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Meldung des Tages: Lithium ist zurück — und diesmal führen Institutionen den Markt an
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Der USA Bären-Thread


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springtide:

@825

3
04.02.13 08:47

 Schoen formuliert.

 

Der Gedanke, dass man egal wie das Umfeld, immer negativ eingestellt ist, wuerde bedeuten sich in keinster weise mit diesem Umfeld auseinanderzusetzen und daraus Schluesse zu folgern.

Genau das Gegenteil ist hier der Fall. Hier werden nicht nur simple Binsenwahrheiten verkuendet wie: "don't fight the Fed", denn dann haetten wir in aehnlicher Manier noch in 2006 behauptet: "house prices never fall".

Vielleicht komme ich zu den falschen baerischen Schluessen, aber ich versuche mich wenigsten intensiv mit diesem Umfeld auseinanderzusetzen, versuche es zu verstehen und dazu zu lernen. Auch bin ich bereit mich eines Besseren zu belehren. Doch jene die meinen der Bullenmarkt bleibt uns erhalten, stuetzen ihr Argument fast ausschliesslich auf die Liquiditaetsschwaemme und das alleine ueberzeugt mich nicht. Jedenfalls nicht ueber seine mittelfristige Wirkung am Aktienmarkt hinaus.

Die Liquiditaet mag ein starkes Argument  zZ sein, doch es ignoriert  wie ineffektiv das Gepumpe auf die Realwirtschaft wirkt, wie sehr die Preisbildung am freien Markt vermieden wird, der Geldmarkt verzerrt wird, misallokationen von Kapital, eine gewaltige Umverteilung der Mittelschicht zu gunsten der Finanzbranche, Inflationsgefahren ignoriert und ein Anhalten von schlechter Fiskalpolitik. Das hat rein gar nichts mit Nachhaltigkeit zu tun und ich befuerchte den Tag der Abrechnung. Wann diese Abrechnung kommt kann man nicht wissen, doch wir wissen dass dieser Tag ein bearischer sein wird.

Antworten
A.L.:

Charttechnik + Psychologie/Hype

10
04.02.13 09:54
U. a. in # 790 hab ich geschrieben, wie wichtig die "Psychologie" - man könnte auch sagen, der "Hype" - ist, um den "Bullenmarkt" (aka das Ponzi-System) weiter nordwärts zu treiben.

Da viele Marktteilnehmer Charttechniker sind und auch viele Handelssysteme auf CT basieren, gibt es sogar einen Zwang, dass sich die Charts weitgehend entsprechend dem, was psychologisch zur Stützung vonnöten ist, verhalten.

Ein starker Rücksetzer von über -30 % könnte diese Psychologie kaputt machen, starke Zweifel aufkommen lassen und und das Ponzi-System mithin zerstören. Er "darf" daher nicht passieren. Es ist insofern kein  Wunder, dass der Markt an kritischen Unterstützungen (ein Tribut an die CT-ler) zuverlässig "von magischer Hand" wieder gehoben wird.

Die Beobachtungen von Longorshort (LoS) in # 818 waren charttechnisch schlüssig und im Endergebnis korrekt, eben weil die Anstiege eine notwendige Voraussetzung sind, um die Party am laufen zu halten - sprich: Anleger (inkl. Fonds) in den Markt zu ziehen und ihn damit höher zu treiben.

LoS nennt in # 820 aber zugleich die Gefahren, nämlich die Tatsache, dass das Bankensystem und zunehmend auch die Staaten am Rand der Pleite stehen. Diese Fundi-Bomben werden von den Märkten aus o.g. Gründen hedonistisch ignoriert.

Denn bei einem starken Markteinbruch würden die News, die jetzt unterdrückt werden (Zypern-Pleite, Hollands 10-Mrd. Bankschieflage usw.) sehr viel stärker zur Kenntnis genommen: Die News-Schreiberlinge würden sie in einen Kausalbezug mit den Kurverlusten bringen und so das Abwärtsmomentum "selbst tragend" machen.

Im Moment läufte es noch umgekehrt: Am Freitag wurden von den Marktmeinungs-Machern die Anstiege der ISM- und Verbrauchervertrauen-Zahlen (= Stimmungsindikatoren) "gefeiert", obwohl die viel wichtigeren Fundi-Daten zum Housing- und Arbeitsmarkt sowie zuvor zur US-BIP-Schrumpfung grottig ausgefallen waren.

LoS hat daher in # 820 selber die implizite "Widerlegung" von # 818 gepostet. Die Anstiege sind vor dem Hintergrund der starken Schieflagen ein von Hype und CT gesteuerter Ritt auf der Rasierklinge. Es kann durchaus noch weiter steigen - und müsste es charttechnisch auch, weil nur so die Pferde weiter saufen. Doch das Kapital der Kleinanleger, die jetzt wie üblich als letzte in den Markt drängen, ist endlich. Und die Großen wollen verdienen, bislang "nach oben", bei Versiegen der "Deppen-Quelle" aber auch gern nach unten. QE-Kapital lässt sich für Trades aller Art einsetzen ;-) Wer also meint, das viele Geld müsse die Märkte zwingend nach oben bringen, könnte am Tag X auch ganz gehörig daneben liegen.

Dass dieser Tag X nicht mehr allzu fern ist, zeigt die ans Lächerliche grenzende Selbstgefälligkeit in manchen eher bullischen Threads, und daher auch mein "frecher" Link in # 807.

QE hat zwar eine Präferenz für long, weil QE eigentlich system-destablisierend ist (wegen Währungszersetzung). Daher müssen die Anstiege die Zweifel beiseite wischen bzw. für die Geldwertverluste aus QE (über-)kompensieren.

Wenn es hart auch hart geht, werden sich die Zockerbanken aber auch nicht scheuen, den so wunderbar hochgehypten Markt in Grund und Boden zu shorten. Sie sind letztlich diejenigen, die durch das QE/Fed-Kapital die Macht haben, den Markt so zu lenken, dass sie maximal verdienen. Und da es vor Bulligkeit nur so trieft, wird die Richtung maximaler Gewinne demnächst "südwärts" zu suchen sein. Dafür sprechen auch die meisten Aktiensentiment-Indikatoren.

Der Markt verhält sich stets so, dass die Masse abgestraft wird (und die Zockerbanken,. die ihn - in Kooperation mit der Fed und den News-Outlets - steuern) maximale Gewinne einfahren). Und dass die Masse zurzeit ueber-Bullisch ist, muss ich wohl nicht betonen.
Antworten
A.L.:

Zu den Ponzi-Zwängen in # 827

2
04.02.13 10:09
hat auch Bill Gross von Pimco einen mMn sehr interessanten Artikel mit dem Titel "Credit Supernova" geschrieben.

Die physikalisch etwas schiefe Metapher beschreibt die Geburt des Ponzi-Kredit-System als Urknall (Big Bang) und dessen Ende als Supernova-Implosion.

www.pimco.com/EN/Insights/Pages/Credit-Supernova.aspx
Antworten
A.L.:

Die Essenz des Gross-Artikels

 
04.02.13 10:20
lautet:

Man kann zwar etwas aufblasen wie das Universum, doch mit zunehmender Expansion wird zwingend die Substanz immer dünner.

Finanztechnisch übertragen:

They say that time is money. What they don’t say is that money may be running out of time.

D.h. man Geld zwar beliebig vermehren, nicht aber die irdischen Sachwerte und erst recht nicht die Arbeit, die seinen Wert konstituieren.

Verdoppelt man in wenigen Jahren die Geldmenge, kosten zwar alle Dinge das doppelte, aber es werden kaum mehr Dinge. Echtes Wachstum ist nicht entstanden.

"Zeit ist Geld" - zugegeben. Was aber nützt das Geld, wenn im Raum, den die Zeit via Expansion "gebiert", nur gähnende Leere herrscht?
Antworten
A.L.:

Warum Stimulus/QE-Wirkung mit der Zeit verpufft

8
04.02.13 11:17
Ich hab in mehreren früheren Postings geschrieben, dass sich die Wirkung von Staatsstimulus bzw. QE immer stärker verliert, je länger die "Maßnahmen" fortdauern - und dass Geithner 7 Dollar Schulden aufnehmen müsse, um für 1 Dollar Wachstum zu erzeugen.

Die Realität sieht sogar noch weit schlimmer aus: Bill Gross schreibt, dass in den 1980er Jahren 4 Dollar Kredit nötig waren, um für 1 Dollar reales BIP-Wachstum zu erzeugen, in den 1990ern waren schon 10 Dollar erforderlich, und seit 2006 benötigt die US-Ökonomie sogar 20 Dollar Kredit, um für 1 Dollar Wachstum zu erzeugen.

Each additional dollar of credit seems to create less and less heat. In the 1980s, it took four dollars of new credit to generate $1 of real GDP. Over the last decade, it has taken $10, and since 2006, $20 to produce the same result.  Quelle: Gross, # 828

Damit wird staatlicher Stimulus - die heilige Kuh aller "Krugman-Ökonomen" - zur Totgeburt.

Die Ineffizienz von Staatsstimulus/QE erkennt man auch daran, dass das US-BIP aktuell nur leicht über dem aus 2007 liegt, während die US-Staatsverschuldung von 67 % im Jahr 2007 auf heute 103 % explodiert ist.  Man kann daher mit Fug und Recht behaupten, dass die US-Wirtschaft den Fußstapfen Japans seit 1990 folgt. Siehe auch hier:

www.ariva.de/forum/Globale-baerische-Deflations-Tendenzen-471949

Gibt es einen besseren Beweis für die Ineffizienz zunehmender zentralbanklicher "Plan- und Stimulus-Wirtschaft"?

Dennoch wird diese Ineffizienz von allen beteiligten "Playern" in Wirtschaft und Politik ignoriert, weil alle nur auf die laufenden Quartalzahlen starren. Und wenn es da einen nominalen Zuwachs zum Vorquartal gibt, scheint Ponzi-Finance (Minsky) noch rund zu laufen. Wer wie Weidmann (und meine Wenigkeit) vor den langfristig katastrophalen Folgen dieser Politik warnt, wird als Buhmann in die Ecke gestellt (neuerdings auch von ehemaligen BT-Mitgliedern).



Die obigen Erkenntnisse haben - "mathematisch" betrachtet - auch charttechnische Relevanz. Die Realwirtschaft gibt das für "Ponzi Finance" (Minsky) erforderliche exponentielle Wachstum nicht mehr - selbst, wenn die Staaten weltweit die QE-"Brechstange" ansetzen. Der Grund sind nicht zuletzt endliche Ressourcen.

Da sich die QE-Stimulluswirkung mit der Zeit immer stärker verliert, wird der Nettonutzen immer geringer - während die Netto-Schaden in Gestalt der Rohstoff-/Nahrungs-/Energie-Inflationierung ungebrochen fort läuft und negativ auf den Konsum schlägt.

Bereits im 4. Quartal 2012 ist in USA trotz massiver 300 Mrd. Neuverschuldung eine BIP-Schrumpfung von -0,1 "herausgekommen". Dies wurde von der Ponzi-Presse hedonistisch als "statistischer Ausreißer" hingestellt (Hurrikan Sandy, Fiscal Cliff Angst usw.)

Fakt jedoch ist, dass sich damit bereits der "Anfang vom Ende" der realwirtschaftlichen QE-Wirkung ankündigen könnte. Wäre dem so, könnten Aktien zwar noch eine Weile (im QE-Pump-Trade) weiter steigen, doch die Realwirtschaft liefe unterdessen tendenziell südwärts. Die forcierten Aktien-Anstiege gerieten damit in immer stärkeres Missverhältnis zur realwirtschaftlichen Lage.

Ein solches Spannungsfeld aus Hype und Realität macht die Ponzi-Hausse immer anfälliger. Wohl deshalb üben sich die US-Medien derzeit in geradezu martialischem Hype - u. a. las man Freitag, dass die US-BIP-Schrumpfung für die Börsen "irrelevant" sei. Das erinnert stark an das Ende der Dot.com-Blase, als es ebenfalls hieß, dass die Gewinnlage von Tech-Firmen "irrelevant" sei, sofern nur die "Story" stimmt...
Antworten
Stöffen:

Die Sirenengesänge

7
04.02.13 11:31
Die überbordende Liquidität wird die Kurse immer weiter nach oben treiben.

Die Hausse nährt die Hausse.

Die Inflation bedingt ja notwendigerweise die Flucht in "Sachwerte", also in Aktien.

Die Regierungen und Notenbanken werden fallende Aktienmärkte nicht zulassen.

Weltweit suchen Unsummen von Geld verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten, kleinste Rücksetzer werden stets für Käufe genutzt.

Wegen der niedrigen Zinsen gibt es zu Aktien keine Alternativen.

Aktien sind jetzt so billig wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Und klar doch. Dieses Mal ist alles anders.

LOL.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
A.L.:

2008 konnte Hyper-Liquidität den Absturz nicht

 
04.02.13 11:53
A.L.:

Korrektur zu # 827

 
04.02.13 12:07
Der Anfang muss heißen:

U. a. in # 799 hab ich geschrieben...
Antworten
A.L.:

Weil "nicht sein kann, was nicht sein darf"

3
04.02.13 12:35
spinnt Marketwatch heute (trotz sich andeutender Marktschwäche) den üblichen Hype. Mit aller Mediengewalt soll die Hausse weiter getrieben werden...

Bemerkenswert ist, dass sich die Behauptung "Investoren erwarten einen weiteren Schub des DOW auf 14.000" NICHT mit dem aktuellen Stand der Futures deckt. Hier wird also reines Wunschdenken gepredigt.

Quelle: www.marketwatch.com (Screenshot der aktuellen Homepage)
(Verkleinert auf 95%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 575336
Antworten
Contrade 121:

zu marketwatch-propaganda

5
04.02.13 13:29
dagegen bin ich immun geworden - die Amis sind eh' Labertaschen, insbesondere wenn es um die Börse geht. Die Börsenkommentare gleichen eher einer Sportveranstaltung: Höher, weiter, schneller... als einem Kapitalmarktbericht. Aber, wie wir beim Superbowl gesehen haben, kann es auch schnell dunkel werden, trotzt bester Stimmung ;-)

Im Ernst, ich warte die heutigen "Konjunktursignale", ISM etc., ab, und würde dann vermutlich eine Short-Position auf den S&P aufmachen. Heute morgen bin ich - vor dem Anstieg der Tagesvola in einen schönen Optionsschein mit Laufzeit bis Mitte Juni auf DAX eingestiegen. Diese Position ist allerdings mit engen Trailin-SL abgesichert, man weiss ja nie was die kranken Kapitalmarktspieler so als nächstes auf den Tisch legen.
S&P ist aber sehr gut gelaufen, die Berichtssaison ist gelaufen und siehe da, 70% der Unternehmen haben die Prognosen übertroffen ;-) Na ja, die hat man ja auch lange genug heruntergeschraubt, damit alles ja seinen Gang hat. Diese Woche dürften auch die Gespräche zur Haushaltssanierung und Debt-Ceiling in den USA für etwas höhere Volatilität auf den US-Kapitalmärkten sorgen... also derzeit auf Short zu setzen ist jedenfalls risikoärmer als Long zu gehen.

I.d.S.
viel Erfolg noch allerseits...
Antworten
MHurding:

al

3
04.02.13 13:35
ct basiert auch auf der annahme das signale solange aktiv sind bis sie eben widerlegt sind insofern muss ein imaginärer zauberer gar nicht an markanten marken auftreten - UM ct zu bestätigen - denn wenn sie brechen wäre dies eben auch ein signal

es ist absurd zu sagen die zauberer sind da um ct zu bestätigen damit die herde in die falsche richtung geschickt wird - was ja wenn auch interpretiert die kernaussage ist

ggf wird andersrum ein schuh draus - das problem sind eben die von dir zu recht kritisierten trendfollower die in medien weil alle es schreien immer höhere ziele ausrufen was ggf eben auch daran liegt das man analog dr doom zum idioten mutiert wenn man ständig gegen einen anstieg schreit - liegen aber alle falsch oder viele kann man tröstend sagen naja die anderen haben es ja auch so gesehen

ggf mögen gewinne in den indices unlogsich sein - mir selber fehlen fundamental zu viel infos um das beurteilen zu können - was ja eine bekannte schwäche der fundamentaltheorie ist - aber sie sind da und deshlab nicht weniger wert nur weil es einigen herren nicht in die argumenation passt

argumentativ - wird man auch mal recht haben wenn man ständig den untergang des systems und für ihn  stellvertretend sinkende kurse erwartet

im gegensatz zu anderen habe ich ich momentan aber auch so meine bauchschnerzen
Antworten
longodershort:

@AL #827 + SP Woche Rallytrend

4
04.02.13 14:44
@AL
Du bist auch so ein Typ!

Deine Polemik ist in Anbetracht des Jahresergebnisses völlig unangebracht. Der Frust muss ja verständlicherweise tief sitzen. Es sei denn Du warst entgegen den ständigen Äüßerungen Long im Markt.

Das Ergebnis mit 14000 DJ spricht für sich.

Schön wäre es wenn DU trotzdem  Deine Häme beiseite schieben könntest.

Nebenbei gesagt bin ich in den genannten  #818, 820 gar nicht der Verfasser.

Ich habe lediglich #806 verfasst. Insofern staune ich gerade ,was ich alles so gesagt haben soll.

Eines werde ich aber nicht unkommentiert lassen. Nur wenn man falsche Dinge immer wieder behauptet, werden sie nicht besser.

Deine Behauptung, dass die CT nur in Aufwärtsmärkten funktioniert  ist derart hanebüchend, dass man darüber nur den Kopfschütteln kann.


Hier mal zu chartechnischen Fakten

Der Wochenchart im SP 500 läuft seit Jahren, seit 2009  im Longmodus.

Stand: 1513,17

Das größere steigende Dreieck mit Ausbruch über 1365 ist ausgelöst.

Durch den Ausbruch über 1474 hat der SP ein neues Kaufsignal generiert. Auch ist er über die mehrmonatige Rallybegrenzungslinie bei 1503 angestiegen.  

Das Ziel des Measured Move bei 1530 ist kurz vor dem Erreichen.

Das größere steigende Dreieck mit Ausbruch über 1365 ist ausgelöst mit Langfristziel 1650.

Die engen BB beginnen sich wieder zu weiten. Der SP könnte sich jetzt noch mehrere Wochen lang zwischen oBB und der EMA 9 nach oben ziehen.

Ein Rücksetzer an das Ausbruchsniveau 1474, zugleich EMA 9 wäre aus Bullensicht völlig unkritisch.

Dieses ewige Shortgeschrei hat übergeordnet seit Jahren nichts größeres gebracht  Irgendwann wird es wieder stärker runter krachen. Die Frage ist nur von wo und ob man dann noch Mittel hat Shorts einzugehen. Dies wird man durch Trendbrüche dann auch erkennen und kann sich entsprechend positionieren.

Ich kann jedem nur den Rat geben, sich mit der CT näher zu befassen.

Erst bei Bruch des mehrjährigen Aufwärtstrendkanal zugleich aktuell die EMA 200 bei 1280 kann man eine Korrektur ausrufen.  Also bitte, mehr Augenmaß!


Wie immer nur meine Meinung

LoS
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 575379
Antworten
Fillorkill:

# 87 Los

2
04.02.13 15:02
Problem dabei ist, dass Du eine signifikante Bestätigung für einen Wechsel des übergeordneten Trends erst dann erhältst, wenn er bereits vollzogen ist (Korrektur frühestens bei S&P 1280). Die unvermeidbaren False Breakouts noch abgezogen ergibt sich mE ein nur mässiges Design für eine übergeordnete Positionierung. Auf Tagesbasis sieht das natürlich anders aus...

Fill
contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
Antworten
Fillorkill:

oh-das erste ga von Al. Hoffentlich nur vertippt..

3
04.02.13 15:08
contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
Antworten
A.L.:

MH - Henne-Ei-Problem

2
04.02.13 15:09
1. Die Indizes MÜSSEN steigen, weil sonst an der Ponzi-Hausse Systemzweifel aufkämen. Außerdem würden sonst die marktpsychologischen Spinmeister in Erklärungsnot kommen. Für die Fed scheinen Aktienanstiege sogar der Heilige Gral.

2. Charttechnik ist in dem Kontext hilfreich, weil sie wegen des mit ihr einhergehenden Trendfolgeverhaltens Anleger dazu verführt, an unendliche Haussen zu glauben. CT macht Kleinanleger (die überwiegend von Haus aus Permabullen sind) an Tops gierig und ermöglicht den Big-Playern, die viel tiefer gekauft hatten, einen problemlosen Ausstieg. Es ist kein Wunder, dass CT gerade im Statistik-verliebten Amerika so viele Anhänger hat.

3. Kleinere Rücksetzer im Uptrend sind dabei "erlaubt" und sogar erwünscht. Anleger lernen auf diese Weise, dass man "jeden Rücksetzer kaufen" kann bzw. muss. Die Trendwenden nach oben kommen immer genau an den relevanten Chart-Marken, was zugleich den "Glauben" an das Funktionieren von CT stärkt.

Tatsächlich sind es größtenteils die BigBoyz selber, die die Indizes via Futures (am liebsten overnight) immer wieder an kritischen Marken hochkaufen. Viele sitzen auf großen Aktienbeständen, die sie teils vor Jahren deutlich billiger gekauft hatten, und wollen davon möglichst viel am Top an chartverliebte Kleinanleger-Trendfolge-Deppen weiterreichen. Tops sind meist ein längerer Prozess ("rounded top"). Die versteckte Distribution kann sich über Wochen hinziehen. Tiefs hingegen haben eher V-Form.

4. Am Tag X und danach kaufen die Kleinanleger weiterhin jeden Dip, weil das ja immer so toll funktioniert hat - d.h. die Dressur-Lektion der BigBoyz haben sie inzwischen "gelernt". Wenn alle sicher sind, dass es nur noch steigen kann, ziehen die BigBoyz den Stecker raus. Nun werden alle Rallyeversuche an kritischen Chart-Marken überraschend weggeshortet.



@LoS - wie kommst Du auf Frust ider Häme? Mein Posting, auf das Du Dich beziehst, ist mMn nicht von Frust und Häme "gezeichnet". Dann wäre es emotional. Es ist aber stramm rational und analytisch. Dort steht sogar, dass Du Recht hattest ;-)

Meine Argumente noch mal zusammengefasst:

a) Es geht um Momentum und Marktpsychologie, die erhalten werden sollen

b) Chartverliebtheit hat den für die Zockerbanken willkommenen Nebeneffekt, dass Kleinanleger die zunehmend auseinanderklappenden Schere zwischen Indexständen und fundamentaler Lage ignorieren. Statt zu verkaufen, wenn es teuer wird, werden sie an Tops mega-gierig.

c) In Zeiten des Gelddruckens (das langfristig ruionös wirkt) ist Marktpsychologie und die Steuerung derselben über CT, Statistik-Verdrehungen und irreführenden "Hedonismus"-News wichtiger denn je.
Antworten
A.L.:

LoS

 
04.02.13 15:15
Sorry, dass ich Dich irrtümlich als Verfasser von # 818 und # 820 zitiert hatte. Diese beiden Postings zeugten übrigens von gedanklicher Tiefe ;-)
Antworten
MHurding:

al

 
04.02.13 15:22
ein klares JEIN

weil....

"Die Indizes MÜSSEN steigen, weil sonst an der Ponzi-Hausse Systemzweifel aufkämen" ist für mich völliger unsinn

"Charttechnik ist in dem Kontext hilfreich" JA

"weil sie wegen des mit ihr einhergehenden Trendfolgeverhaltens Anleger dazu verführt, an unendliche Haussen zu glauben" völliger unsinn

"CT macht Kleinanleger (die überwiegend von Haus aus Permabullen sind) an Tops gierig und ermöglicht den Big-Playern, die viel tiefer gekauft hatten, einen problemlosen Ausstieg. Es ist kein Wunder, dass CT gerade im Statistik-verliebten Amerika so viele Anhänger hat." JEIN

denn was die amis viel mehr lieben ist ew - die reine ct hat so gut wie an bedeutung verloren

dein problem wenn auch jetzt ggf auf anderem gebiet - du unterstellst alles deiner übergeordneten doktrin - das eiegntlich alles sch..sse ist und wenn es trotzdem steigt dann liegt das ebn nicht an ct sondern an leuten die den ctlern weiss machen wollen es sei alles gelöst

diese art der schwarzweissmalerei betreibt ein ctler nicht - er sieht signale ggf wenn er ein trendfolger ist manchmal später als antizyklische ctler (die auch so ihre probleme haben) - und im idealfall handelt er diese PUNKT

in diesem gewirr von signalen ist kein platz für dogmatisches denken - er hinterfragt es nicht

keinesfalls aber wird er analog der schreier die immer alles bärisch oder bullish sehen opfer
Antworten
MHurding:

al @los

 
04.02.13 15:23
was im umkehrschluss heisst das seine postings keine gednakliche tiefe beinhalten ?
Antworten
A.L.:

Mehrere Tippfehler in # 827

 
04.02.13 15:23
In 827 beziehe ich mich hauptsächlich auf das Posting von Longodershort in # 806 (nicht # 818). Außerdem gab es zwei weitere falsche Referenzen.

Es muss korrekt heißen:

Die Beobachtungen von Longorshort (LoS) in # 806 waren charttechnisch schlüssig und im Endergebnis korrekt, eben weil die Anstiege eine notwendige Voraussetzung sind, um die Party am laufen zu halten - sprich: Anleger (inkl. Fonds) in den Markt zu ziehen und ihn damit höher zu treiben.

MHurding nennt in # 820 aber zugleich die Gefahren, nämlich die Tatsache, dass das Bankensystem und zunehmend auch die Staaten am Rand der Pleite stehen. Diese Fundi-Bomben werden von den Märkten aus o.g. Gründen hedonistisch ignoriert.

....
MHurding hat daher in # 820 die implizite "Widerlegung" von # 818 gepostet.



P.S. Ich poste im Moment (zu) viel, was leider hier auf Kosten der Zitier-Sorgfalt ging.
Antworten
A.L.:

MHurding

3
04.02.13 15:25
Charttechik ist eine Wissenschaft für sich. Dabei kommt es vor allem graphische Fähigkeiten an. ;-)
Antworten
MHurding:

al

 
04.02.13 15:26
das zeigt das du ct im ansatz schon nicht verstanden hast - denn du reduzierst es auf das eintippen/malen von linien
Antworten
A.L.:

Ich hab übrigens noch kein Bullenmarkt-Ende

5
04.02.13 15:35
erlebt, an dem Charttechniker NICHT mit Hilfe von Charts versuchen, die Bären als komplette Idioten hinzustellen (gerade auch hier im Bären-Thread, daher die früheren Zugangsfilter) und sich im Gegenzug selber über den grünen Klee zu loben.

Umgekehrt habe ich noch keine Markttief gesehen, an dem sich Charttechniker ihrer Prognose-Fähigkeiten rühmen (rühmliche Ausnahme: Wawidu). Da zählen sie eher zu den "seriellen Boden-Ausrufern". Ursache ist, dass die Chartechniker-"Zunft" einen Long-Bias hat. Das ist auch statistisch begründet, denn Märkte steigen längere Zeit, als sie fallen -  und dies führt dazu, dass die Anstiege stärker im "empirischen Gedächtnis" hängen bleiben.
Antworten
Fillorkill:

Mike,

 
04.02.13 15:40
für meinen neuen Freund AL ist es immer die grosse Verschwörung, die die Fäden zieht. Und dies so effektiv, dass quasi die gesamte Welt sich als Marionetten durch die Matrix bewegt, ohne es auch nur zu ahnen (mit Ausnahme seiner selbst natürlich)....

Ansonsten geb ich Dir recht, dass die Prämissen der CT ein undogmatisches Design nahelegen, werden doch nur Trendbrüche und Bestätigungen gehandelt. Und was könnte unschuldiger sein. In der Praxis ist es aber erfahrungsgemäss häufig so, dass der Grundbias den Griffel führt, ohne dies jedoch kenntlich zu machen. Emotionalität - scheinbar nun kontrolliert - sozusagen durch die Hintertür. So konntest Du zB am QV verfolgen, dass im antizyklischen Stadium I des laufenden Bullmarktes (Juni -August 12) die Shortindikationen die Regel waren...

Fill
contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
Antworten
A.L.:

zu # 834 - "DOW steuert erneut auf 14000 zu"

 
04.02.13 15:41
;-)
Der USA Bären-Thread 575406
Antworten
Fillorkill:

#49 nur Fake, AL

 
04.02.13 15:44
#49 nur Fake, AL">
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