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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

Wäre ja kurios, wenn...

2
16.07.13 12:11
...Bernanke das "Taper Terror"-Gespenst nun nicht wieder in die Flasche zurück bekäme.

Während die US-Börsen durch das Rückruder-Geschwätz der Fed-Laffen aus der 2. Reihe sowie durch Bernankes Erklärung, nun doch weiter "fluten" zu wollen, wieder auf Kurs (und sogar teils auf ATHs) gebracht werden konnten, sind die Langlaufzinsen seit den ersten "Taper-Terror"-Ankündigungen im Mai wie an der Schnur gezogen gestiegen (blauer Chart in # 075, siehe auch Zins-Chart 10jähriger UST in # 064).

Das heißt der Bondmarkt geht weiterhin von Tapering aus.

WSJ und Co. versuchen zwar, das Ganze nun als ganz normale Erholung" zu verklären (= Anleger schichten angeblich aus Bonds, die deshalb sinken, in Aktien, die deshalb steigen, um). Dagegen spricht jedoch die obige Divergenz bei Aktien und Bonds. Nur Aktien stiegen nach dem "Rückrudern" wieder, während Bonds ihren (freien) Fall fortsetzten.
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Anti Lemming:

Subprime-Autoverkäufe in USA ziehen an

10
16.07.13 12:50
weil der erforderliche "credit score" der Käufer und damit die Minimalvoraussetzung für die Kreditvergabe laufend gesenkt wurde.

www.ibtimes.com/...-analysts-shrug-notion-auto-lending-bubble-1296857

Ohne Jobs können sich die Amis keine neuen Autos leisten. Also muss man die Kreditbedingungen lockern. So einfach kann Wirtschaft sein [nicht wahr, Fill?;-)]. Fragt sich nur, wer die Zeche für die "Auto-Blase" zahlt. Wenn Banken, die heute Autokreditverbriefungen als Wertanlagen kaufen, daran pleite gehen wie einstmals an faulen Hausverbriefungen, wird wohl erneut die Fed mit Stützungskäufen einspringen müssen (wie heute bei MBS). Auch bei faulen Studentenkrediten könnte die Fed "helfen".

Und irgendwann wird die Fed ihre aufgehäuften Schulden einfach durch Beschluss aus Washington - d.h. per Federstrich - streichen. Die Dummen sind dann die Ausländer, die USA bis dahin so viel Geld geliehen hatten.

Wenn die Fed ersatzlos ihre Schulden "streicht", zahlen die Ausländer dies mit dollarabwertungsbedingten Verlusten ihrer Staats-"Ersparnisse". Die Chinesen werden sich noch grün und blau ärgern (soweit dies bei den "Gelben" physiologisch möglich ist).
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 624352
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Sternzeichen:

Das Schweigen in der Euro-Krise.

8
16.07.13 12:55
Die Nachrichten sind schlecht, die Stimmung ist bestens. So könnte man den aktuellen Stand der Euro-Krise zusammenfassen. Die Politiker ignorieren neue Alarmzeichen, hüllen sich in Schweigen. Der Grund dafür liegt in Berlin: Vor der Bundestagswahl beim Euro-Schwergewicht Deutschland soll niemand am Bild Angela Merkels als erfolgreiche Krisenmanagerin kratzen. Italien und Frankreich werden von den Rating-Agenturen herabgestuft. Portugal taumelt am finanzpolitischen Abgrund entlang. Griechenland rutscht immer tiefer in die Rezession. Die Europäische Zentralbank verkündet, dass die Zinsen auf lange Sicht im Keller bleiben werden. Jede einzelne dieser Meldungen hätte noch vor einem halben Jahr eine scharfe politische Debatte entfacht. Stattdessen herrscht nun das große Schweigen in Euroland. Spekulationen etwa über einen Schuldenschnitt für den Pleitekandidaten Athen, der aus Krediten dann plötzlich handfeste Verluste machen würde, sind derzeit tabu. Da lobt man lieber die Griechen für ihre Reformanstrengungen; dass das Land dabei ist, sich kaputtzusparen, wird ausgeblendet. Und Deutschlands Euro-Partner haben ebenfalls wenig Interesse an einer neuen Euro-Debatte. Sie spielen gern mit beim Euro-Mikado, bei dem sich bloß keiner falsch bewegen darf. Schließlich weiß niemand, wann er das Wohlwollen der Bundeskanzlerin wieder benötigt - etwa beim nächsten Rettungspaket. In Frankreich redet sich der glücklose Präsident Hollande die eigene Misere schön. Roms Premier Letta hat alle Hände voll zu tun, seine mühsam zusammengekittete Koalition vor dem Bruch zu bewahren. Ähnlich ist die Lage in Portugal und Griechenland. Und in Madrid versinkt die Regierung Rajoy im Korruptionssumpf. Die Vereinigten Krisenstaaten von Europa. Man darf also vermuten, dass die unterdrückte Euro-Debatte nach dem Wahlabend von Berlin mit umso größerer Wucht zurückkehren wird. Den Anfang dürfte Griechenland machen - mit dem allgemeinen Eingeständnis, dass es ohne Schuldenerlass für Athen nicht geht. Und dann wird es teuer - auch für den deutschen Steuerzahler.

www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

So beklagt man sich bei der WAZ. Nichts wäre einfacher gegen den Euro Stimmung zu machen, aber dann müßte man ja die Seiten wechseln!

Sternzeichen

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Ischariot MD:

das Schweigen der Lämmer

7
16.07.13 13:09
... anders kann man die aktuelle Lähmung des politischen Diskurses nicht nennen, bloß nicht unter der Decke hervorschauen, und die AfD möglichst totschweigen (obiger FAZ-Artikel ist leider leider auch schon vom Mai, aktuell findet sich zur AfD nur die übliche linke Hetze im Blätterwald, zuletzt von einem Sozial-Typen, der aussieht wie Gilderoy Lockhart und auch genauso seriös ist).
H.-O. Henkel dazu exemplarisch:
www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/...sidenten/8496452.html

>>> die Auftritte von Kanzerlin Merkel bei verschiedenen Wirtschaftsverbänden (...)  liegen die Verbandsvertreter der Kanzlerin zu ihren Füßen. Insbesondere wird ihre „besonnene und verantwortungsvolle Europapolitik“ immer wieder hervorgehoben. Steckt dahinter vielleicht das „Danke schön!“ für die vom Steuerzahler finanzierte Subvention deutscher Exporte? Um nichts anderes als um eine moralisch zweifelhafte Subvention handelt es sich, wenn ein aus südlicher Sicht überbewerteter Euro die Exporte des Südens belastet, ein aus deutscher Sicht unterbewerteter Euro unsere Exporte ankurbelt, die finanziellen Folgen dieser Politik im Süden durch deutsche Steuerzahler zu tragen sind <<<
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Fillorkill:

#75

3
16.07.13 13:32

Nicht dass es wirklich relevant wäre, denn ich erwarte durchaus auf längere Sicht (moderat) anziehende Zinsen. Aber Dein unermüdlicher bearisher Verve geht mit einer gewissen Nachlässigkeit den Fakten wie der Genauigkeit im Ausdruck gegenüber einher, was der intellektuellen Überzeugungskraft nicht immer gut tut...

'Offenbar hat den Bondmarkt Bernankes neuerliche Kehrtwende (Rückrudern von der Tapering-Androhung) nicht überzeugt. Die Zinsen der 10-jährigen steigen weiter (was mit Kursrückgängen der Bonds einhergeht.

Seltsam, wo doch das WSJ im letzten Posting (# 063) die Aktienanstiege damit "begründet" hat, dass die schlechten US-Einzelhandelssätze ein baldiges QE-Ende unwahrscheinlicher machen. Wenn QE aber weiter läuft, dann sollten Bonds doch eigentlich steigen, oder?'

Und die Fakten:

(Verkleinert auf 94%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 624384
people are strange (when you're a stranger)
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Anti Lemming:

# 080

 
16.07.13 14:47
Wie erhellend ist ein Intraday-Chart der 10-jährigen vom 14. auf den 15. Juli? Wir sprechen hier vom Zeitraum seit Verkündung des Taperings, d.h. ab Mai!

Bei solchen "Begründungen" wie Deiner, gekoppelt mit Vorhaltungen mangelnder "intellektueller Überzeugungskraft", darf man, lieber Fill, eher an Deinem (Sach-)Verstand zweifeln.

Unten ein längerfristiger Chart der US-10-jährigen. Der Kurs fiel seit Mai von 133 auf 124,50 (Tief), was mit dem in # 064 gezeigten Renditeanstieg im selben Zeitraum einher geht. In der Letzten Woche gab es eine technische Erholung von 124,50 auf 126,50, deren letzten Hüpfer Du in # 080 zeigst.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 624401
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Anti Lemming:

US-Verbraucherpreise steigen um 0,5 % im Juni

3
16.07.13 14:59
U.S. consumer price index jumps 0.5% in June
By Jeffry Bartash

WASHINGTON (MarketWatch) - U.S. consumer prices rose a seasonally adjusted 0.5% in June to mark the biggest increase since February, as the cost of gasoline, housing, medical care, clothing and food all rose, the Labor Department said Tuesday. The energy price index shot up 3.4%, spurred by a 6.3% gain in gasoline. (siehe # 065). Food prices rose 0.2%. The core CPI, which excludes volatile food and energy costs, also advanced 0.2%. ...

Consumer prices have risen an unadjusted 1.8% over the past 12 months, up from 1.4% in May. Real or inflation-adjusted hourly wages, meanwhile, were flat in June. Real wages have risen just 0.4% over the past 12 months.

www.marketwatch.com/story/...-price-index-jumps-05-in-june-2013-07-16

FAZIT: QE-Gepumpe schafft inflationäre Scheingewinne, die sich real in Luft auflösen. Oder: There is no free lunch for everybody.
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Fillorkill:

Lieber AL,

3
16.07.13 16:39
dann buche ich die kleine Kontroverse unter Missverständnis ein. Dass die Zinsen am langen Ende der psychologischen Kontrolle der Fed entgleiten ist ja keine Frage und zudem ein Hinweis auf das, was mit den Aktien passieren wird. Allerdings beisst sich das ein wenig mit Deiner Spinstory von der unbeschränkten Manipulationsmacht dieser Goldmanagentur...
people are strange (when you're a stranger)
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Anti Lemming:

DOW 5000

4
17.07.13 07:39
www.marketwatch.com/story/...ng-no-17-dow-5000-crash-of-65-2013-07-17

“The stock market is about to have a devastating decline; we will see Dow 5,000 before we see Dow 20,000.” Beware: The sucker’s bull market of 1928 is repeating.

That’s Terry Burnham on PBS, former Goldman Sachs trader, biotech entrepreneur, money manager, author of “Mean Markets and Lizard Brains: How to Profit from the New Science of Irrationality.” A former Harvard professor of behavioral economics, a guy on par with Nobel economist Daniel Kahneman, “Black Swan’s” Nassim Nicholas Taleb, and Dan Ariely, author of “Predictably Irrational: The Hidden Forces That Shape Our Decisions.”

Dow 5,000? Yes, investors, the big one’s coming, dead ahead. We’ve been reporting these warnings, maybe 20 this year alone. But unfortunately, thanks to what Burnham calls the investor’s “lizard brain,” you can’t, you won’t hear the crash coming, till it’s too late.....
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Anti Lemming:

Satyajit Das: Japans "Kamikaze"-Ökonomie

4
17.07.13 08:12
S. Das sieht in Japan Parallelen zum Zweiten Weltkrieg. Als dieser schon fast verloren war, stürzten sich in einem Verzweiflungsakt japanische Selbstmordflieger (Kamikaze, zu deutsch: "göttlicher Wind") in feindliche Schiffe. Die Erfolgsrate dieser Angriffe war gering. Doch die Kamikaze-Strategie stand im Einklang mit Japans historischem Selbstverständnis: Lieber in Ehre sterben als kapitulieren.

Eine ähnliche (unfreiwillige) Selbstmord-Lösung strebt Japan, so Das, zurzeit auf der ökonomischen Schiene in Form von Abenomics an. Abe will zurück zum alten imperalistische Idyll, das auf einem Japan ökonomischer und militärischer Stärke basiert - und dazu am besten diktatorisch geführt wird (siehe sein Umgang mit der Zentralbank, die sich kompromisslos seinen Wünschen zu beugen hat).

Dazu passt auch, dass Japan einen Großteil des gedruckten Geldes in die Rüstungsindustrie stecken will. Ebenso passt dazu der Streit mit China um die drei läppischen Schafsinseln, der bereits einen Japan-Boykott in China hervorgerufen hat. Die "Ehre" und das imposante Säbelrasseln ist den Japanern auch hier wichtiger als die negativen (wirtschaftlichen) Konsequenzen.

FAZIT: Abenomics ist Japans Todeskampf.

www.marketwatch.com/story/...onomics-risk-asia-debt-crisis-2013-07-17

(Details im nächsten Posting)
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Anti Lemming:

Details zu # 085

 
17.07.13 08:13
www.marketwatch.com/story/...onomics-risk-asia-debt-crisis-2013-07-17

Japan’s ‘kamikaze’ economics risk Asia debt crisis
Commentary: Abe’s nationalistic reforms will have a global impact

SYDNEY (MarketWatch) — “Abenomics,” the efforts of Japanese Prime Minister Shinzo Abe to revive Japan’s moribund economy, has important implications outside of Japan.

.... If economic growth does not pick up, then a combination of budget and trade deficits that require financing would affect the global economy. Japan’s overall current account may move into deficit as soon as 2015.

Japan would gradually run down its overseas investments, selling foreign assets and repatriating the capital. The selling pressure would affect prices and rates for a wide range of assets, transmitting financial market volatility.

At the same time, the Bank of Japan’s (BoJ) aggressive monetary policy and devaluation of the yen may lead to large outflows of private capital from Japan. Seeking yield and preservation of purchasing power, Japanese investors may move money into foreign markets, with destabilizing side effects.

In the 1990s, aggressive easing by the BoJ in the aftermath of the end of Japan’s bubble economy led to a large and rapid outflow of capital, fueling a rapid increase in debt levels especially in Asia. That was one of the factors underlying the Asian monetary crisis of 1997-1998.

There is now a heightened risk of a repeat of that episode.


The devaluation of the yen against other Asian currencies such as the Chinese renminbi and South Korean won boosts Japanese export competitiveness. But affected nations are forced to become “shock absorbers” to Japan’s attempted revitalization, through reduced exports and lower growth.

This encourages retaliation from affected nations. Facing a reduction in competitiveness, China, South Korean and Taiwan may intervene in foreign exchange markets to reduce the appreciation of their currencies. Trade restrictions may be introduced to reduce Japanese exports.In seeking to offset the effect of aggressive Japanese monetary policy, affected countries may be forced to reduce rates, leading to an over-expansion of credit and increasing the chance of subsequent debt crises.

But ultimately, Japan’s significance lies in the fact that it is a laboratory for the global economic and financial crisis. Japan’s predicament has marked similarities as well as some differences with that in many developed countries. In both its policy successes and failures it may provide a useful guide to the fate of other troubled economies and policy prescriptions.

Japan also matters because of the deep-seated nationalism and patriotism that is driving Prime Minister Abe’s economic agenda.....

Prime Minister Abe’s agenda is rooted in history. Japan’s obsession has been to become and to be recognized as a first-ranking country....Japan went to war to avoid being reduced to a second-rate or worse country....

Current initiatives, which Prime Minister Abe sees as reversing economic weakness, are a part of a process of the restoration of Japan’s national status and security,. The policies are oddly reminiscent of an old slogan from the Meiji restoration, fukoku kyohei — “a rich country and a strong army.”

The Prime Minister’s agenda includes constitutional changes to overturn Japan’s Western-imposed constitution. He has signaled an increase in defense spending and wants the abrogation of its limits to self-defense. He wants to recreate a nostalgic imperial idyll, based on military and economic strength.

The current territorial dispute with China is part of this larger narrative. Visits by LDP leaders to the Yasukuni shrine, the burial place of heroes (for Japanese) or war criminals (the Western view), are part of a revisionist history of World War II.

This wider agenda complicates Japan’s problems. The dispute with Chain has exacerbated the decline in exports and damaged Japan’s extensive economic investments and interests in China. Resurgent Japanese nationalism creates unease among many Asian countries, which remember Japan’s militarism and wartime atrocities. Japanese nationalism is increasingly likely to be met by nationalism on the part of its neighbors.

Prime Minister Shinzo Abe’s program evokes a different type of Japanese nationalism — the kamikaze or “divine wind.” By the end of World War II, Japan had suffered several crucial military reversals and lost the air war. A declining economy made it increasingly unable to support the war effort. Desperate, Japan used kamikaze attacks against allied shipping; pilots crashed their planes into the target. But the poor success rate (only a small number of attacks hit their target) was not able to change the course of the war.

The kamikaze attacks of World War II reflected the samurai and Bushido code of conduct, where death is preferable to the shame of defeat. Abe’s current policy initiatives have a kamikaze element. This too is unlikely to succeed in changing Japan’s trajectory.Satyajit Das is a former banker and author of “Extreme Money” and “Traders, Guns & Money.”
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Anti Lemming:

Japan: Geld drucken für die Aufrüstung

5
17.07.13 08:36
Diese Strategie (siehe # 084, 085) verfolgte im Prinzip auch Hitler-Deutschland. Damals haben deutsche Banken - auf Geheiß des "Führers" - in riesigem Umfang Kredite an die Rüstungsindustrie vergeben. Mit diesem (Luft-)Geld wurde eine massive Aufrüstung finanziert. Sie ging einher mit einer äußerst aggressiven Außenpolitik, die nach dem deutschen Einmarsch in Polen 1939 den Zweiten Weltkrieg auslöste.

Das - gemäß Nürnberger Tribunal - "verbrecherische" an dieser Kriegswirtschaft war, dass die Kredite, die die Banken vergeben hatten, durch Territorialgewinne aus den Angriffskriegen zurückgezahlt werden sollten. Die Angriffskriege wurde damit zu einer Art "Sachzwang" - ganz unabhängig von politischen Nichtangriffsvereinbarungen wie dem Münchener Abkommen von 1938, das Hitler 1939 brach.

Der Vergleich mit Japan heute mag etwas weit hergeholt sein. Fest steht jedoch, dass es damals - wohl nicht zufällig - eine militärisch-politische Allianz zwischen Hitler-Deutschland und Japan gegeben hat. Fest steht weiterhin, dass Abe auch heute massiv (Luft-)Geld in die Rüstung steckt und bereits einen "kleinen" Angriffskrieg um die Inselgruppe vor China begonnen hat. Der Unterschied ist, dass das Geld für die japanische Aufrüstung heute nicht von den Geschäftsbanken, sondern von der Zentralbank kommt, die wiederum unter der diktatorischen Fuchtel Abes steht.

Wenn Diktatoren nicht mehr weiter wissen und ihre ökonomische Macht wegbröckelt, sind Angriffskriege häufig das Mittel der Wahl, um die heimische Bevölkerung von der selbst verursachten Misere abzulenken. Man sah es exemplarisch im Angriffskrieg der argentinischen Militärjunta, die in einem "letzten Säbelrasseln" versuchte, die britischen Falkland-Inseln zu erobern. Der Krieg ging verloren und die Junta verlor endgültig ihre Macht.
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zaphod42:

Wenn man die Wirtschaft ankurbeln will

4
17.07.13 08:54
kommt nichts gelegener als ein militärischer Konflikt. Die Amis machen's vor, selbst die Mondlandung war ja im Prinzip militärisch motiviert ("Ehre der USA, als erster dort zu landen").

Es ist auch das einfachste, das gedruckte Geld in die Rüstung zu stecken, weil diese national organisiert ist und somit das Geld fast 1:1 inländischen Arbeitnehmern zu gut kommt. Würde man das Geld in Sozialprojekte stecken, würden die "Harzer" eh nur ausländische Flatscreens kaufen oder KOnsumware aus China.

Um den natürlichen Alterungsprozess/Verschleiss der Rüstungsgüter zu beschleunigen und somit ständige Nachfrage nach Konjunkturprogrammen zu erzeugen hilft es umgemein, alle paar Jahre einen Konflikt anzuzetteln. Die USA hatten letztens Afghanistan und jetzt das Homeland Security-Programm. Japan eben die Schafsinseln und draus folgend eine Schürung der Angst vor einem chineschen Angriff.
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Wolfsbl:

gehört die Inseln nicht Japan?

3
17.07.13 08:56
Wie soll dann ein kleiner "Angriffskrieg" in deren Verteidigung durch Japan gesehen werden?

Und ist Abe nicht gem. der jap. Verfassung gewählt?
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Anti Lemming:

Eigentum an Inseln ist strittig

 
17.07.13 09:46
Sie haben nur insgesamt 6 Quadratkilometer, liegen aber in einem fisch- und rohstoffreichen Gebiet. Wem die Inseln gehören, der kann Anspruch auf die "Seeumgebung" erheben.

SPON dazu:

Die kleine Inselgruppe von nicht einmal sechs Quadratkilometern Fläche ist seit Jahrzehnten Gegenstand eines territorialen Konflikts: Seit 1972 werden die Inseln von Japan verwaltet, Taiwan und China akzeptieren dessen Anspruch jedoch nicht und beanspruchen die Inseln ebenfalls für sich. Im Laufe des letzten Monats hat sich der Konflikt verschärft.

www.spiegel.de/politik/ausland/...le-vor-senkaku-inseln-a-853438.html
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Anti Lemming:

Die Ängste der Fed

2
17.07.13 10:03
www.minyanville.com/business-news/markets/...pital/6/27/2013/id/50567

...The Fed has lived in fear of essentially three things:

1) deflation,

2) a "redux" of 1994, and

3) severe and unrelenting policy "backlash" from abroad as it regards the impacts of quantitative easing (QE).



Deflation

Deflation, not unemployment, has been at the core of what all the central banks are doing. They fear deflation with good reason: It is immensely difficult to solve for in a short to intermediate timeframe. Witness Japan. ....

A “Redux” of 1994

I was writing about 1994 way before the madding crowds. When pressed on this topic, Greenspan and his NY Fed President William McDonough always suggested it was their singularly largest disappointment at the central bank. They were convinced they had winked and nodded enough times to sufficiently "suggest" to markets that a rate hike was coming. But in February 1994, after a 1993 credit cycle that remains the most superior analogy to 2012 through April 2013, upon raising rates, emerging markets spreads gapped 500+ basis points, Mexico imploded under the weight of massive capital flight, and the financial markets seized up....

...Six plus weeks ago, Bernanke did nothing wrong in his Congressional testimony. He hesitated one or two times and suggested that QE would, by definition, have some unintended consequences if prolonged in perpetuity. This was enough. We should be thankful he did that. Money supply was going up, however, given the new and confused regulatory environment, and the financial system was unable to act as an efficient transmission mechanism to augment the velocity of money; henceforth, the likely legacy of QE could be the harmful long-term consequences it would have on savers (of all kinds), pension funds, retirees, and insurance companies. Therefore, what Bernanke was in fact doing was intentionally letting some air out of the bubble.... [Text geht noch drei Seiten weiter...]

Dennoch könnten sich "unerwünschte Nebenwirkungen" wie schon 1994 zeigen. Die Märkte sind "verletztlicher" denn je, da Zentralbankgeld das Einzige ist, was noch "Wachstumsimpulse" (LOL) liefert...
Antworten
Anti Lemming:

Interessantes Fazit

 
17.07.13 10:13
Der 5 % Rücksetzer an den US-Aktienmärkten war von der Fed "orchestriert" und QE wird/muss ewig weiter gehen, weil die Fed ansonsten keine Pfeile mehr im Köcher hat...

Die Strategie war, nach diesem kontrollierten Rücksetzer, der perfekt zur Agenda der "planwirtschaftlich lenkenden Zentralbanken" passt, eine neuen Schub nach oben zu inszenieren - was (bislang, siehe # 084) ja auch "geklappt" hat...

(selber Link wie im letzten Posting)

...To sum all this up, I recently had a lunch with a hedge fund manager I have great respect for. You would all know the name, but I can't reveal it. I outlined my view that the "liquidity unwind" would create 1994-like distortions in credit and fixed income markets. Upon finishing, I was told that my guest was in complete agreement with me but for one thing. What I was missing, so he said, was that there would be "no exit strategy."  The Fed, he suggested, viewed QE as binary; it would go on for a very long time precisely out of fear of another 1994 at a time when EMEA banks were still weak, Japan was dancing on the periphery of irrelevance, China was slowing down, and most importantly, the central banks had no more arrows left in their respective quivers. “Forever,” I was told.

Give Bernanke and the Fed credit; they see and know all of this. They very meticulously -- almost forensically -- orchestrated a "correction" that amounted to 5% in equities, 5-10% in select US Credit Products, and 15%+ in emerging markets-related asset classes and currencies. This was necessary! Central bankers have maintained for years that they should not manipulate and manage asset prices.  Today, that is exactly what they are doing. There has been no coherent US fiscal policy to assist the Fed in its quest to salvage US growth and reflate.....
Antworten
lehna:

#92 Ohjeh AL....

4
17.07.13 11:09
"kontrollierter Rücksetzer durch die FED"....
Damit wär die FED allmächtig, übermenschlich, göttlich.
Ich glaub nicht dran.
Keiner kann die Psychosen der verquirlten Masse lenken, vorhersehen, kontrollieren
Ok, die FED hat einen Trumpf: Sie kann nicht pleite gehen- sie kann nämlich stets drucken.
Und damit Fehler und die überhöhten Wünsche der Politik- also des Wählers- nachträglich finanzieren...
Aber das wars dann auch schon...

Antworten
Anti Lemming:

DOW 1000

 
17.07.13 11:14
Dreisatz:

Wenn es für "DOW 5000" drei grüne Sterne gibt (# 084 - in einem ansonsten weitgehend "sternenfreien" Umfeld), wieviel grüne Sterne gibt dann für "DOW 1000"? ;-)
Antworten
Wolfsbl:

Hm, keinen

 
17.07.13 11:18
Antworten
Anti Lemming:

BoE beschloss "einstimmig", weiter zu fluten

 
17.07.13 11:37
Kein Wunder, da mit Carney ein weiterer Goldmann als Notenbankchef am Steuer sitzt.

BOE voted unanimously to keep QE unchanged
By Sara Sjolin

LONDON (MarketWatch) -- The Bank of England's Monetary Policy Committee earlier in July voted unanimously to keep both interest rates and the asset-purchase program unchanged, according to minutes of the meeting published Wednesday. The interest rate was kept at a record low 0.5%, while the quantitative-easing program stayed at 375 billion pounds ($566 billion). ... The July meeting marked the first meeting with new Governor Mark Carney (= Goldman-Vasall) at the helm....

www.marketwatch.com/story/...nimously-to-keep-qe-unchanged-2013-07-17

Antworten
Eidgenosse:

#94, einen Dreizack gibts

2
17.07.13 12:44
Stöffen:

Wachstumsimpulse

9
17.07.13 13:24
"da Zentralbankgeld das Einzige ist, was noch "Wachstumsimpulse" liefert..." (Zitat AL #106091)

Nun gut, unterschlagen wollen wir an dieser Stelle nicht, dass die US-Firmen in den vergangenen Jahren recht ordentlich verdient haben. Allerdings stellt sich da schon die Frage, woher nun der Treibstoff für weiterhin beständig steigende Kurse herkommen soll. Investoren, welche bereit wären, nun zu All Time High-Kursen einzusteigen, die werden sicherlich und definitiv eindeutige Zeichen von stärkerem Wachstum sehen wollen.

Die Margen sind jedoch bereits auf Rekordniveau und für 2014 rechnen die Wall Street-Hanseln mit einem weiteren Gewinnwachstum der US-Firmen in Höhe von 11%. Aber wo sollen bitteschön die Impulse für ein derartiges Gewinnwachstum herrühren? Wohl kaum von den europäischen Märkten, deren Situation lässt sich wohl eher mit desolat umschreiben. Oder etwa von China? Über das künftige Rebalancing Chinas, welches die wirtschaftlichen Wachstumsraten der Vergangenheit wahrscheinlich in keinster Weise mehr erreichen lässt, haben wir hier ausführlich berichtet. Auch sind von den anderen BRIC-Staaten wie Brasilien oder Indien keine Wunderdinge zu erwarten. Brasilien z.B. als großer Rohstoffexporteur leidet seit geraumer Zeit an der weltweit geringeren Rohstoff-Nachfrage und den damit einhergehend sinkenden Preisen. Gut abzulesen auch an dem brasilianische BOVESPA-Index, welcher sich seit Monaten im Sinkflug befindet.

Auch gestaltet sich die wirtschaftliche Entwicklung der USA recht zäh, große Sprünge sind hier künftig ebenfalls nicht zu erwarten. Anhaltende zweistellige Gewinnzuwächse, wie man sie in den USA oftmals in der Vergangenheit nach dem Ende von Rezessionen sah, dürften sich zukunftsbesehen daher als illusionär erweisen.

Gegen optimistische Sichtweisen gibt es generell keine Einwände, nur sollten diese dann auch fundamental untermauert sein. Simple Strichverlängerungen bei den künftigen Gewinnzuwächsen erscheinen an dieser Stelle nur allzu untauglich, als Argument für einen Einstieg zu Höchstkursen erst recht.

Was in den USA allerdings momentan wirklich boomt, das ist die Sparte der Billig-Jobs. Vor kurzem wurde hier im Thread darüber berichtet, dass die aktuelle Stellenbilanz "hinter den Kulissen" düster ausschaut. Allein nur im Juni diesen Jahres gingen 240.000 Vollzeit-Arbeitsplätze verloren, es kamen jedoch 360.000 Teilzeit-Jobs hinzu. Viele der neuen Stellen sind gering bezahlte Burgerbrater/Tütenpacker-Arbeiten (auf diesen Sektor entfielen im Juni ca. 51.000 Jobs). Erschreckend ist jedoch zudem, wie die US-Konzerne ohne Skrupel, aber selbstredend "gewinnmaximierend", eben diese Niedrigstlöhner noch weiter ausnehmen wie Weihnachtsgänse. Dass es nahezu unmöglich ist, von solchen Minilöhnen vernünftig zu leben, das dürfte auf der Hand liegen. Auch dürfte das Heer der Geringverdiener unter der Inflationierungspolitik der Fed leiden, weil dadurch in Konsequenz die Kosten für Nahrung und Energie ansteigen.

So berichtet Lars Halter aktuell bei n-tv über die "Ausbeutung an der Fritteuse":

"…..Doch die alten Versprechen der McDonald's-Kette zählen nichts mehr. Längst hat man es aufgegeben, mit gesünderen Produkten gegen den schlechten Ruf des Fastfood anzukämpfen. Fette Burger bringen mehr Geld, und um Geld geht es. Um Geld allein, um Gewinnmargen – und die erhöht man notfalls auf dem Rücken der Angestellten. Die verdienen in US-amerikanischen Filialen meist nur den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn, schlappe 7,25 Dollar pro Stunde. Und jetzt hat McDonald's einen Weg gefunden, auch beim Mindestlohn zu knausern – Angestellte werden in immer mehr Filialen nicht mehr mit dem traditionellen Scheck oder per Überweisung bezahlt, sondern mit Geldkarten großer Banken. Die sind mit dem jeweiligen Betrag geladen – doch fallen bei jeder Transaktion mit der Plastikkohle Gebühren an.

Für eine Barabhebung ab Geldautomaten sind 1,75 Dollar fällig, für eine mündliche Auskunft zum Kontostand 50 Cent, für einen schriftlichen Kontoauszug 2,95 Dollar. Satte 25 Dollar sind fällig, wenn die Karte überzogen wird und 10 Dollar kostet es, ein Kartenkonto zu schließen. Wer seine Karte sechs Wochen nicht benutzt, zahlt eine "Inaktivitäts-Gebühr" von 7 Dollar. Experten haben ermittelt, dass Kunden bei normaler Kartenbenutzung im Monat zwischen 40 und 50 Dollar an Gebühren zahlen – wer den Mindestlohn verdient, der spürt so etwas sehr schmerzlich.

McDonald's ist nicht die einzige Kette, die ihre Mitarbeiter in Plastik ausbezahlt….."

Komplett hier

www.n-tv.de/wirtschaft/kolumnen/...tteuse-article11003816.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Anti Lemming:

# 098

2
17.07.13 13:31
"Nun gut, unterschlagen wollen wir an dieser Stelle nicht, dass die US-Firmen in den vergangenen Jahren recht ordentlich verdient haben."

Diese Gewinne wären nicht angefallen, wenn die Fed nicht "makro" wie blöd gepumpt hätte.
Antworten
Anti Lemming:

US-Neubaubeginne -9,9 %

6
17.07.13 16:24
836.000 (erwartet 950.000)

Die stark gestiegenen US-Hypozinsen (Chart in # 075) fordern ihren Tribut.

Bei Wohneinheiten mit mindestens 5 Einheiten lag der Rückgang sogar bei -26,7 %.

www.marketwatch.com/story/...ction-lowest-in-almost-a-year-2013-07-17
(Verkleinert auf 98%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 624741
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