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Der USA Bären-Thread


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Eidgenosse:

Muss man sich wirklich sorgen machen?

3
16.01.13 12:54
Wenn man monatelang bei 1.20 ist sieht ein Anstieg auf 1.24 natürlich extrem aus. Aber sonst seh ich keinen Grund zur Panik.
Der USA Bären-Thread 569858
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A.L.:

# 526 - Hauptanliegen der SNB

2
16.01.13 13:02
war ja, mit aller (Geld-)Gewalt zu verhindern, dass EUR/CHF unter 1,20 fällt. Dazu wurde der Chart bis Sommer (unter hohen SNB-internen Verlusten von 16 Mrd.) auf "schnurgerade" gehalten (unten).

Bei einem Ausbruch nach oben würde die SNB vermutlich nichts tun, weil dies den Schweizer Exporten ja gut tut - und ihrer (verzockten) Bilanz erst recht.

Dennoch ist interessant, wie sehr bzw. schnell das Paar in den letzten Tagen "aus dem Lot läuft".

Dahinter könnten Hedgefonds stecken, die eine "Kopie" der massiven EUR/JPY-Rallye vom Zaun treten wollen.

In beiden Fällen (bei EUR/CHF und EUR/JPY) dürfte das Ganze mittelfristig auf einen Dead-Cat-Bounce hinauslaufen.
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Der USA Bären-Thread 569864
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A.L.:

Zur Überbewertung des SP-500

4
16.01.13 14:15
Diese Diskussion gehört in diesen Thread, ich hatte meinen Text (unten) aber in einem anderen Thread gepostet, wo gerade eine Diskussion zu dem Thema lief.

Daher bringe ich den Text - auch für die Annalen des BT - unten leicht abgewandelt noch einmal.



Seeking-Alpha-Autor Chuck Carnevale behauptet, dass der SP-500 - auf Basis des Shiller-KGV (= KGV-Mittelwert der letzten 10 Jahre) - eher niedrig bewertet sei. Der Autor ist daher bullisch:

www.seekingalpha.com/article/...-p-500-is-fairly-valued-in-early-2013

Hier meine Gegenargumente:

Carnevales Analyse basiert auf einem "bottom-up"-Ansatz:

As I indicated in my opening remarks, I prefer analyzing individual companies over attempting to forecast the earnings of a broad market like the S&P 500.

Um kurzfristige Schwankungen rauszuhalten, nimmt Carnevale als Messlatte das Shiller-KGV, das auf dem Mittelwert des KGV über die letzten 10 Jahre basiert.

Dabei gibt es zwei gravierende Probleme:

1. Die US-Firmengewinne von 2003 (als Greenspan mit 1 % Leitzins die US-Verschuldungs-Bonanza anschob) bis 2008 (als die Hausblase platzte) waren künstlich überhöht, weil frisch geschöpftes Geld aus der privaten Überschuldung (u. a. durch Schneeball-Hausbeleihungen) in die US-Wirtschaft floss. Dies führte 2008 zum "privaten" Schuldenkollaps. Gestern zitierte ich hier im Thread einen Artikel, wonach sich die Verschuldung der US-Verbraucher von 1999 bis 2006 sage und schreibe verdreifacht hat:

www.ariva.de/forum/Der-USA-Baeren-Thread-283343?page=4100#jump15018537

2. Die US-Firmengewinne von 2009 bis 2013 (heute) wurden dadurch künstlich aufgeblasen, dass sich die US-Regierung in historisch einmaliger Weise ver- bzw. überschuldet hat. Die Neuverschuldung floss zum einen in zahlreiche Transferprogramme (Erhöhung der ALG-Bezugszeit von 6 Mon. auf 2 Jahre, Hilfe für verzockte Hausbesitzer, Foodstamps usw.) zum anderen in zig Staatsaufträge (so ging z. B. im 3. Q. 2012 das US-BIP-Wachstum zu 25 % auf Militäraufträge zurück). Man kann daher mit Fug und Recht behaupten, dass die private Kreditsause von 2003 bis 2008 in der Folgezeit ab 2009 durch die staatliche Kreditsause "ersetzt" wurde.

Beide Kreditsausen sind nicht nachhaltig. Die Privatschuldenblase platzte 2008, die Staatsschuldenblase hat bereits Ende 2012 bei der Diskussion um das Fiscal Cliff gefährliche "Risse" bekommen. Das ganze QE-System - das darauf basiert, dass die Fed der US-Regierung frisch gedruckte Staatsanleihen (deren Einnahmen für obige Konjunkturprogramme verwendet werden) mit nicht vorhandenem Cyber-Geld "abkauft" - ist nicht nachhaltig, weil dabei die US-Staatsverschuldung förmlich explodiert. Die US-Schuldenquote wuchs von moderaten 67 % in 2007 auf jetzt dunkelrote 103 %.

Seeking-Alpha-Autor Carnevale ignoriert diese Sachverhalte völlig. Das ist kein Wunder, weil er ja selber bekennt, einen "bottom-up"-Ansatz zu verfolgen. Dieser basiert darauf, dass man firmeninterne Kennzahlen (Umsatz, Gewinn, Eigenkapital vs. Fremdkapital  usw.) auswertet und daraus einen "fairen" inneren Firmenwert (Diskontierung zukünftiger Gewinne) errechnet. Das sonstige Umfeld - wie z. B. die private und die Staatsverschuldung - wird dabei komplett außer Acht gelassen. Wie aber will man die "Gewinn-Sause" linear in die Zukunft fortschreiben, wenn praktisch sicher ist, dass deren Motor, die US-Staatsverschuldungssause, bereits jetzt - und in den Debatten lautstark vernehmbar - an ihre Grenzen gestoßen ist?

Bei der Staatsschuldenblase droht ein ähnlicher Knall wie 2007/2008 bei der Privatschuldenblase. Die resultierende Krise dürfte die letzte sogar übertreffen.

Carnevales Problem ist somit das hedonistische Ignorieren von firmen-externen Faktoren (private und staatliche Überschuldung), die gleichwohl auch firmen-intern (in Bezug auf künftige Gewinne) relevant werden dürften. Die US-Firmengewinne werden 2013 höchstwahrscheinlich sinken, weil die Abgabenerhöhungen ab 1.1.2013 gemäß David Rosenberg das US-BIP um 1,5 % dezimieren werden. Dann läge es bei nahe Null. Und dies wohlgemerkt immer noch in einer "Keynes"-Gemengelage, die durch massive (und nicht nachhaltige) US-Neuverschuldung in Höhe von fast 10-BIP-% seit 2008 befeuert wird.

Würde die Fed geldpolitisch zur Vor-2009-Ära zurückkehren - also: QE einstellen, Geithner bzw. seinem Nachfolger Lew damit das von der Fed "querfinanzierte" Geld für Konjunkturprogramme nehmen, und womöglich noch die Leitzinsen normalisieren (so dass Sparer nicht mehr unter "finanzieller Repression" leiden) -  dann würde das US-Kartenhaus praktisch sofort zusammenbrechen. Bernanke und Geithner/Lew operieren daher in einer Art "Endzeit-Modus" - inflate or die. Dies einfach zu ignorieren, wie es Carnevale tut, ist geradezu sträflich.

Die Crux ist dabei nicht nur die mangelnde Nachhaltigkeit bei der (Neu-)Verschuldung, die gleichwohl der Motor der laufenden Gewinn-Bonanza ist. (Ohne Nachhaltigkeit kann man nur Charles-Ponzi-Prognosen aufstellen.) Noch gravierender ist, dass durch die ausufernde Verschuldung von 2003 bis 2013 zugleich das Shiller-KGV künstlich niedrig gehalten wurde. Im Nenner des KGV-Bruches stehen nämlich die Firmengewinne. Ohne die Verschuldungssause wären diese deutlich niedriger ausgefallen. Das reale KGV wäre damit deutlich höher. Der US-Aktienmarkt wäre dann stark überbewertet.

Dass mit der Shiller-KGV ein 10-Jahres-Mittelwert herangezogen wird, der angeblich die Folgen der 2008-Krise "herausmittelt", ist Augenwischerei - eben weil die Verschuldungssause bereits bruchlos seit 2002/2003 läuft!

Weiterhin unterschlägt Carnevale, dass die deutlichen Gewinnsteigerungen seit 2008 vor allem durch Einsparungen zustande gekommen sind und nur zu einem kleinen Teil durch Umsatzsteigerungen. Hauptquelle waren die Massenentlassungen aus 2008/2009, deren Folgen (US-Massenarbeitslosigkeit) bis heute fortwirken. Dies hat die Gewinnmargen der US-Firmen auf ein 60-Jahreshoch gehoben. Dies allein schon macht ein "reversal to the mean" wahrscheinlich.

Die Kostensenkungen sind inzwischen aber praktisch bis zum Anschlag erfolgt. Es gibt schlicht keinen Spielraum mehr. Die Konsumlücke infolge der US-Massenarbeitslosigkeit wurde derweil durch Bernanke/Geithners staatliche Konjunkturprogramme geschlossen. Dabei ist aber die US-Staatsverschuldung förmlich explodiert und inzwischen bei 103 % angelangt. Das ist für die weltweit größte Schuldnernation - auch wenn sie das Privileg hat, die Weltleitwährung Dollar zu drucken - deutlich zu hoch.

Nicht zuletzt deshalb dürfte in der anstehenden Debatte um die Erhöhung der US-Schuldengrenze eine erneute Schlammschlacht zwischen Reps und Dems ins Haus stehen. Es wird zwar letztlich wie beim Fiscal Cliff eine Art faulen Kompromiss geben, und es ist durchaus denkbar, dass die Börsen diesen erneut "grundlos" feiern. (Beim Fiscal-Cliff-Kompromiss war die Börseneuphorie "grundlos", weil zwar nicht alle Amis mehr Steuern zahlen müssen, aber die Abgabenerhöhung das US-BIP-Wachstum in 2013 dennoch auf nahe Null bringen werden.) Doch damit ist die mangelnde Nachhaltigkeit in keinster Weise gelöst. Von diesem Problem kann man sich auch nicht "ablenken", indem man in Scheuklappen-Manier allein und stur auf die Firmenergebnisse blickt.

Firmengewinne steigen bzw. fallen wegen der Kredithebelung (Eigen-/Fremdkapital) überproportional mit dem BIP-Wachstum: Wächst das BIP um 2 %, können Firmengewinne um 20 % und mehr wachsen. Fällt es um 2 %, können Firmengewinne um -20 % und mehr sinken. Dies findet man mit Carnevales Bottom-up-Ansatz, der Makrofaktoren wie Staatsverschuldung "getrost ignoriert", freilich nicht heraus. Er basiert letztlich darauf, den (unhaltbaren) Status quo "strichzuverlängern" - was angesichts der hier von mir aufgeführten Probleme utopisch ist.

Dieser Illusion hängt nicht Carnevale nach, sondern praktisch die gesamte US-Wirtschaft und -Politik, die hofft, dass die massive Neuverschuldung des Staates auf magische Weise (Selbstheilungskräfte usw.) zu einem überproportionalen BIP-Wachstum führt, das die Schuldenquote dann wieder normalisiert.

Ähnlichen Unfug hatte in den 1980er Jahren Ronald Reagan verbreitet: Er behauptete, man müsse nur die Steuern für Firmen stark senken, dann würden deren Gewinne derart explodieren, dass die Firmen im Endeffekt sogar noch MEHR Steuern zahlen würden. Diese "Effekte" haben sich nachweislich nicht eingestellt und werden heute zu Recht als "Voodoo-Economics" diskreditiert. Sie haben im Gegenteil maßgeblich dazu beigetragen, die US-Verschuldung inzwischen in den dunkelroten Bereich zu treiben.

Den Vorwurf von "Voodoo-Economics" muss sich auch Carnevale gefallen lassen, auch wenn sein Artikel pro forma sorgsam abwägend daher kommt. Es reicht halt nicht, innerhalb eines Systems methodisch vorzugehen, wenn es sich dabei um ein Wahn- oder Ponzi-System handelt.
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A.L.:

Google - der nächste "reife Apfel"?

 
16.01.13 15:10
seeking alpha

Google Not A Buy, Suffering From Declining Return On Assets
January 16, 2013  | 2 comments  |  about: GOOG
Rating: Maintain at Hold

Thesis:

2012 was a great year for Google, but how will the stock progress in 2013? Concerns over regulations, rising competition, and valuation fill up the typical conversation. Yet, there is something much more important to watch with GOOG. For us, Google is a great company with strong products and lots of future growth. It should be a core holding in nearly any portfolio with technology exposure, but the ability for GOOG to see tremendous upside for 2013 seems limited to us as a significant amount of future growth appears to be priced into the stock at this time.

....The company received over 90% of it revenue from advertisements in 2011, and it sees up and down movement on revenue/earnings based on competition for search and other Google products (Google +, Offers, Gmail, etc) rather than consumer trends. The advantage, in that respect, for GOOG is that its barriers to entry are strong. It's very hard to build a dominant search engine and overthrow Google. Just ask Yahoo (YHOO) or Bing. Google's dominance remains. In the latest results from comScore, GOOG still holds 67% of the search market in the USA. It started the year at 66%, so the company has actually increased its dominance despite efforts by Bing and Yahoo to regain traction.

Yet, we have seen GOOG continuing to diversify its business to deal with a move to mobile and shift to social networks. The company is finally taking its Motorola patents it acquired to develop a phone that it believes can compete with Samsung and Apple. The company is developing the X-Phone, the first company phone where the hardware and software will both come from GOOG. The company already has taken the first step with featuring its Android service, so the next step into hardware is a small step. The acquisition of Motorola patents had to be to move into this area. There are not a ton of details about exactly what the phone will look like or offer, but the phone will definitely be a great way for the company to further its Android line as well as allow it to continue to develop its mobile ad revenue. Further, the company is moving into the internet market with Google Fiber...

The key for Google is to look at its businesses and say can this increase the revenue from the ad business because at the end of the day...its the bread and butter of GOOG's business. Monetizing other products like mobile software, internet, hardware, and enterprise definitely helps. Those products all lead to advertising revenue, and if they do not, they present a problem in our ideology. For example, the company's ability to have its Maps software downloadable on Apple apps now allows them to be able to feature advertising. When it was preinstalled, it could not. The move for Apple to boot Google was a great one for GOOG in the end. ....  On the other hand, we question a move like Google Offers and Google + as long-term cash cows. Both had barriers to entry like Groupon (GRPN) and Facebook, and can it create long-lasting ad revenue? It's still to be seen.

So why not go out and buy a truckload of GOOG? The company has great economic moats, solid business lines, and has been growing solidly. Well, there is something we call valuation. Is the stock worth more than it should be? Is the stock pricing in a lot of future growth already? In the case of Google we believe so. We would argue for buying the stock if you do not hold it on any sizeable dips, but if you are not already an owner, we believe there is better upside in many other companies in technology.

The problem for GOOG is it currently sits with a 23 PE and 15 future PE. Not a ton for a company with strong growth, but as we see below, the company's equity value is held back by several factors. First, the company has a strong weighted average cost of capital (WACC) that holds back shares as well as high amounts of capital expenditures and increases in working capital. Those high levels are due to acquisitions mostly, which still are a high priority of GOOG.

The company continues to dedicate a lot of money to new ventures that are not paying off. How do we know? The argument we are making above about increasing capex and working capital can be seen in the company's decreasing ROA and ROIC. The company has seen ROIC come down from 23.7 to just under 16 in the TTM from 2005 to present. Return on assets have also decreased in the same timeframe from 21.6 to 13.3. Both declining measures of profitability show that assets are growing much faster than profits. The decline in profits is shown in our model as well as continued strong working capital increases as those assets continue to grow. What we are getting at for GOOG is that its business has added to the business (assets) but it has not been paying off (profits).

What's the issue?

We have previously noted that Motorola is definitely going to weigh on the bottom line for some time. Google+ as well we believe is a drag on the company. Motorola could turn out to be something very profitable if the company can make money off the patents in the way of exciting hardware, but that is a big question mark. Another sign that Google+ may be struggling is that the company is now funneling people to have a Google+ when they sign up for Google account. The force of people to use the product is not a positive. The company sees Google+ as a necessary defense to Facebook, who does create a threat with its social networking business....

...Conclusion

Google is looking a bit concerning with a tough return on asset and equity drop that is due to profitability coming under question as of late. We believe the company will be relegated to this development until they either abandon unprofitable ventures like Google + / Motorola or turn them into cash cows. Until we see those signs, we are keeping our targets in check.

seekingalpha.com/article/1114161-google-not-a-buy-suffering-from-­declining-return-on-assets



Google schwächelt vor den Zahlen, die am 22. Jan, kommen:
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 569901
Antworten
A.L.:

Mittleres Jahresgehalt bei Goldman: 399.506 Dollar

3
16.01.13 15:36
Average Goldman Pay: $399,506
BY BRETT PHILBIN

Goldman Sachs Group Inc. will pay its employees an average of $399,506 for 2012, up 9% from a year ago, as the securities firm's revenue climbed 19% and it slashed its headcount by 900 employees last year.

The firm, known for rewarding its bankers and traders with the highest payouts on Wall Street, set aside $12.9 billion for compensation and benefits for 2012, up 6% from $12.2 billion, a year earlier. For ...

online.wsj.com/article/...7887323968304578245482333171010.html

Kriese? Wo?
Antworten
Contrade 121:

Die (Noten-)Banken...

5
16.01.13 16:25

Als die Banken in der Krise waren, da wurden sie von den Staaten gerettet. Jetzt, wenn es den Banken gut geht, jetzt werden sie wahrscheinlich die Staaten retten ;-) Es muss ja nicht immer die Notenbank einspringen. Lustige Geschichte, zeigt aber, dass sich das (Investment) Banking nie in Schwierigkeiten befand und sogar von der Krise profitierte.

Ein anderer Aspekt fällt mir immer wieder auf: die Aktienmärkte seien "überbewertet". Was heisst das? Wir leben in einer Welt der Überbewertung - die Anleihen sind seit 30 Jahren überbewertet - die Staaten haben sich immer weiter verschuldet und schlecht gewirtschaftet, trotztdem sind Anleihen-KGV's (also der Kehrwert der Anleihenrendite) weit über dem der Aktien... wohl aus der Mär heraus, dass ein Staat nicht pleite gehen kann. Was ich damit sagen will ist, die Überbewertung kann sich über einen sehr langen Zeitraum halten, insbesondere dann, wenn die Märkte mechanisch (also geldpolitisch) manipuliert werden. Diesen Umstand haben wir jetzt - ich wette, wenn wir eine deutliche Korrektur an den Aktienmärkten sehen würden, würden sich die Notenbanken noch expansiver verhalten.

Antworten
Stöffen:

Hurra!

4
16.01.13 18:41
Krake Goldman verdient sich wieder dumm und dämlich und JPMorgan steht ihnen da nicht nach.

Wider dem freudigen Chor der Jubelperser hier anbei ein Link zu SPONs Interview mit dem Schöpfer der US-Cop-Saga "The Wire", David Simon, der hier im wahrsten Sinne des Wortes Klartext redet. Lesenswert!

"Das US-System ist moralisch leer"

"Unser System funktioniert hervorragend, wenn es darum geht, schnelle Profite zu erzielen - losgelöst von jeglichem greifbaren Resultat in der realen Welt. An der Wall Street passiert das seit 50 Jahren. Mittlerweile bestimmt es aber unsere gesamte Wirtschaft und unser gesamtes Leben. Die moralische Leere im Zentrum des US-Systems resultiert aus der Verwechslung von Kapitalismus und Politik. Kapitalismus ist aber kein soziales Regelwerk, sondern ein ökonomisches Werkzeug. Kaufen und Verkaufen alleine verändert nichts. Wir lösen unsere Probleme nicht, indem wir nur den richtigen Preis für alles suchen. Dieses Denken ist eine unglaubliche Perversion, der wir seit 1980 verfallen sind."

Komplett hier

www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/...avid-simon-a-874413.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Eidgenosse:

#530, das Durchschnittseinkommen

 
16.01.13 19:08
ohne die obersten 1% wäre eine etwas realistischere Zahl. Und das nicht nur bei Goldman.
"...den Bonus halbiert... nur noch 11.5 mio....", wo sind wir eigentlich?
Antworten
Eidgenosse:

#533, das mit dem Bonus

 
16.01.13 19:13
bezog sich auf den JP Morgan Chef der nur noch 11.5 mio Dollar Jahresgehalt bekommt (statt 23) weil seine Bänker 6 mrd. verzockt haben.

Also so lässt sichs doch leben....
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learner:

Obwohl ich schon wie ein Luchs auf

3
16.01.13 21:14
Shortgelegenheiten warte und eine kleine Position gestartet habe, sehe ich zB in dem Devisenpaar AUD/CHF eine enorme Stärke. Die Bullenkerzen, die den letzten Anstieg begleitet haben sind schon recht groß und man darf dann auch Stärke prognostizieren. Also bin ich da mal Long. Das sieht nicht nach Risk Off aus.

Zudem besteht die Gefahr für die Bären darin, dass nach der langen Seitwärtsphase der Durchbruch und ein weiterer Anstieg durchaus dynamisch sein kann.
(Verkleinert auf 63%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 570032
Wo isi checkerlarsen?
Antworten
learner:

Jetzt wird es doch noch mal spannend, da AUD auf

 
17.01.13 07:09
der ganzen Front bröckelt. Vielleicht war es nur ein Fehlausbruch nach oben, der jetzt eine Korrektur nach unten auslöst.
Wo isi checkerlarsen?
Antworten
A.L.:

Behördliches Flugverbot für Boeings "Dreamliner"

 
17.01.13 08:13
www.wallstreetjournal.de/article/...7323468604578246752966432148.html
Antworten
ivan73:

Deflation / Inflation

5
17.01.13 08:24
Ausführungen von Prof. Dr. Gunnar Heinsohn

blog.malik-management.com/...nnar-heinsohn-bremen-02-01-2013/
Antworten
Contrade 121:

ivan73 - zu Gunnar Heinsohn...

4
17.01.13 09:00
Gunnar Heinsohn ist einer der Volkswirte und Gesellschaftsforscher, die einen starken Bezug zur Realität haben. Habe schon seine Bücher, u.a. Söhne und Weltmacht - Terror im Aufstieg und Fall der Nationen, gelesen und war schon immer von der Schärfe seiner Argumente begeistert. Die Realitätsnähe ergibt sich u.a. daraus, dass er "gesellschaftsnah" forscht und nicht wie der Großteil der Volkswirte in zahlenorientierten Modellen seine Hypothesen beweist.

Zum Thema Deflation - ja, das ist leider so, die Politik versucht und schafft es auch größtenteils, Inflationsängste zu schüren. Das sieht man insbesondere auf den immer stärker werdenden Immobilienkäufen. Die Politik setzt sich schon seit geraumer Zeit für höhere Tariflohnabschlüsse - ein Umstand, der in der vergangenen Dekade eigentlich undenkbar ist. Währenddessen steigt die Zahl der Minijobber und Teilzeitarbeiter mit der Folge, dass die Löhne im Schnitt geringer werden. Also auch der Lohn verhält sich deflatorisch. Von der Altersvorsorge gar nicht zu sprechen...

Daher gehe ich davon aus, dass das niedrige Zinsumfeld und die Notenbankschweinereien noch eine ganze Weile Realität bleiben werden. Hauptargument: Inflation hält sich in Grenzen. Auswirkungen auf den Aktienmarkt: Hochpushen bis zum geht nicht mehr - ohne Scheiss - wie sonst will eine Bank Quartalsergebnisse verdreifachen (siehe Goldman gestern), mit Staatsanleihen eher nicht...
So far...
Antworten
learner:

Was ist die Alternative?

3
17.01.13 09:14
Würden die Schulden auf einem Schlag abgeschrieben hätten wir zwar einen Neuanfang, aber auch extreme Probleme wie Armut und Arbeitslosigkeit. So wird das Problem auf einer längeren Zeitachse gesellschaftskonform erledigt.

Oder hat hier einer Lust bewaffnet durch die Strassen zu laufen, weil man immer auf einen marodierenden Mob stossen könnte?
Wo isi checkerlarsen?
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Stöffen:

Währungskriege sind sehr gefährlich

7
17.01.13 09:15
Der frühere Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und Berater der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, William White, hält jeden Vorschlag, der vorgibt, ein Wundermittel zu haben, für Unsinn. Im Interview mit der NZZ erläutert er seinen Standpunkt. Anbei ein kurzer Auszug seiner Statements, dann der Link.

Währungskriege sind sehr gefährlich

…..Die meisten Zentralbanker von der Federal Reserve, der Bank of England oder auch von der Europäischen Zentralbank halten die «ultralockere Geldpolitik» weiterhin für einen praktikablen Weg, um die Wirtschaft ihres Landes zu stimulieren. Die langfristigen Probleme werden kaum beachtet, denn sie gelten als kontrollierbar. Deswegen wird man nicht zu schnell davon abrücken…..

….Ich denke, die eingeschlagenen volkswirtschaftlichen Strategien können nicht aufgehen und die negativen Folgen werden im Laufe der Zeit immer grösser. Ich fürchte, es wird zwar irgendwann klarwerden, dass der Nutzen der extremen Geldpolitik geringer ist als der Schaden, den sie anrichtet. Allerdings wird es dann möglicherweise zu spät sein, um die Zinsen anzuheben…..

…..Die Marktteilnehmer wägen im aktuellen Umfeld keine Risiken gegen die möglichen Erträge mehr ab, sondern sie sind völlig verunsichert. Sobald jedoch ein Politiker oder ein Zentralbanker wie Mario Draghi interveniert, wechseln alle gleichzeitig auf die andere Seite des Bootes. In dem Moment nähern sich die Korrelationen der Erträge risikoreicher Wertpapiere der Eins an. Plötzlich gibt es keine Diversifikationsmöglichkeiten und keine Analyse der fundamentalen Faktoren mehr – sondern die Anleger finden ein risikoträchtiges Papier und wollen es sofort haben. Sobald jedoch etwas Unerwartetes passiert, wechseln sie wieder in den «Risk-off-Modus» und verkaufen. Ich denke, das ist jederzeit möglich. Die Märkte sind zu politischen Märkten geworden. Sie sind so seltsam, dass die Preise und Kurse die fundamentalen ökonomischen Fakten in keiner Weise widerspiegeln.

….Sobald Marktteilnehmer den Eindruck haben, kurzfristig seien die Risiken begrenzt, schalten sie auf «Risikomodus» und kaufen riskante Papiere wie Bankaktien. Sie alle halten sich für smart und wollen als Erste verkaufen, sobald sich die Risikowahrnehmung wieder verändert hat. Da jedoch alle gleich klug sind, wollen alle gleichzeitig in die Märkte hinein und dann wieder heraus. Das verzerrt die Märkte. Nachdem sie sich von fundamentalen Faktoren abgekoppelt haben, können sie nicht mehr normal funktionieren….

www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/...-sehr-gefaehrlich-1.17942469
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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A.L.:

Warum sich Bond-Schwäche fatal auswirken könnte

8
17.01.13 09:53
In US-Medien wie dem CNBC-Artikel unten (head tip to Permanent) mehren sich Stimmen, die für 2013 starke Kursverluste für AAA-Staatsanleihen aus USA, Deutschland und Großbritannien vorhersagen. Die "Bond-Blase" soll also 2013 platzen.

Als Grund werden Hinweise der Fed (in den "minutes" von 4. Jan.) angeführt, dass QE in 2014 enden soll. (Ich halte dies übrigens für "jaw bowing" - verbale Drohgebärden - , um einer Überhitzung im Bond- und Aktienmarkt gegenzusteuern. In normalen Zeiten hätte die Fed mit Leitzinserhöhungen "gedroht"). Außerdem habe QE inzwischen an Wirkung verloren, weil die Bond-Zinsen bereits extrem tief und kaum weiter zu drücken sind.

Damit das Ganze zu einer Bull-Spinstory wird, fügt der im CNBC-Artikel zitierte Fondmanager David Roche auch gleich hinzu, wohin das viele im Bondmarkt frei werdende Geld fließen "soll" - nämlich in den Aktienmarkt.

In meinem detaillierten Kommentar am Ende dieses Postings erhebe ich gegen diese Interpretation schwere - und wie ich meine triftige - Bedenken...


The Most ‘Dangerous’ Asset to Own Is...
17 Jan 2013
By: Ansuya Harjani

Adding to a rising chorus of analysts warning of a potential bond market crash in 2013, is David Roche, president of Independent Strategy, who says safe-haven government debt is the most "dangerous" asset to own, referring to German Bunds, U.K. Gilts and U.S. Treasurys.
"This year is going to be a story of the big bond market crash, when the safe haven bond markets go to hell in a handcart…All of these safe haven bond markets are about the most dangerous thing you can hold," Roche told CNBC on Thursday.

Worries about an impending bust in the world's largest sovereign bond market - the U.S. - have heightened following the release of the Federal Reserve's latest minutes on January 4, which hinted that the beginning of the end is in sight for the central bank's ultra-loose monetary policy.
The Fed's hawkish tone sent bond yields climbing higher, with the benchmark 10-year note hitting an 8-month high at the beginning of the month, however, they have since pared back losses.
Yields on benchmark Treasurys have fallen around 200 basis points over the past five years as weak economic growth and volatile stock markets sent investors into safe-haven bonds.

But now there are several factors that point to a bond bubble burst in 2013, said Roche. An earlier-than-anticipated return of inflation in the second-half of the year as a result of past easy monetary policy and "extreme" valuations in the asset class will drive the crash, together with what Roche sees as "a lessening impact of quantitative easing (QE) on sovereign bond markets, principally due to declining marginal returns." (siehe: Der Kollaps zentralbanklicher Planwirtschaft in xxx).

The Fed, which has launched three rounds of bond purchases since the financial crisis hit - the most recent being QE3 in September 2012 - has played a critical role in suppressing debt yields. However, with yields already so low, the effectiveness of quantitative easing is now being called into question, Roche said.

"The talk is of changing tack — even in the Fed according to its last minutes and at the Bank of England, where it is almost consensus that QE is a spent force. Once central banks stop buying, the bull market bond story is over because it is central banks that have been rigging the bond market, buying between 30-40 percent of all net new issuance," Roche said.
Either a halt to central bank bond purchases or inflation would mean a wall of money would flow out of the credit space and towards equities and commodities, he added..... (Auslassung)

....Roche said a 200 basis point increase in 10-year Treasury yields, would cause a 15-20 percent decline in the value of those bonds....(lange Auslassung)

www.cnbc.com/id/100386296


Mein detaillierter Kommentar:

Dass die durch massive Marktmanipulation der Zentralbanken auf Mondkurse gehobenen AAA-Staatsanleihen - und in derem Schlepptau Unternehmensanleihen (auch wegen ZIRP) - in 2013 nachgeben könnten (evtl. sogar deutlich), halte auch ich für möglich. Eben weil bei QE der Grenznutzen bereits überschritten ist.

Siehe dazu die Grafik zum "Lebenszyklus zentralbanklicher Planwirtschaft" in # 514:
www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4100#jumppos102514

Wall Street propagiert derzeit vorauseilend, dass die im Bondmarkt frei werdenden Gelder in den Aktienmarkt fließen werden. Dies glauben bei Ariva auch Permabullen wie Lehna.

Dabei wird mMn Folgendes unterschätzt:

Es gibt wegen der massiven weltweiten Zentralbankmanipulationen eine historisch noch nie da gewesene Parallelblase am Aktien- und Bondmarkt. Sämtliche Assets inkl. Rohstoffe wurden "im Tandem gehoben". Ursache war die Unmenge an billigem Geld - zum einen aus Geldgedrucke (QE, LTRO), zum anderen aus der Nullzinspolitik.

Wenn Staatsanleihen - wie im CNBC-Artikel angekündigt - deutlich fielen, weil Anleger (u. a. aus Inflationsangst) auscashen, dann würden deren Renditen zwangsläufig hochschießen. Damit endete die staatliche und zentralbankliche "Hyperliquidität", die die 2007 ausgetrocknete "private Hyperliquidität" ersetzte. Dem System würde - mit anderen Worten - massiv (Spiel-)Geld entzogen.

Damit könnte der General-Trend seit 2009 umgekehrt werden, der dadurch gekennzeichnet war/ist, dass sämtliche Assetklassen - Aktien, Bonds, Rohstoffe usw. - im Tandem stiegen. Diese "Parallelblase" in allen Assets würde dann "synchron rückabgewickelt" - und es GÄBE keine Umschichtungen von Bonds in Aktien.

Das Umschichtungsdenken ist ein Relikt aus einer Zeit, in der Zentralbanken noch "normal" agierten - und nicht wie jetzt als Markt-verzerrende Ober-Bailouter, Staatsfinanzierer und "Keynesianische Zentralplaner".

Steigende Zinsen am langen Ende, die zwangsläufig aus den Bondverkäufen resultierten, würden  die Inflationsängste weiter verstärken. In einer Weltwirtschaft, die kaum organisch wächst, kämen dann berechtigte "Stagflation"-Sorgen auf.

Stagflation ist in dem Kontext nichts anderes als die nächsthöhere Stufe der jetzigen "finanziellen Repression": Aktuell verliert Geld durch Gelddrucken ca. -2 % pro Jahr an Wert, während die Leitzinsen bei Null sind. Bei Stagflation verliert Geld dann z. B. -5 % pro Jahr an Wert, während die Leitzinsen bei 3 % sind. Das ist unter Geldentwertungs-Aspekten "äquivalent". Fatal indes ist es für die Staaten, die im Zuge von QE/LTRO Unmengen an Staatschulden herausgegeben haben. Denn dadurch würde sich der Anteil an Steuergeldern, der für Zinszahlungen ausgegeben werden muss, drastisch erhöhen - was die eh schon angeschlagenen Staatsbilanzen noch tiefer in den roten Bereich drückte. Es hat schon einen guten Grund, dass die staatlich Schuldenquote nach herkömmlicher ökonomischer Lehrmeinung nicht über 100 % steigen sollte, weil sonst bei aufkommender Inflation die Gefahr besteht, dass der Staat pleite geht. Das ist - nach derselben Definition - der Fall, wenn mehr als 40 % der Steuereinnahmen für den Zinsdienst aufgebracht werden müssen.

In vielen Staaten LIEGT die Schuldenquote bereits über 100 %, neuerdings auch in USA (103 %). Steigende Zinsen sind in dem Kontext Gift. Deshalb hält die Fed ja auch so eisern an QE fest.

Steigen die Zinsen, wird in ALLEN hoch verschuldeten Staaten - nicht zuletzt in USA - die fiskale Lage zunehmend prekär. Mit "noch mehr Schulden" und Schuldengrenzenaufstockung ist dem dann kaum mehr beizukommen.

Bondverkäufe am langen Ende sind daher ein Gefahrensignal!

Die Inflationisten-Fraktion (zu der seit einigen Jahren auch die Permabullen zählen) behauptet - dessen ungeachtet - nimmermüde, dass steigende Inflation "gut" für den Aktienmarkt sei, weil Aktien ja Sachwerte sind und bei Inflationsgefahr nachgefragt würden, weil Anleger "in Sachwerte fliehen".

Ich möchte als Gegenargument auf die Stagflation der 1970er Jahre verweisen. Sie leitete eine 16-jährige Periode ein, in der Aktien stark volatil seitwärts liefen. Der DOW kam in der Zeit nie über 1000 Punkte hinaus, erlitt aber periodische Einbrüche um bis zu -42 Prozent:

www.ariva.de/forum/Der-Doomsday-Baeren-Thread-245194?page=0#jumppos2 (siehe auch den Chart am Ende dieses Postings)

Auch damals wuchs die Wirtschaft nicht, hatte aber immerhin noch Potentialwachstum. Dieses fehlt heute zusätzlich. Die Lage ist derzeit also weit schlimmer als in den 1970ern.

FAZIT:

Wenn Longbonds tatsächlich fielen (was angesichts latenter Deflationsgefahren und daraus resultierendem "Renditenotstand" keinesfalls sicher ist, siehe Argumente von David Rosenberg), dann würden höchstwahrscheinlich alle anderen Assetklassen inkl. Aktien mit fallen. Die Zeichen stünden dann auf "risk off". Die von Bullen propagierte Umschichtung von Bonds in Aktien würde nicht stattfinden.

Wenn in US-Bonds stärker fielen als europäische, könnte es auch renditegetriebene Umschichtungen in US-Bonds geben, was den Dollar stärkte. Dies würde die "risk off"-Tendenzen - auch im Aktienmarkt - weiter verstärken.
Antworten
A.L.:

Philly Fed Index fällt auf -5,8

5
17.01.13 16:08
von +4.6 im Dezember. Erwartet war +5,0.

Die negativen Daten werden, offenbar wegen des Optionsverfalls am Freitag, bislang ignoriert.

Philly Fed index turns negative in January
By Steve Goldstein

WASHINGTON (MarketWatch) -- The Philadelphia Fed's manufacturing index went negative in January, slipping to -5.8 in January from +4.6 in December. Economists polled by MarketWatch expected a 5.0 reading. The new-orders index fell to -4.3 from 4.9 in December, and the employment index fell to -5.2 from -0.2 in December. The prices received index decreased 14 points, from 12.4 to -1.1. However, the future general activity index increased from a revised reading of 23.7 to 29.2.
Antworten
A.L.:

ZH: Fed pumpt gegen schlechten Phily Fed an

3
17.01.13 16:35
Minuten vor der schlechten News hat die Fed Milliarden in den Markt gepumpt.

Die verdächtig gute Zahl von 8,1 für den Philly Fed im Dez., wie ZH richtig vermutete, im Nachhinein stark runterrevidiert  - auf 4,6 (siehe # 543).

Biggest Philly Fed Miss In 7 Months Ignored As Fed Injects Reserves Via Repo
Submitted by Tyler Durden on 01/17/2013 - 10:18

A month ago we mocked the Philly Fed number which printed at an outlier level of 8.1, slamming expectations of a negative print, and sending algos into overbuydrive. A week ago we were validated when the annual revision brought that number down from 8.1 to 4.6. Today we get confirmation that the December print was a total farce, with a January Philly Fed print which is once again solidly in negative territory, or -5.8, which just happens to be the biggest miss to expectations of 5.6 in seven months. Yet while a month ago the huge beat was a reason for the robots to ramp stocks, today's miss is a reason to... ramp stocks even more. Why? Because moments before the disappointing announcement the Fed decided to inject even more liquidity in addition to the now daily unsterilized POMO, following the resumption of repos, which injected some $210 million in reserves into dealers. This is in addition to the $3 or so billion that today's POMO will add as stock purchasing dry powder for banks.

www.zerohedge.com/news/2013-01-17/...gnored-fed-injects-reserves-repo

Zuvor gab es bei heute bei den US-Erstanträgen mit 335.000 eine positive Überraschung, auch die Wohnungsbaubeginne lagen über Erwartung.

Die Zahl der Wohnbaubeginne liegt in den USA im Dezember bei 954.000. Erwartet wurden 880.000 bis 889.000 nach noch 851.000 im Vormonat. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 861.000 leicht nach unten revidiert.

Derivatecheck.de
Antworten
A.L.:

Anleihen für 1 Billion Dollar droht Ramsch-Status

2
17.01.13 16:53

Handelsblatt

Anleihen für eine Billion Dollar droht der Ramsch-Status

17.01.2013, 15:22 Uhr

Insgesamt sind es 52

... (automatisch gekürzt) ...

www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/...h-status/7648870.html
Moderation
Zeitpunkt: 18.01.13 10:26
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen - Bitte nur kurz zitieren!  

Link: Nutzungsbedingungen  

Antworten
Eidgenosse:

Je schlechter die Daten (Phily Fed)

6
17.01.13 19:25
desto länger gibts die Gratis-Pump-Kohle von Ben und desto irrationaler wird der Markt. Das führt dann zu Preissteigerungen querbeet durchs Land. Grosse Inflationssprünge sind dennoch nicht zu erwarten da die Knete beim Verbraucher nicht in gleichem Masse ankommt.
Wenn man kein Geld hat spielt es keine Rolle ob Benzin 1, 2 oder 3 Euro kostet, es ist einfach zuviel und man geht zu Fuss. Mit anderen Rohstoffen wirds genauso gehen.
Irgendwann steht die Wirtschaft still, die Heuschrecken flüchten aus den Rohstoffbergen (wer will schon 1 mio Tonnen Kupfer geliefert bekommen) und die Welt erlebt den grössten Deflationsschock aller Zeiten.
Nachdem dann alles was ne Krawatte hat aufgehängt wurde und der Rest der Bevölkerung wieder zur Besinnung gekommen ist fängt ein neuer Bullenzyklus an.
Der Dow steigt am ersten Handelstag 2% von 100 auf 102 Punkte. 100 Punkte nur weil man nicht ganz bei Null anfangen wollte.
Antworten
A.L.:

Intel-Gewinn fällt 27 % - Aktie fällt

 
17.01.13 22:22
nachbörslich, nachdem es zunächst einen "Besser-als-erwartet"-Satz nach oben gegeben hatte.

www.marketwatch.com/story/...all-but-beat-street-forecasts-2013-01-17
(Verkleinert auf 97%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 570404
Antworten
A.L.:

Capital One fällt nachbörslich 4,2 %

2
17.01.13 22:31
Die Firma, ursprünglich ein Kreditkartenunternehmen, hat sich zur Bank entwickelt. Während Abschreibungen bei Kreditkarten im Dez. zurückgingen, häufen sich die faulen Autokredite. Dass ist bei dem "channel stuffing" von GM - in Kombination mit subprime car lending - kein Wunder.

Capital One Financial Corp. COF -4.45% said delinquencies at its U.S. credit-card business fell during December, though auto-loan delinquencies turned higher.

The lender, which transformed from a credit-card lender to a bank just before the financial crisis hit, has lately benefited from improving credit quality and has been working to expand through acquisitions.....however, auto-loan delinquencies rose to 7% from 6.44%.

www.marketwatch.com/story/...er-us-card-delinquencies-down-2013-01-15
Der USA Bären-Thread 570406
Antworten
A.L.:

Intel (2)

3
17.01.13 22:51
Als Intel noch eine der Star-Aktien war, galt die Regel: Intel ist die Steilvorlage für alles andere im Quartal.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 570416
Antworten
Stöffen:

Goldman trommelt

2
18.01.13 09:49
erneut für einen Ölpreis von 150$ und empfiehlt desweiteren den Risk-on-Mode.

Goldman Sachs rät zu Risikoinvestments

Goldmann Sachs rät zu Risikoanlagen, sprich Aktien und riskantere Anleihen, würden sich nicht wundern, wenn wir im Sommer aufwachen und der Ölpreis bei 150 Dollar liege und gehen davon aus, dass die Gold-Story prinzipiell zu Ende erzählt worden ist.

www.wallstreetjournal.de/article/...604578247871324329516.html

Der Zero Hedge Blog äußert sich in einem längeren Comment zu Goldmans "bullisher" Ölpreisprognose. Ein kurzer Auszug, dann der Link.

Counterpoint to Goldman Sachs Chief Commodity Strategist

Talking Goldman`s Book

Now if Jeff Currie is just a mouthpiece for Goldman Sachs bullish bets on commodities, then the actual facts regarding the oil market don`t really matter do they?  If Jeff is basically just suppose to “talk up” the commodity, and represent and push the views of Goldman Sacks bullish commodity book.

Ok, I get that Goldman Sachs has been long oil since Brent was $103 in November and WTI was $86, but I didn`t need Jeff Currie for that, one look at the oil charts would confirm this notion.

When S&P 500 Breaks, Oil will not be far behind

So when Jeff Currie starts talking about $150 and $200 oil given his past it might be time to start looking for some near-term shorts for the next month in the oil markets. Of course, this time if the S&P 500 sells off 70 handles, I would expect Oil markets to follow suit with the move.

Ergo, Jeff Currie will not have to worry that Oil market volatility isn`t matching the volatility in equities. Remember, oil is an “Asset Class” Jeff, and now that all traders are back from Christmas break, it will sell off just like equities.

www.zerohedge.com/contributed/2013-01-17/...mmodity-strategist
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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