In den Jahren der Großen Depression durchlitt die US-Wirtschaft eine extreme Durststrecke, aus der es keinen einfachen Ausweg gab. Erst die Eintritt Amerikas in den 2. Weltkrieg brachte die Wende, weil die US-Wirtschaft in dieser Zeit - wegen extremer Neuverschuldung für die Aufrüstung - stark wuchs. In den Kriegsjahren lag das mittlere US-BIP-Wachstum bei 13,5 %. Folge: Bereits 1944 hatte sich die US-Wirtschaft wieder gefangen, und der DOW stieg erstmals über die Höchststände aus dem Crashjahr 1929.
Die extreme US-Neuverschuldung (teils 140-BIP-Prozent) in den Kriegsjahren wurde in der Nachkriegszeit - ähnlich wie seit 2008 - durch extreme Tiefzinspolitik kompensiert: Trotz hoher Inflation gab es auf Cash und US-Staatsanleihen nur Zinsen um 1 % (finanzielle Repression 1.0).
Der indirekte Keynes-Stimulus durch die Kriegsverschuldung fiel damals - anders als heute - auf fruchtbaren Boden, weil es in USA noch hohes Potenzialwachstum gab. Dieses endete erst Anfang der 1980er Jahre, als ersatzweise die "Geldpolitik" für Wachstum "sorgte": Dank sukzessive sinkender Zinsen - in Kombination mit stark wachsender Neuverschuldung - generierten die Amis ein Blasen-Wachstum, dessen Ponzi-Charakter 2008 in der Bankenkrise aufflog.
Insofern gab es für die Amis damals nicht nur strategische, sondern auch triftige ökonomische Gründe, um in den Zweiten Weltkrieg einzutreten. Dazu bedurfte es eines Kriegsgrunds. Es war der Angriff der Japaner auf Pearl Habor - eine Aggression, die u. a. das von den Amerikanern verhängte Handelsboykotts mit Japan ausgelöst hatte.
1941 wurde dieser Pazifikhafen auf Hawaii - das damalige Hauptquartier der US-Marine - von japanischen Bombern, die von Flugzeugträgern aus starteten, angegriffen. 2403 Amerikaner starben, und der Stützpunkt wurde größtenteils zerstört. Amerika war entsetzt, und Roosevelt konnte mit "Fug und Recht" Japan den Krieg erklären.
Der japanische Angriff wird bis heute von den meisten Historikern als nächtliche "Heimtücke" dargestellt. Tatsächlich aber wussten US-Generäle - und auch US-Präs. Roosevelt selbst - im Vorfeld von dem bevorstehenden Angriff, da es Geheimdienstwarnungen gab und Funksignale der japanischen Angriffsflotte abgehört und dekodiert werden konnten.
Die Amerikaner hätten sich rechtzeitig zur Wehr setzen können. [Roosevelt unterließ 15 Std. vor dem Angriff eine rechtzeitige Warnung (Spiegel-Artikel unten).] Doch bei erfolgreicher Verteidigung hätte die "Stimmung" im US-Volk womöglich nicht ausgereicht, um in 2. Weltkrieg einzutreten. Ein Großteil der Amerikaner war gegen eine US-Kriegsbeteiligung (wie heute beim Syrienkrieg). Es gibt daher Vermutungen, dass US-Poltiker und -Generäle den Kollateralschaden in Pearl Habor billigend in Kauf genommen haben, um einen triftigen Kriegsgrund zu erhalten, dem jeder Amis vorbehaltlos zustimmen konnte. (So wie heute in Syrien "unschuldige Kinder", vergast von unmenschlichen Despoten, für die nötige "Empörung" sorgen sollen).
www.wahrheitssuche.org/pearlharbor.html
www.spiegel.de/spiegel/print/d-46209486.html
de.wikipedia.org/wiki/...theorien_zum_Angriff_auf_Pearl_Harbor
Zerohedge schreibt in # 490, dass auch der angestrebte Eintritt der Amerikaner in den Syrienkrieg - der schnell zu Größerem auszuwachsen droht -, ökonomischen Zwängen entspringen könnte - wie damals am Ende der Großen Depression: Da QE nicht das gebracht hat, was Geldpolitiker sich davon versprochen hatten (= neues Potenzialwachstum, "angeschoben" durch QE-Stimulus), bliebe nur noch ein neuer großer Krieg als ultimative Option. In einer Kriegswirtschaft würde wie üblich "Not kein Gebot" kennen, und Inflationsängste würden zweitrangig. Die Fed bekäme volle Legitimation, QE "bis zum Anschlag" weiter durchzuziehen, bis die Fed sämtliche US-Staatsschulden aufgekauft hat. Und selbst danach könnte sie noch sämtlich Neuemissionen des Finanzminsters aufkaufen. Wer wollte USA daran hindern?
All dies klingt zugegeben "verschwörerisch", aber trotzdem sollte man diese Ideen zumindest im Hinterkopf behalten.