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Meldung des Tages: Kritischer Rohstoff, westliche Knappheit, hohe Gehalte: Steht hier die nächste strategische Neubewertung bevor?
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Der USA Bären-Thread

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,01 20,00
Fallender DAX-Kurs 5,55 9,99 19,98
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11ET5 , DE000NB19B34 , DE000NB4USE5 , DE000NB41NA3 , DE000NB24K51 , DE000NB4ZN55 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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S&P 500 6.927,46 -0,55% Perf. seit Threadbeginn:   +374,81%
 
learner:

Al, wie kann man dein Rezept anwenden,

 
03.03.13 10:50
ohne das wir in allen westlichen Industrienationen griechische Verhältnisse bekommen?

Oder gehören diese für Dich auch dazu?
Wo isi checkerlarsen?
Antworten
Anti Lemming:

Learner

2
03.03.13 11:00
Griechenland ist ein Sonderfall, wie auch hier im Thread immer wieder gern betont wird.

Die "Drohung", dass die ganze Welt zu einem "großen Griechenland" werde, zählt zum Standard-Repertoire derjenigen, die die TBTF-Inflationierungspolitik langfristig (und möglichst global) durchdrücken wollen.

Motto: Teufel an die Wand malen, um mit Beelzebub-Zentralbanken die Welt zu dirigieren - und zwar langfristig in den Abgrund.

Damit wird die Lehman-Drohung ("Wir müssen ab jetzt ALLE Banken retten, um keine "zweite Lehman" zu bekommen") gleichsam von der Banken- auf die Staats-Ebene gehoben.
Antworten
Baerix:

#719 Ronald Gehrt hat sich verzockt

7
03.03.13 11:24

er ist im Dezember short gegangen - entgegen den Signalen seines eigenen Handelssystems, lliest Du hier:

www.system22.de/wp-content/uploads/2013/02/...ar2013_02_03.pdf

dann wurde plötzlich Angst eine Thema (Angst bei den Anderen ...???)

www.system22.de/wp-content/uploads/2013/02/...ar2013_02_16.pdf

www.system22.de/wp-content/uploads/2013/02/...ar2013_02_23.pdf

und jetzt kommt die Hoffnung auf den Flash-Crash - bevor seine KOs über den ATH gerissen werden.

www.system22.de/wp-content/uploads/2013/03/...ar2013_03_02.pdf

Ein markantes Beispiel für die Untauglichkeit einer permanent bärischen Disposition.

Antworten
learner:

AL, kannst Du eine Realität skizzieren, die

3
03.03.13 11:35
aus deinem Deflationsszenario entstehen würde?
Wo isi checkerlarsen?
Antworten
Anti Lemming:

Learner - hier das Szenario im Groben:

11
03.03.13 12:25
Es würde eine Periode sinkenden Wirtschaftswachstums folgen (gab es in der Weltgeschichte bereits zuvor, ohne dass die Welt unterging), in der Fehlstrukturen automatisch bereinigt würden - z. B. Firmenpleiten bei Zockerbanken und im Automobilbau, wo es reichlich Überkapazitäten gibt.

Es muss dabei keinen "zweiten Lehman-Kollaps" geben, wenn die Strategie hinreichend kommuniziert wird, d.h. wenn das Vorgehen planmäßig erscheint und nicht, wie 2008, "aus purer Not" und chaotisch erfolgt.

Ein temporärer Anstieg der Arbeitslosigkeit wäre zwar unvermeidlich. Zugleich aber würden sinnlose Subventionen zum Erhalt der bestehenden Fehlstrukturen (inkl. Bailout-Kosten für Zockerbanken und Pleitestaaten) eingespart. Dieses Geld ließe sich für andere - und weit sinnvollere - Beschäftigungsmaßnahmen als z. B. subventionierte Auto- und Banker-Jobs verwenden, u. a. zur Beseitigung der hohen Jugendarbeitslosigkeit. Mit welchem Recht wird zur Rettung der jetzigen Verhältnisse eine "verlorene Generation" in Kauf genommen?

Danach käme - wenngleich ab deutlich niedrigerem Niveau - eine längere Phase organischen Wachstums, die sich dann auch GANZ OHNE Zentralbank-Gepumpe - d.h.: nachhaltig - einstellen würde.



Vorteile gegenüber der aktuell präferierten Inflationierungs-"Lösung":


- Notenbanken können das Gelddrucken einstellen.

- Folge: Die Währungen blieben stabil (aktuell werden sie vorsätzlich "kaputt gedruckt") und die Ersparnisse würden weltweit weitgehend erhalten bleiben.

- Es würden keine sinnlosen Assetblasen aus "Inflationsangst" aufgepumpt - wie die sich jetzt auch in D. andeutende Immo-Blase, die Wohnraum drastisch verteuert.

- Länder würde nicht in einen Abwertungswettlauf ("Währungskrieg") gedrängt, der langfristig allen Beteiligten schadet (außer Zockerbanken, die an der Inflationierung verdienen wollen).

- Rohstoffe/Energie kämen von ihren aktuellen Mond-Preisen runter, weil der Zockerbanken-Wegelagerer-Aufschlag entfällt - was der Realwirtschaft HILFT.

- Der moral hazard" aus dem Geldgedrucke der Zentralbanken verschwindet. D.h. es lohnt sich aus Sicht der Leute wieder, für Geld zu arbeiten und Geld zu sparen (während es bei Inflationierung stark demotiviert, für Geld hart arbeiten zu müssen, während "andere" es mühelos aus dünner Luft schöpfen).

- Länder wie Deutschland, China, Südkorea usw.  würden überproportional gestärkt, weil die Wertschöpfung in diesen Ländern durch Fertigung qualitativ hochwertiger Produkte basiert, in den angelsächs. Ländern hingegen vorwiegend auf der "Wegelagergebühr" unproduktiver Zockerbanken. Es ist daher auch kein Wunder bzw. Zufall, dass QE in USA ZUERST praktiziert wurde. Es ist ebenfalls kein Wunder, dass D. sich bis heute gegen die US-Inflationierungspolitik (die hier via Draghi kommen soll) sperrt.



Liest man sich all diese Punkte durch, so lässt sich klar ersehen, dass die Benachteiligten bei dieser Lösung die Zockerbanken sind, während die Bevölkerungen und die Realwirtschaft langfristig profitieren. Da die Zockerbanken aber in Washington und Brüssel über ihre Lobbies maßgeblich die Politik bestimmen, drücken sie die - nur für sie vorteilhafte - Inflationierungslösung durch. Dazu passend wird in den Medien eine "Alternativlos"-Ideologie verbreitet, die inzwischen selbst kritischen Geistern sakrosankt erscheint.
Antworten
Anti Lemming:

# 730 wichtige Ergänzung

2
03.03.13 12:49
im 2. Absatz:

Statt

"Es muss dabei keinen "zweiten Lehman-Kollaps" geben"

Präziser:

Es muss dabei keinen "zweiten Lehman-Kollaps" in der Realwirtschaft geben
Antworten
Navigator.C:

#103728

 
03.03.13 13:10

Du kannst einach Informationen nicht richtig verabeiten.

Das Erebnis ist dann immer , wie auch in Deinem Fall, ein sinnfreier Beurteilungskäse mit komischem Allgemeingültigkeitsanspruch .

Mach Dir nichts draus.

Navigator.C

Antworten
Navigator.C:

#nightfly:

5
03.03.13 13:24

Zumindest bei GS ist das so siehe:

Das Rätsel der Woche: Großes Goldman-Quiz

Ein Bericht auf CNBC an diesem Freitag  machte uns Anlegern Hoffnung. “Diese Rally ist echt”, zitiert CNBC die  Grande Dame der Prognose bei Goldman Sachs, Abby Joseph Cohen. In  US-Finanzzirkeln kennt man die Dame auch unter dem fast militärisch  klingenden Kürzel “AJC.”

Die aktuelle Aktienrally werde von den Fundamentaldaten gestützt, sagte AJC laut diesem CNBC-Bericht:

#0000ff;">“[The  rally] is supported by improving fundamentals in the U.S. economy  and,   very importantly, valuation, [with] equities at a (price-to-earnings)  ratio at 14  times earnings, they’re  just not expensive.”

Das klingt in meinen Ohren ganz gut,  muss ich sagen. Zumal Frau Cohen darauf aufmerksam macht, dass ihre  Modelle – trotz der Gefahren, die aufgrund der am Freitag eingetretenen  Rasenmäher-Kürzungen im US-Haushalt drohen – den fairen Wert des S&P  500-Index mit 1.575 tarieren.

Das wären 4% höher als der Schluss-Stand  am Freitag. Da könnte ich noch zwei Mal die aktuelle Inflation  ausschalten, wenn ich sofort auf den S&P 500 wette.

Andere Modelle, unter anderem bei der Fed, zeigten laut Ms. Cohen gar 1.700 als fairen Wert an. Das wäre dann sogar 11,98% mehr.

Hmmm. Da würde ich doch gerne kaufen.

Aber beim Recherchieren habe ich diese Meldung von Reuters  gefunden, die mich sehr nachdenklich macht und zögern lässt: Goldman  Sach hat, so Reuters in der Meldung, das Risiko in seinen  Handelspositionen 2012 im dritten Jahr in Folge abgebaut.

weiter:

http://blog.markusgaertner.com/2013/03/02/das-ratsel-der-woche-groses-goldman-quiz/

Navigator.C

Antworten
Anti Lemming:

Die Goldman-Analystin Abby Cohen

7
03.03.13 13:48
zählt nachweislich zu den schlechtesten aller Analysten. Ihre Trefferquote liegt bei nur 35 %.

Das ist kein Wunder, weil sie als "Sellside"-Sprachrohr Goldmans den "Muppets" draußen im Lande exakt das Gegenteil von dem empfehlen soll, was Goldman intern tut.

Wenn Cohen ihre "Tips für Blödis" raushaut, kann Goldman intern nämlich einfacher antizyklische Posis zum Mainstream aufbauen bzw. an Tops aus längerfristig gehaltenen Long-Posis einfacher rauskommen.

Würde sich Goldman selbst an Cohens "Empfehlungen" halten, wäre GS längst pleite (wie viele Kleinanlegerdeppen, die Cohens bullischen Tipps, u. a. in der Dot.com-Blase, folgten).

Die Tatsache, dass Cohen immer noch auf ihrem Stuhl bei GS sitzt, liegt schlicht daran, weil 35 % Trefferquote aus "Sellside"-Sicht eben 65 % Trefferquote bei Goldman intern ("Buyside") entspricht.

Was lernen wir daraus? Im Zweifel immer das Gegenteil von dem machen, was Abby Cohen empfiehlt, dann hat man die "wahren Goldmänner" auf seiner Seite ;-)

Dazu passt auch, dass Goldman intern Long-Posis bereits seit längerer Zeit ABBAUT, wie M. Gärtner in # 733 berichtet.

Und dazu passt ebenfalls, dass Goldman auf AAA-Subprime-Anleihen bereits short war, als diese Schrottpapiere unbedarften ausländischen Banker-Muppets als "Wertanlage" angedient wurden.
Antworten
wawidu:

CBOE Options Index Put/Call Ratio

4
03.03.13 17:27
Zur besseren Übersichtlichkeit verwende ich im Chart den 5-Tage Moving Average. Die Index Optionen werden in erster Linie von den Institutionellen gehandelt, um größere Aktienbestände zu hedgen. Aktuell fällt auf, dass sich Puts und Calls fast die Wage halten. Optisch ähnelt die Situation der in der zweiten Hälfte 2008/ersten Hälfte 2009, doch bezüglich der Indexstände dieser beiden Zeitfenster klaffen Welten. Die aktuelle Situation kann man mE nur mit dem Begriff "Complacency" (Sorglosigkeit, Vertrauensseligkeit) beschreiben.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 584175
Antworten
Anti Lemming:

"völlig krank"

 
03.03.13 18:45
WSJ.de:

Vorspann:

Die lockere Geldpolitik der Zentralbanken zeigt Wirkung. An den Märkten will keiner bei der Mutprobe kneifen. Die rasende Fahrt mit dem billigen Brennstoff Geld verführt zum Risiko...


Billiges Geld heizt die nächste Todesfahrt an

www.wallstreetjournal.de/article/...7323384604578327543293601624.html




A.L.:

Solchen Mist muss man sich anhören, weil # 730 nicht umgesetzt wird.
Antworten
mercuryfx:

Dollar-Trade

 
03.03.13 18:49

Ich bin beim Lesen des unten verlinkten Artikels auf diesen Satz hier gestoßen

 But the real hold-up is political. No LNG facility besides Sabine has yet received permission to export.

Da kann schon ein rationales Kalkül hinter stecken... Nicht das in dem Artikel genannte, sondern eher: Heute Energie importieren mit einer Währung, die inflationiert werden kann und wird. 2030 auf den weltgrößten Reserven sitzen und unabhängig von Energieimporten sein.

Der USA Bären-Thread 15403509
ON AMERICA?S Gulf coast, massive industrial facilities stand idle. Miles of twisting stainless-steel pipes and huge storage tanks gleam uselessly in the sun. They...
Antworten
learner:

Al, in deiner Skizze fehlt mM nach

3
03.03.13 19:10
die Darstellung der Konsequenzen des Vermögensabbaus. Es würden nicht nur die Zockerbanken unter die Räder kommen, was niemanden hier wirklich Stören würde. Malko hat mehrfach darauf hingewiesen, dass eben auch das Vermögen von Oma Erna, Onkel Fritz etc, eben ganz normalen Menschen abgebaut werden müsste.

Dies würde ua neben der steigenden Arbeitslosigkeit zu massiver Altersarmut führen. Ob die Lebenshaltungskosten durch die deflatorische Entwicklung im gleichen Maße fällt ist derweil ungewiss.

Alleine die Neubewertung von Immobilien dürfte zu etlichen Insolvenzen sowohl im Privat, als auch im Geschäftsbereich führen.

Ich bin wirklich kein Fachman für diese Dinge kann mir jedoch vorstellen, dass man eine Deflation von der politischen Seite extrem gut vorbereiten müsste. Die Komplexität der Materie dürfte unsere Politiker überfordern, warum diese ja lieber den schwarzen Peter an die Notenbanken schieben.

Letztendlich kann man nur den Weg gehen, der am wenigsten Schaden anrichtet. Ich bin mir da nicht sicher, ob dies Inflation, oder Deflation ist. In beiden Fällen wird Vermögen / Schulden vernichtet, was unausweichlich ist um diese Krise zu überwinden.
Wo isi checkerlarsen?
Antworten
Anti Lemming:

Vermögen in der Deflation

4
03.03.13 19:33
"Malko hat mehrfach darauf hingewiesen, dass [in einer Deflaton] eben auch das Vermögen von Oma Erna, Onkel Fritz etc, eben ganz normalen Menschen abgebaut werden müsste"

Grundsätzlich ist Inflationierung für die Vermögen weitaus gefährlicher als Deflation.

Das mit dem Niedergang der Zockerbanken "alles zerbricht", ist Teil von deren TBTF-Zwecklüge und mMn stark übertrieben.

Deflation muss und wird nicht ewig währen. Es geht um die Rückabwicklung von vorangegangenen Exzessen, gefolgt von erneutem organischem Wachstum ab einem tieferem Niveau. Der "Weltuntergang" ist nicht Teil dieses Szenarios. Gleichwohl wäre es einer für gehebelte Zockerbanken (eben wegen der Derivate-Hebelung), die in dem Kontext gern von sich auf andere schließen.

Altersarmut droht auch (und erst recht) bei Inflationierung, weil die Renten und Sozialbezüge in der Regel nicht mit den ausufernden Preissteigerungen Schritt halten können. Die Inflationierungs-Politik würde ja (aus Sicht der Zockerbanken) überhaupt nicht bringen, wenn jeder Hans und Franz einen Ausgleich erhielten. Der Trick bzw. "Deal" besteht darin, dass die Zockerbanken mit der Aufnötigung von Absicherungsgeschäften und Long-Gezocke in Aktien und Rohstoffe zur Gewinner-Minderheit der Inflationierung zählen.

Immobilien verlieren in einer Deflation ebenso wenig an Realwert, wie sie in einer Inflation an Realwert gewinnen. In Ländern mit extremen Hausblasen wie Spanien und USA ist die Lage allerdings grundlegend anders, weil dort noch ein Extra-Rewind bei Immobilien erforderlich ist. Für D. gilt das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

Dass die Feinsteuerung einer "kontrollierten Deflation" schwierig ist, glaube ich auch. Politiker müssten die Leute dazu bewegen, aus Vernunftsgründen temporär auf etwas zu verzichten, um langfristig zu gewinnen. Das kann nur dann funktionieren, wenn alle mitziehen, also auch die Reichen Federn lassen. Folglich drohen Verteilungs-Streits.

Wall Street möchte das Gegenteil: Kurzfristig viel kassieren, egal ob deshalb langfristig alles den Bach runtergeht. Das ist deshalb auch aus meiner Sicht keine "Lösung".

Zu Deinem letzten Satz: Wie gesagt glaube ich, dass Inflationierung in punkto Vermögensvernichtung für die breite Masse schädlicher ist als Deflation. Deshalb halte ich Deflation sogar für den besseren - und vor allem Ziel führenderen (nachhaltigeren) - Weg. Die Behauptung, dass "in beiden Fällen Vermögen vernichtet wird", halte ich für eine Zwecklüge der Inflationisten.
Antworten
Anti Lemming:

Die ganze Lächerlichkeit der TBTF-Lügen

 
03.03.13 19:52
zeigt sich darin, dass nun sogar das winzige Zypern als "systemrelevant" gelten soll.

Als Begründung wird genannt, dass Zyperns Banken Filialen in Griechenland haben, und dann Griechenland mit nach unten gerissen werden könnte.



Das ist ungefähr so, als würde die Insel Amrum (2300 Einwohner) im Pleitefall "alternativlos" ausgebailt werden müssten, weil sonst Deutschland mit in den Abgrund rutscht.

Und die entsprechende Begründung wäre, dass die Deutsche Bank drei Geldautomaten in Amrum aufgestellt hat, die sonst verrosten könnten.;-)
Antworten
Baerix:

#103732 @Navi

 
03.03.13 20:11

Nicht das sich hier eine falsche Erwartungshaltung ausbildet: Ich schreibe vorzugsweise "sinnfreien Beurteilungskäse"  mit komischem Allgemeingültigkeitsanspruch. Und ich freue mich das dies wenigstens von einem Forumsmitglied mal erkannt und bestätigt wurde!

Gruß  Bärix

Antworten
Gegenpol:

Mein Lieber AL,

4
03.03.13 20:14
das größte Problem der Deflation unterschlägst du geflissentlich. Eine Konsolidierung der Schuldenquoten ist bei einer Deflation unmöglich, was zwangsläufig zu einer Vielzahl von Insolvenzen führen muss. Ganz nebenbei würde dieser Prozess zur Erosion der Steuerbasis beitragen, welches Staatspleiten beschleunigen würde.
Schließlich spielt der reale Wert der Aktiva bei der Schuldenquote keine Rolle. Ein nominaler Wertzuwachs der Aktiva kann zu einem gravierenden und damit gesunden Absinken der Schuldenquote führen. Natürlich alles auf Kosten der Geldhalter, aber das ist sekundär.
Daher ist nur die Inflation ein probates Mittel, um die Überschuldungsproblematik der westlichen Welt zu beseitigen.

Die Banken und westlichen Staaten haben eine unheilvolle Allianz gebildet. Beide Sektoren benötigen niedrige Zinsen, um ihre Überlebensfähigkeit zu gewährleisten. Die Staaten benötigen die Inflation um die Steuerbasis zu erweitern und das Refinanzierungsniveau abzusenken. Die Banken teilen das Interesse der niedrigen Refinanzierung via Zentralbanken und - Interbankenmarkt. Außerdem wünschen sich die Banken eine Inflationierung ihrer Aktiva, um Verbindlichkeiten und Assets (Forderungen,Immobilien,Aktien) ins Gleichgewicht zu bringen.

Keinesfalls heiße ich die Enteignung großer Bevölkerungsschichten durch Inflation für Wünschenswert. Allerdings bin ich Realist und kein Utopist. Demzufolge bilde ich nur Wahrscheinlichkeiten ab und das ist mein wahrscheinlichstes Szenario: Stagflation!
Antworten
Anti Lemming:

Gegenpol - Stagflation

4
03.03.13 20:58
hab ich auch schon mehrfach als mögliches "Outcome" genannt. Das wäre Inflation ohne Wachstum - genau wie es aus Gelddrucken, das realwirtschaftlich und inflationsbereinigt nutzlos ist, resultiert.

Vorteilhaft ist Inflation nur für Schuldner (= Firmen, Staaten). Für Sparer und Kreditgeber ist sie nachteilig, vor allem bei negativen Realzinsen. Außerdem ist - auf Landesebene - Inflation für Schuldnerländer (Angelsachsen) günstiger als für Sparerländer (Deutschland, Asiaten).

Du nennst als größten Nachteil der Deflation, dass es dann unmöglich sei, die Schuldenquoten zu konsolidieren. Mir ist es nur recht, wenn dieses Narrenspiel endet, wonach Neuverschuldung gut sei, solange das BIP schneller wächst als die Schulden. Das ist in USA schon seit 2008 nicht mehr der Fall. Die Schuldenquote ist von 67 % auf jetzt über 105 % hochgeschnellt. Es drohen bald "griechische Verhältnisse".

Wie soll das langfristig gut gehen? Die Politiker sollten ehrlich genug sein zuzugeben, dass sie an eine ernsthafte Rückzahlung der Staatsschulden auf lange Sicht längst nicht mehr glauben.

Die Frage ist dann aber eigentlich nur noch die, wann die Gläubiger in diesem Spiel zu streiken beginnen. Die Zentralbanken können ja nicht dauerhaft die gesamten Neuemissionen an Staatsanleihen aufkaufen.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Inflationierung ist eine faule und langfristig nahezu garantiert katastrophale Pseudolösung. Warum also kurzfristig auf Pseudo-Effekte setzen und die Langfristperspektive unter den Teppich kehren?
Antworten
Gegenpol:

AL

4
03.03.13 21:23
Du kannst dich nicht gegen ökonomische Gesetzmäßigkeiten versperren. Ein jährliches Haushaltsdefizit ist nachhaltig, sofern das nominale Wirtschaftswachstum größer als das Haushaltsdefizit ist.

Fiktive Annahme:

Beispielweise hatte BMW 1950 eine hohe absolute Verschuldung in Höhe von 100.000 €, die einer relativen Verschuldung von 90% entsprach. Wenn nun der Wertzuwachs des Unternehmens größer als das Wachstum der Schulden ist, wird der relative Wert langrfristig gegen 0% konvergieren. Wohingegen der absolute Wert der Schulden kontinuierlich steigt.


Das ist primär ein Beispiel für die anonyme Leserschaft, welches zum besseren Verständnis der Materie beitragen soll.

Die Amerikaner hatten nach dem 2. Weltkreig ein Staatsverschuldungsquotienten von knapp 130%. Aufgrund der gezielten Interventionen der FED reduzierte sich dieser Wert innerhalb weniger Jahrzehnte auf ein tragbares Niveau ~40%.  So wird es mMn ablaufen, allerdings wird dieser Prozess langwieriger und schwerfälliger verlaufen. Schließlich haben wir heutzutage eine höhere Gesamtverschuldung in Amerika (aktuell 350%) als 1945. Ebenso fehlt uns das organische Wachstum, welches nach dem 2. Weltkreig aufgrund der Zerstörung Europas gegeben war.
Antworten
Anti Lemming:

Dein BMW-Beispiel

7
03.03.13 21:55
ist das Grundprinzip des Kapitalismus. Im Prinzip alles schön und gut.

Im Unterschied zu einer relativ kleinen Firma wie BMW im Jahr 1950 können heutige Staaten - gemessen an ihrem derzeitigen Entwicklungsstand - aber nicht mehr "aus ihren Schulden herauswachsen". Schon allein aus Ressourcenmangel*. Die Erdoberfläche ist endlich. Wie soll da dauerhaft ein exponentielles Wachstum (auch der Bevölkerungen) möglich sein?

Exponentielles Wachstum müsste zwangsläufig (mathematische Gründe) erfolgen, wenn das Welt-BIP jedes Jahr um 2 % wachsen soll. Allein mit Effizienzsteigerungen ist das mMn nicht zu schaffen. Die steigende Produktivität sorgt dann nur noch für einen immer stärkeren Bodensatz an Langzeitarbeitslosen. Der Massenkonsum würde kaum mitziehen. Die Firmen reagieren in solchen Gemengelagen mit einer "Koo'scher Bilanzrezession" - d.h. sie investieren nicht, egal wie viele Billionen Bernanke und Draghi drucken. Siehe Japan in den letzten 20 Jahren. Und ohne Investitionen gibt es keine neuen Arbeitsplätze.

Auch Amerika nach 1945 hatte noch viel Potenzialwachstum, zumal Europa in Scherben lag und einen Riesenabsatzmarkt bot. Damals war Amiland noch der industrielle Nabel der Welt. Diese Zeiten sind längst passé. Selbst damals brauchten die Amis, wie Du schreibst, "mehrere Jahrzehnte", um die Schuldenquote auf ein erträgliches Maß zurückzuführen. Heute bräuchten sie - in weltweit gesättigten Märkten - wohl "mehrere Jahrhunderte". Solche Zeiträume entziehen sich seriöser ökonomischer Kalkulation.



*Fast alle Kriege der vergangenen 40 Jahre waren bezeichnenderweise Ressourcenkriege, meist ging es ums Öl.
Antworten
Navigator.C:

Gegenpol #103744

2
03.03.13 22:13

Deine Argumentation ist ein bisschen konfus.

erst

"Aufgrund der gezielten Interventionen der FED reduzierte sich dieser Wert innerhalb weniger Jahrzehnte auf ein tragbares Niveau ~40%.  So wird es mMn ablaufen, "

im zweiten Teil  

"Schließlich haben wir heutzutage eine höhere Gesamtverschuldung in Amerika (aktuell 350%) als 1945. Ebenso fehlt uns das organische Wachstum, welches nach dem 2. Weltkreig aufgrund der Zerstörung Europas gegeben war.   "

Weist Du dann nach, dass für Deine Lösung die Vorraussetzungen fehlen.

Navigator.C

Antworten
Gegenpol:

Inflation

4
03.03.13 22:41
Navigator, das ist nicht ganz fair von dir. Ich habe in meinem Beitrag ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der vor uns liegende Weg sehr schmerzhaft sein wird. Die Amerikaner hatten von 1945-1960 teilweise Inflationsraten von 20%. Gleichzeitig fixierte die Fed, die Zinsen von 10Y treasuries bei 2,5%. Investoren mussten demzufolge einen Kaufkraftverlust von 18% p.a. Hinnehmen. Allerdings wurde diese Verfahrensweise als unumgänglich klassifiziert, da aufgrund des Krieges von jedem Amerikaner Opfer gebracht werden mussten.
Wie möchte man das heute begründen, bei einem noch höheren Schuldenberg und geringeren Potenzialwachstum?
Allerdings würde sich eine Deflation heutzutage aufgrund der Gesamtverschuldung noch gravierender auswirken als 1945. Deflation ist einfach keine Option in einem überschuldeten Umfeld bzw. Wird es von den Notenbanken verhindert werden.


@Al

Natürlich kann exponentielles Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen nicht funktionieren. Ich bin kein Idiot ;) Da die Menschen unser Geldsystem nicht verstehen wird dieser kranke Versuch immer wieder von neuen scheitern müssen. Mein Credo lautet daher diesem verrückten Treiben zuzuschauen und den größtmöglichen Profit zu generieren :0
Antworten
Contrade 121:

Inflationsängste...

2
03.03.13 22:46
dürfen wir derzeit haben - solange die Preise derart stark variieren, werden bestimmte, konsumgetriebene Volksgruppen von der Inflation getroffen werden.
Die Deflation aber ist deutlich sichtbar, bspw. im wichtigsten Preis der Volkswirtschaft: dem Zins. Der Zweitwichtigste ist der Lohn im Schnitt - nachdem wir die Zweitjobs bereinigen, ist auch das Lohnniveau hinter dem BIP-WAchstum geblieben.... von daher - ein Gemisch zwischen Inflation/Deflation mit ständiger staatlicher Verschuldung - von allem ein bisschen. Typisch politisch...
Antworten
Anti Lemming:

China -4 %

3
04.03.13 07:54
Property firms fell sharply in Shanghai and Shenzhen on Monday, dragging down the broader market, with China Vanke Co. CN:200002 -7.01% , Gemdale Corp. CN:600383 -9.96%  and Poly Real Estate Group Co. CN:600048 -9.98%  all dropping limit-down by about 10% each.

Those losses came after the Chinese government late Friday announced fresh measures to take the heat out of the nation"s property sector, including higher down-payments and mortgage rates on second homes in cities that have seen steep rises in property prices. The policy moves also include a 20% capital gains tax on existing-home sales.

www.marketwatch.com/story/...cks-surge-as-asia-shares-sink-2013-03-03

Eklig, wie Marketwatch in Japan von "solid inflation" spricht. Inflation ist NIE solide.

The financial and real-estate sectors would likely be among the biggest beneficiaries if Bank of Japan policy spurs the Japanese economy to solid inflation.  (selber Artikel, unten)
(Verkleinert auf 68%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 584282
Antworten
Anti Lemming:

Euro unbeirrt südwärts

 
04.03.13 08:07
unter 1,30.
(Verkleinert auf 69%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 584287
Antworten
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