Der USA Bären-Thread

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Gruppe: Bears Cave   Forum: Börse
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wawidu: SPX weekly
3
25.02.12 22:56
In den der zurückliegenden Woche vorangegangenen vier Wochen lag das durchschnittliche Handelsvolumen bei rund 14 Mrd. Shares, in der zurückliegenden Woche bei lediglich 10,6 Mrd. Shares. Dies könnte man - auch in Anbetracht des mickrigen Kursanstiegs von 0,33 % - schon fast als "Käuferstreik" bezeichnen.
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wawidu: perma # 93949
4
25.02.12 23:30
"Wirtschaft ist Wettbewerb, Wettbewerb treibt Innovationen, Produktivität und Wohlstand."

Dieser grundsätzlichen Aussage kann ich vorbehaltlos beipflichten. Wenn dieser Wettbewerb jedoch durch diverse staatliche Eingriffe erheblich verzerrt wird, sieht dies schon anders aus. Ein Dorn in meinen Augen sind z.B. die "HERMES-Bürgschaften" für deutsche Exportunternehmen, die quasi Zahlungsgarantien des Bundes für die Exportwirtschaft darstellen. Frankreich hat ein ähnliches Garantiesystem, doch in allen anderen anderen Staaten der Eurozone gibt es sowas nicht. In Italien wurde allerdings auch ein "Unternehmen von zentraler Bedeutung" (FIAT) direkt vom Staat subventioniert. Die staatlichen Subventionen für Banken lasse ich hier mal außen vor.
learner: AUD/CHF = Sicherheit gegen Sicherheit
8
26.02.12 08:30
Dieses Währungspaar finde ich sehr interessant, da es sein könnte, dass Investoren hier zwischen zwei Sicherheiten wählen. Geht es der Wirtschaft gut liegt die Rohstoffwährung klar vorne, schwächt sich die wirtschaftliche Entwicklung ab gewinnt der Franken. Dieser Chart ist klar bärisch. Die letzte Wochenkerze spricht für sich.
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Wenn Du kein Geld hast, hast Du die wenigsten Freunde, aber die besten!
learner: In dem Vergleich AUD/CHF und S & P 500
9
26.02.12 08:40
kann man sehr schön die Themen QE und andere Geldflutungen ablesen. Wärend das Währungspaar und der SP 500 bis Mitte 2010 parallel liefen, kannte der SP 500 durch die Geldflutung der Fed nur die Richtung nach oben, während das Währungspaar in den Keller.

Das letzte große Tief vom letzte Jahr haben beide dann gemeinsam verlassen, wobei sich der SP 500 nun wieder extrem entkoppelt hat.
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Wenn Du kein Geld hast, hast Du die wenigsten Freunde, aber die besten!
Boxenbauer: learner, höchst interessant deine beiden Posts
 
26.02.12 09:49
Stammt die Analyse "Dieses Währungspaar finde ich sehr interessant, da es sein könnte, dass Investoren hier zwischen zwei Sicherheiten wählen. Geht es der Wirtschaft gut liegt die Rohstoffwährung klar vorne, schwächt sich die wirtschaftliche Entwicklung ab gewinnt der Franken. " von dir? Ich finde den Zusammenhang vollkommen logisch. Genau diese Überlegungen habe wir auch angestellt. Wo parken wir Cash, in der NOK, dem AUD oder den CHF? Auf die Idee die teilweise konträr laufenden Charts in Zusammenhang mit der Konjunktur zu bringen, bin ich nicht gekommen. Klasse....
MfG

Boxenbauer
Malko07: #93937: Wenn man nachhaltig lange daneben liegt,
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26.02.12 10:15
fangen manche an durchzudrehen und bewerten Posts von anderen als polemisch auch wenn die eigenen so tief sind, dass es tiefer kaum geht.

Trommele ich hier und jetzt für einen Einstieg? Eindeutig nein! Ich selbst würde jetzt nicht mehr einsteigen. Trommle ich hier für einen Ausstieg? Eindeutig nein, das machst du, nachhaltig seit Jahren. Und wenn das nicht kritikwürdig ist, was dann? Deine momentane Indikatorenaufzählung wirkt in meinen Augen schon hanebüchend und hat deshalb mMn einen Schuss Satire verdient. Ich wies nur darauf hin, dass es momentan angeraten sein könnte ausstiegsbereit zu sein. Wann jemand aussteigt ist eben ganz alleine von seiner Risikobereitschaft abhängig. Deine Empfehlungen sind dazu alles andere als eine Hilfe.  

Einen Überschwang mag ich auch nicht festzustellen.  Dann hätten wir andere Umsätze. Momentan arbeiten die Algo-Automaten einfach nur feuchtfröhlich und ungestört vor sich hin. Wie lange noch? Keine Ahnung. Man muss die Lage eben laufend neu bewerten. Und wo hier die Nerven blank liegen zeigen ganz deutlich die Postings.
permanent: wawidu, ein System der Exportförderung gibt es
6
26.02.12 10:30

in fast allen größeren Wirtschaftsnationen wenn es um komplexe Anlagen und Infrastrukturprojekte geht. Da bilden die Hermes Bürgschaften keine Ausnahme. Die USA und China spannen auch ihre politischen Mandatsträger wesentlich mehr vor den Karren als unsere Industrie.

Subventionen sind in aller Regel abzulehnen sie helfen bei der Entstehung von Fehlstrukturen und zementieren diese. Ein sehr schönes Beispiel ist hier die Solarförderung in Deutschland (FAZ Artikel von Kicky).
 

Permanent

permanent: Deutschland geht auf G20-Partner zu
4
26.02.12 12:45
 
 
 
 
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Deutschland geht auf G20-Partner zu 12:27 Uhr

Mexiko-Stadt (Reuters) - Deutschland rückt im Streit um die Aufstockung der europäischen Hilfsgelder gegen die Staatsschuldenkrise von seinem bisherigen Nein ab und geht auf seine Partner zu.  Vollständiger Artikel

permanent: Glas halb leer oder halb voll?
6
26.02.12 14:46

2012 - gut oder schlecht?

permanent: Es droht eine teuflische Abwärtsspirale
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26.02.12 15:51

Fredmund Malik im Interview: „Es droht eine teuflische Abwärtsspirale“

Fredmund Malik ist ein bekannter Ökonom und Buchautor. Im Interview erklärt der Österreicher, worin er die Ursachen der Krise sieht und warum sie so gefährlich ist. Seine düstere Prognose: den Börsen droht der Absturz.

Wir stecken immer noch in der Finanzkrise. Wo erkennen Sie als Unternehmensberater die Ursachen?


Es ist Überschuldung und wirtschaftliche Fehlsteuerung als Folge falscher Unternehmensführung und radikal falscher Strategien. Dieses falsche Management wird seit Jahrzehnten in den Business Schools gelehrt und hat sich wie eine Seuche verbreitet. Es ist auch verantwortlich dafür, dass immer mehr intelligente Köpfe nicht mehr in die Realwirtschaft gingen sondern in die Finanzwirtschaft. Unter anderem geht es auch um wirtschaftszerstörende Bonussysteme, die falsche Anreize setzen. Dadurch ist in den Unternehmen viel Bitterkeit, Verachtung und Agonie entstanden, was die Unternehmensspitzen gar nicht wahrnehmen. Es sind breite Gräben in die Unternehmenskulturen gerissen worden. Und das in einer Zeit, in der die Firmen das ganze Vertrauen brauchen würden.


Wo liegt der Keim des Ganzen?


Im Sharholder-Value-Denken. Eine Buchveröffentlichung machte es 1986 populär. Aber der Shareholder Value ist überhaupt kein Maß für die reale wirtschaftliche Leistung und er für das Topmanagement systematisch irreführend. Der vermeintliche Wirtschaftsboom am Ende des letzten Jahrtausends war kreditgestützt. Notenbanken haben mit ihrer Niedrigzinspolitik eine völlig falsche Politik betrieben. Das Denken in finanziellen Dimensionen gewann die Oberhand, auch in der Unternehmensführung. Zynisch gesagt: Der Mensch ist degradiert worden zum Barwert seiner Lebensversicherung, minus Beerdigungskosten. So kamen wir in der Realität zu falschen Anreizsystem, die von Schulen und vor allem auch von den meisten Unternehmensberatern verbreitet wurden.


Warum war das in der Praxis so attraktiv?


Shareholder Value bedeutet: Wir wollen den Aktionär reich machen. Aber das darf nicht Zweck eines Unternehmens sein, obwohl es auch ein Resultat sein kann. Ein Unternehmen anhand von Finanz-Kennziffern zu beurteilen, ist verführerisch, weil es so einfach scheint. Es ist viel einfacher, als beispielsweise über Innovationen und Strategien zu sprechen – was aber entscheidend ist. Finanz-Kennziffern helfen kaum, weil sie nur eine kurzfristige Realität widerspiegeln. Ich sage sogar: Je besser die operativen Zahlen, um so gefährlicher ist das Unternehmen positioniert. Mit dem falschen Denken hat beispielweise der frühere Daimler-Chef Jürgen Schrempp durch den Kauf von Chrysler zweistellige Milliardenbeträge versenkt. Gegenbeispiele sind Ferdinand Piech von VW oder Helmut Maucher von Nestle.


Was kann man gegen die Überschuldung tun?


Vordringlich braucht es die innovativen Methoden für ein neues Funktionieren von Organisation und Management. Vorübergehend sollte man auch die meisten Wirtschaftsfakultäten der Unis und Business-Schools schließen und für einen Neustart fragen: Warum habt ihr Wissenschaftler das geduldet und nicht hinterfragt? Wir haben in einer Periode der systematischen Bewusstseins-Verschmutzung gelebt. Die Welt wurde gemacht von Personen, die sich und den Globus nur über die Geld-Dimension wahrnehmen, alle Dinge nur in Geld bewerten. Eine Facette dabei ist, dass wir das Börsengeschehen zum verführerischen Infotainment entwickelt haben. Das hat zusätzlichen Schaden angerichtet. Viele Menschen sind vor allem über die Pensionsfonds und andere Vehikel noch am Ende der großen Hausse zur Jahrtausendwende in Aktien eingestiegen und leiden jetzt unter den Verlusten, die aber erst in ihren Anfängen stehen.
 

 

Wo haben Unternehmen und Banken den Kontakt zum Boden verloren?


Sie wurden durch Kredite hoch gepusht. Wenn sich heute Unternehmen zu 100 Prozent über Eigenkapital finanzieren, schütteln Analysten den Kopf. Credo ist ja: Die Eigenkapital-Rendite muss man über Fremdkapital hebeln. Genau dieser Trend hat in eine massive Verschuldung geführt, bei Haushalten, Unternehmen, Banken und letztlich dem Staat. Und natürlich war dieser Run auf Schulden auch verantwortlich für die große Hausse an den Aktienmärkten. Der Finanzsektor hat sich weit von seinen Ursprüngen entfernt. Ursprünglich sollte er Investitionen und den Handel finanzieren. Aber schon Ende der 90er Jahr war das Volumen der reinen Finanzgeschäfte das 100- bis 1000-fache dessen, was die Realwirtschaft gebraucht hätte.

An welcher Stelle sehen Sie die Verbindung zwischen Schulden und Finanzmärkten?


Kredite und Gier trieben den Bullenmarkt für Aktien. An den Schulen wurde dagegen gelehrt: Die Hausse ist eine natürliche Folge der erfolgreichen Unternehmensführung. Deshalb wird es eine böse Überraschung geben, wenn die Kurse auf die Niveaus zum Start der Hausse zurückfallen, was in ähnlichen Situationen immer geschehen ist. Für den Dow-Jones-Index bedeutet das: auf 1000 Punkte. Beim Dax sind das etwa 500 Zähler. Kurz: Weniger als ein Zehntel der heutigen Werte.

 

Das erscheint aus heutiger Sicht unmöglich…


Die Krise als solche erschien der Mehrheit als unmöglich. Ich erwarte eine Fortsetzung des Finanzmarktkollapses. Falls nicht revolutionär neue Methoden eingesetzt werden, wird die Folge wahrscheinlich die größte deflationäre Depression der Geschichte sein. Das bedeutet einen massiven Rückgang der Wirtschaftsleistung und daher auch der Steuereinnahmen. Es folgt eine Kette von Bankenpleiten und Staatsbankrotten. Sicher ist, dass Unternehmer in so einem Umfeld nicht mehr investieren werden. Den Tiefpunkt erwarte ich 2015 oder 2016. Dann wird die Wirtschaftsleistung 30 bis 50 Prozent niedriger sein als heute. Ich erwarte gleichzeitig einen tiefgreifenden Wertewandel, unter anderem wird der neoliberale Egoismus von einem neuen Gemeinsinn abgelöst.

Wo greifen hier Verschuldung und Kursentwicklungen ineinander?


Sinkende Aktienkurse und überhaupt Sachgüterpreise sind nur dann ein Problem, wenn die Positionen auf exzessivem Kredit basieren – was heute der Fall ist. Selbst wenn dann der Aktienkurs nur leicht sinkt, muss der Besitzer Geld nachschießen. Wenn er das nicht kann, wird die Bank die Position zwangsweise liquidieren, also den Bestand verkaufen. So entwickelt sich eine teuflische Abwärtsspirale, sie sich immer schneller dreht, und mir herkömmlichen Mitteln nicht zu stoppen ist. Die Bärenmärkte sind deshalb genau so übertrieben wie vorher die Haussen.

Ist die aktuelle Krisen-Bekämpfungspolitik gescheitert?
Bis jetzt ja. Man versucht die alte Welt zu retten und gibt dem Alkoholiker immer noch einen neuen Schnaps. Wie erklärt liegen die Ursachen lange zurück. Die Amerikaner haben in ihrem Glauben an den ewigen Wohlstand Staatsschulden aufgetürmt. Wie beschrieben haben sich vor allem die Finanzunternehmen genau so verhalten. Der frühere Notenbankchef Alan Greenspan hat mit seiner Niedrigzinspolitik die letzte Chance zu einer Korrektur verpasst, und stattdessen eine Blase an den Immobilienmärkten und an den Anleihemärkten erzeugt. Die USA stehen heute realwirtschaftlich in der nähe eines Entwicklungslandes.


Was bedeutet dieser düstere deflationäre Ausblick?


Zunächst die Liquidierung unhaltbarer Kredite. Das Volumen dürfte in einer Größenordnung von deutlich über 100 Billionen Dollar liegen. Wir reden über einen Verkaufszwang bei allen wichtigen Vermögensklassen: Aktien, Anleihen, Unternehmensanteile, Rohstoffe, auch Immobilien, die ebenfalls bis auf ein Zehntel ihrer Höchstpreise fallen können.


Und der Anleger?


Der hat wenige Optionen. Geld wird im Zeitablauf an Wert gewinnen. Deshalb sollte der Anleger sein Geld in bar in einer guten Währung bei seiner Bank verwahren. Später muss er es zu Hause deponieren, um bei einem Run auf die Banken nicht erwischt zu werden. Die Einlagen-Sicherungssysteme sind viel zu klein angelegt. Ich schätze, dass über die Hälfte der Institute insolvent werden wird.


Mit welchen gesellschaftlichen Entwicklungen müssen wir rechnen?


Mit neuen Methoden kann man das Potenzial zu einem neuen Wirtschaftswunder und neuer sozialer Stabilität haben. Fährt man hingegen fort wie bisher, wird sich Amerika isolieren, die Europäische Union an Zusammenhalt verlieren und auseinanderbrechen. Es kommt eine Epoche des Protektionismus. Die Globalisierung wird teilweise rückgängig gemacht. Politisch ist Radikalisierung eine große Gefahr.

permanent: Auto-Industrie vergibt Rekordprämien an Mitarbeite
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26.02.12 15:52
Bonner: "Große Inflation kommt 2013"
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26.02.12 16:56
Vermögensverwalter Jens Ehrhardt über Geldanlagen in Krisenzeiten, das Positive an einer Inflation und die Einführung des Euro als Grundstein für die aktuelle Krise.

Sein Rat ist bares Geld. Jens Ehrhardt gilt als Deutschlands bedeutendster unabhängiger Vermögensverwalter. Der 69-Jährige betreut Kundengelder in Höhe von insgesamt rund zehn Milliarden Euro. Wer sein Geld von ihm verwalten lassen will, muss mindestens 500.000 Euro mitbringen. Wir sprachen mit ihm über Schulden, die Eurokrise und seine Prophezeiung einer großen Inflation.

Herr Ehrhardt, Sie leben seit vielen Jahren sehr gut davon, fremdes Vermögen zu mehren. Wie gehen im Moment die Geschäfte?

Ich bin zwar schon sehr lange im Geschäft. Doch so schwer wie heute war mein Job noch nie. Wir befinden uns in einer so fundamentalen Krise, dass auf die Rezepte der Vergangenheit kein Verlass mehr ist. Ehrlich gesagt, bin ich heute schon froh, wenn es mir gelingt, das Vermögen meiner Kunden zu bewahren und zu verhindern, dass ihnen nach Abzug der Inflation Verluste entstehen. Wer in dieser Zeit als Vermögensverwalter nicht umsichtig handelt, kann eine Menge Geld verlieren.

Wie konnte es so schlimm kommen?

Meines Erachtens hat schon die Einführung des Euro den Grundstein für die aktuelle Krise gelegt.


Der Euro ist also schuld?

Der Euro besitzt keinen Korrekturmechanismus für zu hohe Preise: Wenn ein Restaurant zu teuer ist, dann spürt es das sofort, weil die Gäste ausbleiben. Dann senkt es die Preise und die Gäste kommen wieder. Analog dazu konnten Länder wie Italien, Portugal oder Griechenland früher ihre Währung abwerten, wenn sie nicht mehr konkurrenzfähig waren. Das geht mit dem Euro nun nicht mehr. Entsprechend steigt die Arbeitslosigkeit in diesen Ländern rapide, besonders bei jungen Leuten. Zudem sind die Leitzinsen eurobedingt für diese Länder viel zu niedrig. Das hat dazu geführt, dass sie sich viel zu stark verschuldet haben.

Dafür hat Deutschland doch enorm vom Euro profitiert, dank des Euro sind wir Exportweltmeister geworden.

Dass Deutschland vom Euro profitiert hätte, ist ein Ammenmärchen. Die deutsche Binnenkonjunktur hat durch den Euro enorm gelitten. Ohne Euro hätte sie sich viel besser entwickeln können. Und eine funktionierende Binnenkonjunktur ist für eine Volkswirtschaft viel gesünder und besser, denn die lässt sich viel leichter steuern. Der Export dagegen ist stark von der nicht beeinflussbaren Weltkonjunktur abhängig. Wie gefährlich das ist, haben wir 2009 gesehen, als die Konjunktur in Deutschland aufgrund dieser Abhängigkeit viel stärker eingebrochen ist als in anderen Ländern...

weiter unter:http://www.fr-online.de/wirtschaft/...nflation-,1472780,11088898.html
Bonner: Roubini- Erhohlung der Weltwirtschaft rückt
3
26.02.12 17:06
in dieFerne.

Momentan entwickeln sich die Finanzmärkte wieder positiv. Doch angesichts der großen Risiken in diesem Jahr wird die Erholung nicht lange anhalten. von Nouriel Roubini

Nouriel Roubini ist Ökonomieprofessor an der New York University und Mitverfasser des Buches "Das Ende der Weltwirtschaft und ihrer Zukunft: Crisis Economics"

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Seit Ende letzten Jahres hat eine Reihe positiver Entwicklungen das Anlegervertrauen gestärkt und zu einer steilen Erholung bei riskanten Anlagewerten geführt, wobei globale Aktien und Rohstoffwerte den Anfang machten: Die gesamtwirtschaftlichen Daten aus den USA haben sich verbessert, die Blue-Chip-Unternehmen in den hoch entwickelten Ländern sind weiter hochprofitabel, in China und den Schwellenmärkten war lediglich eine moderate Abschwächung zu verzeichnen, und das Risiko einer ungeordneten Zahlungsunfähigkeit einiger Länder der Euro-Zone und ihres Ausstiegs aus der Währungsunion hat sich verringert. Zudem scheint die Europäische Zentralbank (EZB) bereit zu sein, den auf dem Bankensystem und den Regierungen der Euro-Zone lastenden Druck zu verringern und die Zinsen zu senken. Die Notenbanken sowohl in den hoch entwickelten Ländern als auch in den Schwellenvolkswirtschaften haben für massive Liquiditätsspritzen gesorgt. Die Volatilität ist gefallen, das Vertrauen gestiegen, und die Risikoaversion hat deutlich abgenommen - fürs Erste...

weiter hier:
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/...eckt-in-die-ferne/60172730.html
wawidu: perma # 93957
4
26.02.12 17:49
Selbstredend gibt es in allen großen Industrienationen Systeme zur Exportförderung, doch mein Posting bezog sich lediglich auf die EMU-Staaten. In allen anderen Staaten gibt es keine dem deutschen oder französischen System vergleichbaren Systeme. Spanien z.B. hat so was nicht, doch dieses Land wird schon seit vielen Jahren bei Infrastrukturprojekten von der EU subventioniert. In Andalusien und auf Gran Canaria haben wir an solchen Projekten vielfach Schilder mit der Aufschrift "Mit Unterstützung der EU errichtet" gesehen. Diese Infrastrukturprojekte waren jedoch keineswegs erst in den letzten drei Jahren in Angriff genommen worden, sondern vielfach bereits Anfang der 2000er. Das tollste von der EU gesponserte Infrastrukturprojekt, das wir auf Gran Canaria gesehen haben, ist eine etwa 45 km lange Kurvenstraße von der Küste ins dünn besiedelte felsige Landesinnere, die erst Ende 2010 fertiggestellt wurde. In unserer Region würden wir uns "von" schreiben, wenn wir solche Straßen hätten. Die Kosten dieses ambitionierten Infrastrukturprojekts müssen in Anbetracht der Topografie immens gewesen sein.
Bonner: Der Regenmacher
5
26.02.12 18:16
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/...r_1.15284742.html


Als Mario Draghi am 8. Dezember in Frankfurt vor die Presse trat, machte er vor allem deutlich, was die Europäische Zentralbank (EZB) unter ihm alles nicht tun wird. Keinesfalls wird sie notleidende Staaten finanzieren, weder direkt über den Aufkauf neu emittierter Staatsanleihen noch indirekt über eine Aufstockung des europäischen Rettungsfonds. Auch die Käufe von Anleihen auf dem Zweitmarkt wird sie nicht ausweiten. Kurz gesagt: Draghi schloss sich den Notenbankern aus Deutschland an, die sich gegen exakt diese Massnahmen ausgesprochen hatten. Nur keine Inflation riskieren. Draghi, damals seit einem Monat im Amt, wirkte noch zögerlicher als sein Vorgänger Jean-Claude Trichet, unter dem die Euro-Krise eskaliert war.

Es war der perfekte Bluff. Angesichts der schmallippigen Blockade-Rhetorik des einstigen Jesuitenschülers wurde kaum beachtet, was die EZB an jenem Tag eigentlich bekanntgab. Die Zentralbank hatte nach heftiger interner Debatte beschlossen, sämtlichen Geschäftsbanken an zwei Terminen Kredite in unbegrenzter Höhe zu gewähren, die sie erst drei Jahren später zurückzahlen müssen. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der EZB: Bisher hatten die Darlehen der Notenbank grundsätzlich kürzere Laufzeiten. Drei Jahre reichen den Geschäftsbanken aus, das derzeit mit nur 1% verzinste Geld zum Beispiel in höher dotierte Staatsanleihen zu investieren – ein lukrativer «Carry Trade».


Am 21. Dezember liehen sich 523 Banken insgesamt 489 Mrd. € bei der EZB. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Mittwoch, dem 29. Februar. «Dieses Mal könnte die Nachfrage sogar noch etwas höher ausfallen», sagt Andrew Bosomworth, Leiter des deutschen Fondsgeschäfts von Pimco. «Auch deutsche Banken haben signalisiert, das Geld für Carry Trades einsetzen zu wollen. Zu erwarten ist eine Gesamtsumme im Bereich von 500 bis 550 Mrd. €.» Macht insgesamt etwa eine Billion Euro. Nur 15 der 63 von Reuters in einer Umfrage befragten Analysten glauben, dass die Banken das Geld in erster Linie nutzen, um Eigenkapital aufzustocken. Draghi beschert dem europäischen Finanzsystem eine bisher nicht da gewesene Geldschwemme.

So viel Liquidität geht nicht spurlos an den Märkten vorbei. Das zeigte sich bereits am Tag, als die Banken ihre Anträge für die erste Tranche bei der EZB deponierten: Spanien musste auf Staatsanleihen mit dreimonatiger Laufzeit auf Jahresbasis nur Zinsen von 1,7% gewähren – einen Monat vorher waren es noch 5,1% gewesen. Auch die Renditen auf Anleihen anderer Krisenstaaten sind seit Dezember deutlich gesunken. Während damals sogar der Kernstaat Frankreich in den Krisenstrudel zu geraten drohte, können sich jetzt plötzlich auch Problemländer wie Italien wieder zu erträglichen Konditionen refinanzieren. «Bisher ist der Deal perfekt aufgegangen», schreibt Daniel Hartmann, Analyst beim Anleihemanager Bantleon.

Auch andere Vermögenswerte, von Aktien über Unternehmensanleihen bis zu Rohstoffen, profitieren laut Hartmann vom Liquiditätsschub der EZB. Er liefert eine Erklärung für den Aufwärtstrend, der seit Anfang Jahr sektorübergreifend zu beobachten ist und der auch Schweizer Aktien erfasst hat. Solche Effekte sind endlich. Auch die amerikanische Notenbank Fed löste mit ihrem Anleihenkauf-Programm («QE2») im Herbst 2010 eine Aufschwungphase aus, die im Sommer 2011 ein jähes Ende fand.

Aktivistisch veranlagte Grössen der Finanzwelt sind begeistert, dass die EZB nun auf den Pfaden des Fed wandelt. «Ich bin sehr beeindruckt von Mario Draghi», sagte Nobelpreisträger Paul Krugman bei einer Podiumsdiskussion in New York. Erst habe er wie sein Vorgänger die Doktrin, keine neuen Staatsanleihen zu kaufen, wiederholt. «Und dann dreht er sich herum und leiht den Banken enorm viel Geld, damit diese die Anleihen kaufen.» Hedge-Fund-Legende George Soros urteilte: «Draghi hat eine sich abzeichnende Kreditklemme verhindert.»

Die vor allem in Deutschland sitzenden Anhänger einer straffen und prinzipientreuen Geldpolitik verhalten sich dagegen bisher verblüffend still. Eigentlich bietet ein Italiener, der einst bei der Investmentbank Goldman Sachs gearbeitet hat und nun die Bilanzsumme der EZB in die Höhe schiessen lässt, grosse Angriffsflächen. Immerhin war der damalige Bundesbankchef Axel Weber zurückgetreten, weil er die – vergleichsweise harmlosen – Anleihenkäufe Trichets nicht mittragen wollte. Doch Draghi hat sich bis heute ein Image erhalten, das im Widerspruch zu seinen jetzigen Taten steht. «Er ist ziemlich deutsch, sogar richtig preussisch», schrieb das auflagenstarke Boulevardblatt «Bild» vor seiner Ernennung.

Dabei würde ein mit Verzögerung folgender Inflationsschub vor allem Deutschland treffen. Davon ist der in München lebende Pimco-Manager Bosomworth überzeugt. «Ein Grossteil der Liquidität wird nach Deutschland fliessen», sagt er. «Langfristig wird die Massnahme deswegen die Inflation in Deutschland beflügeln. Im Immobiliensektor ist die Teuerung schon jetzt zu beobachten, und es ist eine Frage der Zeit, wann sich die Preissteigerung auf andere Sektoren überträgt.»
permanent: Krisenbanken drucken sich ihr eigenes Geld
6
26.02.12 18:59

Krisenbanken drucken sich ihr eigenes Geld

In Südeuropa boomen Anleihen, die sich bei der EZB in günstige Kredite eintauschen lassen. Das Volumen beträgt bereits mehr als 260 Milliarden Euro. Von M. Brendel, J. Eigendorf und S. Jost mehr...

learner: #93961 Ich nehme nicht an, dass
 
26.02.12 19:02
die Arbeiter der Zeitarbeitsfirmen an diesem Geldsegen teilhaben werden. Wäre ein Wermutstropfen bei dieser Geschichte.
Wenn Du kein Geld hast, hast Du die wenigsten Freunde, aber die besten!
wawidu: Nachtrag zu # 93965
10
26.02.12 19:11
Auf den Kanaren war es bis 2006 üblich, Stromzuleitungen vom Hauptkabel zu Wohngrundstücken/Bungalowsiedlungen in einer Tiefe von 50 cm zu verlegen. Seit 2006 müssen jedoch - laut EU-Verordnung - solche Zuleitungen in einer Tiefe von mindestens 100 cm erfolgen. Diese Verordnung wird auf den Kanaren bei Neubauten seit 2006 auch umgesetzt. Für Alt-Grundstücke sollte es beim bisherigen Stand bleiben, da man für eine Absenkung der Leitungen auf 100 cm keine klimabedingte Notwendigkeit sah. Auf den Kanaren gibt es nur an wenigen Stellen Frost (z.B. Teide auf Teneriffa, doch dort exstieren keine Wohnsiedlungen). Seit Jahresbeginn müssen nun jedoch alle ältere Zuleitungen sukzessiv in eine Tiefe von 100 cm verlegt werden - ein gigantisches Arbeitsbeschaffungsprogramm ohne technische Notwendigkeit.

Hier zeigt sich mal wieder die Idiotie des EU-Apparates: Vereinheitlichung von Standards ohne Rücksicht auf regionale Gegebenheiten. Zwischen den skandinavischen Ländern und den Kanaren klaffen klimatische Welten.
wawidu: learner # 93968
 
26.02.12 19:21
Ein Freund von uns, der lange Jahre als Manager bei Audi in Ingolstadt tätig war und nun in Rente ist, geht davon aus, dass die Höhe der Prämien an die Dauer der Betriebszugehörigkeit gebunden werden dürfte. Dies war in der Vergangenheit stets der Fall.
permanent: wawidu, ich denke wir sollten uns nicht in der
2
26.02.12 19:46

Mikrobetrachtung verzetteln und so das große Bild aus den Augen verlieren. In diesem Sinne ist für mich die humorvolle Diskussion beendet.
Sicher wird es einen Verteilungsschlüssel für die Auszahlung der Boni geben aber das ist für Externe irrelevant.

Permanent

Dreiklang: "white trash" die tödliche Gefahr für Amerika
3
26.02.12 20:06

http://www.welt.de/politik/wahl/us-wahl-2012/article13888831/White-Trash-die-toedliche-Gefahr-fuer-Amerika.html

 

WELT online : Autor Charles Murray und sein Buch " Coming Apart: The State of White America, 1960–2010“

 

US-Wahlkampf

                    Drucken             Bewerten                              Autor: Uwe Schmitt|                     12:26

"White Trash" – die tödliche Gefahr für Amerika

                 

Ein konservativer Forscher widerspricht den  US-Republikanern: Nicht die liberale Elite ist das Problem, sondern die  Unterschicht. Deren Armut ist eine Folge moralischen Verfalls.

                                                               

Newt Gingrich und Rick Santorum wissen, woran Amerika unter Barack Obamas  Präsidentschaft krankt: korrupte, dekadente Eliten an den Küsten, die  Gott und den Auserwähltheitscharakter der USA leugnen, die  rechtschaffene, fromme Arbeiterfamilien im Herzland des Mittleren  Westens mit noch höheren Steuern drangsalieren, mit Schwulenehe und  Sozialismus.

                                                                                     
                                           
permanent: @Dreiklang, der Autor ist sehr vorbelastet
7
26.02.12 20:20

somit sollte man seine Thesen mit großer Vorsicht genießen.

Das rassistische Werk The Bell Curve stammt vom gleichen Autor. Das ist in dem Artikel ebenfalls erwähnt.
AL kann zu dem Thema sicher mehr sagen als ich. Für mich sind die Thesen von Charles Murray auf jeden Fall kaum beachtenswert.

Permanent

Dreiklang: Krugman würde toben....
2
26.02.12 20:22
und, dass wie im Artikel zu lesen, "die 60er Jahre" ein "Desaster" gewesen sein sollen, das erstaunt doch genausosehr wie die Entschlossenheit, mit einfachsten Modellen der inzwischen als solche empfundene krisenhaften Zuspitzung eine Erklärung unterzuschieben. Erst verfiel die Moral, dann kam die Blasenwirtschaft.... Zwischen der "Mutter aller Blasen " (Reagonomics)und den 60ern liegen aber fast 20 Jahre.

Der Zweck heiligt (natürlich) die Mittel: Es soll unter allen Umständen von den destruktiven Wirkungen der "Finanzindustrie" auf die Volkswirtschaft abgelenkt werden. Schuld sind "die Anderen", die weniger Bemittelten, die aufgrund mangelnden Arbeitswillens  nicht in Beschäftigung und Brot finden.
Dreiklang: permanent meine Meinung s.o.
2
26.02.12 20:25
Ich habe das Buch nicht gelesen, doch so wie es in WELT-online rezensiert ist, ist es Zinnober.

Wir müssen uns aber in Europa zurückhalten: Wird hier nicht in Sachen EuroRettung ein noch größeres Kino geboten?
daiphong: mit drei Ideen die Welt erklären gelingt nicht,
4
26.02.12 21:10
auch nicht bei Fragen der Moral - es sei denn, als rigoroses Spießertum.
da reichen sogar zwei :-o))
s.u.a. diese republikanische Volidiot-Bush-Nachfolge-Kür. Dagegen ist Obama Gold!!

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