(repeat: 1890).
Die "sagenhaften" Gewinne, die man in der Vergangenheit mit Immobilien angeblich erzielen konnte, sind nichts anderes als die Kehrseite der Inflation. Wer 1890 in USA ein Haus gekauft hat, der hat nach aktuellem Stand inflationsbereinigt gerade mal 14 % realen Wertzuwachs erzielt (Chart unten).
Die Inflation hat ihre Ursache darin, dass Staaten seit ewigen Zeiten mehr ausgeben, als sie einnehmen.
2009 wurde mit QE die nächste Stufe der Mises-Kollaps-Rakete gezündet. Mit Dauer-QE verlässt die Fed (und andere Zentralbanken) in vollem Bewusstsein den Pfad der Tugend. Er war dadurch gekennzeichnet, dass Zentralbanken sich noch halbwegs um Geldwerterhalt scherten, d.h. die Inflation möglichst klein hielten.
Inzwischen kann die Inflation gar nicht mehr groß genug sein. Sie ist zu einem Ersatzvehikel für das weggebrochene organische Wachstum verkommen. Mit dauerhaftem QE-Gelddrucken wird die Inflation langfristig exponentiell ansteigen. Das resultierende Realwachstum ist allenfalls Null. Wall Street kann damit nur kurzfristige Pyrrhussiege feiern, wobei die Boni-"Beute" - mit gutem Grund - immer recht schnell unter den Bankern verteilt wird: Dadurch wurden beispielsweise die 2007-Boni nicht durch den 2008-Crash vernichtet.
Passend zum "moral hazard" der Zentralbanker preschen Ökonomen neuerdings mit der abstrusen Theorie vor, Wirtschaftswachstum künftig "nominal" bemessen zu wollen - statt wie bislang inflationsbereinigt. Dies dient allein der QE-Rechtfertigung. Die Notenbanker haben keine Antwort mehr auf die Dauer-Krise (außer QE, das nichts bringt), und die Ökonomen erheben diese Ratlosigkeit zu einer neuen Theorie, mit der das Übel zur Tugend bzw. "Lösung" verklärt wird.
Zentralbanker nennen neuerdings sogar unverschämterweise "Inflationsziele". Es geht nicht mehr um Inflations-Minimierung - das ist ihre eigentliche Aufgabe - , sondern um Inflations-Maximierung. Das hat es zuvor noch nie gegeben.
Wer konservativ ist und den Kapitalismus über die Runden retten will, der sollte sich - wie Weidmann - eisern gegen diese zerstörerischen Tendenzen wenden.
Wer aber - wie die Goldmänner - nur gierig ist, den Kapitalismus bis zum Letzten ausreizen will und die resultierende Gefahr des Mises-Kollaps hedonistisch ignoriert, der sollte sich darüber klar sein, dass er den Kapitalismus damit mittelfristig an die Wand fährt.
Die Internationale der Zockerbanken (zu der auch die Deuba zählt) gießt geradezu Öl in das Feuer zentralbanklicher Inflationierungspolitik, indem sie "Geschäfte" betreibt, die deren Wirkung noch erhöhen. Am schlimmsten sind die Zockergeschäfte mit Energie, Rohstoffen und Lebensmittel, die zu Lasten - und teils buchstäblich "auf die Knochen" - der Bevölkerung gehen. Dabei wird sogar Hunger in der Dritten Welt billigend in Kauf genommen.
Die gleichgeschalteten Finanzmedien, die im Dienste des Machtkonglomerats aus Verschuldungs-Staat, Zentral- und Zockerbanken die nominalen Inflationierungsgewinne marktschreierisch als reale Gewinnsteigerungen und "Wirtschaftswachstum" verkaufen, arbeiten derweil mit subtiler Perfidie daran, diese im Kern zerstörerische (Geld-)Politik hoffähig zu machen. Liest man unter diesem Aspekt in Permanents "Ökonomen-Thread", offenbart sich, wie diese Gehirnwäsche selbst eigentlich klugen Köpfen bereits den Klarblick vernebelt hat.
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