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"It's A Bailout World" - starring:
"Pokerface" Draghi als durchtriebener Goldman-Mafiosi,
"Sparlügner" Monti als rechtschaffener (= nix bunga-bunga) Eurosozialhilfe-Erpresser,
"Hakenkreuz"-Merkel als PIIGS-fressende Unschuld vom Lande,
"Napoleon" Sarkozy als staatsmännlicher Adrenalin-Bomber,
"Charming" Obama als steppender Robin Hood;
"Falschgelddrucker" Bernanke als Finanz-Münchhausen,
"Terminator" Schwarzenegger als Befreier Kaliforniens,
"Blasebalg" Clinton als US-Vertreter Berlusconis;
"Westernheld" Reagan, der aus der Hüfte auf Warnschilder schießt.
Was wir gerade erlebten, sei der Untergang des Europas, wie wir es über Jahrzehnte hinweg gekannt haben, stellt Die Welt fest. Man verteilte den Reichtum der starken Nationen über die Strukturfonds in ärmere Länder. Gleichzeitig habe man sich vornehm zurückgehalten, um nicht den Eindruck zu erwecken, man mische sich in innere Angelegenheiten ein. Der hohe Preis dafür: „Plötzlich müssen wir feststellen, dass wir unser politisches und ökonomisches Schicksal an Gesellschaften gebunden haben, über die wir herzlich wenig wissen. Wir müssten erkennen: Brüsseler Gelder hätten ungesunde und korrupte Strukturen zum Teil sogar gefestigt.
Der Übergriff der Geberländer sei aus der akuten Notwendigkeit des Krisenmanagements geboren. Sorgenkinder in der EU müssten unter Beobachtung und Reformdruck. Dass Europa zwei Jahre nach dem Beginn seiner tiefsten Nachkriegskrise immer noch in sektiererische Einzelöffentlichkeiten zerfällt, sei eine der enttäuschendsten Erkenntnisse dieser Jahre. „Wenn die akute Krise überwunden ist, wird man sich also Gedanken machen müssen über die künftige Gestalt des europäischen Projektes“, schlägt die Welt vor. Und schlägt einen Zustand wohlwollender Distanz unter den EU-Ländern vor.
Ein griechischer Austritt aus der Eurozone werde zu Chaos in Griechenland führen, während die externen Folgen von EU und EZB beherrscht würden, schreibt das zur Wall Street Journal-Gruppe gehörende Blog Marketwatch. Merkel solle vorsichtig sein. Einerseits fürchteten ihre Leute einen Wirtschaftseinbruch wie in der Weimarer Republik. Aber es gebe noch eine andere Lektion aus dieser Zeit – darüber, was mit Ländern geschieht, die in Abwärtszyklen sinnloser, Hoffnung zersetzender Sparsamkeit gedrängt würden.
In ganz Europa, erhöben sich populistische, nationalistische Kräfte. „Sie bieten eine Alternative zu den pessimistischen Optionen der Sparsamkeit, und dessen sollte Merkel sich bewusst sein – vor allem mit Blick auf die griechischen Wahlen im April. „Hat Merkel die Welt in das teuerste Feige und aus-Spiel verwickelt, um – wenn sie jedes Zugeständnis gewonnen hat – zu einer ausgewogenen Wachstumsstrategie aus Eurobonds und EZB-Aktion umzuschwenken?“, fragt sich das Blog. Es sehe ganz so aus. Dies sei das beste Deutschland, das wir je hatten, zitiert die Internetredaktion den britischen Historiker Timothy Garton Ash.
Die britische Financial Times erinnert an eine Episode, die Spuren auf der Zentralbankerseele hinterlassen hat. In der Frühphase der japanischen Bankenkrise Mitte der 90er, hätten Bank of Japan-Offizielle entschieden, Zentralbankgeld dafür zu verwenden, eine scheiternde Finanzfirma in einem verzweifelten Versuch, Probleme zu lösen und Zeit zu kaufen. Aber die Firma sei pleite gegangen und habe ein riesiges Loch in der BoJ-Bilanz gerissen. Die japanischen Zentralbanker seien nicht die einzigen, die sich Verluste nicht eingestehen könnten. „Im Gegenteil.“ Die praktischen Konsequenzen dieser Haltung seien grundlegend geschwächt worden. Der Widerstand der EZB gegen freiwilligen Schuldenschnitt habe es schwerer gemacht, private Kreditoren vom eigenen, freiwilligen Haircut bei der Restrukturierung griechischer Schulden zu überzeugen. „Es ist sehr schade. Verluste zu verdecken, bringt sie nicht zum Verschwinden“, hält die Wirtschaftstageszeitung fest. „Guckt doch nach Japan.“
Es sei ein in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einmaliger Vorgang, dass eine Staatsanwaltschaft die Aufhebung der Immunität des Staatsoberhaupts beantragt, hält die Financial Times Deutschland fest. Es gebe aber keinen Automatismus, dass Wulffs Präsidentschaft nun enden müsste. „Eine bewährte Faustregel sagt, dass 70 bis 80 Prozent aller Fälle, in denen Staatsanwälte mit einem Anfangsverdacht ermitteln, wieder eingestellt werden.“ Schon ein Grund, schnell die Immunität aufzuheben, da erst förmliche Ermittlungen überhaupt belegten, ob es einen begründeten Verdacht gebe.
„Es wäre aber der falsche Ansatz, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel nun darauf setzen würde, dass die Staatsanwaltschaft Hannover über die Zukunft von Christian Wulff entscheidet“, warnt das Blatt. „Diese Entscheidung darf nicht juristisch fallen, sie muss politisch fallen.“ Politisch sei Wulff schon lange nur schwer vermittelbar. Die Hoffnung, dass die ganze Sache in zwei, drei Monaten ausgestanden sein werde, sei dahin. „Wenn Wulff selbst das nicht einsieht, sollte es ihm jemand sagen. Je schneller, desto besser.“
Die anhaltende Polemik Mitt Romneys gegen General Motors nervt Les Echos. „Lasst Detroit Pleite gehen“ habe der mögliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner 2008 geschrieben. Von dieser Haltung rücke er trotz historischer Ergebnisse - GM habe 2011 9,19 Milliarden Dollar eingefahren – nicht ab. Das Rettungsprogramm der US-Regierung, von dem auch GM profitiert habe, sei „Obamas Vetternwirtschaftskapitalismus“, es habe der Autoindustrie geschadet, meine Romney. Der Automobilpapst des Weißen Hauses, Steve Rattner, habe deutliche Worte gefunden: „Romney ist eine totale Niete und nicht gerade aufrichtig, wenn es um Automobilpolitik geht.“
Wie die russische Zeitung Kommersant berichtet, sei die russische Sberbank, die sich mehrheitlich in staatlichem Besitz befinde, im vergangenen Jahrzehnt die zweitbeste Investitionsmöglichkeit an den Börsen weltweit gewesen. Wer im Jahr 2002 Sberbank-Aktien für 100 Dollar gekauft hätte, könnte diese Aktien nun für 3722 Dollar verkaufen. Noch profitabler seien lediglich Apple-Aktien gewesen. Diese wären im gleichen Zeitraum von 100 auf 3919 Dollar gestiegen. Die beiden Unternehmen führten mit großem Abstand vor der Konkurrenz. Den dritten Platz in dem Ranking belege ConocoPhillips, dessen Papiere bei einer Investition von 100 Dollar vor zehn Jahren nun etwa 1400 Dollar kosten würden.
Ein Gut billig irgendwo erwerben, es teuer woanders weiterverkaufen – so machen Profis Millionen, stellt die Süddeutsche Zeitung fest. Ganz offensichtlich funktioniere das auch am Strommarkt. Da hätten findige Händler den Strom billiger eingekauft, als sie ihn anschließend weiterreichten. „Ach ja, und dazu bedienten sie sich aus den Reserven, die eigentlich für die Stabilität des Stromnetzes bereitstehen. So genau weiß man es beim Strom ja nie, wo er eigentlich herkommt“, stellt das Blatt fest. Vieles spreche dafür, dass ein Häuflein Stromzocker mit solchen Geschäften vorige Woche auch die Stabilität der deutschen Stromversorgung aufs Spiel gesetzt habe. Denn auch die schönste Reserve hilft nur so lange, wie sie nicht vollends ausgeschöpft ist. Eine solche Lücke im System könne sich ein Gemeinwesen nicht leisten. Doch die einfachen Wahrheiten taugten am Strommarkt nicht mehr.
Wofür würden Sie im Fußball eine Münze nutzen? Ja, werfen geht auch. Besser aber, Sie erklären damit einfach die Abseitsregel ist. Geht auch einfacher, als im offiziellen Schiedsrichterhandbuch des DFB mit seinen 395 Seiten, stellt ein Blogger der Wirtschaftswoche fest. Auf einer 50-Pence-Münze wird die Abseitsregel erklärt. Noch nie verstanden? Schauen Sie.
# 560 (Florida-Wahl 2008) war übrigens ein Scherz. Auszug:
UnNews: Herr Bush, Ihnen werden erneut schwere Anschuldigungen angehängt. Was können Sie dazu sagen, dass Sie erneut in Florida die Wahl gewonnen haben?
George W. Bush: Nun, ich will erstmal klarstellen, dass es sich hierbei natürlich nicht um einen Wahlbetrug handelt. Alles ging mit rechten Dingen zu, könnte man sagen.
UnNews: Aber Sie standen doch überhaupt nicht zur Wahl. Halten Sie es für einen Zufall, dass rund 10 Millionen Menschen mit Schreibmaschine Ihren Namen auf die Stimmzettel geschrieben haben?
George W. Bush: Ach ich war gar nicht nomini... Aber egal! Es ist ja offensichtlich, dass hier ein Wählerauftrag vorliegt und ich unter diesen Umständen keine andere Wahl habe, als den Wünschen des Volkes nachzugehen und weitere 4 Jahre im Amt zu bleiben.
UnNews: Denken Sie denn, dass Sie noch eine reelle Chanche auf das Amt haben?
George W. Bush: Natürlich. In Ohio wird es wohl auch dieses Jahr mit den falschen, ähhm, also ich meine mit den Stimmen klappen und den Rest werden die Wahlcomputer erledigen. Also nicht, dass ich die manipuliert hätte, aber ich hab da so ein Gefühl.
UnNews: Vielen Dank für dieses interessante Gespräch.
George W. Bush: Ich habe zu danken.
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