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Der USA Bären-Thread


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Dreiklang:

Die Problemstaaten haben Barter-Ökonomien

10
10.10.12 08:32
Traditionell wird in Südeuropa dem Geldwert nur geringe Bedeutung beigemessen. Das gilt sowohl für Spanien, Italien, Portugal, Griechenland als auch Frankreich. In solchen Systemen wird dem Wert eines Produktes bzw. einer Dienstleistung sofort der Wert eines anderen Produktes bzw. einer anderen Dienstleistung  entgegen gestellt, und Geld ist nur Zwischenwährung eines Realgüter-Tausches. Es ist bei diesem System nicht sinnvoll, "auf Vorrat" zu arbeiten und Konsumverzicht zu üben, indem Geld auf die hohe Kante gelegt wird. Daraus folgt: Kapital (als geronnene Arbeit)  ist in diesen Staaten traditionell teuer (= hat eine hohe Verzinsung) , und der Staat hat daher kaum Möglichkeiten, Steuern "real" d.h. zwar in Geld, aber als geronnene Arbeit zu erheben. Daher muss sich die öffentliche Hand in diesen Staaten selbst als Marktteilnehmer positionieren, vor allem bei der Infrastruktur.

Das sehen wir z.B. bei der Mautpflicht für Autobahnen  in IT, SP und FR. In GR haben wir einen  überzogenen Militärsektor, der allein schon aufgrund seiner schieren Größe ein wesentlicher Marktteilnehmer ist  In Frankreich haben wir zudem traditionell einen ausgeprägten Merkantilismus.

Am besten funktionieren diese Systeme dann, wenn der Austausch von Dienstleistungen auf den unteren Ebenen, also Kommunen, Regionen etc. erfolgt. Es ist eben normal, dass eine Gemeinde sich um ihre Schule kümmert - die Dienstleistung wird bürgernah erbracht und bürgernah politisch verantwortet. Je abstrakter der Staat auftritt, desto  unverständlicher ist er und wird nicht akzeptiert - gegebenes Beispiel Steuermoral.

Wenn Unternehmen in diesen Barterstaaten Kapital brauchen, müssen sie auf ausländisches Kapital zurückgreifen. Die Abwertung der eigenen Währung bedingt zwar, dass sich die Rückzahlung von Anleihen verteuert - jedoch war das immer noch günstiger als sich zu sehr hohem Zins in der eigenen Währung Kapital zu beschaffen.

Mit Einführung des Euro ist  plötzlich die Kapitalbeschaffung stark verbilligt worden. Dieses  verbilligte Kapital tritt nun in Konkurrenz zur eigenen Wertschöpfung - welche traditionell aufgrund des Realgütertausches immer relativ teuer war. Die Folge ist Arbeitslosigkeit.

Das Ironische ist nun, dass der Kapitalmarkt nichts anderes macht als diese (Fehl-)entwicklung zu korrigieren, indem die Zinsen für die Problemstaaten steigen.  Das wäre der Anlass, sich auf die eigene Wertschöpfung (wieder) zu besinnen. Statt dessen versucht man, das fundamentale Problem "monetär" zu lösen, wie man auch hier im Forum lesen kann:

Für die EZB dagegen sind im Geldmarkt die jeweiligen regionalen Zinsen wichtig. Und deshalb ist sie richtigerweise der Meinung, wenn der Konzern A in Spanien nur Kredite für 7% erhält, seine Filiale in Deutschland aber für 3%, der Geldmarkt gestört ist.  (Malko)

EZB-Propaganda - für die sich leider der eine oder andere zum Sprachrohr machen lässt.
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learner:

Der IWF sagt doch nur, dass das System

9
10.10.12 08:35
auf der letzten Rille läuft und das könnte zutreffend sein. In Europa sollen die Schulden vergemeinschaftlicht werden, weil ansonsten ein größerer Schuldenschnitt droht (siehe Griechenland).

Auf der anderen Seite gibt es Berichte in den Gazetten über eine steigende Wettbewerbsfähigkeit der Peripherie  wo man sich nun fragt, warum dann noch all diese Maßnahmen notwendig sein sollen?

Da der IWF immer noch von den Amerikanern dominiert wird könnte man auch reine machtpolitische Motive hinter diesem Artikel vermuten. Ein Europa der gemeinschaftlichen Schulden dürfte schwächer sein als ein Europa, dass seine Schulden in der jetzigen Form in den Griff bekommt.

An einen aus tiefer Überzeugung gespeisten Willen ein starkes europäisches Haus zu bauen glaube ich nicht. Dazu scheinen mir die nationalen Egoismen noch zu groß zu sein.
Wo isi checkerlarsen?
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A.L.:

Handelsblatt sieht "Trendwende ins Minus"

3
10.10.12 08:37
www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...-ins-minus/7233148.html

Seltsam: Als Alles noch stieg, hieß es im HB und anderen Gazetten ständig, dass die Märkte wegen der Zentralbankflutungen "unfallbar" geworden wären ;-)

Weiterhin hieß es, dass die sich erkennbar häufenden negativen Konjunkturindikatoren wegen der Zentralbankflutungen "ignoriert" würden und daher irrelevant seien. Ich warnte bereits vor Wochen vor einer zweiten "Dot.com-Blindheit".

Nun, da die schlechten Konjunkturmeldungen zu schwachen Quartalszahlen (gestern Alcoa mit 13 Cent Verlust) führen, werden erstere plötzlich wieder relevant.

FAZIT: Das Lesen der prozyklischen Gazetten ist reine Zeitverschwendung. Es reicht, ersatzweise morgens auf den DOW zu gucken.
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relaxed:

#100726 Verstehe dein Beispiel mit der Mautpflicht

5
10.10.12 08:41
nicht: Die existiert in diesen Staaten doch deshalb, weil die Autobahnen privat finanziert sind.

... im Gegensatz zur verlogenen deutschen Diskussion, wo der Bürger über verschiedenste Steuern abgezockt wird, die Straßen finanziert und dann immer noch eine Maut zahlen soll.
Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.
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relaxed:

Immer wenn ich sowas lese, denke ich,

5
10.10.12 08:53
die Amerikaner machen schon vieles richtig:

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...rediten-a-860430.html

Wenn sich die Wirtschaft Geld vom Staat durch geschönte Angaben erschleicht, dann wird sie vom Staat verklagt.

Man stelle sich das in Deutschland vor ... welche staatliche Förderung der Wirtschaft wird hier nicht durch geschönte Angaben erschlichen? ;-))
Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.
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A.L.:

Relaxed - # 030

6
10.10.12 09:18
Es geht hier um die in der Subprime-Ära hastig, massenhaft und ohne nötige Sorgfalt (due diligence) vergebenen Immobilienkredite. Die Banken haben sich um die Seriosität der Kreditnehmer wenig gekümmert - auch bei den Nicht-Subprime-Schuldnern  - , da die Kredite eh weitergereicht wurden: Entweder an die halbstaatlichen Immofinanzierer Fannie und Freddie (die in der Folge quasi bankrott gingen und nun als Staats-Zombie-Verlustmaschinen weitermachen) oder an Broker wie Goldman, die die Kredite zu CDOs bündelten und als vermeintliche "AAA"-Geldanlage weltweit ahnunglosen anderen Banken als Investment-Vehikel aufschwatzten.

Ich finde einerseits gut, dass diese "unethische Praxis" [Gruß an Zanoni] im Nachhinein strafrechtlich verfolgt wird. Noch besser aber wäre es gewesen, wenn Greenspan 2002 gar nicht erst mit viel zu tiefen Leitzinsen von 1 % die Hausblase angeschoben hätte. Eigentlicher Verursacher war die Fed und damit die Politik selbst. Nur deshalb konnten sich die Banken im Subprime-Eldorado befristet eine goldene Nase verdienen.

Eigentlich müsste sich die Politik in USA daher selbst verklagen.

D.h. konsequenter und folgerichtiger wäre es, wenn die NYer Staatsanwaltschaft Greenspan wegen des "Aufpumpens unhaltbarer Kreditblasen" anklagen würde. Die aktuellen Klagen richten sich allein gegen die Nutznießer dieser Politik, nicht aber gegen die Politik selbst, die der eigentliche Verursacher war.

Ob das alles vorbildlich ist, bliebe zu diskutieren.
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Dreiklang:

relaxed, Krux ist das abstrakte Staatsverständnis

2
10.10.12 09:20
... im Gegensatz zur verlogenen deutschen Diskussion, wo der Bürger über verschiedenste Steuern abgezockt wird, die Straßen finanziert und dann immer noch eine Maut zahlen soll.

natürlich kann der deutsche Staat die Maut "mehrfach erheben" , im Gegensatz zu Italien, wo sie "privat" (über eine Subsidiärgesellschaft des Staates) erhoben wird - In Italien zahlt man eben  nur "einmal"

Die Infrastrukturplanung erfolgt natürlich nicht "privat", sondern öffentlich - auch wenn sie "privat" umgesetzt wird. Es handelt sich hier um  eine konkrete Form des Merkantilismus der Neuzeit. Ich verbinde nichts Negatives damit. Bezeichnenderweise aber wird dieser Weg in den "Nordstaaten" nicht beschritten.
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Kicky:

Bilanzen der EU-Grossbanken schrumpfen 2,8 Bio. $

3
10.10.12 10:11
jetzt frage ich mich doch,ob das nicht eher positiv ist?
aber vermutlich hat der IWF recht,dass das einen Rückgang des Kreditangebotes bedeuten wird.Nur dass die lächerlichen 80 Milliarden,die jetzt in den ESM eingezahlt werden,reichen sollen,dass glaubt ja wohl keiner ausser Lagarde

www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/...ilanzen-schrumpfen-1.17673447
In neuen Simulationen zeigt der IMF, dass in einem Szenario, in dem das Vertrauen nur allmählich zurückkehrt, die Bilanzen der europäischen Grossbanken ab dem dritten Quartal 2011 bis Ende 2012 um 2,8 Bio. $ schrumpfen werden. Dies würde zu einem Rückgang des Kreditangebots in den Euro-Peripheriestaaten bis Ende 2013 um 9% führen. Sollte sich die Situation gar verschlimmern, wäre in derselben Periode gar mit Bilanzkürzungen von 4,5 Bio. $ und einer Kreditverknappung um 18% zu rechnen.

Um diesem massiven «Deleveraging» vorzubeugen, müssen laut IMF die Banken und Staaten sicherer gemacht werden. Ebenfalls sei dafür zu sorgen, dass die Märkte die durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und das Staatsanleihenkaufprogramm der EZB errichteten «Brandmauern» als real ansehen. Das heisst, dass keine Zweifel daran aufkommen sollen, dass diese Programme im Bedarfsfall auch tatsächlich zur Anwendung kommen. Weiter müssten die europäischen Institutionen verstärkt werden, wobei die einheitliche Bankenaufsicht ohne Verzögerungen eingeführt werden solle, während für die anderen Elemente der Bankenunion ein klarer Zeitplan aufzuzeigen sei.

Interessanterweise erwartet der IMF selbst im Falle dieses positiven Szenarios, dass die Grossbankenbilanzen um über 2 Bio. $ schrumpfen. Tatsächlich sind die Bankaktiven der 58 vom IMF verfolgten europäischen Grossbanken seit dem 3. Quartal 2011 bis Mitte 2012 um 600 Mrd. $ zurückgegangen....

...Der IMF geht davon aus, dass die Banken ihr Engagement in Staatsanleihen weiter erhöhen werden – auf rund einen Drittel aller Bankaktiven bis in fünf Jahren. Damit würden die negativen Auswirkungen eines allfälligen Zinsschocks, welche den Wert der Anleihen reduzieren würden, zunehmen. Ein bedeutender Teil des Eigenkapitals würde aufgefressen, und möglicherweise wäre der Staat zu schwach, um angeschlagene Banken zu stützen. Der IMF fordert deshalb Massnahmen, einerseits auf Ebene der Staatsfinanzen via eine glaubwürdige Konsolidierungsstrategie, andererseits auf regulatorischer Ebene via eine Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen.
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Kicky:

Wahlgeschenke in Italien

3
10.10.12 10:14
Reuters Die italienische Regierung kürzt vor der anstehenden Parlamentswahl im kommenden Frühjahr überraschend die Steuersätze für niedrige Einkommen. Zudem werde die Mehrwertsteuer nicht wie geplant um zwei, sondern nur um einen Prozentpunkt erhöht, teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Monti am Mittwoch nach einer achtstündigen Kabinettsitzung mit. Die mit der EU vereinbarten Haushaltsziele sollen demnach trotzdem erreicht werden.

www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/...er-geringverdiener-1.17673674

na Frau Merkel?
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Kicky:

30 000 Drohnen künftig über USA

7
10.10.12 10:18
30 000 Drohnen bewachen zukünftig die US-Amerikaner mit Infrarotsensoren und Geruchsfühlern
www.zerohedge.com/news/2012-10-09/...ver-america-public-safety

The Federal Aviation Administration is working towards putting the finishing touches on rules and regulations for widespread domestic drone use, and the agency expects as many as 30,000 UAVs will be in America’s airspace by the decade’s end...All drones will be equipped with Electro-Optical/Infra-Red sensors, as well as the technology to sniff out certain chemicals from thousands of feet above our heads. Have no fear though, since the "Robotic Aircraft for Public Safety" program is for your own protection,....
Antworten
A.L.:

Big Brother is watching you

3
10.10.12 10:38

Werden die Drohnen aus der Luft dann auch noch eine Steuerprüfung vornehmen und nach Sprengstoff schnüffeln? Könnte ja sein, dass jemand das  Amt für Informationswiederbeschaffung  in die Luft jagen will.

Antworten
Kicky:

wenn jetzt Wahlen in Spanien kämen

4
10.10.12 10:50
84% der Wähler haben kein Vertrauen in Rajoy ,sogar 62 % seiner eigenen Partei ,aber für den Anführer der Sozialisten Partei sind die Zahlen noch schlimmer 90% misstrauen  Rubalcaba und 77% seiner eigenen Partei.

Bie derletzten Wahl zeichnete sich ja das Debakel bereits ab:steigende Arbeitslosigkeit,riesige Löcher bei den Banken,notwendige Kürzungen,aber Rayoy blieb vage und die Konservativen gewannen mit 186 Sitzen von 350. 9 Tage später beschloss der Ministerrat die Kürzungen .
Abe rkeine der Zhalen während der Wahlkampagne stimmten:das Defizit betrug nicht 6% oder wie böse Zungen behaupteten 7% sondern 8,6 % und Rajoys Versprechen von 4,3% für 2012 musste auf 6,3% revidiert werden.Aber das tatsächliche Defizit wird noch höher sein sagte letzte Woche  der Governeur der Bank von Spanien
www.bloomberg.com/news/2012-10-04/...imistic-on-growth-1-.html

und würde jetzt eine Wahl in Spanien stattfinden wäre das Ergebnis für Rajoys Partei bei 29,9%
detailliert bei Wolf Richter www.testosteronepit.com/home/2012/10/8/...s-by-the-people.html

und jetzt schreit Katalonien nach Unabhängigkeit und das Militär droht die Geier zu zermalmen,8-10 % der Gesamtbevölkerung von 7,5 Millionen war auf den Strassen von Barcelona und verlangte Unabhängigkeit

www.testosteronepit.com/home/2012/9/21/...break-apart-and.html
und das IMF sieht Spanien am absoluten Tiefpunkt des globalen Wachstums
elpais.com/elpais/2012/10/09/inenglish/1349772661_798774.html

ist doch klar,warum Rajoy nicht die Hilfe des ESM erbitten will-die Regierung würde gezwungen zurückzutreten bei weiteren Kürzungen
Antworten
Kicky:

Soviel zum neuen Iphone

3
10.10.12 10:52
www.ritholtz.com/blog/2012/10/...cord-setting-half-marathoner/
Antworten
Kicky:

noch besser

5
10.10.12 10:55
(Verkleinert auf 92%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 543344
Antworten
Eidgenosse:

#35, man muss sich nur mal den Aufwand

3
10.10.12 11:31
vorstellen 30000 Drohnen ständig in der Luft zu halten. Unterhalt, Reparatur, ständig Auftanken, usw...
Kann kein Mensch bezahlen.
Wird vermutlich auch nicht realisiert werden.
Antworten
Stöffen:

Trübe Aussichten

4
10.10.12 11:41
Der Never mind the markets-Blog setzt sich hier etwas detaillierter mit dem World Economic Outlook des IWF auseinander.

"Gestern hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die ersten beiden Kapitel des halbjährlich erscheinenden «World Economic Outlook» (WEO) und den so genannten «Fiscal Monitor» veröffentlicht. Die Berichte sind nicht nur wegen den Zukunftseinschätzungen der IWF-Ökonomen beachtenswert, sondern mindestens ebenso wegen den umfangreichen Auseinandersetzungen zu aktuellen ökonomischen Entwicklungen und Risiken. Sie sind auch angereichert mit einer grossen Zahl spannender Grafiken, bei denen allerdings einige ohne den Textzusammenhang schwierig verständlich sind. Hier eine Auswahl von Darstellungen, die auch ohne viele Erklärungen deutliche Aussagen machen."

Komplett hier

blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/...chten-in-bildern/
(Verkleinert auf 87%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 543355
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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permanent:

OT, Ich war soeben mit meinem Junior beim

23
10.10.12 12:18

KinderJugendarzt zur Hyposensibilisierung. Das Wartezimmer war rappelvoll wie eigentlich immer. Ich war der einzige Vater mit Kind wie es dem üblich ist. Aufgefallen ist mir wie verkümmert die Kommunikationsstrukturen sind.
Die Mütter beschäftigen sich mit ihren Smartphones während die Kinder mehr oder minder gelangweilt herumsitzen. Wenn ein Kind seine Mutter anspricht, fühlt diese sich in der Regel gestört da ja wertvolle Zeit für die Nutzung im sozialen Netzwerk verloren geht.

Eine arme Welt.

Permanent

 
 
Antworten
permanent:

Gefühlt würde ich sagen ist das CRV für Shorts

9
10.10.12 12:21

derzeit so gut wie lange nicht mehr. Da mein Gefühl mich immer wieder getäuscht hat, habe ich seit einiger Zeit keine Derivate mehr angefasst.

So werde ich auch heute die Finger davon lassen.

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Malko07:

Schön wäre es, wenn

11
10.10.12 13:25
wir die Autobahn und andere Straßen nur doppelt bezahlen würden. Überbezahlt wurden und werden sie eigentlich über die KFZ-spezifischen Steuern und Abgaben (Halter, Kraftstoffe, ...). Diese müssen aber in der Praxis woanders im Etat Löcher schließen.

Dann wurden inzwischen große Teile unserer Autobahnen privatisiert. Nicht wie oft im Ausland über öffentlich rechtliche Gesellschaften sondern an echte private Gesellschaften. Diese erhalten die Autobahnabschnitte für eine definierte Zeit, müssen sie in dieser Zeit erhalten und eventuell nach Plan ausbauen. Bezahlt werden sie im Regelfall über die Einnahmen von der LKW-Maut, wobei diese nach unten abgesichert ist. Haften muss diesbezüglich der Staat. Es liegt eine mehrfache Geldverschwendung vor:

- Keine private Gesellschaft macht ein derartiges Geschäft ohne garantierte Gewinne. Und sollte sie sich verrechnet haben, geht sie Pleite und der Steuerzahler muss einspringen.
- Die Finanzierungskosten sind für die private Gesellschaft wesentlich höher als wenn der Bund sich das Geld aufnehmen würde.

Und wieso tut man so etwas? Nun würde der Bund es ausführen, würden die Finanzierungskosten sich als Staatsschuld niederschlagen. Ist auch im Ausland oft der wirkliche Grund für diese Art der Privatisierung. Die sogenannte "Privatisierung" wird immer stärker eingesetzt um Staatsschulden verschwinden zu lassen. Im Regelfall ist sie aber für den Steuerzahler teurer.

Und jetzt will unser leicht depperter Verkehrsminister auch noch Maut für die normalen PKW's einführen. Unsere Autobahnen sind aber nicht so gebaut, dass eine klassische Mauterhebung möglich wäre. Es funktioniert also nur die Pickerl-Lösung. Nimm man dazu die österreichischen Daten her, reichen die Einnahmen von den Ausländern gerade um die Verwaltungs- und Vertriebskosten zu decken. Und da es nach EU-Regeln nicht so einfach ist eine Maut mit gleichzeitiger Absenkung der KFZ-Steuer einzuführen, läuft es mit absoluter Sicherheit auf einen zusätzlichen Melkvorgang hinaus. Aber die Auslandsphobie des Verkehrsministers und mancher Bundesbürger ist befriedigt, koste es was es wolle.
Antworten
Malko07:

Es ist ein quasi ein Konsens

6
10.10.12 13:40
unserer Politik (rot, grün, schwarz, gelb), dass bei der Erbschaftssteuer und der eventuellen Vermögenssteuer, der ach so heilige Mittelstand verschont bleiben soll. Es ist allerdings eine perverse Logik, dass wenn man schon besonders viel verdient hat, von der Steuer ausgenommen werden soll.
Der USA Bären-Thread 14315258
Dass Erben von Betrieben in Deutschland nur selten Erbschaftsteuer zahlen, sei eine "Überprivilegierung", die "weit über das verfassungsrechtlich ...
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permanent:

London weicht EKRegeln für Banken auf

8
10.10.12 13:57
Eigenkapitalregeln aufgeweicht

London lässt Banken vom Haken

Die Briten als Verfechter strenger Kapitalregeln werden aus Angst vor Rezession und Kreditklemme plötzlich doch nachgiebig. Künftig brauchen die Finanzinstitute ihre riskanten Vermögenswerte offenbar nicht mehr mit einem bestimmten Prozentsatz Eigenkapital unterlegen. Im Hinblick auf das Regelwerk Basel III birgt das einige Brisanz.

Aus Sorge vor einer Rezession weicht die britische Finanzaufsicht FSA Berichten zufolge die Regeln für ihre Banken auf. Sie sollen künftig nicht mehr einen bestimmten Prozentsatz ihrer risikoreichen Vermögenswerte wie ausgegebene Kredite mit Eigenkapital unterlegen müssen, schreiben "Financial Times" und "Financial Times Deutschland". Bisher galt auf der Insel eine Zehn-Prozent-Marke. Stattdessen sollen die Institute nun einen absoluten Betrag vorhalten. Damit können sie die alte Marke unterschreiten und mehr Kredite vergeben.

Die strengeren Regeln sollten das Finanzsystem stabiler machen und neue Krisen verhindern. International sind sie im Regelwerk Basel III verankert, das ursprünglich zum Jahreswechsel in Kraft treten sollte. Großbritannien galt bislang als Verfechter strengerer Auflagen.

Während international 7 Prozent Kernkapitalquote festgeschrieben wurde, sollten britische Institute 10 Prozent zur Seite legen. Für strenge Vorgaben hatten sich die Briten auch in der EU eingesetzt und Deutschland vorgeworfen, die Basel-III-Regeln im Interesse der eigenen Banken aufweichen zu wollen.

Rezession erkannt, Rezession gebannt?

Einigkeit herrschte bislang aber zumindest über den Grundsatz, das Eigenkapital in ein bestimmtes Verhältnis zu den als riskant eingestuften Vermögenswerten (Risk Weighted Assets) zu setzen. Doch auch davon dürfen die britischen Banken nun den Blättern zufolge abweichen. Für Kredite, die sie aus dem im August von der britischen Notenbank aufgelegten 80 Mrd. Pfund schweren Programm "Funding for Lending" an Firmen vergeben, müssen sie gar kein Eigenkapital mehr vorhalten.

Mit dem Schritt will die FSA die Gefahr eine Wirtschaftskrise bannen. Das Ziel sei, einen radikalen Abbau der Kredite auf Kosten der Wirtschaft zu verhindern, zitiert die "FT" den zuständigen FSA-Direktor Andrew Bailey.

Der Schritt der Briten könnte das Regelwerk Basel III ins Wanken bringen. Die Umsetzung könnte sich weiter verschieben, weil andere Ländern nun auch auf Ausnahmeregelungen pochen könnten, schreibt die "FTD". Ursprünglich sollte Basel III zum 1. Januar 2013 in Kraft treten. Der Termin sei so nicht mehr zu halten.

Quelle: ddi/dpa

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Malko07:

Portugal? Nein, Oberbayern!

8
10.10.12 14:04
Der Tourismusverband München-Oberbayern (größter in Deutschland) ist Pleite. Es liegt massiver Subventionsbetrug vor.
Der USA Bären-Thread 14315429
Der Tourismusverband München-Oberbayern wird Insolvenzantrag stellen. Wie der bisherige Vorsitzende des Verbandes dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, wurde dieser Schritt bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung gestern Abend beschlossen.
Antworten
A.L.:

# 746 Es ist mMn absurd, Bankenregeln

7
10.10.12 14:42
von Konjunkturzyklen abhängig zu machen. Die Bankenregeln sollten von Vornherein keine Schönwetterkonstruktionen sein, sondern so ausgelegt, dass sie auch in mittleren bis schweren Krisen ein Überleben der Institute ohne Staatszuschüsse gewährleisten.

Man kündigt ja auch keine Feuerversicherung, weil sie wegen steigender Feuergefahr zu teuer geworden ist.
Antworten
Pichel:

Insiderverkäufe in den USA mahnen zur Vorsicht

9
10.10.12 15:02
New York (BoerseGo.de) – Die Insiderverkäufe in den USA sind laut einem Bericht des MarketWatch-Experten Mark Hulbert aktuell recht hoch. Derzeit reduzieren die führenden Mitarbeiter der US-Firmen, die ihre Aktiengeschäfte der Börsenaufsicht melden müssen, ihre Aktienbestände vergleichsweise stark, was darauf deuten könnte, dass die Unternehmenskenner mit einer Korrektur am Aktienmarkt rechnen.

www.boerse-go.de/nachricht/...ur-Vorsicht-Nasdaq,a2938886.html
... (automatisch gekürzt) ...
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Gegenpol:

#40 Eidgenosse

3
10.10.12 15:07
Es gibt "Angelegenheiten" da spielt Geld kein Rolle, insbesondere bei "Steuergeld". Schon witzig, dass die Amerikaner ihre eigene Totalüberwachung finanzieren.
Der gemeine Bürger ist immer der Dumme, entweder bezahlt er mit seinem Leben oder mit seinem Geld, oftmals beides! Und am Ende ging es doch wieder nur um das Machtspiel der Eliten......
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