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Der USA Bären-Thread


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Postengeschacher in Griechenland

5
01.07.12 12:38

Der Führungswechsel bei Griechenlands größter Bank ist nur der Anfang. Auch in anderen staatlich kontrollierten Unternehmen, wie bei den öffentlichen Versorgern, bei den Behörden wie der griechischen Privatisierungsagentur und in den Ministerien beginnt jetzt das Stühlerücken. Es ist in Griechenland üblich, dass jede neue Regierung Posten, die als wichtig gelten, neu besetzt. Das geht sogar so weit, dass die Chefs der Polizei und der Feuerwehr ausgewechselt werden.
Samaras ist jetzt allerdings in einer schwierigen Lage. Schließlich regiert er nicht allein, sondern ist auf die Unterstützung der sozialistischen Pasok und der Demokratischen Linken angewiesen. Deren Führer, Evangelos Venizelos und Fotis Kouvelis, wollen bei den Personalentscheidungen natürlich mitreden und Leute ihres Vertrauens an wichtigen Schaltstellen positionieren - das Klientel-Unwesen, das als eine der Ursachen der griechischen Misere gilt, lässt grüßen.

 

Was diese Führungswechsel für die Kontinuität der Arbeit bei Staatsbetrieben und Behörden bedeutet, liegt auf der Hand. Anders als im Fall des neuen Bankchefs Tourkolias, der als ausgewiesener Fachmann gilt, zählt bei der Vergabe der Spitzenposten das Parteibuch oft mehr als die fachliche Qualifikation. Die neuen Chefs berufen überdies auch neue Mitarbeiter, von der Sekretärin bis zum Beraterstab. Die Mannschaft des Vorgängers wandert in den "psygeio", wie man im Volksmund sagt, in den Kühlschrank - natürlich nur im übertragenen Sinne: die Kaltgestellten sitzen in irgendwelchen Büros vor leeren Schreibtischen und widmen sich der Zeitungslektüre. In manchen Fällen bleiben sie auch gleich zu Hause. Bis sie nach dem nächsten Regierungswechsel wieder reaktiviert werden.


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China June Official PMI Hits 7 Month Lows

7
01.07.12 13:19
China June Official PMI Hits 7 Month Lows
CHINA, CHINA PMI, CHINA JUNE PMI, CHINA MANUFACTURING, CHINA ECONOMY, CHINA HARD LANDING
Reuters
| 01 Jul 2012 | 04:43 AM ET

China's factory downturn worsened in June as a key activity index hit seven-month lows, data expected to fuel expectations the central bank may seek more policy easing to kick-start an economic recovery.

China's official purchasing managers' index (PMI) fell to 50.2 in June, above expectations but down from 50.4 in May, the National Bureau of Statistics said on Sunday.

It was the lowest reading since November, and economists expect things to worsen. They say cooling exports, factory output and fixed asset investment could drag the world's second-biggest economy into its worse slowdown in 13 years this year.

The sub-index for new export orders suffered its biggest monthly fall since December, shedding 2.9 percentage points to 47.5.

That is below the 50-point level that demarcates expansion from contraction, and shows Chinese factories received fewer new export orders in June compared to May.

 

New orders, which include domestic orders, were anaemic too, slipping 0.6 percentage points to 49.2.

But the headline number was higher than economists polled by Reuters this week, who had expected June's official PMI to retreat to seven-month lows of 49.8, showing contraction.

The HSBC China Flash PMI, which gave an earlier glimpse of activity in China's vast factory sector, also retreated in June, reflecting an eighth straight month of contraction.

Sluggish economic performance in April and May galvanized China's central bank into cutting interest rates on June 7 for the first time since the depths of the great financial crisis in late 2008.

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Stöffen:

Ein weiteres Ass der Bären?

10
01.07.12 14:18
Capital online kommentiert den Start in die nun anstehende US-Earnings Season und befürchtet aufgrund der in letzter Zeit zunehmenden Gewinnwarnungen der Unternehmen eher Düsteres:

"In rund zwei Wochen beginnt die US-Berichtssaison. Doch statt eines Kurstreibers könnten sich die Bilanzen der Unternehmen als ein weiteres Ass der Bären erweisen. Die Zahl der Gewinnwarnungen nimmt inzwischen dramatische Dimensionen an."
www.capital.de/finanzen/aktien/...-grossen-Stil/100046373.html

Mich beschleichen allerdings leichte Zweifel, ob sich die Aktienkurse letztendlich aus den Gewinnen der Unternehmen speisen werden, so wie es eigentlich im Regel- oder Normalfall üblich ist. Die Geldpolitik der Zentalbanken erscheint mir z.Z. als ein wesentlich einflussreicherer Faktor hinsichtlich der Aktienpreise. Wird mal wieder ein "Billiönchen" Dollars oder Euros gedruckt, kaufen die Banken zur Aufrechterhaltung ihrer Vermögenspreisillusion dafür wieder zum Teil Aktien und die Preise steigen.

Aber was ist das für ein Markt, ist man da geneigt zu fragen, welcher aus hochgradiger Abhängigkeit von den Interventionen der Zentralbanken, von staatlichen Verlustübernahmen und einem erheblichen Schröpfen der Steuerzahler aktuell seine Existenz bezieht.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Stöffen:

Wie Aktienmärkte funktionieren

15
01.07.12 14:48
das erklärt uns Michael Panzner anhand eines simplen Anschauungsmodells ;-)))

A Big Joke in honor of yet another hopium-fueled stock market rally:

Once upon a time, in a place overrun with monkeys, a man appeared and announced to the villagers that he would buy monkeys for $10 each.

The villagers, seeing that there were many monkeys around, went out to the forest, and started catching them.

The man bought thousands at $10 and as supply started to diminish, they became harder to catch, so the villagers stopped their effort.

The man then announced that he would now pay $20 for each one. This renewed the efforts of the villagers and they started catching monkeys again. But soon the supply diminished even further and they were ever harder to catch, so people started going back to their farms and forgot about monkey catching.

The man increased his price to $25 each and the supply of monkeys became so sparse that it was an effort to even see a monkey, much less catch one.

The man now announced that he would buy monkeys for $50! However, since he had to go to the city on some business, his assistant would now buy on his behalf.

While the man was away the assistant told the villagers, “Look at all these monkeys in the big cage that the man has bought. I will sell them to you at $35 each and when the man returns from the city, you can sell them to him for $50 each.”

The villagers rounded up all their savings and bought all the monkeys.

They never saw the man nor his assistant again, and once again there were monkeys everywhere.

Now you have a better understanding of how the stock market works.

www.financialarmageddon.com/
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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daiphong:

Den großen Absturz der Europeripherie kann niemand

6
01.07.12 16:03
verhindern, er läuft schon eine Weile, und er wird noch viel tiefer gehen. Man versucht derzeit, wenigstens die Staaten zu retten vor dem Kollaps der Vermögen, Banken, Wirtschaft, indem man sie per Fiskalpakt zu fundamentalen Reformen mitten im Absturz zwingt, und dies per ESM/EZB absichert. Dazu trennt man die sterbenden Banken von den Staaten, sie müssen im Grunde gegen Notkredite alle ihre Assets ans Ausland verpfänden und verkaufen. Schaden nehmen durch diesen unabwendbaren Absturz alle, er wird in der Peripherie aber auch weiterhin sehr viel größer sein als etwa in Deutschland.

Das sollte man bei allem ideologischen Gebrüll nicht vergessen.
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Finanzen der Kommunen gesunden rasant

6
01.07.12 16:26

Gewerbesteuer steigt weiter: Finanzen der Kommunen gesunden rasant

Während der Bund und die meisten Bundesländer weiter mit hohen Etat-Defiziten kämpfen, entwickeln sich die Finanzen der Städte und Gemeinden prächtig.

DüsseldorfIm ersten Quartal nahmen Kommunen und Stadtstaaten mit 9,9 Milliarden Euro noch einmal 44 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer ein als im Vorjahresquartal. Das erfuhr das Handelsblatt auf Anfrage aus dem Statistischen Bundesamt. Erste Prognosen des Städtetags, die einen deutlichen Einnahme-Rückgang im ersten Quartal signalisierten, bewahrheiteten sich damit nicht.

 

„Das erste Quartal 2011 war schon ungewöhnlich gut. Wenn dieses Ergebnis nun gehalten wird, ist das ein gutes Zeichen“, sagte die Steuerschätzerin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Kristina van Deuverden. Das DIW rechnet für das Gesamtjahr 2012 mit einem Plus von sieben Prozent. Kommendes Jahr dürfte die Gewerbesteuer um weitere vier Prozent auf dann rund 45 Milliarden Euro steigen – ein neues Allzeithoch.

Die Gewerbesteuer steht zum größten Teil den Kommunen zu; über eine Umlage sind Bund und Länder lediglich mit etwa einem Sechstel an dem Aufkommen beteiligt.

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Spaniens Wirtschaft weiter auf Schrumpfkurs

8
01.07.12 21:56

Spaniens Wirtschaft weiter auf Schrumpfkurs

Die Wirtschaft des südeuropäischen Schuldenkandidaten ist auch im zweiten Quartal wieder geschrumpft. Wirtschaftsminister Luis de Guindos zeigt dennoch Optimismus. Er rechnet mit einer baldigen Stabilisierung.

NavacerradaIn Spanien ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal weiter geschrumpft. Wirtschaftsminister Luis de Guindos erklärte am Sonntag, er rechne in den kommenden Quartalen aber mit einer Stabilisierung. Das spanische Bruttoinlandsprodukt war in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent geschrumpft. Für das laufende Jahr rechnet die Regierung in Madrid mit einem Minus von 1,7 Prozent.

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Die Stabilität Deutschlands ist in Gefahr

10
02.07.12 06:36

Nach dem Euro-Gipfel sind die Investoren erst einmal zufrieden. Aber zu welchem Preis? Deutschland werde immer tiefer in die Krise hineingezogen, warnt Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Von Dorit Heß und Thomas Sigmund. Mehr…

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Banker befürchten Rettungsschrim light

4
02.07.12 06:37

Experten befürchten nach den Ergebnissen des EU-Gipfels ein Fass ohne Boden. Europa dürfe den Rettungsfonds nicht nach politischer Wetterlage ändern. Denn so könnte der Fonds seine Glaubwürdigkeit verlieren. Mehr…

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Britischen Top-Bankern droht Rücktrittswelle

9
02.07.12 08:05

Libor-Betrug: Britischen Top-Bankern droht Rücktrittswelle

Der Skandal um Zinsmanipulationen erschüttert die britischen Banken. Den Top-Bankern geht es an den Kragen: Mit Marcus Agius, Chairman der Barclays Bank, könnte ein Schwergewicht schon heute zurücktreten.

LondonNotenbanker sind normalerweise für ihre vornehme Zurückhaltung bekannt. Aber Mervyn King, der Chef der Bank of England, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, seiner Wut über die Finanzbranche Ausdruck zu verleihen: "Ich denke, dass inzwischen jeder verstanden hat, dass mit den Banken etwas sehr schiefgegangen ist, und wir dringend einen echten Kulturwandel brauchen."

Kings Unmut haben sich die Geldhäuser vor allem mit dem neuesten Skandal rund um die systematische Manipulation des weltweit wichtigsten Referenzzinssatzes am Kapitalmarkt zugezogen. Ein Skandal, der noch lange nicht ausgestanden ist. Analysten befürchten, dass sich die Branche am Ende mit milliardenschweren Schadensersatzforderungen konfrontiert sieht.

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Pichel:

So funktioniert Börse:

4
02.07.12 10:33
A Big Joke in honor of yet another hopium-fueled stock market rally:

Once upon a time, in a place overrun with monkeys, a man appeared and announced to the villagers that he would buy monkeys for $10 each.

The villagers, seeing that there were many monkeys around, went out to the forest, and started catching them.

The man bought thousands at $10 and as supply started to diminish, they became harder to catch, so the villagers stopped their effort.

The man then announced that he would now pay $20 for each one. This renewed the efforts of the villagers and they started catching monkeys again. But soon the supply diminished even further and they were ever harder to catch, so people started going back to their farms and forgot about monkey catching.

The man increased his price to $25 each and the supply of monkeys became so sparse that it was an effort to even see a monkey, much less catch one.

The man now announced that he would buy monkeys for $50! However, since he had to go to the city on some business, his assistant would now buy on his behalf.

While the man was away the assistant told the villagers, “Look at all these monkeys in the big cage that the man has bought. I will sell them to you at $35 each and when the man returns from the city, you can sell them to him for $50 each.”

The villagers rounded up all their savings and bought all the monkeys.

They never saw the man nor his assistant again, and once again there were monkeys everywhere.

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Koalitionspolitiker warnen vor Ausplünderung Deut

8
02.07.12 13:31

#800000">Haben nicht gerade diese Politiker für die Rettungsschirme gestimmt, für Transfers in die südlichen Euroländer und nun klagen diese Politiker? Über ihre eigenen Entscheidungen?

#800000">Permanent

Koalitionspolitiker warnen vor „Ausplünderung Deutschlands“

exklusiv Kommt sie oder kommt sie nicht die EU-Hilfe für Zypern? Noch prüft die Troika, wie schlimm es um den hoch verschuldeten Inselstaat steht. Doch in Berlin regt sich bereits Widerstand – vor allem aus juristischen Gründen. Von Dietmar Neuerer. Mehr…

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Pichel:

Rede von Dr. Peter Gauweiler zum ESM

8
02.07.12 14:29
www.marktorakel.com/index.php?id=6673175791620216324

Anonymous meint dazu ...

Herr Dr. Gauweiler, Sie haben in allen Punkten Recht! Seien Sie mutig, gründen Sie mit Gleichgesinnten eine neue Partei! Die Bürger stehen hinter Ihnen- 20% sind sicher! Sie haben es als einer der Wenigen in der Hand die deutsche Geschichte und die Bürger vor großen Unheil zu bewahren!
Samstag, 30. Juni 2012 10:14:00
... (automatisch gekürzt) ...
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Dreiklang:

Merkel und Versailles

5
02.07.12 14:54
Der Euro ist nicht wie Versailles ohne Krieg, aber er könnte sich dahin entwickeln. Noch davor,  langsam aber sicher,  entwickelt sich Merkel zu einem "Versailles ohne Krieg".

Ein König kann eine Schlacht verlieren. Das Schlachtenglück kann aber gewendet werden, wenn man sich die Niederlage eingesteht, wenn man Ursachen analysiert, und daraus Taktik und vor allem Strategie abändert.

Von alldem kann in Deutschland keine Rede sein. Alle ducken sich weg oder - in grotesker Verkennung der Realität - bejubeln das Ergebnis. Dazu ein (angebliches) Zitat der Kanzlerin:

//www.ftd.de/politik/europa/...graebt-merkel-die-macht-ab/70057669.html

Und auch in unscheinbaren Äußerungen wird Europas neue Hackordnung deutlich. So bemüht sich Kanzlerin Merkel sichtbar um Hollandes Gunst, lobt die "gute Zusammenarbeit" und sagt sogar: "Es hat Spaß gemacht."
Der Franzose hingegen bleibt demonstrativ distanziert. Die Kooperation mit der deutschen Staatschefin sei "nützlich" gewesen, sagt der französische Präsident. Und dann fügt er noch schnell hinzu, wie gut er sich auch persönlich mit Monti und Rajoy verstehe.


Spaß gemacht? Mir jedenfalls nicht. Die 3WD - die Drei weichen Dickschiffe - sind "mein" Begriff seit über einem Jahr. Ja, und es hat natürlich ein Zusammenwirken von F, I , SP gegeben. In der dt. Verhandlungskommission "wunderte" man sich über Absprachen, die es wohl im Vorfeld des Gipfels gegeben hat. Mich wunderte das nicht. Es war mir von vornherein klar.

Das sollte man bei allem ideologischen Gebrüll nicht vergessen. (daiphong)

*nochmal_brüll*
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Stöffen:

Ausplünderung Deutschlands?

10
02.07.12 15:28
Durch die Abgabenquote in diesem Lande ist die Solidarität mit den Schuldnerländern doch sicherlich auch weiterhin ungebrochen. LOL. Spon berichtete im April diesen Jahres dazu wie folgt:

Abgaben für Arbeitnehmer steigen auf Rekordhoch

9943 Euro hat ein deutscher Durchschnittsverdiener im Jahr 2011 an Staat und Sozialkassen gezahlt - so viel wie noch nie zuvor.

Im Vorjahr sind die Abzüge durch Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge demnach so stark gestiegen wie seit 17 Jahren nicht mehr. 2010 beliefen sich die Abzüge noch auf 9390 Euro. Im Schnitt stieg die Abgabenbelastung damit um 553 Euro im Jahr.

Besonders stark legte dem Bericht zufolge die Lohnsteuer zu: Im Schnitt kassierte der Staat 300 Euro mehr als im Vorjahr. Der durchschnittliche Netto-Realverdienst sank dadurch sogar im Vergleich zum Vorjahr um 16 Euro - auf nun 17.650 Euro.

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...rekordhoch-a-827048.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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daiphong:

3k, von der Sache her scheint dir ja alles

 
02.07.12 15:42
sonnenklar.
Bewundernswert, wenn jemand dieses Spiel so gut versteht, dass er Spielsituation, Trainertaktik und Ergebnis ohne Probleme bis in die Psychologie hinein herleiten und sogar mit zielgenauem Gebrüll unterstützen kann. Das ist dann ja fast so sonnenklar wie die Vaterlandsverteidigung auf dem Fussballplatz.

äh,
kannst du mir die reine Sachlage mal ganz kurz erläutern?
Antworten
learner:

Ob die Politiker schon mal darüber nachgedacht

6
02.07.12 15:45
haben, dass das Volk auch mit den Füßen abstimmen kann, indem es seine Ersparnisse an den Bankschaltern einfordert?

Um den Euro weich zu kriegen muss man Deutschland anscheinend destabilisieren bzw auf das gleiche Level der Pigs bringen. Die Schlussfolgerung von Sinn ist schon richtig, aber dass dies vielleicht so gewollt ist scheint er nicht in Betracht gezogen zu haben.
Wenn Du kein Geld hast, hast Du die wenigsten Freunde, aber die besten!
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Dreiklang:

Transferunion und "Goldene Hyperinflationszeit"

4
02.07.12 16:15
Wie bezahlt man "Schulden" im internationalen Waren- und Währungsaustausch?

1. Die USA zahlen mit Fiat Money (elektronisches Festplattengeld, voher: Buchgeld), und damit arbeiten die USA seit 1945 (auch schon seit dem Marshallplan)

2. Industrieländer zahlen mit Verschlechterung ihrer Terms of Trade

3. Rohstoffländer zahlen mit Rohstoffen

Warum zahlen Industrieländer mit Verschlechterung ihrer Terms of Trade? Weil sie damit die Nachfrage unterstützen, die sie brauchen, damit sie ihre Ware verkaufen können (ein relatives Überangebot schafft zusätzliche Nachfrage durch sinkende Preise )

Hierzu auch zerohedge: (für daiphong):

www.zerohedge.com/contributed/2012-06-30/devalue-euro

In der Weimarer-Republik zur Hyperinflationszeit 1922 - 1923 herrschte Vollbeschäftigung. Man exportierte "auf Teufel komm raus" zu Spottpreisen. Die Leute hatten Arbeit. Was ihnen fehlte, war Essen. Sie hungerten.

Das ist die Transferunion ( in extremer Konsequenz, zweifellos eine historische Übertreibung)
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Dreiklang:

Der Euro-(Rettungs)-Algorithmus (für Daiphong)

5
02.07.12 16:31
1:  Bei Einführung des Euro setzte eine enorme Kapitalbewegung von Deutschland in die "Peripherie" ein. Diese Kapitalbewegung verteuerte die Zinsen in Deutschland wesentlich, weit über die Inflationsrate hinaus (2002 bis zu 6% Zinsen), und die Binnenkonjunktur brach fast zusammen. Zugleich stiegen die Exporte in die "Peripherie" an. Beides zusammen, schwache Innennachfrage und starke Nachfrage von außen führten zu steigenden Handelsbilanzüberschüssen. Also gingen Export von Realkapital und monetärem Kapital zusammen. Die "Ersparnis" in Deutschland ging hingegen nach oben.

2:   In der aktuellen Eurokrise, Finanzkrise, Schuldenkrise, Bankenkrise (hat jemand dafür einen allzusammenfassenden Namen? Vorschläge erbeten!) kranken die Staaten des Südens nun daran, dass nicht mehr genug Kapital  "bereitgestellt" wird, genauer: das Realkapital wird zu teuer.  Wer könnte am besten für eine Verbilligung des Kapitals sorgen? Deutschland!

3: Also  muss  eine enorme Kapitalbewegung von Deutschland in die "Peripherie" einsetzen. Diese Kapitalbewegung verteuert die Zinsen in Deutschland, lässt aber über die wieder gesteigerte Nachfrage die Exporte in die "Peripherie" ansteigen.  Also gehen  Export von Realkapital und monetärem Kapital zusammen. Die "Ersparnis" in Deutschland geht nach oben. Aber nicht mehr im monetären Sinn (denn es wird ja nichts  monetär gespart), sondern auf die Realgüter bezogen. Daher:
GOTO 1:

Und die logische Konsequenz: An der deutschen Ersparnis hängt alles.
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Gegenpol:

Euro = Katastrophe

5
02.07.12 17:21
Ich bleibe dabei, ohne den Euro hätte es die Immobilienblase in Irland und Spanien niemals gegeben, jedenfalls nicht in diesen Dimensionen. Des Weiteren hätte sich die Entwicklung im griechischen Staatsapparat niemals so zugetragen!
Jahrelang haben wir DEUTSCHE unter dem Euro gelitten. Wie Dreiklang schon richtig anführte, wies die deutsche Volkswirtschaft lediglich eine Nettoinvestitionsquote im Jahr 2006 von 3,3 % auf. Damit bildeten wir das Schlusslicht aller OECD Länder ab. Die überwältigende Mehrheit der deutschen Ersparnisse wurden in amerikanische Schrottpapiere und europäische Schrottimmobilien investiert, Bravo!
Vor der Euro-Einführung waren wir im europäischen Vergleich auf dem dritten Platz, was das BIP/Kopf anbelangt, nach der Euro-Einführung wurde wir bis auf den 11 Platz durchgereicht. Wahrlich ein toller Erfolg des Euros für Deutschland!! Nun wo wir ausnahmseweise tatsächlich vom Euro wirtschaftlich profitieren, da es eine massive Kaptitalallokation seit der Finanzkrise innerhalb Deutschlands gibt, möchten die EU-Staaten dies mithilfe der Euro-Bonds beenden. Damit das Kapital wieder gen Süden fließen kann um somit das deutsche Wirtschaftswachstum, insbesondere die Hochkonjunktur im Bausektor abwürgt.
Antworten
Malko07:

Allem weinerlichem

8
02.07.12 18:45
nationalistischem Gedöns sei ein klinzigkleines Ereignis ins Gedächtnis gerufen:

Mit der Euroeinführung bekamen wir so richtig die wirtschaftlichen Auswirkungen der Wiedervereinigung zu spüren. Und daran war der Euro wirklich nicht schuld. Vorher hatten wir über eine exzessive Neuverschuldung (Kohls blühende Landschaften) sogar eine Konjunkturblase geschaffen, welche dann schon am Platzen war. Und die wirtschaftlichen Konsequenzen der Wiedervereinigung wirken bis heute, ganz erheblich und in wesentlich höheren Dimensionen als Europa, wahrscheinlich auch noch in den vor uns liegenden Jahren. Sollte man bei einer wirtschaftlichen"Anal-lyse" nicht vergessen. Sie ist aber ansonsten auch überhaupt nichts wert.

Die Wiedervereinigung war ein Spätfolge der 2. Weltkriegs. Damit musste dann auch Westdeutschland zusätzlich büßen. Die neuen Bundesländer hatten und haben seit dem 2. Weltkrieg bis heute gebüßt. Sie hatten das Pech sich auf der falschen Seite nach dem Krieg befunden zu haben. Das sei allen ins Gedächtnis gerufen, welche schon wieder in den krieg ziehen wollen und glauben man könnte dann die Folgen in einer Dekade abarbeiten. Wir leiden noch heute darunter.

Die wirtschaftliche Folge der Wiedervereinigung war eben eine starke Abrüstung im Sozialsystem, kaum noch Nettolohnerhöhungen und eine Explosion der Staatsschulden. Auch deshalb wurden die Stabilitätskriterien von Maastricht zu Grabe getragen und Rot-Grün glaubte, wenn es im Finanzzirkus richtig mitspielen würde, könnte es die Folgen abschwächen. Dabei wurde es heftig von Schwarz-Gelb unterstützt. Ergebnis davon sind auch Riester und Rürup, zugunsten von Allianz und Konsorten und auf der Kosten der zukünftigen und heutigen Rentner.
Antworten
Dreiklang:

Gut, dass das angesprochen wird

5
02.07.12 19:06
Mit der Euroeinführung bekamen wir so richtig die wirtschaftlichen Auswirkungen der Wiedervereinigung zu spüren.

Die dt. (Sonder-) Rezession  2001 - 2005 ist  in der Tat im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung zu sehen. Und zwar deshalb, weil bereits seit 1994 eine Rezession bestand, aus der Dtl. bis zur Einführung des Euro nicht herauskam.

Vorher hatten wir über eine exzessive Neuverschuldung (Kohls blühende Landschaften) sogar eine Konjunkturblase geschaffen, welche dann schon am Platzen war.

Diese "Blase" platzte bereits 1993. Seit 1991 hatte die Bundesbank mit aus heutiger Sicht absurd hoch wirkenden Zinsen die Konjunktur praktisch zum Stillstand gebracht. Dies setzte sich in den Folgejahren fort, weil die Steuerlast (Soli-Zuschlag, MWST-Erhöhung etc) und hohe Zinsen (Geldnachfrage des Staates über Anleihen!) zusammen in einer extrem schwachen Binnenkonjunktur bereits VOR Euro-Einführung resultierten. Die in Deutschland bestehenden hohen Zinsen (wesentlich höher als die faktische Null-Inflation der 90er) führten zu einer (künstlichen) Überbewertung der DM.

Und daran war der Euro wirklich nicht schuld.

An der ERSTEN Rezession (ab 1993) war der Euro sicher nicht schuld. Wenn man so will, war die Bundesbank daran schuld (hätte die Inflation einfach eine Weile laufen lassen müssen...). An der ZWEITEN Rezession (ab 2001) war die Euroeinführung aber sehr wohl beteiligt . Hypothekenkredite wurden 2002 trotz Rezession mit über 6% Zins ausgeteilt - viel zu hoch angesichts der Wirtschaftslage. Das führte zu teilweise lächerlich niedrigen Immobilienpreisen (ich kaufte eine Eigentumswohnung mit 1150 Euro / qm....) Vor allem aber ging mit Euroeinführung die Binnenkonjunktur noch einmal richtig nach unten, der Euro setzte sozusagen noch eins obendrauf.

Bitte doch die Dinge etwas genauer nehmen und die Zeitlinie berücksichtigen
Antworten
Malko07:

Hans Eichel, und nicht nur ihm,

8
02.07.12 19:09
war die wirkliche Lage Griechenland bekannt und trotzdem wurde die Erweiterung der Eurozone betrieben. Auch die Erweiterung der EU hatte ähnliche Hintergründe. Es ging darum der Deutschen Industrie Absatzmärkte zu schaffen und damit den Arbeitslosen Arbeitsplätze, koste es was es wolle. Es war bekannt welche Unsummen nach Griechenland flossen (.-.., Olympia, ..) aber man war ja Hauptlieferant. War eben alles, auch wegen der katastrophalen Lage am Arbeitsmarkt, viel zu kurzfristig gedacht. Gehard Schröder lästerte damals noch über den Euro, für ihn waren nur die neuen Märkte wichtig, auch wenn der Umsatz auf diesen Märkten primär mit dem Geld von Omas Sparbuch finanziert wurde. Die Hintergründe für dieses Handeln kann man in meinem vorherigen Post nachlesen, mit den Auswirkungen müssen wir Heute und in Zukunft zurecht kommen. Und ob die Spanier und Italiener daran Schuld sind, dass die Opposition bei uns die Regierung gefesselt hat nur um ihr Gesicht zu waren, darf auch bezweifelt werden.
Antworten
Dreiklang:

Dolchstoßlegende

3
02.07.12 19:22
Und ob die Spanier und Italiener daran Schuld sind, dass die Opposition bei uns die Regierung gefesselt hat nur um ihr Gesicht zu waren, darf auch bezweifelt werden.

Ich  nehme die Nummer Merkel nicht ab und habe diese Argumentation schon in #97126 abgeschossen.

Im Übrigen weist auch die SPD das Merkel-Argument zurück und spricht von einer Dolchstoßlegende



www.spiegel.de/politik/deutschland/...sslegenden-a-842136.html

Wie gesagt, wenn Merkel tatsächlich einer Erpresssung ausgesetzt worden wäre, dann wäre die zwingende Konsequenz die Rücksprache mit Spitzen der SPD gewesen - und ggf. auch die sofortige Abreise!!!
Antworten
fkuebler:

Wer hängt jetzt mehr am Haken: D oder I/SP?

6
02.07.12 20:10

Es gibt verschiedene Interpretationen, und erst die längerfristige Zukunft wird's zeigen... IMHO absolut lesenswert.

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