Habe heute diesen Artikel in der FAZ gelesen und den nachstehend eingestellen darauf bezogenen Leserkommentar. Nun weiß ich natürlich nicht, woher der Kommentator seine Informationen hat und ob sie so stimmen. Vorstellen kann ich es mir aber schon. In Zypern ist es doch schon so gewesen, dass riesige Geldsummen ins Ausland verschoben wurden, weil die entsprechenden Vermögenden rechtzeitig gewarnt wurden. Damals galt das jedoch noch als illegale Aktion, wenn ich mich nicht irre.
Wenn die Aussage des Kommentators also stimmt, wäre eine solche Vereinbarung also nur ein weiterer Schritt der Banken- und Reichenlobby, illegales Insiderwissen weiterzugeben bzw. damit zu handeln, zu legalisieren. Und dann blieben am Ende wieder mal der Mittelstand und der Kleinsparer übrig, die die Zeche zahlen - bis fast zur Komplett-Enteignung - eben auch diejenigen, die fast auch als Einzige tatsächlich noch signifikante Steuern zahlen, denn die Großunternehmen, Banken und Superreichen haben ja genügend Steuervergünstigungen und Steuersparmöglichkeiten. So bleibt es letztlich doch wieder am Steuerzahler hängen. Es wird nur anders verkauft. Denn: Wer überhaupt in der Lage ist, noch Geld zu sparen, zahlt wohl meistens eh Steuern. Und wer sogar in der Lage ist, mehr als 100.000,-- Euro zu sparen, zahlt wahrscheinlich schon erhebliche Steuern. Eigentlich handelt es sich hier um eine immens hohe versteckte Steuererhöhung zu mit großer Wahrscheinlichkeit bald wieder anstehenden Bankenrettungen. Denn bereits versteuerte Spargelder würden dann kurzehand als Gläubigergelder in unbekannter Höhe konfisziert.
Es wird seitens der Politik wieder mal versucht, uns für dumm zu verkaufen. Die Politik will uns weismachen, dass sie zwischen Sparer = neuerdings Bankgläubiger und Investor - und Steuerbürger unterscheidet und den Steuerbürger schonen möchte. Dabei sind aus meiner Sicht Steuerbürger und Sparer identisch. Denn: Wer sparen kann, zahlt meistens auch Steuern. Zu diesem Thema habe ich aber schon mal ausführlich gepostet.
( Kostolanya: Sparer & Anleger, Steuerzahler & Sparer 07.04.13 21:46
#6397)
Die einzige positive Logik, die ich aus so einer eventuellen Vereinbarung entnehmen könnte, wäre die, dass man tatsächlich versucht, große institutionelle Anleger wie Pensionsfonds, Rentenversicherer, Betriebsrenten, Versicherer vorab zu warnen, damit den Bürgern neben der Enteignung ihrer Sparkonten nicht auch noch die Versicherungen und Renten flöten gingen. Dazu allerdings wäre es nicht nötig gewesen, eine derart schwammige und dehnbare Vereinbarung zu treffen - falls sie denn tatsächlich so stattgefunden hat und so existiert - sondern eine klare, für jeden nachvollziehbare Regelung, dass eben vorgenannte Instis zur Sicherung der Renten klar ausgeschlossen wären.
Nun, wie gesagt, ich weiß nicht, ob die Aussage des Kommentators so komplett stimmt - nur - wundern würde es mich nicht...
Beste Grüße
Kosto
Bankenrettung
Wer künftig wie viel für Krisenbanken zahlen soll
27.06.2013 · Private Gläubiger und Aktionäre sollen in der EU künftig nach einheitlichen Regeln herangezogen werden, wenn Großbanken ins Straucheln geraten. Die Einigung im Überblick.
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...en-zahlen-soll-12262182.htmlDENNIS DOVIDAT (CONSULT...) - 27.06.2013 12:54 Uhr
Fehlende Informationen verfälschen diesen Artikel!!
Um diesen angeblichen Kompromiss zu erhalten, musste ein Zugeständnis gemacht werden, welches hier -nicht ohne Grund- nicht erwähnt wird!!
Insider bzw. "spezielle" Sparer dürfen von der jeweiligen Bank zeitig im Vorraus über den anstehenden Bailout informiert werden, um ihr Kapital in Sicherheit zu bringen.
Durch den Abzug der größten Kapitaleigner einer Bank, der Bailout am Ende wieder nur vom Mittelstand und den Kleinsparen getragen. Das im Falle eines Bailouts benötigte Kapital ist grundsätzlich so hoch, dass man natürlich am Ende auch auf die Sparer mit weniger als 100.000 EUR zurückgreifen muss.
Die Banken schreiben, dass sie auf diese Gelder als letztes zurückgreifen werden aber sie verheimlichen, dass dieser Zugriff unausweichlich ist!!
Man vermittelt ein falsches Gefühl der Sicherheit.
Sicher sind nur Insider und Großanleger, die "speziellen" Freunde der Großbänker :-(