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Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.451
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S&P 500 6.914,75 +0,04% Perf. seit Threadbeginn:   +373,94%
 
A.L.:

Auch die FAZ sieht "Sturz über Fiskal-Klippe"

 
23.12.12 10:33
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/...er-12001271.html
Antworten
learner:

AL, wenn alle vom Sturz reden wird er wohl

2
23.12.12 11:37
kaum stattfinden. Wahrscheinlicher ist da schon ein Shortsqueeze wegen einer überraschenden Einigung, aber erst, wenn genug Bären auf dem Grill liegen! Nach solch einem Ereignis würde ich dem Markt dann noch 6-8 Wochen geben, eh eine größere Korrektur anstehen könnte.

Aber was genau kommen wird weiß nur Gott und die, die Gottes Werk verrichten. LOL
Wo isi checkerlarsen?
Antworten
A.L.:

Learner

4
23.12.12 12:13
Alle reden vom NICHT-Sturz. Zerohedge schreibt:

Next steps: nothing out of Washington for three months...and another credit downgrade of the US, which initiates the early 2013 risk off phase... In doing so it will provide a cover to all those sell side "strategists" (all of them) who once again, erroneously, predicted a recovery for the US in the coming year. After all who could have possibly anticipated the most perfectly logical political outcome...

Wenn ich die Ausnahmen zitiere, dann ist das der (kleine) Gegen-Konsens.
Antworten
A.L.:

Im dünnen Handel zum Jahresende

9
23.12.12 12:37
böte sich ein Short-Squeeze wegen "Einigung" geradezu an. Wall Street wäre sicherlich begeistert, wenn die Indizes auf Jahreshoch schlössen. Für die Dems ist das aber gerade auch ein Grund, die Einigung NICHT zustande kommen zu lassen, indem sie von ihrer Forderung, hohe Einkommen einseitig zu besteuern, nicht abrücken.

www.marketwatch.com/story/...ma-to-dominate-christmas-week-2012-12-23

Die Gräben zwischen Reps und Dems tiefer, als es scheint. Die Reps haben bereits die Wahlen verloren. Wenn sie jetzt auch noch einseitig Steuererhöhungen für Reiche (über 1 Mio. Einkommen bzw. über 400.000 gemäß Obamas 2. Vorschlag) schlucken müssten, wäre das für sie eine doppelte Niederlage.

Obama wiederum bleibt stur, weil er den Niedergang "wegen" des Fiscal Cliff - der in Wahrheit aus dem "Earnings Cliff" resultiert - dann den "sturen" Reps in die Schuhe schieben kann. Nach seiner Wiederwahl kann er sich zudem - vorläufig "straflos" - als Kämpfer für seine Prinzipien auftreten: Eine Beseitigung des Fiscal Cliff würde den Reps (= Aktien & Geld-Partei) stärker nützen als den Dems. Warum also sollte er die Verhandlungen nicht mit Beharren auf Positionen, die sich mit seinen Wahlkampfversprechen decken, behindern? Die Zeit arbeitet hier gegen die Reps.

Zerohedge hat den tiefen Graben zwischen beiden Lagern in # 225 treffend beschrieben. T. Durdens erwartet (siehe dort), dass erst ein tiefer Börsensturz die Politiker sozusagen mit der Nase auf die Notwendigkeit einer Einigung stoßen wird - wie dereinst im Sommer 2011.
Antworten
A.L.:

Obama ging Freitag auf 250.000 $ runter

4
23.12.12 13:13
Die Debatte, wer als wirklich reich gilt und wer (noch) nicht, läuft in USA weiter. Ursprünglich sollten nur Einkommen über 1 Mio. von einem Aufschub der Steuererleichterungen ausgenommen werden (DASS dieser Aufschub kommt, ist somit fast gewiss). Je weiter die Grenze nach unten gesetzt wird, desto stärker ist auch Obamas Klientel von den Steuererhöhungen betroffen. Die Dems wollen daher eine möglichst hohe Untergrenze (1 Mio.) und die Reps eine möglichst tiefe. Obamas neuer Vorschlag von 250.000 ist bereits ein deutliches Entgegenkommen.

Allerdings kann man sich ausrechnen, dass die Auswirkungen des Fiscal Cliffs umso gravierender ausfallen, je mehr Steuerpflichtige INSGESAMT vom erneuten Aufschub ausgenommen werden. Da der Druck der Reps in Richtung einer tieferen Grenze geht (erster Absatz), wirken die Reps damit - ungewollt? - auf eine VERSCHÄRFUNG der Fiscal-Cliff-Wirkungen hin.

Denn je stärker sich die Reps durchsetzen, desto stärker knickt die US-Wirtschaft wegen der kommenden Steuererhöhungen ein. Wenn Obama für eine möglichst hohe Grenze (1 Mio.) plädiert, dann vermutlich auch deshalb, weil dann die geringste Wirtschaftsdämpfung* droht. Mehr als zwei Legisl.-Perioden kann Obama ohehin nicht Präsident bleiben. Er kann daher den Reps hier schadlos Zähne zeigen. Den Reps passt nicht, dass bei der 1-Mio-Grenze fast ausschließlich ihre Klientel die Steuererhöhungen zu tragen hätten.

Egal ob und inwieweit das Fiscal Cliff aufgeschoben wird, steht Ende Januar eine erneute Diskussion um die Erhöhung der Schuldenobergrenze an. Die ALLEIN hat schon im Sommer 2011 einen 20%-Rutsch an den Börsen ausgelöst.

[* im letzten Posting schrieb ich, dass die Wirtschaftsdämpfung vor allem die "Aktien & Geld Partei" der Reps trifft (= Aktien und Gewinne fallen). Da die Firmen jedoch in Reaktion auf Gewinneinbrüche wieder massenhaft Leute entlassen dürften (es gab bereits hohe Vorankündigungen), will auch Obama möglichst wenig Dämpfung durch das Fiscal Cliff. Je mehr Obama die Grenze nach unten setzt, d. h. je kompromissbereiter er sich gegenüber den Reps zeigt, desto stärker fällt die Dämpfung insgesamt aus.]


Market Pulse Archives

Dec. 21, 2012, 5:46 p.m. EST
Obama presses for smaller fiscal-cliff deal
By Robert Schroeder

WASHINGTON (MarketWatch) -- President Barack Obama on Friday pressed Congress for a scaled-back fiscal-cliff deal that would extend current tax rates for those making $250,000 or less. "We just have to do the right thing," Obama said on Friday. He asked for unemployment insurance to be extended. Obama spoke to reporters after talking with House Speaker John Boehner by phone and in person with Senate Majority Leader Harry Reid.

www.marketwatch.com/story/...for-smaller-fiscal-cliff-deal-2012-12-21
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A.L.:

Mish: Krugman soll Keynes-Elfenbeinturm verlassen

3
23.12.12 13:42
Deckt sich mit meiner hier im Thread wiederholt geposteten Meinung. Japan zeigt, dass grenzenlose Flutungen keine erfolgreiche "Kur" sind. Daran ändert sich auch nichts, wenn stattdessen USA, GB oder Euroland "fluten".

Mish ist in dem Link unten auch auf Video zu sehen.

Mish: ....In regards to Krugman, I concluded with ...

"His Keynesian thesis simply does not add up. We saw endless Keynesian and monetarist stimulus in Japan. It got them nothing. He learned nothing from Japan. He learned nothing from the great depression. Yet, because he has a Nobel prize, he can write a book and tell everyone what they should be doing. Man, this guy needs to get out of his ivory tower, Lauren, and get into the real world."

Mike "Mish" Shedlock

globaleconomicanalysis.blogspot.com/2012/...5LGQ40LOsTCqFH1.99
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Contrade 121:

short-squeeze zum Jahresende???

3
23.12.12 15:10
zum Jahresende - der Anstieg im DAX ist ja bereits 30% auf Jahresbasis... die Bankster sind nicht mehr an höheren Kursen interessiert, da es für das nächste eine entsprechend hohe Hürde darstellen würde... Von daher denke ich, wird es eher gemächlich zum Jahresende zugehen und entweder auf aktuellem Niveau oder ein wenig drunter schließen. Am Freitag haben wir ja gesehen, dass die Positionen bei knapp 7.650 im DAX geschlossen wurden.
Antworten
learner:

Gäbe es nicht die unterschiedlichen Stärke

 
23.12.12 16:25
vom Dax und den Amis, würde ich auch von einer baldigen Korrektur ausgehen. AUD schwächelt auch, ausser beim Sonderfall JPY.
Wo isi checkerlarsen?
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A.L.:

Learner - DAX-Outperformance und AUD/USD

3
23.12.12 17:36
Die Outperformance der deutschen Indizes wird als relative Stärke interpretiert, offenbar auch von Dir. Der DAX stieg 2012 um 30 %, der SP-500 nur 15 %. Man kann aber auch argumentieren, dass die "Aufblaserei" in Hinblick auf Draghis neue Zentralbank-Flutungen beim DAX besser gegriffen hat. Die Amis haben QE ja schon seit 2009.

Für DAX und MDAX (bereits auf ATH) könnte daher auch gelten: Je höher was gepumpt wird, desto tiefer kann es fallen. Das gilt umso mehr, als Europa offizielle in einer Rezession steckt (zwei Minus-Quartale in Folge) und ein erheblicher Teil der dt. Exporte (inbesondere Autos) in europäische Länder geht.



Das Währungspaar AUD/USD (Australdollar vs. US-Dollar) ist ein Maß für die Risikofreude. Schwäche signalisiert "risk off". Der Chart sieht mMn eher bärisch aus: Der kurzfristige Uptrend seit Oktober ist gebrochen. Beim Schuldenerhöhungs-Streit ab August 2011 stürzte AUD/USD von 1,10 auf 0,92. Das entspricht dem Kursverfall bei Aktien-Indizes (ca. -20 %) im gleichen Zeitraum.
.
(Verkleinert auf 75%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 564205
Antworten
learner:

Wenn ein Indiz einen anderen Outperformed,

 
23.12.12 18:29
dann ist er aktuell nun mal stärker. Ob das in der Zukunft auch so sein wird kann niemand sagen. Zum M-Dax habe ich gegenüber was geschrieben. http://www.ariva.de/forum/...-Thread-v2-0-432583?page=253#jumppos6340

Da fundamentale Gründe in der schönen Börsenwelt regelmäßig von den Zentralbanken via Geldflutung auf hübsch gebürstet werden, suche ich nach anderen Möglichkeiten den Markt zu betrachten.

In der momentanen Situation kann man entweder Flat bleiben, weil in keinster Weise klar ist wann die nächste Korrektur ansteht, oder aber antizyklisch Shorts aufbauen, wenn man denn  ein dickes Bärenfell hat , falls die Korrektur auf sich warten lässt.
Wo isi checkerlarsen?
Antworten
A.L.:

Frohe Weihnachten!

4
24.12.12 07:41
Der USA Bären-Thread 564301
Antworten
A.L.:

Finanzkrisen lassen sich vorhersehen

4
24.12.12 09:05
schreibt FAZ-Blogger Braunberger, die BIZ zitierend. Dazu müsse die Makroökonomik auch die Finanzmärkte in ihre Betrachtungen einbeziehen, was bislang unterblieb. Vielleicht ist der USA Bären-Thread in diesem Sinne ein brauchbares Lehrbeispiel.

FAZ-Blog:

Wer künftig schwere Finanzkrisen verhindern will, benötigt ein besseres Verständnis der Bestimmungsgründe von Aufschwüngen und Niedergängen an den internationalen Finanzmärkten. Dazu gehört ein mittelfristiges Denken, eine umfassende Kenntnis der Einflüsse von Finanzmärkten auf die Realwirtschaft sowie die Erkenntnis, dass Finanzmärkte nur noch aus einer globalen Perspektive betrachtet werden können. Zu diesem Ergebnis gelangt Claudio Borio von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in einer aktuellen Untersuchung mit dem Titel "The financial cycle and macroeconomics: What have we learnt?"

Finanzielle Zyklen dauern sehr viel länger als Konjunkturzyklen. Während Finanzkrisen viele Jahre dauern können, erholt sich die Realwirtschaft üblicherweise schnell aus einer Rezession. Die besten Indikatoren, mit denen sich ein finanzieller Zyklus beschreiben lässt, sind die Entwicklung des Kreditvolumens und die Entwicklung der Immobilienpreise. Es ist auch durchaus möglich, den Aufbau hoher Risiken, die zu schweren Finanzkrisen führen, mit erheblichem zeitlichen Vorlauf zu erkennen. Hierzu empfiehlt Borio, neben den Immobilienpreisen Veränderungen des Verhältnisses von Kreditvolumen und Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Auge zu halten. Sehr zu beachten ist auch die Art und Weise, wie Banken ihr Aktivgeschäft refinanzieren. Betrachtungen früherer Finanzzyklen zeigen, dass dem Ausbruch der Krise oft eine starke Zunahme der Verschuldung von Banken durch die Ausgabe von Wertpapieren und die Aufnahme von Krediten bei anderen Banken nicht zuletzt im Ausland vorausging, während der Umfang der meist dauerhaft zur Verfügung stehenden Einlagen von Privatpersonen sehr viel langsamer wuchs.

Der BIZ-Ökonom sieht die seit Jahrzehnten herrschende Makroökonomik schlecht auf die neuen Herausforderungen vorbereitet. Das Geld und die Finanzmärkte spielten in diesen Modellen traditionell keine bedeutende Rolle und die derzeitigen Versuche, an die üblichen Modelle einen Finanzsektor anzuflanschen, betrachtet Borio als nicht ausreichend: "It is high time we rediscovered the role of the financial cycle in macroeconomics. In the environment that has prevailed for at least three decades now, it is not possible to understand business fluctuations and the corresponding analytical and policy challenges without understanding the financial cycle. This calls for a rethink of modelling strategies and for significant adjustments to macroeconomic policies." Stattdessen hält er grundlegend neue Modelle für notwendig und er gibt auch mehrere Hinweise, in welche Richtung die Forschung gehen sollte. Unter anderem sollten Modelle Finanzkrisen als Konsequenz vorangegangener Übertreibungen erkennen. [A.L.: Sehr richtig. Zu den Übertreibungen der Vor-Lehman-Zeit zählten zu üppige private Kredit-Vergabe und -Aufnahme, vor allem in USA, GB, Irland und Spanien. Zu den Übertreibungen der Nach-Lehman-Zeit zählen die zu üppigen Staats- und Zentralbank-Verschuldungen. Der gemeinsame Nenner: zu viel und viel zu hohe Schulden.]

In der BIZ existiert schon lange Unbehagen über die Vernachlässigung von Geld und Finanzmärkten in der herrschenden Makroökonomik und Geldpolitik *); im vergangenen Jahr hatte Borio mit....

faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/...-voraussehen.aspx

Wer aus dem Elfenbeinturm heraus predigt wie Krugman (# 231), verkennt das Entscheidende - nämlich die Überschuldungs-Problematik per se.
Antworten
A.L.:

William White, Chefökonom der BIZ

2
24.12.12 10:17
hatte den 2008-Knall infolge Unsummen zu billigen Geldes bereits 2006 vorhergesehen.

Doch die Finanzwelt vertraute lieber Whites Widersacher - dem "Maestro" Greenspan. Dies geschah nicht etwas aus Dummheit, sondern aus Kalkül: In USA konnten Goldman und Co. an der Housing-Blase trefflich verdienen - u. a. durch den Verkauf potenziell wertlosen "AAA"-US-Verbriefungsschrotts an naive deutsche (Landes-)Banker. Die in der Folge nötigen seriellen Bankenrettungen haben die deutsche Staatsverschuldung in kurzer Zeit von 65 auf 85 % hochschnellen lassen.

SPON (engl.), Auszug:

White recognized the brewing disaster. The analysis department at the BIS has a collection of data from every bank around the globe, considered the most impressive in the world. It enabled the economists working in this nerve center of high finance to look on, practically in real time, as a poisonous concoction began to brew in the international financial system.

White and his team of experts observed the real estate bubble developing in the United States. They criticized the increasingly impenetrable securitization business, vehemently pointed out the perils of risky loans and provided evidence of the lack of credibility of the rating agencies. In their view, the reason for the lack of restraint in the financial markets was that there was simply too much cheap money available on the market. (siehe mein fett hervorgehobener Kommentar in # 237, A.L.) To give all this money somewhere to go, investment bankers invented new financial products that were increasingly sophisticated, imaginative -- and hazardous.

As far back as 2003, White implored central bankers to rethink their strategies, noting that instability in the financial markets had triggered inflation, the "villain" in the global economy. "One hopes that it will not require a disorderly unwinding of current excesses to prove convincingly that we have indeed been on a dangerous path," White wrote in 2006.

In the restrained world of central bankers, it would have been difficult for White to express himself more clearly.

Now White has been proved right -- to an almost apocalyptical degree. And yet gloating is the last thing on his mind. He, the chief economist at the central bank for central banks, predicted the disaster, and yet not even his own clientele was willing to believe him. It was probably the biggest failure of the world's central bankers since the founding of the BIS in 1930. They knew everything and did nothing. Their gigantic machinery of analysis kept spitting out new scenarios of doom, but they might as well have been transmitted directly into space....

www.spiegel.de/international/business/...-coming-crisis-a-635051.html
Antworten
A.L.:

White: Der Keim des künftigen Unglücks

 
24.12.12 10:40
(erschien im Sept. nach der "Draghischen" Flutungs-Ankündigung...)

FAZ-Blog
Der Keim des künftigen Unglücks

Die großen Zentralbanken der Welt öffnen die Geldschleusen. William White, der frühere Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, warnt vor den unbeabsichtigten Nebenwirkungen der ultra-lockeren Geldpolitik.

Von Patrick Welter, Washington

„Auf lange Sicht sind wir alle tot." Das berühmte Zitat von John Maynard Keynes leitet derzeit die Geldpolitik der großen Zentralbanken in den Industriestaaten, die eine weitere Lockerungsrunde eingeleitet haben. Am aggressivsten geht die amerikanische Federal Reserve vor, die abermals und diesmal unbefristet Anleihen kauft und darüber hinaus verspricht, die faktische Nullzinspolitik bis mindestens Jahresmitte 2015 beizubehalten. Aber auch die Europäische Zentralbank, die Bank von England und die Bank von Japan lockern ihre Geldpolitik.

In kurzsichtiger Verzerrung richtet der Fokus der Zentralbanker sich auf die drohende Abschwächung ihrer eigenen Länder und der Weltwirtschaft - und sie vernachlässigen die langfristigen Risiken. Diese Vermutung unterliegt den Warnungen, mit denen William White, der frühere Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, schon vor gut einem Jahrzehnt die damalige Liquiditätsschwemme gegeißelt und vor der Blasenbildung an den Finanzmärkten gewarnt hatte. Die Finanzkrise hat ihm Recht gegeben. Auch heute warnt White vor der „ultra-lockeren" Geldpolitik und ihren unbeabsichtigten Nebenwirkungen.................

faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/...en-ungluecks.aspx
Antworten
Palaimon:

Allen Bären

13
24.12.12 14:03
wünsche ich ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.
Der USA Bären-Thread 564342
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Antworten
A.L.:

Was der Weihnachtsmann den Amis NICHT bringt

2
25.12.12 15:08
- obwohl es bei Vielen das ersehnteste Geschenk überhaupt ist:

globaleconomicanalysis.blogspot.de/2012/12/...ristmas-job.html
Antworten
A.L.:

Ambrose E.P. zur US-Bond-Blase

 
26.12.12 09:33
Telegraph, 20 Dec 2012
Fitch expects 'Bond Bubble' carnage when rate cycle turns

The worldwide stampede into corporate debt over the past year has fuelled a "bond bubble" that threatens heavy losses for investors once interest rates spike up again, Fitch Ratings has warned.

By Ambrose Evans-Pritchard

Yields on 10-year US corporate bonds have fallen to the lowest levels in history as a result of central bank liquidity, halving from 4pc to well under 2pc since early 2011.

Fitch said investors could cope with a gentle reversion to higher rates, but a "sudden rise" would devastate the portofolios of life insurers, pension funds, and other fixed-income institutions.

"If interest rates were to revert rapidly to early-2011 levels, a typical BBB-rated US corporate bond could lose 15pc of its market value, with longer duration bonds [30 years] suffering a 26pc loss," it said.

Fitch said the authorities face an ugly dilemma. If they persist with ultra-loose policies, they will push investors deeper into "low-coupon securities" that are most vulnerable to rising yields. "As rates fall further, the risks and severity of a potential correction mount," it said....

The corporate bond market is huge, with $8.6 trillion outstanding in the US alone - though it is the same pattern in Europe and parts of Asia. A quarter of the US market is held by life insurance companies. A further $974bn has been issued over the last year, with the fixed-rate share rising to 96pc from 60pc in 2007 - ratcheting up the risk.

The full "bond bubble" is even larger if property debt is included. American banks alone hold $1.5 trillion of mortgage securities. The US Federal Reserve is for now holding down yields across the board but that will become untenable as soon as growth picks up momentum.

"The timing, pace, and magnitude of future rate increases is critical to how these risks play out," said Fitch.

www.telegraph.co.uk/finance/economics/9756761/...ate-cycle-turns.html
Der USA Bären-Thread 564478
Antworten
A.L.:

WSJ: Drei Szenarien für das Fiscal Cliff

5
26.12.12 10:12
...

1. Eine Teillösung, bei der zahlreiche Schlüsselentscheidungen vertagt werden

Die Abgeordneten könnten sich in den nächsten Tagen darauf einigen, nur den Spitzenverdienern neue Steuerlasten aufzubürden und ansonsten für alle anderen Amerikaner die Einkommensteuersätze der Bush-Ära beizubehalten. Präsident Obama sagte vergangene Woche, dass er – sollte es keine breite Zustimmung zur Senkung des Defizits geben – eine Teilvereinbarung bis Jahresende anstrebt, welche die geltenden Steuersätze für 98 Prozent aller Haushalte verlängert. Außerdem soll die staatliche Langzeitarbeitslosenhilfe weiterlaufen.

Insgesamt aber würden dann wesentliche Punkte der Fiskalverhandlungen ungelöst bleiben, was die US-Wirtschaft im nächsten Jahr ausbremsen könnte. Darunter fallen etwa Ausgabenkürzungen und eine besondere Einkommensteuer in den USA, die reformbedürftige „Alternative Minimum Tax" (AMT).

2. Eine Einigung im Januar

Die Abgeordneten könnten ihre Diskussionen auf Anfang Januar vertagen und sich erst nach dem Steueranstieg den Streitfragen widmen. Sie könnten dann etwa beschließen, die Steuersätze für einige Haushalte zu senken. Auch um die Ausgabenkürzungen, die Arbeitslosenhilfe und die AMT müssten sie sich dann kümmern.

Nach diesem Szenario könnten die Abgeordneten ihre Absichten frühzeitig kundtun und würden insofern Verbraucher und Investoren nicht unnötig verunsichern. Die Wirtschaft würde wegen der auslaufenden Steuererleichterungen einen Schlag bekommen, käme aber wohl am Ende mit ein paar blauen Flecken davon.

3. Keine Einigung in absehbarer Zeit

Sollte das Kräftemessen zwischen Republikanern und Demokraten länger als bis Anfang Januar dauern, steigt die Wahrscheinlichkeit einer neuen Rezession dramatisch an.

Jedes dieser Szenarien verlängert die Hängepartie. Die meisten Verbraucher würden ihre Ausgaben ziemlich schnell an ihre gesunkenen verfügbaren Einkommen anpassen. Die Einkommensteuer-Rückzahlungen für das Jahr 2012 könnten sich verzögern, weil die Steueränderungen in die Computer eingespeist werden müssten. Regierungsbehörden könnten Kürzungen vornehmen, was Angestellte und Zuliefererbetriebe treffen würde. Andere Arbeitgeber würden weniger neues Personal anstellen oder Stellen streichen. Und Investoren würden mit Blick auf diese Risiken irgendwann reagieren und einen Kursrutsch an der Börse verursachen, was eine Abwärtsspirale bei den Unternehmens- und Verbraucherausgaben in Gang setzen könnte.

www.wallstreetjournal.de/article/...7324660404578202532617110200.html



Kommentar A.L.:

Im Szenario (1), das Obama offenbar präferiert, würde das "Loch" bei den Staatseinnahmen erhalten bleiben. In dem Fall würde allerdings bereits Ende Jan. erneut das US-Schuldenlimit erreicht. Es gäbe eine Neuauflage des Sommer-2011-Streit um dessen Aufstockung. 2011 gingen die Börsen infolge des Streits 20 % runter.

(2) wäre wohl Wall Street am liebsten, denn dann gäb es einen schönen Short-Squeeze im dünnen Zwischenjahres-Handel. Die US-Presse würde jubilieren, dass das "Fiscal Cliff vorerst umschifft" sei. Ab Januar, wenn die Jahresend-Boni eingesackt sind, könnten die vereinigten Zockerbanken wieder gefahrlos auf fallende Kurse wetten.

(3) ist unwahrscheinlich, aber möglich. Da die Amis "gewissenlos" weiter QE betreiben, werden sie ihr Ponzi-Scheme nicht ausgerechnet an so etwas Lapidarem wie Steuererhöhungen scheitern lassen.

Da ich bärisch bin, könnte natürlich gemäß "Murphy's Bear Law" auch gut das Gegenteil eintreten. ;-) Egal ob USA und die Restwelt infolge des dann irgendwann unvermeidlichen Platzens der ultimativen Ponzi-(Staats-)Schuldenblase den Bach runter gehen:

www.bcgperspectives.com/content/articles/...of_ponzi_finance/
Antworten
A.L.:

Trotz IFO: Dt. Wirtschaft steckt im Stimmungstief

4
26.12.12 10:20
WSJ, 26. Dezember 2012, 08:01 Uhr

Die deutsche Wirtschaft steckt im Stimmungstief
Von ANDREAS KISSLER

BERLIN – Die anhaltende Euro- und Staatsschuldenkrise führt bei vielen Unternehmen in Deutschland zunehmend zu Verunsicherung. Das ist das Ergebnis der jüngsten Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Darin gab die Hälfte der befragten Wirtschaftsverbände an, die Stimmung in ihren Mitgliedsunternehmen sei derzeit schlechter als noch zum vergangenen Jahreswechsel. „Zum ersten Mal seit Beginn der globalen Finanzkrise 2008/2009 berichtet kein einziger Wirtschaftsverband von einer Verbesserung der Stimmungslage", konstatierten die Kölner Wirtschaftsforscher.

... Das bedeute aber für die zukünftigen Geschäfte keineswegs, „dass die Wirtschaft beim Blick auf 2013 mehrheitlich den Daumen senkt", erklärte das arbeitgebernahe Institut. Denn nur 11 von 46 Verbänden erwarteten schlechtere Geschäfte als 2012, und 20 Verbände gingen davon aus, dass ihre Unternehmen die Produktion oder den Umsatz leicht steigern könnten.

Das Institut gab der Politik die Hauptschuld für die schlechte Stimmung bei den Unternehmen. „Die beachtliche Differenz zwischen Stimmung und Lage macht deutlich, wie leicht die Politik durch unbedachtes Reden und Handeln Vertrauen verspielt, und wie schwer es ist, dies zu korrigieren", sagte IW-Direktor Michael Hüther.

Die Stimmungslage der Wirtschaft ist aber auch ein Echo auf die jüngsten Konjunkturerwartungen von Wirtschaftsforschern. Erst am vergangenen Freitag prognostizierte das Bundesfinanzministerium für das Winterhalbjahr eine „Konjunkturdelle" und gab damit Erwartungen neue Nahrung, dass die Regierung ihre Wachstumsprognose bald deutlich senken könnte. Die Regierung erwartet für 2013 offiziell noch ein Prozent Wachstum. Das Wirtschaftsministerium hat aber bereits erklärt, bei der nächsten Prognose Mitte Januar könnte es „einen Revisionsbedarf nach unten geben".

Andere Ökonomen haben ihre Vorhersagen für das kommende Jahr längst heruntergeschraubt. So sieht das Kieler Institut für Weltwirtschaft eine „ausgeprägte Konjunkturschwäche" in Deutschland und nur noch 0,3 Prozent Wachstum im Jahr 2013.

...Sorgen bereitet den Ökonomen... der Blick auf das Thema Arbeitsplätze. Vor allem bei der Beschäftigung zeige sich, dass die Euro-Schuldenkrise „mehr ist als nur ein kurzzeitiger Stimmungskiller", stellten sie fest. Zwar erwarteten 29 Verbände keine Veränderung, aber elf rechneten mit weniger Jobs in ihrem Wirtschaftszweig. Dazu gehören Bergbau, Druckindustrie, Energie- und Wasserwirtschaft, Banken und Entsorgungswirtschaft.

www.wallstreetjournal.de/article/...7324660404578200831594847160.html
Antworten
A.L.:

US-Hauspreise fallen im Okt. um -0,1 %

5
26.12.12 16:54
www.marketwatch.com/story/home-prices-tick-lower-in-october-2012-12-26
Antworten
A.L.:

US-Einzelhändler werden abverkauft

5
26.12.12 20:34
www.marketwatch.com/story/...h-budget-talks-ahead-2012-12-26-91035225

Amazon zählt mit knapp -4% zu den größten Verlierern im Retail-Sektor.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 564582
Antworten
Stöffen:

Japanisches Endspiel in vier Akten

6
27.12.12 12:09
Während Wolfgang Münchau bei Spon mit verquerer Ideologie Japans neuen Pemier Shinzo Abe hochleben lässt und  bereits zum Mann des Jahres kürt, eben weil Preisstabilität ja so was von out ist und Inflationistas wie Abe, Bernanke und Carney nun mal die eigentlich wahren aktuellen Revolutionäre sind, entwirft Gregor Mast in der schweizerischen FuW bereits das

Japanisches Endspiel in vier Akten

"Die LDP kommt mit einem klaren Wahlsieg an die Macht zurück. Wie könnte ein hypothetisches Szenario für Japan aussehen? Am wahrscheinlichsten scheint ein Drama in vier Akten. Anzumerken gilt, dass die Abgrenzung der einzelnen Akte nicht scharf ist, da sich die Phasen überlappen. Auch die zeitliche Dimension kann kaum abgeschätzt werden. Klar ist nur, dass sich Krisen gegen Ende beschleunigen – die ersten Akte können sich aber durchaus über mehrere Jahre hinziehen und durch langwierige Gegenbewegungen unterbrochen werden."

www.fuw.ch/article/japanisches-endspiel-in-vier-akten/

Münchau: Mein Mann des Jahres ist Shinzo Abe

…..Heute geht es um Verteilungsfragen. Wenn Staaten, Firmen und Privatleute so hoch verschuldet sind, dass sie ihre Schulden nicht begleichen können, bedeutet die neue Notenbankpolitik in den USA, Großbritannien und Japan eine Umverteilung zugunsten von Schuldnern und zu Lasten von Gläubigern. Allein nur fünf Prozent Inflation pro Jahr halbieren die reale Schuldenlast in einem Zeitraum von nur 15 Jahren….

www.spiegel.de/wirtschaft/...hres-ist-shinzo-abe-a-874653.html
(Verkleinert auf 56%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 564638
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
A.L.:

zu Münchau in # 247

4
27.12.12 14:57
Münchau schreibt:

"In Japan fragten sich Volkswirte schon seit langem, wie man das Wachstum des nominalen Bruttoinlandsproduktes erhöhen kann. Stellen Sie sich Letzteres als die Summe von Realwachstum und Inflation vor. Wenn beide null sind, dann ist die Summe natürlich auch null."

Was soll denn "nominales" Wachstum aus Gelddrucken bringen? USA hat gezeigt, dass QE die Beschäftigungslage kaum verbessert hat.

Nominales Wachstum ist zudem Augenwischerei. Spanien oder Italien könnten ebenfalls die Neuverschuldung von derzeit 4 auf 15 % des BIP anheben und das Geld z. B. in den Ausbau von Autobahnen und Flughäfen (= Staatsaufträge an Firmen) stecken. Dann hätten wir plötzlich in Italien 12 % (oder so, ein Teil greift sich die Mafia) nominales Wachstum, die Beschäftigung würde steigen (Straßen- und Flughafenbau) und alles wäre "underbar" - jedenfalls  in Münchaus/Abes/Bernankes/Draghis/Krugmans Milchmädchenrechnung.

Die Crux ist, dass dabei zugleich die Schulden-Quote Italiens von zurzeit 125 auf 140 BIP-Prozent hochschießen üwrde. Das wäre dann schon fast nicht mehr rückzahlbar. Gemäß Konvention gilt ein Staat als nicht mehr rettbar, wenn er mehr als 40 % der Steuereinnahmen für Zinszahlungen ausgeben muss.

Was hätte Italien davon? Kurzfristig ein paar Jobs und "schöne nominale Wachstumzahlen". Und im Gegenzug fünf weitere Flughäfen und ein paar neue Autobahnen, die aber kaum benötigt werden. In einer von Deflation geplagten Wirtschaft entsteht durch den Bau von Straßen und Flughäfen im Staatsauftrag KEIN organisches Wachstum. Es ist dann nämlich keine staatliche Anschubinvestition mehr, die private Folgeinvestitionen auslöst (= Multiplikatoreffekt).

Ich ärgere mich regelrecht über diesen - halb naiv, halb böswillig - rübergebrachten Nonsens mit dem "nominalen Wachstum".

Wachstum sollte immer in Relation zur Neuverschuldung gemessen werden. Nur dann erhält man aufschlussreiche Zahlen.

Wenn in Italien bei -2% Ausgabenkürzung eine BIP-Schrumpfung von -2 % resultierte - alle Welt schreit dann entsetzt "Deflation!" - , dann ist das nicht besser oder schlechter, als wenn mit 15 % Neuverschuldung 15 % "nominales Wachstum erzeugt" wird. Nur das bei letzterer Variante heute kaum mehr ein Volkswirt "Inflation!" schreit, weil der Zunft längst die Vernunft abhanden gekommen ist.

Organisch ist das Wachstum in beiden obigen Beispielen Null. Die gesamtwirtschaftliche Lage verschlechtert sich sogar, wenn der Staat zu viele "sinnlose" Investitionen tätigt, weil dann die Staatsschulden und die Zinszahlungen steigen, ohne dass zusätzlicher Cash-Flow für Tilgung/Zinszahlung erzeugt wird. Autobahnen, Flugplätze und "Brücken ins Nirgendwo", die keiner braucht, sind Fehlinvestitionen (Deshalb funktioniert Planwirtschaft ja auch so schlecht.). Die Staatspleite ist dann nur noch eine Frage der Zeit.

"Nominales Wachstum" erfreut allenfalls Statistiker, die dann mit Ponzi- und Prozent-Tricks "heile Welt" vorgaukeln können.

Ich muss leider mit Bedauern feststellen, dass der einst sehr vernünftige und von mir geschätzte Herr Münchau in letzter Zeit überwiegend Unfug predigt, der eines ernsthafen Volkswirtes nicht mehr würdig ist.

Seine Ausführungen passen zu den unausgegorenen Sermonen anderer Endzeit-Fluter wie Krugman - allesamt Leute, die zu viel von Bernankes und Draghis "Manna" gekostet und dabei den Restverstand versoffen haben.



Man kann die Denkfehler auch mit Münch(h)aus(ens) oben gelieferter Formel entlarven. Münchau schreibt (oben, kursiv)...

Realwachstum + Inflation = nominales Wachstum

....und ergänzt: "Wenn beides Null ist, ist natürlich auch die Summe Null". Das sei auch Japans Dilemma.

Leider jedoch steigt durch das vermeintliche Allheilmittel "Gelddrucken" das Realwachstum nicht - wie QE in USA und Japan zweifelsfrei gezeigt hat. Es bleibt somit bei Null. Aus obiger Formel wird dann

0 (= Realwachstum) + Inflation = nominales Wachstum

oder kürzer

Inflation = nominales Wachstum

Das ist, als Formel ausgedrückt, exakt die von mir oben kritisierte Augenwischerei.

2 % Inflation = 2 % nominales Wachstum
3 % Inflation = 3 % nominales Wachstum
4 % Inflation = 4 % nominales Wachstum
5 % Inflation = 5 % nominales Wachstum
6 % Inflation = 6 % nominales Wachstum...

Jedes beliebige "nominale Wachstumsziel" ließe sich mit passender Neuverschuldung "herbeidrucken".

Letztlich ist die Formel sogar bei Deflation (Sparbeschlüsse für die PIIGS) noch "richtig", denn:

- 2 % Inflation (= Deflation) = -2 % nominale Wirtschaftsschrumpfung

(Diese Formel enspricht dem PIIGS-Dilemma unter den Sparbeschlüssen).
Antworten
A.L.:

Gregor Mast schreibt in # 247

2
27.12.12 15:33
in etwa das, was ich im Bärenthread und anderswo schon seit langem zur Entwicklung in Japan vorhergesagt habe.

Für USD/JPY habe ich in mehreren Postings einen Anstieg von 75 (Tiefstand) auf über 150 prophezeit. Beim aktuellen Stand von 85 in ist bereits erkennbar "Schwung in die Bude" gekommen. Einen drohenden starken Yen-Verfall hatte auch Ambrose E.P. (Telegraph) in mehreren Artikeln vorhergesagt.

USD/JPY 150 entspräche einer Halbierung des Yen-Außenwert zum US-Dollar und könnte bereits als deutliche Inflation gewertet werden. Oberhalb von 200 könnte man von beginnender Hyperinflation sprechen.

Als ich diese Yen-Prognosen im BT vorstellte, wurde ich seinerzeit wiederholt von Leuten, die meinten, es besser zu wissen, "belehrt". (Ich wurde immer wieder darauf verwiesen, dass in Japan ja "Deflation" herrsche...).

Ob es in Japan wirklich zu einem Niedergang in 4 Aktien kpmmt, wie Mast schreibt, bleibt abzuwarten. Ich rechne mit der von ihm beschriebenen Phase 4 wesentlich früher - womöglich schon in 2013. Es wird mMn also keine länger anhaltende Zwischen-Hausse (Phase 2 und 3) in Japan geben.

Mast macht mMn den Fehler, die "schlechte" Inflation, die von Abes Geldflutungs-Politik ausgeht, als "gesunde Inflation" im Sinne traditioneller Ökonomie (Lohn/Preis-Spirale) misszuverstehen. Zwar werden sicherlich auch die japan. Banken versuchen, der Welt diese Interpretation der Geschehnisse aufzunötigen (als reiner Selbstschutz). Tatsächlich jedoch dürfte es in Japan eher zu einem nahezu bruchlosen Übergang von der Deflation zur Hyperinflation kommen - wobei die angestrebte "normale Inflation" (nach westlichem Muster) nur über ein sehr kurzes Zwischenstadium "gehalten" werden kann. Das Ganze endet mit Japans Staatsschulden-Kollaps und einem weltweiten Börsen-Crash.

Die gleiche Gefahr droht langfristig auch Europa, China und USA - allerdings erst später, und mit den Amis als letzten.

FAZIT: Es gibt keine "gute" Inflation aus der Notenpresse.
Antworten
A.L.:

ZH: Fed ist "weltgrößter Hedgefonds"

2
27.12.12 16:06
Seit 1947 hat die Fed 1 Billion (US: one trillion) Dollar an die US-Regierung überwiesen, die jeweils mit Fed-"Geschäften" erwirtschaftet wurden. Allerdings operiert auch die Fed auch mit einem riesigen Hebel: Würden die Leitzinsen 2013 um 1 % steigen, folgte den Gewinnen der letzten Jahre ein Verlust von 275 Mrd. Dollar.

The World's Most Profitable Hedge Fund Is About To Make The US Treasury's Life Much Easier

Submitted by Tyler Durden on 12/27/2012 - 09:04

We know its not Paulson, Ackman, or SAC; is it Dalio's Bridgewater? No, the world's most profitable private entity that is in business to generate profits via speculation in financial markets is, drum roll please, the Federal Reserve. Stone & McCarthy (SMRA) estimates the Fed will make around $90bn profits in 2012. Of this around $87.5bn will be remitted to the US Treasury - a new record high (quite helpful when one is trying to avoid a debt ceiling using 'extraordinary measures' though we assume this is already penciled in due to its consistency). Since 1947 the Federal Reserve has paid the Treasury roundly $975 bln, about 1/3 of which has been paid over the past 6 years. In other words, the cumulative Federal deficit since 1947 has been reduced by nearly $1 trillion since 1947 due to the repatriation of Fed earnings to the Treasury Department. SMRA estimates that this profitability, thanks to the spread between SOMA coupon income and IOER will likely lift the Fed's profitability to around $120bn in 2013, but a 1% rise in yields would translate into a $275bn loss.

www.zerohedge.com/news/2012-12-27/...ke-us-treasurys-life-much-easier
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