Für mich ist der Fall nun sonnenklar.
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SPON
www.spiegel.de/politik/ausland/...s-stunde-der-wahrheit-a-919621.html
Die USA wollen den Verlauf der Raketen nachgezeichnet haben, unter anderem dank Spionagesatelliten. "Wir wissen, wo und wann die Raketen abgeschossen wurden", sagt Kerry. "Wir wissen, wo und wann sie gelandet sind. Wir wissen, dass die Raketen nur aus regimekontrollierten Gegenden kamen und nur in oppositionskontrollierten oder umkämpften Vierteln landeten."
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Dass das Viertel in der fraglichen Nacht unter starkem konventionellem Beschuss stand, steht ja außer Zweifel. Die Spionagesatelliten können zwar die Spuren der Raketen nachverfolgen, nicht aber nachweisen, ob sich in den Raketen Giftgas oder konventioneller Sprengstoff befand.
Theoretisch ist denkbar, dass Al-Nusra-Rebellen (# 182) die Gasgranaten exakt in der Gegend am Boden gezündet haben, wo die konventionellen Raketen der Assad-Truppen einschlugen. Wenn das Ganze strategisch als Finte bzw. Inszenierung geplant war (# 141 + 145), um USA in den Krieg gegen Assad zu ziehen [US-Politiker lästern ja schon, dass USA nun zur Luftwaffe von Al-Qaida werde..., siehe Punkt 10 und 11 in # 180)], wäre dies sogar ein folgerichtiges Vorgehen.
Die Rebellen haben nicht so gute Raketenwerfer (bzw. nicht so weit reichende) wie das Assad-Regime. Die "Beweiskette" würde somit perfekt, wenn die Gasgranaten dort (am Boden) gezündet werden, wo Assads Raketen einschlugen.
Womöglich war das Ganze auch ein Unfall, der sich beim Einlagern von Giftgas-Granaten der Saudis zeitgleich in dieser Gegend ereignete. Die syrischen jungen Männer, die als Job im Auftrag der Saudis die Einlagerung erledigten, wussten ja gar nicht, was sie da in Händen hielten (siehe Text im Link zu # 141). Dieser Unfall könnte auch eine "geschickt getimte" strategische Sprengung dieser Waffendepots gewesen zu - "genau richtig" zu der Zeit, als Assads konventionelle Granaten einschlugen.
Es bleibt bei folgenden FAKTEN:
1. Assad hat kein Interesse, USA in den Krieg reinzuziehen und sich mit Marschflugkörpern bombardieren zu lassen.
2. Ein großer Giftgaseinsatz zu einem Zeitpunkt, wo CW-Kampfmittelexperten der Uno vor Ort sind (und nur wenige km entfernt), wäre geradezu töricht.
3. Es gibt keine konkreten strategischen Interessen der USA in Syrien. Wenn die Amis Assad militärisch stürzen würden, kämen womöglich Al-Qaida nahestehende Kreise an die Macht - die "Todfeinde" der Amis.
4. Zu dem geplanten Angriff auf Syrien kommt es jetzt im Grunde nur, weil Obama nach seinen "Rote-Linie-Sprüchen" Gesichtswahrung treiben muss, um nicht als Schwachmat in die Geschichte einzugehen und weiteren "zivilen Ungehorsam" im Nahen Osten heraufzubeschwören.
5. Wenn USA gegen eigene Interessen in einen Luftkrieg gezogen werden, der Al-Qaida nützt, spricht hingegen SEHR VIEL dafür, dass hier von den "Rebellen" geschickt eine Falle (wie oben beschrieben) gestellt worden ist.
www.independent.co.uk/voices/comment/...on-alqaidas-side-8786680.html
If Barack Obama decides to attack the Syrian regime, he has ensured – for the very first time in history – that the United States will be on the same side as al-Qa’ida.
Quite an alliance! Was it not the Three Musketeers who shouted “All for one and one for all” each time they sought combat? This really should be the new battle cry if – or when – the statesmen of the Western world go to war against Bashar al-Assad.
The men who destroyed so many thousands on 9/11 will then be fighting alongside the very nation whose innocents they so cruelly murdered almost exactly 12 years ago. Quite an achievement for Obama, Cameron, Hollande and the rest of the miniature warlords....
www.nationalreview.com/corner/356920/...edas-air-force-sterling-beard
Former congressman Dennis Kucinich (D., Ohio) said today that striking Syria would turn the United States military into “al-Qaeda’s air force.”
Kucinich, who voted against the Iraq War and campaigned for the Democratic nomination for president in 2004 and 2008, lambasted the idea that Obama could act without congressional authorization, which he said would be a violation of the Constitution. He also warned that intervening in Syria would entangle the United States in another war in the Middle East and encourage Islamists who are fighting the forces of Syrian president Bashar Assad.
“So what, we’re about to become al-Qaeda’s air force now?” Kucinich sarcastically asked The Hill.
He went on to warn against attempting to “minimize” an intervention by terming it a “targeted strike.” Such a strike, he said, would still constitute an act of war.
Kucinich also blasted the Obama administration for “rushing” into what he said could become a third world war [vgl. # 145], and he cast doubt on reports by rebels of governmental forces using chemical weapons. He declared that the use of chemical weapons in Syria was a “pretext.”
“The verdict is in before the facts have been gathered,” Kucinich said. “What does that tell you?”
deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/...ieg-wirklich-geht/
Syrien ist der Spielball in einem knallharten wirtschaftlichen Konflikt um den globalen Energie-Markt. Es geht um Zugriff auf Erdöl und Erdgas... Die Amerikaner haben viel zu verlieren, die Russen auch. Der Strippenzieher im Hintergrund kommt aus Saudi-Arabien.
...Die Amerikaner wollen den syrischen Machthaber Assad stürzen. Doch nicht aus moralischen Gründen, weil dieser Giftgas eingesetzt hat. In Syrien geht es um die Weichenstellungen für den internationalen Energiemarkt. Es geht, wie immer bei Kriegen, um Öl, Gas und Marktzugänge.
Deutlich wurde dieser Konflikt aus den Notizen von einem Treffens zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem saudischen Geheimdienst-Chef Prinz Bandar bin Sultan (vgl. # 141). Von diesem Treffen berichtete die Nachrichtenagentur AFP Anfang August.
Die Frage, wer den Giftgas-Einsatz am 21. August wirklich durchgeführt hat, ist weiterhin ungeklärt – trotz der amerikanischen Erklärung, man wisse mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass Assad hinter dem Verbrechen stecke.
Zwei renommierte Reporter, die lange für die Associated Press gearbeitet haben, haben in Syrien eine ganz andere Version recherchiert. Für MPN schreiben sie, dass der saudische Geheimdienst für den Giftgas-Einsatz verantwortlich sei. Dies gehe aus zahlreichen Interviews hervor, die sie vor Ort geführt haben.
Wenn das stimmt, müssten die Amerikaner Saudi-Arabien bombardieren. Doch das geht nicht. Saudi-Arabien ist der engste Verbündete der USA in der Golf-Region.
Zudem hätten mehr als ein Dutzend der befragten Rebellen gesagt, dass sie von der saudischen Regierung bezahlt würden.
Dass Saudi-Arabien tatsächlich Rebellen unterstützt, wird aus den Gesprächsnotizen eines Vier-Augen-Gesprächs Angang August im Landhaus des russischen Präsidenten Wladimir Putin deutlich. Der saudische Geheimdienst-Chef Prinz Bandar bin Sultan soll dabei nach einem Bericht des Telegraph gesagt haben:
„Ich kann Ihnen garantieren, die Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr zu schützen. Die tschetschenischen Gruppen, die die Sicherheit der Spiele gefährden, werden von uns kontrolliert.“
Doch der saudische Geheimdienst-Chef soll nicht nur die Kontrolle der tschetschenischen Rebellen für sich in Anspruch genommen haben. Bandar sagte zudem, er könne den Russen die Sicherheit ihrer Marine-Basis in Syrien garantieren, wenn die Regierung von Baschar al-Assad gestürzt ist. Er könne die tschetschenischen Rebellen in Syrien an- und ausschalten.
„Diese Gruppen machen uns keine Angst. Wir nutzen sie, um Druck auf die syrische Regierung auszuüben, aber sie werden keine Rolle in Syriens Zukunft spielen.“
Für die Russen ist Syrien von enormer strategischer Bedeutung, weil die Russen verhindern wollen, dass Katar für den europäischen Energie-Markt zur Alternative wird. Wenn Russland seinen Einfluss in Syrien verliert, hätte dies zur Folge, dass dem russischen Energieriesen Gazprom ein ernster Konkurrent aus der Golf-Region erwachsen könne. Gegenwärtig ist Europa bereits vom russischen Gas-Monopol abhängig – vor allem im Winter.
Einer der wichtigsten politischen Berater von Gazprom ist der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Die Saudis wissen um die wirtschaftlichen Interessen Moskaus und machten daher den Russen ein Angebot, wie man ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien auch in einem Vorteil für Russland umwandeln könnte. Der saudische Geheimdienst-Chef schlug den Russen vor:
„Lassen Sie uns prüfen, wie wir eine gemeinsame russisch-saudische Strategie zum Thema Öl aufsetzen können. Das Ziel besteht darin, eine Einigung über den Ölpreis und die Fördermengen zu erzielen, die den Preis auf den globalen Märkten stabil halten. (…) Wir verstehen Russlands großes Interesse am Öl und Gas im Mittelmeer von Israel bis Zypern. Und wir verstehen die Bedeutung der russischen Erdgas-Pipeline nach Europa. (…) Wir könnten auf diesem Gebiet zusammenarbeiten.“
Bandar sagte, er spreche mit der vollen Unterstützung der USA. Saudi-Arabien hat Russland offenbar ein Bündnis mit der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) angeboten. Russland und die OPEC fördern zusammen 45 Prozent des weltweiten Öls.
Putin strebt seit längerem ein solches Abkommen an. Wenn Saudi-Arabien seine Fördermenge reduzieren würde und der Ölpreis steigen würde, könnte Russlands Regierung zusätzliche Einnahmen erzielen. Putin lehnte das Angebot der Saudis jedoch ab:
„Unsere Haltung zu Assad wird sich niemals ändern. Wir glauben, dass die syrische Regierung der beste Vertreter des syrischen Volkes ist und nicht diese Kannibalen.“
Damit spielt Putin auf ein Video an, das einen Rebellen zeigt, der das Herz und die Leber eines syrischen Soldaten gegessen haben soll.
Putin pokert, weil er darauf setzt, dass der Westen nicht in der Lage sein werde, einen Krieg in Syrien zu gewinnen. Die FT kommentierte: Je mehr sich die Amerikaner in Syrien verstricken, um so besser für Russland.
Die Saudis haben allerdings ein starkes Argument auf ihrer Seite: Sie planen gemeinsam mit Katar eine Pipeline, die vom Golf bis in die Türkei verlaufen soll. Damit würde Gazprom einen echten Konkurrenten bekommen – vor allem im wichtigen europäischen Markt.Katar, das die syrischen Rebellen mit 3 Milliarden Dollar unterstützt hat, will über diese Pipeline Europa mit Erdgas beliefern. Doch solange Assad in Syrien herrscht, wird diese Pipeline nicht gebaut werden, weil Russland diese Konkurrenz unbedingt verhindern will....
deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/...bama-zum-rueckzug/
Historische Blamage:
Meuterei der US-Militärs zwang Obama zum Rückzug
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 01.09.13, 02:51
US-Präsident Barack Obama musste den geplanten Militärschlag gegen Syrien offenbar wegen einer gewaltigen Meuterei in der US-Militärführung abblasen. Die Soldaten konnten keine Strategie des Präsidenten erkennen – und äußerten massive Bedenken gegen die Aktion. Noch nie haben die Soldaten in Amerika einem Präsidenten derart offen die Gefolgschaft verweigert.
Der überraschende Rückzieher von US-Präsident Barack Obama von seinen Syrien-Plänen ist offenbar auf eine massive Meuterei in der US-Armee zurückzuführen. Die Washington Post berichtet, dass von den vier-Sterne-Generälen bis zu den einfachen Soldaten kaum einer den Nutzen der von Obama vorangetriebenen Militär-Aktion erkennen konnte.
Die Post berichtet, dass den Soldaten vor allem eine klare Strategie fehlt, was denn nach den geplanten Militärschlägen geschehen solle. Viele US-Soldaten haben schlechte Erfahrungen mit den Einsätzen im Irak und in Afghanistan gemacht. Zunächst wurden ihnen heroische Ziele versprochen. Doch kaum waren die Interventionen im Gang, wurden die Truppen in stets neue Abenteuer geschickt...
[A.L.: Genau deshalb ist es keine Meuterei, sondern im Gegenteil eine völlig nüchterne Kosten-Nutzen-Analyse, die sicherlich auch Obama in erweiterter Form durchgeführt hat.]
Im Falle Syriens ist es Obama nicht gelungen, die Militärs vom Sinn einer militärischen Operation zu überzeugen.
[A.L.: Tatsächlich hat sich Obama dem Säbelrasseln des Pentagons, seinem Außenministers Kerry sowie zahlreichen Sachzwängen (# 193) am Ende widersetzt, obigen "Sinn" gibt es nicht.]
....Grundlage für die Einsätze war meist, dass es den Präsidenten gelungen war, die Soldaten davon zu überzeugen, dass der jeweilige Einsatz der „nationalen Sicherheit“ diene. Auch im Falle Syriens bemühte Obama diesen Begriff.
Doch seine eigenen Soldaten glauben ihm nicht.
Noch peinlicher für Obama: Die meisten Offiziere und Soldaten haben einen wesentlich klareren Blick für die Realität als ihr Präsident und Oberbefehlshaber....
[A.L.: Noch peinlicher für DWN: Dieser Artikel ist revanchistischer Mist für die AfD-Klientel und dumpfnationale Ostpreußenvertriebene.]
und nicht nach "Heimatverrat" wie in den DWN.
www.wsj.de/article/SB10001424127887324463604579047903404454422.html
Mitarbeiter aus dem Weißen Haus sagen, Obama allein habe die Entscheidung getroffen, den Kongress zu konsultieren – niemand sonst. Der Beschluss zeigt, welch großen Wert der US-Präsident darauf legt, als friedliebender Oberbefehlshaber in die Geschichte einzugehen – als ein Präsident, der alles in seiner Macht stehende getan hat, um die USA von Auslandskriegen frei zu machen.
Bis zum Freitagabend war es für das nationalen Sicherheitsteam um Obama ausgeschlossen, dass die Regierung den US-Kongress um Erlaubnis für einen Militärschlag fragen könnte. Wirklich diskutiert wurde lediglich der Plan, Assad für einen mutmaßlichen Giftgasanschlag im tobenden syrischen Bürgerkrieg zu bestrafen. ....
Obama machte vor seinen Mitarbeitern jedoch keinen Hehl daraus, dass er sich unwohl fühlte, ohne den Rückhalt des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu handeln. Aktuelle und ehemalige US-Regierungsvertreter sagen, die brisante Entscheidung spiegele Obamas Bedenken wider, für alle Welt sichtbar einen militärischen Alleingang zu unternehmen – ohne politische Rückendeckung des Kongresses und ohne Großbritannien an seiner Seite. Auch von arabischen Staaten hat Obama öffentlich wenig Unterstützung bekommen, auch wenn sie einen US-Angriff auf Syrien nicht blockieren.
Insider aus dem Weißen Haus sind zutiefst irritiert über Obamas Sinneswandel. Einige hätten umgehend Bedenken an der Entscheidung angemeldet, verrät ein führender Regierungsvertreter. Die Skeptiker hätten gefragt, wie es weitergehen soll, wenn der Kongress einen Militäreinsatz ablehnen sollte...
www.spiegel.de/politik/ausland/...-kongress-entscheiden-a-919717.html
Barack Obama ist ein begeisterter Schachspieler. In seiner Autobiografie "Dreams from My Father" schildert er, wie er schon als Kind in "endlosen Stunden" vom Großvater das Spiel erlernte. Bis heute misst er sich gerne, auch mit First Lady Michelle.
Am Samstag präsentierte der US-Präsident einen seiner gewagtesten und zugleich doch zynischsten Schachzüge: Nachdem er sich in der Syrien-Krise eigentlich in eine Sackgasse manövriert hatte, fand er einen Ausweg -, und zwar ohne dabei das Gesicht zu verlieren.
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..."zynisch" finde ich in diesem Kontext unangemessen negativ. Wie wär's mit "geschicktesten"? Denn im Artikel wird die Begründung, die keinesfalls zynisch ist, auch gleich nachgeliefert:
Zumal ihn immer noch die Worte verfolgen, die er 2007 als Präsidentschaftskandidat in einem Fragebogen des "Boston Globe" geschrieben hatte und die ihm nun wieder vorgehalten werden: Ein US-Präsident habe "nicht die Macht, unilateral einen Militärangriff zu autorisieren" - es sei denn, es drohe "Gefahr für die Nation".
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| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |