für die Schuldner, so Prof. Melvyn Krauss bei Capital online, denn wer wird schon ernsthaft tiefergreifende Reformen durchsetzen wollen, wenn doch mit Eurobonds der Weg zur günstigen Schuldenfinanzierung auch weiterhin geebnet würde:
"Der große Fehler von Hollande und Monti besteht darin, sich dem populistischen "Krieg gegen das Sparen" anzuschließen. Deutschland wird niemals ohne jegliche Bedingungen seine schwächeren Partner finanziell unterstützen - und ein Sparkurs ist die Bedingung, auf der Deutschland besteht…..
…..Eurobonds sind in jedem Fall eine schlechte Idee. Gibt man einer schnorrenden Volkswirtschaft Zugang zu erstklassigen Krediten, sind Probleme programmiert. Man schaue sich nur an, was geschah, nachdem Griechenland dem Euro beigetreten war und Kredite zu deutschen Zinssätzen erhielt. Die Griechen gaben das Geld mit vollen Händen aus - und dem wäre auch heute noch so, wäre die Finanzkrise nicht dazwischengekommen. Hollande erzählt uns jetzt, wir müssten dies alles wieder tun.
Durch Eurobonds würde Geld an die Schuldner transferiert, indem ihnen ermöglicht wird, Haushaltsdefizite zu niedrigeren Zinssätzen zu refinanzieren. Deutschland aber - das einspringen müsste, wenn die Schuldner nicht zahlen, und dessen eigener Zinssatz steigen würde - könnte nicht kontrollieren, wie die Schuldner den Geldtransfer nutzen.
Der Reformprozess würde völlig zum Stillstand kommen, denn wer braucht schon Reformen, wenn man "Zinsgeschenke" von den Deutschen bekommen kann….."
http://www.capital.de/finanzen/...ti-verprellen-Merkel/100046025.html