb setzen sich die Zinsen in Italien jetzt wieder in Bewegung.

Zu Beginn dieser Woche lagen die Renditen zehnjähriger italienischer Staatsanleihen mit 4,52 Prozent erstmals seit 18 Monaten wieder über den Renditen zehnjähriger spanischer Papiere. Zuletzt war das der Fall im Frühjahr 2011 vor der ersten großen Eskalation der europäischen Schuldenkrise. Einige Wochen später stand Italien im Mittelpunkt der Marktspekulationen. Der Risikoaufschlag gegenüber deutschen Staatsanleihen legte damals auf fast sechs Prozentpunkte zu.

Wie die Regierungen Südeuropas und Frankreichs setzt auch der von der Justiz bedrängte Berlusconi mit seinen ständigen Erpressungsversuchen der italienischen Regierung auf die normative Kraft des Faktischen. Sind die Schulden erst einmal gemacht, dann wird sich schon jemand finden, um diese zu bedienen. Zur Not übernimmt das der Rettungsfonds ESM oder eben die EZB. Berlin macht das Spiel stillschweigend mit.

Vom Fiskalpakt ist aus den Reihen der CDU schon lange nichts mehr zu hören. Der Maastrichter Vertrag ist dreimal so tot wie der Friedhof von Chicago. Um den Fortbestand der Währungsunion zu sichern wird Berlin am Ende auch die Bonität Deutschlands opfern müssen. Der Euro ist schließlich alternativlos.

Antworten
Anti Lemming:

Time-Magazin - Putin in USA nicht auf Cover

7
16.09.13 17:37
Der USA Bären-Thread 644829
Antworten
zaphod42:

AL

2
16.09.13 17:43
So macht der BT wieder Spaß. Hut ab!

;-)
Antworten
Anti Lemming:

Bezeichnend ist, dass der US-Aktienmarkt

2
16.09.13 17:44
die Kandidatur von Lawrence Summers und dessen vermutete Ernennung zum Bernanke-Nachfolger nicht negativ eingepreist hatte, nun aber mit Summers Verzicht "positiv auspreist".

Es wird böse enden.
Antworten
Anti Lemming:

Wart's ab, Zaphod

2
16.09.13 17:45
bis wir wieder auf Syrien zu sprechen kommen ;-)
Antworten
Anti Lemming:

z. B. jetzt: Uno bestätigt Einsatz von Nervengas

2
16.09.13 17:48
in Syrien.


Uno bestätigt Einsatz von Nervengift bei Damaskus
Kämpfe in Syrien: "Klare und überzeugende" Beweise

In Syrien sind nach Uno-Informationen tatsächlich Boden-Boden-Raketen mit dem Nervengift Sarin eingesetzt worden - dies geht aus dem Bericht der Uno-Inspekteure vor Ort hervor. Er soll noch im Laufe des Tages offiziell vorgelegt werden.

www.spiegel.de/politik/ausland/...ervengift-in-damaskus-a-922509.html

New York - In Syrien ist nach Einschätzung der Uno-Inspekteure das Nervengas Sarin eingesetzt worden. Es gebe "klare und überzeugende" Beweise, dass am 21. August bei Damaskus Sarin benutzt worden sei, heißt es in einem Bericht, der im Laufe des Montags dem Uno-Sicherheitsrat vorgelegt werden soll. Nach US-Angaben wurden damals in der Nähe der syrischen Hauptstadt mehr als 1400 Menschen getötet. Auf der ersten Seite des Berichts heißt es weiter, Chemiewaffen seien "in relativ großem Maßstab" während des 30-monatigen Konflikts eingesetzt worden.

A.L. Ich würde gern wissen, wie die Inspektoren nachweisen konnte, dass das Gas tatsächlich mit den Boden-Boden-Raketen verschossen worden ist.
Antworten
zaphod42:

#14

2
16.09.13 17:53
Lieber nicht. Mein Herz...
Antworten
Anti Lemming:

Iran spottet über Ami-"Niederlage" in Syrien

5
16.09.13 17:55

Das ist auch nicht gerade der Stoff, aus dem neue ATHs gestrickt werden...

www.spiegel.de/politik/ausland/...miewaffen-geschwaecht-a-922434.html

Iran spottet über US-Niederlage in Syrien 



Das Regime in Teheran brüstet sich nach der abgesagten US-Intervention in Syrien mit einem Sieg über den Westen. Den Kompromiss zur Chemiewaffenkontrolle wertet der Kommandeur der Revolutionswächter als Einknicken gegenüber Assad. Nach dieser Lesart hat auch Iran nichts mehr zu befürchten.

Irans Regime sieht sich durch den Kompromiss über die Chemiewaffenkontrolle in Syrien gestärkt. Die vorerst abgewendete US-Militärintervention gegen das Assad-Regime zeige die Schwäche des Westens, sagte Mohammad Ali Dschafari, Kommandeur der iranischen Revolutionswächter, am Montag in Teheran.

"Die Feinde, die keine Macht haben, die Widerstandsfront in Syrien anzugreifen, werden auch nicht die Macht haben, irgendetwas gegen Iran zu unternehmen", sagte Dschafari. Die "Verschwörung der arroganten Mächte" gegen Damaskus und Teheran sei gescheitert, die USA hätten "eine Niederlage und ein Scheitern" in Syrien erlebt.Der Kommandeur räumte ein, dass Kämpfer seiner paramilitärischen Kuds-Brigaden in Syrien und dem Libanon aktiv seien - jedoch nur als Berater.

Irans Präsident Hassan Rohani betonte in einer Rede vor den Revolutionswächtern die Bedeutung der Allianz mit dem Assad-Regime. "Von Syrien hängt das Schicksal der ganzen Region ab - unter gewissen Umständen sogar das Schicksal der gesamten Welt", sagte der neugewählte Regierungschef. "Der Westen hat eine Entscheidung für die gesamte Region getroffen, und es ist offensichtlich, dass ihm unsere Region in der jetzigen Form nicht gefällt." Die USA und ihre Verbündeten arbeiteten daran, Israel gegenüber den Nachbarstaaten zu stärken...


Antworten
zaphod42:

#15

2
16.09.13 17:57
Vermutlich Abstrich an den Raketenresten: Sarin + verbrannter Raketentreibstoff = Boden-Boden-Rakete.

Und wer hat die Abschussrampen von der Größe eines LkWs in Besitz?

1+1=2 und nicht 1+1=3.
Antworten
Anti Lemming:

Streit zwischen Wagenknecht + Lucke über den Euro

8
16.09.13 18:16

www.spiegel.de/spiegel/print/d-102241625.html

Wagenknecht: Herr Lucke weiß, dass wir viele Positionen der AfD für falsch halten. Aber ihre Kritik an der Euro-Politik der Regierung entspricht dem, was die Linke seit Jahren vertritt. Nur weil Herr Lucke aus einer anderen politischen Richtung kommt, stelle ich mich doch nicht hin und sage: "Alles falsch." Im Gegenteil: Es spricht für die Linke, dass unsere Kritik inzwischen von vielen übernommen wird.

Lucke: Sie überschätzen sich. Meine Euro-Kritik stützt sich allein auf ökonomische Erkenntnisse. Was die Linke dazu sagt, habe ich nie verfolgt.

Wagenknecht: Dann sind wir unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis gekommen: Frau Merkels Politik rettet den Euro nicht, sie zerstört ihn.

SPIEGEL: Warum?

Wagenknecht: Wir helfen den Krisenländern doch gar nicht. Milliarden Euro haben wir dafür verschleudert, marode Banken zu sanieren, statt ihre Eigentümer und Gläubiger die Verluste tragen zu lassen. Und gleichzeitig diktieren wir den Staaten brutale Kürzungsprogramme, die sie in eine schwere Wirtschaftskrise stürzen, die zu noch höheren Schulden führt.

Lucke:Richtig. Und jetzt brauchen diese Länder einen Schuldenschnitt. Dann gehen Deutschland Dutzende Milliarden Euro verloren. Aber es gibt auch einen wichtigen Unterschied zwischen den Linken und uns.

SPIEGEL: Und der lautet?

Lucke: Die Linke will den Euro erhalten, obwohl das Lohnsenkungen in Südeuropa um rund 30 Prozent erforderlich macht. Das ist aber politisch überhaupt nicht durchsetzbar. Deshalb wollen wir eigene Währungen für die Krisenstaaten, mit einer Abwertung können sie dann wettbewerbsfähiger werden.

Wagenknecht: Nicht allein die südeuropäischen Staaten sind an den jetzigen Problemen schuld, sondern auch Deutschland. In der Lohnpolitik gibt es die goldene Regel, dass die Gehälter so rasch steigen sollten wie die Produktivität der Arbeitnehmer.

SPIEGEL: Was in Südeuropa nicht der Fall war.

Wagenknecht: Am meisten ist Deutschland von dieser Regel abgewichen. Nach unten. Inflationsbereinigt sind die Löhne bei uns seit dem Jahr 2000 deutlich gesunken. So ist es keine Kunst, Europa mit Exporten zu überschwemmen. Daran wird der Euro früher oder später zerbrechen. Um das zu verhindern, muss das deutsche Lohndumping gestoppt werden.

Lucke: Falsch. In Deutschland entsprechen die Löhne ungefähr der Produktivität der Arbeitnehmer. In Griechenland nicht. Wenn die Linke hier die Gehälter in die Höhe treiben will, verlieren auch wir unsere Wettbewerbsfähigkeit. Das schadet uns, hilft aber nicht den Griechen. Es nützt Briten, Schweizern und Chinesen.

Wagenknecht: Inzwischen kann selbst Frankreich mit den deutschen Dumpinglöhnen nicht mehr konkurrieren. Ich wohne im Saarland und erlebe dort hautnah, wie viele französische Bauern aufgeben, weil es dort einen Mindestlohn von über neun Euro gibt, auf deutschen Feldern aber nur fünf bis sechs Euro gezahlt werden. Jetzt exportieren wir auch noch Erdbeeren und Spargel.

SPIEGEL: Wie wollen Sie gegensteuern?

Wagenknecht: Wir müssen unser Wirtschaftsmodell so umstellen, dass wir nicht mit möglichst geringen Löhnen auftrumpfen, sondern wieder mit überlegener Qualität. Wir haben ja auch schon vor der Agenda 2010 exportiert. Damals waren wir statt mit Billigausfuhren mit Hochtechnologie-Produkten erfolgreich.

Lucke: Wenn ein Land mit überlegener Qualität auftrumpft, dann doch Deutschland. Und dafür werden hier hohe Gehälter gezahlt. Von einem Billiglohnland kann wirklich keine Rede sein. Unsere Löhne zählen zu den höchsten Europas.

Wagenknecht: Das ist doch Quatsch. In der deutschen Industrie wird weniger bezahlt als in der französischen.

Lucke: Das bestreite ich. Aber die Höhe der Löhne ist nicht entscheidend. Wichtig ist, ob sie der Produktivität entsprechen. Da hat Frankreich ein Problem, während unsere Arbeitnehmer gut verdienen, weil sie leistungsfähig sind.

Wagenknecht:Wer in Werkverträge oder Leiharbeit gedrängt wurde, verdient miserabel. Große Exportkonzerne beschäftigen Leute für acht Euro pro Stunde und lassen sich einen Teil der Lohnkosten vom Staat bezahlen. Wegen der schlechten Einkommen konsumieren die Menschen auch weniger. Und darum importieren wir so wenig. Als Ökonom müssten Sie wissen, dass eine Politik der ständigen Exportüberschüsse Wohlstand reduziert.

Lucke: Falsch. Schauen Sie sich den Wohlstand in Deutschland doch an. Es spricht nichts gegen hohe Exporte ...

Wagenknecht: ... wenn man entsprechend viel importiert. Wir Deutschen dagegen setzen das Geld, das wir mit unseren Exportüberschüssen verdienen, in den Sand - indem wir es in US-Hypothekenpapiere oder griechische Staatsanleihen investieren. Das ist doch Irrsinn.

Lucke: Wir exportieren viel, wir importieren viel, und wir legen viel Geld im Ausland an - meistens rentabel. Davon profitieren alle. Unserer Binnenkonjunktur geht es gut.

Wagenknecht: Vielleicht nach dem Ifo-Index, aber nicht nach normalen Daten.

Lucke: Doch, der Konsum ist eine wichtige Stütze der Konjunktur.

Wagenknecht: Die Binnenkonjunktur sorgt für weniger als ein Prozent Wachstum. Das ist ja eine großartige Stütze. Eine solche Situation gab es früher nicht: Die Reallöhne sind massiv gesunken, mehr als jeder fünfte Beschäftigte arbeitet im Niedriglohnsektor, der Konsum stagniert, es wird kaum investiert.

Lucke:Diese Verelendungstheorie des Proletariats hat noch nie gestimmt. In Wahrheit gibt es keinen Staat, in dem es den Menschen so gutgeht wie in Deutschland.

SPIEGEL: Frau Wagenknecht, wer Ihnen zuhört, kann den Eindruck gewinnen, dass nicht Südeuropa das Problem der Währungsunion ist, sondern die Bundesrepublik. Warum fordern Sie dann nicht offen: "Deutschland raus aus dem Euro"?

Wagenknecht: Weil es so simpel nicht ist und die Probleme nicht löst. Wir sind für den Schlamassel auch nicht allein verantwortlich. Nehmen Sie Griechenland, da gibt es eine korrupte Oberschicht, die in die eigene Tasche gewirtschaftet hat und das noch immer tut. Da liegen die Vermögen, die für die Sanierung des Landes herangezogen werden sollten.

Lucke:Ich bin dafür, dass zunächst die Südeuropäer ausscheiden. Man muss die Euro-Zone geordnet auflösen, sonst verlieren wir hohe Forderungen im Ausland.

SPIEGEL: Das Geld ist doch auch dann weg, wenn die Südeuropäer ausscheiden und ihre neuen Währungen massiv abwerten.

Lucke: Nein, unsere Forderungen lauten dann weiter auf Euro.

Wagenknecht: Aber nur in der Theorie. Die Länder können ihre Schulden doch nicht mehr begleichen.

Lucke: Doch. Wenn die Krisenstaaten nach der Abwertung wachsen, können sie ihre Schulden besser bedienen. [A.L.: Das bezweifle ich...]

SPIEGEL: Herr Lucke, wenn Ihr Weg überzeugend wäre, müssten die Regierungen der Krisenländer ihn doch längst gehen. Warum folgen sie Ihrem Ratschlag nicht?

Lucke: Noch bleiben sie im Euro, weil man die Hand nicht beißt, die einen füttert. Frau Wagenknecht hat ja recht, dass es eine komische Fütterung ist, weil sie nicht den Menschen hilft, sondern den Banken. Aber wenn die Länder auf sich selbst gestellt wären, weil sie keine Hilfen mehr bekämen, würden sie aussteigen.

Wagenknecht: Viele Menschen in Südeuropa haben natürlich Angst um ihre Ersparnisse. Außerdem kommt der Aufschwung, den Herr Lucke hier prognostiziert, nicht automatisch. Griechenland hat derzeit kaum Produkte, die es exportieren könnte. Dafür würden sich die Importe extrem verteuern, etwa von Nahrungsmitteln. Also gäbe es Inflation. Trotzdem kann man zu dem Schluss kommen, dass ein Austritt besser wäre, als sich auf Dauer der Diktatur der Troika zu unterwerfen.

Lucke: Die Türkei hat doch nicht viel bessere Produkte als Griechenland, boomt dank ihrer eigenen Währung aber.

SPIEGEL: Wir haben eine andere Erklärung, warum die Währungsunion noch hält: Die Lage des Euro ist nicht ganz so dramatisch wie von Ihnen dargestellt. Die Löhne in Südeuropa sinken längst - und die Abwertung zeigt erste Erfolge. In Griechenland boomt der Tourismus, Portugal und Irland exportieren mehr, in Spanien sinkt die Arbeitslosigkeit. Warum sollte der Euro auf diesem Weg nicht doch gerettet werden können?

Lucke: Sie interpretieren die Daten falsch.

SPIEGEL: Oder Sie?

Lucke: Nein. In einer Rezession wird weniger importiert. Natürlich verbessert sich dann die Handelsbilanz. Dadurch ist aber nichts besser geworden. Auch bei der Produktivität ist der Zuwachs vor allem kosmetisch. In einer Wirtschaftskrise werden die unproduktivsten Arbeitnehmer entlassen. Also steigt die durchschnittliche Produktivität der verbleibenden automatisch an.Aber dieser Effekt wird durch Millionen Arbeitslose erkauft.

Wagenknecht: Selbst in Irland, das immer als Musterstaat hingestellt wird, ist nichts auf gutem Wege. Der Staat ist wegen der Bankenrettung bankrott, es wird nicht investiert, der Wohlstand hat sich dramatisch verringert.

SPIEGEL: So düster Sie die Lage auch zeichnen, Ihre Forderungen werden doch derzeit erfüllt: Sie, Frau Wagenknecht, verlangen höhere Löhne in Deutschland, Sie, Herr Lucke, wollen eine interne Abwertung, also sinkende Löhne und Preise in den Krisenländern. Beides passiert.

Lucke: Ich will gerade nicht, dass die Anpassung allein über eine interne Abwertung erfolgt. Das notwendige Ausmaß wäre für die Betroffenen unzumutbar. Deshalb wäre es besser, wenn die Südländer ausscheiden dürften.

SPIEGEL: Und was passiert mit der verbleibenden Euro-Zone?

Lucke: Jeder Staat soll austreten können, dann spricht nichts gegen eine Rest-Währungsunion. Es darf aber keine gemeinsame Haftung geben - weder über Rettungsschirme noch Euro-Bonds. Sonst sollten wir lieber alle zu nationalen Währungen zurückkehren.

SPIEGEL: Transferzahlungen und die Übernahme von Schulden drohen doch so oder so. Kaum jemand glaubt, dass Griechen, Portugiesen, im Zweifel selbst die Iren ihre Verpflichtungen langfristig bedienen können.

Lucke: Bestimmte Transfers können wir nicht mehr verhindern, das stimmt. Nach der Bundestagswahl werden die Steuerzahler in Mitteleuropa ein böses Erwachen haben. Aber bislang drohen überschaubare Verluste, weil die Krisenländer alle klein sind. Nur stehen die großen Staaten längst vor der Tür, sei es Italien oder Frankreich. Spanien hat sogar schon angeklopft. Das weist alles in die falsche Richtung.

SPIEGEL:Frau Wagenknecht, als Linke haben Sie doch gegen Transfers von Reich zu Arm bestimmt nichts einzuwenden, oder?

Wagenknecht:Wir haben aber das Gegenteil: Transfers von Arm zu Reich. Das Geld der Steuerzahler fließt zu Banken und Multimillionären.Von den über 200 Milliarden Euro, die Griechenland in den vergangenen drei Jahren an Hilfen bekommen hat, sind weit über hundert Milliarden Euro für Zins- und Tilgungszahlungen an die Gläubiger des Landes geflossen, dazu kommen 50 Milliarden Euro für die Rekapitalisierung der Banken. Damit haben wir die griechische Oligarchie durchgefüttert, während die Bevölkerung verarmt. Das ist alles das Ergebnis der absurden Euro-Politik von Merkel.

Lucke: Und von Gabriel, Trittin und Brüderle.

Wagenknecht: Richtig. Von allen Parteien außer der Linken.

Lucke: Und der AfD.

SPIEGEL: Sie wähnen sich beide auf der richtigen Spur, aus Ihrer Perspektive sind alle anderen Geisterfahrer. Die Zustimmung für Ihre Euro-Politik ist aber gering, Ihre Parteien liegen in den Umfragen zur Bundestagswahl zusammen bei gerade einmal zehn Prozent. Könnte es sein, dass Sie die Geisterfahrer sind?

Lucke: Wir liegen in Umfragen bei drei Prozent, so schlecht ist das nicht. Schließlich kennen uns viele Menschen noch nicht. Das wird sich im Wahlkampf ändern. Aber es gibt auch ein kommunikatives Problem. Die Euro-Krise ist sehr kompliziert. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung folgt trotz großer Verunsicherung noch der Bundesregierung. Dass wir viele Menschen noch nicht mit unseren Argumenten erreichen, heißt nicht, dass sie falsch sind.

SPIEGEL: Sehen Sie das auch so, Frau Wagenknecht?

Wagenknecht: Natürlich wird die Linke bei der Bundestagswahl keine absolute Mehrheit holen. Aber mit uns gibt es wenigstens eine Partei im Bundestag, die dem verrückten Euro-Kurs der Regierung widerspricht und nicht wie Union, SPD, Grüne und FDP einfach alles abnickt.

Lucke:Nur haben Sie keine eindeutige Position. Lafontaine und Sie wollen zu nationalen Währungen zurück, aber der Rest der Linken ist für den Euro. Ihre Partei wird eben nicht primär als eine Anti-Euro-Bewegung wahrgenommen, sondern als SED-Nachfolgerin.

Wagenknecht: Ach, Herr Lucke! Für so plump habe ich Sie nicht gehalten.

Lucke: Der Lackmustest in der Euro-Frage ist die AfD: Je erfolgreicher wir sind, desto schneller steuern die anderen Parteien um.

SPIEGEL: Wenn jemand gegen den Euro ist, könnte er aber auf die Idee kommen, er sei bei der Linken besser aufgehoben. Schließlich hat sie schon 1998 im Bundestag gegen die Euro-Einführung gestimmt.

Lucke:Aber jetzt will die Linke den Euro erhalten. Lesen Sie das Wahlprogramm.

Wagenknecht: Wir sind im Gegensatz zur AfD keine schlichte Anti-Euro-Partei. Wer soziale Gerechtigkeit will, kann nur die Linke wählen.

Lucke: Die Linke versucht lediglich, mit ein bisschen Populismus von der Anti-Euro-Stimmung in der Bevölkerung zu profitieren.

SPIEGEL:Das heißt: Die Linken sind die virtuellen Populisten und Sie die richtigen?

Lucke:Unfug. Das heißt, dass die Linke nur vorgibt, gegen die Euro-Rettung zu sein. Eigentlich will sie die Arbeitsmarktreformen zurücknehmen und die Sozialausgaben steigern. Davon erhofft sie sich, dass beim Euro alles bleiben kann, wie es ist.

Wagenknecht: Dass sich in anderen Bereichen alles ändert, ist doch Voraussetzung dafür, dass der Euro so bleiben kann, wie er ist. Ohne Änderungen etwa auf dem Arbeitsmarkt und in der Lohnpolitik wird die Währungsunion scheitern.

Antworten
lehna:

Was diese Wagenknecht....

7
16.09.13 19:58
im Spiegel zur Eurokrise sülzt, halt ich für einen Witz.
Denn grad die Griechen hatten das Programm der Linken längst verwirklicht. Was natürlich unweigerlich im Bankrott endete.
Und grad die Linke plärrte stets am lautesten nach Eurobonds, also der Übernahme aller Schulden....
Antworten
Anti Lemming:

In USA ist schon wieder der Optionshandel

3
16.09.13 20:04
komplett ausgefallen.

www.zerohedge.com/news/2013-09-16/another-day-another-exchange-breaks

Die Börsen, inbesondere Nasdaq, und Apple (-2,5 %) gehen daraufhin auf Sinkflug.

www.zerohedge.com/news/2013-09-16/nasdark-dumps-red-opra-fails
Antworten
Anti Lemming:

Warum fallen die Börsen, wenn der Optionshandel

3
16.09.13 20:05
ausfällt?

Wenn man Calls nicht loswerden kann, verkauft man ersatzweise das Underlying short.
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Anti Lemming:

Apple ist heute das Schlusslicht in SPX und NDX

 
16.09.13 21:05
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Der USA Bären-Thread 644930
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Anti Lemming:

Der AIG-Bailout 2008 wäre nicht nötig gewesen

4
17.09.13 13:52

schreibt David Stockman. Main Street drohte kein Finanz-Chaos, sondern allein Wall Street.

Hank Paulson hatte die Lehmanpleite nur deshalb "angeordnet" (als Finanzminister), um die Panik zu erzeugen, aufgrund deren am nächsten Tag der AIG-Bailout als "alternativlos" durchgedrückt werden konnte. AIG erhielt 180 Mrd. aus dem 700-Mrd. schweren TARP-Topf. AIG war deshalb - und NUR deshalb - in der Lage, verzockten Banken wie Deuba und Goldman Versicherungsprämie auf faul gewordene CDOs auszuzahlen. Die Zockerbanker hatten sich zuvor gegen Ausfall dieser CDOs versichert. Goldman bekam von AIG 10 Mrd. an Versicherungsprämie, die Deuba bekam 12 Mrd.
Diese Gelder hätten im Falle einer AIG-Pleite nicht gezahlt werden können. Finanzminister Paulson, der zuvor Goldman-CEO war, hat das also sehr geschickt eingefädelt.


Über den großen Hank-Paulson-Deal hatte ich bereits 2009 im Detail geschrieben.


Gestern schrieb David Stockman via ZH:


A decisive tipping point in the evolution of American capitalism and democracy—the triumph of crony capitalism—took place on October 3, 2008. That was the day of the forced march approval on Capitol Hill of the $700 billion TARP (Troubled Asset Relief Program) bill to bail out Wall Street. This spasm of financial market intervention, including multi-trillion-dollar support lines provided to the big banks and financial companies by the Federal Reserve, was but the latest brick in the foundation of a fundamentally anti-capitalist régime known as “Too Big to Fail” (TBTF). It had been under construction for many decades, but now there was no turning back. The Wall Street bailouts of 2008 shattered what little remained of the old-time fiscal rules.



There was no longer any pretense that the free market should determine winners and losers and that tapping the public treasury requires proof of compelling societal benefit. Not when AAA-rated General Electric had been given $30 billion in taxpayer loans and guarantees to avoid taking modest losses on toxic assets it had foolishly funded with overnight borrowings that suddenly couldn’t be rolled over.


Even more improbably, Goldman Sachs had been handed $10 billion to save itself from alleged extinction. Yet it then swiveled on a dime and generated a $29 billion financial surplus—$16 billion in salary and bonuses on top of $13 billion in net income—for the year that began just three months later.

Even if Goldman didn’t really need the money, as it later claimed, a round trip from purported rags to evident riches in fifteen months stretched the bounds of credulity....  Washington’s panicked bailout of Wall Street.... was both unnecessary and targeted at the wrong problem. The so-called financial meltdown was not the real crisis; it was only the tip of the iceberg, the leading edge of a more fundamental economic malady. In truth, the US economy was heading for the wringer because a multi-decade spree of unsustainable borrowing, speculation, and financialization of the national economy was coming to an abrupt end.


In the years after 1980, America had undergone the equivalent of a national leveraged buyout (LBO). It was now saddled with $30 trillion more in combined public and private debt than would have been the case under the time-tested canons of financial discipline and prudence which prevailed during the nation’s long economic ascent. This massive debt burden had fueled a three-decade prosperity party by mortgaging the nation’s future. Now the bill was coming due and our national simulacrum of prosperity was over.

This rendezvous with the limits of “peak debt,” however, did not mean that the Main Street economy was in danger of collapse into an instant depression. That was the specious claim of the bailsters. What did threaten was a deeper and more enduring adversity. The demise of this thirty-year debt super cycle actually meant that it was payback time. Instead of swiping growth from the future, the American economy would now face a long twilight of debt deflation and struggle to restore household, corporate, and public sector solvency.

This abrupt turn in the road should not have been surprising.America’s fantastic collective binging on debt, public and private, had no historical precedent. During the century prior to 1980, for example, total public and private debt on US balance sheets rarely exceeded 1.6 times GDP. When the national borrowing spree reached its apogee in 2007, however, the $4 trillion of new debt issued by households, business, banks, and governments amounted to 6 times that year’s $700 billion gain in GDP. Plain and simple, what was being recorded as GDP growth was little more than faux prosperity borrowed from the future.

In fact, by the time of the financial crisis total US debt outstanding was $52 trillion and represented 3.6 times national income of $14 trillion. Accordingly, there were now two full turns of extra debt weighing on the nation’s economy. And the embedded math was forbidding: at the historic leverage ratio of 1.6 times national income, which had prevailed for most of the hundred years prior to 1980, total US public and private debt would have been only $22 trillion at the end of 2008.

So the nation’s households, businesses, and taxpayers were now lugging around the aforementioned $30 trillion in excess debt. This staggering financial burden dwarfed levels which had historically been proven to be healthy, prudent, and sustainable. TARP and all its kindred bailouts and the Fed’s ceaseless money printing could not relieve it. And Washington’s reckless use of Uncle Sam’s credit card to fund the Obama stimulus actually made it far worse by attempting to revive the false prosperity of the bubble years. The obvious question remains: Why did this plague of debt arise? Did the American people suddenly become profligate and greedy through a mysterious process of moral and social decay?

There is no evidence for the greed disease theory but plenty of reason to suspect a more foreboding cause.The real reason for the current crisis of debt and financial disorder is that public policy had veered into the ditch, permitting an unprecedented aggrandizement of the state and its central banking branch. In the process, the vital nerve center of capitalism, its money and capital markets, had been perverted and deformed. Wall Street has become a vast casino where leveraged speculation and rent seeking have displaced its vital function of price discovery and capital allocation.

The September 2008 financial crisis, therefore, was about the need to drastically deflate the Wall Street behemoths—that is, dangerous and unstable gambling houses—fostered by decades of money printing and market rigging by the Fed. Yet policy veered in the opposite direction, propping them up and thereby perpetuating their baleful effects, owing to a predicate that was dead wrong.

A handful of panic-stricken top officials, led by treasury secretary Hank Paulson and Fed chairman Ben Bernanke, proclaimed that the financial system had been stricken by a deadly “contagion” that had come out of nowhere and threatened a chain reaction of financial failures that would end in cataclysm. That proposition was completely false, but it gave rise to a fateful injunction— namely, that all the normal rules of free market capitalism and fiscal prudence needed to be suspended so that unprecedented and unlimited public resources could be poured into the rescue of Wall Street’s floundering behemoths...

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Anti Lemming:

Europäische Autoverkäufe auf 23-Jahrestief

2
17.09.13 14:32

trotz heutigen 49 Punkten im ZEW-Index (zuvor 42) und gestrigem neuen ATH im DAX.




ABCnews

Car sales in Europe are still sagging despite the return of modest economic growth.

For the first eight months of the year, passenger car sales in the European Union were off 5.2 percent to 7.84 million compared with the same period last year, the European Auto Manufacturers' Association said Tuesday. That's the lowest January-August figure since the group started keeping track in 1990.

New car registrations in August fell 5 percent from a year ago to 653,872, the association said....




Zerohedge dazu:

European Car Sales In 2013 Drop To "Record", 23-Year Low

European recovery propaganda may be humming, ...but when it comes to the actual economy - that place where commerce is conducted and where supply and demand curves intersect, the situation has never been worse. And not only unemployment which is at a persistently record high for the Eurozone, but actual transactions, in this case in the form of car sales....


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