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Meldung des Tages: GOLD-AUSBRUCH: Von der PEA zum Milliarden-Potenzial
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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.914,75 +0,04% Perf. seit Threadbeginn:   +373,94%
 
Anti Lemming:

# 825

 
29.01.12 13:22
zu China:

Seit wann wirken drastische Zinserhöhungen und Liquiditätsverknappungen NUR auf den Immobiliensektor? Nicht einmal eine Kaderpartei kann Dämpfungsmaßnahmen gezielt nur im Immo-Sektor wirken lassen. Die Dämpfungen betreffen u. a. die gesamte chines. Binnenkonjunktur, die ja angeblich als "Ersatzlokomotive" für das ausgefallene Haupttriebwerk USA "die Weltwirtschaft ankurbeln" sollte.

Doch halt. Ich vergaß, dass dies der Stand der Marktflüsterer von 2009 war.

der 2012-Spin, d.h. die aktuell veröffentlichte Analysten-Meinung - geht ja inzwischen wieder dahin, dass die in QE und Neuverschuldung erstarkte US-Lok die Chinesen aus dem Dreck ziehen soll.

Wenn nur die BÖSEN BÖSEN Deutschen mit ihrer Eurobonds-Verweigerung nicht für weltweit schlechte Stimmung und "Euro-Mangel" sorgen würden...
Antworten
Kicky:

Griechenland-Rettung kostet 145 Milliarden Euro

2
29.01.12 13:22
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,811924,00.html


und dann muss man mal gucken welche Länder ohnehin nichts beitragen werden,da wird es schon richtig mulmig für Deutschland

Hamburg - Es ist wie ein Fass ohne Boden: Die geplanten Notmaßnahmen für Griechenland reichen nicht aus, um das Land aus der Krise zu führen. Nach Einschätzung der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds braucht das Land noch einmal zusätzlich rund 15 Milliarden Euro. Statt 130 Milliarden Euro, wie noch Ende Oktober vergangenen Jahres beschlossen, würden etwa 145 Milliarden Euro fällig, heißt es nach SPIEGEL-Informationen in der Troika, die vor kurzem ihre Arbeit in Athen wieder aufnahm.

Grund für die Lücke ist eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Griechenland. "Wir gehen nicht davon aus, dass man das fehlende Geld allein bei den privaten Gläubigern einsammeln kann", heißt es in der Troika........"Den Griechen fehlt nicht der politische Wille, sondern die ökonomische Kraft"....
Antworten
Anti Lemming:

Einen Vampir, der einem das Blut

7
29.01.12 13:31
aus der Halsschlagader saugt (Griechenland), wird man nicht los, indem man ihm eine Diät verordnet, sondern indem man ihm nächstens einen Holzpflock ins Herz rammt.
Der USA Bären-Thread 480517
Antworten
Anti Lemming:

Im Hintergrund sieht man

4
29.01.12 13:33
die griechische Bildungsministerin Diamantsaugrous.
Antworten
daiphong:

wollte gerade posten, aber

 
29.01.12 13:42
nach diesem seelenkranken Ultra-Hass - post zu Griechenland verzichte ich ganz einfach darauf.
Antworten
Anti Lemming:

Stimmungshoch - # 820

7
29.01.12 13:55
In den vergangenen 40 Jahren gab es nicht eine einzige Rezession, die von Unternehmenslenkern inkl. Mittelständlern beizeiten vorhergesehen worden wäre.

Es gibt hinsichlich kommender Baissen keinen unzuverlässigen Zukunftindikator als die permabulischen Firmenchefs.

Der 2008-Schock traf fast alle sog. Wirtschaftsführer völlig unerwartet, obwohl selbst wir mit unseren bescheidenen Mitteln hier das Deaster klar im Voraus sehen konnten.

2008 wurden die "Leader" - wie heute - geblendet von vollen Auftragsbüchern. Sie hatten nie zuvor erlebt hatten, dass die ganzen schönen Aufträge für die nächsten 2 Jahre in 2 Wochen komplett storniert werden können. Aktuell wird das rückblickend als "Einmal-Event" interpretiert - zu Unrecht.

Deshalb kann man auch die Stimmungsindikatoren wie ZEW oder ISM - und insbesondere die euphorischen Zeitungsartikel, die parallel dazu in der Wirtschaftspresse zu lesen sind, getrost in die Tonne treten.

Die Stimmung der Leader folgt grundsätzlich prozyklisch den Aktienkursen. Ebensogut kann man seiner Oma den DAX zeigen und fragen, ob die Linie von links unten nach rechts oben geht ("Hurra, der Wirtschaft geht es super!") oder - wie 2008 - von rechts oben nach links unten ("Hilfe. Wir schichten sofort in Ravioli-Dosen um!")

hier klar voraussehen konnte, wie sich das Schulden-Desaster in USA zum einem Feuersturm angefacht wurde, in dem DAX und MDAX in hellen Flammen aufgingen.
Antworten
ammmi:

@daiphong wo bleibt dein Humor? ;-)

3
29.01.12 13:59
Antworten
Anti Lemming:

Es muss in # 832 natürlich heißen:

 
29.01.12 14:03
Die Stimmung der Leader folgt grundsätzlich prozyklisch den Aktienkursen. Ebensogut kann man seiner Oma den DAX zeigen und fragen, ob die Linie von links unten nach rechts oben geht ("Hurra, der Wirtschaft geht es super!") oder - wie 2008 - von links oben nach rechts unten ("Hilfe. Wir schichten sofort in Ravioli-Dosen um!")
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#92834

Anti Lemming:

"Volkes Stimme"

6
29.01.12 14:56
Die Deutschen Mittelstandsnachrichten mögen zwar nicht repräsentativ sein. Die Leserkommentare zum Artikel

Griechische Ministerin: Deutsche Spar-Kontrolle ist „kranke Vorstellung“

www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/37121/

verraten aber ganz gut, was Hinz und Kunz von den griechischen Sprüchen und Deutschlands Weg in die Transferunion hält.



Auszüge:

Ich denke, es ist an der Zeit, den europäischen Nachbarn klarzumachen, dass Solidarität keine Einbahnstrasse ist und wie Frau Merkel richtig erkannt hat: Die Grenze unserer Belastbarkeit ist längst erreicht, wenn nicht überschritten. Nun müssen die anderen ran, aber das wollen sie ja nicht. Es ist ja auch leichter, mit fadenscheinigen Behauptungen, die keiner widerlegen oder beweisen kann (“Deutschland hat vom Euro am meisten profitiert”), Hilfe von Deutschland einzufordern.

-------

Osborne:  …Deutschland müsse auch die anderen Staaten der Euro-Zone "an seinem Wohlstand teilhaben lassen".

George Osborne hat wohl noch nicht mitbekommen, dass wir Deutschen kein Geld mehr haben um unsere Schulen instand zu halten/setzen, dass Büchereien, Schwimmbäder etc. geschlossen werden müssen, dass selbst das Geld für die Strassensanierung fehlt. Ganz zu Schweigen davon, dass unsere explodierenden Soziallasten mittlerweile zum großen Teil auf Pump finanziert werden. Wenn der ESM erst einmal vom Parlament abgesegnet ist, kostet das den deutschen Steuerzahler bis zu ca. 780 Milliarden Euro. Geld, das wir definitiv nicht haben.

---------

Was hier abläuft ist kaum noch zu ertragen – und viele befürchten, wohl zu recht, daß unser Wackelpudding wieder einmal großzügig den “Vorstellungen” der “Partner” entgegenkommen wird. Wenn Merkel ihren Amtseid ernstnimmt muß sie jetzt die Reissleine ziehen. Leere Worte auf Papier machen aus dem “Finanzpakt” nur einen weiteren inhaltsleeren Vertrag; die darauf fliessenden Euros dagegen sind sehr real.
Die Kosten der “Eurorettung” ... erreichen mittlerweile die eines verlorenen Krieges. Und der ESM zieht die Reparationen ein – alternativlos. Grandiose Politik Frau Dr. Merkel.
Antworten
longodershort:

DJ größeres Kaufsignal? @all

13
29.01.12 15:04
Hallo in die Runde!

Danke an AL, dass er mich eingeladen hat.

Ich lese hier von Zeit zu Zeit als stiller Leser mit  und kann fundamental betrachtet, die zahlreichen interessanten Beiträge nachvollziehen und auch inhaltlich unterschreiben. Von der aktuellen Schuldenkrise in Europa ganz zu schweigen. Alleine die Bankenkrise 2008/2009 ist noch längst nicht ausgestanden. Die faulen Kredite wurden ja  nur ausgelagert und schlummern nun bei staatlichen Badbanks.

Aber was machte die Börse seit März 2009 daraus? Sie stieg fulminant an.  Der DJ stand im März 2009  bei 6470 und hat sich nahezu verdoppelt.

Was will ich damit sagen will, wie handelt Ihr das?

Wenn ich also diese fundamental berechtigten  Gründe traden würde, wäre ich mit übergeordneten Shorts schon längst pleite oder zumindest stark im Minus.
Seit 2008  ist man in diesem Thread permanent bärisch eingestellt- fundamental zurecht -  nur die Börsenkurse zumindest halten sich nicht daran.


Ich bin aber, da Börse viel psychologische Aspekte beinhaltet, ausschließlich charttechnisch orientiert und betrachte mich weder als Bulle oder Bär. Diese Einteilung halte ich sowieso für total unangebracht.

Daher sollte man Trends erkennen und diese dann übergeordnet traden. Nach dem Abverkauf im Sommer 2011 war ich zunächst aufgrund wichtiger Trendbrüche überzeugt davon, dass es eine größere Korrektur geben dürfte. Spätestens der Anstieg über das große 76iger ließ mich dieses Szenario verwerfen.

Aktuell sehe ich ein größeres Kaufsignal im DJ und shorte daher nicht mehr übergeordnet.


An dieser Stelle möchte ich auf den Indexthread

http://www.ariva.de/forum/...12-Rally-trotz-unzaehligen-Krisen-456645

verweisen, der charttechnisch die wichtigen Indizes, € $ sowie Gold betrachtet.
Würde mich freuen, wenn einige charttechnische Interessierte von Euch, dort vorbeischauen würden.


Ich stelle hier jetzt bewusst meine  bullische Ansicht zum DJ rein und bin interessiert daran, wie diese Chartlage aus bärischer Sicht gesehen wird.


Stand: 12660,46

Das Chartbild sieht aus meiner Sicht momentan bullisch aus, dass aus meiner Sicht ein größeres Kaufsignal vorliegt, mit dem mittelfristigen Kursziel 14198, dem AZH.  

Der gesamte Abverkauf im Sommer 2011 wurde wieder  hochgekauft,was ich aus damaliger Sicht nie gedacht hätte, sondern seinerzeit von einer größeren Korrektur überzeugt war. Hauptargumente für das größere Kaufsignal  sind der Ausbruch aus dem steigenden Dreieck bzw. der Ausbruch aus dem maßgeblichen AWT aus 2011

Die bullische Sichtweise begründe ich wie folgt:


1.) Der DJ ist aus seinem steigenden Dreieck bei 12284 ausgebrochen.

2.) Der DJ hat nun wieder den langfristigen AUT seit 2002 , (rot punkt-gestrichelte TL) , eindeutig zurückerobert, aktuell bei 12026 liegend, näheres dazu siehe

http://www.ariva.de/forum/...ch-Dax-Euro-Gold-447957?page=1#jumppos26


3.)Der DJ ist mit Pullback bestätigt aus seinem maßgeblichen AWT bei 12420 ausgebrochen.

4.)Der DJ überbot in den vergangenen Tagen sogar seinen mehrmonatigen AUTK, was für eine Trendbeschleunigung sprechen könnte. Es könnte sich aber auch um eine Übertreibung handeln. Dies wird sich zeigen.

5 .) Bislang sind im Tageschart alle drei maßgeblichen AUT´s intakt. Der steilste AUT wurde gestern erneut verteidigt, aktuell bei 12636 liegend.

6.)Die EMA 200 liegt aktuell 1000 Pkt. tiefer, was den stabilen Aufwärtstrend dokumentiert. Könnte ein Indiz für eine bevorstehende Konsolidierung sein, da aktuell der Abstand zur EMA 200 beträchtlich ist. Dies ändert aber nichts an der bullischen Ausrichtung.

7.)Die BB sind gleichmäßig ansteigend. Seit Mitte Dezember hangelt sich der DJ an der steigenden EMA 9 entlang, was für einen stabilen Trend spricht.

8.)
Es liegen aktuell noch keinerlei  Trendbrüche vor. Selbst die steilen AUT sind noch intakt.


Ausblick:

Den Ausbruch aus dem maßgeblichen AWT werte ich als bullisch. Ob der DJ nun dauerhaft aus seinem flachen mehrmonatigen AUTK , obere Begrenzung bei aktuell 12602 liegend, ausbricht oder ob es sich um eine Übertreibung handelt wird sich zeigen.

Der Slow Stoch hat bereits wieder ein Kaufsignal generiert und dies trotz der jüngst anziehenden Notierungen.

Aus bullischer Sicht wäre aber ein Rückfall in diesen mehrmonatigen AUTK kein Beinbruch, da dann ein weiterer Pullback an den maßgeblichen AWT bei aktuell 12379 liegend, anstehen könnte.

Darunter bei 12284 ist der Index durch den Ausbruchsbereich des steigenden Dreiecks gut abgesichert. Dort liegt auch die EMA 50 (12244).

Es sollte früher oder später zumindest zu einer Auffächerung der Aufwärtsbewegung kommen, sprich die steilen AUT werden gebrochen, was kurzfristige Konsolidierungen auslöst.


Wo liegen die Kursziele?

Das steigende Dreieck hätte als Idealziel, ein Kursziel von knapp 14100.
Das wäre zugleich der Bereich des AZH´s. Das wäre natürlich ein Ziel auf Jahrs – oder Mehrjahressicht.

Kurzfristig sollte das JH 2011 bei 12876 erreicht werden. Ob hier eine größere  Reaktion eintritt bleibt abzuwarten, ich denke eher nicht. Ein Pullback in Richtung 12500 oder bis 12300   wäre drin, Stichwort Trendauffächerung.

Bricht der DJ über 12876 aus, könnte es weiter zum Zwischenziel, dem gebrochenen AUT 2009 bei aktuell 13342 gehen ( 10 Pkt /Tag ansteigend).

Sollte dieses Bild der BB, sprich gleichmäßig steigend, beibehalten werden können, könnte der DJ sich aber noch wochenlang am oberen BB entlanghangeln, ohne dass nennenswerte Konsolidierungen auftreten. Das BB beginnt schließlich erst seit Jahresanfang anzusteigen.

In Erinnerung rufe ich hierzu meinen SP 500 Ausschnitt der Rally 2010/11, siehe #401

http://www.ariva.de/forum/...ehligen-Krisen-456645?page=16#jumppos401

in dem dieses Verhalten eindrucksvoll über Monate belegt wird.

Trifft dieses Ausbruchsszenario ein, hangelt sich der DJ nun monatelang am oBB entlang und testet ab und an das mBB, aktuell bei 12511 liegend.

Übergeordnete SHORT´s verbieten sich daher, bis bestätigte Trendbrüche vorliegen. Dies wäre übergeordnet, sprich  beim Bruch des maßgeblichen AUT, erst unter aktuell 12165 der Fall!


Wie immer nur meine Meinung

LoS
http://www.ariva.de/forum/...12-Rally-trotz-unzaehligen-Krisen-456645
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 480533
Antworten
Malko07:

Voll auf der Linie der Fed

3
29.01.12 15:07
Seit wann wirken drastische Zinserhöhungen und Liquiditätsverknappungen NUR auf den Immobiliensektor? Nicht einmal eine Kaderpartei kann Dämpfungsmaßnahmen gezielt nur im Immo-Sektor wirken lassen.

Wenn das Spiel in der einen Richtung so einfach wäre, würde es auch in der anderen Richtung problemlos funktionieren und die Fed-Politik wäre absolut richtig.

Hätte man in der Eurozone die Zinsen erhöhen müssen weil in Irland und Spanien die Immobilienblase wütete. So primitiv würden nur gläubige Monetaristen reagieren. Seit sehr langer Zeit haben wir andere Möglichkeiten. Die Bankenüberwachung kann z.B. einschreiten um Kreditklumpen zu  verhindern. So wird dann sehr Sektoral der Immobilienmarkt gedämpft. Es werden eben höhere Sicherheiten für den Immobilienkreditnehmer und eine höhere Eigenkapitalunterlegung für die Banken für derartige Geschäfte vorgeschrieben. Dazu braucht es mal keine neuen Gesetze in der Eurozone. Sie gehören zu den vorgeschriebenen Standardwerkzeugen, man muss sie nur nutzen.

Auch China reagiert und steuert nicht nur über den Zins. Ob sie dabei richtig steuern, lass ich außen vor. Und soweit man den chinesischen Zahlen trauen kann, wachsen sie immer noch. Und das bedeutet ein Mehr gegenüber dem vorherigen Jahr und nicht ein Weniger. Längerfristig wird China selbstverständlich weniger stark wachsen. Denn 10 % von 1000 sind wesentlich mehr als 20% von 100. banal, aber es wird immer wieder übersehen.
Antworten
Anti Lemming:

Longodershort

8
29.01.12 15:33
Gern hab ich Deinem Wunsch entsprochen, Dich auf Probe aufzunehmen.

Wir sind hier allerdings ein Fundi-Thread, Charttechnik spielt nicht die Hauptrolle.

Außerdem sind wir - nomen est omen - ein Bären-Thread. Da bleibt es nicht aus, dass wir uns vorwiegend auf die negativen Aspekte konzentrieren. Manch einer hat auch bullische Ideen (z. B: Stockpicking, Devisen, Anleihen usw.), die er dann ggfs. woanders postet.

Es bringt daher auch nichts, den Bären-Thread dahingehend zu kritisieren, dass er "bärisch" sei. Wo "Bär" draufsteht, ist auch Bär drin. Im Erdbeerkuchen wirst Du auch keine Tomaten finden (und wenn, wäre das ein Shortsignal ;-)).

Die zentrale These und argumentative Basis des Bärenthreads ist und bleibt: Eine Überschuldungskrise kann man nicht durch NOCH mehr Schulden aus der Welt schaffen. Folglich sind alle Aktien- und Rohstoff-Rallyes, die auf Geldspritzen, Zentralbankflutungen und Mega-Neuverschuldung basieren, letztlich todgeweiht.

Weiterhin wird hier von einigen der Hauptakteure (inkl. mir) vermutet, dass die von Bernanke und Co. erstrebte Inflationierung nicht gelingen wird, weil die deflationären Tendenzen (die fundamentale Ursachen haben), sich nicht weginflationieren lassen.

Man kann gemäß der hier vertretenen General-Thesen, wie Du korrekt anmerkst, nicht "blind" traden. Wer kurzfristig orientiert ist und Trends reitet, sollte sich in der Tat an Charts orientieren. Für solche Leute war die Kursentwicklung ab 2009 im Wesentlichen ein toller Bullenmarkt, in dem es long viel Geld zu verdienen (und short viel Geld zu verlieren) gab.

Wir sind hier aber wie gesagt kein Traderthread, daher ist Dein letztes Posting, wenn auch gut gemeint, leider "Off-Topic".

Zynisch könnte man, wie Falk Kübler es mehrfach getan hat, anmerken, dass es hier weniger um Geld verdienen geht als um "Recht behalten" ;-)

Idealerweise verbrennt man - durch angemessenes Risk Management - auf dem Weg dorthin nicht sein Kapital.

Unter der Generalthese "Bär" lassen sich allerdings auch die in Bullenmärkten immer wieder auftretenden Rücksetzer (z. B. Absturz letzten Juli) traden. Man darf dann allerdings nicht zu gierig werden auf der Shortseite.

Unabhängig vom Bärenthread sind einige Mitglieder hier auch zeitweise als Kurzfristler (teils Daytrading) unterwegs, da spielt Bulle/Bär dann nicht mehr die große Rolle. Die Trades posten wir dann aber eher im Quo Vadis, der exakt dafür geschaffen wurde.
Antworten
Eidgenosse:

Wie die Realität Ackermann eingeholt hat

 
29.01.12 16:19
Den geplanten Rekordgewinn kann Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann am Donnerstag nicht präsentieren, wenn er das letzte Mal die Bilanzpressekonferenz von Deutschlands grösster Bank leitet.

www.cash.ch/news/front/..._ackermann_eingeholt_hat-1128317-449
Antworten
wawidu:

@malko - Target2 System

6
29.01.12 17:02
"... Fast alle Länder der Euro-Peripherie haben hohe Leistungsbilanzdefizite. Sie importieren mehr Waren und Dienstleistungen, als sie exportieren. Dem standen aber - bis zur Krise - hohe Kapitalflüsse aus dem Kern der Eurozone in die Peripherie entgegen. Wegen dieses Kreditflusses war die Zahlungsbilanz ausgeglichen, die Target-Salden pendelten um die Null-Linie. Mit Ausbruch der Zahlungsbilanzkrise kam zunehmend Misstrauen gegen die Peripherie auf, es fließt kaum noch privates Kapital. Damit rutschte die Zahlungsbilanz dieser Länder tief ins Minus. Die Lücken schließen nun Zentralbankkredite. Die griechische, irische, italienische oder spanische Zentralbank versorgt die heimischen Banken mit Geld und besorgt es sich hauptsächlich von der Deutschen Bundesbank bzw. der Niederländischen Zentralbank. Daraus resultieren die hohen Forderungen der Deutschen Bundesbank im Target-System von fast 500 Mrd. EUR und die der Niederländischen Zentralbank (zweitgrößte Gläubigerin) von rund 140 Mrd. EUR. (wawidu: Man muss sich fragen, welche Rolle hier eigentlich die Banque de France spielt.) Fast spiegelbildich haben sich die Target-Verbindlichkeiten der Peripherieländer entwickelt: Die griechische Zentralbank schuldet dem System mehr als 100 Mrd. EUR, die irische gut 120 Mrd. EUR, die portugiesische 60 Mrd. EUR, die spanische etwa 150 Mrd. EUR und die italienische mehr als 190 Mrd. EUR. Insgesamt haben die Zentralbanken der angeschlagenen Euroländer nach den Zahlen von November mehr als 550 Mrd. EUR an Krediten über das Euro-System bezogen. ..."

(aus der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Die Zeitbombe der Bundesbank, von Philip Plickert)

wawidu: Diese Kredite haben mit den Krediten der EZB für Geschäftsbanken der Eurozone insofern etwas zu tun, als die mit EZB-Krediten erworbenen Assets (Staats- und Unternehmensanleihen) als Sicherheiten bei den Gläubiger-Zentralbanken des Target-Systems akzeptiert werden!
Antworten
permanent:

Ein letzter Coup

3
29.01.12 18:47

Hoffnung statt Panik – das ist die Lage in Europa. Die Euro-Rettung zeigt erste Erfolge. Aber der Streit zwischen ärmeren und reicheren Ländern spitzt sich noch mal so richtig zu. Von Matthias Krupa und Mark Schieritz. Mehr…

Antworten
Kicky:

Roubini prophezeit Portugal griechische Tragödie

2
29.01.12 18:51
www.ftd.de/finanzen/maerkte/...chische-tragoedie/60160989.html

Der Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini hat die Euro-Zone mit einem "lahmenden Zugwrack" verglichen. Er rechne damit, dass mehrere Länder abgekoppelt würden, sagte der New Yorker Professor am Samstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: "Griechenland und vielleicht Portugal könnten die Euro-Zone verlassen - Griechenland innerhalb der nächsten zwölf Monate. Bei Portugal könnte es etwas länger dauern."....
Antworten
wawidu:

SPY hourly

4
29.01.12 19:00
Die Kursentwicklung dieses ETFs seit Dezember 2011 sieht optisch durchaus "viel versprechend" aus, doch da ist offenkundig der "charttechnische Wurm" drin: siehe MACD 60,130,45 und Volumenentwicklung (mit 400-Stunden-EMA überlagert)!
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 480562
Antworten
permanent:

Der Börsengang der die Welt rettet

14
29.01.12 19:08

Der USA Bären-Thread 12747611

Antworten
wawidu:

kicky # 92827

14
29.01.12 19:46
..."Den Griechen fehlt nicht der politische Wille, sondern die ökonomische Kraft"...

Die Griechen haben in der Eurozone und auch vorher nie eine echte ökonomische Kraft besessen, sich aber in die Eurozone hinein gemogelt. Die Staatsausgaben Griechenlands waren in Relation zum BIP seit eh und je überzogen und konnten nur durch ein Staatsanleihe-Ponzi-Scheme und hohe Importkredite resp. Exportgarantien, z.B. HERMES-Bürgschaften, etwa für Rüstungsgüter, finanziert werden. Das griechische Steuersystem und das Parteiensystem mit seinen Alimentierungen für "verdiente Parteigenossen" in Staatsbetrieben sind zutiefst krank. Korruption ist weit verbreitet. Wenn die Griechen einmal echt damit beginnen würden, diese "systemischen Fehlentwicklungen" aufzuarbeiten, könnten sie gleich "mangels Masse" einpacken. Als deutscher Steuerzahler bin ich nicht bereit, jahrzehntelange Fehlentwicklungen in Griechenland zu alimentieren. Wenn ich mich finanziell gewaltig übernommen hätte, würde mir niemand mehr einen Cent geben. Sorry, aber Griechenland hat seinen Platz in der Eurozone mE verspielt.
Antworten
CarpeDies:

Schulden ohne Wirkung

6
29.01.12 20:52
Oft wurden hier schon die Zentralbanken FED/EZB/BOJ kritisiert, wenn diese im grossen Stil Staatsanleihen kaufen. Aber was ist wirklich schlimm daran?
Erst mal ist das sicher eine Möglichkeit  Zeit zu gewinnen, weil damit die Staaten entlastet werden und sich zu deutlich niedrigeren als den marktüblichen Zinsen mit frischem Geld versorgen. Das Ganze hat ausserdem den Vorteil, dass deflationäre Tendenzen schon ein gutes Stück eingegrenzt werden.
Das ganze funktioniert auch deswegen ganz gut, weil die Globalisierung für wettbewerbsfähige Preise sorgt, also auch die ansonsten zu befürchtende Inflation derzeit ausbleibt, da in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Umlaufgeschwindigkeit entsprechend niedrig ist.
Vielleicht ist es am Ende sogar so, dass die niedrigen Zinsen auf Staatsanleihen und co. auch die Inflation sogar verringert, weil damit auch die Rendite-Erwartungen der Vermögenden zurechtgestutzt wird.

Dass am Ende die Vermögenden durch eine schleichende Inflation (was das best case szenario ist) die Dummen sind ist doch ganz normal: Es heißt doch auch immer, dass Deutschland (ein Prototyp eines Vermögenden) die Handelsungleichgewichte abbauen soll, weil ihm sonst Schuldner wie Griechenland die Haare vom Kopf fressen.

Solange also das Vertrauen in die grossen Währungen bleibt - und das ist momentan der Fall- geht das Spiel auf. Ich sehe auch in absehbarer Zeit gar nicht den Untergang einer oder mehrerer grossen Währungen, weil es schlicht keine Alternative (anlageform) dazu gibt.

Für mich ist QE 1..n also derzeit mehr Segen als Fluch
Antworten
wawidu:

carpedies # 92846

5
29.01.12 22:38
"Quantitative Easing" ist in meinen Augen nichts Anderes als eine Stützmaßnahme auf Kosten des Steuerzahlers für das im Markt nicht mehr funktionierende Staatsanleihen-Ponzi-Scheme. Solange dieses Ponzi-Scheme als Vertriebssystem für immer mehr Staatsanleihen durch Verkauf an Investoren des eigenen Staates (z.B. Japan) bzw. fremder Staaten (z.B. USA) funktionierte, war das Ganze zwar nicht unbedenklich, jedoch noch nicht gefährlich. QE stellt jedoch einen in der Geschichte bislang einmaligen Vorgang dar: Die großen Notenbanken (Fed, EZB, BoJ, BoE)  kaufen in starkem Maße neu emittierte, mit künstlichen "Mickerzinssätzen" ausgestatte Staatsanleihen ihrer eigenen Staaten auf. Das dafür erforderliche Geld wird einfach "gecybert" (ein anderer Ausdruck für "gezaubert"). Ein Segen - für wen? Staatsanleihen waren früher einmal in den meisten Fällen sichere und auch lukrative Anlageinstrumente für "den kleinen Mann", der diese aus seinem frei verfügbaren Einkommen finanzierte. Heute verdienen damit nur noch die Banken, die sich zu extrem günstigen Zinssätzen refinanzieren können. "Dumme Gangster berauben eine Bank, schlaue Gangster gründen eine Bank."
Antworten
Dreiklang:

Eine nicht-triviale Erkenntnis

4
29.01.12 23:41

Ich hatte geschrieben #92767

Der amerikanische Schuldner (egal ob privat oder Staat) ist letztlich durch die Geldschöpfung der FED gedeckt.

In Europa verhält es sich so, dass die Gläubiger auch die Träger des  Wachstums sind. Von daher können die Gläubiger die Schuldner nur durch  Alimentierung entlasten. Die Alimentierung reduziert aber die  Wertschöpfung in den Schuldnerstaaten noch weiter.

und war erstaunt, als Reaktion darauf  zu lesen:

 

Deine Argumente ähneln denen, mit denen Weich- und Bailout-Europa  versucht, Merkel zur PIIGS-Sozialhilfe via EZB (= ungegrenzte Bondkäufe)  zu nötigen.  (A.L.)

Nichts könnte falscher sein als das. Die beiden in blau gehaltenen Absätze beschreiben einen Gegensatz und erklären, warum Gelddrucken in Europa nicht funktioniert: In Europa geht es nämlich - im Gegensatz zu den USA immer "nur" um Realkapital.

 

 

 

Antworten
wawidu:

perma # 92844

7
29.01.12 23:41
"Facefuck" hat mich nie interessiert, und doch habe ich im Frühjahr 2011 mal einen sehr interessanten Artikel in einer Tageszeitung oder einer Illustrierten (FAZ, Welt, FTD, Stern, FOCUS ???) zu dieser Website von "Freunden" gelesen. Der Autor hatte sich unter vier verschiedenen User-Namen bei "facebook" angemeldet und Postings mit sehr unterschiedlichem Tenor eingestellt.

Unter seinem absoluten "Negativprofil" hatte er sich als problembehafteten Menschen und permanenten Loser geoutet und erhielt von seinen "Freunden" im Wesentlichen Postings mit dem Tenor: "Das ist ja schon übel, aber ich bin noch übler dran" oder "Kopf hoch, mir ging es auch schon mal ähnlich wie dir, aber ich denke, ich habe die Krise überwunden."

Unter seinem "Super-positiv-Profil" hat er das Blaue vom Himmel gelogen, was er für ein toller Typ sei, dem quasi alles in den Schoß falle. Wer nun denkt, seine "Freunde" bei Facebook hätten ihn dafür bewundert und beneidet, irrt. Die haben sich fast allesamt als zumindest gleich toll, wenn nicht gar als noch toller gegeben. Der Autor hat die "Facebook-Community" auf Grund seiner persönlichen Erfahrungen als eine Gemeinde von "Freundschaft Suchenden" mit vielfach sehr schwach ausgeprägtem Selbstwertgefühl und teilweise massiven Profilneurosen definiert. "Facebook" ist für ihn ein "massenpsychologisches Phänomen", eine Seite, auf der vielfach Menschen ohne echte freundschaftliche Beziehungen virtuelle Freundschaften suchen und pflegen.

Anm.: Diese Zeilen sind lediglich ein ungefähres Erinnerungsprotokoll!
Antworten
Stöffen:

Den passenden Refrain dazu

5
30.01.12 00:24
nun, den habe ich gerade mitgebracht. Enjoy it!

LOL.

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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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