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Der USA Bären-Thread


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zaphod42:

#72

4
13.09.13 08:30
"Sie verstehen sich in der Tat als "etwas Besseres" (= als die wahrhaften Demokraten und Verteidiger der "freien Welt") und leiten daraus auch unverhohlen das "Recht" ab, anderen Nationen - notfalls mit Waffengewalt - ihren eigenen Willen aufzuzwingen. "

Geschichtlich gesehen sind sie was besseres, denn immerhin gründeten sie die erste echte Demokratie der Welt und die älteste die ununterbrochen bis heute Bestand hat. Zudem noch bevölkerungsmäßig und wirtschaftlich die Größte. Militärisch sowieso unangefochten die Nummer 1.

Daraus leitet sich nicht _das Recht_ ab, Weltpolizie zu spielen, sondern sogar _die Pflicht_. Das haben die USA nach der Aufgabe der Monroe-Doktrin gelernt: Sie können sich auf Dauer nicht ihrer Pflicht entziehen, in der Welt einzugreifen wenn es notwendig ist. Sicherlich muss allerdings dazu im Jahr 2013 auch ein Konsens der wichtigsten Länder der Welt vorliegen, dieses wäre dann die _Kontrolle der Kontrolleure_.

Es ist nicht notwenig, dass alle Länder zustimmen, denn das würde den Kontrolleur handlungsunfähig machen. Ein Polizist hat auch nicht die Zustimmung der Verbrecher und seiner Freunde, ist aber trotzdem legitimiert, Verhaftungen vorzunehmen.

Im Fall Syrien lag der Konsens der wichtigsten Länder vor, "deutliche Maßnahmen zu ergreifen", insofern ist den USA kein Alleingang vorzuwerfen.

Und, AL: Putin IST der (relativ) Böse. Es sei denn du behauptest, der Mann ist lupenreiner Demokrat (was Obama zweifelsfrei ist). Dann würde ich dir die Einholung psychologischer Hilfe anraten. Russland hat neuerdings wieder einen Großmachtsanspruch und dem wird eben jegliche Moral untergeordnet. Machen die Chinesen ja auch.




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Anti Lemming:

Ambroses Warnungen sind mMn ernst zu nehmen

4
13.09.13 08:32

...und es ist gut, dass dies zumindest in GB noch vor den deutschen Wahlen auf den Tisch kommt:


Aus Ambrose E.P.'s Artikel im Telegraph (Link in # 471)

...As I understand it, the Bundesbank (and the central banks of Finland, Holland, and Luxembourg, likewise) offsets the Target2 claims on the Club Med bloc by selling securities to banks registered in Germany. It does this for monetary policy reasons.

This means that if the euro blows up, the Bundesbank still owes this money to the same private banks, which could be Deutsche Bank, but could also be Nomura, Citigroup, or Barclays. This is not fictitious. The Bundesbank cannot default on these securities.

Perhaps I am a bear of very little brain, but I have yet to hear a satisfactory explanation as to how this can be conjured away painlessly, as we are told by a long list of illustrious economists that it can be. I have never seen them answer this issue. They publish long papers, blinding everybody with science as economists are prone to do (usually bluffing), but never get to the core point.

The fast is that Target2 is the flipside of intra-EMU capital flight. Private investors have pulled out of Club Med, dumping their claims onto the taxpayers of Germany and the northern creditor states. Dress this up any way you want, but that is the reality.

Yes, the Bundesbank could print money with gay abandon in such a crisis – and would have to do so to avoid a deflationary shock, and on a much larger scale than anything suggested so far within the EMU construct. Germany would no doubt muddle through, but its monetary doctrines would be shredded.

The Bundesbank's official position is that the Target2 controversy is a storm in a teacup. In fact, they don't believe it themselves.A Bundesbanker with direct responsibility for Target2 said in my presence that he "worries about it every night". The bank's own president Jens Weidmann testified last year that the imbalances are an "unacceptable risk".

I suspect that somebody is trying to pull the wool over the eyes of the German people, and it is not the splendidly outspoken Jens Weidmann. I disagree with his monetary theories: his intellectual honesty is magnificent.

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Anti Lemming:

Zaphod: Brit. Parlament gibt es seit 1707

2
13.09.13 08:46
Zaphod in # 476: "Geschichtlich gesehen sind [die Amerikaner] was besseres, denn immerhin gründeten sie die erste echte Demokratie der Welt..."

Falsch.

"Das britische Parlament trat zu seiner ersten Sitzung am 23. Oktober 1707 zusammen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Britisches_Parlament

---------

Der US-Senat entstand erst mit der Ratifizierung der US-Verfassung im Jahre 1789:

http://de.wikipedia.org/wiki/...te_des_Senats_der_Vereinigten_Staaten

Die Geschichte des Senats ist die Geschichte einer der beiden Kammern des Kongresses, dem Parlament der Vereinigten Staaten. Sie beginnt mit der Ratifikation der Verfassung am 4. März 1789.

--------

Fazit: Nicht erst posten/blöken und dann recherchieren, sondern umgekehrt.

Außer im Thread: "Laien streiten über ihnen unbekannte Fachgebiete" ;-)
www.ariva.de/forum/...r-Verteilungsfrage-472111?page=470#jumppos11769


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zaphod42:

Ich sprach von

 
13.09.13 08:52
"echter Demokratie", nicht von einer konstitutionellen Monarchie.
Antworten
Anti Lemming:

Zaphods "Spontan-Behauptungen" (2)

2
13.09.13 08:54
Zaphod - # 476: USA ist "zudem noch bevölkerungsmäßig ....die größte" Demokratie.

Falsch.

Indien gilt, gemessen an der Einwohnerzahl, als größte Demokratie der Welt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Indien

Indien hat 1,2 Mrd. Einwohner, USA gut 300 Millionen.


FAZIT-2: Nicht erst posten/blöken und dann recherchieren, sondern umgekehrt.

Außer im Thread: "Laien streiten über ihnen unbekannte Fachgebiete" ;-)
www.ariva.de/forum/...r-Verteilungsfrage-472111?page=470#jumppos11769


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Anti Lemming:

Eine Königin haben die Briten

 
13.09.13 08:55
bis heute. Sind sie deshalb keine "lupenreine" Demokratie?

LOL.
Antworten
zaphod42:

Nunja, AL

 
13.09.13 09:07
was nicht in dein krudes Weltbild passt wird niedergebrüllt. Kennen wir ja schon.

1) Die Potenz Indiens mit den USA zu vergleichen, naja. Ich drücke mich mal präziser aus: Die USA sind die bevölkerungsreichste _stabile_ und wirtschaftlich leitungsfähigste Demokratie der Welt. Es ging hier um die Frage, wer Weltpolizei spielen muss und da scheidet Indien aus, auch wenn sie 5 Mrd Leute hätten (Wovon 4,9 Mrd von einer Schale Reis am Tag lebten)

2) GB hat zwar ein altes Parlament, dieses hat jedoch bis heute weniger Rechte gegenüber dem König als die amerikanischen Parlamente gegenüber dem Präsidenten. Und der wird direkt gewählt. Zudem ist die Hälfte der brit. Parlamente nicht gewählt sondern der Titel wird vererbt (House of Lords). Zudem hat GB keine geschriebene Verfassung, formal hat der König große Macht, z.b. ernennt er die Regierung (und kann sie nach Belieben feuern). Alles in allem: Die USA ist bzw war im 18/19 Jhrd demokratischer als GB. Heutzutage mag sich das angeglichen haben.  
Antworten
Anti Lemming:

Zum politischen System der Briten

 
13.09.13 09:07

"Als älteste konstitutionelle Monarchie im modernen Sinne gilt Großbritannien. Allerdings hat Großbritannien bis heute keine Verfassung im eigentlichen Sinne. [siehe # 482] Tatsächlich gelten bis heute die Magna Charta von 1215 und die Bill of Rights aus dem Jahre 1688 und bilden zusammen mit späteren Zusätzen Großbritanniens Verfassung."

de.wikipedia.org/wiki/Konstitutionelle_Monarchie


Antworten
SkeptikerVsO.:

Putin führt Obama vor...

 
13.09.13 09:11
... wehe uns, wenn  man nur noch auf die Macht der Bilder setzt und Inhalte auf der Strecke bleiben.
Der USA Bären-Thread 643895
Antworten
Anti Lemming:

Zaphod

 
13.09.13 09:11
Ich weise Dir hier rein faktisch falsche Tatsachenbehauptungen nach, nämlich dass

1. USA die erste Demokratie sei

Falsch: Das ist England: #  483, 478

und dass

2. USA die bevölkerungsmäßig größte Demokratie sei

Falsch: Das ist Indien: # 480

Wenn Du das als "Niederbrüllen" bezeichnest, kann ich Dir auch nicht weiter helfen.
Antworten
zaphod42:

Wie gesagt

 
13.09.13 09:13
GB ist eine konstitutionelle Monarchie. Die Macht des Volkes gründet sich, da nicht aufgeschrieben, gegenüber dem König nur auf Gewohnheitsrechten. Wenn die Queen will hat sie das Recht, Cameron zu feuern.

Macht sie natürlich nicht. Das zeigt aber welches System eine Demokratie ist: Das der USA, nicht das der Briten.

Politik für Dummies, lieber AL: Wenn es einen König gibt, ist es keine volksouveräne Demokratie, Parlament hinoder her. Lernt man im Politik-Grundkurs in der ersten Stunde.
Antworten
zaphod42:

Niederbrüllen

 
13.09.13 09:15
"FAZIT-2: Nicht erst posten/blöken und dann recherchieren, sondern umgekehrt.

Außer im Thread: "Laien streiten über ihnen unbekannte Fachgebiete" ;-)
www.ariva.de/forum/...r-Verteilungsfrage-472111?page=470#jumppos11769"

So, bin raus, muss arbeiten. Keine Zeit mehr für Kasperletheater.
Antworten
Anti Lemming:

Ja Zaphod

 
13.09.13 09:17
Man sollte Holland, Belgien und Spanien sofort "wegen anti-demokratischer Umtriebe" aus der Eurozone schmeißen, die haben ja auch alle noch Königinnen und Könige, und die Dänen und Schweden bräuchten gar nicht erst über ihre Mitgliedschaft abzustimmen.
Antworten
Anti Lemming:

Man sollte in Ostfriesland

3
13.09.13 09:22
die Monarchie wieder einführen. Und Zaphod wird nicht nur König und oberster Richter, sondern zugleich Oberbefehlshaber der Hau-Drauf-Blechbüchsen-Armee - und damit nach Obama zum zweiten "Retter des Abendlandes" vor islamistischen Umtrieben.
Antworten
Anti Lemming:

ZH: QE bringt kein Wachstum - deshalb: Syrienkrieg

3
13.09.13 09:40

www.zerohedge.com/news/2013-09-12/war-now-inevitable

In a moment of surprising clarity, Deutsche Bank's Jim Reid pointed out what is largely taboo in the financial industry - the truth. "Looking back, real GDP growth in the US through the latter half of the 2000s and the 2010s has been at the lowest levels since the cyclically scarred decades of the Great Depression and the First World War."

What is amusing, is the constant state of shock of supposedly serious people who are stunned that despite the Fed being constantly in the markets, and buying up trillions in securities, the US economy has not responded in a favorable manner. Of course, nobody has pointed out that if all it took to generate growth out of thin air without consequences was for the Fed to print, i.e., monetize debt, this would have started 100 years ago in 1913, and by now the US economy would be so advanced it would be colonizing Uranus. Logic, however, is not a Keynesian economist's best friend.

That said, the reasons surrounding the lack of US growth are secondary for the time being. A bigger question is what happens from here, now that even respected banks, and even ivory tower economists have admitted that QE has been a complete failure for the broader economy, and the common American, benefiting only the uber-wealthy.

.... So despite a recent sense of detente [Entspannung] in Syria, pay close attention: never since the cold war has the world been so close to the edge of a full-blown global military conflict. Whether or not the Syria "trigger" has been produced as the catalyst that will spark growth, or is merely a precursor to such an event is still unclear. However with every passing day, the US economy lags ever more behind its "trendline" and the common man gets left ever further behind the superclass of financial asset oligarchs, a state which the president opined recently was unacceptable. The question is whether millions of war casualties for the sake of yet another economic "golden age" aren't.

(Verkleinert auf 54%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 643904
Antworten
Anti Lemming:

Kyle Bass: Krieg ist Finallösung für Finanzchaos

2
13.09.13 09:53
Trillions of dollars of debts will be restructured and millions of financially prudent savers will lose large percentages of their real purchasing power at exactly the wrong time in their lives. Again, the world will not end, but the social fabric of the profligate nations will be stretched and in some cases torn. Sadly, looking back through economic history, all too often war is the manifestation of simple economic entropy played to its logical conclusion. We believe that war is an inevitable consequence of the current global economic situation.

de.scribd.com/doc/167751053/Kyle-Bass-November-2012
Antworten
Gegenpol:

Tapering

3
13.09.13 10:14
Ich denke nicht, dass die Fed ihre ultraexpansive Geldpolitik noch in diesem Jahrzehnt einstellen wird. Die ökonomischen, wie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern eine hoch expansive Geldpolitik, um die Schuldenquoten der Staaten, wie auch Finanzinstitute zu konsolidieren.
Obwohl alle großen Zentralbanken eine Niedrigzinspolitik verfolgen ist bisher keine nennenswerte Inflation zu verzeichnen, welches u.a. mit der niedrigen Umlaufgeschwindigkeit des Geldes korrespondiert. Daher hätte eine restriktivere Geldpolitik fatale Auswirkungen auf die Inflation & Wirtschaftswachstum. Demzufolge wird Bernanke am kommenden Mittwoch nur minimal tapern. Möglicherweise übt die Finanzindustrie durch den starken Abverkauf der Treausuries Druck auf die US-Administration aus, damit Obama einen Fed-Chairmen bestimmt, der die ultraexpansive Geldpoltik fortsetzt. Schließlich sind höhere Staatsanleihenzinsen Gift für den amerikanischen Haushalt. Mich würde es daher nicht wundern, wenn die 10Y-UST-Renditen nach der Ernennung des neuen Fed-Chairmen langfr. unter 1% fallen.
Die Sparer dieser Welt sollten sich auf eine gravierende kalte Enteignung ihrer Ersparnisse einstellen. Ein Großteil der Bankguthaben sollte in Sachwerte transferiert werden.  
Antworten
Fillorkill:

Die US...

 
13.09.13 10:48
betraten vom ersten Tag an als 'Land of the Free', als emanzipatorisches Gesellschaftsprojekt, als Exitoption für politisch und religiös Verfolgte, als Chance für die durch die Ursprüngliche Akkumulation in Europa Entwurzelten die globale Bühne. Ihr Staatsvolk rekrutierte sich entsprechend aus dieser Masse, nicht ethnisch, nicht historisch, nicht national. Aus dieser praktisch gewordenen Kritik an der für Europa üblichen Weise, repressiven Staat zu machen, leitet sich der moralische Anspruch ab, für die Menschheit zu sprechen. Die allgegenwärtigen Stars and Stripes repräsentieren diesen Anspruch und eben nicht, wie sonst üblich, eine ethnisch abgeleitete nationale Idee..

Weil dieser moralische Imperativ sich nicht abstrakt, sondern nur im Rahmen materieller Interessen realisiert, bleiben Friktionen und Widersprüche nicht aus. Der stets empörte Zeigefinger Richtung US  findet hier reichlich Nahrung, hat aber diesen Imperativ als Mass zur Voraussetzung. Sprich: Eben weil die US immer und grundsätzlich als Menschheitsprojekt auftreten, wird ihnen ein moralisches Versagen krumm genommen, dass bei anderen durchgewunken wird, weil man eh  nichts anderes erwartet...







'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'
Antworten
Fillorkill:

GP, falscher könntest Du nicht liegen...

 
13.09.13 11:19

QE ist als reiner Asset-Swap - Bonds gegen Reserves - monetär absolut neutral und genau deswegen zeitigt QE auch keinen messbaren Effekt auf die Kreditmenge und nur marginal auf die Entwicklung von Assets wie die Bonds. Sachlich also mit Ausnahme der ursprünglichen Konsolidierung angeschlagener Bankbilanzen ein Nonevent, der allein von seinem psychologischem Drive ('Geldflutung') lebte - so wie es zB AL hier mustergültig ausführt.   Die Fed kontrolliert effektiv allein die kurzen Zinsen und damit lediglich eine Voraussetzung der Kreditnachfrage - ob und wie weit tatsächlich zugegriffen wird jedoch nicht...

'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'
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Anti Lemming:

Pearl Habor - ein "willkommener" Kriegsgrund?

3
13.09.13 11:41
In den Jahren der Großen Depression durchlitt die US-Wirtschaft eine extreme Durststrecke, aus der es keinen einfachen Ausweg gab. Erst die Eintritt Amerikas in den 2. Weltkrieg brachte die Wende, weil die US-Wirtschaft in dieser Zeit - wegen extremer Neuverschuldung für die Aufrüstung - stark wuchs. In den Kriegsjahren lag das mittlere US-BIP-Wachstum bei 13,5 %. Folge: Bereits 1944 hatte sich die US-Wirtschaft wieder gefangen, und der DOW stieg erstmals über die Höchststände aus dem Crashjahr 1929.

Die extreme US-Neuverschuldung (teils 140-BIP-Prozent) in den Kriegsjahren wurde in der Nachkriegszeit - ähnlich wie seit 2008 - durch extreme Tiefzinspolitik kompensiert: Trotz hoher Inflation gab es auf Cash und US-Staatsanleihen nur Zinsen um 1 % (finanzielle Repression 1.0).

Der indirekte Keynes-Stimulus durch die Kriegsverschuldung fiel damals - anders als heute - auf fruchtbaren Boden, weil es in USA noch hohes Potenzialwachstum gab. Dieses endete erst Anfang der 1980er Jahre, als ersatzweise die "Geldpolitik" für Wachstum "sorgte": Dank sukzessive sinkender Zinsen - in Kombination mit stark wachsender Neuverschuldung - generierten die Amis ein Blasen-Wachstum, dessen Ponzi-Charakter 2008 in der Bankenkrise aufflog.

Insofern gab es für die Amis damals nicht nur strategische, sondern auch triftige ökonomische Gründe, um in den Zweiten Weltkrieg einzutreten. Dazu bedurfte es eines Kriegsgrunds. Es war der Angriff der Japaner auf Pearl Habor - eine Aggression, die u. a. das von den Amerikanern verhängte Handelsboykotts mit Japan ausgelöst hatte.

1941 wurde dieser Pazifikhafen auf Hawaii - das damalige Hauptquartier der US-Marine - von japanischen Bombern, die von Flugzeugträgern aus starteten, angegriffen. 2403 Amerikaner starben, und der Stützpunkt wurde größtenteils zerstört. Amerika war entsetzt, und Roosevelt konnte mit "Fug und Recht" Japan den Krieg erklären.

Der japanische Angriff wird bis heute von den meisten Historikern als nächtliche "Heimtücke" dargestellt. Tatsächlich aber wussten US-Generäle - und auch US-Präs. Roosevelt selbst - im Vorfeld von dem bevorstehenden Angriff, da es Geheimdienstwarnungen gab und Funksignale der japanischen Angriffsflotte abgehört und dekodiert werden konnten.

Die Amerikaner hätten sich rechtzeitig zur Wehr setzen können. [Roosevelt unterließ 15 Std. vor dem Angriff eine rechtzeitige Warnung (Spiegel-Artikel unten).] Doch bei erfolgreicher Verteidigung hätte die "Stimmung" im US-Volk womöglich nicht ausgereicht, um in 2. Weltkrieg einzutreten. Ein Großteil der Amerikaner war gegen eine US-Kriegsbeteiligung (wie heute beim Syrienkrieg). Es gibt daher Vermutungen, dass US-Poltiker und -Generäle den Kollateralschaden in Pearl Habor billigend in Kauf genommen haben, um einen triftigen Kriegsgrund zu erhalten, dem jeder Amis vorbehaltlos zustimmen konnte. (So wie heute in Syrien "unschuldige Kinder", vergast von unmenschlichen Despoten, für die nötige "Empörung" sorgen sollen).

www.wahrheitssuche.org/pearlharbor.html
www.spiegel.de/spiegel/print/d-46209486.html
de.wikipedia.org/wiki/...theorien_zum_Angriff_auf_Pearl_Harbor

Zerohedge schreibt in # 490, dass auch der angestrebte Eintritt der Amerikaner in den Syrienkrieg -  der schnell zu Größerem auszuwachsen droht -, ökonomischen Zwängen entspringen könnte - wie damals am Ende der Großen Depression: Da QE nicht das gebracht hat, was Geldpolitiker sich davon versprochen hatten (= neues Potenzialwachstum, "angeschoben" durch QE-Stimulus), bliebe nur noch ein neuer großer Krieg als ultimative Option. In einer Kriegswirtschaft würde wie üblich "Not kein Gebot" kennen, und Inflationsängste würden zweitrangig. Die Fed bekäme volle Legitimation, QE "bis zum Anschlag" weiter durchzuziehen, bis die Fed sämtliche US-Staatsschulden aufgekauft hat. Und selbst danach könnte sie noch sämtlich Neuemissionen des Finanzminsters aufkaufen. Wer wollte USA daran hindern?

All dies klingt zugegeben "verschwörerisch", aber trotzdem sollte man diese Ideen zumindest im Hinterkopf behalten.
Antworten
Fillorkill:

GP: Die Fed sagt es selbst: Ein Non-Event

 
13.09.13 11:42

'we also demonstrate empirically that the relationships implied by the money multiplier do not exist'

www.federalreserve.gov/pubs/feds/2010/201041/201041pap.pdf

'QE2 would have added only 0.04 percentage point to GDP growth and 0.02 to inflation'

www.frbsf.org/economic-research/...ase-stimulus-interest-rate/
'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'
Antworten
Anti Lemming:

# 493 - LOL

 
13.09.13 11:43
"...als Exitoption für politisch und religiös Verfolgte..."

schon mal was von der McCarthy-Ära gehört?
Antworten
Anti Lemming:

LOL (2)

 
13.09.13 11:51
"betraten vom ersten Tag an als 'Land of the Free'..."

Sklavenhandel vergessen?
Antworten
Fillorkill:

Deutsch-Südwest, Boxeraufstand, Gulag vergessen?

 
13.09.13 11:53
'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'
Antworten
Anti Lemming:

# 494

2
13.09.13 11:53
Wie lange willst du diesen QE rechtfertigenden systemkonformen Bullshit noch predigen?

Das ist Stoff für "Bild am Sonntag", aber nicht für analytisch-kritisches Forum.
Antworten
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