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Meldung des Tages: SILBER-TSUNAMI: $82/Unze – PRINCE SILVER EXPANDIERT BOHRPROGRAMM NACH HISTORISCHEM PREISANSTIEG
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Der USA Bären-Thread

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 9,98 20,01
Fallender DAX-Kurs 5,76 9,99 20,02
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11KK1 , DE000NB17UX0 , DE000NB4LT06 , DE000NB3G8G6 , DE000NB2MJL0 , DE000NB1JGU5 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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wawidu:

malko # 92710

4
26.01.12 18:07
"Allerdings hat bis heute keine eine andeutungsweise schlüssige Beschreibung geliefert, wie das gelaufen sein soll und wo der sich anhäufende Geldberg befindet."

ME sieht das "System" wie folgt aus:

Die Geschäftsbanken der Eurozone nutzen die Einlagefazilität der EZB intensiv aus. Sie kaufen mit dieser "Liquiditätsspritze" permanent Staatsanleihen von "Problemstaaten", die jedoch postwendend an die Nationalbanken weitergereicht werden. Damit bleiben sie außerhalb deren Bilanzen, erscheinen jedoch in den Bilanzen der Nationalbanken (TARGET 2 Salden). Dieses Spiel halte ich für eine zwischen Politik, EZB/Nationalbanken und Geschäftsbanken schon vor vielen Monaten abgekartete "Volksverdummung", das in den Medien nie thematisiert wurde, weil niemand es erkannt hat.

Wodurch wurde wohl der TARGET 2 Saldo der Deutschen Bundesbank seit Ende 2008 so stark aufgebläht, wie aus dem angehängten Chart ersichtlich? Sicherlich nicht durch den Zahlungsausgleich im Handel zwischen den Ländern der Eurozone/der EU.

www.querschuesse.de/...-target2-saldo-sinkt-um-31853-mrd-euro/

Sehr interessant finde ich den Fakt, dass der aktuelle Stand der Einlagefazilität der EZB in etwa dem TARGET 2 Saldo der Deutschen Bundesbank entspricht.
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 479735
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Malko07:

wawidu, Target 2 hat einen anderen Hintergrund.

4
26.01.12 18:38
Auch sind die Mitglieder bei Target 2 nicht nur Eurozonenmitglieder:

TARGET2-Teilnehmer

Die Europäische Zentralbank hat den Wechsel der nationalen Zahlungssysteme auf TARGET2 in vier Etappen durchgeführt.[2] Nationale Zentralbanken, die nicht dem Eurosystem angehören, wie z.B. die dänische und polnische, müssen, um an dem System teilnehmen zu können, positive Target2-Salden aufweisen.
Gruppe 1 (19. November 2007)

   Österreich
   Republik Zypern
   Deutschland
   Lettland
   Litauen
   Luxemburg
   Malta
   Slowenien

Gruppe 2 (18. Februar 2008)

   Belgien
   Finnland
   Frankreich
   Irland
   Niederlande
   Portugal
   Spanien

Gruppe 3 (19. Mai 2008)

   Dänemark
   Estland
   EZB
   Griechenland
   Italien
   Polen

Gruppe 4 (15. September 2008)

Die Gruppe 4 war vorgesehen für Unvorhergesehenes, wurde aber nicht benötigt, da die Migration am 19. Mai 2008 erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Seit dem 1. Januar 2009 ist auch die Slowakei, seit dem 1. Februar 2010 Bulgarien[1] und seit dem 4. Juli 2011 Rumänien[3] angeschlossen.




Dieses System hilft im wesentlichen den EU-Binnenhandel abzuwickeln und hat mit der hier diskutierten Problematik nichts zu tun. Es spiegelt allerdings zu einem gewissen Teil die Ungleichgewichte im Handel. Aber du darfst weiter annehmen es wäre so. Eine schlüssige Erklärung liegt mMn trotzdem nicht vor.


- Es werden nicht nur Kredite bei der EZB aufgenommen, es kommt auch zu massivem Hinterlegung von Geldern bei der EZB. Dies spiegelt das aktuelle Misstrauen zwischen den Banken. Hatten wir auch schon mal nach der Lehman-Pleite. Hat sich dann wieder normalisiert und ist jetzt wieder im Eimer. Dieses Misstrauen herrscht nicht nur zwischen den Banken unterschiedlicher Staaten sondern z.B. auch bei uns im Inlandsmarkt.

- Wenn die Staatsanleihen mittels diesem EZB-Kredit aufgekauft wurden, wo ist dann das Geld der gleichzeitig eingelösten Anleihen geblieben? An wen wurden es ausgezahlt? Liegt es unter irgendeinem Kopfkissen?
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Malko07:

Erläuterung für obigen Chart

3
26.01.12 18:42
Nachdem in den ersten Jahren seit der Euroeinführung die Zentralbanken der teilnehmenden Länder ihre lokalen Clearingsysteme nur miteinander vernetzt hatten (das alte TARGET-Netz), wurde im Herbst 2002 durch einen EZB-Ratsbeschluss die Schaffung einer neuen, gemeinsamen Plattform für Zahlungen in Euro beschlossen.

Im Sommer 2003 erklärten die drei Zentralbanken Frankreichs (Banque de France), Deutschlands (Bundesbank) und Italiens (Banca d’Italia) ihre Bereitschaft, eine solche Einheitsplattform zu installieren und zu betreiben.

Als Starttermin für die neue Plattform wurde der 19. November 2007 festgelegt. Ursprünglich sollte TARGET2 schon Anfang 2007 in Betrieb genommen werden.
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Stöffen:

Yo AL

6
26.01.12 18:54
aber ich werde es mir schlichtweg nicht mehr antun, denn es ist mir völlig schnuppe, ob da benagelte Perma-Bären bei jedem Pullback brüllen: "Any minute now, I swear, stocks are gonna crash!!" oder ob depperte Bullen nach einem mehrwöchigen Anstieg der Kurse, welcher mit genehmer Unterstützung der Zentralbank-Crooks vonstatten ging, nunmehr wieder beständig vom einem jetzt heraufziehenden "neuen großen Bullenmarkt" faseln. Denn die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie immer irgendwo zwischen den Polen.

Das größte Augenmerk des eigenen Anlageverhaltens sollte in diesen diffusen Zeiten strikt auf Kapitalerhaltung ausgerichtet bleiben - und zwar in jeder Hinsicht und mit allen Konsequenzen. Spielereien sind zwischenzeitlich aber durchaus erlaubt ;-))
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Kicky:

Zu viele Frachter bedrücken Eigner und Banken

4
26.01.12 19:04
weil jetzt die Schiffe ausgeliefert werden,die im Boom geordert wurden,haben die Eigner und die Banken richtig dicke Sorgen.Die Frachtraten,die vor Kurzem noch Charter Rates von $15000 täglich brachten sind jetzt auf $6000 gesunken.Und nicht nur die Eigentümer leiden unter der Flut an Schiffen,viel schlimmer die grossen europäischen Banken,die ca 500 Milliarden an Schiffskrediten in ihren Büchern haben, werden hier bis zu 100 Milliarden Verluste tragen müssen sagt Basil Karatzas ,ein Schiffsmakler in Manhattan

Und die Banken geben keine Kredite mehr es sei denn mit Rabatten von 20% auf den Wert des Schiffes.Commerzbank und Lloyds haben ihre Beteiligung an Schiffskrediten zurückgefahren,auch Societe Generale versucht es gerade und will sich lieber auf Finanz- Beratung für Schiffseigner verlegen.
Und die Schiffseigner beobachten nervös den Baltic Dry ,der auf den niedrigsten Staqnd seit 2008 gefallen ist.Die Frachtraten sind so niedrig.dass die Hypothekenzinsen kaum noch bezahlt werden können,was zum Abwracken etlicher Schiffe führen wird......

www.nytimes.com/2012/01/26/business/global/...-banks.html?_r=1
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Kicky:

Soros wünscht er hätte mehr italienische Bonds

2
26.01.12 19:08
wegen des Ertrags von 6% bei 10jährigen und die Chance,dass Italien kaboom geht sei äusserst gering

In an interview with Chrystia Freeland of Reuters, George Soros explains why he's long Italian bonds (which his fund bought from MF Global), and why he wishes he had more: Yield.

Yep, it's simple. 6% yield on a 10-year bond is juicy in a period of such low inflation, and that yields is likely to come down even more.

Implicit in this bet, obviously, is the idea that Italy won't default. On that question he simply responds that it won't happen, because a default by Italy would be the "End of Europe."

And he notes, therefore, that for Italian banks, buying Italian bonds is "riskless" since if Italy goes, they'd go kaboom -- which happens to be the exact same point that Jamie Dimon also made in an interview just now. Great sutff packed into a 2:30 minute video.

Read more: www.businessinsider.com/...-italian-bonds-2012-1#ixzz1kaZkyxjo
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Stöffen:

How long can this go on?

3
26.01.12 20:12
Mag irgendwer noch diese Schulden-Grütze bis an den Sankt Nimmerleinstag weiterlöffeln wollen? Meine Großmutter vertrat in vertrackten Situationen stets die Maxime: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende".
Nochmals Dank für die Einsicht in die tiefergehenden Weisheiten, Omi. LOL. Denn das Leben lehrt uns: Eine Kakerlake kommt nie alleine. Es ist beinahe schon so etwas wie eine Regel: Schlechte Nachrichten kommen selten alleine, sondern werden fast stets und ständig ergänzt durch weiteren negativen News-Flow.

"EU-Finanzkommissar Rehn fürchtet, dass die 130-Milliarden-Euro-Hilfe Griechenland nicht retten wird. Zu tief ist die Wirtschaft abgestürzt, zu gigantisch ist der Schuldenberg. Laut einem Agenturbericht müssen die Euro-Staaten weitere zwölf Milliarden Euro nachschießen."

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,811635,00.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Stöffen:

Kurzer Nachtrag dazu

4
26.01.12 20:45
Klar, und manch einer hat es ja auch sicherlich schon mal in der eigenen Verwandtschaft oder Freundeskreis erlebt, dass eben Menschen auch ins Straucheln geraten, dass diese dann auch über einen gewissen Zeitraum alimentiert werden können, damit sie wieder auf die Beine kommen um ihre Dinge dann wieder autark zu regeln.
Wenn dieses jedoch nicht klappt, so naht eine Entscheidung jedoch spätestens dann, wenn die eigene Prosperität aufgrund der ausufernden Lasten des zu Alimentierenden droht in die Knie zu gehen. That's for sure!
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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daiphong:

--

4
26.01.12 21:35
Der USA Bären-Thread 479824
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Stöffen:

So what?

3
26.01.12 21:43
;-))
Der USA Bären-Thread 479832
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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permanent:

the FED is stealing our money

2
27.01.12 00:05
permanent:

Juncker setzt Griechenland die Pistole auf die Bru

4
27.01.12 06:47

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker knüpft weitere Griechenland-Hilfen an eine klare Bedingung. Die führenden Parteien müssten ein nationales Reformbündnis schließen - ansonsten soll es kein zweites Kreditpaket geben. Von Ruth Berschens. Mehr…

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permanent:

Rendite der LV sinkt unter 4 Prozent

6
27.01.12 06:50

Die Krise nagt an der Altervorsorge: Die laufende Verzinsung von Kapitallebensversicherungen sinkt stärker als von manchen Experten erwartet. Von Hans-Werner Thieltges mehr...

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permanent:

Die Grenze für den EZB Anleihenkauf ist der Himmel

7
27.01.12 08:16

„Die Grenze für EZB-Anleihekäufe ist der Himmel“

Morgan Stanley-Chefökonomen Joachim Fels erwartet, dass die EZB 2012 die Zinsen weiter senkt. Außerdem rechnet er mit einer massiven Ausweitung der Anleihekäufe. Seine Erwartungen für die deutsche Konjunktur sind düster.

Joachim Fels ist Chefvolkswirt der US-Investmentbank Morgan Stanley. Er hat in Saarbrücken und Bologna Volkswirtschaft studiert und später in Kiel geforscht. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geldpolitik.

Handelsblatt: Herr Fels, die Konjunktur ist eingeknickt, vor allem in Europa. Hat die Politik noch Mittel, um die Wirtschaft zu beleben?

Joachim Fels: Die Fiskalpolitik nicht mehr, aber die Geldpolitik. Die Überschrift über dem Jahr 2012 wird lauten: „Schleusen auf, Teil 2“.  2009 haben die Zentralbanken mit extremen Leitzinssenkungen und einer darüber hinaus gehenden Lockerung eine neue Depression verhindert, doch 2011 haben sie die Zügel wieder angezogen. Nun hat sich die Konjunktur weltweit abgekühlt, die Inflation ist gesunken und es wird Zeit für eine neue Lockerung, sowohl in den Schwellenländern als auch in den Industriestaaten.

War die Leitzinserhöhung der EZB von 1 auf 1,5 Prozent im vergangenen Jahr also falsch?

Eine solche Anhebung mag lächerlich wirken, aber sie hat dazu beigetragen, dass die Euro-Zone jetzt in die Rezession rutscht. Sie kam zu der Zeit, als die Banken und Regierungen der Euro-Zone enorme Finanzierungsprobleme hatten und hat den Finanzmärkten signalisiert, dass ein Abschwung bevorsteht. Das heißt aber, dass das Risiko einer Staatspleite steigt, und darauf haben die Anleger mit dem Verkauf von Anleihen reagiert. So hat eine kleine Zinserhöhung eine große Wirkung entfaltet.

Wie genau wird die neue Lockerung aussehen?

In den Schwellenländern wird es eine Reihe von Leitzinssenkungen geben, das hat ja schon begonnen. Und in den Industrieländern werden wir überall quantitative Lockerung durch Anleihekäufe sehen, in den USA, Japan, Großbritannien - und auch die EZB wird diesmal mitmachen.

Wie kommen Sie darauf?

Die Rechtfertigung dafür wird sein, dass das eine rein geldpolitische Maßnahme ist. Zuerst einmal wird die EZB die Leitzinsen weiter senken, bis auf ein halbes Prozent. Damit wird sie vielleicht schon im Februar, spätestens im März anfangen. Dann wird sie ihre Prognosen für Wachstum und Inflation nach unten korrigieren. Und dann gibt es nur noch einen Weg, um dafür zu sorgen, dass die Geldpolitik ihre gewünschte Wirkung entfaltet: Eine Ausweitung der Anleihekäufe. Die EZB wird in großem Umfang Anleihen von Staaten, Banken und Unternehmen kaufen - und zwar gleichmäßig aus allen Ländern der Euro-Zone bis zu einem festgesetzten Betrag.

Wie weit kann das gehen? Schon jetzt ist die Bilanzsumme der EZB doch auf fast drei Billionen Euro aufgebläht.

Die Grenze dafür ist der Himmel. Die EZB kann ihre Bilanzsumme beliebig ausweiten, weil sie ja das Geld selber drucken kann. Es gibt zwar eine politische Grenze, die vor allem dadurch definiert wird, ob die Öffentlichkeit dem Euro noch traut, aber die sehe ich noch lange nicht erreicht. Auch theoretisch lässt sich keine optimale Größe für die Bilanzsumme einer Notenbank festlegen.

 

 

Wachsen denn nicht mit der Bilanzsumme die Inflationsrisiken?

Das ist keineswegs automatisch der Fall. Wenn das so wäre, müssten wir ja in den USA, Japan und Großbritannien schon Hyperinflation haben. Auch in Europa sehen wir ja, dass die für die Inflation maßgebliche Geldmenge M3 eher zu langsam als zu schnell wächst, obwohl die EZB dem Bankensektor unbegrenzt Geld zur Verfügung stellt.

Das mag sein, aber der kritische Punkt ist doch dann erreicht, wenn die Finanzmärkte wieder Vertrauen fassen und die Wirtschaft anzieht. Wie kann die EZB dann das viele Geld im Bankensektor einsammeln, bevor es in der Realwirtschaft zu hoher Inflation führt?

Wenn sie ihre bisherige Politik fortsetzt, dann wird die Bilanz automatisch schrumpfen, wenn dieser Punkt erreicht ist. Denn wenn das Vertrauen zurückkehrt, werden die Banken sich immer weniger Geld bei der EZB leihen. Und was die Anleihenkäufe anbelangt, kann die EZB sie einfach stoppen und anfangen, ihre Bestände zu verkaufen.       

Sie rechnen aber dennoch mittelfristig mit höheren Inflationsraten, als wir sie jetzt haben. Wie passt das zusammen?

Inflation ist heute ein globales Phänomen, die EZB kann sie im Grunde gar nicht alleine steuern. Wenn die Geldpolitik weltweit expansiver wird, werden die Rohstoffpreise wieder steigen und wir werden die steigenden Preise in den Schwellenländern nach Europa importieren.

Davon mal abgesehen: In den letzten Wochen sind die Renditen der Anleihen von Euro-Peripherieländern stark gesunken und es zeichnet sich eine Stabilisierung der Konjunktur ab. Warum sollte die EZB jetzt noch zu einer quantitativen Lockerung greifen?

Die jüngste Politik der EZB hat in der Tat geholfen, den Abschwung zu bremsen und die Schuldenkrise etwas zu entspannen. Die Zinssenkungen waren ebenso wichtig wie die nochmals ausgeweiteten Hilfen für den Bankensektor. Aber ich traue dem Frieden nicht so recht. Ich fürchte, auf den Finanzmärkten herrscht eher Krisenmüdigkeit als eine echte Erholung.

Warum?

Zum einen können die Verhandlungen in Griechenland immer noch schiefgehen. Und zum anderen kann der Fiskalpakt noch so verwässert werden, dass er gar nichts mehr taugt. Er war ohnehin nicht mehr als ein Deckmäntelchen, das der EZB ermöglicht hat, mehr gegen die Krise zu tun.

 

Im Februar wird die EZB den Banken nochmals für drei Jahre eine unbegrenzte Menge Geld zu sehr günstigen Zinsen anbieten. Rechnen Sie damit, dass die Institute sich noch einmal eine Summe von fast einer halben Billion Euro leihen?

Den Umfragen unserer Bankanalysten zufolge ist das gut möglich. Es könnte sogar eine ganze Billion werden. Einen großen Teil des Geldes könnten die Banken dann wieder für den Kauf von Anleihen der Euro-Staaten nutzen und damit gutes Geld verdienen. Doch das hängt ganz davon ab, ob ihnen die Finanzregulierer dafür grünes Licht geben. Wenn die Regulierer mit neuen Stresstests drohen, bei denen die Banken ihre Bestände an Staatsanleihen zu Marktpreisen bewerten müssen, oder verlangen, Staatsanleihen mit Eigenkapital zu hinterlegen, dann werden sich die Banken dreimal überlegen, ob sie wieder massiv in Staatsanleihen investieren.

Im Grunde stellt die EZB also den Zustand von nach der Finanzkrise 2008/09 wieder her, als die Banken sich mit Staatsanleihen vollsaugten?

Ja, denn ihr bleibt im Grunde nichts anderes übrig. Die Hoffnung auf einen großen Schritt Richtung Fiskalunion als Gegenleistung für die Einführung von Euro-Bonds hat sich zerschlagen. Der politische Widerstand gegen eine fiskalische Lösung der Krise ist zu groß. Also wird es eine monetäre Lösung geben müssen, wenn die Euro-Zone nicht platzen soll.

Aber auch die wird eine gemeinsame Haftung für Schulden enthalten, nur versteckt.

Richtig. Die Politik wählt den intransparenten Weg. Die Euro-Bonds entstehen praktisch in den Büchern der EZB, dort wo es keiner sieht. Eine Alternative ist noch, dass der dauerhafte Rettungsschirm ESM doch eine Banklizenz erhält, sich also bei der EZB refinanzieren kann. Dann könnten die Risiken auf die Bücher des ESM verlagert werden, und wenn ihm Verluste entstehen, müssten die Steuerzahler die tragen.

Welche Entwicklung wird die Weltwirtschaft 2012 nehmen?

Wir rechnen im Hauptszenario mit einem Wachstum von 3,5 Prozent. Doch wir betonen, dass es große Abwärtsrisiken gibt. Wir brauchen nur ein paar weitere Politikfehler, und schon werden wir eine weltweite Rezession erleben.

Wird sich Deutschland abkoppeln können?

Deutschland ist derzeit an der Grenze der Stagnation. Eine technische Rezession kann möglicherweise vermieden werden, aber das Wachstum wird nahe Null sein.

 


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Presseschau

4
27.01.12 08:17

Ohne Deal droht Europa die Pleite

Die Wirtschaftspresse blickt auf die schweren Aufgaben, die vor Europa liegen, kommentiert die deutsch-französische Rochade an der EADS-Spitze und empfiehlt Facebook-Nutzern, das Kleingedruckte zu lesen. Die Presseschau.

WiesbadenGriechenland stehe auf der Euro-Bühne wieder mitten im Zentrum, stellt der britische Economist fest. Der Grund: Eine Schlacht zwischen der griechischen Regierung sowie den Rettern aus Europa und IWF – über die Bedingungen der „freiwilligen“ Reduzierung der privaten Schulden. Das Loch sei größer als erwartet, aber Deutschland und andere Retter wollten nicht mehr Geld anbieten. „Nicht zuletzt, weil griechische Politiker so viele Reformversprechen gebrochen hätten. Doch ohne Deal am 20. März werde Griechenland in die chaotische Pleite gedrängt, fürchtet das Blatt.

 

Schritt eins aus dem Dilemma ist laut Magazin, dass private Anleihengläubiger größere Verluste in Kauf nähmen. „Bisher müssen sie mit Samthandschuhen angefasst werden, weil die europäischen Regierungen darauf bestehen, der Deal müsse freiwillig sein“, ärgert sich das Blatt. Das müsse sich ändern. Dann könne Griechenland härter verhandeln und es bleibe immer noch Zeit, den Ausfall geordnet abzuwickeln, ist das Wirtschaftsmagazin überzeugt.

Doch das werde nicht reichen. Auch Anleihen öffentlicher Gläubiger wie der EZB müssten reduziert werden. Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro komme nicht in Frage – die Kosten überwögen den Nutzen, für Griechenland und die Eurozone. Anders, wenn Griechenland auf Kurs bleibe. „Die Kosten eines griechischen Austritts für andere sinken.“

Nach acht Monaten und nach wie vor harter Arbeit vor sich, habe Portugal seine Chance zur Sanierung ergriffen, hält ein portugiesischer Staatssekretär in einem Gastkommentar im Wall Street Online fest. Mit Blick auf eine größere globale Krise und zittrige Märkte sei es schwierig, die relevanten Informationen rüberzubringen, was für die Wachstumsförderung getan worden sei.

Von entscheidender Bedeutung seien die Arbeitsmarktreformen, die Regierung und Sozialpartner vergangene Woche auf den Weg gebracht hätten. „Ein wichtiger Meilenstein für das Land“, freut sich der Gastkommentator. „Wir haben Glück, einen starken sozialen und politischen Konsens über den Imperativ der Haushaltsdisziplin im Land und die Notwendigkeit des Wandels zu haben.“

Italiens Premierminister Mario Monti stehe vor einer Herkulesaufgabe, ist das österreichische Wirtschaftsblatt überzeugt. Ein mehr als 20 Milliarden Euro starkes Sparpaket, dessen Notwendigkeit er seinen Landsleuten erklären müsse, Maßnahmen auf europäischer Ebene gegen die immer noch abgeschotteten nationalen Märkte sowie eine Aufweichung der Regelungen für den Arbeits- und Dienstleistungsmarkt – wobei der letzte Punkt bei seinem jüngsten Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel schlecht angekommen sei.

„Der Chef einer Notregierung traut sich mal wieder leichtfüßiger an Reformen heran als ein vom Volk gewählter Politiker“, glaubt das Blatt. Monti habe ja nichts zu verlieren. Wichtiger Punkt für Monti: „Qua seiner Erfahrung als EU-Wettbewerbskommissar weiß der Mann auch, was Europa braucht.“ Eben auch einen breiteren Rettungsschirm – der Länder wie Portugal und Spanien hohe Zinsaufschläge erspare. Den Mutigen gehöre aber die Zukunft. Schade, dass es kaum Politiker wie Mario Monti gebe – mit europäischer und nationaler Erfahrung.

Die Wirtschaftswoche argwöhnt, die größte Last wolle so mancher in Davos versammelte Spekulant am liebsten dem Musterknaben Deutschland auferlegen. Es sei ein sorgfältig inszeniertes Sperrfeuer gewesen, das vor und nach ihrer Rede auf Kanzlerin Merkel heruntergangen sei. Was „Spekulanten immer so fordern: Mehr deutsches Geld, damit sie auch noch die letzten Restbestände ihrer angegammelten Staatsanleihen aus Griechenland oder Portugal mit Riesengewinnen loswerden können; noch mehr Garantien von der Europäischen Zentralbank oder vom Bundesfinanzminister, damit möglichst die Kurse dieser Staatspapiere wieder steigen und die enormen Profite derjenigen sichert, die sich billig damit eingedeckt haben und jetzt auf steigende Kurse fiebern“, ätzt das Blatt. Den Deutschen werde die Verantwortung für das europäische Schuldendesaster zugeschoben. Das Motto „Committed to improve the state of the World“ sei längst eine Beschönigung glasklarer Interessenspolitik.

Deutsch-französische Rochade bei EADS

Nun sei das mit dem neuen Vorstand für den Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern  EADS doch schneller gegangen, stellt die Süddeutsche Zeitung fest. „Einzige, allerdings große Überraschung: Gallois wird seinen Posten im Verwaltungsrat verlieren, stattdessen rückt Jean-Claude Trichet, der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, als neues Mitglied in das Gremium.“ Immer noch seien Entscheidungen bei der EADS eine hoch politische Angelegenheit, in der Franzosen und Deutsche peinlich genau darauf achten, dass sie gleich viel zu sagen haben. Wobei die französische Seite sich offenbar ein paar Pöstchen mehr zu sichern versucht, „wenn schon ein Deutscher Konzernchef wird“.

Dennoch sei es für den designierten EADS-Chef Thomas Enders ein Sieg auf ganzer Linie. Er habe sich mit seinen Personalvorstellungen durchgesetzt. In seiner Umgebung heiße es, er werde versuchen, die EADS-Zentrale gegenüber Tochtergesellschaften aufzuwerten und insbesondere Airbus stärker zu integrieren. „Dem selbstbewussten neuen Airbus-Chef Fabrice Brégier dürfte dies sehr gegen den Strich gehen, schließlich verliert er damit selbst an Macht.“

Die Franzosen würden es sicher nie zugeben, unterstellt die Financial Times Deutschland. „Aber für sie ist der europäische Konzern EADS im Prinzip ein französisches Unternehmen mit ein paar rechtsrheinischen Hospitanten.“ Die Rochade in der Führung des Unternehmens zeige das. Zwar rücke verabredungsgemäß der deutsche Airbus-Chef an die Spitze, aber er bekommt es im Verwaltungsrat künftig mit einem wahren Pariser Polittitanen zu tun: Jean-Claude Trichet.

Dessen Rolle sei eine Schlüsselfrage: „Wird er tatsächlich die Erwartungen seines Heimatlands erfüllen und im Verwaltungsrat nationale Ansprüche bedienen – oder kann er sich davon lösen?“ Als EZB-Chef habe Trichet sich regelmäßig gegen Einflussversuche aus Paris behauptet. „Trichet mag von den Franzosen nominiert worden sein – hoffentlich aber handelt er mehr ökonomisch und damit im deutschen Interesse.“

Mit der Entscheidung, Thomas Enders zum neuen CEO des EADS zu ernennen, sind aus Sicht von Challenges aber längst noch nicht alle Fragen geklärt. „Wie wird zum Beispiel die Aufgabenteilung zwischen Enders und Fabrice Brégier, neuer Airbus-Chef, sein? Enders ist nicht dafür bekannt, dass er sich allein mit repräsentativen Aufgaben begnügt, er wird die Integration von EADS und Airbus vorantreiben und versuchen, die Kontrolle über Airbus auszuweiten.“

Auch sei die Zukunft von John Leahy, kaufmännischer Direktor von Airbus, nun ungewiss: „Er ist für den großen Erfolg von Airbus im Wettbewerb gegen den Konkurrenten Boeing verantwortlich, Brégier wird ihn aber möglicherweise nun kürzer halten wollen.“ Es sei fraglich, ob der „Airbus-Star“ Leahy unter diesen Bedingungen auf seinem Posten bleiben werde.

Fundstück: Lest das Kleingedruckte

Innovation seien in dieser Branche die wichtigste Aufgabe, um im Geschäft zu bleiben, wirft sich die Wirtschaftswoche für Facebook in die Bresche. Natürlich, es sei nicht nett, dass Facebook über gravierende Änderungen in der Präsentation nur beiläufig informiere. Doch das sei keine Facebook-Spezialität, sondern bei der Krankenkasse beispielsweise genauso. „Der entscheidende Unterschied ist jedoch: Jeder ist freiwillig bei Facebook.

Facebook liefert weder Strom noch Wasser und es ist auch keine Krankenversicherung. Es ist ein Portal, um mich per Computer mit Menschen zu treffen. Ich muss nicht dabei sein.“ Wer es aber tue, müsse sich den Regeln des kostenfreien Angebots beugen. Die Einstellungen zur Privatsphäre seien komplex und vielfältig – aber immer noch leichter als das Durchlesen des Kleingedruckten beim Abschluss eines Kaufvertrags oder gar einer Versicherung, findet das Blatt.

Antworten
Pichel:

Kicky #730 Baltic Dry Index nach unten manipuliert

2
27.01.12 08:54
www.marktorakel.com/index.php?id=3794796903690240929
(Verkleinert auf 97%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 479925
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
Antworten
KuK Hofmarsc.:

spx

7
27.01.12 09:19
Widerstand kann ich aktuell abseits daytrading keinen erkennen.
Die technischen Indikatoren mögen überdehnt sein (MACD, RSI), kleine Korrekturen sind also stets willkommen, aber ein mittelfrisitg wirklich attraktives short-setup seh ich persönlich erst bei 1376. Mal sehen.
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 479939
Antworten
KuK Hofmarsc.:

aud

4
27.01.12 09:27
Nicht viel anders beim AUD, dort wirds bei 1,10 richtig interessant.
Hier seh ich aber langfrisitg aktuell keine Chance einer Trendumkehr, selbst wenns bei 1,10 wirklich nochmal Richtung 0,95 dreht, bleibts übergeordnet bullish
(auch wenn die abgeleitete Implikation für andere Risikoklassen (Aktien) nicht gerade meiner nicht-technischen Meinung ensprechen - aber dafür agier ich ja primär aus technischer Sicht, um mich nicht von ökonomischem hätt-ich-gern irritieren zu lassen). Schaumamal.
Irgendwie deucht mich allgemein, dass der monetäre Blasenbläh noch deutlich weiter laufen könnt, als bisher angenommen. Vielleicht haben sich ja die Mayas um 1-3 Jahre verrechnet ;-).

Aber es steht mir ja zum Glückl frei, mir das ganze Bild in einem 1/2 Jahr nochmal anzuschauen und die Meinung entsprechend anzupassen.

Ich bleib abseits daytrading und EUR/USD flat.
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 479945
Antworten
ivan73:

#92739, Permanent

 
27.01.12 10:32
Das ist auch der Grund für die immer weiter steigenden Märkte. Es wird wieder gepumpt bis zum geht nicht mehr. Da der "Point of no return" eh schon längst überschritten wurde ist es denen auch egal,  die Probleme weiter zu verschärfen. Hauptsache erstmal Zeit gewonnen. Für die Aktienmärkte bedeutet dies mMn für die kommende Monate weitere Zuwächse bis zu den Hochs von 2011.
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Anti Lemming:

Vielleicht ist die Wahrheit

3
27.01.12 11:14
ein Mittelding zwischen den "Dramatisierungen" Wawidus (# 726) und den "Weichspülungen" Malkos (# 727).

Ich glaube, dass die von Wawidu genannten Staatsanleihen-Schiebereien im Prinzip stattfinden, und zwar so:

Geschäftsbanken hinterlegen PIIGS- und sonstigen Anleiheschrott (auch eigene Bankeinleihen!) bei der EZB, erhalten dafür Geld von der EZB und benutzen dieses Geld, um u. a. weitere PIIGS-Anleihen des eigenen Landes zu kaufen (Malko, dorthin wandert das Geld von der EZB, nicht unters Kopfkissen).

(Technisch hinterlegen die Banken ihre PIIGS-Bestandsanleihen bei der lokalen Notenbank, die diese jedoch im EZB-Auftrag in Gewahrsam nimmt.)

Malko hat insofern Recht, als die  Target2-Überziehung damit nicht in Zusammenhang steht. Die Target2-Überziehung bei der Bundesbank seitens der lokalen Notenbanken besteht schon länger (betrug bereits letztes Jahr im Januar bei ca. 350 Mrd.). Dass die Überziehung jetzt 500 Mrd. beträgt und Draghi gerade 500 Mrd. bewilligt hat, ist vermutlich Zufall.

Die Tatsache, dass die Geschäftsbanken Draghis 500 Mrd.  nach der Inanspruchnahme zunächst mal  fast komplett wieder bei der EZB hinterlegt haben (offenbar weil sie dem Interbankenmarkt nicht trauen und nicht "trocken fallen" wollen), schließt nicht aus, dass diese Gelder künftig sukzessive für den weiteren Aufkauf von Staatsanleihen aus dem jeweils eigenen Land (bei den jeweiligen Auktionen) nutzen werden.

Sprüche der EZB, dass damit "die Liquidität der Banken" verbessert und neue Kreditvergabe initiiert werden soll, ist die übliche heiße Luft (Sprüche für das Zahl-Volk). Es ist die übliche Rechtfertigung, mit der auch die Fed ihre zig Geldflutungen "begründete", obwohl die Banken sie fast ausschließlich zur Aufblähung von Assets aller Art im Eigenhandel (also KEINE Kreditvergabe) genutzt hatten.

Wieso ist Draghis Aktion eine Blähung? Weil die 500 Mrd. von Draghi "frisch" zur vorhandenen Geldmenge hinzukommen. Die Banken nutzen die  Kredite für NEUE PIIGS-Anleihenkäufe und hinterlegen dafür ihre Bestands-PIIGS-Anleihen. Insgesamt könnten so auf lange Sicht von der EZB querfinanzierte PIIGS-Käufe in der Größenordnung von bis zu 500 Mrd. erfolgen. Das ist wirksamer als jeder Rettungsschirm. Es generiert nämlich Käufer, zumindest dem Schein nach.
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Pichel:

Griechenland-Einigung rückt näher

3
27.01.12 11:22
27.01.12 11:20     DJN: CREDIT/Griechenland-Einigung rückt näher
FRANKFURT (Dow Jones)--Eine Einigung zwischen den Gläubigerbanken und der
griechischen Regierung rückt immer näher. Ein Kreditanalyst hält ein Scheitern
kaum noch für möglich, dafür hätten sich die Positionen bereits zu weit
angenähert. "An 25 Basispunkten wird es nicht scheitern", sagt der Experte und
verweist damit auf das letzte Gerangel um die Höhe der Kupons der neuen
Anleihen. Eine Einigung dürfte die Kreditmärkte nach der jüngsten
Erholungsrally kaum noch bewegen. Diese dürfte weitestgehend eingepreist sein.
Im frühen Geschäft geht es mit den Risikoprämien leicht nach oben, dabei dürfte
es sich aber um eine rein technisch bedingte Bewegung handeln.

 Mit einer Einigung sei aber das griechische Problem noch immer nicht gelöst.
Denn selbst ein Schuldenschnitt werde vermutlich nicht ausreichen, um die
Schuldenlast des Landes insgesamt auf ein tragfähiges Niveau zu führen. "Es
wird mehr öffentliches Geld fließen müssen als geplant", glaubt der
Kreditexperte. Daneben rückt Portugal immer mehr in den Fokus. Auch diesem Land
drohe ein Schuldenschnitt. Wie hoch der sei, könne derzeit nur schwer
abgeschätzt werden.

 Die billige Geldpolitik der EZB hat aber zu einer erheblichen Entspannung in
der Eurozone insgesamt beigetragen. Profitiert haben davon vor allem die
Schwergewichte Spanien und Italien. Angesichts eines zweiten Dreijahrestender
der Notenbank dürfte die Stimmung gut bleiben, ist der Analyst überzeugt. Keine
große Bedeutung messen Beobachter dem EU-Gipfel in der kommenden Woche zu. Es
dürfte vor allem darum gehen, den beschlossenen Fiskalpakt in eine solidere
Form zu gießen.

===

                                 Freitag Donnerstag Jahresbeginn
iTraxx Europe S16                 143,00    143,00    174,00
iTraxx Crossover S16              608,00    603,00    739,00
iTraxx SovX Western Europe S16    330,00    308,00    351,00
iTraxx Senior Financials S16      215,00    214,00    268,50
iTraxx Sub Financials S16         373,00    369,00    505,00

Daten: Markit

Markit iTraxx-Indizes bilden die Entwicklung der Risikoprämien eines
bestimmten Referenzportfolios von Schuldnern ab.
- Der Markit iTraxx Europe ist ein Maß für die Kreditrisiken von etwa 125
europäischen Investment-Grade-Titeln, also von Unternehmen guter Bonität.
- Der Markit iTraxx Europe Crossover enthält die etwa 50 liquidesten
Unternehmen mit einer Rating-Einstufung schlechter als Investment Grade.
- Der Markit iTraxx SovX Western Europe basiert auf einem
Korb von Staatsanleihen aus Westeuropa.
- Der Markit iTraxx Senior Financials bildet einen Korb
von etwa 25 europäischen Finanzwerten auf erstrangiger Basis ab.
- Der Markit iTraxx Subordinated Financials bildet einen Korb
von etwa 25 europäischen Finanzwerten auf nachrangiger
Basis ab.

CDS - Credit Default Swap - Kreditausfallversicherung:
Ein CDS ist eine hochstandardisierte und damit handelbare
Kreditausfallversicherung, bei der der Käufer der
Kreditausfallversicherung von dem Verkäufer bei Eintritt des
Credit-Events den wirtschaftlichen Schaden erstattet bekommt.
Die Notierung von CDS erfolgt in Basispunkten.
Der in Basispunkten quotierte CDS-Spread entspricht
der jährlich zu entrichteten Versicherungsprämie.
===
DJG/mpt/flf

 (END) Dow Jones Newswires

 January 27, 2012 05:20 ET (10:20 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2012



Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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Pichel:

Zürcher Börsenticker Auszug:

2
27.01.12 11:26
Grüezi Miteinander

Während New York in kleinen aber sicheren Schritten den Topkursen des letzten Jahres zusteuert
und sie teilweise schon überschritt, beträgt die Lücke der Euromärkte noch zwischen 6 und 20 %.
Das ergibt eine leicht unübersichtliche Lage hinsichtlich der weiteren Potentiale.
Deutschland steht im Mittelpunkt aller Betrachtungen. Das wird sich vorerst nicht ändern. Politisch wie
wirtschaftlich. Die Bundeskanzlerin persönlich hat es in Davos vorgemacht:
Ihre Eröffnungsrede zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos kam dem Auftritt von Margret Thatcher vor
über 30 Jahren schon sehr nahe. Hält sie an dieser Linie politisch fest, springt Europa demnächst im
Dreieck. Das entscheidet allein Berlin in seiner Haltung gegenüber den neuen Finanzforderungen der
Griechen. Wann der Geduldsfaden reisst, weiss niemand, aber irgendwelche Realisten wird es wohl geben,
die letztlich das Handtuch werfen, oder die Reissleine ziehen. Wie würde dies wirken, wenn Griechenland
entweder die Hände total hebt, oder aber aus dem Euro ausscheidet. Die Börsen würden explodieren,
vielleicht am ersten und zweiten Tag nach unten, aber anschliessend dramatisch nach oben. Hier ist wirklich
Druck im Kessel, wie man landläufig sagt.
Die Erholung der französischen Aktien erscheint fast merkwürdig. Sie waren gestern die Favoriten im
EuroStoxx. Vielfach mit Gewinnen von über 5 %. Und dies ausgerechnet nach der Wahl des Sarkozy-
Herausforderers Hollande, der die Französische Revolution zum zweiten Mal probiert. Wörtlich mit den
Ausdrücken Egalité (Gleichheit) und Justice (Gerechtigkeit). Er will schlicht die grosse Umverteilung
probieren und liegt in den Umfragen immerhin bei 60:40 zu Sarkozy. Das erinnert wiederum an die ähnliche

dramatische Entwicklung unter Präsident Mitterand, als dieser im Mai 1981 überraschend Präsident wurde,
innert drei Monaten die 12 grössten Konzerne Frankreichs verstaatlichte, dafür 40 Mrd. Nouveau Franc in
bar zahlte, die Besteuerung massiv erhöhte und in den folgenden 24 Monaten Frankreich ins Chaos stürzte.
Voilà, das Ganze noch einmal? Wir erinnern uns noch gut daran und vielleicht werden wir noch einige
Bemerkungen an dieser Stelle zur Kenntnis geben.
Warum steigen die Aktienmärkte dennoch? Das seriöse Kapital kehrt in die Märkte zurück, die eine
hinreichende Vermögensgrundlage darstellen. Der Seitenwechsel aus Schulden in echte Vermögen (Aktien
und Immobilien) ist nachhaltig und nicht aufzuhalten.

aus EMail
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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Anti Lemming:

Die Fed pumpte heimlich 7,77 Billionen Dollar

11
27.01.12 12:01
in den Markt, um 2008/2009 die US-Banken zu retten, enthüllte Bloomberg. Dies fanden Leute heraus, die die Fed gemäß dem "Freedom of Information Act" juristisch dazu gezwungen hatten, ihre Bücher zu öffnen.

7,77 Billionen entspricht mehr als der Hälfte des US-BIP.

Bloomberg says the total amount of money committed by the Fed to save the financial system during the financial crisis was $7.77 trillion – more than half of the value of everything produced in the US in 2009.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2067359/...html#ixzz1kebaGiH4

Offiziell war bislang immer nur von 700 Mrd. die Rede, die Finanzminister Paulson im Herbst 2008 von der US-Regierung (u.a. zur Rettung von Goldman, wo Paulson zuvor CEO war) erpresste: www.ariva.de/forum/Der-USA-Baeren-Thread-283343?page=1689#jumppos42226

Der tatsächliche Betrag lag somit um den Faktor 11 höher.

Bei der EZB könnte es ebenfalls "teurer als erwartet" - oder genauer: teurer als zugegeben - werden:

In EZB/IWF-Kreisen werden Beträge von bis zu 5 Billionen Euro für die PIIGS-Rettung genannt. Der Rettungsschirm bekäme damit Ausmaße eines Fernsehturms.

Das "Zugeben in Scheibchen" ist daher nicht nur auf unseren Lügenbaron von und zu Guttenberg sowie den korrupten Goldkettchen-Präsidenten Wulff beschränkt. Es hat vielmehr Methode - und ist vor allem in Finanzkreisen verbreitet. Man erinnere sich nur an die Landesbanken und an die IKB, die Schieflagen in ihren Zweckgesellschaften in einer "quadratischen Reihe" zugaben:

Bei der IKB stieg der zugegebene Fehlbetrag von einer Milliarde über 2, 4, 8, 16 und 32 bis am Ende auf 64 Milliarden. Das heißt die Scheibchendicke verdoppelte sich bei jedem "Zugeben". Ähnlich war es bei der Sächsischen Landesbank, die kurz danach Pleite anmelden musste.

Die Fed hat nun ihre Scheibchendicke ver-11-facht. Ob dort auch noch eine quadratische Reihe auf uns wartet? Die nächste Stufe wären dann statt 7,77 rund 60 Billionen. Getreu der Ami-Devise: Wo andere kleckern, da klotzen wir. Unsereins bleibt nur das Kotzen.
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Stöffen:

The Daily Pete

3
27.01.12 12:13
Die aktuelle Markteinschätzung von Pete Stolcers

Pete geht stark davon aus, dass wenn denn die Berichtssaison durch ist, der US-Aktienmarkt schwächer tendieren wird. Im Gegensatz zu KUK Hofmarschall sieht Pete da schon einen möglichen Widerstand im SPY und wird bei einem Rücksetzer unter die 130 Punkte-Marke seine Short-Positionen sukzessive ausbauen. Aufgrund der stark gefallenen Volatilität in Verbindung mit einem mittlerweile extrem bullishen Sentiment bieten sich ebenfalls dementsprechende VIX-Calls an, so Stolcers.

"I am also long VIX calls. Bullish sentiment is at extremely high levels and speculators are about to get flushed out. All it will take is one bad European bond auction or a soft economic release from China. For 10 straight quarters, stocks have rallied into earnings and they roll over late in the cycle. The guidance has been weak and this will also create selling pressure as the market approaches a major resistance level.

If the SPY closes below 130, I will add to bearish positions. If the SPY closes below 128, I will add as well. I don’t mind missing the final stages if this rally, but I want to be on board when it rolls over.

Also watch for stocks that decline after beating estimates. That will be another bearish sign."

www.1option.com/index.php/global/comments/...tch_for_signs_of/
Der USA Bären-Thread 480011
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Anti Lemming:

Darf es 'ne halbe Billion mehr sein?

3
27.01.12 12:54
Aus Fest-Interview im Handelsblatt:

HB: "Im Februar wird die EZB den Banken nochmals für drei Jahre eine unbegrenzte Menge Geld zu sehr günstigen Zinsen anbieten. Rechnen Sie damit, dass die Institute sich noch einmal eine Summe von fast einer halben Billion Euro leihen?"

Fest: "Den Umfragen unserer Bankanalysten zufolge ist das gut möglich."



A.L.: Ein halbe Billion Euro klingt heute nach ungeheuer viel Geld. Dies könnte sich künftig ändern. 1923 kostete ein Laib Brot eine Billion Mark.

Kämen diese Zeiten wieder - Fed und EZB scheinen ja fast gewaltsam darauf hin zu arbeiten - könnte die EZB ihre Schulden am Ende buchstäblich mit "einem Ei und einem Butterbrot" zurückzahlen.

Ich gebe - bei aller Freude an schräger Polemik - zu, dass dieses Posting nicht zu meiner ansonsten propagierten Deflationserwartung passt ;-.)
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