The “Great Rotation” from bonds to stocks is finally getting its turn.
June brokerage statements will be sobering, with many investors staring at quarterly losses from their bond holdings.
Understandably then, buyers are beginning to believe in stocks and are losing faith in bonds. Since the market’s “taper tantrum” began in May, Bank of America Merrill Lynch private clients have bought $7 billion of stocks, sold $7 billion of bonds, and raised $2 billion in cash, the firm noted in a report published Thursday.
http://blogs.marketwatch.com/thetell/2013/07/11/...ion-charlie-brown/
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Wie bastelt man die Mär von der Großen Rotation (von Bonds in Aktien)?1. Seit Mai raunen Bernanke und seine Vasallen von Tapering (weniger Manna von der Fed).
2. Der heiß gelaufene Bondmarkt nimmt die Warnungen ernst und verkauft stark ab. Bill Gross' (Bond-)Fonds erlebt im Mai das schlechteste Quartal seines Bestehens. In den Medien werden Gerüchte von einer Neuauflage des 1994-Bond-Crash (# 919) gestreut, der ein Vorläufer für die große Aktien-Hausse von 1995 bis 2000 war.
3. Goldman und Co. halten Aktien im Mai weitgehend oben. Im SP-500 wird zwar ein kleiner und kurzer Tapering-Rücksetzer um -6 % ab ATH zugelassen [damit die Ernsthaftigkeit der Tapering-Absichten im Aktienmarkt ein "redundantes Signal" erhält ;-)]. Doch danach kaufen die Algos wieder sukzessive hoch,
während der Bondmarkt unten bleibt.4. Zur "Erholung" bei den Aktien tragen auch Dutzende von rückrudernden Fed-Schwätzern aus der zweiten Reihe bei ("war alles nicht so gemeint mit dem Tapering"). Siehe # 822, 841.
5. Anfang Juli warnt Goldman vor schlechten Jobzahlen. Bären wittern sofort die Falle (# 882:
www.ariva.de/forum/Der-USA-Baeren-Thread-283343?page=4235#jump16129004Und "natürlich" kommen die Stellenzahlen mit 195.000 weit über Erwartung von 150.000. Wen interessiert da groß, dass allein 51.000 dieser Jobs Halbtagsstellen in Kneipen und Restaurants waren.
6. Die Aktien-Chart kriechen infolgedessen weiter nach oben. Bei Marketwatch melden sich nun Charttechniker, die einen bevorstehenden Ausbruch nach oben vorheißen. Die Makrozahlen bleiben schlecht, was die Bären bei der Stange hält - und den Bullen außerdem zudem "mehr QE" verspricht.
7. Um den "Ausbruch" in die Wege zu leiten, greift der Große Vorsitzende Ben Tse Bernanke zu einer List. Er wählt - wohlbedacht - einen Termin nach US-Börsenschluss, um zu verkünden, dass die Fed doch wie bisher weiterpumpen werde (# 019 und 030). Sofort wirft Goldman die Algo-Maschinen an und zaubert im dünnen Asienhandel einen 25 Punkte Anstieg in den SP-500 Futures hin, bei dem auch die Asien-Börsen mitziehen. China steigt 3,2 %, obwohl tags zuvor schwere Exportrückgänge gemeldet wurden. Zeitgleich steigt EUR/USD um 3,5 Cents (# 020). Portugal-Krise? S&P-Abstufung für Italien? Pah! Wen interessiert das alles noch, wenn US-Aktien noch oben ausbrechen. Gelddrucken ist halt die Lösung, die Amis machen es vor. Höchste Zeit, dass Nordeuropas Spaßbremsen endlich das Zaudern einstellen, der IWF und Goldman rufen ja schon, und wie "unsere japanische Feunde" beherzt mitmachen...
8. Am nächsten Tag halten die Goldmänner das über Nacht "gewonnene" Kurs-Niveau durch Stützungskäufe weiter oben und lassen keine Rücksetzer zu. Damit "beweisen" sie, wie "mächtig" Bernankes Worte sind. "Never fight the Fed!" Die Vola ist nahe Null, der SP-500 "schwankt" nur noch zwischen 1668 und 1673. Gegen Börsenschluss kommt den Goldmännern noch die Schar entnervt covernder Bären zu Hilfe, die Bernie mit seinem Übernacht-Coup kalt erwischt hatte.
9. Nach diesem "schönen" Börsenschluss (gestern), der US-Aktien in Höhe der Mai-ATHs hievte, liefern US-Gazetten nachträglich die Pseudo-Begründung für die "Bewegungen". Nein, nicht das Tapering-Gerede hätte den Bonds im Mai zugesetzt. Die Zinsen am Ende seien vielmehr gestiegen, weil sich die US-Wirtschaft so schön erholt. Das ist Alles "ganz normal" für einen Aufschwung. Und dass ein solcher "vorliegt", zeigen ja schließlich die neuen ATHs bei Aktien. Der Markt lügt nie. Tja, liebe Kleinanleger, ihr ward so blöd, 2012 massiv auszusteigen, obwohl es zu Aktien nun mal keine Alternative gibt. Selbst Schuld, nun räumen Goldman, Bank of America und die vielen Hedgefonds allein ab. Ertragt ihr das noch, oder wollt ihr nicht doch lieber doch "teilhaben" und am ATH neu einsteigen? Sonst zieht die Karavane ohne Euch weiter, während eure Sparbuch-Dollars durch Gelddrucken wertlos werden.
10. Wobei ihr wissen müsst: Das dicke Ende kommt erst noch:
Die "große Rotation" seit Mai wird sich nun den ganzen Sommer über fortsetzen! Kein Wunder: Amerika konte dank beherzten Einsatzes der Notenpresse "als erste Nation" die (selbst erzeugte) Subprime-Bankenkrise überwinden. LOL.