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Meldung des Tages: Lithium ist zurück — und diesmal führen Institutionen den Markt an
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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.914,75 +0,04% Perf. seit Threadbeginn:   +373,94%
 
A.L.:

Heißt das, "gun"-bereinigt

4
27.11.12 22:19
war der Black Friday ein Schuss in den Ofen?
Antworten
A.L.:

US-Hedgefonds: "goldene Nase" bei GR-Bailout

7
27.11.12 22:26
FTD:

Der Rückkauf von Griechenlands Schulden lässt Spekulanten profitieren. Bei der freiwilligen Aktion könnten viele Kasse machen. Manche dürften dabei ihren Einsatz verdoppeln.....

Hedge-Fonds und andere Risikoanleger verdienen kräftig an den neuen Griechenland-Hilfen. Diese Investoren können in den kommenden Wochen Kasse machen, wenn Athen mithilfe des Rettungsfonds EFSF eigene Anleihen zurückkauft, um den Schuldenstand zu senken. Die freiwillige Rückkaufaktion ist zentraler Teil des in der Nacht zum Dienstag beschlossenen Paktes der Euro-Staaten, mit dem Griechenlands Gesamtverschuldung mittelfristig gesenkt werden soll.

Ein Profiteur ist die New Yorker Gesellschaft Third Point. Der Hedge-Fonds hatte vor Kurzem bekannt gegeben, dass er im Sommer griechische Staatsanleihen mit 1 Euro Nennwert zu einem Preis von 17 Cent gekauft hat. Jetzt kann sich Third Point die Papiere für 26 bis 35 Cent von Athen wieder abkaufen lassen....

www.ftd.de/finanzen/maerkte/...ds-machen-kasse-in-athen/70122761.html

Interessant, dass Juncker und Co. mit ihren Ränkespielen auch US-Zocker "mästen".
Antworten
A.L.:

Japan: "pissing off"

2
27.11.12 22:29
www.zerohedge.com/contributed/2012-11-24/...ers-exceed-those-babies-1
Antworten
Gegenpol:

Damoklesschwert Iran

7
27.11.12 22:32
Die USA haben ein berechtigtes Interesse den iranischen Präsidenten zu stürzen, da er die Weltleitwährung US-Dollar in Frage stellt. Momentan werden alle Rohstoffe in US-Dollar taxiert und größtenteils auch bezahlt. Daher ist es den Amerikanern quasi möglich sich kostenlos an den Rohstoffmärkten zu bedienen. Schließlich sind sie die einzige Nation, die den US-Dollar drucken kann und nicht erwirtschaften muss. Ebenso müssen externe Länder über liquide US-Dollar Reserven verfügen, um die überlebenswichtigen Rohstoffe einkaufen zu können. Demzufolge gibt es unabhängig von der Geld-und Fiskalpolitik der Amerikaner eine natürliche und konstante Nachfrage nach US Devisen.
Dieses Monopol hat der Iran mittlerweile mit der Türkei erfolgreich unterminiert (http://www.welt.de/wall-street-journal/...s-und-Oel-gegen-Gold.html). Andere Länder könnten folgen, daher gehe ich nicht davon aus, dass die Amerikaner dem Treiben tatenlos zuschauen werden.
Solch ein Unterfangen (Krieg) benötigt jedoch eine lange Vorlauf- und Planungszeit. Diese könnte im Jahr 2013 abgeschlossen sein, darauf deutet auch die jüngste Mobilmachung der israelischen Armee hin (http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_12/LP20012_271112.pdf). Sollte dieses Szenario eintreten dürfte es gravierende Folgen für die Aktienmärkte haben und die Notenbanken bekommen endlich die Gründe zur Legitimation extremer Maßnahmen. Wie bspw. die Annulierung von Staatsanleihen zwecks "Vaterlandsverteidigung".

Ihr könnt es gerne als völliger Blödsinn und Verschwörungstheorie abtun, jedoch sprechen die Fakten für diese Sichtweise.

Die Al-Qaida wurde von den Amerikanern während des Einmarsches der Russen in Afghanistan initiiert. Ebenso gab es keine Massenvernichtungswaffen im Irak, wie fälschlicherweise behauptet. Des Weiteren stammten alle Attentäter des 11. Septembers aus Saudi-Arabien, allerdings blieben die Saudis unbehelligt.

Weiteres Beweismaterial:

Eine Dokumentation über sogenannte "economic hitmans" im öffentlichen Fernsehen:

http://www.youtube.com/watch?v=8--RiO_9I2M
Antworten
Gegenpol:

Wirtschaftkrieg gegen den Iran

6
27.11.12 22:38
Dramatische Steigerung: Hyperinflation im Iran ausgebrochen

Im Iran könnte sich die Lage demnächst gefährlich destabilisieren: Analysten haben ermittelt, dass es auf dem Schwarzen Markt bereits eine echte Hyperinflation gibt. Auf die Bevölkerung kommen harte Zeiten zu.  

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/...iran-ausgebrochen/
Antworten
Contrade 121:

überschuldete US-Studenten...

4
27.11.12 22:47
Der USA Bären-Thread 14690144
Eleven percent of student loans were 90 days or more past due in the third quarter ? the highest level in nearly a decade.

meine Fresse, in diesem Land geht aber auch gar nichts ohne Schulden. Und die Studentin auf dem Bild sieht echt optimistisch aus - so als ob sie gerade von der Konsumenten-Befragung kommt: Keep buying

Student loan delinquencies hit new high

Late last year, total student debt outstanding surpassed $1 trillion for  the first time. Now, the problem of student loan delinquency is  generating its own eye-popping numbers.

 

Antworten
A.L.:

Wall-Street-Akteure stecken hinter Hausnachfrage

6
27.11.12 22:56
Zerohedge schreibt, dass hinter der in den US-Medien gefeierten "US-Hausmarkterholung" nicht nur reale Käufer (main street) stecken, sondern neuerdings - historisch erstmals - auch Wall-Street-Akteure. Sie legen Fonds auf (für Investoren). Diese Fonds kaufen dann - mit hohem Cash-Anteil - in gebeutelten Gegenden wie Phoenix oder Las Vegas billige Häuser auf (Preis um 100.000 Dollar), um diese dann zu vermieten. Zerohedge hält das jedoch für eine Blase, die schon wieder am abklingen ist.

Nichtsdestotrotz ist dies interessant unter dem Aspekt, dass US-Medien geradezu penetrant eine Hausmarkterholung feiern, so als würden Bernanke und andere Erholungs-Herbeibeter im Hintergrund mit dem Zaunpfahl winken. Man konnte sich angesichts der Massen-AL fast denken, dass nicht allzu viele reale Käufer hinter der "Erholung" stehen...

US-weit sind die Fonds-Hauskäufe anteilig zwar noch eher niedrig. In einigen lokalen Zentren wie Las Vegas erstehen "Investoren" aber bereits fast die Hälfte (48 %) aller verkauften Immobilien.

Bulk Investors And The Real-Estate 'Recovery'
Submitted by Tyler Durden on 11/27/2012 15:21 -0500
Via Pater Tenebrarum of Acting-Man blog,

Bulk (Wall Street) buyers have been receiving a lot of attention recently. It's time to take a closer look.

There is little data available pertaining to bulk investors and even less meaningful analysis. Historically, Wall Street has never been active in direct ownership of single family homes, so there is no past histrory to learn from. We need to start from scratch.

How big are these bulk buyers? A few months ago, I read a report that Keefe, Bruyette & Woods estimated Wall Street had raised $6 billion to $8 billion so far, which is really a paltry sum in the world of high finance. It is impossible to estimate how much small investors are adding to this investment pool. We also have no clue how much this pool may grow over time, or whether it will  soon be exhausted and shrink instead.

Investors typically buy lower end properties. Say at an average of $100,000 per unit, the $6 billion to $8 billion raised so far would not even amount to 100,000 homes.

On the national level, and using the most recent releases, Existing Homes Sales and New Homes Sales combined are coming in at a pace of just over 5 million for 2012. The median price is $178,000 for existing homes and $242,000 for new homes. 100,000 homes would not even show up on the radar.

As for foreclosures, there are 5.6 million total non current loans in various stages of default. The current estimate for under water mortgages still exceeds 10 million, or about 20% of all mortgages. The Wall Street bulk investors are unlikely to put a dent in the distress property arena for the foreseeable future. In comparison, when the Resolution Trust Corporation (RTC) was dissolved back in 1992 due to the sunset clause, investors cleaned the entire inventory of REOs and loans off the books with just a few auctions.

On the localized level, it is a slightly different story. I am going to use three Western metro areas as examples. Phoenix, Southern California and Las Vegas were hotbeds of the subprime bubble and are once again the most sought after areas, this time by bulk investors. Using September data from DQNews, investors purchased 38.6%, 27.3% and 48.5% of all sales respectively. The actual number of absentee buyers for the four areas totaled 9,885 for the month of September. I expect this number will grow for the current months and into the near future, as investors eagerly place their funds. There is no data that separates .... (stark gekürzt)

...Of the aforementioned metro areas, Las Vegas is the most out of whack. There were 4,570 sales in October.  50.2% were sold to absentee owners, 52.5% in cash (43.2% were short sales, 16.7% were REOs) and 36.1% FHA financed. I have never seen a market where over half of the buyers paid cash and over 1/3 of the sales were financed via the FHA, leaving only 14% of sales in the "other" category.....(lange Auslassung)

....As an investor, why would I touch the Las Vegas market? Check out the popular websites such as craigslist or rentals.com. There are countless houses, condos and apartments for rent, all chasing after this phantom demand. ...

...Here in Southern California, the herd mentality is in full control with buying increasing at all levels. How long will this feeding frenzy last? Will the bulk investors be able to generate enough returns to whet their appetite for more? Will the local investors continue to ride on the coattails of the Wall Street moguls?...

www.zerohedge.com/news/2012-11-27/...vestors-and-real-estate-recovery
Antworten
CarpeDies:

Pleite vertagt

5
27.11.12 23:00
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Niedergang der Amis vertagt wird. Grund ist, dass die Unabhängigkeit von Energieimporten ueber fracking mehr und mehr moeglich wird. Das wird der USA helfen, das Handelsbilanzdefizit in den Griff zu bekommen und aus einer Position der Unabhängigkeit und damit der Staerke heraus zu agieren. Ausserdem entstehen eine ganze Menge neuer Arbeitsplätze bei der Erschliessung der neuen Energievorkommen.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Realloehne seit Jahrzehnten in den USA nicht mehr gestiegen sind und damit die Produktivität bzw Lohnstückkosten mehr und mehr sich den Billiohnlaendern angleichen. Sollten es die Amis auch noch schaffen, ihre Bildung zu verbessern, dann steht eine bluehende Zukunft in  Aussicht
Antworten
A.L.:

CarpeDies

 
27.11.12 23:07
Mag sein, aber da gehen wohl noch eher 20 bis 30 Jahre ins Land. Wer kann schon so weit in die Zukunft Prognosen abgeben?

Im Gegensatz dazu wird "fracking" (Erdgas- und Ölgewinnung durch Sprengung unterirdischer Formationen) von einigen kritischen Betrachtern bereits heute als Kurzfrist-Boom eingeschätzt. Außerdem gilt es als stark umweltschädlich. Das daraus eine lang funktionierende "Industrie" entsteht, bleibt zu bezweifeln.
Antworten
Gegenpol:

AL #857

6
27.11.12 23:12
Das deckt sich mit den Ausführungen von Wirtschaftsfacts:

"Die Gründe für den ominösen Preisanstieg an Amerikas Immobilienmärkten müssen also anderenorts zu finden sein. Zu Beginn dieses Jahres öffnete die US-Regierung großen Investorengruppen wie Private Equity Gesellschaften den Markt für zwangsversteigerte Immobilien. Private Hauskäufer werden durch diese Investorengruppen seitdem immer stärker aus dem Wettbewerb um zwangsversteigerte Häuser gedrängt."


"Doch bei Licht besehen, muss man sich einmal vergegenwärtigen, wer oder was wirklich hinter dem in den vergangenen Monaten zu beobachtenden Preisanstieg steht. Es muss nämlich eine andere treibende Kraft an den Märkten geben, nachdem die Hypothekenkreditvergabe im Jahr 2011 erneut um 10% auf das niedrigste Niveau seit 1995 sank. Wie Daten des Federal Financial Institutions Examination Council aus dem Monat September zeigten, wurden im Gesamtjahr 2011 nur noch 7,1 Millionen Hypothekenkredite trotz rekordniedriger Zinsen durch US-Banken vergeben."

www.wirtschaftsfacts.de/2012/11/...ome-equity-lines-of-credit/
Antworten
A.L.:

Gegenpol

5
27.11.12 23:23
Wall Street Akteure können in Gegenden mit hohem "Immobilien-Stress" (Arizona, Nevada usw.) die Privatbieter bei Zwangsversteigerungen ausstechen, weil sie einen Großteil in Cash zahlen und vermutlich weil sie dank Beziehungen/Korruption den Daumen drauf haben. Ziel scheint zu sein, über die so inszenierte "Hauspreiserholung" abermals eine Hausblase samt Hausbeleihungen (HELOCs) anzuschieben - genau wie Bernanke sich das wünscht (warum wohl zielt QE3 ausschließlich auf Hypo-Anleihen?). Das Fazit von Wirtschaftsfacts kann ich nur unterschreiben:

Beobachtern ist klar, dass es sich hierbei nicht um eine echte Marktbereinigung handelt, sondern eine Wiedergeburt der Spekulation mit Objekten, deren ehemalige Besitzer im Crash alles verloren haben. Auf dieser Entwicklung scheint nun also eine erneute Expansion der Helocs zu basieren, was zu neuen Problemen führen wird, wenn die Preise nach einem kurzen Aufflackern wieder nachgeben werden. Eine durch und durch auf Sand gebaute Ökonomie wie die USA hat aus ihren begangenen Fehlern aus der Vergangenheit nichts gelernt – das gilt für private Verbraucher genauso, wie für Regierung und Banken.

Quelle: Link in # 860
Antworten
A.L.:

Beweis: Bären sind höfliche Tiere

4
27.11.12 23:30
Dieses Video wird aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen nicht abgespielt. Wenn Sie dieses Video betrachten möchten, geben Sie bitte hier die Einwilligung, dass wir Ihnen Youtube-Videos anzeigen dürfen.
Antworten
A.L.:

China-Index nähert sich 2009-Tief

5
28.11.12 07:49
Es fehlen noch 150 Punkte zum Stand Anfang 2009, als der SSE bei 1820 stand.
(Verkleinert auf 69%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 557085
Antworten
Stöffen:

Auf dem Weg ins fiskalische Schlaraffenland

7
28.11.12 08:04
Amerikaner, Briten und Japaner liebäugeln längst damit. Die Zentralbank übernimmt die Staatsschulden und überweist die Zinsen aufs Konto der Finanzminister zurück. Europa hat sich einen besonderen Kniff ausgedacht. Es wird nicht der letzte sein…..

….In Frankfurt glaubt man wohl, dass die Menschen eine Monetisierung von Schulden nicht mal dann erkennen würden, wenn die EZB alle ausstehenden öffentlichen Kredite aufkaufen würde, um die einhergehenden Zinseinnahmen nach Geschäftsjahresende postwendend an die Finanzminister auszuschütten…..

….Doch sollte die EZB besser weiter an ihren Ausreden feilen. Sie wird noch viele Staaten alimentieren müssen, nicht nur wegen der Staatsschulden im Euro-Raum, die nach OECD-Lesart 2012 die Marke von 100 Prozent des BIPs knacken dürften. Denn bei aller Aufregung um die Staatsfinanzen werden die hohen Schulden der privaten nichtfinanziellen Sektoren - Verbraucher und Firmen - ja fast vergessen.

Diese belaufen sich in Finnland, Frankreich und Österreich auf mehr als 160 Prozent des BIPs, in Belgien, Irland, den Niederlanden, Portugal und Spanien auf mehr als 200 Prozent. Viele dieser Kredite dürften noch auf die Staaten zurückfallen, und sei es indirekt wegen schwacher Konjunktur im Zuge der privaten Mäßigung. Zum Glück für die Finanzminister hat die EZB ihre Hemmungen längst verloren.

www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/...and/70122728.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
permanent:

Der Anstieg der Immobilienpreise ist

3
28.11.12 10:29

nur temporär und der möglichen Änderung der steuerlichen Situation geschuldet:
http://www.ariva.de/forum/...eilungsfrage-472111?page=32#jump14684501
Schweden hatte diese Problematik auch in den 90ern. Das Grundproblem liegt dabei in der Möglichkeit der Zinsabschreibung von der privaten Einkommensteuer und das führt bei selbstgenutzten Gebäuden immer zur Katastrophe da diese Variante der Absetzbarkeit zur Nichtanerkennung von wohnen als Konsum voraussetzt.

Permanent

Antworten
Ischariot MD:

US housing

5
28.11.12 11:09
aus Wirtschaftsfacts und Z'hedge, link in #57, #60
Bulk Investors And The Real-Estate 'Recovery'

"Die Gründe für den ominösen Preisanstieg an Amerikas Immobilienmärkten müssen also anderenorts zu finden sein. Zu Beginn dieses Jahres öffnete die US-Regierung großen Investorengruppen wie Private Equity Gesellschaften den Markt für zwangsversteigerte Immobilien. Private Hauskäufer werden durch diese Investorengruppen seitdem immer stärker aus dem Wettbewerb um zwangsversteigerte Häuser gedrängt."

>>> ich würde das ja auch gerne als einmaliges Aufbäumen sehen, aber das muß längst nicht so sein. Vulture Fonds können beachtliche Renditen erzielen indem sie ausgebombte Werte aufkaufen und einen langen Atem haben. Gilt auch für bonds aus Pleitestaaten wie Greece, Argentinien. Wenn diese Leute aktiv werden, kommt es typischerweise zu einem kurzen, heftigen Preisanstieg aus dem absoluten Keller auf immer noch tiefe Niveaus, und es ist längst nicht gesagt, daß es von dort wieder abwärts geht. Warum nicht auch beim housing?

Es wird bekanntlich massivst 'neues Geld' in die Märkte gedrückt, und die höchsten Renditen streichen immer die ein, die  die Kohle als erste zur Verfügung haben. Der Enduser Joe Sixpack kauft dann später und teuer.

Das gilt für die langfristige Betrachtung. Der von permanent angesprochene Steuereffekt mag noch für einen zusätzlichen kurzfristigen boost gesorgt haben.
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Antworten
A.L.:

Subprime-Krise: "Schuld waren die Erdbeerpflücker"

5
28.11.12 13:33
und nicht etwa die Goldmänner, die ja nur Gottes Werk auf Erden verrichten.

@mods: Der Artikel wurde von mir gekürzt, aber nur auszugsweise, weil die Argumente sonst nicht rüberkommen. Die Argumente wiederum benötige ich, um sie kommentieren zu können. Alles noch mal zu paraphrasieren kostet schlicht zu viel Zeit. Außerdem ist die FTD ja eh pleite und hört am 7. Dez. auf. (Danach ist ein Link für die "Annalen" des BT nutzlos, weil Server tot....)




FTD
Top-Ökonomen:
Robert Skidelsky - Die Kreditfalle

Kommentar - Nicht die aggressiven Verleiher waren Schuld an der Krise, sondern unvernünftige oder verblendete Kreditnehmer, vor allem aus nicht wohlhabenden Schichten. Diese Sicht erklärt vieles viel besser als die orthodoxen Annahmen.
von Robert Skidelsky

Lord Robert Skidelsky ist Mitglied des britischen Oberhauses und emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Warwic

Es herrscht allgemeine Einigkeit darüber, dass die Krise der Jahre 2008 und 2009 durch exzessive Kreditvergabe der Banken verursacht wurde und dass die Erholung dadurch erschwert wird, dass sich die Banken aufgrund ihrer "zerstörten" Bilanzen weigern, Kredite zu vergeben.

Eine typische Geschichte, die von den Anhängern Friedrich von Hayeks und der österreichischen Schule favorisiert wird, lautet wie folgt: Vor der Krise verleihen die Banken - dank der Bereitstellung übertrieben billigen Geldes durch die Zentralbanken, insbesondere der US-Federal-Reserve - mehr Geld an Kreditnehmer, als die Sparer eigentlich bräuchten. Mit Zentralbankgeld gefütterte Geschäftsbanken leiten Kredite an viele unsichere Investitionsprojekte weiter. Dieser Verleihwahn wird durch die Explosion finanzieller Innovationen (insbesondere derivativer Instrumente) noch verstärkt.

Diese umgekehrte Schuldenpyramide kollabierte, als die Fed durch die Erhöhung der Zinssätze die Ausgabenorgie bremste. (Die Fed hatte ihren Leitzinssatz von einem Prozent im Jahr 2004 auf 5,25 Prozent 2006 erhöht und bis August 2007 auf diesem Niveau belassen). Infolgedessen brachen die Häuserpreise zusammen und hinterließen Zombiebanken (deren Verbindlichkeiten ihre Vermögenswerte bei Weitem überstiegen) und ruinierte Schuldner.

Die Aufgabe scheint nun darin zu liegen, die Kreditvergabe der Banken wieder anzuschieben. Beschädigte Banken müssen "geheilt" werden. Diesem Zweck dienen die Bankenrettungen in den USA und Europa mit ihren nachfolgenden Runden "quantitativer Erleichterungen": Die Notenbanken drucken Geld und pumpen es über eine Vielzahl unorthodoxer Kanäle in das Bankensystem. Anhänger Hayeks sprechen sich gegen diesen Weg aus: Eine durch exzessive Kreditvergabe verursachte Krise könne nicht durch weitere Kredite überwunden werden.

Gleichzeitig werden überall die Regulierungssysteme verschärft, um Banken daran zu hindern, das Finanzsystem erneut zu beschädigen. Beispielsweise muss (Auslassung für mods...)

Aber man kann die Dinge auch so betrachten, dass die Kreditnachfrage der entscheidende wirtschaftliche Einflussfaktor ist. Immerhin erwarten Banken für die Kreditvergabe adäquate Sicherheiten (A.L. Das ist eine Lüge, es gab zahllose "no-docs-Kredite", Hauptsache Goldman bekam was zum verbriefen), die vor der Krise durch steigende Hauspreise gegeben waren. Das Angebot an Krediten hing, anders ausgedrückt, von der Kreditnachfrage ab. (A.L.: Wenn Wall Street massenhaft no-docs-Kredite an ninas vergibt, ist es kein Wunder, dass diese das Angebot nicht ausschlagen; die Verantwortung liegt beim Leiher, nicht beim Kreditnehmer).

Das rückt die Suche nach den Ursprüngen der Krise in ein anderes Licht. Weniger die aggressiven Verleiher waren schuld, sondern die unvernünftigen oder verblendeten Kreditnehmer. Also stellt sich die Frage: Warum wurden so viele Kredite nachgefragt? Einigen wir uns darauf, dass Menschen immer mehr möchten, als sie sich leisten können. Warum hat sich diese "Gier" aber derart manifestiert?

Um dies beantworten zu können, müssen wir uns anschauen, was mit der Einkommensverteilung geschehen ist. Die Welt wurde immer reicher, aber die Einkommen wurden immer ungleicher verteilt. Obwohl die Pro-Kopf-Einkommen gestiegen sind, sind die Median-Einkommen während der letzten 30 Jahre stagniert oder gar gefallen. Dies bedeutet, dass der größte Teil des Produktivitätswachstums von den Reichen abgeschöpft wurde.

Und was taten vergleichsweise arme Mitbürger, um mit den steigenden Standards Schritt zu halten? Sie taten, was sie immer getan haben: sich verschulden. Früher verschuldeten sie sich beim Pfandleiher, heute bei Banken oder Kreditkartenfirmen. Und da ihre Armut nur relativ war und die Hauspreise explodierten, stürzten die Geldgeber sie nur zu gern mehr und mehr in Schulden.

(A.L.: na klar, das war alles nur Neid der Besitzlosen, hehehe...)

Natürlich haben sich manche Menschen Sorgen über die Sparquote der Haushalte gemacht, aber nur wenige machten sich genug Sorgen. In einem seiner letzten Artikel schrieb Milton Friedman, Ersparnisse nähmen heutzutage die Form von Häusern an.

Warum die Geschäftsbanken trotz allen Geldpumpens der Zentralbanken nicht wieder angefangen haben, Kredite zu vergeben, und warum die Wirtschaft lahmt, wird meiner Meinung nach durch diese Sichtweise der Dinge viel besser erklärt als durch die orthodoxen Annahmen. Ebenso wie die Kreditgeber der Öffentlichkeit vor der Krise keine Kredite aufgezwungen haben, können sie auch jetzt den hoch verschuldeten Haushalten keine Kredite aufzwingen. Ebenso wenig wie den Unternehmen, die angesichts stagnierender oder schrumpfender Märkte ihre Produktion nicht ausweiten möchten.

Also kann die Erholung nicht der Fed, der Europäischen Zentralbank oder der Bank of England überlassen werden. Sie erfordert die aktive Teilnahme der Haushaltspolitiker. In der aktuellen Lage brauchen wir keinen Kreditgeber der letzten Instanz, sondern einen Ausgeber der letzten Instanz, und das können nur die Regierungen sein.

(A.L.: Also weiter fluten, aber für wen? Natürlich für die Reichen...)

Wenn die Regierungen angesichts ihrer hohen Verschuldung glauben, sie könnten sich von der Öffentlichkeit keine weiteren Kredite geben lassen, sollten sie diese bei ihren Zentralbanken aufnehmen (A.L: Na das wird Murksel und Schäufele freuen, und erst Recht Frankreich und die Griechen...) und selbst in öffentliche Dienste und Infrastruktur investieren. Nur so können sich die großen Volkswirtschaften wieder erholen.

Darüber hinaus aber können wir uns kein System erlauben, innerhalb dessen sich ein so großer Teil des nationalen Einkommens in so wenigen Händen sammelt. Schon oft war es für das langfristige Überleben des Kapitalismus erforderlich, dass Reichtum und Einkommen umverteilt wurden. Diese Lektion müssen wir nun erneut lernen. (A.L.: Dieser Absatz scheint eine Art Sozi-Disclaimer zu sein, der Rest des Artikels plädiert eher für Umverteilung von unten nach oben, was ja auch "gerecht" ist, wenn die "da unten" dermaßen blöd sind...).

www.ftd.de/politik/international/...sky-die-kreditfalle/70122859.html
Antworten
Palaimon:

Spaniens Banken: Weitere Milliarden-Hilfen

6
28.11.12 13:48
Der USA Bären-Thread 14694184
Die Bankenkrise in Spanien führt zu einer weiteren Notübernahme: Das drittgrösste heimische Geldhaus La Caixa wird das verstaatlichte Institut Banco de Valencia kaufen.
Antworten
A.L.:

Mögen Spanier eigentlich Greece-Brei?

3
28.11.12 13:49
Antworten
Pichel:

"nur" 37 Milliarden Euro Hilfe

4
28.11.12 14:36
28.11.12 14:18     dpa-AFX: Spaniens Banken erhalten 37 Milliarden Euro Hilfe von Eurozone
   BRÜSSEL (dpa-AFX) - Spaniens marode Banken sollen zunächst 37 Milliarden
Euro von den Euro-Partnern erhalten. Diese Summe nannte EU-Wettbewerbskommissar
Joaquín Almunia am Mittwoch in Brüssel. Das Geld sollen die vier vom Staat
geretteten Banken bekommen, allen voran die Großbank Bankia. Nach Worten
Almunias stammen die Gelder aus dem Euro-Rettungsfonds ESM und fließen an den
staatlichen Bankenrettungsfonds Spaniens (Frob). Die Euro-Partner hatten Madrid
bereits im Juli ein Sonderprogramm für marode Banken von bis zu 100 Milliarden
Euro zugesichert. Es war aber bald klar, dass nur etwa 40 Milliarden Euro nötig
sind. Nun steht der Betrag offiziell fest.

   Nach Angaben von EU-Diplomaten werden die Euro-Finanzminister bei ihrem
nächsten Treffen am Montag (3. Dezember) über die Freigabe der Summe
beschließen./mt/DP/bgf




www.dpa.de
... (automatisch gekürzt) ...
Antworten
A.L.:

"Am Goldman hängt, zum Goldman drängt...

4
28.11.12 15:30

doch alles" - wagt die FTD kurz vor dem Abschied noch mal in Das Kapital zu giften. Dabei bekommt auch Draghi sein Fett weg.

Goethe hatte in Faust (2. Teil, "Gretchens Verführung") ursprünglich geschrieben:

Nach Golde drängt
Am Golde hängt
doch Alles.

Wenn man das schon abwandelt, sollte man besser "zum" Schreiben wie ich oben im Titel. Die FTD schreibt wörtlich:

Am Goldman hängt, vom Goldman drängt doch alles.

Aber was bringen schon solche Besserwissereien 

Antworten
A.L.:

Besserwissereien

 
28.11.12 15:32
A.L.:

Die US-Börsen

5
28.11.12 15:43
haben heute das Fiscal-Cliff-Problem "wiederentdeckt".

www.davegranlund.com/cartoons/wp-content/uploads/...liff-response.jpg
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 557243
Antworten
A.L.:

Zum Glück fallen die "Sheeple" weich

7
28.11.12 15:46
TEXT: "Keine Sorge. Der Gegenwert von vier Jahren Lemmingen wird euren Fall abfedern."

Meinen die etwa mich? ;-)

danieljmitchell.files.wordpress.com/2012/...-cartoon-sheep.jpg
Der USA Bären-Thread 557244
Antworten
Gegenpol:

Es erscheint

9
28.11.12 16:47
mir fast so, als würde die Wallstreet nach der Weltherschaft trachten. Es kann doch nicht sein, dass alle Schlüsselpositionen im Wirtschaftsbereich mit ehem. Bankern besetzt werden. Es ist doch völlig klar, dass diese nicht unabhängig entscheiden können, sondern zugunsten ihrer ehem. Arbeitgeber und Gönner. Ist das in den anderen Politikbereichen etwa auch so, sitzen im Gesundheitsministerium auch nur Angehörige der Pharmabranche? Eine offensichtlichere Klientelpolitik zu Lasten des Steuerzahlers kann ich mir gar nicht vorstllen, zum KOTZEN!

----

USA: Wird JPMorgan-Chef Jamie Dimon neuer Finanzminister?


Warren Buffett kann einem wirklich immer unsympathischer werden. Laut eigener Aussage gebe es zurzeit keinen geeigneteren Kandidaten als JPMorgan-Chef Jamie Dimon, der für den vakant werdenden Posten des US-Finanzministers prädestiniert wäre. Natürlich war damit zu rechnen, dass wieder ein hochrangiger Vertreter der Finanzbranche diese Position einnehmen würde. Doch bei den aktuell durch die Medien geisternden Namen kann es einem nur kalt über den Rücken laufen.

www.wirtschaftsfacts.de/2012/11/...-finanzminister/#more-27344
Antworten
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    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

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