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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

Brüderle wettert gegen Frankreich

4
10.03.13 14:16
In den stark verschuldeten Ländern sei die Versuchung groß, den hohen Schuldenstand durch Inflation zu senken, erklärte Brüderle. Seitdem die USA über die Fiskalklippe gesprungen seien, sei diese Versuchung noch größer. Umso wichtiger sei Stabilität in Deutschland und Europa. "Das künstliche Zulassen von Inflation führt nur zu Muskeln an der falschen Stelle."

Dauerhaft helfe nur die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit *, sagte Brüderle. Deshalb dürften die Staatsanleihenkäufe der EZB nur eine Ausnahme sein. "Die Anleihenkäufe waren grenzwertig, weil sie unsolide Haushaltspolitik belohnt haben." Der Dammbruch wäre, wenn jetzt italienische Staatsanleihen wegen der Wahlen dort aufgekauft würden. "Das höhlt die Währung aus, das höhlt die Wirtschaft aus, das höhlt die Demokratie aus." Die Europäische Zentralbank dürfe nicht "Reparaturbetrieb für unerwünschte Wahlausgänge" werden.

Brüderle warnte außerdem vor einer Aufweichung des Fiskalpaktes. Die Ankündigung des französischen Präsidenten, die Schuldenkriterien zu reißen, dürfe nicht zum Bruch des Paktes führen. "Die Fiskalpaktbrecher sind wieder unterwegs"...

www.wallstreetjournal.de/article/...7323826704578351942110569884.html

Kommentar A.L.:

* Wettbewerbsfähigkeit gab es in Frankreich und den PIIGS auch in der Vor-Euro-Zeit nicht. Diese Länder mussten laufend ihre Währungen abwerten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das geht nun wegen des Euros nicht mehr. Die Antwort der EU-Politiker lautet, die PIIGS müssten deshalb durch "Strukturanpassungen" ihren Weg aus der Dauerkrise finden. Dieser Appell ist jedoch müßig, weil man auf die Schnelle aus Seat keine BMW, aus TAP keine Lufthansa und aus ENEL keine Siemens machen kann. Der Appell kommt auch zu spät, weil die PIIGS seit EMU-Beitritt bereits erhebliche Euro-Schuldenlasten aufgebaut haben. Wenn die faul werden, leiden vor allem hiesige Banken. Nur aufgrund dessen wird der Euro auf Gedeih und Verderb weiter durchgepaukt. Für die PIIGS selbst wäre die Wiedereinführung ihrer alten Währungen der schmerzfreiere Weg der Genesung.

de.toonpool.com/cartoons/Italien_135654
Der USA Bären-Thread 586256
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Anti Lemming:

Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der Griechen

4
10.03.13 14:33
Als Ergänzung zu Brüderles "Empfehlung", die PIIGS sollten durch Strukturanpassungen "ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen" (Standardspruch), möchte ich anmerken, dass dies z. B. in Griechenland nicht mal in den fetten Jahren der ungetrübten Euro-Sause gelungen ist.

Schaut man sich die aktuelle Liste der 10 größten griechischen Firmen an (unten), fällt auf, dass sich darunter sechs Banken befinden. Die vier anderen sind OPAP (Lotto und Sportwetten), Cola (Saufen), eine Ölfirma (Benzin für Kneipenbesuche) und ein Energieversorger (Strom für Glücksspielautomaten). ;-)

Dass (fast ausschließlich) der Finanzssektor blüht, geht sicherlich auch auf Griechenlands "besondere" Beziehungen zu Goldman zurück. Ohne Goldman hätten die Griechen ihre EMU-Mitgliedschaft überhaupt nicht erschwindeln können. Die Lage ist ähnlich wie in Zypern, das außer einer aufgeblähten Banken-Dynastie, die betrügerisch russisches Schwarzgeld wäscht, nichts ökonomisch Nennenswertes hervorgebracht hat.

Beide "Geschäftsmodelle" hält die Bundesregierung offenbar für "dauer-zuschussberechtigt" ;-)

de.wikipedia.org/wiki/...r_größten_Unternehmen_in_Griechenland
(Verkleinert auf 62%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 586258
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#103853

Navigator.C:

A.L. wasn mit Dir los

 
10.03.13 16:14

Sach blos Du nimmst diese gelaber von diesen Plutokratebn irgend wie ernst.

Das ist doch nur um mal wieder in die Medien zu kommen. Morgen hat das schon jeder wieder vergessen.

Navigator.C

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Navigator.C:

A.L. Da gibts doch

2
10.03.13 16:33
wesenlich besseres als dieses dröge Fiskalpakt gedöns
Wie wärs denn damit :
www.welt.de/debatte/article114279816/...i-Herr-Lafontaine.html
Merkel eine Kurtisane? Pfui, Herr Lafontaine!
Bei Maybrit Illner sagt Oskar Lafontaine gleich zweimal, dass Angela Merkel die Kurtisane der Reichen sei. Was für eine unverschämte Äußerung. Was bilden Sie sich eigentlich ein, Herrlein Lafontaine? Von Beate Wedekind

Wie die Hofjournallie am Rad dreht einfach köstlich und das nur nur weil der ihre geliebte Weltführerin ,als..
Also wirklich :-)))

Navigator.C
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#103856

Anti Lemming:

und hier erst...

 
10.03.13 16:41
derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2010/...l-im-nigligee.jpg
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wawidu:

DJ Industrials - neues ATH

2
10.03.13 18:51
Nachfolgend der DOW mal aus einer sehr interessanten Perspektive: dem 10-Minuten-Chart über 1 Monat. Einem kräftigen Bounce am 5. März folgte Aufwärtsgegurke in einem ansteigenden konvergierenden Dreieck. Dies ist mE keine überzeugende Veranstaltung.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 586303
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Anti Lemming:

Stagflations-Tendenzen in China

2
11.03.13 07:52
Die Inflation ist in China deutlich - auf 3,2 % (Jan: 2,0 %) - gestiegen, während das Wachstum auf 9,9 % (von 10,3% in Dez.) zurückging.

Dies ist mMn eine Entwicklung, wie man sie - bei global rezessiven Tendenzen - typischerweise in einem Land sieht, das noch Potenzialwachstum hat. Die obigen Zahlen sind zwar noch kein Trend. Sollte sich die Tendenz - rückläufiges Wachstum plus steigende Inflation - jedoch fortsetzen, dann könnte China eine Stagflationsphase wie USA von 1966 bis 1982 bevorstehen. In USA erreichte die Inflation Ende der 1970er Jahre zweistellige Werte.

Inflation entsteht in China auch durch Überhitzung des Immobilienmarktes. Gegenüber dem Vorjahr (da gab es bereits "irrationalen Überschwang") ist das Volumen der Immobilien-Transaktionen nochmals um 77 % gestiegen. Deshalb versucht die chin. Regierung, die Hausblase durch höhere EK-Anforderungen und neue Steuern (20 % Kapitalertragssteuer auf Immo-Veräußerungen) ins Lot zu bringen. Japan ist 1990 ebenfalls infolge einer kombinierten Immobilien/Schulden-Blase in den Abgrund gestürzt und hat sich davon bis heute nicht erholt.

Mit Zentralbank-Pumpen nach US-Vorbild bekommt man Stagflation nicht in den Griff. Man muss im Gegenteil - wie der ehemalige Fed-Chef Paul Volckers um 1980 - die Zinsen stark erhöhen, also Geld verknappen. Das tun die Chinesen auch seit geraumer Zeit - nicht nur im Immobliensektor. Aufgrund dessen hat sich der chinesische Aktienindex SSE völlig gegenläufig zum SP-500 entwickelt. Der SSE notierte im Dezember noch nahe seinem 2008/2009-Tief (Chart unten).

Die Chinesen haben zudem das Problem, dass der Yuan noch immer künstlich an den US-Dollar gebunden ist. Das starke QE in USA wirkt sich daher auch auf Chinas Wirtschaft aus. China kann von Glück sagen, dass Europa seit vier Quartalen in einer Rezession steckt und Länder wie Italien "verrückt spielen", da dies den Dollar zum Euro stärkt. Deshalb können die Chinesen nach wie vor günstig Autos, Maschinen usw. aus Deutschland importieren.

Gelänge den Amis die angestrebte "Wiederbelebung" des Dollar-Carrytrade (EUR/USD hatten sie ja kürzlich bis 1,37 "gepumpt"), dann könnte sich die Stagflation in China durch relative Yuan-Schwäche weiter zuspitzen, da "importierte Inflation" über Rohstoffe/Energie hinzu kommt.

A.L.

China inflation climbs; other indicators soften
By Richard Silk

BEIJING (MarketWatch) — China"s policy makers are grappling with an uptick in inflation, just as industrial output and retail sales seem to be softening...

Compounding the challenges for the government, property sales have been soaring, rising 77.6% from last year"s levels in value terms over the first two months of the 2013, and highlighting the difficulties in keeping the economy growing at a steady pace while avoiding steep rises in prices.

China"s consumer inflation jumped to 3.2% year-on-year in February, up from 2% in January for the highest increase since April last year...

Industrial production grew slightly more slowly, with a 9.9% year-on-year rise in January and February, after a 10.3% gain in December.....

www.marketwatch.com/story/...limbs-other-indicators-soften-2013-03-10



Chinas SSE - ein Aktien-Index im Zeichen der Geldverknappung (= Anti-QE)
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 586403
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Stöffen:

Observationen

8
11.03.13 08:12
Das aktuelle Allzeithoch im DJIA sowie die sich in unmittelbarer Schlagdistanz befindlichen ATHs von S&P500 sowie des DAX scheint viele Protagonisten zu abenteuerlichen Rückschlüssen auf den Zustand der Wirtschaft und Ökonomien zu verleiten. Vom börsentechnischen Standpunkt aus erscheint nunmehr jedes Krisengerede als Makulatur, aber ob mit den teureren Preisen am Aktienmarkt allerdings die Krise und Probleme als überwunden gelten dürfen, das kann sicherlich durchaus bezweifelt werden. Aber die Mahner geraten momentan in die Minderheit, ein aktueller Rundblick über die Medienlandschaft lässt aus der Erwartungshaltung vieler Marktteilnehmer die Hoffnung auch auf weiter steigende Kurse nach den Allzeithochs ersehen. Möglicherweise werden die Aktienkurse mit dem Argument der Alternativlosigkeit und in Erwartung noch umfangreicher Gelddruckaktionen in noch luftigere Höhen getrieben werden, wer weiss das schon genau. Die aktuelle Devise der Einflüsterer lautet scheinbar: Du musst nur kaufen, der Markt steigt von selbst, denn alles wird gut und vor allem: Die Fed, EZB & Co sind ja für uns da, der Markt kann gar nicht mehr fallen.

Durch dieses "induzierte" Sicherheitsdenken sind Aktienkäufe auf Pump in den USA mittlerweile erneut "en vogue" und haben den Stand wie vor dem Ausbruch der Finanzkrise nahezu erreicht.

"Leverage, as measured by NYSE Margin Debt data, was up 31.6% on the year in January and 10.2% on the month to $364 billion, approaching the July 2007 peak of $381 billion."

Desweiteren sind die Barreserven der US-Aktienfonds, ähnlich wie auch zu Beginn der Jahre 2000 und 2007, erneut auf fast historische Tiefststände angelangt, sprich sie sind bis zum Stehkragen im Aktienmarkt investiert.

Dagegen scheinen die US-Topmanager und andere Insider für die Börsen nicht mehr so sonderlich optimistisch gestimmt zu sein. Die Verkäufe von Aktien ihrer Unternehmen klettert auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Insider kaufen scheinbar nicht in die derzeitige Rally hinein, die jüngsten Kursgewinne sind für sie möglicherweise wohl eher  Anlass gewesen, auf die Verkaufsseite zu wechseln.

Ob dieser Optimismus bzw. der Pessimismus bei den Insider-Verkäufen Indikatoren dafür sind, dass die Aktienkurse unmittelbar vor einer Trendwende nach unten stehen, das möchte ich dahingestellt lassen, in Summe beeindruckt das Aufeinandertreffen dieser Ereignisse hier jedoch zweifellos. Die Vergangenheit muss sich nicht zwangsläufig wiederholen, allerdings sollten die Erfahrungen aus der Vergangenheit auch nicht gänzlich unterschätzt werden.  Der Satz "Dieses Mal ist alles anders" ist einer der kostspieligsten Erkenntnisse in der Börsenhistorie schlechthin.

Unterschlagen wir hier an dieser Stelle einfach mal den DAX, der eh an die US-Indizes recht fest angekettet ist und klar den Trendvorgaben der Wall Street folgt, wobei diese auch gelegentlich in die ein oder andere Richtung überzeichnet werden, und betrachten kurz den inflationsjustierten DOW, welcher aktuell basierend auf dem Zahlenwerk des CPI über 11% unter seinem Hoch aus dem Jahre 2000 notiert. Zero Hedge illustriert das recht ordentlich, indem sie den Preis des DOW mit dem Gasoline-Preis von heute und 1999 mal in Relation setzen. Food for thought!

This is a really interesting way to put the current Dow in perspective:
Dow will buy 3,812 gallons of gasoline (Today)
Dow bought 10,718 gallons in March of 1999
This is the impact of inflation on your purchasing power.

www.mybudget360.com/...t-inflation-adjusted-returns/#more-4683

Zur aktuelle Bewertung des marktbreiten S&P500-Index wie folgt:

Während uns die Cheerleader unter Zuhilfenahme der TTM Operating Earnings eine günstige Bewertung des S&P500 mit einer P/E-Ratio von aktuell 15.8 optimischerweise ausmalen, sieht es beim Anblick bzgl. der Shiller-PE hier ein gutes Stück weit different aus.

Also lösen wir uns mal kurz von den Cheerleadern, nach welchen auf Basis des Gewinns von nur einem Jahr die Bewertung des US-Aktienmarkts momentan recht attraktiv ausschaut und wenden uns hier möglicherweise aussagekräftigeren Indikatoren zu, da eben die Gewinnmargen in einem relativ kurzen Zeitraum oftmals enorm schwanken. Pimcos Bill Gross z.B. hält die aktuellen Prognosen, nach denen die Gewinne der US-Konzerne in den nächsten beiden Jahren um bis zu 13% zulegen sollen, nicht nur für extrem, nein, er hält sie schlichtweg für absurd.

Wie hier auch bereits mehrfach angerissen, liegt die Shiller P/E des US-Aktienmarktes derzeit bei 23, was recht deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 16 liegt. Nimmt man mal die grossen Baissen des vergangenen Jahrhunderts zum Massstab, dann zeigt sich, dass ein Bewertungsniveau zwischen 20 und 25 in der Shiller P/E jeweils eher den Beginn einer strukturellen Baisse und nicht deren Ende markiert hat. Die grossen Bärenmärkte (1901 bis 1920, 1929 bis 1932, 1937 bis 1941 und 1966 bis 1981) endeten jeweils erst, wenn das zyklisch adjustierte KGV unter 10 gefallen war. Von diesem Niveau ist der US-Markt momentan jedoch meilenweit entfernt.

Allerdings offenbart sich hier auch für die Anleger eine gewisse Problematik, denn leider ist die Bewertung des Aktienmarktes ein definitiv miserabler Timing-Indikator. Der Zustand einer deutlichen Über- oder Unterbewertung kann sich, von Liquidität und Anlegerstimmung getrieben, über Monate oder gar Jahre erstrecken. Mal abgesehen davon, dass nach den Analysen seriöser Persönlichkeiten der US-Aktienmarkt in den letzten knapp drei Dekaden stets um einen gewissen Faktor überbewertet war, haben wir dazu momentan noch einen Fed-Vorsitzenden, welcher in mehreren öffentlichen Auftritten ja ganz unumwunden seine Absicht kundgetan hat, die Vermögensmärkte aufzupumpen.  Analog dazu fluten Notenbanken weltweit die Märkte mit Geld, um hoch verschuldete Staaten vor einer Pleite zu bewahren. Auch die japanische Notenbank dreht unter dem Druck der Politik z.Z. den Geldhahn bis zum Anschlag auf.

Ob das Bewertungsniveau vieler Aktienmärkte angesichts der konjunkturellen und politischen Risiken also noch einigermaßen im Rahmen liegt, das wird aufgrund dieser enormen Geldschwemme so ziemlich in den Hintergrund gedrängt. Jeremy Grantham, Chef der weltgrößten unabhängigen Vermögensverwaltung GMO denn auch folgerichtig: "Dank der Politik der Fed sind wir einmal mehr in der Situation, dass alle Vermögensklassen weltweit überbewertet sind."

Angesichts dieser Perspektiven und der verlauteten weiteren Unterstützung von Seiten der Zentralbanken erscheint es daher mMn eher sinnvoll, Long-Invests noch laufen zu lassen. Wer jedoch nicht investiert ist, denjenigen wird es zwar sicherlich schmerzen, die Rally vorerst noch davon ziehen zu sehen, jedoch bei Kurs-Höchstständen dem Markt jetzt noch hinterherzulaufen, ist wahrscheinlich eher nicht ratsam. Andererseits verleihen Cash-Reserven die Handlungsfähigkeit, dann zu agieren, wenn sich echte Kaufchancen in Form unterbewerteter Aktien bieten. Und dass sich diese Chancen auch künftig bieten werden, das dürfte außer Frage stehen
.
Übrigens: "Dow 36000". Dieses Orakel hatten wir bereits schon einmal in 1999. Nun ist der Prophet samt Weissagung wieder aus der Versenkung aufgetaucht.

www.bloomberg.com/news/2013-03-07/...-is-attainable-again.html

Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Japan: Maschinen-Bestellungen -13,1 %

4
11.03.13 08:25
TOKYO--Japanese core machinery orders fell 13.1% in January from the previous month, the government said Monday, the first decline in four months, as Japan's economic recovery has yet to gain momentum amid a recession in Europe and slower growth in China.

www.marketwatch.com/story/...machinery-orders-drop-sharply-2013-03-11

Wie sehen in Japan gerade das große Experiment, ob man einen Aktienausschwung auch ohne fundamentale Unterstützung aus der Wirtschaft "herbeidrucken" kann. MMn erzeugt man damit nur eine Katastrophen-Hausse. Die Währungs-Turbulenzen im Abwertungskrieg sind ein zu hohes Risiko für überwiegend nominale Index-Anstiege.
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Anti Lemming:

Währungsweltkrieg

3
11.03.13 08:35
QE war die Rache der Amis an den Japaner als Vergeltung für Pearl Habor.

Japanisches QE ist die Gegenoffensive der Japaner als Vergeltung für Hiroshima/Nagasaki.

Bisschen weit hergeholt, aber vielleicht interessant.
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Stöffen:

Die sozialen Instabilitäten

5
11.03.13 09:02
welche im Zuge der "Krisenbewältigung"  geschaffen wurden, werden ganz sicherlich ab einem gewissen Zeitpunkt eine noch eine größere Rolle einnehmen, als man gemeinhin momentan annimmt. Wenn der Stein hier erst einmal ins Rollen gerät, und dass es so kommen wird, das dürfte außer Frage stehen, dann wird dieses Potential  so einiges an Verwerfungen in der Landschaft zur Folge haben.

Ein aktueller Commennt in der NZZ unterstreicht dies recht deutlich.

…..Die Krise der vergangenen Jahre hat sich in verschiedenen, ineinander verfliessende Formen manifestiert – als Hypothekenkrise, als Bankenkrise, als Finanzkrise, als Staatsschuldenkrise, als Euro-Krise und auch als konjunkturelle Krise. Aber überwunden ist sie nicht……

…..Finanzielle Stabilität werde mit massiver sozialer Instabilität erkauft, die in eine politische Krise münden werde, befürchtet George Friedman vom Analyse-Institut Stratfor. Diese soziale und politische Krise werde auch Europas Institutionen gefährden……

…..Die enger berechnete Staatsverschuldung ist seit 2007 rasant gestiegen…..

…..Parallel dazu hat, wie Stephen Lewis von Monument Securities am Beispiel der quantitativen Lockerung (QE) in Grossbritannien betont, ein Transfer von Wohlstand primär von relativ armen Sparern, welche die Krise nicht verschuldet hätten, zu Personen und Gruppen stattgefunden, die den Kapitalmärkten nahestünden und zu den Verursachern der Krise gehörten. QE sei so nur ein weiterer Mechanismus der Umverteilung von Arm zu Reich……

www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/...chaeftigungskrise-1.18044473
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Französ. Produktion fällt stärker als erwartet

3
11.03.13 10:11
Die Industrie Frankreichs ist schwach ins neue Jahr gestartet. Die Industrieproduktion fiel im Januar deutlich stärker zurück als erwartet. Im Monatsvergleich sank sie um 1,2 Prozent, wie die Statistikbehörde Insee am Montag in Paris mitteilte. Bankvolkswirte hatten nur mit einem leichten Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet....

...Im Jahresvergleich sank die Industrieproduktion ....um 3,5 Prozent und damit ebenfalls deutlich stärker als erwartet.

Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe sei im Monatsvergleich um 1,4 Prozent gefallen, hiess es weiter. Hier hatten die Experten einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich fiel sie um 4,5 Prozent.

www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/_awp/...&ID_NEWS=15b34c9bfc3653b6
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Anti Lemming:

Offizielle Top-Ankündigung

 
11.03.13 10:24
Anti Lemming:

Italiens BIP fällt -2,8 % (erw. -2,7 %)

 
11.03.13 10:45
eltee.de/termine.php
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Anti Lemming:

Grillo will in Italien Regierungschef werden

 
11.03.13 10:50
und er will ein Referendum über den Verbleib Italiens im Euro.

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/...erung-uebernehmen/
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ivan73:

#103865

 
11.03.13 10:50
Da bin ich ja mal gespannt ;-)
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Anti Lemming:

EU-Gesetze entstehen "im Hinterzimmer"

 
11.03.13 10:54
berichtet ein Lobbyist...

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/...tt-undemokratisch/

Gesetze entstehen auf EU-Ebene nicht mehr in demokratischen Gremien, sondern über sogenannte „technische“ Weisungen. Die EU-Kommission gestaltet den Prozess bewusst so kompliziert, dass die Parlamente mehr oder weniger alles durchwinken. Das Ganze ist völlig legal: Die Grundlage dafür steht im Lissabon-Vertrag.
Antworten
ivan73:

Die Verschuldung der Wirtschaft in der Euro-Zone

3
11.03.13 11:36
ist schon beängstigend. Wenn da mal eine Pleitewelle einsetzt könnte es auch zu einer unkalkulierende Kettenreaktion kommen. Einfach immer nur Gelddrucken wird am Ende nicht mehr reichen.


www.manager-magazin.de/politik/...schaft/0,2828,887754,00.html
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Anti Lemming:

Gerhard Schröder fordert Agenda 2020

6
11.03.13 11:36
Deutschland soll wie Brasilien werden: Gerhard Schröder fordert „Agenda 2020“

Altkanzler Gerhard Schröder bezeichnet die von ihm und Joschka Fischer durchgesetzte Agenda 2010 als großen Erfolg für Deutschland. Nun sei eine Agenda 2020 notwendig, um Deutschland noch wettbewerbsfähiger zu machen. Das Rezept: Niedrige Löhne, mehr Zuwanderung, höhere Staats-Ausgaben....

....Nun fordert Schröder ein neues Reformpaket. „Die sozialen Systeme können in einer älter werdenden Gesellschaft nicht statisch gehalten werden. Deshalb brauchen wir immer wieder Mut zur Veränderung!“, sagte der Altkanzler. Eine neue Agenda 2020 sei notwendig, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können....

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/...e-naechste-agenda/




Schröder und Fischer, die Väter der Agenda 2010, verdingen sich derweil erfolgreich als Industrieberater.

Fischer berät u. a. BMW und leitet als Propagandist von "Superinvestor" und Milliardär George Soros dessen INET-Institute. Dank Fischers Vermittlung geht Soros bei Schäuble ein und aus - mit dem Erfolg, dass die Flutungs-Gehirnwäsche der Amis inzwischen auch vormals beinharten Kritikern die Birne aufgeweicht hat. Schäuble ist nun auf Asmussen-Kurs.

Wiki: 2007 gründete [Fischer] eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird.

de.wikipedia.org/wiki/Joschka_Fischer

Gerhard Schröder berät seit 2006 u. a. nebenberuflich die Investmentbank Rothschildt:

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/...rothschild-1301636.html

Wes' Brot ich ess, 'des Lied ich sing...

Und da das Brot schließlich irgendwo her kommen muss, bleibt die nächste "Sparrunde" für die Bevölkerung in Gestalt von Agenda 2020 "alternativlos". ;-)
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Anti Lemming:

Privatschulden-Bombe in den PIIGS

7
11.03.13 11:58
Der Artikel im Manager-Magazin (link in # 870) hat es in sich.

Bei Ariva behaupten einige Leute, in Ländern wie Spanien seien die hohen Privatschulden eine Folge der vielen überschuldeten "kleinen Privatleute" (etwa verzockte Häuslebauer). Dabei wird jedoch übersehen, dass in den Privatschulden auch die Firmenschulden enthalten sind. Die Verschuldungslage viele Firmen in den "Südstaaten" ist derart bedrohlich, dass Politiker kaum darüber zu sprechen wagen. Es tickt eine Privatschulden-Bombe, die noch größer ist als die Staatsschulden-Bombe. Hier einige Auszüge aus obigem Artikel:

Die privaten Schulden seien der "white elephant in the room"... - ein Riesenproblem, das keiner wahrhaben will.

Die Zahlen ...sind dramatisch. Spaniens Unternehmenssektor hat Schulden aufgehäuft, die bei 186 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen, so der Internationale Währungsfonds. In Portugal beträgt der Vergleichswert 158 Prozent, in Frankreich 134 Prozent, in Irland 289 Prozent. Zum Vergleich Deutschland: 64 Prozent.

... In Teilen Europas taumeln halbtote Firmen am Abgrund, mühsam gestützt von Niedrigstzinsen der EZB - unfähig zu investieren, Wachstum zu stiften, Jobs zu schaffen, Dynamik zu entfalten. Ein notwendiger Schuldenabbau findet nicht statt. Im Gegenteil: Bei schrumpfender Wirtschaftsleistung steigen die Verbindlichkeiten immer weiter, aller Sparbemühungen zum Trotz....

Zum Beispiel Spanien: Die Lohnstückkosten mögen gesunken sein, ...(aber es ist)... extrem schwer, profitable Geschäfte zu machen. Unternehmen, die bereits bis zur Halskrause verschuldet sind, haben kaum Spielraum zu investieren, selbst wenn sie im Ausland wieder bessere Geschäfte machen. Entsprechend übersetzen sich Exporterfolge nicht auf die Binnenwirtschaft. Der Süden rutscht immer tiefer in die Depression....

Wie Betonklötze zieht das Gewicht der Schulden die Wirtschaft nach unten. Man kann es auch auf den Kreditmärkten beobachten: Banken leihen den Unternehmen immer weniger Geld. Um 1,5 Prozent ging die Kreditvergabe im Januar im Euro-Land-Durchschnitt zurück, in Ländern wie Spanien ist die Schrumpfung noch weit stärker. EZB-Chef Mario Draghi sprach vorigen Donnerstag bei seiner monatlichen Pressekonferenz von einer "gebremsten Kreditdynamik". Eine Verniedlichung...

Wie kommt man aus dieser Klemme heraus? Eigentlich müssten die Unternehmen in den Stress-Ländern auf breiter Front entschuldet werden: etwa indem man ...(zig Beispiele, Vergleich zu GM in USA)....

...Um die Firmenverbindlichkeiten auf ein wachstumsneutrales Niveau von unter 90 Prozent des BIP zu drücken, müssten gigantische Kreditvolumina beseitigt werden. Dabei geht es leicht um Größenordnungen von mehr als zwei Billionen Euro. Einen Teil davon müssten die Gläubiger der Unternehmen tragen: Banken (und Versicherungen) kämen nicht umhin, Forderungen in großem Stil abzuschreiben - es würde wohl um dreistellige Milliarden-Beträge gehen.

Mit heftigen Folgen: Riesenlöcher in den Finanzsystemen - die nächste Bankenkrise inklusive. Einzelne Staatshauhalte, zumal Spaniens und Portugals, wären überfordert und würden abermals an den Rand der Pleite geraten. Andere Staaten, voran Deutschland, müssten ihnen beispringen: durch eine Erweiterung des ESM ....und/oder durch eine Schuldenvergemeinschaftung über die EZB....

(Quelle: Link in # 870)
Antworten
lehna:

#71 Schröder, das Chamäleon....

 
11.03.13 12:42
Als Gerd 1998 als Kanzler antrat, versprach er noch den Wohlfahrtsstaat und Abschaffung des demographischen Faktors.
Am Ruder musste er aber schon bald mit Rentnerschwemme, 5 Mill. Arbeitslosen und leeren Kassen allerorten kämpfen. In der Not verwandeltete er sich zum Reformer.
Es wurden Veränderungen durchgeboxt, die grad seine Partei vorher im Bundesrat immer  blockiert hatte.
Seine Reformen jagten ihn zwar ausm Amt, aber wir wurden vom kranken Mann Europas zum Vorzeigemodell.
Daaaaaanke Gerd- im Nachhinein einer der besten deutschen Reformer....
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Stöffen:

Fehldiagnose

4
11.03.13 13:52
Deutliche Worte von Stephen Roach, dass sich die Federal Reserve mit ihren fast unlimitierten Geldflutungen vergaloppiert.

…..Das Fed, das von der Krise der Jahre 2007/2008 unvorbereitet getroffen wurde, hat seine ursprüngliche Fehldiagnose des Problems noch schlimmer gemacht, indem es wiederholt seine taktischen Reaktionen verschärft hat……

……Dieser Ansatz hätte vielleicht funktioniert, wenn die US-Wirtschaft durch eine zyklische Erkrankung – einen vorübergehenden Einbruch der Gesamtnachfrage – in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. In diesem Fall wäre langfristig vielleicht zu erwarten, dass man der Nachfragelücke durch antizyklische fiskal- wie geldpolitische Massnahmen beikommen könnte, ganz so, wie die Keynesianer argumentieren.

Doch die USA leiden nicht unter einer vorübergehenden zyklischen Erkrankung, sondern einer ganz anderen Krankheit: einer andauernden Bilanzrezession, die die amerikanischen Haushalte, deren Konsum rund 70% des Bruttoinlandprodukts (BIP) ausmacht, weiter behindert. Die beiden Spekulationsblasen, die zu grosszügiger Kreditaufnahme der amerikanischen Familien führten (eine Immobilien- und eine Kreditblase), sind schon lange geplatzt, doch die Nachwirkungen halten an: Die Schuldenlast der privaten Haushalte lag 2012 noch immer auf 113% des verfügbaren persönlichen Einkommens (gemessen an 75% in den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts), und die private Sparquote betrug im vergangenen Jahr durchschnittlich lediglich 3,9% (im Vergleich zu 7,9% in der Zeit von 1970 bis 1999)……

…..Die interne Debatte im FOMC spiegelt ein gesundes und lange überfälliges Anerkenntnis, dass die Notenbank möglicherweise dabei ist, sich selbst ein immer tieferes Loch zu graben, indem sie sich zu einer fehlgeleiteten, auf das falsche Problem zielenden Politik bekennt……

www.fuw.ch/article/amerika-im-strategischen-vakuum/
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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wawidu:

Russell 2000

2
11.03.13 16:38
Der Russell 2000 ist ein von der Firma Morningstar geschaffener Small Cap Index. Geringe Kapitalisierung ist allerdings nicht unbedingt ein zwangsläufiges Kriterium für derzeit im Index enthaltenen Werte. Eine ganze Reihe von Werten wurde einmal als "small cap" aufgenommen, doch ihre aktuelle Kapitalisierung bewegt sich im Bereich von mehreren Milliarden USD.
Auf diesen Index wurde auch ein ETF "iShares Russell 2000" mit dem Kürzel eingerichtet, der gewichtete Indexwerte hält. So werden in diesem Funds aktuell 0,39 % der Aktien von Pharmacyclics gehalten. Dies ist der absolute Topwert.

Näheres unter: quicktake.morningstar.com/index/...?Country=USA&Symbol=RUT
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 586596
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