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Der USA Bären-Thread


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A.L.:

Als Privatbanker

5
30.10.12 00:06
war Ackermann vor 2 Jahren noch strikt GEGEN jegliche griech. Schuldenschnitte.

Inzwischen aber sind die Privatbanken weitgehend aus dem Schneider, weil ihre kurzlaufenden griechischen Staatsanleihen - dank großzüger Hilfe von Merkel/Schäuble-Hilfe bzw. dem deutschen Steuerzahler - zu 100 % ausgezahlt worden sind. (Und Ackermann ist eh weg von der Deuba.)

Tja, und wenn der deutsche Steuerzahler sowieso ran muss bei den öffentlichen Banken, dann können die auch SOFORT an einem zweiten Schuldenschnitt teilnehmen, der ihnen echte Miese bringt.  Ist schließlich egal, ob der Steuerzahler die Verluste aus der linken oder der rechten Hosentasche finanziert.
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permanent:

negative Wirtschaftsdaten aus Japan

7
30.10.12 07:49

Börse Tokio: Japanische Notenbank enttäuscht Investoren

Die Bank von Japan hat ihre Geldpolitik erneut lockert. Darauf hatten Investoren gehofft. Doch als die Nachricht die Runde machte, fielen die Kurse erneut. Der Nikkei-Index schloss im Minus.

TokioEnttäuschende Konjunkturdaten haben die Tokioter Börse am Dienstag belastet. Die Industrieproduktion in Japan setzte ihre Talfahrt im September fort und fiel überraschend kräftig um 4,1 Prozent. Es ist der stärkste Rückgang seit dem rekordhohen Einbruch von 16,2 Prozent nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im März 2011. Experten hatten nur mit einem Minus von 3,3 Prozent gerechnet.

 

Schon im Juli und August war die Industrieproduktion in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt gefallen. Nach einer Umfrage der Regierung rechnen die Unternehmen im Oktober mit einem weiteren Rückgang von 1,5 Prozent, bevor es im November mit 1,6 Prozent wieder aufwärtsgehen soll.

Den japanischen Firmen machen der starke Yen, die Schuldenkrise in Europa und Probleme auf ihrem wichtigen Export-Markt China infolge des Streits zwischen beiden Ländern um eine Inselgruppe zu schaffen. Der Streit schürte China anti-japanische Stimmungen in der Bevölkerung, wodurch die Geschäfte der Unternehmen in der Volksrepublik beeinträchtigt wurden.

 

Die japanische Notenbank verkündete wie erwartet eine weitere Konjunkturstütze. Im Kampf gegen eine drohende Rezession hat die Notenbank ihre Geldpolitik erneut gelockert. Ein Programm zum Ankauf von Anleihen und zur Vergabe von Krediten wird um umgerechnet 107 Milliarden Euro auf 884 Milliarden Euro ausgeweitet, wie die Zentralbank am Dienstag mitteilte.

Die Währungshüter beschlossen zudem, Geschäftsbanken langfristig zu günstigen Konditionen mit Geld zu versorgen. Eine Obergrenze wurde nicht festgesetzt. Der Leitzins bleibt dagegen unverändert. Investoren hatten sich offenbar mehr erwartet: Der Nikkei-Index rutschte nach der Bekanntgabe ins Minus und schloss mit einem Verlust von einem Prozent.

 

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Kicky:

Deutsche Bank mit Gewinn

2
30.10.12 09:43
...“The more favorable environment combined with persistently high central bank liquidity benefited both the stock markets, which reached their highest levels in over a year, and the issuance of equity and debt capital,” Deutsche Bank said in the statement. “Therefore it is likely that investment banking and asset management revenues achieved moderate growth in spite of a decline in trading volumes.” ....

www.bloomberg.com/news/2012-10-30/...estment-bank-revenue.html
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Kicky:

Bailout momentan nicht notwendig sagt Rajoy

4
30.10.12 09:51
elpais.com/elpais/2012/10/29/inenglish/1351523903_248100.html

Bloomberg weist erneut auf Problematik hin

Spain’s economy contracted for a fifth quarter, undermining efforts to plug the budget deficit that’s pushing the nation closer to a bailout, while austerity measures kept inflation at a 17-month high.

Gross domestic product declined 0.3 percent in the three months through September and 1.6 percent from a year earlier, the National Statistics Institute said today, compared with an Oct. 23 estimate from the Bank of Spain of a 0.4 percent contraction. Consumer prices, based on European Union methodology, rose 3.5 percent from a year earlier, INE said. ....
www.bloomberg.com/news/2012-10-30/...erity-spur-inflation.html

und derGuardian dazu:

Megan Greene, eurozone crisis expert at Roubini Global Economics, says Spain is in a very troubling position.
www.guardian.co.uk/business/2012/oct/30/...sion-bailout-greece
She predicts that Mariano Rajoy, Spain's prime minister, will request financial help within weeks, and is not convinced by the new 'bad bank' set up to handle the toxic debts in the Spanish banking system.

Here's her analysis of today's economic data

   Spain's GDP in Q3 came out very mildly less negative than expected (0.3% contraction vs expected 0.4%), but this hardly offsets a slew of worrisome indicators coming out of Spain recently: unemployment recently exceeded 25%, the regional bailout fund has essentially run out of cash, the new bad bank looks very similar to NAMA in Ireland (which most would claim was a disaster) and the nexus between banks and the sovereign will not be broken until the ECB is in place as an effective SSM [banking regulator] (presumably sometime in late 2013, though it could be later).
Without economic growth Spain's external and public debt positions are completely unsustainable. I expect Spain will be pushed into requesting official support by the end of this year.
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Kicky:

Delegation kommt zu Merkel

3
30.10.12 10:00
Francois Hollande will travel to Berlin with leaders for crisis talks on Tuesday after Germany said a Greek sovereign debt restructuring was “out of the question”.

On Monday, the French president met with Jim Yong Kim, head of the World Bank, and IMF chief Christine Lagarde, as well as leaders of the World Trade Organisation and the OECD, to discuss solutions for Greece, including a debt buy-back. The group will talk about the ideas with Ms Merkel on Tuesday....
Eurozone leaders fear that another crisis in Greece could destablise the Madrid’s fragile efforts to clean up its banks and shore up its finances.

European markets dropped ahead of the pivotal talks amid worsening bank problems gripped both Greece and Spain. Greek banks plunged almost 16pc after the finance ministry in Athens said that Brussels’ bail-out fund would not recapitalise the banks. The collapsed dragged the Athens exchange down 6.3pc. ....

www.telegraph.co.uk/finance/...ders-to-tell-Angela-Merkel.html
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Kicky:

Ambrose Evans -Pritchard zur deutschen Situation

7
30.10.12 10:05
dass Merkel jetzt erstmalig Verluste zugeben müsste und zitiert Hans-Werner Sinn und Wladimir Putin,die beide behaupten,Griechenland ginge es besser,wenn es aus Europa ausstiege                                                                                                 www.telegraph.co.uk/finance/...ayer-losses-loom-in-Greece.html
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Contrade 121:

ziemlich sprunghaft...

5
30.10.12 10:19

Bayer, Gildemeister etc. heute mit sehr guten Quartalsergebnissen - Es zeigt sich mal wieder was in diesem Land noch gut funktioniert: Das Unternehmertum, welches höchst abhängig von dem Export ist. Und deshalb kann man sich anmaßen, alle retten zu können, selbst mit hoffnungslosen Fällen wird "verhandelt"... Selbst Banken - siehe Deutsche Bank - machen mal wieder Gewinne im Asset Management - nicht etwa durch neue Anlageprodukte oder Kundengeschäft, sondern durch den Handel (der wahrscheinlich mit hohen Buchgewinnen aufgebläht wurde).

 

Derzeit habe ich das Gefühl, dass die Spielwiese von New York nach Europa verlagert wurde. Anders kann ich mir die heutigen sprunghaften Gewinne nicht erklären. 

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permanent:

Mehr Arbeitslose in Deutschland als vor einem Jahr

7
30.10.12 10:30

Mehr Arbeitslose in Deutschland als vor einem Jahr

Nach dem langen Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt ist die Arbeitslosenrate im Oktober erstmals gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Herbstbelebung fiel schwächer aus als sonst. Dafür gab es vor allem einen Grund. Mehr…

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A.L.:

H. W. Sinn - Zitat aus dem "Telegraph"

6
30.10.12 10:53
Sinn sagt in # 331 (Auszug unten), dass die Sparauflagen, die zum Wiederherstellen der griech. Wettbewerbsfähigkeit erforderlich sind, zuvor die griechische Gesellschaft zerbrechen würden. Es würde eine ganze Generation junger Leute geopfert, die keine Arbeit findet - und alles im Namen des Euro. Das sei unverantwortlich. Ein Euro-Ausstieg würde zumindest Hoffnung geben.

Entspricht auch meiner Auffassung.

Merkels "Dauerrettung" der Griechen wird am Ende kostspieliger als ein sofortiges "Ende mit Schrecken". Zurzeit ist es für sie reine (Wieder)Wahlpropaganda und Klientelpolitik im Dienste der (Finanz-)Industrie. Es gehört auch Stärke und Rückgrat dazu zu bekennen, dass Griechenland unter den gegegebenen Konditionen nicht reif für den Euro war/ist und die Griechenaufnahme in die EMU ein schwerer Fehler. Sie war zumindest voreilig.

Griechenland hätte bereits VOR der EMU-Aufnahme (wie z. B. Lettland) durch innere Reformen in Richtung auf einen  tragfähigen EMU-Staat (der u. a. hinreichend Steuern eintreibt) getrimmt werden müssen. Man kann nicht, wie die Griechen offenbar erhofften, schwere innere Stukturprobleme "von außen" durch Einführung einer zu starken Währung und fortlaufenden Überkonsum auf EU-Pump kompensieren. Und an diesem Prinzip, auf Kosten anderer zu leben, halten die griech. Eliten nach wie vor unbeirrt fest. Es ist halt schwer, auf sicher geglaubte Privilegien zu verzichten.

Die "Euro-Reife" kann (und darf) man - wie Sinn richtig ausführt - auch nicht nachträglich mit Brachialmaßnahmen auf Kosten der Bevölkerung, insbesondere der Jugend, von außen erzwingen. Zurzeit ist die Lage in GR die, dass die Eliten, die die Schieflagen zur eigenen Bereicherung herbeigeführt hatten, Sparmaßnahmen nur auf Kosten der Armen umsetzen und ansonsten Reformen verschleppen. Sobald es ans Eingemachte geht (eigene Privilegien), schalten sie auf stur.

Das erkennt man schon an der Nichtbeachtung der Lagarde-Steuer-CD mit der Liste der 2000 reichsten griech. Steuerhinterzieher-Millionäre.  Dass der Journalist, der jetzt - 2 J. nach Übergabe der CD - die Liste in einer Zeitung veröffentlicht hat, in den Knast musste - und nicht die Steuerhinterzieher selbst - spricht Bände. In dieses Schwarze Loch pumpt Merkel für ihre Wiederwahl weiterhin Geld, und nun fallen sogar erstmals reale Verluste an. Deutsche Steuerzahler müssen die Lücken schließen, die steuerpflichtige griech. Millionäre hinterlassen hatten. Das ist bodenlos.

Wenn die SPD die Fortsetzung dieses Alimentations-Fiaskos - die Hilfsgelder fließen eindeutig den "Falschen" zu - als "Völkersolidarität" fehlinterpretiert oder in den industriefreundlichen Merkel-Sermon "Wenn der Euro stirbt, dann stirbt auch Europa" einstimmt, dann ist sie gelinde gesagt schief gewickelt. Die Hilfsgelder stützen zurzeit nur den griech. "Klassenkampf von oben". Wie kann so etwas unter SPD-Prämissen "förderungswürdig" sein?

Es macht auch rein ökonomisch keinen Sinn, ein Land, das für eine Hartwährung wie den Euro zu schwach ist, mittels fortlaufender Verknechtung der Ärmsten durch die dortigen Eliten vergeblich auf Euro-Kurs zu trimmen.



Hans-Werner Sinn, head of Germany’s IFO Institute, said it is becoming cruel to keep Greece in EMU. "The austerity needed to restore wage and price competitiveness will break society first. We are sacrificing a generation of young people who cannot find work, and all in the name of the euro. It is irresponsible. A euro exit would offer hope at last," he said.

Dr Sinn said Europe should craft a controlled return to the drachma with help to shore up the Greek banking system and to provide trade credits. "There is no need for catastrophe scenarios," he said.
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permanent:

spanische Wirtschaft schrumpft weiter

6
30.10.12 11:22

Rezession: Spanische Wirtschaft erholt sich noch nicht

Kein Ende der Rezession: Spaniens Wirtschaft ist das fünfte Quartal in Folge geschrumpft. Der BIP-Rückgang fiel mit 0,3 Prozent im Vergleich zur Vorperiode aber schwächer aus. Die Arbeitslosigkeit liegt auf Rekordniveau.

MadridDie spanische Wirtschaft verharrt in der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Juli bis September bereits das fünfte Quartal in Folge, wie das Statistikamt am Dienstag in Madrid mitteilte. Der Rückgang fiel mit 0,3 Prozent im Vergleich zur Vorperiode aber etwas schwächer aus als im Frühjahr mit 0,4 Prozent. Das teilte das Nationale Statistik-Institut (INE) am Dienstag in Madrid mit.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten ein erneutes Minus von 0,4 Prozent erwartet. Auch die spanische Zentralbank hatte vor einer Woche in einer vorläufigen Schätzung einen Rückgang von 0,4 Prozent ermittelt. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sank die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent. Hier waren minus 1,7 Prozent vorausgesagt worden.

Nach Prognose des Internationalen Währungsfonds wird die nach Deutschland, Frankreich und Italien viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in diesem Jahr um 1,5 Prozent schrumpfen. 2013 dürfte das Minus mit 1,3 Prozent ähnlich groß ausfallen. Die Wirtschaftskrise hat für eine Rekordarbeitslosigkeit gesorgt. Jeder vierte Spanier hat keinen Job. Das ist der höchste Wert in der Europäischen Union.

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Malko07:

#101334: Ich bin dafür

13
30.10.12 11:30
den Griechen den Geldhahn abzudrehen, hege aber nicht die Illusion, dann ging es der griechischen Jugend besser. Ihre Situation wird dann noch hoffnungsloser und schlimmer werden. Nur wenn Griechenland sich zu einem funktionierendem Staat mausern sollte, kann es besser werden. Und das hat nichts mit der Art der Währung zu tun. Griechenland kann die Drachme wieder einführen und diese kann um 90% abwerten, an den Ursachen ändert sich deshalb nichts und Geld werden sie dann auch auf Jahrzehnte nicht mehr im Ausland leihen können. Man sollte sich nicht in die Tasche lügen. Wir werden dann Lebensmittelpakete schicken müssen oder ihnen beim Verhungern zuschauen müssen.
Antworten
permanent:

Alles eine Frage der Verteilung

8
30.10.12 11:34

"Was im 18. und 19 Jahrhundert die Großgrundbesitzer waren, das sind heute die Finanzmärkte." Genau wie diese schaffe auch der Finanzsektor heute keine realen Werte, sondern presse der Wirtschaft lediglich Gewinne ab und treibe die Arbeitenenden, deren Löhne sinken, in die Verschuldung.

Michael Hudson University of Missouri

Antworten
A.L.:

Malko # 336 - Grexit

8
30.10.12 11:52
Ich glaube, dass es der griech. Jugend heute weitaus besser gehen würde, wenn die Griechen gar nicht erst in die EMU eingetreten wären. Der "viel zu harte" Euro hat die Lage in GR nachhaltig versaut - wegen der Selbstbedienungsmentalität der Eliten und weil weniger Touristen kommen.

Hauptgrund für die hohe Arbeitslosigkeit ist, dass GR bei den derzeitigen, gemessen an der niedrigen Produktivität viel zu Löhnen nicht mehr international konkurrenzfähig ist.

Bei Verlassen des Euro würde der Lebensstandard in GR sicherlich - zumindest vorübergehend -  deutlich sinken. Es droht auch politische Instabilität. Der Wohlstand seit EMU-Beitritt wurde aber ohnehin nicht "erwirtschaftet", sondern er war per Kredit "erliehen".

Und beim Leben auf Pump gilt: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er zerbricht. Die griech. Staatsverschuldung ist inzwischen - trotz bereits erfolgten ersten Schuldenschnitts - untragbar hoch.

Würde die Drachme wieder eingeführt, könnte sich mancher Bonze in Athen keinen Mercedes mehr leisten. Dafür aber fänden mittelfristig zig Jugendliche Arbeit - u. a. im dann wieder zunehmenden Tourismus. Ingesamt sind die Vorteile des EMU-Austritts aus Sicht der Gesamtbevölkerung (gilt nicht für die Eliten/Bonzen) höher als bei einem Verbleib - egal wie hart die Übergangsphase zunächst wirken mag. Sie würde auch durch weitere Hilfszahlungen an GR abgemildert.  

Argentinien (2002) und Thailand (1997) haben den Ausstieg aus der zuvor "viel zu harten" Dollar-Anbindung ihrer Landeswährungen - nach starken anfänglichen Wirren - schlussendlich ebenfalls gut weggesteckt. Wäre Argentinien noch im Dollar, läge das Land vollends am Boden.

Die Drohgespenster, wonach die Folgen eines Grexit für Europa "unüberschaubar" wären - man hört es laufend von Merkel und Co. sowie von der (Finanz-)Industrie, deren Lobby der Kanzlerin dies "flüstert" - dienen nur dazu, den unerträglichen Status-Quo über die Runden zu retten. Für Merkel bis zur Wahl, für Banken, Versicherungen und Pensionsfonds bis zur nächsten Griechenbond-Endfälligkeit.
Antworten
Contrade 121:

malko...

8
30.10.12 11:55

der Grund, dass man das nicht macht ist die Tatsache, dass man Totalabschreibung auf die Staatsanleihen, die u.a. bei der EZB geparkt sind, hinnehmen müsste. Schäuble wehrt sich schon gegen einen Schuldenschnitt, der eigentlich die logische Konsequenz derzeit ist, geschweige den gegen eine größeren Schuldenerlass, was ein Austritt Griechenlands de facto wäre...

 

Ich empfinde die Wahrnehmung der Presse und der Bürger im Allgemeinen als sehr zutreffend: Keiner geht mehr davon aus, dass die Griechen irgendwann diese Gelder zurückzahlen werden. Auch die Tatsache, dass hier Generationen verbrannt werden, das ist auch mittlerweile angekommen. Was aber bisher nicht angekommen ist, das ist das Verständnis für politische Führungsriege - denn die Lösungsvorschläge sind katastrophal. Eine von Binnenwirtschaft (sprich Konsum) geprägte Volkswirtschaft durch Sparmaßnahmen sanieren zu wollen und dass damit gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit ansteigt, das ist nicht nur illusorisch und ignorant, sondern auch dumm und in höchstem Maße ggü. seinen Mandatsgebern unverantwortlich. Leider ist die Sturheit der Bundersregierung derart groß, dass ich hieraus keine vernünftigen Lösungsvorschläge erwarte. Das Dicke Ende wird so weit hinausgeschoben, wie nur möglich. 

Antworten
Ischariot MD:

#23 n-tv Spain bad bank

6
30.10.12 12:12
... man darf den PIIGSen einfach nix mehr glauben.

Aus dem oben verlinkten n-tv-Artikel:
"Spanien will Kredite im Volumen von bis zu 60 Mrd. Euro in seine gigantische Abwicklungsbank stecken (...) "Die Strategie ... zielt auf mittelfristige Erträge ab ... diese Erträge werden beträchtlich sein"  (...) Eigenkapitalrendite von 14 bis 15 Prozent"

>>> Uups, wie das denn? Etwa so wie die HRE-Verwesungswert-Managment ??
>>> Aha:

"Wenn die Banken die Kredite und andere faule Papiere an die Bad Bank loswerden wollen, müssen sie vorab Abschläge zwischen 32,4 Prozent (Kredite für fertiggestellte Projekte) und 79,5 Prozent (Kredite für unerschlossenes Land) hinnehmen. Im Schnitt übernimmt die Bad Bank Immobilienkredite zu 54 Prozent ihres Nominalvolumens, Kredite für zwangsversteigerte Objekte zu 37 Prozent"

>>> also Bewertung gemäß Negativ-Szenario. Das würde für sich allein genommen jeder Bank umgehend das Genick brechen. Das geht also nur mit umgehender Rekapitalisierung aus ESM-Mitteln (100 Mrd.). Dann wären die 'betroffenen' spanischen Banken allerdings potentiell wieder kerngesund.

Die Frage muß also lauten, zu welchen Konditionen fließen diese ESM-Mittel (a) von ESM zur staatl. Abwicklungsgesellschaft, und (b) von dieser an die Banken? Mit Teil-Eigentumsübergang an den spanischen Staat? Mit verdeckter Subvention und Wettbewerbsverzerrung wie bei der Commerzbank?
Oder ESM-Mittel direkt an die Banken mit Teil-Eigentumsübergang auf den ESM (unwahrscheinlich) oder als durch nichts gedeckter Kredit zu unverdienten AAA-Konditionen?

Wie auch immer, irgendwo muß seitens des ESM kräftigst subventioniert werden. Das ganze von spanischer Regierungsseite jetzt als Gewinngeschäft hinzustellen mit "Eigenkapital-(hahaha) -rendite von 14 bis 15 Prozent" ist der Treppenwitz des Tages.
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Antworten
Malko07:

#101338: Es ging doch nicht was wäre gewesen,

10
30.10.12 12:26
wenn alles gut gelaufen wäre, sondern was wird sein. Also nicht erneut Nebelkerzen schmeißen.  Die Bonzen in Athen werden sich nicht groß an einer eigenen Währung stoßen. Deren Geld ist zu einem großen Teil im Ausland und sie werden weiter die beherrschenden Klasse bleiben und den Rest der Bevölkerung aussagen, auch unter einer Militärdiktatur. Weder Argentinien noch Thailand hat eine Pleite hingelegt wie sie Griechenland hinlegen würde. Auch sind diese Länder, im Sinne einer funktionierenden Verwaltung, nicht erreichbare Beispiele für Griechenland auch wenn sie aus unserer Sicht auch dort der Steuerbetrug und die Korruption zu hoch sind. Die Ausgangslage ist eine total andere und zu bieten hat Griechenland auch nichts. Und dann darf man Schulden von öffentlichen Gläubigern nicht mit denen von Privatgläubigern verwechseln. Tut man das, hat man keine Ahnung. Unsere Verwaltung wäre z.B. gesetzlich gezwungen alles was Griechenland gehört und dessen sie habhaft werden könnte zu kassieren und das auf Jahrzehnte. Und aus der EU müssten sie auch noch raus. Einziger Ausweg: Wir und viele anderen Staaten ändern diesbezüglich ihre Gesetze und zum Teil die Verfassungen und es gibt einen neuen europäischen Vertrag. Ist wohl alles nicht zu erwarten. Ich bin trotzdem dafür den Geldhahn zu zu drehen, lüge mich aber nicht in die Tasche.

#101339: Auch wenn manche das nicht sehen wollen, die EZB hat sich bis jetzt immer an den Buchstaben der Verträge gehalten. Es wird ihr auch von mancher Seite nur unterstellt, sie hätte sich nicht an den Geist der Verträge gehalten. Würde sie einen Schuldenschnitt akzeptieren, würde sie sich nicht mehr an den Buchstaben der Verträge halten (gilt auch für unser Haushaltsrecht). Genau aus diesem Grunde kommen immer diese Forderungen primär von angelsächsischer Seite. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Aber keine Angst, sie wird das nicht tun, komme was wolle. Da bliebe nur der Abkauf durch den ESM und die Auszahlung der "Gewinne" die dabei entstehen würden. Nicht grundlos wird mit diesen Gedanken gespielt. Wenn man einer sogenannten "Konsumwirtschaft" (schöne Umschreibung einer total verlotterten Verwaltung) keine Sparmaßnahmen aufzwingen will, muss man Freiwillige finden, die weiter Geld in einen Topf ohne Boden werfen. Der Großteil der jetzigen Hilfen fließt zum überwiegenden Teil wieder zurück zu den Gläubigern und damit werden die griechischen Altschulden im Prinzip durch die Steuerzahler der anderen Eurozonenstaaten zurück gezahlt, Neuschulden sollen dabei aber so gering wie möglich gehalten werden. Dabei spielt Griechenland aber nicht mit. So ist z.B die Lagarde-CD in der Verwaltung verschwunden und es gibt von Griechenland jetzt plötzlich die Nachfrage nach einen neuen Kopie. Ja, die konsumieren derartige Daten flott.
Antworten
A.L.:

# 341

9
30.10.12 13:02
"Unsere Verwaltung wäre z.B. gesetzlich gezwungen alles was Griechenland gehört und dessen sie habhaft werden könnte zu kassieren und das auf Jahrzehnte."

Was soll daran schlimm sein? Wer Schulden nicht zurückbezahlt, bei dem kommt halt der Gerichtsvollzieher.

Sehr viel "unethischer" finde ich, wenn deutsche Steuerzahler die Lücken schließen sollen, die griech. Steuerhinterzieher vorsätzlich gerissen haben. Nichts anderes ist nämlich ein Schuldenschnitt bei den Griechenanleihen öffentlicher Banken.

Ich finde übrigens den Wagenknecht-Vorschlag nicht schlecht, die im Ausland (Schweiz) gebunkerten Milliarden der griechischen Eliten zur Rückzahlung der griech. Staatsschulden zu verwenden. Denn diese Reichtümer sind in der Regel dadurch entstanden, dass dieses Geld dem Staat entzogen oder gar geraubt wurde.

Das Ganze wäre dann eine Art 100 % "Quellensteuer" bei den illegal zusammengerafften Auslandsguthaben. Wer eine Krise verursacht, soll gefälligst auch für sie bezahlen.

Dass die griech. Bonzen verschont werden, indem Merkel immer mehr Geld nach GR pumpt, ist eine Missachtung der hiesigen Steuerzahler, die damit praktisch für die organisierte griechische Kriminalität löhnen sollen.

Hinter Merkels scheinheiliger "Völkersolidarität mit Griechenland" verbirgt sich in Wahrheit eine "internationale Allianz der Eliten" - dergestalt, dass eine Krähe der anderen kein Auge raushackt. Deutsche Bänker und griech. Bonzen haben letztlich gemeinsame Interessen: Beide wollen im Verzockerfall ihre Schäflein auf EU-Kosten ins Trockene zu bringen.

Und genau deshalb wird der letztlich unausweichliche Grexit auch so lange aufgeschoben.
Antworten
Malko07:

#101342: Habe ich behauptet, das wäre

6
30.10.12 13:19
schlimm (das vorgeschriebene Einziehen von griechischem Staatseigentum - das Privateigentum wäre nicht betroffen). Ich habe nur die Gesetzeslage verdeutlicht. Manche glauben nämlich, die Vorschläge, die in der ach so "qualifizierten" Finanzfachpresse veröffentlicht werden, wären so einfach umzusetzen. Auch manche Politiker quatschen so daher als ob es keine Gesetze geben würde. Der Vorschlag von Wagenknecht, wenn sie wirklich diesen Vorschlag in der beschriebenen Form gemacht haben sollte, fällt in diese Kategorie. Sowohl die Schweiz als auch andere Staaten (wie z.B. bei uns) sind unabhängige Staaten und kein Biertisch kann bestimmen wie dort die jeweils herrschende Gesetzeslage zu ignorieren wäre. Und es gibt wenige Staaten mit Sippenhaftung. Es kann nur der griechische Staat seine Steuerbetrüger verfolgen und man kann ihn nur dabei unterstützen. Bis jetzt hat er das allerdings (bewusst) versäumt. Wieso die griechischen Bonzen verschont werden, weil die Merkel das Geld über einen Umweg über Griechenland zurück pumpt, ist mir schleierhaft. Da es nur noch wenige private Gläubiger gibt, fließt dieses Geld im überwiegendem Umfang zurück zu den Staaten und öffentlichen Institutionen die heute die Gläubiger stellen. Im Prinzip macht Deutschland dabei ein Geschäft, wenn der Teil welcher in Griechenland verbleibt möglichst gering bleibt. Unter den öffentlichen Gläubigern sind wir überproportional vertreten. Trotzdem bin ich dafür dieses Spiel einzustellen.
Antworten
A.L.:

Gegenbeispiele

3
30.10.12 13:35
"Sowohl die Schweiz als auch andere Staaten (wie z.B. bei uns) sind unabhängige Staaten und kein Biertisch kann bestimmen wie dort die jeweils herrschende Gesetzeslage zu ignorieren wäre."

Wenn z. B. die USA "anordnen", die Schweizer Guthaben eines Gadaffi seien einzufrieren, so wird die Schweiz dem auch Folge leisten, egal was normalerweise dort Gesetz ist. Auch Konten amerikanischer Steuersünder friert die Schweiz auf Verlangen ein.

Im Falle der Griechen müsste man die Auslandsguthaben nicht zwingend enteignen (Wagenknecht). Es würde reichen, sie bis zur restlosen Rückzahlung der griech. Staatsschulden als "Sicherheitspfand" zurückzuhalten. Das ist dann eine elegantere Form der Konfiszierung. Oder aber Ansporn für das scheinbar Unmögliche...

Wenn Lettland so etwas anordnen würde, würde sich die Schweiz vermutlich nicht danach richten. Bei Deutschland ist es fraglich. Die EU wäre wohl groß genug. Size matters.

Gesetze und Bestimmungen werden im Übrigen nur so lange befolgt, wie sie politisch opportun sind. Man beachte nur die sukzessive Aushöhlung der EZB-Statuten. Die EZB ist bereits mit einem Bein in der ihr gesetzlich verbotenen Staatsfinanzierung.
Antworten
A.L.:

Lage am "Times Square" normalisiert sich

10
30.10.12 13:57
Besucher der U-Bahn-Station warten schon wieder auf den ersten einlaufenden Zug.

cdn.theatlantic.com/static/mt/assets/science/scubadiver_615.jpg
Der USA Bären-Thread 548715
Antworten
A.L.:

...und nun zum Wetter

 
30.10.12 14:03
24.media.tumblr.com/tumblr_mco5surJ4c1qdjbb7o1_1280.png

"Millionen werden diese Woche unter zerstörischen Winden leiden. Und nun vom US-Wahlkampf zum Wetter..."
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 548719
Antworten
A.L.:

Reichtum für alle - durch Sparen!

 
30.10.12 14:07
Oder vielleicht doch nicht?
Der USA Bären-Thread 548722
Antworten
Malko07:

#101344: Stimmt durchgehend nicht

8
30.10.12 14:28
und wir sind nicht die USA. Auch folgt die Schweiz nicht auf US-Befehl sondern auf den Druck, weil sie z.B. in den USA ihre Banken verlieren würde. Und das können die USA auch nur, weil sie die Schweizer Banken beim Steuerbetrug erwischt haben. Das Einfrieren von Geldkonten erfolgt üblicherweise über Beschlüsse der UN. Und das Ganze bezieht sich auch immer auf Staatsvermögen oder auf Vermögen der herrschenden Clique. Mir ist bis jetzt kein Fall bekannt, in dem Vermögen von Privatpersonen eingefroren wurde nur weil sie eine bestimmte Nationalität haben. Auch die EZB hat bis jetzt keine Verträge verletzt. Biertische eben. Besonders dort besteht der der Wunsch nach Gesetzesinterpretation nach Opportunität. Nicht alles läuft bei uns sauber aber wesentlich besser und ethnischer als hier gefordert. Oder gelten moralische Ansprüche auch nur nach Opportunität.
Antworten
A.L.:

Griech. Schuldenschnitt - "nicht schon wieder"

2
30.10.12 14:38

Kommentar im Handelsblatt

Schuldenschnitt für Griechenland

Nicht schon wieder!

von Gustav A. Horn 30.10.2012, 12:06

... (automatisch gekürzt) ...

www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/..._tab_print/7320456.html
Moderation
Zeitpunkt: 31.10.12 09:35
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen - Bitte nur kurz zitieren und Vollzitate vermeiden.

Link: Nutzungsbedingungen  

Antworten
A.L.:

# 348

2
30.10.12 15:44
"Mir ist bis jetzt kein Fall bekannt, in dem Vermögen von Privatpersonen eingefroren wurde nur weil sie eine bestimmte Nationalität haben."

Nimm das Einfrieren irakischer Auslandsguthaben 1991.
Antworten
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