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Der USA Bären-Thread


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Na da warte mal ab, Kicky

4
08.10.12 20:47
bis uns Malko mal wieder steckt, was für einen Humbug dieser Sinn da angeblich wieder verzapft. Ja ja, immer diese Euro-Hasser!

Und die fahren demnächst wieder mit der Schiebermütze auf dem Kopp mit dem Fahrrad kilometerweit zur Maloche, ein Handy für die gesamte Familie reicht, Zwei-Raumwohnung mit Abtritt auf der Zwischenetage für eine 6-köpfige Familie ebenfalls, Fleisch einmal pro Woche!

Ja, es gibt da wirklich noch sehr viel Sparpotential in Deutschland.

LOL.
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daiphong:

auch Euro-Hasserei muss man sich erstmal erlauben

7
08.10.12 22:31
können. Wenn man in einem Währungsraum mitten drin steckt und gar nicht raus kann ohne Monsterschäden, erübrigt sie sich.
Dann gibts nur noch eins: eigene Schäden limitieren, fremde Schäden limitieren, Schadensprophylaxe einbauen, Schadensabwicklung einbauen, Wirtschaftsumbau in die richtige Richtung auf allen beteiligten Seiten unterstützen, Perspektiven dafür entwickeln,  eigene Vorteile nutzen, Frust begrenzen, Vorbereitungen für den nächsten globalen Boom oder Gong treffen, Nachhhaltigkeit durchsetzen ...usw.
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Any Questions, Folkz?

4
08.10.12 23:44
Once all the assets in the country had been discounted, the insiders then repatriated their money and bought their neighbor's fortunes for pennies on the dollar, finding cheap, hungry, competitive labor, ready to compete with even 3rd world wages. The prudent, hard-working, and savers (the wrong people) were wiped out, and the money was transferred to the speculators and insiders (the right people). Massive capital like land and factories can not be expatriated, but are always worth their USE value and did not fall as much, or even rose afterwards as with falling debt ratios and low wages these working assets became competitive again. It's not so much a “collapse” as a redistribution, from the middle class and the working to the capital class and the connected. ...And the genius is, they could blame it all on foreigners, “incompetent” leaders, and careless, debt-happy citizens themselves.

But how is this legal plunder to be identified? Quite simply. See if the law takes from some persons what belongs to them, and gives it to other persons to whom it does not belong. See if the law benefits one citizen at the expense of another by doing what the citizen himself cannot do without committing a crime.

Frederic Bastiat, 1850
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daiphong:

"Any Questions, Folkz?" ja

 
09.10.12 00:41
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Also, zu den Risiken der HFTs

11
09.10.12 08:08
ist ja schon bereits u.a. hier im Thread so einiges an Infos veröffentlicht worden, hier nochmals eine kleine Zusammenfassung:

a) Die HFT-Computer sind so programmiert, dass sie ungeachtet realer Entwicklungen auf Trends aufspringen. Die Programme neigen dazu, diese durch weitere Handelsaktivitäten noch zu verstärken. Dieses gilt sowohl für die Long- wie auch für die Short-Seite.

b) Entsprechend hochgerüstete und regional aufgestellte Computer nutzen die Preisdifferenz eines Wertpapiers an zwei Börsen aus, der für Sekundenbruchteile bei einem zehntel Cent oder niedriger liegen kann. Kauf an der einen und Verkauf an der anderen Börse haben eine nur noch elektronisch messbare Zeitdifferenz. Das, mit Millionen Umsätzen und millionenfach gemacht, sorgt für hohe und nahezu risikolose Gewinne.

c) Die Distanz zu den Servern spielt daher eine wesentliche Rolle, da die Zeit, die benötigt wird, um Informationen von einem Ort zum anderen zu übertragen unter anderem auch von der geografischen Distanz abhängt. Dementsprechend sind diejenigen Teilnehmer gut positioniert, welche ihre Infrastruktur direkt in der Nähe der Server der Börse betreiben können. Solch eine Möglichkeit steht selbstverständlich nicht allen Teilnehmern offen.

d) Ein wesentliches Problem liegt auch offenbar darin, dass viele dieser automatisierten Handelsprogramme, die ohne jede menschliche Kontrolle an den Märkten aktiv werden, sehr ähnliche Inputs verwenden, wozu beispielsweise das Durchbrechen wichtiger gleitender Durchschnitte zählt. Sobald also bestimmte, weithin beobachtete technische Kursmarken gebrochen werden, reagieren eine große Menge an Systemen auf dieselbe Weise. Die Schnäppchenjäger, die bei fallenden Kursen mutig zuschlagen und die Kurse stabilisieren könnten, werden dann von einer Flut an maschinellen Verkaufsordern weggeschwemmt, so dass der Handel aus dem Gleichgewicht kippen kann und es im Extremfall zu Marktreaktionen wie eben dem "Flash Crash" vom Mai 2010 kommt.

e) Obwohl es sich hier offenbar um Marktmanipulation handelt, ist derlei bislang ebenso legal wie die meisten anderen der Raubzüge, mit denen die HFTs ihre Gewinne erzielen. So werden "slow quotes" gesammelt (wenn ein Market-Maker bei einer Kursänderung seine Quotierungen bei korrelierten Titeln zu langsam anpasst, was ein Hochfrequenz-Trader ausnutzen kann), Maschinen tricksen mit "quote stuffing" (eine Unzahl an Orders wird an die Börse geschickt und fast augenblicklich wieder gelöscht) oder sie betreiben direkte Marktmanipulation, etwa indem sie den Markt plötzlich leerfegen, dann alle Angebote streichen und Sekunden später, wenn alle Maschinen in Deckung gehen, mit Profit verkaufen. Menschliche Interaktionen werden in diesem Zeitrahmen also völlig unmöglich, so dass nun Maschinen mit Maschinen handeln und immer mehr Umsätze in immer kürzere Zeiträume gestopft werden. Dabei kann kein Mensch diese Interaktionen verstehen und überwachen, was unter anderem dazu führt, dass Extremereignisse gehäuft auftreten.

f) Darüber hinaus werden von den HFT die "langsamen" Investoren abgezockt, die systematisch zu schlechteren Preisen exekutiert werden. Gleichzeitig ist auch in belegbarer Weise die Volatilität und die Korrelation der Kurse an den Finanzmärkten erheblich angestiegen. Darüber hinaus erscheint auch die von den HFTs stets behauptete positive Wirkung auf die Marktliquidität mehr als fraglich. Denn dies gilt nur für "normale" Zeiten, wogegen diese Liquidität in der Krise sofort austrocknet und etwaige Crashes potenzieren kann – so wie eben auch im Mai 2010 geschehen.
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Stöffen:

zu #100678

4
09.10.12 08:24
Sorry, leider nicht von mir komplett eingestellt.

Entnommen aus

The World's Largest Money-Laundering Machine: The Federal Reserve

www.oftwominds.com/blogoct12/Fed-money-laundering10-12.html
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A.L.:

Leserkommentare zu Sinn/Target2 (FAZ)

6
09.10.12 08:32

Liest man die Kommentare zum FAZ-Artikel in # 674, offenbart sich, dass Merkel/Schäuble "das Volk" offenbar nicht - wie erhofft - für dumm verkaufen können.

(Hervorhebungen zum Schnell-Lesen von mir)

A.L.

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Sinn war schon immer ein Meister im Mahnen. Eine Vielzahl seiner Ratschläge hat allerdings dazu geführt, dass unser Land diesen ganzen neoliberalen Unsinn, der sich mit unhaltbaren Renditeversprechen die Enteignung der Sparguthaben des Normalbürgers zum Ziel gesetzt hat, den Menschen als "Weisheit" verkaufen konnte. Wo wurde denn noch kontrolliert?

Und deshalb ist Sinn jetzt so erschrocken, plagt ihn doch offensichtlich ein unheimlich schlechtes Gewissen. Denn so weit reichte seine Phantasie eben nicht, dass die Enteignung deutscher Vermögen durch das Target2-System ruchbar werden könnte.

Der Professor aus München sitzt also zusammen mit Bundeskanzlerin Merkel in der Falle.

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... Die ReGierEnden verbreiten irgendwelche unsinnigen Thesen, leben in einer völlig absurden Schein- und Parallelwelt der „Alternativlosigkeit“... Mein Respekt und meine Hochachtung sind [Herrn Sinn] gewiss, ich befürchte jedoch, dass [er] entweder komplett ignoriert werden wird oder - vorausgesetzt es finden sich ein paar passende Leichen im Keller - wie alle anderen auch, die es gewagt haben sich gegen die "Alternativlosigkeit" zu stellen, möglichst medienwirksam abgesägt und diffamiert wird ...

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"Durch teils nur sehr zweifelhafte Sicherheiten gedeckt" - genau darüber lachen Insider schon

Für mittlerweile ca. 700 Mrd. Forderungen d. Buba liegt keinerlei demokratische/ parlamentarische Legitimierung vor....

Mittlerweile gehört auch Frankreich zu den Schuldenländern in Target 2.
Das Ifo- Institut aktualisiert Target regelmäßig. Ein Blick in die Tabelle ist aufschlussreich.

Eigentlich müsste doch auch Frankreich in Target 2 - wie die Bundesbank - Forderungen an die Notenbanken anderer Länder haben. Nein! Man sehe + staune...
Frankreich = fein raus - bei Target2....


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"Angstkampagne"

Es ist wie im Tollhaus. Was da alles an Stuss-Kanonen und -Bazookas aufgefahren wird, um die Zitadelle für Wahrheit und Freiheit, H.-W. Sinn, kapitulationsreif zu schießen, ist kafkaesk und geradezu filmreif. Nun haben sich die Schäubles und Schneiders und Rürups eine so schöne Euro-Lüge zurechtgelegt, mit der sie ganz Deutschland beglücken wollen - und dann taucht da diese verdammte Festung auf, die man schlecht umgehen kann. Die Platzpatronen des Stusses, mit denen man feuert, bewirken im ungläubigen Volk fast gar nichts an "Einsicht in die Notwendigkeit". Sollte man da nicht schärfere Saiten aufziehen, um dieses widerborstige Volk endlich auf Vordermann zu bringen? Wo ist die Eingreiftruppe gegen innere Unruhen? Diese Euro-Ritter von der traurigen Gestalt glauben immer noch, dass sie so oder anders das dumme Volk zum Euro bekehren können. Sie ahnen nicht , dass sie als Witzfiguren der übelsten Sorte, mehr verhöhnt als Don Quijote, in die Geschichte eingehen werden.

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Nur Mut Herr Sinn!

Die Fakten müssen auf den Tisch, damit die Desinformationskampagne der Etablierten nicht dazu führt, dass man hinterher behauptet, man habe dies alles nicht gewusst!


Dieses ist keine Angstkampagne, die die Bürger betrifft, sondern eine Angstkampagne,  die die Politker der Etablierten Parteien betrifft, welche uns dieses Desaster eingebrockt haben, denn mit jedem Beweis der Dramatik und Tragweite des Desasters wird ihre Schuld immer offenbarer!

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Prof. Sinn hatte von vorne herein Recht. Dass das Unvermögen der Politik Unterstützer erhält, ist beklemmend. Die Kritiker sind unbelehrbar. Das ganze System steuert falsch und keiner der Zitierten hat es rechtzeitig moniert... Damit ist auch zu Schäuble und Merkel alles gesagt, das ganze System "lenkten." Unternommen wurde rein gar nichts, obwohl man hätte wissen müssen, dass man so mit Leichtigkeit Deutschland erpressen kann. Was im web zu lesen ist beweist die Hintertriebenbeheit der polititischen Kaste.
Das Schlimme ist, dass die Salden unter Trichet aus dem Ruder liefen. Und Trichet hat das Thema weggeschwiegen, trotz volkswirtschaftlicher Abteilung im eigenen Haus. Und was Juncker, Barroso und Van Rompuy getrieben haben, bedarf keiner Erörterung. Es fehlt noch der Hinweis, dass Schäuble und Trichet "als große Europäer" mit dem Karlspreis ausgezeichnet wurden, wohlgemerkt als Totengräber des europäischen Gedankens.


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 Wenn man liest wer Prof Sinn kritisiert...

...dann wird schon deutlich, dass er nicht ganz falsch liegt. In einem Unternehmen wuerde man die Target 2-Salden unter "zweifelhafte Forderungen" verbuchen. Aehnlich wie eine Bank versucht Deutschland durch die weitere Kreditierung den Kollaps hinauszuzoegern und hofft auf den Faktor Zeit und die damit vielleicht verbundene Verbesserung der Wirtschaftslage in den betreffenden Laendern. Manchmal funktioniert das ja auch, aber wenn nicht? Der Unterschied ist, dass Politiker im letzteren Fall nicht haftbar gemacht werden koennen. Schlimmstenfalls droht Amtsverlust mit anschliessend recht ansehnlichen Pensionsanspruechen. Der Dumme ist der Buerger, der dann die Sanierungsmassnahmen zu tragen hat. All diese Diskussionen wollen die derzeit aktiv handelnden Politiker natuerlich nicht. Richtige Themen werden sofort als "Angstmache" diskreditiert. Die Bevoelkerung soll sich mit Bahnhoefen und Hausisolierungsfragen beschaeftigen. Und Marschmayer-Kumpan Ruerup? Bleibt mir nur mit dem weg.

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Rürup als Experte der Gegenseite - man sollte sich schlapp lachen

Ich denke die Target 2 Thematik ist eingehend und über Monate in diversen Blogs, Abhandlungen, Artikeln und Fachveröffentlichungen besprochen worden. Die Tatsache, dass die Politik dieses Thema lieber "unterm Teppich" sähe als offen diskutiert, müsste die Bürger besonders hellhörig werden lassen. Herr Sinn hat unzweifelhaft mit seinen eher pessimistischen Annahmen recht - leider! Wiehern vor Lachen könnte ich, wenn der Partner von Carsten Maschmeyer, Bert Rürup, als Experte der Gegenseite gegen Sinn angeführt wird. Rürups Vergangenheit und seine Wahl als Partner disqualifiziert ihn für alle Zeiten, jemals mit einer Aussage zu oder gegen irgendetwas wieder Ernst genommen zu werden. Wer solche Experten ins Feld führt, hat wohl sonst niemanden gefunden, um die eigene Haltung bestätigt zu bekommen....

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Natürlich kann man verschiedener Meinung zur der Wirkung von ESM, Anleihenkäufe und Sparmaßnahmen in Südeuropa sein. Aber Südeuropa müsste wohl rund ein Jahrzehnt teils schwere Rezession ertragen, um trotz des Euro wettbewerbsfähig zu werden. Diese Rezession würde weniger Staatsausgaben und sinkende Löhne bedeuten, zugleich würde sich mind. anfänglich die Wirtschaft abschwächen. Keiner kann bei momentan schon heftigen Protesten glauben, dass dies über ein Jahrzehnt möglich sein wird. Südeuropa wird also versuchen weiter auf Pump zu leben, der Targetsaldo sich damit eher erhöhen als sinken. Anderes zu glauben wäre naiv.

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Target II- Salden

Wenn wir alle Alt- und Neuschulden der Südeuropäer qua Bürgschaft übernommen und diese Länder jahrelang über Target II- Salden kostenlos bei uns eingekauft haben, werden sie feststellen, dass der Euro nichts für sie ist und die Euro- Zone freiwillig verlassen. Deutschland ist dabei, fundamental betrogen und um seinen Wohlstand gebracht zu werden. Es ist eine radikale Kehrtwende in Europa erforderlich.

[A.L.: Man sollte präzisieren: Deutschlands kleine Steuermichel sind die Betrogenen, die (Finanz-)Industrie sozialisiert via Target-2 ihre sonst in den PIIGS fälligen Abschreibungsverluste. Nur DESHALB gab es bei Merkel/Schäuble die Abkehr vom vormals harten - und eigentlich einzig sinnvollen - Kurs. Das Pärchen treibt Klientelpolitik für die Großindustrie zu Lasten des Volkes.]
 

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A.L.:

Fazit: "Aktien DÜRFEN nicht fallen"

4
09.10.12 08:45
Das Lügengebäude - von Amerikas "Erholung" via QEx über die ESM-"Rettung" der PIIGS bis zum Target-2-Fiasko - ist derart labil und brüchig (# 682), dass Aktien als Aushängeschild scheinbarer Finanzsolidität zwingend künstlich hoch gehalten werden müssen. Es würde mich nicht mal wundern, wenn die Zockerbanken dazu klammheimlich im Staatsauftrag als PPT tätig sind.

Daraus folgt im Umkehrschluss: Kippen Aktien TROTZDEM - und geht damit das Vertrauen in das obige Lügengebäude verloren - , dann kracht es erst richtig.

Wir stehen womöglich vor einem historischen Wendepunkt.
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Malko07:

Habe ich bestritten, dass

5
09.10.12 08:57
die staatlichen Verhältnisse in Griechenland katastrophal wären? Wieso komme ich dann zum Ergebnis, dass Griechenland von außen nicht mehr zu helfen ist und man den Geldhahn abdrehen sollte und dann eventuell sogar aus der EU zu drängen (aus der Eurozone alleine geht nicht)?

In Portugal herrscht nicht nur eitel Sonnenschein. Auch dort gibt es Korruption und viele anderen Untugenden. Aber im Gegensatz zu Griechenland sind die mittels EU-Strukturhilfen geförderten Projekten auch gebaut worden und die Gelder sind eben nicht nur in schwarzen Kanälen versickert. Hat zu einem übertriebenen Autobahnbau und in manchen Regionen zu einem zu starken Ausbau von nicht notwendigen Strukturen geführt, oft vergleichbar mit den neuen Bundesländer. Da bei EU-Hilfen auch immer ein Eigenanteil vorgeschrieben ist, hat dieser übertrieben Ausbau der Infrastruktur sogar die staatliche Verschuldung mit hochgetrieben. Dazu kamen noch nicht erarbeitete zu hohe Sozialleistungen. Auch hat Portugal eine weitgehende funktionierende Staats- und Finanzverwaltung - im Gegensatz zu Griechenland. Das alles entschuldigt sie jedoch nicht. Sie sind die Hauptverantwortlichen an ihrer Lage.

Auch das war nur eine stark gekürzte Übersicht. Betrachtet man alle Problem-Staaten der Eurozone (zu denen auch wir mit einer zu großen Staatsverschuldung gehören - es gelten immer noch die 60%), sieht man, dass kaum 2 Problemfelder sich gleichen.

Teilt man jetzt diese Staatengruppe in 2 auf und behauptet zwischen den südlichen Staaten wäre im Prinzip kein Unterschied und die Welt wäre nur bei uns in Ordnung (wobei angeblich einige Nordstaaten mithalten können - empfinden es wahrscheinlich als Beleidigung mit uns gleichgestellt zu werden) ist man in einer schrägen Vereinfachung. Wird das auch noch mit einem von Geburt aus anerzogenen ethisch Verhalten begründet und unterstellt prinzipiell jeder öffentlichen Person aus diesen Staaten leide unter diesem Verhalten, stinkt es zum Himmel. Da wird man einfach schon in eine Schublade gesteckt nur weil man aus einem bestimmten Land kommt. Wo derartige Vereinfachungen hinführen, ist bekannt. Einen derartig schrägen Nationalismus ist das Letzte was wir in Europa gebrauchen können.

Deppen gibt es nun mal, damit muss man leben. Aber richtig böse werde ich, wenn ich, nur weil Kritik an Griechenland getätigt habe, von dieser kruden Ideologie vereinnahmt werde, angeblich gleichen Auffassungen nachhänge.
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Stöffen:

Strompreise steigen 2013 kräftig

6
09.10.12 08:58
Bundesnetzagentur-Chef Homann kündigt im SZ-Gespräch an, dass die Ökostrom-Umlage von 2013 an um 50 Prozent steigen soll. Dabei zählen die deutschen Strompreise schon jetzt zu den höchsten in ganz Europa.

Stromkunden in Deutschland müssen im kommenden Jahr mit kräftigen Preiserhöhungen rechnen. Die Ökostromabgabe wird nach Angaben der Bundesnetzagentur um etwa 50 Prozent steigen. Für einen Vierpersonenhaushalt bedeutet das Mehrkosten von 50 Euro pro Jahr. Damit erreicht die Fördersumme für erneuerbare Energien mit mehr als 20 Milliarden Euro einen neuen Höchststand.

Die Preisexplosion bringt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Verlegenheit. Denn nun wird klar: Die Regierung kann eines ihrer zentralen Versprechen in der Energiepolitik nicht halten.

www.sueddeutsche.de/geld/...mpreise-steigen-kraeftig-1.1490667
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Malko07:

euroSIC ein Satellit von Target2

2
09.10.12 09:12
Wegen der Flucht in die Schweiz sind auch dort die Salden stark im Ungleichgewicht. Ein Grund für die notwendige Währungsmanipulation der SNB.
Antworten
Stöffen:

#100683, ein sehr zentraler Punkt, AL

8
09.10.12 09:28
Hr. Bernanke hat ja stets betont, dass ihm der US-Aktienmarkt sehr am Herzen liegt. Nun hat die wohl mächtigste Notenbank der Welt in den vergangenen gut 3 ½ Jahren in nicht unerheblicher Manier dafür Sorge getragen, dass die US-Aktienkurse aktuell nahe der Höchststände notieren. Für die US-Aktienbesitzer hat die Fed doch somit einen guten Job gemacht. Right?

Es ist schwerlich vorstellbar, dass die "Money Masters of the Universe" einem erneuten drastischen Kurseinbruch oder einem Crash tatenlos zusehen werden (nachdem sie in 2008/2009 viel zu spät aufgewacht waren, weil ja vorgeblich alles so "contained" erschien, Fehleinschätzung eben).

Diese Jungs werden ggfs. schneller den Stecker ziehen, als wir alle nur ahnen können.
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Kicky:

Der Euro kann nicht funktionieren Triffins Paradox

2
09.10.12 09:31
in einem Artikel darüber wer von der gobalen Recession profitieren wird,finden wir auch diese bemerkenswerten Sätze von Charles Hugh Smith über die Unmöglichkeit ,dass der Euro so funktioniert.
Was passiere sei ,dass die EZB die Ungleichheiten versucht auszugleichen indem sie das Zuviel an Geld wie bei Deutschland an die Nationen über Kredite verteilt,die Strukturdefizite haben ,aber man kann Ungleichheiten zwischen Staaten  nicht mit brutaler Gewalt ausgleichen.Jetzt versucht es die EZB mit von den Banken ausgegebenen Krediten,aber das Problem mit Krediten ist,dass Zinsen bezahlt werden müssen,die von jemandem mit Cash bezahlt werden müssen.Kredite lösen nicht die Ungleichheiten,sie verlagern sie nur von dem Konto auf den Schuldner.Schliesslich destabilisieren sie das gesamte System

...A lively debate is taking place about how to "fix" the global currency so the U.S. doesn't have to run huge current-account deficits to provide liquidity and reserves for global trade. Some feel a return to the gold standard is the best solution, others favor a "basket of currencies" approach, while the International Monetary Fund (IMF) and other globalists unsurprisingly favor a supra-national new currency called the "bancor" overseen by (you guessed it) a global central bank.

In my view, the euro currency is a regional experiment in the "bancor" model, where a supra-national currency supposedly eliminates Triffin's paradox. It has failed, partly (in my view) because supra-national currencies don't resolve Triffin's dilemma, they simply obfuscate it with sovereign credit imbalances that eventually moot the currency's ability to function as intended.

What happens instead is the currency's central bank--in the case of the E.U., the European Central Bank (ECB)--attempts to square the circle by shifting surpluses from some nations (Germany) to those with structural imbalances via credit (debt). Correcting imbalances is the proper function of currencies, and the attempt to eliminate imbalances with a single currency has failed, for the simple reason you cannot eliminate imbalances between nation-states by brute force.

Now the ECB is attempting to paper over the imbalances with bank-issued credit.
But the problem with credit is that it accrues interest, which must be paid in cash by somebody. Issuing credit does not resolve imbalances, it simply transfers the imbalance from the currency ledger to the credit/debt ledger. Eventually the imbalances destabilize the system. That is what Europe is experiencing but refusing to admit. ....
www.oftwominds.com/blog.html
www.zerohedge.com/news/2012-10-05/...gold-and-triffins-dilemma
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Kicky:

Christine Lagarde hat keine Ahnung

3
09.10.12 09:44
was im World Economic Outlook des IMF veröffentlicht wurde
sie trägt zwar die neuesten teuren Pullover von Hermes und die neueste Mode in Lederjacken aber auf die völlig berechtigten Fragen zu allzu optimistischen Aussagen des letzten World Economic Outlook des IMF wusste sie keine Antwort
natürlich detailliert hier bei
www.zerohedge.com/news/2012-10-08/...et-moving-report-contains

.....Are We Underestimating Short-Term Fiscal Multipliers? - the IMF undertakes an important investigation into the fact that their forecasts are consistently over-estimating growth in the real-world.

   The main finding, based on data for 28 economies, is that the multipliers used in generating growth forecasts have been systematically too low since the start of the Great Recession, by 0.4 to 1.2, depending on the forecast source and the specifics of the estimation approach. Informal evidence suggests that the multipliers implicitly used to generate these forecasts are about 0.5. So actual multipliers may be higher, in the range of 0.9 to 1.7.

This might sound like a 'good' thing - but critically as Ann Cahill's question pointed to, in a world of fiscal consolidation, the 'under-estimation' of fiscal multipliers means the effect of a fiscal drag is under-estimated and so growth is over-estimated.......
Antworten
A.L.:

# 88 - gilt ebenso für die Fed

2
09.10.12 09:52

Man könnte den letzten Absatz auch so formulieren:

Now the Fed is attempting to paper over the imbalances [aus dem US-Leistungsdefizit] with central-bank-issued credit. But the problem with credit is that it accrues interest, which must be paid in cash by somebody*. Issuing credit [i. e. printing Cyber-money] does not resolve imbalances, it simply transfers the imbalance from the [U.S. current account deficit] to the [Fed's Soma account]. Eventually the imbalances destabilize the system. That is what America is experiencing but refusing to admit.

 

[* In USA führt die Umschuldung der Staatsverschuldung von "Foreigners" auf die Fed - vorerst noch! -  zu einem Sinken der Zinsen. Die Fed profitiert - vorerst noch! - vom Leitwährungs-Status des Dollars und hat freie Hand, die Zinsen nach unten zu manipulieren; sie sind bereits nahe historischen Tiefs. Das könnte sich jedoch deutlich - und schlagartig (wie 2007 beim urplötzlichen Auftreten der Privatkredit-Trockenstarre] - ändern, wenn die Schuldenquote Amerikas nachhaltig die 100 % Marke überschreitet.]

Antworten
Malko07:

Ist ein Problem nur existent

11
09.10.12 10:34
wenn man es sieht, jedoch nicht wenn man die Augen nicht öffnet?

Seit dem Bestehen der EU erleben wir regelmäßig Krisen, welche ihre Ursachen in Ungleichgewichten der Handels- und Leistungsbilanzen haben. Die EU war ein Zusammenschluss, in der die industrialisierten Staaten den Agrarstaaten helfen wollten sich zu Entwickeln und gute Kunden zu sein ohne die Agrarwirtschaft der industrialisierten Staaten zu stark zu stören. Trotz allen Strukturhilfen lagen laufend starke Ungleichgewichte vor welche sich in Währungskrisen entladen haben. Diese versuchte man  mit dem Einsatz von großen Mengen Geld zu lösen ohne  die wirklichen Ursachen anzupacken. Ein wichtiger Aspekt dabei war, dass die Agrarwirtschaft in den industrialisierten Staaten nicht zu stark getroffen werden sollte. Die Folge waren u.a. Schweine- und Butterberge. Man verhinderte damit indirekt die Folgen (den Regelmechanismus)  der Abwertungen. Mit dem Wachsen der EU vergrößerte sich diese Problematik weiter. Positiv war der gesicherte große Markt für die Industrieprodukte welche nie durch den Agrarhandel kompensiert werden konnten. Den letzten absoluten Unsinn diesbezüglich erlebten wir mit der Ost- und Südosterweiterung. Die Industrie freute es.

Weil der Ausbruch der Krisen sich immer in verändernden Währungsrelationen manifestierten, glaubte man mit dem Euro den Stein der Weisen gefunden zu haben. Nur verschwanden damit nicht die Ungleichgewichte, sie wurden nur temporär zugedeckt. Gleichzeitig explodierte weltweit die leichte Hand des billigen Geldes, was die Fehlentwicklungen nur verstärkte. Damit wurden massive Krisen vorbereitet und Blasen geschaffen (zu den Blasen gehört auch unsere Exportblase). Also die Zeit bis vor dem Ausbruch der Krise, in der Target2 im wesentliche ausgeglichen war, war in Wirklichkeit die gefährliche Zeit. Ausgeglichen war es wegen den starken Zuflüssen aus den industrialisierten Staaten in die Agrarstaaten, ein Geldfluss, der zum Erliegen gekommen ist und sich wegen Fluchtbewegungen zum Teil sogar umgekehrt hat. Dies spiegelt sich in den entsprechenden Target2-Salden.

Vor den Eurozeiten hatten wir laufend starke Marktstörungen im Handel und jetzt zwingt uns der Euro die wirkliche Ursache der Probleme anzupacken. Und die liegen in den Ungleichgewichten. Dadurch, dass die Agrarstaaten/Regionen gezwungen werden zu sparen und nach ihren wirklichen Möglichkeiten zu leben, vermindern sich die Ungleichgewichte. Wir können weniger nach Portugal verkaufen und in Portugal bessert sich die Handelsbilanz überraschend schnell. Zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg wird an den richtigen Schrauben gedreht.

Target2 ist im wesentlichen ein Zahlungssystem, welches das frühere hanebüchene Zahlungssystem über Privatbanken ersetzt hat. Wenn bei eine Auslandsüberweisung nur 4 Banken beteiligt waren, konnte man glücklich sein. Es dauerte mindeste eine Woche. Ungleichgewichte und die daraus resultierenden Probleme traten genau so auf. Heute können Zahlungen im Target2 fast in Realzeit ausgeführt werden.

Jede Notenbank in der Eurozone gliedert sich in eine Filiale der EZB und in einen nationalen Teil. Dabei arbeiten viele Beschäftigte für beide Teile. Kauft nun z.B. eine französische Firma eine Maschine in Deutschland und bezahlt diese, landet das Geld von der Hausbank der Firma bei der EZB-Filiale in Frankreich und gleichzeitig zahlt die EZB-Filiale in Deutschland den entsprechenden Betrag an die Hausbank des Herstellers in Deutschland. Die Target2-Salden verändern sich dementsprechend und werden erst wieder ausgeglichen wenn eine entsprechenden Summe Geld, aus welchen Gründen auch immer, in die andere Richtung fließt. Target2 stellt in sich also überhaupt kein Risiko dar, es zeigt nur sehr deutlich welche krisenhafte Situationen und Ungleichgewichte momentan vorliegen, also ein sehr wichtiger Indikator.

Wenn es also zur Auflösung des Euros kommen sollte, nehmen nur politisch absolut Naive an, dass das alles ordentlich über die Bühne gehen wird. In Wirklichkeit wird die EZB und mit ihr die Target2-Salden im Nirvana verschwinden. Nur die aufgebauten Ungleichgewichte (Gelder im Ausland, die massiv an Wert verlieren werden), der zusammenbrechende Handels- und Finanzmarkt werden über uns allen zusammenbrechen und die daraus resultierende Schäden werden katastrophal sein, nicht nur für Europa. Dagegen wäre Target2, wenn es so spielen würde wie dargestellt, Kinderkram. Es gibt übrigens überhaupt keine Verträge wie eine Auflösung der Eurozone vonstatten gehen soll. Deshalb sind alle Annahmen diesbezüglich Geschwätz, besonders wenn man annimmt, dass sie nach den Regeln eines deutschen Kaufmannes erfolgen werden. Bezüglich des Endes eines oder mehreren Euromitglieder gibt es nur ein einzige Regel: Wenn man die EU verlässt oder entlassen wird, verlässt man automatisch die Eurozone.

Kurz zusammengefasst: Ungleichgewichte sind wirklich nichts Neues und waren auf Zeit immer schon gefährlich und haben sich immer auch entladen, nur heute sieht man sie sich auf Heller und Pfennig entwickeln.
Antworten
Malko07:

Es gibt einen großen

7
09.10.12 10:46
Unterschied zwischen der Finanzierung von Firmen in den USA und in Kontinentaleuropa. Während bei uns die Finanzierung von sogar recht beachtlichen Firmen über Bankkredite läuft, setzt in den USA sehr früh die Finanzierung über die Kapitalmärkte ein. Deshalb sind drüben die Investitionsbanken im klassischen Sinne auch wesentlich wichtiger als bei uns. Bei uns dagegen ist das Funktionieren der klassischen Kreditwirtschaft für die Wirtschaft sehr wichtig, in den USA spielt diese primär beim Verbraucher und Häuslebauer.

Hat schon jemand erlebt, dass man bei abstürzenden Aktienkursen leicht IPO's oder Kapitalerhöhungen veranstalten kann? Also verständlich, dass die Fed die Aktienkurse als wichtig ansieht.

Für die EZB dagegen sind im Geldmarkt die jeweiligen regionalen Zinsen wichtig. Und deshalb ist sie richtigerweise der Meinung, wenn der Konzern A in Spanien nur Kredite für 7% erhält, seine Filiale in Deutschland aber für 3%, der Geldmarkt gestört ist.
Antworten
Malko07:

Romney in Umfrage erstmals vor Obama

2
09.10.12 11:06
Der USA Bären-Thread 14307418
Barack Obama gilt als Verlierer des ersten Fernsehduells, jetzt spiegeln auch die Umfragewerte dieses Ergebnis wider. Erstmals weist eine Umfrage Mitt Romney als Führenden in der Wählergunst aus. Jetzt muss Vizepräsident Joe Biden für die Demokraten die abtrünnigen Sympathisa ...
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A.L.:

# 688 fiscal multipliers = Ponzi-Illusion

5
09.10.12 11:18
Zerohedge: ".....Are We Underestimating Short-Term Fiscal Multipliers? - the IMF undertakes an important investigation into the fact that their forecasts are consistently over-estimating growth in the real-world."

Das von Zerohedge geschilderte Problem steht in engem Zusammenhang mit dem Grundproblem der kapitalistischen Kreditwirtschaft: Dank Hebelung des Eigenkapitals mit Fremdkapital können höhere Gewinne aus dem Gesamtkapital vereinnahmt werden. Dies funktioniert jedoch nur so lange, wie es -  bislang unausgeschöpftes - Potentialwachstum gibt. Die Kredithebelung ist eine Art Vorgriff auf die besser erwartete Zukunft.

Aktuell und in den nächsten Jahren ist Potentialwachstum aber infolge weitgehender Marktsättigung und Überschuldung - auf Privat- und Staatsebene - kaum mehr vorhanden. Die Weltwirtschaft befindet sich nach der Blähphase der letzten 30 Jahre - getrieben von immer niedrigeren Zinsen - im Frühstadium des "deflationären Rewinds".

Firmen ziehen daraus die logische und folgerichtige Konsequenz, Neuinvestitionen zurückzufahren ("Bilanzrezession").

Die Politik ist jedoch auf - illusionäres - "ewiges Wachstum" zwingend angewiesen, weil sonst infolge des unaufhaltsamen, technologisch bedingten Produktivitätsanstiegs Massenarbeitslosigkeit entsteht. Grund: Wenn Firmen mangels globaler Nachfrage (erschöpftes Potentialwachstum) durch Neuinvestitionen keine Gewinnsteigerungen mehr erzielen können, erzeugen sie diese "defensiv" durch Entlassungen, Rationalisierungen und Kosteneinsparungen.

Um die Wachstumsillusion - gegen die Realwirtschaft und "den Markt" - weiter zu nähren, haben sich Politiker aller Herren Länder in stillschweigendem Konsens auf staatliche Kredithebelung geeinigt. Keynesiansche Programme, finanziert aus Neuverschuldung und zunehmend durch Gelddrucken, sollen die als "vorübergehend" eingeschätzte organische Wachstumsdelle überbrücken. Dabei setzen Bernanke und Co. auf ähnliche Multiplikatoreffekte, wie sie in der Privatwirtschaft aus der Eigenkapital-Hebelung resultieren.

Fatal dabei ist, dass die Politik glaubt, schlauer als der Markt (die Firmen) zu sein. Denn wenn die Delle wirklich nur vorübergehend wäre, würden ja auch Firmen das kommende Potenzial erkennen und darauf setzen. Dieses Potenzial gibt es aber auf absehbare Zeit nicht. Es entsteht auch nicht - wie Bernanke und Draghi wähnen - durch weitere staatliche Kreditexpansion unter Einbeziehung der Zentralbanken.

Zerohedge beschreibt oben treffend,  dass staatliche und überstaatliche Institutionen (IWF und Zentralbanken) die "fiskalischen Multiplikatoren" aus der Neuverschuldung chronisch überschätzen. Ursache dafür ist der ungebrochene Politiker-Hedonismus, man
könne das bisherige Schneeballsystem der Privat- und Staats-Schuldenwirtschaft endlos fortsetzen. Dies entspringt u. a. einer Art Selbsterhaltungstrieb: Politiker bangen als (oft parasitäre) Nutznießer des Systems um ihre Pfründe. Und da nicht sein kann, was nicht sein darf (chronische Wachstumsdelle, Deflation), wird das große Kreditrad - nun mit Cybergeld - immer weiter gedreht.

Dass die ersehnten Multiplikatoreffekte dabei "wider Erwarten" ausbleiben, ist allerdings kein Wunder: Eine Staatswirtschaft, die in Stamokap-Manier planwirtschaftlich ersetzen will, was der reale Markt nicht mehr hergibt (daher rührt ja die Investitionszurückhaltung der Firmen), ist notwendigerweise zum Scheitern verurteilt.

Der - faktisch unhaltbare - Hedonismus hinsichtlich der Multiplikatoreffekte geht einher mit der Beamtenmentalität der Politiker, die am liebsten - möglichst bequem - so weiter machen wollen wie bisher, zumal sie persönlich aus ihren Fehleinscheidungen keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben. Mit ihren Fehlentscheidungen verbrennen sie "anderer Leute Geld" (vorzugsweise das der Steuerzahler).

"Widerstand von unten" müssen sie infolge der Medienmanipulation ("Wenn der Euro stirbt, stirbt auch Europa" + Merkels neue Krokodilstränen für griech. Rentner und Alleinerziehende usw.), die mit der Marktmanipulation einhergeht, nicht befürchten. "Widerstand von oben" auch nicht, da sie mit ihrer Politik letztlich im Interesse des Kapitals agieren, das Abschreibungen vermeiden will und über die Staatsprogramme, solange diese noch finanzierbar sind, stützende Massennachfrage erfährt.

Und wenn das ganze Debakel nicht mehr zu leugnen ist, verlieren die Politiker eben "nur" ihren Job - und erhalten im Anschluss dicke Alterspensionen. Niemand aus der Politikerkaste wird persönlich für seine Fehlentscheidungen in die Pflicht genommen. Diese mangelnde persönliche Haftung verführt geradezu zu den unhaltbaren hedonistischen Experimenten.
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daiphong:

#91 gut analysiert. Ergänzend nur, wichtiger als

3
09.10.12 11:25
Agrarproduktion ist Tourismus, der die Ökonomie, Konkurrenz und Mentalität [huch, wieder eine Verallgemeinerung?] in der europäischen Peripherie prägt: "das Geld" kommt aus den industriellen Zentren Europas - allerdings nie genug.

#84   Griechenland ist nicht katholisch...:-o)[huch, wieder eine Verallgemeinerung]  Dagegen ist der spanische Staat in der Krise, weil der König ein Großwildjäger und Weiberheld ist...und in Portugal ist nicht alles eitel Sonnenschein. Die darf man nicht mit Griechenland in einen Topf werfen...sowas ist gemein und schäbig, unethisch. In den Kochtopf zu Griechenland passt hingegen logisch passgenau, konsistent, ethisch perfekt alles Nichtkatholische wie Bremen, Berlin, Ostdeutschland :-o)
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daiphong:

die Fed manipuliert mMn die Börsen nicht direkt,

7
09.10.12 11:33
sie kümmert sich vorrangig um "ausreichende" Inflation über den Dollarkurs. QE kam immer, wenn der Dollar zu hoch lief (Sept 12), und wurde verweigert, wenn er zu tief stand (Juli 11), unabhängig vom Börsenstand.
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relaxed:

Nach neusten Studien ist der Bevölkerungsanteil

9
09.10.12 11:33
der Analphabeten in Griechenland, Bremen und Berlin gleich - deshalb darf man das in einen Topf werfen. ;-)
Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.
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daiphong:

hast schlecht studiert, kommst gleich dazu :-o)

 
09.10.12 11:35
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Stöffen:

Hier nochmals graphisch aufbereitet

5
09.10.12 12:03
von Doug Short die vergangenen Aktionen der "stützenden Hand".

Und was mittlerweile ja auch nicht unterschlagen werden darf ist halt der Fakt, dass die einflussreichsten Notenbanken dieser Welt ja nun gewissermaßen in orchestrierter Weise agieren. Abgesehen hier mal von den aktuelleren Ereignissen dürfte die Erinnerung an das, was z.B. im Dezember 2011 im Anschluss an die Ankündigung der EZB passsierte, nämlich den Banken unlimitierte Kredite zuzuschustern, und die Börsen darauf raketengleich abhoben, sicherlich noch recht frisch sein.

Das mag der pure Zufall gewesen sein, die Wahrheit liegt eben immer im Auge des Betrachters und korreliert aller Wahrscheinlichkeit nach auch recht stark mit der jeweiligen Positionierung im Depot.

LOL.
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Der USA Bären-Thread 543054
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Malko07:

#100695: Ich bin und war immer dafür,

8
09.10.12 12:05
dass jeder eine zweite Chance erhält, ob nun als Gemeinschaft oder als Einzelperson. Muss nicht jeder diese Meinung teilen, ist einfach nur meine.

Deshalb war ich anfänglich auch dafür, dass man Griechenland hilft und hab sie sogar anfänglich wegen ihren Sparbemühungen gelobt. Als es dann um die Einnahmeseite ging, also dass auch die "Eliten" beteiligt werden, haben sie überhaupt nichts geliefert und alles hintertrieben, bis heute. Und damit waren sie bei mir unten durch und ich vertrete seit dem die Meinung man sollte den Geldhahn abdrehen.

In Portugal haben wir eine total andere Lage und Hoffnung auf Umkehr. Spanien muss mMn von Seiten des Staates für seine angehäuften Bankenschulden selber gerade stehen (= Staatsschulden) und muss auch seinen internen Finanzausgleich in Ordnung bringen. Wenn Letzteres nicht gelingt, wird es in absehbarer Zeit kein Spanien mehr geben und dabei sind dort alle katholisch ;o) . In Spanien ist das Risiko also primär politisch und damit hochgefährlich.

Der Tourismus ist primär in Frankreich, Italien (in Süditalien gering) und in manchen Regionen Spaniens wichtig. Hat wohl eher nichts mit der Religion zu tun sondern liegt eher daran, dass in Berlin das Wetter so schlecht ist.
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