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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Deutsche Post AG

Strategie Hebel
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Fallender Deutsche Post AG-Kurs 5,10 9,74 15,70
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH78FP9 , DE000VY3SV76 , DE000VY5CPY7 , DE000VJ5JBD5 , DE000VJ015E5 , DE000VJ0GB86 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Anti Lemming:

Streitfrage an Gegenpol

11
02.05.13 11:47
Wieso fällt der Nikkei seit 5 Tagen im Stück, obwohl die japanische Nodenbank weiterhin wie blöd Geld druckt?

Auch der Chart von USD/JPY, der bei 100 ein Doppeltop auszubilden scheint...

www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4196#jumppos104917

... zeugt davon, dass Japan-QE (das übrigens in Konkurrenz zum Fed-QE steht), keine nachhaltige "organische" Wende bringt.

Jede schwäbische Hausfrau hatte das bereits vorher geahnt: Kontoüberziehung macht halt nicht reich. Zentralbanker müssen das erst noch lernen, denn sie haben Wirtschaft studiert - und daher zu viele Flausen im Kopf.
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Der USA Bären-Thread 602652
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Anti Lemming:

Kreditwirtschaft und Staatsverschuldung

12
02.05.13 12:15
ermöglichen das Vorziehen künftigen Konsums. Irgendwann ist aber so viel vorgezogen, dass kaum mehr was zum Vorziehen übrig bleibt. In einer solchen - durch Konsumrückgang gekennzeichneten - Phase beginnen die Bestandsschulden zu drücken, mit denen das Ponzi-Wachstum in der vorangegangenen Kreditexpansionsphase finanziert wurde. Das Ganze endet - wie 2008 in USA - mit einem starken realwirtschaftlichen Einbruch (Kreditblasen-Platzen), der sämtliche vorangegangenen Neuverschuldungs-/BIP-Wachstum-Schönrechnungen obsolet macht.

QE schafft zwar vorübergehend - kosmetisch - Rettung, da die Privatverschuldung nun durch ausufernde Staatsverschuldung substituiert wird. Wenn jedoch diese (ursprünglich als reine Krisen-Notmaßnahme eingesetzten) Gelddruckaktionen zum Dauerzustand werden und der Staat am QE-Tropf hängt wie der Junkie an der Nadel, dann wird selbst dem Dümmsten klar, dass die obigen hedonistischen Schulden-Schönrechnungen nichts anderes waren als ein Madoff-Hütchenspiel.

Die Verlagerung von der Privat- auf die Staats-Schuldenebene erkaufte den Amis lediglich 5 Jahre Zeit. Diese Zeit haben sie aber nicht für die dringend erforderlichen Finanzmarkt-Reformen (Umsetzung der Volcker-Rule) genutzt. Stattdessen setzten sie auf eine Wiederbelebung der - erwiesenermaßen nicht tragfähigen - Kreditexpansion. Dieses Experiment wird erneut scheitern. Bei "Lehman 2.0" bleibt aber kein Staat mehr zum Auffangen und Garantieren (wie 2008) übrig. Dass die Politiker sich dann an Sparguthaben bedienen werden, deutet sich bereits jetzt an...
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Anti Lemming:

Kass: Anekdoten-Sammlung zu Warren Buffett

2
02.05.13 12:39
www.thestreet.com/story/11911047/1/...facts-about-warren-buffett.html

Kass hat für sein anstehendes "Duell" mit Warren Buffett ausgiebig vor-recherchiert und nette Zitate ausgegraben. Buffett sagte z. B. : "I made the most money in my career by sitting on my ass."

secure2.thestreet.com/cap/prm.do?OID=022347
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Der USA Bären-Thread 602661
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Gegenpol:

AL #75 + #76

2
02.05.13 13:24
Man möge mir den Beitrag zeigen, in dem ich QE als heiligen Gral der wirtschaftlichen Prosperität glorifiziert hätte.

Der Beitrag #76 (1. Satz) ist unter deinem Niveau.
Sicherlich kannst du mir erklären, warum der S&P 500 in Reichweite seines ATH taxiert, wo nach deiner Argumentationskette weder ZIRP + QE, noch Fundementaldaten für die Hausse verantwortlich gemacht werden können.

War es vielleicht der Weihnachtsmann?
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Anti Lemming:

Börsen-ATHs und Geldruck-Wirtschaftswunder

9
02.05.13 13:54
Die ATHs an den US-Börsen resultieren aus den von mir erwähnten Kostensenkungen (Massenentlassungen) sowie aus QE und ZIRP. ZIRP förderte einen Run auf Junkbonds, mit dessen Hilfe sich die Firmen günstig refinanzieren konnten (= weitere Kostensenkungen). Viele Firmen nutzen das mit Junkbonds aufgenommenr Geld, das sie mangels Investitionstätigkeit oft gar nicht benötigen, zum Hochkaufen ihrer eigenen Aktien - was wiederum vor allem dazu dient, dass die CEOs möglichst viel Kohle mit der Ausübung von Mitarbeiter-Aktienoptionen scheffeln können.

Kostensenkungen sind in der Tat fundamentale Faktoren, und QE sowie ZIRP zählen zu den Auslösern.

Allerdings ist diese Welle, wie ich in # 75 dargelegt habe, inzwischen ausgereizt. Die Makro-Daten haben sich in den letzten Monaten sogar - trotz fortlaufenden QEs - stark  eingetrübt. Dies ist in den überzogenen Börsenkursen noch längst nicht eingepreist. Ich rechne damit, dass der SP-500 bis Herbst unter 1250 fallen wird.

Das Japan-Posting (# 76), angeblich unter meinem Niveau, zeigt, dass auch bei massivstem Gelddrucken wie zurzeit in Japan Kurse irgendwann an einen Deckel stoßen, der signalisiert, dass sich die Börsen-Euphorie (plus USD/JPY-Hedonismus) allzu sehr von der Realität abgekoppelt hat.

Mittelfristig dürfte der Yen als eine der ersten großen Währungen "in die Grütze gehen" (= echte japanische Staatspleite). Zurzeit befindet sich Japan-QE allerdings in scharfer Konkurrenz zu US-QE (es handelt sich bekanntlich um einen Abwertungs-KRIEG). D.h. die Amis wollen im "Dollar-Trade" Sachwerte in der Restwelt beizeiten günstig aufkaufen  und anschließend an der forcierten Dollar-Abwertung kräftig verdienen. [Warum wohl hat Apple gerade 17 Mrd. Kredit aufgenommen, obwohl 140 Mrd. in Cash aus den Konten liegen? Steuergründe scheinen mir hier vorgeschoben...]

Bei der forcierten Dollarabwertung der Amis stört es jedoch, wenn die Japaner mit dem Yen dasselbe vorhaben - auch wenn Wall Street die japanischen Flutungen pro forma gutheißt, da sie die gewünschte weltweite Inflationierungs-Tendenz fördern. So herrscht zwar "ideologisch" Einigkeit. Die Abwertungsgewinne wollen die Amis aber möglichst allein vereinnahmen. Dabei hilft, dass die relevanten HFT-Tradingcomputer in wenigen hundert Metern Abstand von den führenden US-Börsen stehen. Das gibt den Amis eine weit bessere Manipulationsmacht.
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Gegenpol:

Leitzinssenkung

5
02.05.13 14:06

Zunächst müssen die Zinsen aus dem Weg geräumt werden. Darauf wird ein Anleihekaufprogramm folgen, welches die Bilanzen der Banken bereinigt.

Gleichwohl warnt Pimco-Chef Andrew Bossomworth davor, die Auswirkungen  von niedrigeren Leitzinsen zu unterschätzen. Bossomworth erwartet, dass  die EZB ihre Zinsen früher oder später bis auf 0,25 Prozent senken wird  und sagt: "Das würde die marginalen Liquiditätskosten für Banken in  Südeuropa denen der nordeuropäischen Banken annähern, die sich zum viel  niedrigeren Interbankensatz EONIA refinanzieren können."

www.boerse-go.de/nachricht/...sen-auf-Rekordtief,a3081254.html

 

Einige Anregungen bzgl. der "wahren Intention" und Länge von QE. Über den Wahrheitsgehalt derlei Aussagen muss jeder selbst befinden:


An immediate implication is that should the private sector continue to  hold back on collateral creation via such "Old Normal" conduits that  feed the shadow money system, such as securitizations and repo  expansion, it will be up to the Fed to inject up to the $11 trillion in  additional HQC before the financial system is proclaimed safe. This  means QE will continue for a loooooooong time.

www.zerohedge.com/news/2013-05-01/...modern-money-really-works

 

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zaphod42:

US-Fracking kann am Wassermangel scheitern

7
02.05.13 15:26
Anti Lemming:

EZB senkt Leitzins auf 0,5 %

 
02.05.13 16:22
www.wallstreetjournal.de/article/...7324266904578458233082173750.html

So wird das nichts mit dem "Dollar-Trade" der Amis....
(Verkleinert auf 84%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 602729
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Anti Lemming:

Draghi sagt, er sei"offen für negative Leitzinsen"

10
02.05.13 16:28
Das ist ein Novum. Statt Zinsen zu erhalten, werden Sparer künftig für den Luxus, ihre Ersparnisse bei einer Bank lagern zu dürfen, zur Kasse gebeten.

Na ja, unter der Matraze ist das Geld ohnehin sicherer, weil Pleitebanker es dort nicht beschlagnahmen und zur eigenen Rettung missbrauchen können.

Wenn tatsächlich negative Leitzinsen kommen, würde Matrazengeld auch unter Zinsaspekten besser abschneiden, eben weil keine Strafzinsen abgezogen werden.

FAZIT: Draghi hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.

www.zerohedge.com/news/2013-05-02/...rs-pay-banks-holding-their-money
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wawidu:

US Eigenheime

6
02.05.13 16:31
Die Erholung des Marktes für neue Einfamilienhäuser schreitet langsam voran. Im März wurden 417.000 Objekte verkauft. Am Hoch von 2005 waren es allerdings 1,4 Mio.
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 602735
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wawidu:

Preisentwicklung für neue US Eigenheime

3
02.05.13 16:39
Diese finde ich erstaunlich! Aber Vorsicht: Den 417.000 verkauften neuen Häusern im März standen laut Census Bureau 4,68 Mio verkaufte gebrauchte gegenüber.
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Der USA Bären-Thread 602737
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Anti Lemming:

Europas "japanische Zukunft"

5
02.05.13 17:26
Artikel im WSJ, wonach Europa eine Deflation japanischen Zuschnitts blüht. Mitursache ist die Überalterung der hiesigen Bevölkerungen. Das Durchschnittalter der Deutschen und Italiener liegt nur unwesentlich unter dem der Japaner.

Deflationserwartungen für Europa und USA hege ich bekanntlich schon länger. Die Gegenwette lautete, dass QE die Deflation verhindere. Daran zweifle ich bis heute.


Europas japanische Zukunft
Von ALEN MATTICH

Das Beispiel Japans in den vergangenen zwei Jahrzehnten spricht dafür, dass die Eurozone allmählich in die Deflation rutschen wird – unabhängig davon, was Mario Draghis Europäische Zentralbank auch tut.

www.wallstreetjournal.de/article/...7324266904578458641360254654.html

...Die Mehrheitsmeinung geht davon aus, dass Japan nach wie vor unter einer Nachfragelücke leidet, die durch die anhaltende Deflation ausgelöst wurde. Die Leute wollen heute schlicht kein Geld ausgeben, da sie wissen, dass die Güter zu einem späteren Zeitpunkt noch günstiger zu haben sein werden. Wenn nur die Japaner davon überzeugt werden könnten, dass die Inflation kommt, wird das Wachstum schon folgen. Und genau so handeln Japans Ministerpräsident Shino Abe und die Bank of Japan: Sie versuchen sich an einer Politik, die die Japaner davon überzeugen soll, dass die Inflation vor der Tür steht.

Man sollte davon ausgehen, dass dies nicht funktioniert, meint Edward Hugh, Volkswirt und Autor des Blogs Fistful of Euros. Oder zumindest nicht so, wie es von den Japanern beabsichtigt ist. Japans Problem sei nicht die Deflation an sich, argumentiert Hugh. Es sei die Demografie.

Japan hat eine alternde Bevölkerung. Das bedeutet, dass das Arbeitskräftepotenzial sinkt. Das wiederum hat dazu geführt, dass sich Japans Firmen mit Investitionen in zusätzliche Kapazitäten zurückhalten, da der Gütermarkt schrumpft und sie ein Überangebot vermeiden wollen. Als Folge bleibt die Sparquote der japanischen Unternehmen erheblich, was die gesamtwirtschaftliche Nachfrage dämpft. Das wiederum erzeugt Deflationsdruck (der noch erhöht würde, wenn Japans Firmen in eine Erweiterung ihrer Produktion investierten).

Der älteren Bevölkerung passt die Deflation allerdings in den Kram. Pensionäre, die auf Zinspapieren sitzen, haben die Gewissheit, dass sie sich morgen sogar noch mehr für ihr Geld werden kaufen können als heute.

Die Daten zur japanischen Produktion spiegeln dies wider: Eine genaue Analyse der Zahlen zeigt, dass das BIP-Wachstum insgesamt in den vergangenen 20 Jahren zwar schwach war. Das BIP pro Kopf entwickelte sich aber moderat, und das BIP je Arbeiter konnte sogar mit starken Volkswirtschaften wie der amerikanischen mithalten....

...Diese Erkenntnis macht das Experiment der „Abenomics", das auf einem Hochtreiben der Inflation aufbaut, so interessant – um nicht zu sagen entscheidend. Und zwar für Japan und für den Rest der Welt – und ganz besonders für die Eurozone.

Denn die demographische Struktur in der Eurozone ist letztlich die gleiche wie die Japans. Der Alters-Median in Japan liegt bei 44,6 Jahren. Der durchschnittliche Italiener ist 44,3 Jahre alt, der Deutsche 43,7 Jahre. ....In 1960 kamen auf jeden Rentner in Japan 4,8 Menschen im Arbeitsalter, in Europa lag der Wert bei 2,5. Jetzt ist das Verhältnis auf 1,5 bzw. 1,6 zusammengeschmolzen.

Und: Auch Europa rutscht in Richtung Deflation. Die jüngsten Daten aus der Eurozone zeigen, dass die Inflation auf Jahresbasis nur noch 1,2 Prozent beträgt. Vor Jahresfrist lag die Inflationsrate noch bei 2,6 Prozent.

Die Frage ist, was die Abenomics vermutlich bringen werden. Hugh von Fistful of Euro glaubt, dass sich Japans Wirtschaft in einem chronischen Deflations-Ungleichgewicht befindet. Der einzige alternative Ausgang der Wirtschaftspolitik des neuen Ministerpräsidenten wäre eine Yen-Krise, wenn Japans Sparer zu der Überzeugung gelangten, dass die Regierung auch künftig hohe Defizite erzeugen wird und dass die Bank of Japan diese für immer finanzieren wird.

Dass es so weit kommen wird, glaubt Tyler Cowen, Professor an der George Mason University, nicht. Stattdessen werde die japanische Regierung ihre Fiskalpolitik straffen. Das Ergebnis sei Nullwachstum und eine Rückkehr zur Deflation.

Keines dieser Resultate – chronische Deflation oder eine Währungskrise – dürfte die politischen Entscheider in der Eurozone sonderlich glücklich machen....
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saschapepper:

Irgendjemand hat hier mal gefragt on man Bitcoins

3
02.05.13 19:20
auch shorten kann.

Das scheint jetzt bei mehreren Brokern möglich unter anderem bei Plus500.
Optionsscheine oder Knock Outs auf Bitcoins gibt es meines wissen aber immernoch nicht. Alles in allem ein ziemlich heisses Eisen...
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Gegenpol:

Moderate Inflation vs. Deflation

3
02.05.13 20:48

Sicherlich deuten viele Rahmendaten, wie die Bilanzrezession und der demographische Wandel auf eine zukünftige deflationäre Zuspitzung der Krise hin. Allerdings würde dieser Prozess zwangsläufig die Tragfähigkeit unseres Finanzsystems unterminieren.

Wie in den letzten Jahren zu beobachten war, sind die Zentralbanken gewillt enorme finanzielle, sowie gesellschaftliche Risiken einzugehen, um das Finanzsystem vor der Deflation zu bewahren. Dabei sollte man keineswegs den Ideenreichtum der Zentralbanken unterschätzen. Draghi deutete auf der Pressekonferenz bereits negative Einlagezinssätze an, fraglich ist in welchem Umfang die Banken diese negativen Zinsen weitergeben. Möglich wäre es, dass die EZB die Banken durch einen signifkant negativen Einlagezinssatz zwingen ebenfalls zu negativen Einlagezinssätzen bei Girokonten zu greifen.

Ich glaube kaum, dass die Bankkunden ihr Geld daraufhin abziehen werden. Vielmehr werden sie ihr Geld in Anleihen und Immobilien umschichten. Was mich ebenfalls positiv bzgl. der Anleihe- Aktienmärkte stimmt ist der negative Grundtenor der etablierten Medien.

Hier ein Auszug aus dem aktuellen Spiegel:

Mario Draghi gab sich keine große Mühe, das Bild zu beschönigen. "Die Wirtschaft ist in der Tat schwach", sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) nach der EZB-Ratssitzung im slowakischen Bratislava. "Die Lage am Arbeitsmarkt ist schlecht."

Die gefährlichen Nebenwirkungen des billigen Geldes

Im regelmäßigen Rhythmus warnen die Medien vor der 'Mutter aller Blasen', der Anleihenblase! Die Stimmung ist derzeit aufgrund der miserablen Verfassung des Arbeitsmarktes derart depressiv, dass ich mir keinen Kollaps der Märkte vorstellen kann. In Zeiten tiefster Depression werden die Grundlagen für neuen Haussen gelegt. Nur starten wir von einem relativ hohem Niveau, welches (leider) viele zweifeln lässt.

Die dauerhaften Niedrigzinsen rund um die Welt sollen die Wirtschaft vor dem Abrutschen in eine Dauerrezession schützen. Doch diese Therapie birgt auch gefährliche Nebenwirkungen.

 

  • Spekulationsblasen: Das billige Geld, das die Notenbanken in die Märkte pumpen, kommt zwar nicht in der Wirtschaft an, wohl aber an den Finanzmärkten. Dort fließt es vor allem in die Anlagen, die trotz der niedrigen Zinsen noch ordentliche Renditen versprechen - zum Beispiel Aktien. Obwohl die Euro-Wirtschaft in der Rezession steckt, steigen die Börsenkurse seit Monaten kräftig an. Mit fundamentalen Wirtschaftsdaten hat das nur noch wenig zu tun. Es besteht die Gefahr von Spekulationsblasen - und wenn diese irgendwann platzen, kann das gesamte Finanzsystem ins Taumeln geraten. So wie 2008 geschehen - damals löste der Crash am US-Immobilienmarkt jene Krise aus, deren Folgen Draghi nun erneut mit billigem Geld zu bekämpfen versucht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...versuch-a-897771.html

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Stöffen:

Gegenpol, niemand hier

7
02.05.13 21:00
aber auch absolut niemand unterschätzt die gnadenlose "Kreativität" dieser Crooks. Fraglich ist, ob der nunmehr eingeschaltete "Inflate or die-Modus" seine beabsichtigte Wirkung entfalten wird, Zweifel sind da wohl sicherlich erlaubt.

Es ist sehr wahrscheinlich ein großer Irrtum, wenn man glaubt, dass die Notenbanken noch signifikant etwas zum Wirtschaftswachstum beitragen können. Vielmehr werden sie ein weiteres Mal erheblich zur Destabilisierung der Märkte beitragen.
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 602795
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Dreiklang:

Japan: kein Wachstumspotenzial, kein Keynes

9
02.05.13 23:53
Verkürzt dargestellt beruht Keynes darauf, mit der Notenpresse bzw. Staatsverschuldung eine Nachfrage zu erzeugen, die einen Nachhaltigkeitseffekt hat. Um nachhaltig zu sein, muss die Nachfrage nicht nur eine "Nachfragelücke = Output Gap" schließen, sondern selbst Potenzialwachstum hervorbringen. Mit ebendiesem Wachstum finanziert sich die eingegangene Verschuldung und/oder Erweiterung der monetären Basis "von selbst".

Doch was ist, wenn es gar kein Potenzialwachstum geben kann, weil fundamental gar kein Potenzial besteht, dass sich dieses Wachstum jemals ökonomisch begründen lässt? Es ist dabei egal, ob eine Fabrik in die Gegend gestellt wird, ohne Arbeiter zu haben (da Bevölkerung zu alt) oder aber die Produkte keine Nachfrage haben ( potenzielle Kunden längst verstorben).

Für die Keynesianer wird Potenzialwachstum als "immerwährende Größe" angesehen, das man nicht fundamental hinterfragen muss. Für die USA der 30er Jahre war diese vereinfachte Betrachtung sicherlich gerechtfertigt: Ein ungeheuer reiches Land steckte in der Falle einer Nachfragelücke mit Liquiditätsüberhang; und irgendjemand musste auf den Knopf drücken (das geschah im  2. Weltkrieg).

Für Japan heute gilt, dass die Notenbank NICHTS machen kann; eine Drohung an die Bürger, ihnen das Ersparte via (Hyper-)Inflation wegzunehmen, bringt außer Angstkäufen nichts hervor, am wenigsten nachhaltig geschaffene Arbeitsplätze.

Die BOJ kauft sowieso schon alle Anleihen auf . Ob die Notenbank Anleihen kauft oder dem Staat das Geld direkt gibt, führt bei Nullzins zum exakt gleichen Ergebnis. Die neue Politik der BOJ entspricht nur Umbuchungen bei  längst angelaufener umfassender Monetarisierung.

Volkswirtschaftlich gesehen laufen diese Maßnahmen auf steigende Umverteilung heraus, statt einen Mehrwert zu schaffen.  Das ist ingesamt schlecht für die Unternehmen (ich rede hier nicht von der sog. "Finanzindustrie").  Herr Koo mit seiner "Bilanzrezession" ist leider - freiwillig oder unfreiwillig - nur ein Agent der Banken.
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saschapepper:

Zwangsabgabe für Sparer zur Rettung der Staaten

11
03.05.13 01:00
Durch den heutigen Zinsschritt erhöht sich der negative Realzins vieler Sparer. Manche sprechen sogar von einer Zwangsabgabe, denn der negative Realzins der Sparer kommt volkswirtschaftlich einer Schuldentilgung für den Staat gleich.


Der gemeinsame Nenner bei Immobilienkrise, Euro-Krise und Bankenkrise ist: Zu viele Schulden. Genau diese Schulden werden durch den heutigen Zinsschritt noch billiger.

Beim Mittelstand kommen die niedrigen Zinssätze nicht an, denn Risikoaufschläge und eine völlige übertriebene Regulierungswut zur Drangsalierung des Mittelstandes (sog. "Basel2-3") erhöhen Kreditzinsen für Unternehmen enorm.
Der Leitzins spielt bei diesen Zinssätzen nur eine untergeordnete Rolle.

Anders ist das bei Staatsanleihen.

Diese wurden wieder teurer - das heißt die Renditen sind gefallen. Die Rendite der zehnjährigen BRD-Bundesanleihe fiel heute auf 1,16 Prozent. In fast allen anderen Eurozonen Ländern sieht es ähnlich aus. Nicht die Wirtschaft bekommt derzeit günstigere Kredite, es ist vorallem der Staat.
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ivan73:

Peter Schiff:US-Markt steht vor großer Katastrophe

7
03.05.13 08:16
"Das ganze Gelddrucken wird wirtschaftlich schweren Schaden anrichten. Die realen Renditen werden, egal in welcher Anlageklasse, nicht sehr hoch sein, weil die Renditen durch die Inflation aufgefressen werden. Wenn man reale Renditen will, sollte man sich im Ausland umsehen. Ich glaube, dass die USA vor einer Krise stehen, die viel schlimmer wird als die Krise 2008. Auf realer (inflationsbereinigter) Basis sind die USA kein guter Markt für Aktien, auch wenn die Aussichten für Anleihen noch viel schlimmer sind."

www.godmode-trader.de/nachricht/...r-Katastrophe,a3081314.html
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Contrade 121:

EZB-Zinssenkung

9
03.05.13 09:26
EZB Aktionen machen einen Sinn, wenn es sich um kurz- bis mittelfristige Unterstützung handeln soll. Dass die ganze Aktion nun im vierten Jahr ist und die EZB gezwungen ist immer aggressiver vorzugehen, deutet auf den Umstand hin, dass etwas kapputt ist und es keiner so richtig zugeben will.

Gestern sagte Draghi noch, die EZB sei nicht in der Lage Geld aus dem Helikopter zu verteilen, die EU-Staaten seien gefordert. Im zweiten Satz dann der Hinweis auf die nächste Zinssenkung - die wird vermutlich noch vor dem Sommer kommen - und da habe ich überhaupt kein Verständnis mehr für die aktuelle Situation. Wie denn auch? Den Leuten wird vorgegaukelt wie man sparen müsse, gleichzeitig kassieren Eliten unserer Gesellschaft immer höhere Bezüge, hinterziehen Steuern, betreiben Vetterlesswirtschaft... und prahlen mit Sozialengagement (???). Ist das echt die Gesellschaft in der man leben will?

Heute, ein Tag nach der Zinsentscheidung kritisieren die Journalisten die Zinssenkung und die grenzenlose Geldpolitik. Von den Volkswirtkollegen aber kommt das eine oder andere halbherzige Hinterfragen der Sinnhaftigkeit, kritisieren tut es keiner und das finde ich schade, dass die Sachkundigen das ganze hinnehmen.

Und da gibt es noch den Aktienmarkt... na ja, ich bin schon seit über einem halben Jahr nicht oder nur gelegentlich aktiv, wenn ich mir die Unternehmensmeldungen anschaue und wie da gelogen wird, dann wird das auch künftig auch so bleiben. Shorts fasse ich nicht an. Noch nicht....
I.d.S. viel Erfolg allerseits...
Contrade
Antworten
Stöffen:

Der Weg

7
03.05.13 10:41
hin zu groben Kapitalfehlallokationen ist vom Zentralkomitee der Gelddrucker weiter geebnet worden. Während Sparer künftig noch stärker der Vermögensvernichtung ausgesetzt werden, erklären eilfertige Finanzmarkt-Protagonisten dem geneigten Publikum, dass aufgrund der gestrigen EZB-Zinssenkung nun Aktien gegenüber anderen Anlageklassen noch wesentlich attraktiver werden, weil eben hier das ein oder andere Prozentpünktchen mehr an Rendite herausgequetscht werden könnte. Auf Kursverluste muss man auch nicht mehr explizit hinweisen, denn in einer von Zentralbank-Bürokraten regierten Welt gibt es keine Kursrückschläge mehr. Ebenso wenig wird sich künftig noch irgendwer ernsthaft die Frage stellen, ob sich die Börsen dauerhaft von der ökonomischen Realität abkoppeln können, denn die einzig wahre Realität kommt aus dem Politbüros von Hr. Pumpnanke & Co. Einer Eskalation des Rinder-Wahnsinns steht somit nichts mehr im Weg, einer beschleunigten Blasenbildung ebenfalls nicht. Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

WSJ macht Propaganda für Spar-Ende in EU

3
03.05.13 10:51
www.wallstreetjournal.de/article/...7324266904578459743579220074.html
Antworten
Anti Lemming:

# 989 - Super!

8
03.05.13 11:01
"Möglich wäre es, dass die EZB die Banken durch einen signifkant negativen Einlagezinssatz zwingen, ebenfalls zu negativen Einlagezinssätzen bei Girokonten zu greifen."

Ja Wahnsinn! Bedeutet das im Umkehrschluss, dass ich dann endlich Guthabenzinsen für mein überzogenes Girokonto erhalte? Minus mal Minus ergibt doch Plus, oder?
Antworten
Anti Lemming:

# 995

2
03.05.13 11:40
Netter Rant. Ich vermisse allerdings den Bären-Seelen versöhnenden Schlusssatz, dass "dieses auf Sand gebaute Kartenhaus natürlich unweigerlich in Kürze gnadenlos zusammenfallen wird, wobei der Sand und die verbliebenen Karten vom Finanzsturm in alle Winde verweht werden."
Antworten
Stöffen:

Doch, doch AL

3
03.05.13 12:13
nur ist besagte Conclusion bereits in Post 104945 versteckt :-)

"When these bubbles finally pop, as all excessively valued assets do, the result is going to devastate financial markets. It may be in six months or it may be in 10 years, but history will not be thwarted. The central banks can try to outsmart history, but they will ultimately fail."
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
mercuryfx:

Ein paar Anmerkungen

9
03.05.13 12:29

Ich habe noch folgende Anmerkungen zu der QE Diskussion

  • Inflationserwartung führt nicht automatisch zu mehr Konsum. Als junger Mensch, der sich mal eine Immobilie leisten will, aber wegen zu erwartenden Wohnortswechseln, unklarer Familiensituation, etc. dies im Moment nicht tut, muss man mehr Geld statt weniger zur Seite legen, um den QE-induzierten Kaufkraftverlust auszugleichen. Insofern wirkt QE in diesem Fall deflationär.
  • In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts hatten wir eine demographische Dividende, billige Rohstoffe und einen technologischen Vorsprung gegenüber Ländern mit niedrigen Lohnkosten. All diese Faktoren fallen weg und damit auch der entsprechende Wohlstandsgewinn. Ich sehe die  Finanzkrise eher als ein Symptom dieser Verteilungsproblematik als die Ursache. Diese Diskussion wird nicht offen genug geführt.
  • Der psychologische Schaden, der dieses ganze Hickhack anrichtet, ist vermutlich größer als der finanzielle (Stichwort Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa). Siehe auch den interessanten Zerohedge-Artikel:
Der USA Bären-Thread 15775564
The ?Marshmallow Test? is a landmark study in child psychology which tests a toddler?s ability to delay gratification in return for the promise of a reward in the future.  Those who can wait 15 minutes unattended to eat a marshmallow are rewarded with a second treat. ConvergEx's Nick Colas, ho ...
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