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Der USA Bären-Thread


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Fillorkill:

#82 noch ein 'Bulle wider Willen'

4
24.04.13 07:44
Gegenpol, ein  Gedanke zu Deiner bullischen Expertise:

Endlosliquidität bei insgesamt bescheidenen Makrodaten ist der Trigger für die laufende Blase. Nichts ist offensichtlicher. Dieser Mechanismus wirkt jedoch nicht zwangsläufig. Vielmehr formuliert dieser ein Angebot, welches in Abhängigkeit von der Glaubwürdigkeit der Hintergrundstory angenommen, aber auch abgelehnt werden kann. Diese stets im Unsicheren bleibende Komponente tritt grundsätzlich als Bedingung hinzu, wenn aus von NB ausgeheckten Plänen auch real was werden soll. ..

Und aktuell gibt es ein Glaubwürdigkeitsproblem, denn die mittelfristige Erwartung bewegt sich in einer Reihe von aussagefähigen Sentimentindikationen deutlich im pessimistischen Bereich. Diese Divergence - steigende bzw auf hohem Niveau behauptete Kurse bei krass schrumpfenden Bullenanteil - kann sich mE nur in einer abrupten saftigen Korrektur (wahrscheinlich) oder einer endlosen Seitwärtsbewegung (wenig wahrscheinlich) auflösen...

Und warum das Glaubwürdigkeitsproblem ? Nun, die Gründe liefert AL tagtäglich frei Haus: QE setzt makro keine oder nur bescheidene Wachstumsimpulse. Der Story fehlt es damit an Überzeugungskraft, die es aber braucht, damit die Sause weitergehen kann. ..

Fill





Mein Gott, es ist voller Sterne...
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Anti Lemming:

Goldfutures gedrückt - von wem?

15
24.04.13 08:44
Der massive Ausverkauf in Gold erfolgte im Future- bzw. "Papiergold"-Markt. Irgendwer hat, nachdem Gold ohnehin schon stark von 1900 auf 1500 nachgegeben hatte, eine unlimitierte Verkaufsorder im Äquivalent von 400 Tonnen Gold abgegeben, was den Goldpreis um 200 Dollar runterbrachte - der stärkste Rückgang seit 33 Jahren.

Diesem Verkäufer mangelte es, könnte man meinen, an Sensibilität. Hätte er sein Gold nicht zu besseren Preisen loswerden können, indem er es in kleineren "Portionen" sukzessive am Markt verkauft hätte (= versteckte Distribution)?

Diese Unsensibilität scheint laut Zerohedge (Artikel unten) jedoch planmäßig gewesen zu sein. Es gab offenbar einen "Big Player", der sehr genau wusste, dass er mit dieser riesigen unlimitierten Verkaufsorder einen wahren Erdrutsch im Goldpreis auslösen würde.

Wer es genau war, lässt sich kaum herausfinden. Infrage kommt ein großer Hedgefonds (Goldman?), der bereits zuvor Shortposis aufgebaut hatte und diese "in die Verkaufspanik hinein" glattstellen wollte. Ebensogut könnte aber auch eine große Notenbank wie die Fed hinter dieser gezielten Marktmanipulation stehen. Denn wenn Gold fällt, wirkt Gelddrucken ja scheinbar weniger inflationär - was das Gelddrucken als "nachhaltige Maßnahme" rechtfertigt. (Die Fed hat übrigens zu ungefähr derselben Zeit, als die Riesenverkaufsorder lanciert wurde, angekündigt, ihre Anleihenkäufe reduzieren zu wollen, was einer - Inflation entgegenwirkenden - geldpolitischen Straffung entspricht. Tja, und wenn es weniger Inflation gibt, was soll man dann noch mit so viel Gold ;-)....).

ZH kommt am Ende des langen Artikels (Link unten) zu dem Schluss, dass der Rücksetzer im Goldpreis eher Einstiegskurse liefert, weil der fundamentale "Case" für Gold wegen des weltweiten Gelddruckens nach wie vor gegeben sei.

Goldman "rät" aktuell, Gold-Shorts zu covern und long in Gold zu gehen. Bei 1600 hatte GS noch Gold-Shorts "empfohlen" (ebenso Soros). Aus solchen Sellside-Empfehlungen der Goldmänner wird man allerdings nicht recht schlau - obwohl sie sich in diesem Fall bewahrheiteten - , weil Goldman meist das Gegenteil von dem tut, was die Firma "öffentlich" empfiehlt.  Es kann daher auch gut sein, dass "Rücksetzerkauf-Bullen" mit weiteren Futures-Abverkäufen seitens Goldman gesqueezt werden sollen.

Eine alternative Erklärung (von mir) ist, dass wir aktuell den Beginn des Auspreisens der "ewigen Geldflut" sehen. Die Spinstory, dass Alles weiter steigen muss, "weil" die Notenbanken drucken (betet ja inzwischen auch bei Ariva jeder Hinz und Kunz nach), hören wir seit nunmehr 5 Jahren. Viele Assets (vor allem Mist wie Junkbonds) sind wegen dieses Mantras bereits sehr viel höher gestiegen, als es fundamental gerechtfertigt wäre.

Zu meiner These passt, dass wir den Abverkauf ja auch bei anderen Rohstoffen wie Kupfer sehen. Die kursierende Begründung für die Kupferschwäche lautet, dass der Bau-Boom in China abebbt und daher die Kupfernachfrage sinkt. Mag sein. Ebensogut könnte aber - ähnlich wie beim Gold - der lange Uptrend "ausgelutscht" sein, so dass es schlichtweg an Dip-Buyern mangelt, die die Kurse hoch halten.

Ähnliches könnten wir demnächst am Aktienmarkt sehen, WENN sich erst mal ein Downtrend etabliert hat. Der würde dann ebenfalls "länger als erwartet" anhalten. Vor einer solchen Entwicklung haben die Notenbanker offenbar eine enorme Angst, da Aktienhöchstkurse ja ihre "Aushängeschilder" für eine angeblich solide Wirtschaft sind.

Womöglich erfolgte das gezielte Goldpreis-Drücken auch in Hoffnung, dass Zocker (aka "Anleger") von Gold in Aktien umschichten - man las entsprechende "Empfehlungen" in der US-Finanzpresse. Das würde ebenfalls für eine Notenbank (Fed) als "Täter" sprechen....



www.zerohedge.com/news/2013-04-23/...s-paper-gold-ultimate-disconnect

Auszug aus dem sehr langen ZH-Artikel:

...these large speculators are so big that they can affect the market as well as profit from it. When they initiate massive positions in a bull market, they drive the price of the futures contracts even higher. Similarly, when they remove their positions or actually go short, they can push the market lower.

So what happened a week ago was that a massive order to sell 400 tons of gold all at once hit the market. Within minutes the price plummeted, and over a two-day period resulted in the largest drop of the price for futures delivery of gold in 33 years: down $200 per ounce.

We don't have the name of the entity that did this. However, the way the gold was sold all at once suggests that the goal was not to get the best price. An investor with a position of this size should have been smart enough to use sensible trading tactics, issuing much smaller sell orders over a period of time. This would avoid swamping the market; and some of the orders would be filled at higher prices and thus generate more profit. Placing a sell order big enough to affect the overall market price suggests that someone with powerful backing wanted to drive the price of gold down.

Such an entity could have been a large speculator who already had a sizable short position and could gain by unloading some of its short position once the market momentum had driven the price even yet lower. Or it could be a central bank – one that might be happy to have the gold price move lower, as it would provide cover for its printing of more new money. Of course, it could be some entity that owned long contracts and wanted to get out of the position all at once. We don't know, but this kind of activity, resulting in the biggest drop in 30 years, raises more than just suspicion when we consider how important the price of gold is to many markets around the globe....
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Anti Lemming:

Fill - # 801

2
24.04.13 08:57
"Diese Divergence - steigende bzw auf hohem Niveau behauptete Kurse bei krass schrumpfenden Bullenanteil - kann sich mE nur in einer abrupten saftigen Korrektur (wahrscheinlich) ... auflösen."

Seit Jahren schreibst Du das Gegenteil, nämlich dass hohe Kurse bei hohem Bärenanteil aus Sentimentgründen eine (antizyklische) Garantie für weiter STEIGENDE Kurse seien...
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Anti Lemming:

Cac flat

2
24.04.13 09:20
3:03a France's CAC 40 index opens flat at 3,783.02

http://www.pflaumer.de/Kuhfladen.jpg
Der USA Bären-Thread 600370
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Stöffen:

Die Aktionen der Zentralbanken

8
24.04.13 09:37
Mohamed El-Erian, der CEO des Anleihenmanagers Pimco, hat es mMn kürzlich recht gut auf den Punkt gebracht. In einem Interview äußerte er sich auf die Frage, wie er die Aktionen der Zentralbanken denn bewerte dahingehend, dass die Zentralbanken die Aufblähung ihrer Bilanzen auch dazu nutzen, um eine Vermögenspreisillusion aufzubauen. Durch die künstlich nach oben getriebenen Preise sollten die Leute sich reicher fühlen und die Animal Spirits geweckt werden.

Das Problem jedoch liegt auf der Kehrseite, weil die Fundamentaldaten nicht die Bewertungen rechtfertigen, wie sie aktuell im Markt vorhanden sind. Wenn diese Bewertungslücke nicht geschlossen wird sprich sich die Fundamentaldaten nicht bessern, dann werden auch die Preise irgendwann kollabieren. Je intensiver der DOW und Konsorten also ihre von der Fed gepushte Viagra-Rally fortsetzen, umso größer könnte die anschließende Fallhöhe sein.

Bleibt der Zustand wie heute, wird jede Intervention Risiken, Kosten und Kollateralschäden verursachen. Der Preisfindungsmechanismus ist verzerrt, es gibt eine starke Fehlallokation von Ressourcen und die Marktteilnehmer werden dazu getrieben, viel mehr Risiken zu nehmen, als fundamental eigentlich gerechtfertigt wäre. Auf längere Sicht ist so etwas nicht haltbar.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Gegenpol:

Fill

8
24.04.13 10:14
Du verkennst den wahren Sinn von QE + ZIRP. Die expansive Geldpolitik der Zentralbanken zielt nur indirekt auf die Stimulation der Wirtschaft ab. Primär dient es der Stabilsierung des Staatshaushaltes und des Geldsystems. Unter dieser Prämisse muss man den Zentralbanken zu ihrem Erfolg gratulieren. Sie haben die Refinanzierungskosten der Staaten auf ein Minimum reduziert. Gleichfalls konservieren die Notenbanken den Zustand des Geldsystems. Eine nachhaltige Deflation würde in einen baldigen Kollaps der Staatshaushalte und Banken münden. Der Staat ist de facto abhängig von der Zinspolitik der Zentralbanken.
Während der großen Depression von 1929 hat die FED eine völlig falsche Geldpolitik betrieben, die den Schaden für die amerikanische Wirtschaft maximiert hat. In diser Zeit hat sie sich durch eine relativ restriktive Notenbankpolitik ausgezeichnet, was u.a dazu führte, dass die Geldmenge kollabierte, wodurch die Kontraktion der US-Wirtschaft befördert wurde.
Aus diesen Erfahrungen hat Bernanke und Yellen gelernt. Daher werden die beiden Akteure auf absehbare Zeit keine restriktive Geldpolitik betreiben. Ebenfalls wird der Staat das nicht erlauben, weil die Refinanzierungskosten der Regierung explodieren würden. Der amerikanische Staat hatte in dern 30er Jahren eine relativ geringe Schuldenquote, daher verspürte die Fed keinen Druck seitens der Regierung eine inflationäre Geldpolitik zu betreiben.

Mit dem Wahlsieg der Demokraten und der zukünnftigen Fed Chefin Yellen werden die Geldschleusen weiterhin geöffnet bleiben.
Die Geschäfts- und Zentralbanken, sowie die Regierung haben ein gemeinsames Interesse an der Fortführung der expansiven Geldpolitik. Ohne QE + ZIRP würde die amerikanische Infaltionsrate laut Kapazitätsauslastung bei -3 % liegen.

Fazit: STAY STRONG BULLISH! Temporäre Kursrücksätzer sollten zum Kauf genutzt werden.
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Gegenpol:

Wird Draghi schon im Mai liefern?

3
24.04.13 10:29
Italien: Einzelhandelsumsatz im Februar -0,2%. Erwartet wurden +0,4% nach revidiert -0,4% (-0,5%) im Vormonat (m/m).

Deutschland: ifo-Geschäftserwartungen sinken im April auf 101,6 Punkte. Erwartet wurden 103,0 Punkte nach 106,7 Punkten im Vormona

Niederlande: Geschäftsklimaindex sinkt im April auf -5,6 von -4,8 im Vormonat.


Quelle: www.boerse-go.de/jandaya/#!Ticker/Feed/?Ungefiltert


Die EZB wird den Leitzinssatz senken, defintiv. Es ist nur fraglich, wann sie das machen wird. Mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 75 % wird die Zinssenkung bereits am 2. Mai vollzogen werden. Ebenfalls ist es nur eine Frage der Zeit, bis die EZB den Zinssatz auf 0 - 0,25 % senken wird! Cash ist bullshit!
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Anti Lemming:

Die Algo-Maschinen

3
24.04.13 11:15
der Big Player (vor allem aus USA) scheinen darauf dressiert zu sein, jede Bewegung in die (fundamental) "richtige" bzw. logisch einleuchtende Richtung sofort mit einem Short-Squeeze platt zu machen und dazu noch "zum Hohn" einen obendrauf zu setzen...
(Verkleinert auf 91%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 600412
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Anti Lemming:

Oder sollte es sich hier um

 
24.04.13 11:23
Dip-kaufende Japaner handeln, die jeden Kursrücksetzer in welchem nicht-japanischen Asset auch immer (z. B. Klobürsten in Kenia) dazu nutzen, ihre der Wertlosigkeit entgegen stürzenden Yen im "neuen Yen-Carrytrade" gegen beliebige Hard-Assets zu tauschen?

Dazu würden selbst z. B. portugiesische Staatsanleihen zählen. Die haben die Draghi-Garantie (= kein Banken- bzw. Inhaberrisiko), es gibt also das Geld zurück. Außerdem ist der Euro sicherer oder zumindest kurzfristig stabiler als der Yen.
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Anti Lemming:

Spaßbremse im Internet - Telekom "drosselt"...

5
24.04.13 11:33
deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/...nets-geht-zu-ende/

Big Brother wird demnächst auch bei den Internet-Providern sein Unwesen treiben. Die beliebte „Flatrate“ ist bald Geschichte: Künftig werden die Kunden deutlich mehr für die Internet-Nutzung zahlen müssen.

Die Deutsche Telekom wird künftig automatische Sperren bei zu viel Daten-Volumen – etwa bei Video-Streaming – einbauen. Die Telekom wird eigene Inhalte produzieren und diese werden schneller laden. Damit gibt es neben der GEZ spätestens ab 2016 einen Anbieter von staatlich kontrollierten Informations-Websites.

Die anderen Konzerne dürften dem Beispiel der Telekom folgen, d.h. sie werden ebenfalls Sperren einbauen und ihre eigenen Inhalte "bevorzugen".

Wir nähern uns somit einer Zeit völlig neuer Medien-Formate.

Die Telekom-Tagesschau.
Die Vodafone-Sportschau.
Der E-Plus-Jauch.
Der 02-Presseclub.

Unter dem sperrigen Begriff der sogenannten „Bandbreiten-Drossel wird die Deutsche Telekom zum 1. Mai keine der bisher bekannten Flatrates mehr anbieten. Wenn ein gewisses Datenvolumen überschritten ist, etwa durch zu viel Video-Streaming, dann sperrt („drosselt“) die Telekom die Bandbreite für den Nutzer. Ausnahme: Er nutzt gerade – Bingo! – Telekom-Dienste.

Zunächst wird sich die Telekom nur das Recht sichern, solche Sperren einzusetzen, behauptet das Unternehmen. Erst 2016 werde man „technisch“ in der Lage dazu sein.

Bei Kabel Deutschland gibt es eine solche Blockade jetzt schon im Kleingedruckten. Sie ist allerdings noch nicht aktiviert. Das Unternehmen sagte jedoch, dass man sich bei „nicht absehbarem Kundeverhalten“ eine Sperre vorbehalte.
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saschapepper:

2014 kommt der Aufschwung ganz sicher

8
24.04.13 11:47
Die derzeitige Lage rechtfertigt die derzeitigen Aktienstände meiner Ansicht überhaupt nicht mehr.

Derzeit sehe ich nur, dass die Daten aus Europa von Quartal zu Quartal immer schlechter werden und die geringeren Letzinsen gerade in den Krisenländern nicht bei den Unternehmen ankommen. Nur noch eine Frage der Zeit, bis die positiven Prognosen für 2014 nicht mehr haltbar sind.

Zitat:
"Führende Ökonomen haben die Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt – doch die gute Nachricht überwiegt: 2014 erwarten die Experten für Deutschland einen starken Aufschwung, wenn die Euro-Krise nicht eskaliert in Ihrem Frühjahrgutachten. "

Erinnert sich noch jemand an der Frühjahrgutachten von 2007? Nein?

Frühjahrgutachten 2007:  Gute Konjunktur für weitere Reformen nutzen
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in ihrem Frühjahrsgutachten
2007 mit einem anhaltenden Konjunkturaufschwung.

Demnach soll die deutsche Wirtschaft sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr 2008 um 2,4 Prozent wachsen...
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 600418
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Ischariot MD:

#810 Ordnungspolitischer Einspruch

13
24.04.13 12:45
der "shitstorm" im Netz gegen die Telekom mit den dramatisch inszenierten Ankündigung von Vertragskündigungen kommt hochwahrscheinlich von Leuten, die entweder nicht arbeiten und den ganzen Tag Filme etc. "loaden" oder von Leuten, die beruflich selbiges tun oder davon profitieren. Der achtstündig werktätige Standard-user kommt üblicherweise nicht annähernd an das angedachte 75 GB-Limit heran.

Alles in allem der übliche Aufschrei von Leuten mit der Meinung, die Allgemeinheit habe per Umlage die Kosten ihrer höchstpersönlichen exzessiven "Bedürfnisse" zu tragen, vulgo: "Teilhabe"

Wenn man sich anschaut was aktuelle "Internet-TV"-Geräte leisten könnten bzw. wie man sich deren realen Einsatz in Kreisen der Mediamaniacs so vorstellt, Fernsehkonsum zunehmend per Video-on-demand streaming und das selbstverständlich in HD, dann fragt man sich zwangsläufig wo denn die Bandbreite dafür herkommen soll. Da dämmert es gewaltig, daß das nicht mit den 20 EUR (??) DSL-Flat im Monat getan sein kann.

Daraus folgt, wer mehr will muß mehr zahlen. Ordnungspolitisch absolut richtig  ;o)

Zumal Datenvolumen auch einfach zu ermitteln ist, das im Gegensatz zur Straßennutzung, falls da einer eine Parallele aufmachen will.

Und daß die Teledumm ihren eigenen Dienst vom Limitvolumen ausnehmen will ist auch nachvollziebar und auch gut begründbar, denn der Entertain-Kunde zahlt für diesen Dienst extra und von dem Entgelt kann man locker einen Anteil als Netznutzungsentgelt außerhalb der Limit-Flat deklarieren.

Wahrscheinlich kommt die Initiative nicht zufällig gerade jetzt, bevor Apple mit irgendeinem 'revolutionären' iTV-Konzept kommt, das vor allem revolutionäre Bandbreite erfordert, die gerade in Dtld. NICHT gottgegeben zur Verfügung steht.

Disclaimer: das ist die Meinung enes "intellektuellen Modernisierungsverlierers", der sich ärgert, wenn wieder mal das UMTS-Band verstopft wird mutmaßlich von Leuten, die Informationen nur verarbeiten können, wenn sie von bewegtem Bild untermalt sind.
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Anti Lemming:

Ordnungspolitische Belehrung

5
24.04.13 13:23
geht nun meinerseits an T. Durden von Zerohedge, der im sonnigen Kalifornien wütend vor sich hin shortet und es "absolut lächerlich" findet, dass die Schwäche im deutschen ZEW von hiesigen Medien auf "Winter-Wetter" zurückgeführt wird. Woher sollte Durden auch wissen, dass dieser März in D. der kälteste seit 130 Jahren war.

In the article we read that "German business confidence fell for a second month in April after winter weather hindered the recovery in Europe’s largest economy... “... We wonder how long Bloomberg looked for some junior idiot who agreed to be memorialized for posterity with the preceding moronic soundbite because this really is beyond ridiculous (and no, it's not snow in the winter that is causing yet another "swoon" in indicators like the IFO, the ZEW and all other metrics ... so even a 5 year old caveman financial reported would get it).

www.zerohedge.com/news/2013-04-24/...n-zew-miss-blamed-winter-weather

Wer weiß, was Durden sonst noch alles nicht weiß. Kein Wunder eigentlich bei einem professionellen Schwarzseher.
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Fillorkill:

# 01 'was Fill immer gesagt hat'

4
24.04.13 13:26
'Nämlich dass hohe Kurse bei hohem Bärenanteil aus Sentimentgründen eine (antizyklische) Garantie für weiter STEIGENDE Kurse seien...'

Das ist Sentimentanalyse aus und für den Kindergarten. Richtig ist vielmehr, dass ein extrem hoher Bärenanteil in einem fortgeschrittenen Bärenmarkt eine Indikation für eine Trendumkehr stellt. Ein fortgeschrittener Bullenmarkt benötigt hingegen mehr und nicht weniger Bullen, um weiter fortschreiten zu können. Was eigentlich logisch sein sollte. ..
Mein Gott, es ist voller Sterne...
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Anti Lemming:

Grand Sasso Massiv

 
24.04.13 13:31
Wenn ich solche Charts sehe, frage ich mich immer mitfühlend, ob sich wohl mehr Bären im Uptrend tot-geshortet haben als Bullen im Downtrend tot-gelongt.

So ähnlich stelle ich mir übrigens auch die künftige Entwicklung der Leitindizes vor, wobei im Chart unten 2008 durch 2013 zu ersetzen ist.
Der USA Bären-Thread 600448
Antworten
Palaimon:

Jim Rogers: "It's a "Race to Insanity"

7
24.04.13 13:40
.
Euphoric gains always lead to hangover pains - it's just a matter of when.
.
Der USA Bären-Thread 15730148
According to legendary investor Jim Rogers, global central bank policies are a ?race to insanity?. Here?s why it won?t end well. Money Morning - Only The News You Can Profit From.
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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Anti Lemming:

# 814

2
24.04.13 13:49
Fill: "Ein fortgeschrittener Bullenmarkt benötigt hingegen mehr und nicht weniger Bullen, um weiter fortschreiten zu können. Was eigentlich logisch sein sollte."

Gemäß Deinem (antizyklischen) Sentimentverständnis, das Du ja oft genug vorgetragen hast, dreht ein Bullenmarkt erst dann nach unten, wenn alle Welt komplett bullisch geworden ist. Demnach sollte, solange "weniger Bullen" vorzufinden sind (wie aktuell), der Markt eher NICHT nach unten drehen.

In # 801 schreibst Du das Gegenteil davon, nämlich dass der Bullenmarkt nun enden soll, weil es zu viele Bären gibt: "Diese Divergence - steigende bzw auf hohem Niveau behauptete Kurse bei krass schrumpfenden Bullenanteil - kann sich mE nur in einer abrupten saftigen Korrektur ... auflösen."

Seit wann werden Bären in der Mehrzahl für ihre negative Erwartung belohnt?

Ich rechne übrigens auch mit einem Bärenmarkt, allerdings schon seit 5 Jahren ;-)



Diese Diskussion möchte aber nicht vertiefen, weil Unlogik Teil des Systems ist und daher nicht gesondert hinterfragt werden muss ;-)
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Fillorkill:

#06 Gegenpol,

4
24.04.13 13:52
selbstverständlich zielt QE als experimentelle Form des Deficit Spendings auf makro, was die FED ja auch genauso kommuniziert. QE bzw Tarp war lediglich in der ersten Stunde eine Art Überlebenshilfe für das über Lehman prekär gewordene Geldsystem überhaupt.  Refinanzierung des Staatskredits zum Nulltarif, nur um die Assetblasen immer weiter zu aufpumpen, wäre dagegen als Leitmotiv absurd oder nur verschwörungstheoretisch deutbar. Du verwechselst hier das Instrument mit seinem Zweck...

Auf mein Argument, dass das Angebot zur Assetblase auch angenommen werden muss (was mit der Glaubwürdigkeit des 'Wealth-Effektes' steht und fällt), bist Du leider nicht eingegangen...

Fill
Mein Gott, es ist voller Sterne...
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Fillorkill:

#17 AL,

3
24.04.13 14:14
ein Uptrend entwickelt sich logischerweise, indem das Bullenlager per saldo grösser wird. Er endet, wenn es gross genug dafür ist - Sentiment im euphorischem Extrembereich. Signifikant pessimistisches Sentiment in einem fortgeschrittenen Bullmarkt wie jetzt indiziert demnach keine Trendumkehr, sondern eine Korrekturphase innerhalb eines nachwievor intakten Bullmarktes. ...

Und der nächste Bärenmarkt: Da brauchst Du leider noch ein wenig Geduld. Wenn bei ZH das Material knapp und die kommunizierten Konjunkturerwartung immer optimistischer wird, die Aktienblase also so etwas wie eine fundamentale Rechtfertigung erhält, könnte es soweit sein. Vorher nicht...

Fill
Mein Gott, es ist voller Sterne...
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Anti Lemming:

Durable Good Orders fallen -5,7 % (erw.: -3,2 %)

3
24.04.13 15:10
Im Vormonat waren die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter noch um 4,3 % gestiegen (inzwischen runter revidiert von 5,6 %). Ohne den Transportsektor (Flugzeuge etc.) sanken sie um -1,4 %.

Wenn Fundamentals keine Rolle spielen würden, "dürften" die Indizes auf die Zahlen nicht reagieren. Sie fallen aber trotzdem ;-)


Durable-goods orders sink 5.7% in March
Demand softens for variety of manufactured products
By Jeffry Bartash, MarketWatch

WASHINGTON (MarketWatch) — Orders for big-ticket U.S. items posted the biggest drop in March since last summer, mainly because of fewer jetliner bookings but also as orders softened in most categories.

Orders for durable goods fell 5.7% last month to mark the biggest drop since last August, the Commerce Department said Wednesday in data suggesting the manufacturing sector cooled off a bit toward the end of the first quarter. Economists surveyed by MarketWatch had expected a 3.2% decline.

...The commercial airline industry, whose orders often jump around from month to month, recorded a 48% decline in new bookings. Industry giant Boeing accepted 39 orders for new aircraft in March, down from 179 in February.

Orders for new autos and parts, a strong segment over the past few years, edged up 0.2%.

Excluding the volatile transportation sector, orders fell a much smaller 1.4% but the softness was widespread. Demand fell for primary metals, heavy machinery, electrical equipment and appliances.

...Durable orders for February, meanwhile, were revised down to show a 4.3% gain from a prior reading of a 5.6% increase.

www.marketwatch.com/story/...goods-orders-sink-57-in-march-2013-04-24
Antworten
Gegenpol:

Fill #818

9
24.04.13 15:11
Natürlich möchte die Fed suggerieren, dass QE ausschließlich zur Unterstützung der Konjunktur dient. Primär zielt es jedoch darauf ab, Aktien- und Anleihebesitzer zu schützen. Die BoE hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, anhand der offensichtlich wurde, dass QE größtenteils den Reichen nutzt.
Die Portfiolios der Reichen beinhalten Rohstoffe, Immobilien, Anleihen und Aktien. Alle genannten Assetklassen wurden via QE aufgebläht. Die Inflation der Konsumentengüter wurde künstlich durch steigende Rohstoffpreise injiziert. Was u.a. Geringverdiener, Arbeitslose und Rentner schwächt. Schließlich wird der Wert ihres Geld durch die Vermögenspreisinflation gemindert. Sie erhalten dafür keinen Ausgleich im Gegensatz zu den Reichen, deren Sachwerte nominal im Wert steigen. Eine Arbeitsloser oder Geringverdiener besitzt keine harten Assets. Ihm trifft die Inflationswucht von QE frontal.
Demzufolge fungiert der sogenannte "wealth-effect" nur als Alibi, um QE zu rechtfertigen.

Du kannst "meine" Ansichten gerne als Verschwörungstheorie diffamieren. Das ändert nichts an den genannten Tatsachen.
Antworten
Gegenpol:

Zinsen bis 2027 auf diesem Niveau?

4
24.04.13 15:20

Ich denke nicht, dass man die Situation 1:1 auf Amerika übertragen kann. Die Amerikaner haben weder ein demographisches Problem, noch wurde Amerika bisher mit krasser Deflation konfrontiert. Allerdings werden die Zinsen noch für einige Jahre auf diesem Niveau verharren.

Quelle Bild: http://www.planbeconomics.com/2013/04/...tes-stay-low-until-2027.html
Moderation
Zeitpunkt: 30.04.13 12:00
Kommentar: Löschung auf Wunsch des Verfassers

Link: Nutzungsbedingungen

Antworten
Anti Lemming:

Enrico Latte wird neuer Ministerpräsiden Italiens

2
24.04.13 15:42
Na dann kann die Rallye ja weiter gehen...

www.marketwatch.com/story/...4-24?siteid=bigcharts&dist=bigcharts
Antworten
zaphod42:

fill #19

3
24.04.13 18:13
Die schlechte Nachricht für dich ist: Extrembullisches Sentiment ist eine hinreichende aber keine notwendige Bedingung für einen Bärenmarkt. ODer anders ausgedrückt: Die Hausse kann auch dann kippen, wenn die Wirtschaft kippt BEVOR alle Leute long in Aktien sind. So geschehen etwa 2007, als das Sentiment zwar recht bullisch war, aber nicht unbedingt euphorisch.

Das Sentiment ist also fogerichtig nur zum mittelfristigen Timing zu gebrauchen, für das langfristige/strategische Timing gilt vor allem die Zinsentwicklung und die allegemeine politische und wirtschaftliche Lage wie sie hier im BT besprochen wird.

Kurz gesagt: Die Tatsache dass wir bislang in diesem Zyklus keine Euphorie im Markt sahen schützt uns nicht davor dass morgen die Baisse ausbricht. Im Gegenteil, die Baisse ist heute viel näher als vor 5 Jahren. Ein normaler Zyklus dauert 3 bis maximal 7 Jahre.
Antworten
Fillorkill:

Gegenpol: 5 misconceptions about the effects of QE

2
24.04.13 21:02

3.

QE is ‘pumping cash into the stock market’

                                       

' The truth is, little of this money finds its way into the stock market.  When the Fed implements QE, they are buying low-risk U.S. Treasurys and  agency mortgages from the market, mostly from banks. About 82% of the  money the Fed has injected since QE started has been re-deposited with the Fed  as excess reserves. With the remaining 18%, banks have tended to buy  other fixed income assets of a slightly riskier nature — moving out on  the risk spectrum for a bank doesn’t mean jumping into equities,  especially given the near-death experience that most of them have just  experienced.

                                       

Of course, not all of the U.S. Treasury bonds (USTs) and mortgage-backed  securities (MBSs) injected into the economy were purchased from banks.  And some of the money does end up in equities. But, really, not all that  much. The other big holders of USTs/MBSs who have been selling to the  Fed for the most part have fixed-income mandates too, and they are also  unlikely to take the cash from the Fed and cross over into equities with  it. Read Minyanville’s “Why You Might Be Sharing a Cubicle With Your Windows Phone.”

                                       

So, the natural question is why — if the above is true — have equities  gone up so much in response to QE? The simple answer? Psychology and  misconception....'

more: http://www.marketwatch.com/story/...-is-wrong-2013-04-24?pagenumber=1

 

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