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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.804,46 -0,37% Perf. seit Threadbeginn:   +366,38%
 
A.L.:

WSJ.de gibt US-Wunschdenken zur Eurokrise wieder

8
10.01.13 07:46
ziemlich ekliger Artikel...

...Japan hat dagegen mit Premierminister Shinzo Abe gerade einen neuen besonders entschlossenen Oberbefehlshaber im Währungskrieg bekommen. Aber auch in den USA hat US-Notenbankchef Ben Bernanke sich dazu verpflichtet, die den Dollar schwächenden geldpolitischen Maßnahmen fortzusetzen, bis der Arbeitsmarkt sich erholt hat. Und die Bank of England steht Gewehr bei Fuß, die Notenpresse erneut anzuwerfen.

Damit wird der Euro zum „Sicherheitsventil für das globale Finanzsystem", wie es die Bank of New York Mellon nennt. Diese Funktion ist nach Ansicht der Bank hauptverantwortlich für jede Phase der Stärke des Euros seit 2002.

Die Eurozone muss im Währungskrieg mitspielen

Gelegentlich stören sich die Politiker der Eurozone an dieser Ventil-Funktion, insbesondere die in Frankreich. Ex-Präsident Nicolas Sarkozy drängte seine Eurozonen-Partner häufig zu Maßnahmen, wenn der Rest der Welt damit beschäftigt war, die eigene Währung zu schwächen.

Allerdings hatte die Eurozone 2012 ganz andere Probleme. 2013 könnte das anders sein. Früher oder später wird die Eurozone in den Krieg mit einsteigen. Die aktuellen Daten zu Wachstum und Arbeitslosigkeit legen nahe, dass früher für die Eurozone besser wäre als später.

www.wallstreetjournal.de/article/...7324081704578231592493435874.html

A.L. Dabei ist eigentlich logisch, dass es in einem Währungskrieg, in dem jede Nation ihre Währung gegen die aller anderen abschwächen will, keine Gewinner geben kann. Außer natürlich den Goldmännern, die an der - so oder so - aus dieser "Politik" resultierenden Inflationierung im Rohstoff- und Aktien-Eigenhandel (unter Umgehung der Volcker-Regel, # 424) grandiose Profite ziehen. Das freut dann auch die US-Börsen, weil die Stimmung im ISM-"Dienstleistung" steigt. LOL.
Antworten
Stöffen:

Der Fluss des Geldes

5
10.01.13 11:13
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es nicht nur Peanuts-Größenordnungen sind, die aktuell ins Stock-Markets-Casino hineinfliessen.

Die Zuneigung der Anleger für börsengehandelte ETFs wächst scheinbar unaufhaltsam. Ende November beliefen sich die Gelder, die weltweit in ETFs bzw. ETPs investiert wurden, auf 1,9 Billionen Dollar und damit auf neuem Rekordniveau. Hier ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr in einer Größenordnung von 23,8% zu verzeichnen.

Das Branchenportal Onwallstreet.com berichtete von diesem "All-time high" per Ende November 2012:

Ein Anlagevolumen in Höhe von 1,3 Billionen US-Dollar in den USA, gefolgt von 359 Milliarden Dollar in Europa, 78,7 Milliarden im Raum Asien/Pazifik, 46,9 Milliarden in Japan und 11,6 Milliarden Dollar in Lateinamerika.

www.onwallstreet.com/news/..._campaign=OWS_Daily__120612%20%20
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
A.L.:

Wenn alle drin sind, Stöffen

11
10.01.13 15:17
gibts nur nach einen Weg.

Der
      Weg
                ist
                     das
                             (Kurs-)ZIEL.


Die Nachricht der voll investierten Hausfrauen höre ich insofern mit tiefer Anteilnahme und aufrichtiger (Schaden-)Freude.

Überhaupt sehe ich das Leben, anders als meine vielen Ariva-Feinde wähnen, in fast allen Aspekten positiv - außer eben in punkto Börse (Drecksloch), Draghi (Drecksack), Bernanke (Dudelsack), Bankschwein (Geldsack) ;-)
Antworten
ivan73:

Dauert schon ganz schön lange...

2
10.01.13 15:22
die Distri von den Goldmännern
Antworten
Pichel:

You don’t see this very often

5
10.01.13 16:16
Looks like someone at the Philly Fed  bollixed up the December business conditions index.

It has been revised sharply lower, to 4.6 from 8.1 while the new orders component was chopped to 4.9 from the originally reported 10.7.

Those are pretty big misses. More details as they become available.

www.forexlive.com/blog/2013/01/10/you-dont-see-this-very-often/
Das Marionettentheater ist heutzutage durch die Parlamente
ersetzt worden. (W. Rathenau)
Antworten
Pichel:

noch dazu:

 
10.01.13 16:16
US Nov wholesale sales +2.3% vs +0.6% exp

Largest rise since March 2011.

Separately, the Philly Fed revised down to 4.6 from 8.1. Not sure why the Philly Fed was revised, that never happens.
Das Marionettentheater ist heutzutage durch die Parlamente
ersetzt worden. (W. Rathenau)
Antworten
Gegenpol:

AL #426

3
10.01.13 16:43
Bereits vor einigen Tagen artikulierte ich die These, dass die EZB im "Währungskrieg" neue Akzente setzen wird. Der Euro wird gegenüber den anderen Währung aufwerten, welches die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie unterminieren wird. In diesem Zusammenhang erwarte ich eine Zinssenkung bereits im 1.Quartal 2013. Bisher wurde davon abgesehen, weil sich u.a. die Renditen der europäischen Staatsanleihen deutlich reduziert haben. Allerdings wurde dies durch äußerst fragwürdige Methoden erzielt. Spanien hat beispielsweise die Mittel der Pensionskassen zweckentfremdet. Mittlerweile sind 90% des Reservefonds in spanische Staatsanleihen investiert. Diese Mittel sind also fast aufgebracht und stehen nicht für weitere Interventionsmaßnahmen zur Verfügung. Diese Konstelation dürfte sich in absehbarer Zeit bei den Renditen der spanischen Staatsanleihen bemerkbar machen.

Eine Währungsabwertung innerhalb einer Währungsunion hat einen viel stärkeren Effekt auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit, als die Abwertug der Währung einer einzelnen Volkswirtschaft. Während die Güter innerhalb der Währungsunion zirkulieren und  weiterverarbeitet werden spielt der Wechselkurs keinerlei Rolle. Erst wenn ein weiterverarbeitetes Produkt den Währungsraum verlässt macht sich der Wechselkurs bemerkbar. So nützte Deutschland eine Währungsabwertung zur Zeiten der D-Mark wenig, da Deutschland viele Produkte importiert, weiterverarbeitet und schlussendlich exportiert. Es war quasi ein Nullsummenspiel, da die Wertschöpfung eines Poduktes "Made in Germany" in Wahrheit nur zu ca. 10% - 20% innerhab deutscher Grenzen vollzogen wurde. Demzufolge war es für die Produzentenrente egal, ob die Währung auf- oder abgewertet hat.

Nun ist Deutschland Teil einer Währungsunion, in der viele Handelspartner involviert sind. Gemäß dem Fall, dass eine Währungsabwertung vollzogen werden sollte, profitiert Deutschland von der Abwertung als exportorientierte Volkswirtschaft überproportional. Schließlich kann Deutschland Produkte aus Frankreich und einigen Ost-Blockstaaten in Euro importieren, diese weitrerverarbeiten und auf dem asiatischen oder amerikanischen Markt günstiger aufgrund der Wärhungsabwertung anbieten und den Profit maximieren. Die Währungsabwertung macht sich dementsprechend nur noch auf der Exportseite und nicht mehr auf der Importseite bemerkbar. Der feuchte Traum jeder exportorientierten Volkswirtschaft.

Allerdings ist die Architektur des Euro-Raums derart stümperhaft, dass die negativen Folgen für Deutschland überwiegen. Ebenfalls wurde die Konsumentenrente in diesem Beispiel völlig ausgeblendet.
Antworten
Contrade 121:

Korrektur...

7
10.01.13 16:52
OK - bin vorhin per Abstauberlimit in eine Short-Posi reingekommen - das könnte sich lohnen...
Die Korrektur wird ohnehin "aus heiterem Himmel" kommen - so heiter die Lage derzeit dargestellt wird, kann es ja gar nicht anders kommen. Die Revisionen der "Konjunkturzahlen" zeigen schon, dass selbst Amis bei den ganzen Lügen anfangen selber rot zu werden ;-)

Alcoa hat einen guten Teil der Wahrheit bekanntgegeben, es passt auch gut zusammen mit den korrespondierenden Konjunkturdaten: Umsätze rückläufig (OK, Gewinn ist gestiegen, aber Cash-flow unverändert), die Lagerbestände sind im November aber gestiegen und das ist ein Zeichen dafür, dass die Amis eher auf expansiven Kurs sind (Überkapazitäten) - wohl wegen den positiven Konjunkturerwartungen (Philly FED Index und der ganze andere, leicht manipulierbare Schrott). Stichwort hier: Fehlsteuerung durch manipulierte Daten. aber gut...korrespondieren tun auch die Arbeitsmarktzahlen: Wahlhelfer, Zeitarbeiter bzw. höhere Auslastung in den Werken.

Fazit: es entscheidet sich derzeit, wo die Reise hinführt: Rezession oder lauer Aufschwung. Der Aktienmarkt spielt auf einen starken Aufschwung - also eine Lücke ist gegeben. Theoretisch zumindest....
I.d.S. viel Erfolg noch wünscht
Contrade 121
Antworten
A.L.:

# 429

5
10.01.13 17:16
Die Falltür unter diesem Rinderstall wurde sorgfältig unter Stroh versteckt, damit es keinen Ärger mit dem Tierschutzverein gibt.

www.vvs-horst.de/Bilder/rinderstall2.jpg
Der USA Bären-Thread 568288
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A.L.:

Kass: Der Konsens ist zu selbstgefällig

4
10.01.13 17:35

Kass: The Consensus Is Complacent

By Doug Kass 01/10/13   ...This column originally appeared on Real Money Pro at 7:31 a.m. EST on Jan. 9.   NEW YORK (Real Money)

 

NEW YORK -- My general impression is that the consensus of both the technical  crowd and the fundamental crowd is upbeat after the first week of  trading in 2013.

It is encouraging to technicians that the indices have held onto most of  the gains following the fiscal cliff fiasco -- and there is the lame  and random January indicator, which I personally give almost zero  predictive ability.

Fundamentalists see an upbeat backdrop as they cite improving economic  momentum in the U.S., Europe and China. They throw out the first quarter  of 2013 and talk about "cliff fatigue." Some even say it's OK if we end  up without an agreement on spending and entitlement cuts. The bulls  just want the government out of the way -- and it will be business as  usual.

From my perch, I disagree with both.

The price charts are a picture of what has happened in the past and  don't indicate with precision what will happen in the future.

Fundamentally, too, as I described in my "15 Surprises for 2013," there is less than meets the eye to the generally upbeat impression  that momentum is gaining. I think it odd that few are incorporating the  impact of the Jan. 1 tax hikes on personal consumption. And I believe  the multiplier applied to those tax-rate hikes is being underestimated.

Importantly, I don't think the bullish fundamentalists recognize the  dependency and lack of sustainability in fiscal and monetary policy or  that our budget is out of control and zero interest rates should not be  considered a permanent condition.

Important, to me, is that the outlook for corporate profits is weakening.

www.thestreet.com/story/11808972/1/kass-the-consensus-is-complacent.html

 

Antworten
Stöffen:

Der Konsens ist auch zu selbstgefällig

3
10.01.13 18:39
was die Earnings anbelangt und hier sehe ich das größte Enttäuschungs- und Abwärtspotential für den US-Aktienmarkt, denn eben dieser Konsens hat ja die Messlatte für die zu erzielenden Profits für dieses Jahr hochgesetzt. Die strichverlängernden Analysten schreiben ja intelligenterweise die Gewinne für 2013 einfach weiter steigend fort, wobei die mittlerweile erreichte Topline bei den Gewinnen sich wahrscheinlich flat bis rückläufig gestalten wird und Profits nicht mehr durch Gewinnwachstum sondern durch Cost-Cutting getrimmt werden. Wie bereits hier an der ein- oder anderen Stelle schon ausgeführt, haben die im S&P500 gelisteten Firmen in 2012 ein All-Time-High bei den After-Tax-Profits eingefahren.

Wir sahen aktuell bei Alcoa zwar einen optimistischeren Long-Term-Ausblick, aber die Guidance für's Q1 2013 las sich dagegen doch recht vorsichtig. Und ich denke, dass wir in den kommenden Wochen recht ähnliche Berichts-Statements diverser S&P-Companies vernehmen dürften. Nicht ohne Grund äußerte sich Byron Wien aktuell dahingehend, dass der Druck auf die Gewinnmargen und begrenztes Umsatzwachstum dazu führen, dass die Gewinne im Standard & Poor’s 500 in 2013 unter 100 Dollar fallen werden. Der Konsens prognostiziert für das Q1 2013 hier 101.31$ sowie für das Q2 bereits 103.73$.

Das mir hier fehlende Puzzle-Teil ist der US-Finanzsektor, der, wenn er mit guten sprich marktgenehmen Ergebnissen aufwarten kann, die Rally ein Stück weit befeuern könnte. Wells Fargo legt morgen Zahlen vor und gibt somit einen ersten Takt an. Aufgrund der moderaten Erholung des US-Immo-Markts dürften die Zahlen vermutlich eher positiv ausfallen.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Contrade 121:

@stöffen...

 
10.01.13 19:06
in der Tat, die Gewinne werden fortgeschrieben, allerdings sind die Prognosen um 7% nach unten genommen worden - das passierte bereits im November während der Q3-Earnings-Season. Da mals korrigierte der Markt auch leicht. Was danach kam hat nichts mehr mit Unternehmensgewinnen zu tun, ist rein liquiditätsgetrieben. In dieser Earningsseason erwarte ich aber keine großen Überraschungen - in Kontext mit Analystenerwartungen. Es wird sich eher die Tendenz herausbilden, prozentual steigende Gewinne bei sinkenden Umsätzen (siehe Alcoa...).
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fkuebler:

Stöffen36 Alles euphemistisches Bären-Gebubbel ;-)

5
10.01.13 19:08

Die Analysten sind doch nicht blöd:

"Die strichverlängernden Analysten schreiben ja intelligenterweise die Gewinne für 2013 einfach weiter steigend fort"

Soweit ich mich zu erinnern glaube, hatten sie vor einiger Zeit die Alcoa-Erwartung "rechtzeitig" um 20% gesenkt, so dass die Alcoas mit Sondereffekten "überraschend" über die tief in den Boden eingegrabene Messlatte latschen konnten.

"Wir sahen aktuell bei Alcoa zwar einen optimistischeren Long-Term-Ausblick, aber die Guidance für's Q1 2013 las sich dagegen doch recht vorsichtig"

Mit der Guidance kann der forward-looking Market problemlos eine Delle im Q1-Report überbrücken. Und das Verfahren lässt sich iterieren...

"Nicht ohne Grund äußerte sich Byron Wien aktuell dahingehend, dass der Druck auf die Gewinnmargen und begrenztes Umsatzwachstum dazu führen, dass die Gewinne im Standard & Poor’s 500 in 2013 unter 100 Dollar fallen werden. Der Konsens prognostiziert für das Q1 2013 hier 101.31$ sowie für das Q2 bereits 103.73$"

Naja, wie man damit umgeht, hatte ich ja gerade beschrieben...

Gaaaanz laaaangfristig tut's das natürlich nicht immer. Aber was wir gaaaanz laaaangfristig sind, müsste sich seit John Maynard ja auch schon herumgesprochen haben... ;-)

 

P.S.: Nix gegen dein Gebubbel... ;-)

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Stöffen:

Was möchtest sie uns sagen, Herr Kübler?

 
10.01.13 19:41
Doch wohl nicht etwa, dass ihnen die seit 2009 steigenden Aktienmärkte mittlerweile die Birne weichgekocht haben.

Noch sind es die Profits der Firmen, die das Gewicht des Aktienmarkts ausmachen sollten. Und sollten diese Gewinne bei den jetzigen Kursständen sinken, so gibt es da rasch ein bewertungstechnisches Problem. Manch einer wird anführen, dass in einer von Notenbanken regierten Welt sich die Relationen verschoben hätten und dass herkömmliche Bewertungsmaßstäbe mittlerweile nicht mehr gelten mögen.

Derlei Quatsch vernimmt man seit Generationen, die Ergebnisse sind hinlänglich bekannt.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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A.L.:

Goldman nennt für 2013 SP-500-Gewinne von 107 $

5
10.01.13 19:58
nachzulesen im Artikel von Doug Kass (Link in # 421). Der Artikel ist sehr lang, ich hatte nur einen kleinen Teil daraus gepostet. Besonders die Abschnitte zur laufenden  Konsens-Erwartung und Kass Zweifel daran sind lesenwert. Die Tabelle unten (GS-Prognosen) habe ich aus Kass Artikel per Screenshot kopiert.

Goldman hatte die SP-500-Gewinne für 2012 mit 100 $ beziffert, was halbwegs eintraf. Für Ende 2013 wird 107 $ prophezeit. Das wäre ein Gewinnplus in 2013 um 7 %. 2014 sollen noch mal 6 % raufkommen, was die SP-500-Gewinne dann auf 114 $ bringen soll.

Entsprechend hoch ist auch Goldmans SP-500-Kursziel für 2013, das mit 1575 angegeben wird.

Kass hält die GS-Zahlen für überhöht, rechnet für 2013 mit FALLENDEN SP-500-Gewinne - nämlich mit unter 100 $ - und nennt für das Jahresende ein Überraschungs-Kursziel von nur 1425. Das wären 35 Punkte niedriger als der heutige Stand.

Das Problem ist (und da muss ich Stöffen ebenfalls teils korrigieren), dass die Gewinnmargen der US-Firmen seit 2008 vor allem deshalb so stark gestiegen sind, weil laufend die Kosten gedrückt wurden, vor allem durch Massenentlassungen. Nun sind die US-Firmen aber nahezu komplett abgespeckt, mehr "Sparen" geht kaum. Weiteres Gewinnwachstum könnte daher nur noch durch Umsatzsteigerungen erzielt werden. Die Umsätze dürften jedoch wegen der Abgabenerhöhungen ab 1.1.2013 zurückgehen. David Rosenberg hat ausgerechnet, dass die Abgaben insgesamt das US-BIP um 1,5 % senken werden. Dann wäre es fast bei Null.

Unter diesen Prämissen ist Goldmans "Strichverlängerung" der SP-500-Gewinne nicht plausibel.

Goldman war für 2012 übrigens, was den Jahresschlusstand betrifft,  zu pessimistisch und nannte 1250 als Kursziel. Da die Goldmänner in ihren Sell-Side-Berichten aber meist das Gegenteil von dem kundtun, was sie faktisch ("Buy-Side") selber machen, kann man rückblickend davon ausgehen, dass Goldman mit 1250 Anleger und vor allem Bären auf die falsche Fährte locken wollte (für einen schönen Jahres-End-Squeeze, der ja auch kam).

Umgekehrt könnten Goldmans unrealistisch hohe Kursziel für 2013 bedeuten, dass Goldman nun die Bullen auf's Glatteis führen und selber mittels Shorts "melken" möchte.

Fundamental ist die Lage in USA weit weniger rosig, als Goldman sie darstellt. Kass' "Gegenentwurf" in seinen "Surprises for 2013" sind in dem Sinne erhellend. Auch Rosenbergs Analysen, die ebenfalls eher bärisch sind, scheinen plausibler.

Kass und Rosenberg legen allerdings Fundi-Kriterien an. Es bleibt abzuwarten, ob die Fed (die bekanntlich im Interesse der Goldmänner arbeitet) mit QE und weiteren Mätzchen auch in 2013 - wie in den Jahren zuvor - die sich eintrübende Fundi-Realität durch Bläh-Euphorie und gezielt geschürte "Geld-wird-wertlos-Ängste" substituieren kann.
(Verkleinert auf 94%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 568346
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Stöffen:

Auch wenn sich die heutigen Zeiten

3
10.01.13 20:12
irgendwie besonders anfühlen, wahrscheinlich weil unsere Bescheidenheiten mit unserem Erleben nun mal zufälligerweise gerade mitten in ihnen verweilen, so lässt sich jedoch eines ganz gewiss festhalten:

Die vergangenen 100 Jahre waren wahrlich angefüllt mit Extrem-Ereignissen, auch die Aktien-Märkte haben sich dem logischerweise nicht entziehen können. Es gab Über- wie auch Untertreibungen, und dieses wird sich auch künftig sicherlich nicht ändern.

Graphik entnommen bei
advisorperspectives.com/dshort/charts/valuation/SP-and-PE10.gif
(Verkleinert auf 61%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 568360
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Stöffen:

Aktuelles Interview mit Felix Zulauf

4
10.01.13 20:20
Felix Zulauf misstraut der Frühlingsstimmung: Bei Europas «verrottetem Finanzsystem» sei es nur eine Frage der Zeit, bis die Märkte wieder drehen.

Trübe schilderte Felix Zulauf die Lage einem Interview, das er der «Fusion Market Site» gab – einem Forum des New Yorker Investmentmanagers Fusion Analytics.

Bereits werde spürbar, dass die Austeritätspolitik in Südeuropa kaum nachhaltig sei, so der renommierte Makro-Analyst. Die Revolten und die schmerzhafte Rezession zeigten politische Wirkung. Nicht nur der Rücktritt von Mario Monti verändere die Lage, sondern auch die deutschen Wahlen im Herbst dürften ihre Schatten vorauswerfen: Denn damit werde Angela Merkel dazu verleitet, eine Milderung von Sparprogrammen in anderen Ländern zu tolerieren.

Wirtschaftliches Wachstum sichtet Vermögensverwalter Zulauf in der Eurozone kaum. "Es liegt an der Europäischen Zentralbank, Europa durchzuschleppen, indem sie verrottete Finanzinstitutionen und verrottete Regierungen finanziert."

Noch wirke alles besser, noch haben viele in Europa den Eindruck, dass sich die Lage langsam stabilisiert. "Kurz gesagt: Es ist ein Honeymoon", so Zulauf.

Noch. Die wichtige Frage lautet aber: Wann beginnen die Märkte zu spüren, dass der europäische Frühling am Ende ist? Auf welche Zeichen muss man achten?

Komplett in englischer Sprache hier

www.fusionmarketsite.com/?p=2212
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fkuebler:

Nein, Herr Stöffen 439, ich bin immer noch short

9
10.01.13 20:25

"Was möchtest sie uns sagen, Herr Kübler? Doch wohl nicht etwa, dass ihnen die seit 2009 steigenden Aktienmärkte mittlerweile die Birne weichgekocht haben"

Und zwar FDAX, AAPL, AMZN, und PCLN.

Is' ja noch'n bisschen Kohle da. Die muss auch noch in mühsamer Kleinarbeit umverteilt werden. Deswegen bin ich ja auch mittlerweile im Umverteilungs-Fachthread... ;-)

Antworten
Stöffen:

Das mag ich an dir, Kübi

2
10.01.13 21:39
den "Debt Ceiling-Hiccup" an den Börsen vor Augen, dennoch alles gnadenlos in Grund und Boden shortend wollend ;-)) Wenn die US-Schuldenobergrenze im Februar/März nochmals erhöht wird und "die Kanne" damit nochmals weitere 80 Yards die Straße hinunter gekickt wird, dann weiterhin "Good luck!"
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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A.L.:

Paul Farrell: 42 % stock market drop - 3 cliffs

9
11.01.13 08:15

 

schöner "rant".;-)

Im US-Kongress schalten und walten 430 jaulende Babys. Die Börsen fallen 42 %. Farrell spezifiert die Gründe in 9 Punkten (unten). Es drohen u. a. drei weitere "cliffs" (nach der Fiskalklippe) - A.L.

 

Jan. 11, 2013, 12:02 a.m. EST
Washington ‘clown’ set up 42% stock-market drop
Commentary: 3 more fiscal cliffs, with bigger risks, are coming

By Paul B. Farrell, MarketWatch


SAN  LUIS OBISPO, Calif. (MarketWatch) — One fiscal cliff down. Three more  to go: The $16.4 trillion Federal Debt Limit cliff, the $1 trillion  Sequestration Cuts from defense and discretionary spending and the $2.5  trillion Congressional Budget cliff.

No wonder investors are being warned of a 42% market drop by Gary Shilling, long-time Forbes columnist and one of the world’s top economists, author of “The Age of Deleveraging.”

But  if you really want to know why American markets are going into another  bear crash, check out Bloomberg/BusinessWeek’s latest cover. (Auslassung...)

Bloomberg’s  cover is a classic: You see an shot inside the Congressional building,  with “Babies” in huge bold cap letters. Subtext: “The politics of the  fiscal cliff deal are outrageous. The economic thinking even worse.” You look closely. No senators. No representatives. All you see are hundreds of babies, whining, throwing temper tantrums, balling and generally raising hell just because that’s what crybabies do. Get it: 435 representatives and 100 senators, all acting like immature children.
Red-nosed clowns, screaming babies running America’s government

And  if that political cartoonish image isn’t accurate enough with all those  crybabies giving you an accurate image of American government at its  dysfunctional worst. Then look inside at the graphic of the U.S. Capitol  Dome with a pointed polka-dot clown hat and huge red clown nose.

Yes,  the political cartoon imagery has shifted. Bloomberg/BusinessWeek’s are  not the only ones which see the American Congress as Bozo the Clown.  Read the caption: “The fiscal cliff debate made for more than just  clownish maneuvering. It produced a dumb deal.”

Bloomberg  columnist Peter Coy concludes his commentary with this: “As Sen. Joe  Manchin III, a freshman Democrat from West Virginia, put it shortly  before the new year: Something has gone terribly wrong when the biggest threat to our American economy is the American Congress.”

So yes, folks, it really is easy to see why economist Gary Shilling is warning of a 42% market collapse. With hundreds of crybabies running Washington, our economy will just sink deeper in 2013.

Shilling concludes with his dark summary of the coming crash: “With  a global recession depressing corporate revenues, unsustainable profit  margins and currency translation losses spawned by a robust dollar, I see S&P 500 operating earnings of $80 per share next year. That’s  a quarter below Wall Street consensus. Throw in a bear market P/E low  of 10 and the S&P 500 Index drops to 800, a 42% decline.”

Yes, Shilling does not see any reason for optimism now. But he does have a great track record as a forecaster. So believe him when he says: “Beyond the fiscal cliff, the economic outlook for 2013 is negative. Most forecasters are paid to be bullish. I try to be realistic,” says Shilling.

Shilling is actually confirming earlier comments in “U.S. GDP on road to zero growth by 2050,” where Jeremy Grantham, whose GMO firm manages $100 billion, says: “The U.S. GDP growth rate that we have become accustomed to for over a hundred years ... is gone forever.”  And it will decline further: “Going forward, GDP growth ... for the  U.S. is likely to be about only 1.4% a year, and adjusted growth about  0.9%.”

...The American  economy should be in a strong recovery. But that won’t happen. It’s held  hostage by an out-of-control bunch of crybabies and clowns,  dogmatic no-compromise ideologues who see government as an enemy and  welcome an opportunity to shut it down. That’s even though most experts  warn that failure to resolve the three upcoming cliffs guarantees serious adverse consequences lower GDP growth, a recession, another credit rating crash and a loss of international credibility.

Shilling’s sees “Big Trouble Dead Ahead.” Yes, “Big trouble.” Yes, “dead ahead.” He sees nine major reasons that explain why the future of both the U.S. and global economies and markets are “so grim.”

Here are the crucial nine macro trends, all made worse by America’s dysfunctional government, which won’t correct itself for several years:


1. Lower consumer spending

U.S. consumers are making a U–turn from borrowing and spending to saving. ... that’s bad news for U.S. retailers, and worse news for foreign countries that rely on exports.”


2. Financial deleveraging


Wall Street pushed America into a downhill spiral in 2008, and it’s “still rippling through the global systemconsumers and businesses are focused on capital preservation above all.” Shilling sees a grim future: “Say goodbye to expansion and growth; forget about a bull market in stocks.”


3. Limiting new regulations


Across  the world “governments of developed economies are piling on new  regulations with abandon. That’s great if you want to encourage  corruption, but lousy if you want more innovation and efficiency.”


4. Commodity prices dropping


Worse, prices will “keep falling as global growth slows,” warns Shilling. “Expect major turmoil and possibly revolution in countries that rely on exporting commodities like grains, metals or oil.”


5. Government spending cutbacks


Governments in developed countries are forced into austerity and fiscal restraint. That’s bad news for national GDP in Europe, America, Asia, and a disaster for citizens that rely on a safety net in those countries.”  Translation: The GOP’s demand for spending cuts, in Social Security and  other government social programs, may happen naturally thanks to these  nine slow-growth macroeconomic trends, without any government shutdown.


6. Protectionism hurts trade and growth


Shilling asks rhetorically: Does protectionism “help global trade and growth? It doesn’t.”


7. Excess inventories limit investing

The housing market especially “still suffers under excess inventories and has absolutely no appeal for investors.  That’s not just bad for employment,” warns Shilling. “It’s downright  depressing for homeowners who feel a negative wealth effect.”


8. Deflation dampens growth

Deflation makes buyers everywhere cautious as they wait for lower prices. You want to think twice before you own or invest in any industry that relies on consumer spending.


9. State, local, national, world government problems

And  yes, they are in deep trouble. Less money from Washington. Plus  revenues dropping, running short of cash, and facing bankruptcies: “Is your community prepared to cope with half as many cops, firefighters and teachers?” No. Yes, big, big trouble dead ahead, at all levels of government, city, state, national and throughout the world, creating a hotbed for more wars and revolutions.

Shilling’s Insight Newsletter is one of the finest economic forecasting letters available. The latest warns against the blind “fixation of investors on monetary easing to the exclusion of weak real economic activity. This ‘grand disconnect’ between robust security markets and subdued at best economic reality, combined with central-bank-set low interest rates, has spawned many distortions and a zeal for yield that almost completely ignores financial risks.”

But this “grand disconnect is unsustainable. Unless the global economy leaps to meet investor expectations, disappointments will follow and ... a substantial shock will precipitate this shift and a global recession.”

Get it folks? “Big trouble is dead ahead,” a recession, a 42% crash, with crybabies and clowns screwing up our government.

www.marketwatch.com/Story/story/...11C512-5B5A-11E2-8515-002128040CF6

Antworten
A.L.:

Farrell muss schon einen "clown" vorschieben

 
11.01.13 09:05
Denn nur Hofnarren dürfen dem König die Wahrheit ins Gesicht schreien, ohne hinterher geköpft zu werden.
Antworten
Stöffen:

AL

 
11.01.13 09:11
die Analyse, auf die sich Paul Farell bezieht, stammt von Gary Shilling.

Shilling wird oftmals als Perma-Bär charakterisiert.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
A.L.:

Ich sag ja, dass es "nur" ein unterhaltsamer rant

2
11.01.13 09:24
ist. Wo wenn nicht hier soll man das posten? Außerdem hab ich persönlich nichts gegen Permabären ;-)
Antworten
A.L.:

Übrigens

3
11.01.13 09:28
bislang ärgerlich wenig "witzig"-Sterne für # 445 ;-)
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A.L.:

Boeings "Dreamliner"-Fiasko

 
11.01.13 11:24
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/...reamliner-12021554.html
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