Wenn du nun annimmst große Nachbarn würden Pleite gehen, ja, dann würden große Lasten aus Target2 auf uns zukommen, die wir unabhängig der Lasten aus dem Clearingsystem auch nicht überleben würden. Wäre aber auch schon vor dem Euro so gewesen, hätte damals nur anders geheißen und wäre an anderen Stellen verbucht gewesen. Ungleichgewichte finden sich nun mal in einer seriösen Buchhaltung wieder. Diesbezüglich hat sich zu früher etwas zum Positiven verändert. Die Problematik hat sich aber nicht geändert. Diese Risiken können wir nur durch etwas ausgeglichenere Verhältnisse (Waren und Kapitalmarkt) reduzieren.
Dass andere Staaten wegen der Pleite Griechenlands auch Pleite gehen würden wird nicht eintreffen. Das würde die Eurozone vereint mit der EZB auf jeden Fall verhindern. Diese Dominotheorie ist angelsächsische Propaganda. Und jemand, der diesen Unsinn glaubt, übersieht die vorhandenen Möglichkeiten. Auch der deutsche Wutbürger ist mehrheitlich nicht bereit Selbstmord zu machen.
Dass die staatliche Verschuldung bei uns und damit auch die noch nicht voll absehbaren Lasten wegen Griechenland auch bei uns zu Kürzungen bei den Ausgaben und Erhöhungen bei Abgaben und Steuern führen werden, ist absolut logisch und wird mit der stufenweise Umsetzung des Spargesetze nach den Wahlen deutlich sichtbar werden. Ich habe auch noch nie behauptet, dass das nicht so wäre. Auch unsere Beiträge für die Strukturmaßnahmen in der EU haben über die Jahrzehnte ganz nette Summen gekostet. Dem gegenüber steht der Gewinn durch den gemeinsamen Markt.
Und dabei behauptest du immer, du würdest nicht den Untergang predigen. Und schwups bist du schon wieder dabei.
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